DE2426501C2 - Selektive Adsorptionsmittel und deren Verwendung - Google Patents
Selektive Adsorptionsmittel und deren VerwendungInfo
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Description
Substanzen mit Molekularsiebeffekt sind bereits bekannt So sind aus den US-PS 30 02 823 und 30 42 667
hydroxylgruppenhaltige polymere Materialien bekannt, die durch Vernetzen eines Polysaccharids erhalten
werden. In der britischen Patentschrift 10 31 757 wird ein vernetztes Polymerisat beschrieben, das durch Polymerisation
von äthylenisch ungesättigten Monomeren in Anwesenheit von Vernetzungsmitteln erhalten worden
ist Die Molekularsiebwirkung dieser Polymerisate besteht jedoch darin, daß sie ein Material von anderen durch
den Unterschied in der Verweilzeit in dem Molekularsiebpolymerisat trennen. Daher wird eine große Menge an
Molekularsiebpolymerisaien zur Trennung einer geringen Menge von zu behandelnden Materialien erfordert
Da sie weiterhin keine Adsorptionsfähigkeit haben, erfolgt der Molekularsiebvorgang nur chromatographisch,
nämlich durch ein Verfahren, in welchem eine Lösung der zu behandelnden Materialien linear in einer Richtung
fließen gelassen wird. Bei einem solchem Verfahren ist kein kontinuierliches Arbeiten möglich. Zur wirksamen
jo Trennung durch dieses Verfahren sollten die Molekularsiebpolymerisate in dicken Schichten in eine Kolonne
gefüllt sein, und es dauert lange Zeit, bevor die Trennung durchgeführt ist Daher sind solche Molekularsiebpolyv
;erisate für großtechnische Verwendungszwecke nicht geeignet
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines selektiven Adsorptionsmittels, welches das
Trennen von zu behandelnden Substanzen in solcher Weise durchführen kann, daß Substanzen mit kleineren
j5 Molekulargrößen klar von solchen mit größeren Molekulargrößen durch selektive Adsorption der ersteren
getrennt werden können.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein selektives Adsorptionsmittel, das dadurch gekennzeichnet ist,
das es durch
a) Dispergieren eines feinen Adsorptionspulvers in einer alkalischen Lösung eines hydroxylgruppenhaltigen
reaktionsfähigen polyfunktionellen Vernetzungsmittels, Vernetzung, Abtrennung und Waschen oder
b) Dispergieren eines feinen Adsorptionspulvers in einer Lösung eines äthylenisch ungesättigten Monomeren
und eines polyfunktionellen vernetzenden Monomeren, Dispergieren dieser Dispersion in einem Träger,
hergestellt worden ist
enthält, das in bestimmten, vernetzten, hoch molekularen Polymerisaten eingeschlossen und darin in dreidimensionalen
Abständen dispergiert ist, mit sehr gutem Erfolg als Molekularsieb wirksam ist und nur in sehr geringer
absdtzweisen oder Kolonnensystem durchgeführt werden kann.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen selektiven Adsorptionsmittel werden zuerst pulverige Adsorptionsmittel
in speziellen Zusammensetzungen unter Bildung eines vernetzten, hoch molekularen Polymerisates
dispergiert, dann die Dispersionen in feinen Tröpfchen in Trägern dispergiert und die Bildung von vernetzten,
hoch molekularen Polymerisaten bewirkt, wodurch man selektive Adsorptionsmittel in Form kugelförmiger
Teilchen erhält die die pulverförmiger! Adsorptionsmittel in vernetzten Polymerisaten eingeschlossen und darin
in dreidimensionalen Abständen dispergiert enthalten.
Die in den erfindungsgemäßen Adsorptionsmittel enthaltenden pulverförmiger! Adsorptionsmittel sind nicht
entscheidend, solange sie eine Adsorptionsfähigkeit haben. Gewöhnlich umfassen sie Pulver aus Aktivkohle,
Knochenschwarz, Tonerde, Kieselsäuregel, Zeolit, Betonit, Calciumphosphatgel, Ionenaustauscherharze^ Chelatharzen
usw.
Im folgenden werden die zwei Ausführungsformen im einzelnen beschrieben.
Im folgenden werden die zwei Ausführungsformen im einzelnen beschrieben.
