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Spritzvorrichtung zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzvorrichtung zur Bekämpfung
von Pflanzenschädlingen, mit mindestenseinem Behälter zur Aufnahme der zu verspritzenden,
aus einer Mischung aus Wasser und einem chemischen Schädlingsbekämpfungskonzentrat
bestehenden Flüssigkeit, mit einer über einen Schlauch an den Behälter angeschlossenen
Handspritze und mit einer von einem elektrischen Antriebsmotor, der an eine Spannungsquelle
angeschlossen ist, angetriebenen Pumpe, über die die Flüssigkeit mit Druck der Handspritze
zugeführt wird. Unter den Begriff "Pflanzenschädlinge" fallen Insekten, Pilze und
Unkraut. In entsprechender Weise besteht das chemische Schädlingsbekämpfungskonzentrat
aus einem Insekticid, Fungicid oder Herbicid.
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Bisher sind Spritzvorrichtungen der genannten Gattung verfügbar, bei
denen der Antriebsmotor mit Pumpe entweder auf der Einfüllöffnung oder im Behälterinneren
angeordnet sind. Beides ist nachteilig. Bei der erstgenannten Anordnung ist die
Vorrichtung außerordentlich unhandlich. Ferner müssen Antriebsmotor mit
Pumpe
beim Befüllen des Behälters abgenommen und hiernach wieder aufgesetzt werden. Dies
ist aufwendig und birgt die Gefahr in sich, daß die genannten, relativ teueren und
empfindlichen Bauteile beschädigt werden. Die andere genannte Anordnung führt zu
einem relativ kleinen nutzbaren Behälterinnenraum.
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Ferner sind Antriebsmotor und Pumpe nicht auswechselbar, kaum zu reparieren
oder zu warten, zumindest ohne den Behälter selbst zu öffnen, sofern er überhaupt
zu öffnen ist, und vor allem dauernd dem im Behälter eingefüllten Flüssigkeitsgemisch
ausgesetzt, das mitunter sehr aggressiv sein kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spritzvorrichtung zur
Bekämpfung von Pflanzenschädlingen zu schaffen, die außerordentlich leicht und damit
ohne Probleme tragbar ist, die ferner gut, und zwar auch von völligen Laien, zu
handhaben ist und sehr geringen Kostenaufwand erfordert, so daß sie sich vor allem
auch für den Hobby-Gärtner eignet.
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Die Aufgabe ist bei einer Spritzvorrichtung der eingangs genannten
Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Antriebsmotor mit der Pumpe zu einer
auswechselbaren Baueinheit vereinigt sind, die in einer vorzugsweise verschließbaren
Aussparung, vorzugsweise Bodenaussparung,des Behälters lösbar gehalten ist. Hierdurch
wird erreicht, daß der Antriebsmotor mit Pumpe von außen unsichtbar, aber dennoch
sowohl gegen Beschädigung als auch gegenüber der mitunter aggressiven Mischflüssigkeit
geschützt angeordnet sind, nicht störend im Wege stehen und beim Befüllen nicht
abgenommen werden müssen. Dennoch ist ein leichtes Auswechseln zu Reparatur-,Reinigungs-oder
Wartungezwecken oder auch zu dem Zweck möglich, die Baueinheit an einen anderen
Behälter anzuschließen, der statt des im einen Behälter z.B. enthaltenen Insekticides
ein Fungicid oder Herbicid enthält. Der Benutzer kann also die Baueinheit z.B. für
drei Behälter mit jeweils verschiedenen, darin eingefüllten Flüssigkeiten benutzen,
wobei die Baueinheit immer geschützt und von außen unsichtbar am
Behälter
gehalten ist und leicht vom einen Behälter ablösbar und an den anderen anbringbar
ist.
