DE2425659A1 - Sicherheitsvorrichtung mit einem aufblasbaren auffangbeutel in einem kraftfahrzeug - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung mit einem aufblasbaren auffangbeutel in einem kraftfahrzeugInfo
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Description
- Sicherheitsvorrichtung mit einem aufblasbaren Auffangbeutel in einem Kraftfahrzeug Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsvorrichtung mit einem aufblasbaren Auffangbeutel in einem Kraftfahrzeug, welche in einem im Fahrzeugaufbau befestigten Bauteil mit einer dem Fahrgast zugewandten Offnung angeordnet ist, wobei die Öffnung durch eine ein- oder mehrteilige Abdeckung verschlossen ist, die durch mittel geschlossen gehalten ist, die ein Aufklappen der Abdeckung beim Entfalten des Auffangbeutels ermöglichen.
- Es ist aus einer Vielzahl von Ausführungen bekannt, an derartigen Abdeckungen Mittel vorzusehen, die die Abdeckung geschlossen halten und die im Falle eines Unfalles ein Aufklappen der Abdeckung durch den sich entfaltenden Auffangbeutel ermöglichen.
- So ist es aus der DT-OS 2 320 272 bekannt, an der gewünschten Aufreißlinie der Abdeckung Sollbruchkerben vorzusehen. Weiterhin ist es in der US-PS 3 643 917 gezeigt, eine Abdeckung für eine solche Sicherheitsvorrichtung mittels Clipsverbindung geschlossen zu halten.
- Bei diesen Ausführungen kann es vorkommen, daß einerseits für das Aufreißen der Abdeckung zu große Kräfte notwendig sind, wodurch sich die Füllung des Auffangbeutels verzögert.
- Bei andererseits zu schwach verschlossener Abdeckung kann diese schon beim normalen Gebrauch des Fahrzeuges (z.B. durch ein unvorsichtiges Aufstützen) aufreißen und somit die Sicherheitsvorrichtung unbrauchbar werden.
- Aufgabe der Erfindung ist es eine Abdeckung für eine Sicherheitsvorrichtung zu schaffen, die diese Nachteile nicht aufweist.
- Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die die Abdeckung geschlossen haltenden Mittel Fäden sind, die mit jeweils einem Ende an der Abdeckung und mit ihrem jeweiligen anderen Ende im Gasgenerator des Auffangbeutels befestigt sind.
- Auf diese Weise kann die Abdeckung,ohne Rücksicht auf die Aufreißkräfte des Auffangbeutels, fest verspannt werden. Die Fäden brennen infolge der itzeentwicklung nach Zündung des gasentwickelnden Pulversatzes im Gasgenerator schlagartig ab rund ermöglichen ein verzögerungsfreies Aufklappen der Abdeckung zur Entfaltung des Auffangbeutels.
- Es ist vorteilhaft als Fadenmaterial einen elastischen Kunststoff zu verwenden, da hierdurch eine Vorspannung der Fäden möglich ist, Weiterhin könnten anstatt der Kunststoffäden auch dünne Drähte mit einem der Temperatur des abbrennenden Pulversatzes entsprechenden Schmelzpunkt verwendet werden.
- Die Vorspannung der Drähte ließe sich durch geeignete Faltung des Auffangbeutels oder durch elastische Halteelemente an den Drähten erreichen.
- In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können an dem jeweiligen einen Ende der Fäden Spreizelemente vorgesehen sein, mit denen die Fäden in den Bohrungen der Diffusorplatte des Gasgenerators eingehängt sind.
- Da die Diffusorplatte als siebartige Lochplatte ausgebildet und mit dem Gasgenerator fest verbunden ist, bietet das Einschieben der Fäden mit deii Spreizelementen in die passenden Bohrungen eine einfache Befestigungsmöglichkeit.
- In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung könnten die jeweiligen Enden der Fäden mit einer an der Innenseite der Diffusorplatte angeordneten Kunststoffmembrane verschweißt sein.
- Die an der Abdeckung angeordneten Enden der Fäden können in mit einer Mittelbohrung versehenen Knöpfen eingefädelt und in diesen verspannt und verschweißt sein, wobei diese Knöpfe in in der Abdeckung vorgesehene Bohrungen eingehängt sind.