Hierbei wird eine Hydroxylgruppen enthaltende, polymere Substanz als eine Komponente des Präparates
verwendet. Solche polymeren Substanzen sind z. B. Polysaccharide, wie Dextrin, Dextran, Stärke, Agar, Agarose,
Cellulose oder Polyglucose. Es können auch Derivate solcher Polysaccharide, wie Methyldextran, Aihyldextran,
Hydroxypropyldextran, Methylcellulose oder Äthylhydroxyäthylcellulose, oder Produkte verwendet werden, die
durch teilweise Depolymerisation derselben erhalten wurden; außerdem sind Fraktionen derselben. Zuckeralkohole,
wie Sorbit, und Polyvinylalkohole geeignet Diese polymeren Substanzen werden in einem basische
Substanzen enthaltenden Lösungsmittel gelöst Es kann jede basische Substanz verwendet werden, solange sie
zu einer alkalischen Lösung führt Besonders geeignet sind Alkalimetallhydroxide, wie Natriumhydroxid. Weiterhin
sind Substanzen, wie quaternäre Ammoniumverbindungen, Alkalimetallcarbonate, Erdalkalimetallcarbonate
und Erdalkalimetallhydroxide verwendbar.
Als Vernetzungsmittel werden polyfunktionelle Verbindungen, die mit den Hydroxylgruppen in den obigen
polymeren Substanzen reaktionsfähig sind, verwendet, wie z. B. Epichlorhydrin, Dichlorhydrin, 1,23.4-Diepoxybutan,
Bisepoxypropyläther, Äthylenglykol-bisepoxypropyläther, 1,4-Butandiol-bisepoxypropyläther usw.
Als Träger kann man in diesem Verfahren jedes fließbare Material verwenden, das mit Wasser nicht mischbar
und mit den genannten Vernetzungsmitteln nicht reaktionsfähig ist, das Vernetzungsmittel jedoch lösen und
W/O-Emulsionströpfchen bilden kann. Als Beispiele können genannt werden organische Lösungsmittel einschließlich
alipha lischer Kohlenwasserstoffe, wie Hexan oder Heptan, cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe,
wie Cyciohexan oder Cycioheptan, aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzo!, Toluol oder Xylol, halogeniert
Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Dichlormethylen oder Dichloräthylen, und halogenierte
aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Dichlorbenzol oder ChlorbenzoL Es können auch in diesen Lösungsmitteln
gelöste Lösungen mit 0,1 — 15% Polyvinylacetat, Acetylcellulose, Acetylbutylcellulose oder Äthylen-
Vinylacetat-Mischpolymerisaten verwendet werden. Weiterhin als Träger geeignet sind fließbare Paraffine
und Siliconöle. Falls nötig können auch in den obigen Trägern lösliche, oberflächenaktive Mittel mit niedrigem
HLB-Wert zugefügt werden, wie z. B. Alkylester von Lanolinderivaten, Glycerin, Ä;hylenglykol oder Propylenglykol,
Sorbitanalkylester, Polyoxyäthylensorbitanalkylester, Polyoxyäthylenalkyläther, Polyoxyäthylenalkylester,
Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Mischpolymerisate, Polyoxyäthylenalkylphenolderivate, Polyoxyäthylenalkylamide
und Polyoxyäthylenglycerinalkylester. Außerdem können auch tierische, pflanzliche oder Mineralöle
zugegeben we; Jen.
Bei der Durchführung des obigen Verfahrens wird zuerst eine alkalische Lösung hergestellt in welcher die
Adsorptionsmittelpulver dispergiert und eine polymere, hydroxylgruppenhaltige Substanz gelöst werden. Es
werden feine Adsorptionsmitteiinilve?·. z. B. mit Teilchengrößen von Op-50 μπι, verwendet Der proportionale
Anteil der verwendeten Pulver liegt vorzugsweise zwischen 10—60 Gew.-%, bezogen auf das erhaltene, selektive
Adsorptionsmittel. Die Menge der polymeren, hydroxylgruppenhaltigen Substanz beträgt etwa 30 Gew.-% j5
oder mehr, vorzugsweise 40—90 Gew.-%, bezogen auf das Trockengewicht des erhaltenen selektiven Adsorptionsmittels.