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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß am Behälter
im Bereich der Aussparung ein mit einem Absperrventil versehener Anschlußstutzen
befestigt, bei aus Kunststoff bestehendem Behälter vorzugsweise angeformt, ist,
und daß die Pumpe einen vorzugsweise mit einem Dichtring versehenen Aufsteckstutzen
aufweist, der auf den Anschlußstutzen aufsteckbar, vorzugsweise in diesen einsteckbar
ist. Der Anschlußstutzen kann eine sich vom freien Ende aus kegelstumpfförmig verjüngende
Einsteckbohrung besitzen. Der Aufsteckstutzen kann sich zum freien Ende hin entsprechend
kegelförmig verjüngen. Hierduch ist der Austausch der Baueinheit problemlos. Das
Absperrventil verhindert das Abfließen der Flüssigkeit aus dem Behälter bei abgenommener
Baueinheit. Die Pumpe kann am Antriebsmotor angeflanscht sein, so daß beide ein
einziges Bauteil bilden, das besonders leicht austauschbar und halterbar ist.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die Anordnung
so getroffen sein, daß als Spannungsquelle für den Antriebsmotor eine Gleichspannungsquelle
in Form von vorzugsweise wiederaufladbaren Batterien vorgesehen ist und daß in der
Speiseleitung zum Antriebsmotor ein Drucktastschalter sitzt, der am Handgriff der
Handspritze angeordnet ist und nur bei anstehendem Tastendruck die Speiseleitung
elektrisch schließt. Bei einem Akumulator als Spannungsquelle kann dieser bei Nichtgebrauch
über ein Ladegerät, das auch Bestandteil des Akumulators sein kann, vom Netz her
wieder aufgeladen werden. Vor allem aber ist auch der Einsatz von Monozellen ermöglicht,
die ohne Fachkenntnisse so einfach wie Taschenlampenbatterien einsetzbar sind. Der
Antriebsmotor ist so gestaltet, daß er eine geringe Stromaufnahme hat. Als Pumpe
kann vorteilhaft eine Zahnradpumpe vorgesehen sein, die einfach und billig und wartungsarm
ist. Der Leistungsbedarf für den Pumpenantrieb ist somit gering, so daß der Einsatz
von
Monozellen rentabel ist. Der Drucktastschalter ermöglicht einen sparsamen Betrieb,
da der Antriebsmotor immer nur dann mit der Spannungsquelle elektrisch verbunden
ist, wenn der Drucktastschalter von Hand niedergedrückt ist.
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Von Vorteil kann es ferner sein, wenn der zur Handspritze führende
Schlauch einen die zum Drucktastschalter führende Leitung enthaltenden und umkleidenden
Außenmantel aufweist.
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Dies fördert die Handlichkeit der Vorrichtung. Ferner wird eine evtl.
Beschädigungsgefahr für die elektrischen Leitungen zum Drucktastschalter ausgeschaltet.
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Die Batterien können ander Trägerplatte können ander Trägerplattegehalten
und Bestandteil der Baueinheit sein. Es ist jedoch auch möglich, daß die Batterien
lösbar an der Außenwand oder einer Tragvorrichtung des Behälters gehalten gnd. Zweckmäßigerweise
ist dann zur Aufnahme der Batterien ein besonderes Gehäuse vorgesehen. Letzteres
kann z.B. an einem Hängeriemen als Tragvorrichtung anhängbar sein oder auch z.B.
mittels Bändern, Haken oder anderen Befestigungsmitteln lösbar am Behälter, Behältergriff
etc. gehalten sein.
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In üblicher Weise besitzt der Behälter genannter Spritzvorrichtungen
mindestens einen Einfüllstutzen für das Wasser und das chemische Schädlingsbekämpfungskonzentrat,
wobei der Einfüllstutzen mittels einer Schraubkappe verschließbar ist. Bei derartigen
Spritzvorrichtungen besteht das Problem der Zugabe des chemischen Schädlingsbekämpfungskonzentrats,
und zwar so, daß man möglichst nicht damit in Berührung kommt.
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Ferner muß die für eine bestimmte Wassermenge richtige menge an chemischem
Schädlingsbekämpfungskonzentrat zugemischt werden, um das richtige mischungsverhältnis
einzustellen.
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Bisher wird das chemische Schädlingsbekämpfungskonzentrat, und zwar
entweder als Insekticid, Fungicid oder Herbicid, entweder in Tablettenform, Pulverform
oder in besonderen
Flaschen in flüssiger Form zur Verfügung gestellt.