- Auf diese Weise ist ein Verspannen der Abdeckung möglich, indem die Fäden durch die Knöpfe gezogen und bei genügender Vorspannung an den Knöpfen verschweißt werden. Die überstehenden Teile der Fäden sind dann abzutrennen.
- In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung können die an der Abdeckung angeordneten Enden der Fäden angespritzte Köpfe aufweisen, mit denen sie in in der Abdeckung vorgesehene Schlitze eingeknöpft sind.
- Anhand von zwei Ausführungsbeispielen soll die Erfindung näher erläutert werden.
- Es zeigen: Fig. 1 in einem ersten Ausführungsbeispiel eine Draufsicht vom Insassen aus auf die Abdeckung der Sicherheitsvorrichtung an einer Armaturentafel, Fig. 2 Fig. 1 mit einem weiteren Ausführungsbeispiel, Fig. 3 die Befestigung der Fäden mittels der Spreizelemente im Gasgenerator und der Köpfe in den Schlitzen der Abdeckung, im Schnitt IIl-III durch Fig. 1, Fig. 4 die Befestigung der Fäden mittels der Kunststoffmembrane im Gasgenerator und der eingefädelten Knöpfe an der Abdeckung, im Schnitt III-III durch Fig. 2.
- Im Ausführungsbeispiel ist die Sicherheitsvorrichtung 1 in einer Ausnehmung 2 einer Armaturentafel 3 angeordnet.
- Die Abdeckung 1 an der Öffnung der Ausnehmung 2 wird durch eine obere Klappe 4 und eine untere Klappe 5 gebildet. Die Klappen 4 und 5 sind um jeweils eine waagerechte Achse 6 schwenkbar am oberen bzw. am unteren Rand der Öffnung befestigt.
- Der Verschluß der Klappen 4 und 5 erfolgt mittels zweier Fäden 7 aus Kunststoff, die mit einem jeweiligen Ende an der unteren Klappe 5 und mit ihrem jeweiligen anderen Ende im Gasgenerator 8 befestigt sind.
- In einem ersten Ausführungsbeispiel weisen die Fäden 7 wie in Fig. 3 dargestellt, an ihren einen Enden je ein angespritztes Spreizelement 9 auf, mit dem sie in je eine Bohrung 10 in der siebartig gelochten Diffusorplatte 11 des Gasgenerators 8 eingeführt sind. Nach dem Durchstecken durch die jeweilige Bohrung 10 federn die Spreizelemente 9 widerhakenförmig auseinander und halten auf diese Weise die Fäden 7 gegen ein Herausziehen fest. An ihren anderen Enden weisen die Fäden 7 angespritzte Köpfe 12 auf, mit denen sie an der unteren Klappe 5 eingehängt sind. Dazu sind an den den Schwenkachsen 6 gegenüberliegenden Rändern der Klappen 4 und 5 Schlitze 13 ausgebildet, die miteinander fluchten. Die Breite der Schlitze 13 entspricht der Stärke der Fäden 7. Beim Verschließen der Abdeckung 1 werden die Fäden 7 mit den Köpfen 12 zuerst in die Schlitze 13 der oberen Klappe 4 eingehängt. Dann wird die untere Klappe 5 in die Schließstellung geschwenkt, wobei sie mit ihrem der Schwenkachse 6 gegenüberliegenden Rand den zugeordneten Rand der oberen Klappe 4 überlappt. Die noch mit den Köpfen 12 in den Schlitzen 13 der oberen Klappe 4 hängenden Fäden 7 werden in die Schlitze 13 der unteren Klappe 5 verschoben, wodurch beide Klappen 4 und 5 verschlossen sind.
- In einer anderen Ausführungsform, sind, wie Fig. 4 zeigt, an der unteren Klappe 5 Bohrungen vorgesehen, in denen Knöpfe 14 mit einer der Stärke der Fäden 7 entsprechenden Mittelbohrung stecken.
- Vom Gasgenerator 8 her werden die Fäden 7 bei noch offener unterer Klappe 5 durch die Mittelbohrung in den Knöpfen 14 nach außen geführt. Die untere Klappe 5 wird dann geschlossen, wobei sie mit ihrem der Schwenkachse 6 gegenüberliegenden Rand den zugehörigen Rand der oberen Klappe 4 überlappt.