Bei der Herstellung der alkalischen Lösung können die Adsorptionspulver und die polymere
Substanz gleichzeitig oder nacheinander in der alkalischen Lösung dispergiert und gelöst werdec Oder nach
Dispergieren und Lösen in getrennten Lösungen können Dispersion und Lösung kombiniert werden. Die
polymere, hydroxylgruppenhaltige Substanz wird vorzugsweise vor dem Lösen in der alkalischen Lösung mit
Wasser gequollen.
Dann wird die so hergestellte Lösung unter Rühren in einem Träger dispergiert. Die verwendete Trägermenge
beträgt etwas das Dreifache oder mehr der Menge der Lösung. Für die Vernetzung wird der Dispersion ein
polyfunktionelles, mit den Hydroxylgruppen der polymeren Substanz reaktionsfähiges Vernetzungsmittel zugefügt
Das relative Gewichtsverhältnis von Vernetzungsmittel zu polymerer Substanz beträgt Vj oder mehr,
gewöhnlich Vj bis 'Λ. Durch Zugabe eines Vernetzungsmittels zur Dispersion reagiert die polymere Substanz
mit dem Vernetzungsmittel unter Bildung eines selektiven Adsorptionsmittels aus einem vernetzten, hoch
molekularen polymeren Gel,'das das Adsorptionsmittel enthält. Das so gebildete sefektive Adsorptionsmittel hat
eine solche Struktur, daß die adsorbierenden Pulver in vorteilhafter Weise in dreidimensionalen Abständen im
hoch molekularen polymeren Gel dispergiert sind. Die Adsorptionsstellen dieser Pulver sind in einer solchen
Struktur nicht abgedeckt Dann werden sie abgetrennt gewaschen und, falls notwendig, getrocknet.
Bei diesem Verfahren werden äthylenisch ungesättigte Monomere polymerisiert und vernetzt. Die äthylenisch
ungesättigten Monomeren können hydrophil oder lipophil sein. Es können z. B. hydrophile oder lipophile
Monomere, wie Vinylchlorid, Vinylacetat, Vinyläther, z. B. Vinyläthyläther, Allylderivate, z. B. Allylalkohol oder
Allylamin, Styrol, Butadien, Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Acrylamid, N-Dimethylacrylamid, Dimethylaminostyrol,
Vinylsulfonsäure usw. verwendet werden. Weiterhin können zwei oder mehrere dieser Monomeren
in Kombination verwendet werden. bo
Als Vernetzungsmittel kann in dieser Ausführungsform jede Verbindung mit zwei oder mehreren funktioneilen,
mit den obigen Monomeren reaktionsfähigen Gruppen verwendet werden. Geeignet sind z. B. Ester mehrwertiger
Alkohole vcn Acrylsäure, Methacrylsäure oder Crotonsäure, Divinylbenzol, Acrylsäureanhydrid, Methacrylsäureanhydrid,
Ν,Ν'-Dimethylen-bis-acrylamid, Aldehyde, wie Glyoxal, Ketone, Allyldihalogenide, Alkyldihalogenide,
Disulfohalogenide oder mehrbasische Säuren. Bevorzugt werden Ν,Ν'-Dimethylen-bis-acrylamid, b5
Divinylbenzol und Glyoxal.
In diesem Verfahren können lipophile oder hydrophile Träger verwendet werden. Lipophile Träger sind
geeignet, wenn die genannten Monomeren und Vernetzungsmittel hydrophil sind. In diesem Fall erfolgt die
jt Veraetzungsreaktion durch Lösen der Komponenten in einem Lösungsmittel. Das Lösungsmittel kann Wasser
fcs oder eine Mischung hydrophiler organischer Lösungsmittel und Wasser sein. Es kann auch eine Lösung sein, die
£? wasserlösliche, Viskositätserhöhende Substanzen enthält Solche Substanzen sind z. B. Natriumcarboxymethyl-
iS cellulose, Hydroxypropylcellulose, Methylcellulose, HydroxypropylmethylceUulose, Polyvinylalkohol, Sorbit,
.: 5 Malzdextrin! Gelatine und Gummiarabicum. Sie werden zugefügt, um die adsorbierenden Pulver in vorteilhafter
: i Weise während der Vernetzungsreaktion zu umhüllen. Als lipophilör Träger kann jede mit Wasser schlecht
% mischbare Flüssigkeit verwendet werden, die die obigen hydrophilen Monomeren und Vernetzungsmittel nicht
% löst und mit diesen nicht reagiert Beispiele solcher Träger sind aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Hexan oder
Heptan, cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan, oder Cycloheptan, aromatische Kohlenwasser-
%, ίο stoffe, wie Benzol, Toluol oder Xylol, halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff.