Tabletten haben den Nachteil, daß das Auflösen und Vermischen mit Wasser sehr lange
Zeit erfordert. Pulver oder in Flaschen bereitgestelltes flüssiges Konzentrat erfordert
zur Herstellung des richtigen Mischungsverhältnisses große Aufmerksamkeit und zumindest
mathematische Grundkenntnisse, vor allem in der Prozentrechnung. Dies führt dazu,
daß häufig gerade Hobby-Gärtner nicht in der Lage sind, die richtige Mischung einzustellen,
und wenn, dann nur mit außerordentlichem Zeitaufwand, wobei immer die Gefahr besteht,
mit dem chemischen Schädlingsbekämpfungskonzentrat in Berührung zu kommen und dabei
Schaden zu erleiden. Um dies auszuschalten, ist gemäß der Erfindung ferner vorgesehen,
daß in den Einfüllstutzen eine Hülse vorzugweise satt eingepaßt ist, die mit einem
Rad flansch am oberen Rand des Einfüllstutzens aufliegt, daß die Hülse am zum Behälterinneren
weisenden Ende zur Mitte hin vorstehende und zum Randflansch gerichtete Vorsprünge
aufweist und daß in das Innere der Hülse von der Öffnung des Einfüllstutzens her
ein verschlossenes, ein chemisches Schädlingsbekämpfungskonzentrat in Pulver- oder
flüssiger Form enthaltendes Behältnis einsteckbar ist, das durch Aufschrauben der
Schraubkappe auf den Einfüllstutzen in Richtung auf das Behälterinnere in die Hülse
so weit hineindrückbar ist, bis die den Vorsprüngen der Hülse zugewandte Behältniswandung
von den Vorsprüngen zur Freigabe des Schädlingsbekämpfungskonzentrats aufgestoßen
wird. Hierbei liegt also das chemische Schädlingsbekämpfungskonzentrat in je nach
Inhalt mit besonderen Symbolen gekennzeichneten, in sich völlig geschlossenen Behältnissen
in flüssiger Form vor. Als weitere Information kann jedes Behältnis noch eine Angabe
tragen, für welche Wassermenge der Behältnisinhalt bestimmt ist. Beim bestimmungsgemäßen
Gebrauch wird nun das Behältnis nach Befüllen des Behälters mit Wasser in den Einfüllstutzen
oder in die Schraubkappe eingesetzt. Hiernach wird die Schraubkappe auf den Einfüllstutzen
aufgeschraubt,
wobei das Behältnis auf die Vorsprünge gedrückt wird,
die die Wandung des Behältnisses zerstoßen, so daß das flüssige oder pulverförmige
chemische schädlingsbekämpfungskonzentrat aus- und in den Behälter eintreten kann,
und zwar entweder durch Ausfließen oder bei Pulver durch Schütteln, und zwar ohne
daß der Benutzer damit in Berührung kommt. mithin wird die problemlose Handhabung
der Vorrichtung durch die Erfindung noch verbessert, so daß die Vorrichtung keinerlei
besondere Sachkenntnis zur Handhabung, mischung der Flüssigkeit etc. erfordert und
vor allem völlige Sicherheit dagegen bietet, daß man mit dem chemischen Konzentrat
in Berührung gelangt. Die letzteres enthaltenden Behältnisse können aus allen möglichen,
hierfür geeigneten Materialien, z.B. auch aus Kunststoff,bestehen.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen,
daß die Hülse aus einem etwa topfförmigen Napf besteht, dessen Boden zur Bildung
der Vorsprünge Ein- und/oder Ausschnitte und zur Hülsenmitte und zum Randflansch
hin hochgebogene, etwa dornartige Bodenpartien aufweist. Eine solche Hülse ist einfach
und billig. Auch bereits im Einsatz befindliche Vorrichtungen lassen sich entsprechend
der Erfindung, zumindest hinsichtlich der Zumischung des chemischen Schädlingsbekämpfungskonzentrats,
noch nachträglich umrüsten. Die Hülse kann zu diesem Zweck in den Einfüllstutzen
nachträglich eingesetzt werden. Hierbei sind von der Form her die Volumeninhalte
der Behältnisse mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat dadurch vorgegeben
und deutlich erkennbar gemacht, daß verschiedene Größen solcher Behältnisse vorhanden
sind, z.0. große Behältnisse, die bei mischung mit z.B. 10 1 Wasser, und kleine
Behältnisse, die bei mischung mit z.B. 5 1 Wasser das jeweils richtige mischungsverhältnis
ergeben. Entsprechend sind die Hülsen bezüglich ihres Innendurchmessers gestaltet,
während ihr Außendurchmesser immer der gleiche ist, der demjenigen der Einfüllstutzen
in etwa entspricht. So sind beispielsweise zwei Typen von Hülsen vorgesehen, und
zwar eine mit einem großen und eine andere mit einem kleineren Innendurchmesser,
so
daß jedem Typ Hülse eine bestimmte Größe eines Behältnisses mit chemischem Konzentrat
zugeordnet ist.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß
der Behälter zwei in Abstand angeordnete Einfüllstutzen mit unterschiedlichen Innendurchmessern
und vorzugsweise auch unterschiedlichen Außendurchmessern aufweist, von denen jeder
zur Aufnahme entsprechend großer Behältnisse mit chemischem chädlingsbekämpfungskonzentrat
in Pulver- flussiger oder Form ausgebildet ist. Jeder Größe eines Behältnisses mit
chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat ist also ein besonderer Einfüllstutzen
zugeordnet. Verwechslungen oder Fehlhandhabungen sind somit weitgehend ausgeschaltet.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß
die Behälterwandung aus durchsichtigem material besteht und mindestens zwei Füllstandsmarkierungen
aufweist, von denen jede eine Befüllung mit einer vorgegebenen Wassermenge, z.B.