- Durch Ziehen an den aus der unteren Klappe 5 ragenden Fäden 7 läßt sich die ganze Abdeckung 1 verspannen. Nach ausreichender Vorspannung werden die Fäden 7 an den Knöpfen 14 verschweißt und die überstehenden Enden abgetrennt.
- Im Gasgenerator 8 erfolgt die Befestigung der Fäden 7 mittels einer Kunststoffmembrane 15 (Fig. 4) die an der Innenseite der Diffusorplatte 11 angeordnet ist, wobei die Fäden 7 an die Kunststoffmembrane 15 angespritzt oder angeschweißt sind. Die Fäden 7 ragen durch die entsprechenden Bohrungen 10 in der Diffusorplatte 11 aus dem Gasgenerator 8.
- Die Vorspannung der Abdeckung 1 läßt sich bei beiden Ausführungsformen, z.B. durch ein elastisches Fadenmaterial oder eine entsprechende Faltung des Auffangbeutels 16 erreichen.
- Bei der Verspannung der Abdeckung 1 braucht im Hinblick auf zu große Aufreißkräfte keine Rücksicht genommen werden.
- Wird im Falle eines Unfalles der das Treibgas entwickelnde Pulversatz 17 im Gasgenerator gezündet, brennen, bzw. reißen die Befestigungen der Fäden 7 infolge der Hitzeentwicklung ab, wodurch der Verschluß der Klappen 4 und 5 gelöst ist und diese das Entfalten des Auffangbeutels 16 verzögerungsfrei ermöglichen.
- Die im Auffangbeutel 16 vorgesehenen Offnungen, die ein Entweichen des Gases bei einem Aufprall des Insassen auf den Auffangbeutel 16 bewirken, können bei entsprechenden Faltung des Auffangbeutels 16 herangezogen werden, um die Durchführung der Fäden 7 vom Gasgenerator 8 zur Abdeckung 1 hin zu ermöglichenv
Claims (5)
- Patentansprüche: /1.' Sicherheitsvorrichtung mit einem aufblasbaren Auffangbeutel in einem Kraftfahrzeug, welche in einem im Fahrzeugaufbau befestigten Bauteil mit einer dem Fahrgast zugewandten Öffnung angeordnet ist, wobei die Öffnung durch eine ein- oder mehrteilige Abdeckung verschlossen ist, die durch Mittel geschlossen gehalten ist, die ein Aufklappen der Abdeckung beim Entfalten des Auffangbeutels ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, daß die die Abdeckung (1) geschlossen haltenden Mittel Fäden (7) sind, die mit jeweils einem Ende an der Abdeckung (1) und mit ihrem jeweiligen anderen Ende am Gasgenerator (8) für den Auffangbeutel (16) befestigt sind.
- 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den in den Gasgenerator (8) geführten Enden der Fäden (7) Spreizelemente (9) vorgesehen sind, mit denen die Fäden (7) in Bohrungen (10) der siebartig gelochten Diffusorplatte (11) des Gasgenerators (8) eingehängt sind.
- 3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Gasgenerator (8) geführten Enden der Fäden (7) mit einer Kunststoffmembrane (15) verschweißt sind, die an der Innenseite der Diffusorplatte (11) anliegt.
- 4. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (7) mit ihren an der Abdeckung (1) angeordneten Enden in mit einer A1ittelbohrtlng versehenen Knöpfen (14) verspannt und verschweißt sind, wobei diese Knöpfe (14) in in der Abdeckung (1) vorgesehenen Bohrungen eingehängt sind.
- 5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (7) an ihren an der Abdeckung (1) angeordneten Enden angespritzte Köpfe (12) aufweisen, mit denen sie in in der Abdeckung (1) vorgesehene Schlitze (13) eingeknöpft sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425659 DE2425659A1 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Sicherheitsvorrichtung mit einem aufblasbaren auffangbeutel in einem kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425659 DE2425659A1 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Sicherheitsvorrichtung mit einem aufblasbaren auffangbeutel in einem kraftfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2425659A1 true DE2425659A1 (de) | 1975-12-11 |
Family
ID=5916617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742425659 Pending DE2425659A1 (de) | 1974-05-28 | 1974-05-28 | Sicherheitsvorrichtung mit einem aufblasbaren auffangbeutel in einem kraftfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2425659A1 (de) |
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- 1974-05-28 DE DE19742425659 patent/DE2425659A1/de active Pending
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|---|---|---|---|
| OHN | Withdrawal |