ΐ- Dichlormethan, Dichloräthan oder Perchloräthylen, oder halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe, wie
% Dichlorbenzol oder Chlorbenzol; Lösungen aus etwa 0,1—15 Gew.-% Polyvinylacetat, Acetylcellulose, Acetyl-
% butylcellulose oder Äthylen-Vinylacetat-Mischpolymerisaten, die in diesen Lösungsmitteln gelöst sind; flüssige
Paraffine (oder halogenierte Paraffine) und Siliconöle, wie Methylsiliconöl, Phenylsiliconöl oder Methylphenylsi-
ΐχ is liconöL Erforderlichenfalls können auch oberflächenaktive Mittel zugefügt werden, die in den obigen Trägern
;' löslich sind und einen niedrigen HLB-Wert haben. Solche oberflächenaktiven Mittel sind z. B. Alkylester von
tu Lanolinderivaten, Glycerin, Äthylenglykol oder Propylenglykol, Sorbitanalkylester, Polyoxyäthylensorbitanal-
Γ kylester, Polyoxyäthylenalkyläther, Polyoxyäthylenalkylester, Polyoxyäthylen-Polyoxypropylen-Mischpolyme-
;" risate, Polyoxyäthylenalkylphenolderivate, Polyoxyäthylenalkylamideoder Polyoxyäthyle^lycerinalkylester.
Weitere mögliche Zusätze sind tierische, pflanzliche oder Mineralöle. Bei Verwendung eines «riedrig siedenden ■
Lösungsmittels als Träger kann ein gescnlossenes System, z. B. eine Rückflußanlage, verwendet werden. Vor- m
zugsweise werden jedoch nichtflüchtige Lösungsmittel, wie fließbare Paraffine, Siliconöle, Toluol oder Benzol
verwendet
;''.:■ Hydrophile Träger werden verwendet, wenn das obige Monomere und Vernetzungsmittel lipophil sind. In
diesem Fall erfolgt die Vernetzungsreaktion durch Lösen der lipophilen Monomeren und Vernetzungsmittel in
einem Lösungsmittel oder einer Lösungsmittelmischung, die diese Substanzen lösen kann und mit Wasser
schlecht mischbar ist Diese Lösungsmittel umfassen Perchloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff, Benzol, Toluoi,
Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Cyclohexan, Amylalkohol, Isoamylalkohol und Butylacetat Als hydrophile Träger
kann man jede wäßrige Lösung eines oberflächenaktiven Mittels oder hydrophilen Schutzkolloids verwenden,
das die obigen lipophilen Monomeren und Vernetzungsmittel nicht löst oder nicht mit diesen reagiert, die
. flüssigen Tröpfchen derselben stabil halten kann und mit den obengenannten Lösungsmitteln schlecht mischbar
ist Eine wäßrige oberflächenaktive Lösung enthält z. B. 0,01 —5%, vorzugsweise 0,25—2%, anionisches oberflächenaktives
Mittel, Alkylbenzolsulfonate, z. B. Natriumdodecylbenzolsulfonat (z. B. als handelsübliche Paste),
sulfonierte Alkylesterprodukte organischer Säuren, wie Alkylester der Dioctylsulfobernsteinsäure, oder Naj5
triumsulfatester höherer Alkohole, wie Natriumlaurylalkoholsulfonat Als wäßrige Schutzkolloidlösung kann
man eine wäßrige Lösung mit 0,05—5%, vorzugsweise 1 —2%, Schutzkolloid, wie Natriumcarboxymethylcellulose,
Hydroxypropylcellulose, Methylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Polyvinylalkohol, Gelatine,
Gummiarabicum. Natriumalginat, Sorbit oder Malzdextrin, verwenden. Diese oberflächenaktiven Mittel und
hydrophilen Schutzkolloide können weiterhin in Kombination verwendet werden.