2,5 1 und 5 1 Wasser, vorgibt, und daß der Einfüllstutzen mit größerem Innendurchmesser
zur Aufnahme eines Behältnisses mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat ausgebildet
ist, dessen Inhalt zur Herstellung des erforderlichen mischungsverhältnisses auf
eine Befüllung bis zu der einen Füllstandsmarkierung dosiert ist, während der Einfüllstutzen
mit kleinerem Innendurchmesser zur Aufnahme eines Behältnisses mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat
ausgebildet ist, dessen Inhalt auf eine Befüllung bis zu der anderen, einer kleineren
Wasserfüllung zugeordneten Füllstandsmarkierung dosiert ist. Hier stehen die Füllstandsmarkierungen
in Bezug zu den Einfüllstutzen. Wird der Behälter mit Wasser bis zur Füllstandsmarkierung
z.B.
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für 5 1 Wasser gefüllt, so wird zur richtigen mischung das Behältnis
mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat benötigt, das die größeren Abmessungen
hat und nur in den großen Einfüllstutzen paßt, hingegen nicht in den kleineren,
so
daß auch dadurch Fehlhandhabungen weitgehend ausgeschaltet sind.
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V on Vorteil kann es sein, wenn das Behältnis auf der mit der Hülse
in Berührung gelangenden Fläche Rastvorsprünge, z.B.
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Zähne aufweist, über die das Behältnis verdrehsicher in der Hülse
gehalten ist. Dadurch wird verhindert, daß das eingesetzte Behältnis beim Aufschrauben
der Schraubkappe sich zusammen mit dieser relativ gegenüber der Hülse und dem Einfüllstutzen
dreht. Von Vorteil kann es ferner sein, wenn der Behälter mehrere, mindestens zwei,
durch eine Trennwand abgeteilte, völlig abgeschlossene Kammern aufweist, die jeweils
einen Anschlußstutzen mit Absperrventil zum Anschluß der Baueinheit besitzten. Beispielsweise
ist der Behälter durch eine Trennwand in zwei vorzugsweise gleichgroße Kammern unterteilt,
die jeweils für sich selbständige Behälter darstellen mit Anschlußstutzen und Absperrventil
zum An-oder gemeinsamen schluß der Baueinheit und mit einer eigenen oder oemeinsamen
verschließbaren Aussparung, in der die Baueinheit aufgenommen wird. Ferner kann
jeder Kammer noch eine eigene, verschließbare Aussparung zugeordnet sein zur Aufnahme
der Batterien für den Antriebsmotor.
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Hierduch wird es möglich, die beiden Kammern des Behälters mit verschiedenen
Mischungen zu füllen und die Baueinheit je nach Wunsch an den Anschlußstutzen der
einen Kammer oder der anderen Kammer anzuschließen, und zwar durch einfaches Aufstecken
bzw.
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Lösen von Hand
Von Vorteil kann es ferner sein, wenn
die Schraubkappe im Inneren in radialem Abstand von dem auf den Einfüllstutzen aufschraubbaren
Außenmantel einen zylindrischen Stützmantel aufweist, dessen durch diesen umgrenzter
Innenraum zur Aufnahme und Stützung des Behältnisses mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat
ausgebildet ist. Die Schraubkappe kann ferner zumindest im Deckel bereich aus durchsichtigem
material bestehen oder eine Durchblicköffnung aufweisen, die vorzugsweise nach außen
hin dicht abgeschlossen ist, damit von außen erkennbar ist, ob ein Behältnis in
den Einfüllstutzen eingesetzt ist oder nicht.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen einer Spritzvorrichtung zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen
näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der
Spritzvorrichtung, Fig. 2 einen vergrößerten vertikalen Schnitt eines Behältnisses
mit dem darin enthaltenen flüssigen chemischen Schädlingsbekämpfungskonzentrat,
Fig. 3 einen vergrößerten vertikalen Schnitt eines Einfüllstutzens, und zwar auf
der linken Seite vor dem und auf der rechten Seite nach dem Durchstoßen des eingesetzten
Behältnisses mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat, Fig. 4 eine Draufsicht
der Hülse in Fig. 3,
Fig. 5 einen vertikalen Schnitt, etwa entsprechend
Fig. 3, eines weiteren Ausführungsbeispiels im Bereich des Einfüllstutzans, Fig.
6 einen schematischen vertikalen Schnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels.
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In Fig. 1 ist eine Spritzvorrichtung 10 zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen
gezeigt. Unter den Begriff Pflanzenschädlinge fallen Insekten, Pilze und auch Unkraut,
Die Spritzvorrichtung 10 weist einen Behälter 11, vorzugsweise aus durchsichtigem
Kunststoffmaterial, auf, der auf der Oberseite einen Traggriff 12 trägt, an dem
als weitere Tragvorrichtung angedeutete Tragriemen 13 lösbar befestigt sein können.
Der Behälter 11 besitzt auf seiner Außenwandung z.B. als Verstärkungssicken ausgebildete
Füllstandsmarkierungen 14 und 15 in verschiedenen Höhen, z.B. für eine Befüllung
des Behälterinneren mit einer Wassermenge von 5 1 bzw. 2,5 1.
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Dieser Wassermenge muß zur Herstellung des zu uerspritzenden flüssigen
Schädlingsbekämpfungsmittels eine bestimmte Dosis eines chemischen Schädlingsbekämpfungskonzentrats
beigemischt werden.
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Auf der dem Traggriff 12 gegenüberliegenden Seite, d.h. im Bodenbereich,
ist der Behälter 11 mit einer Bodenaussparung 16 versehen, die durch einen ablösbaren
Deckel 17 nach außen hin völlig abgeschlossen ist. Im Inneren der Bodenaussparung
16 ist auf einer mittels einer mutter 18 lösbar am Behälter 11 gehaltenen Trägerplatte
19 eine Baueinheit befestigt, die folgende Einzelelemente aufweist: Einen elektrischen
Antriebsmotor 20 in Form eines Gleichstrommotors, eine an die Antriebswelle des
Antriebsmotors 20 mittels einer Schraubenfeder 22 angekuppelte Pumpe 21 und ferner
ein Gehäuse mit darin enthaltener Gleichspannungsquelle 23, die entweder als wiederaufladbare
Batterie ausgeführt ist oder aber durch mehrere Monozellen gebildet ist.
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Im Bereich der Bodenaussparung 16 ist am Behälter 11 ein Anschlußstutzen
24 angeformt, der eine sich vom freien Ende aus kegelstumpfförmig verjüngende Einsteckbohrung
25 besitzt und der mit einem von Hand betätigbaren Absperrventil 26 versehen ist.
Die Pumpe 21 weist einen entsprechenden, sich auf der Außenfläche zum freien Ende
hin kegelstumpfförmig verjüngenden Aufsteckstutzen 27 mit einem 0-Ring 28 als Dichtungsring
auf. Zum Anschluß der Pumpe 21 an den Behälter 11 wird die Pumpe 21 mit ihrem Aufsteckstutzen
27 in den Anschlußstutzen 24 hineingeschoben. Auf der Druckseite der Pumpe 21 ist
ein Rückschlagventil 29 vorgesehen, ferner ein Anschlußstutzen 30, an den lösbar
ein biegsamer Schlauch 31 angeschlossen ist, der mit einer Handspritze 32 mit Handgriff
33 und Düse 34 am freien Ende versehen ist. Im vorderen Bereich des Handgriffes
33 ist ein Drucktastschalter 35 angeordnet. Von der Gleichspannungsquelle 23 zweigt
über einen Stecker 36 eine elektrische Speiseleitung 37, 38 ab. Die Leitung 37 führt
unmittelbar z.B. über einen Stecker 39 zum Antriebsmotor 20, während die Leitung
38 durch den Schlauch 31 bis zu einem Kontakt 40 des Drucktastschalters 35 geführt
ist. An dem anderen Kontakt 41 des Drucktastschalters 35 ist die Rückleitung 42
angeschlossen, die durch den Schlauch 31 zurück bis zum Stecker 39 und Antriebsmotor
20 geführt ist. Der Schlauch 31 ist doppelwandig gestaltet und enthält einmal die
eigentliche Flüssigkeitsleitung 43 und ferner einen letztere umgebenden Außenmantel
44, der die Leitungen 38 und 42 enthält und umkleidet.