/: 40 Bei der Durchführung dieser Ausführungsform des Verfahrens werden zuerst ein äthylenisch ungesättigtes
Monomeres und ein Vernetzungsmittel in einem Lösungsmittel gelöst Das Verhältnis von Vernetzungsmittel
zum äthylenisch ungesättigten Monomeren beträgt vorzugsweise etwa 0,5—50 Gew.-%, bezogen auf das
vernetzte Polymerisat. Die Konzentration des äthylenisch ungesättigten, im Lösungsmittel gelösten Monomeren
beträft gewöhnlich 5 Gew.-% oder mehr, vorzugsweise etwa 10—50 Gew.-%. Die Konzentrationen des äthylenisch
ungesättigten Monomeren und seines Vernetzungsmittels können entsprechend den gewünschten Eigenschaften
der selektiven Adsorptionsmittel variiert werden. Dann werden die Adsorptionspulver in der so
hergestellten Lösung dispergiert. Die Pulver sind vorzugsweise möglichst fein pulverisiert Die verwendete
Pulvermenge beträgt gewöhnlich 60 Gew.-% oder weniger, vorzugsweise etwa 10—30 Gew.-%, bezogen auf
das erhaltene selektive Adsorptionsmittel. Bei Verwendung großer Mengen der Adsorptionspulver wird das
erhaltene selektive Adsorptionsmittel spröde, während bei Verwendung geringer Mengen die Adsorptionsfähigkeit
pro Gewichtseinheit gering ist Daher sollte die Menge zweckmäßig so geregelt werden, daß das selektive
Adsorptionsmittel eine hohe Adsorptionsfähigkeit und rnech.'.nische Festigkeit hat. Dann wird die Dispersion im
Träger emulgiert. Der Träger wird in ausreichender Menge verwendet, um die Dispersion gut zu dispergieren;
die Menge beträgt gewöhnlich das Zwei- oder Mehrfache, vorzugsweise tiwa das 3- bis Sfache der .Menge der
Dispersion. Die Vernetzungsreaktion erfolgt in ausreichender Weise in diesem System. Für diese Vernetzung
können die üblichen Maßnahmen angewendet werden. So kann die Reaktion z. B. in Anwesenheit eines Katalysators
durchgeführt werden, wie z. B. Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat, Natriumpersulfat, Wasserstoffperoxid,
Benzoylperoxid, Trialkylaluminium, Natriumchlorat. Als Katalysator können auch Metalle, wie Kupfer.
Eisen oder Zinn, verwendet werden, die in unterschiedlichen Wertigkeitsstadien vorliegen können. Die Reaktion
kann auch durch Bestrahlung mit Licht oder Strahlen durchgeführt werden. Die obigen Katalysatoren können,
gemäß den folgenden Beispielen, direkt in die Lösung gegeben werden, die das äthylenisch ungesättigte Monomere
und sein Vernetzungsmittel enthält. Die Vernetzung kann mehr oder weniger erfolgen, bevor man das
Emulsionssystem erhalten hat, wodurch jedoch die Bildung des selektiven \dsorptionsmittels kaum beeinflußt
wird. Wenn man die Vernetzung in ausreichender Weise weiterführt, werden selektive Adsorptionsmittel
b5 ausgefällt, in welchen die Adsorptionspulver in dreidimensionalen Abständen im gelierten hoch molekularen
Polymerisat dispergiert sind. Sie werden durch übliche Feststoff-Flüssigkeits-Trennungsverfahren getrennt und
gewaschen, wodurch man selektive Adsorptionsmittel erhält, die Adsorptionspulver enthalten.
Wie bereits erwähnt, betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung der oben beschriebenen
Wie bereits erwähnt, betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung der oben beschriebenen
Adsorptionsmittel zur Trennung organischer Verbindungen. — Ein Substrat, das eine Mischung aus adsorptionsfähigen
organischen Verbindungen und nichtadsorptionsfähigen Verbindungen enthält, wird behandelt, indem
man es durch das selektive, z. B. in eine Kolonne gefüllte Adsorptionsmittel leitet. Beispiele für die Mischung
organischer Verbindungen sind z. B. farbstoffhaltige Lösungen, Proteine oder Enzyme enthaltende Lösungen
oder Antibiotika enthaltende Lösungen. Die selektiven Adsorptionsmittel können auch direkt in ein das Substrat s
enthaltendes Gefäß gegeben werden, worauf man eine übliche Feststoff-Flüssigkeits-Trennung durchführt.