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Auf der Oberseite ist der Behälter 11 mit zwei Einfüllstutzen 51 und
52 mit Außengewinde versehen, auf die eine jeweils passende Schraubkappe 53 bzw.
54 aufschraubbar ist. Der Einfüllstutzen 51 ist sowohl bezüglich des Außendurchmessers
als auch bezüglich des Innendurchmessers größer gestaltet als der andere Einfüllstutzen
52. In jeden Einfüllstutzen 51, 52 ist eine darin passende Hülse 55 bzw. 56 satt
eingepaßt,
die mit einem oberen Randflansch am oberen Rand des
jeweiligen Einfüllstutzens 51 bzw. 52 aufliegt.
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Einzelheiten des Einfüllstutzens 51 mit Hülse 55 und Schraubkappe
53 sind insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich. Jede Hülse ist, wie die Hülse 55 in
Fig. 3, am zum Inneren des Behälters 11 weisenden Ende mit zur Mitte hin vorstehenden
und zum oberen Rand flansch gerichteten, spitzen Vorsprüngen 57 versehen. Bei der
Herstellung der Hülse 55 geht man von einem etwa topfförmigen Napf aus, dessen Boden
zur Bildung der Vorsprünge 57 mit in Fig. 4 gezeigten Ausschnittan 58 versehen wird,
so daß die Vorsprünge 57 stehen bleiben. Die so stehen gebliebenen Bodenpartien
sind dann zum oberen Randflansch der Hülse 55 hin hochgebogen, so daß sie Dorne
bilden.
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In das Innere der Hülse 55 ist von der Öffnung des Einfüllstutzens
51 her ein in sich völlig verschlossenes Behältnis 59 einsteckbar, das im Inneren
ein chemisches Schädlingsbekämpfungskonzentrat, beispielsweise Insekticid, Fungicid
oder Herbicid, enthält. Das Behältnis 59 besteht z.B. aus dünnem metall, Aluminiumblech,
Staniol, Kunststoff oder dgl. Beim Aufschrauben der Schraubkappe 53 auf den Einfüllstutzen
51 wird sodann das eingesetzte Behältnis 59 in Richtung auf das Innere des Behälters
11 und so weit in die Hülse55inRichtung auf die Vorsprünge 57 hineingedrückt, bis
die den Vorsprüngen 57 der Hülse 55 zugewandte Behältniswandung 60 von den Vorsprüngen
57 aufgestoßen wird, so daß das im Inneren des Behältnisses 59 enthaltene flüssige
oder pulverige Konzentrat durch die Öffnung der Hülse 55 nach unten in das Innere
des Behälters 11 hineinläuft oder bei Pulver durch Schütteln hineingeschwemmt wird.
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In Fig. 1 ist mit gestrichelten Linien angedeutet, daß die Gleichspannungsquelle
23 statt in der Bodenaussparung 16 auch an der Außenseite des Behälters 11 lösbar
befestigt
sein kann, z.B. an den Tragriemen 13. In diesem Falle
führt von der Gleichspannungsquelle 23 zum Antriebsmotor 20 eine in Fig. 1 mit gestrichelten
Linien angedeutete Speiseleitung 61. mit strichpunktierten Linien ist eine weitere
Ausführungsform angedeutet, bei der die Gleichspannungsquelle an einer Seitenwandung
des Behälters 11 lösbar befestigt ist. Auch hier ist die Gleichspannungsquelle mit
dem Antriebsmotor 20 über eine Speiseleitung 61 verbunden.
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Die Handhabung der tragbaren Spritzvorrichtung ist wie folgt: Es wird
davon ausgegangen, daß als zu verspritzende Flüssigkeit eine menge von ca. 5 1 benötigt
wird. Hierzu wird die Schraubkappe 53 am größeren Einfüllstutzen 51 abgeschraubt
und der Behälter 11 mit Wasser gefüllt bis zur Füllstandsmarkierung 14, die die
Volumenangabe 5 1 wiedergibt. Hiernach wird ein völlig verschlossenes Behältnis
59 mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat in flüssiger oder pveriger Form,
beispielsweise mit einem Insekticid, Fungicid oder Herbicid genommen, das etwa die
gleiche Größe aufweist, wie der Innendurchmesser der Hülse 55 im größeren Einfüllstutzen
51 vorgibt. Das Behältnis 59 wird so in den Einfüllstutzen 51 eingebracht, daß die
Behältniswandung 60 den Vorsprüngen 57 zugewandt ist. Sodann wird die Schraubkappe
53 aufgeschraubt, wobei das Behältnis 59 in Richtung auf die Vorsprünge 57 verschoben
wird soweit, bis die Behältniswandung 60 schließlich von den Vorsprüngen 57 aufgerissen
und durchstoßen wird, so daß das chemische Schädlingsbekämpfungskonzentrat aus dem
Behältnis 59 nach unten in das Innere des Behälters 11 hineinfließt und sich mit
dem Wasser vermischt. Nun ist im Behälter 11 eine Spritzflüssigkeit enthalten, die
das richtige Mischungsverhältnis hat. Soll diese Flüssigkeit verspritzt werden,
dann wird der Drucktastschalter 35 am Handgriff 33 von Hand heruntergedrückt, so
daß die beiden Kontakte 40 und 41 elektrisch geschlossen werden. Der Antriebsmotor
20 läuft nun an und
treibt die Pumpe 21, die die Flüssigkeit aus
dem Behälterinneren durch die Flüssigkeitsleitung 43 zur Düse 44 drückt, aus der
die Flüssigkeit in einem feinen Sprühstrahl unter Druck austritt.
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Ist die im Behälter 11 enthaltene Flüssigkeit nicht völlig verspritzt
und soll mit einer anderen Flüssigkeit, beispielsweise zur Bekämpfung von Pilz/krankheiten,
gespritzt werden, die in einem anderen Behälter im richtigen mischungsverhältnis
vorliegt, dann wird das von außen erreichbare Absperrventil 26 von Hand geschlossen,
der Deckel 17 im unteren Bereich des Behälters 11 abgelöst und sodann die gesamte
Trägerplatte 19 mit Pumpe 21, Antriebsmotor 20 und Gleichspannungsquelle 23 sowie
zugeordnetem Schlauch 31 mit Handspritze 32 heraus-und abgenommen und am anderen
Behälter in gleicher Weise wieder befestigt.
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Soll im Behälter 11 eine zu verspritzende Flüssigkeit mit der Menge
von ca. 2,5 1 zur Verfügung stehen, dann wird der Behälter 11 bis zur Füllstandsmarkierung
15 mit Wasser gefüllt und dann in den kleineren Einfüllstutzen 52 ein entsprechendes
kleineres Behältnis mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat in gleicher Weise
eingesetzt.
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Anhand des in Fig. 5 gezeigten weiteren Ausführungsbeispiels ist verdeutlicht,
daß eine bereits im Gebrauch befindliche Spritzvorrichtung noch nachträglich im
Bereich des Einfüllstutzens 64 entsprechend umgerüstet werden kann. Zu diesem Zweck
wird in den Einfüllstutzen 64 eine Hülse 65 eingebracht, deren Außendurchmesser
D1 konstant ist und deren Innendurchmesser D2 sich danach richtet, ob ein großes
Behältnis 66 mit chemischem Schädlingsbekämpfungskonzentrat oder aber ein kleineres
Behältnis eingebracht werden soll. Man hat somit zweierlei Typen von Hülsen 65 zur
Verfügung, die jeweils im Außendurchmesser D1 gleich sind, jedoch verschieden große
Innendurchmesser
D2 besitzen und dadurch dazu geeignet sind, entweder ein größeres Behältnis 66 mit
chemischem Konzentrat oder aber ein kleineres entsprechendes Behältnis aufzunehmen.
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Die Gestaltung der Hülse 65 im unteren Bereich zur Bildung der Vorsprünge
kann darjenigen gemäß dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel entsprechen. Zur Bildung
der Vorsprünge gibt es jedoch die verschiedensten Varianten, die alle im Bereich
der Erfindung liegen.
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In Fig. 3 ist mit gestrichelten Linien gezeigt, daß die Schraubkappe
53 im Inneren im radialen Abstand von dem Außenmantel, der auf den Einfüllstutzen
51 aufschraubbar ist, einen zylindrischen Stützmantel 62 aufweist. Der von dem Stützmantel
62 umgrenzte Innenraum dient einmal zur Aufnahme des Behältnisses 59, vor allem
aber auch zur Stützung des Behältnisses dann, wenn das Behältnis 59 in Richtung
auf die Vorsprünge 57 gedrückt wird.
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In Fig. 2 ist mit gestrichelten Linien angedeutet, daß das Behältnis
59 auf der mit der Hülse 55 in Berührung gelangenden Fläche, und zwar im Randbereich,
Rastvorsprünge in Form von Zähnen 67 aufweist, über die das Behältnis 59 verdrehsicher
in der Hülse 55 gehalten werden kann, da die radial nach außen gerichteten Zähne
67 des Behältnisses 59 sich an der Innenwandung der Hülse 55 festkrallen. Die Zähne
67 können auch an anderer Stelle des Behältnisses 59 vorgesehen sein, und zwar immer
dort, wo das Behältnis 59 mit der Hülse 55 in Berührung gelant. Die Zähne 67 verhindern,
daß sich beim Aufschrauben der Schraubkappe 53 das Behältnis 59 gegenüber der Hülse
55 dreht.
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Die Pumpe 21 kann am Antriebsmotor 20 angeflanscht sein, sodaß beide
zusammen ein einziges Bauteil bilden, das leicht auf den Anschlußstutzen 24 aufgesteckt
werden kann.
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Bei dem in Fig. 6 gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel weist der
Behälter 11 zwei durch eine Trennwand 69 abgeteilte und in sich völlig abgeschlossene
Kammern 70 u.71 auf, die jeweils einen Anschlußstutzen 24 mit Absperrventil 26 zum
Anschluß der Baueinheit, bestehend aus Antriebsmotor 20 und Pumpe 21 besitzen. Jede
Kammer 70, 71 ist mit einem besonderen Einfüllstutzen 68 versehen und weist ferner
jeweils eine besondere, in einer Aussparung 72 bzw. 73 unterzubringende Gleichspannungsquelle
23 auf. Die Gestaltung der Einfüllstutzen 68 kann genauso wie bei den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen gewählt sein. Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 macht es
möglich, in jede der Kammern 70, 71 eine besondere Mischung, beispiels weise ein
Insekticid einerseits und ein Fungicid andererseits einzufüllen und die Baueinheit,
bestehend aus Antriebsmotor 20 mit Pumpe 21 , jeweils an die Kammer 70 oder 71 anzuschließen,
deren Inhalt gerade verspritzt werden soll. Der Anschluß erfolgt dadurch, daß der
Antriebsmotor 20 mit Pumpe 21 mit dem Aufsteckstutzen 27 in den jeweiligen Anschlußstutzen
24 der Kammer 70 oder 71 eingesteckt wird. Das Absperrventil 26 derjenigen Kammer,
an die die Antriebseinheit nicht angeschlossen ist, ist dabei geschlossen. Ist der
Spritzvorgang der in einer Kammer, beispielsweise in der Kammer 70 , enthaltenen
flüssigen mischung abgeschlossen, und soll nun die in der anderen Kammer, beispielsweise
in der Kammer 71 , enthaltene mischung versprüht werden, dann wird der Antriebsmotor
20 mit Pumpe 21 vom Anschlußstutzen 24 nach Schließen des Absperrventiles 26 abgezogen
und auf den Anschlußstutzen der anderen Kammer 71 aufgesteckt, so daß nach Öffnen
des zugehörigen Absperrventiles 26 dann der Inhalt der Kammer 71 versprüht werden
kann. Die in den beiden Aussparungen 72 und 73 enthaltene Gleichspannungsquelle
23 ist gemeinsam zur Speisung des Antriebsmotors 20 vorgesehen.