Dann wird, in Abhängigkeit vom Ziel der Trennung, die fließbare Schicht oder das selektive Adsorptionsmittel in
üblicher Weise gesammelt. Dann werden die wertvollen organischen Verbindungen aus der fließbaren Schicht
gesammelt, oder die wertvollen organischen Verbindungen werden gegebenenfalls durch Eluieren aus dem
selektiven Adsorptionsmittel gesammelt.
Die erhaltenen erfindungsgemäßen selektiven Adsorptionsmittel, die Adsorptionspulver in dreidimensionalen
Abständen im hoch molekularen Polymerisat dispergiert enthalten, haben eine ausgezeichnete Molekularsiebwirkung
ohne Zerstörung der Adsorptionsfähigkeit der Adsorptionspulver. Sie können zur Isolierung, Gewinnung
oder Reinigung von wertvollen adsorptionsfähigen organischen Verbindungen oder zur Entfernung von
nichtadsorptionsfähigen organischen Verbindungen aus einem System verwendet werden, das adsorptionsfähige
und nichtadsorptionsfähige organische Verbindungen enthält. Es kann z. B. die Isolierung, Gewinnung oder
Reinigung von Polymyxin oder Tuberactinomycin N aus Kulturbrühen von Antibiotika, wie Polymyxin oder
Tuberactinomycin N, erfolgen. Karamel oder andere natürliche Farbstoffe können aus Abfaiifiüssigkeiten der
Alkoholvergärung gewonnen werden. Die Mittel können auch zur Entfernung adsorptionsfähiger organischer
Verbindungen aus einem System verwendet werden, das diese und wertvolle nichtadsorptionsfähige Verbindungen
enthält. Andere Verwendungszwecke sind die Trennung oder Reinigung von wertvollen nichtadsorptionsfähigen
organischen Verbindungen, z. B. die Reinigung bzw. Entfärbung hoch molekularer Enzyme, sowie die
Trennung oder Reinigung wertvoller adsorptionsfähiger organischer Verbindungen und nichtadsorplionsfähiger
organischer Verbindungen aus einem beide Materialien enthaltenden System, wie die Trennung, Reinigung
oder Gewinnung von Eiweißlysozym und Ovalbumin aus Eiweiß. Selbst wenn viele Arten wertvoller, obengenannter,
absorptionsfähiger organischer Verbindungen und wertvoller adsorptionsfähiger organischer Verbindungen
gleichzeitig miteinander vorliegen, kann die Eluierung nacheinander durch geeignete Wahl der Eluierungsbedingungen
durchgeführt werden. So können die erfindungsgemäßen selektiven Adsorptionsmittel für
viele verschiedene industrielle Zwecke geeignet sein.
40 g Dextran mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 70 000 wurden in 15 ecm Wasser gequollen
und dann in 75 ecm 5 η-wäßriger Natriumhydroxidlösung gelöst. In diese Alkalilösung des Dextrans wurden
homogen 6 g Aktivkohlepulver dispergiert Die so hergestellte Aktivkohledispersion wurde in feinen Tröpfchen
in 500 ecm nießbäfem Paraffin (das in diesem und in den folgenden Beispielen verwendete Paraffin entsprach
dem japanischen Arzneibuch; 19 mPas bei 25° Q, die 6 g Magnesiumstearat und 1% Lanolin enthielten, unter
Rühren mit einem Propeller bei 350 UmdrVmin dispergiert. Dann wurden 25 ecm Epichlorhydrin tropfenweise in
diese Dispersion zugefügt und es wurde weitere 2 Stunden bei 50° C gerührt, bis man selektive Adsorptionsmittel
erhielt, die die Aktivkohle im vernetzten Dextranpolymerisatgel dispergiert enthielten. Sie wurden abfiltriert.
mit η-Hexan, Aceton, Wasser und 1 η HCI gewaschen. Dann wurden sie weiter mit Wasser neutral gewaschen, an
der Luft bei 40°C getrocknet und lieferten 50 g selektives Adsorptionsmittel, das die Aktivkohle (Teilchengröße
50—800 μπι) enthielt
20 g Dextran mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 10 000 wurden mit 10 ecm Wasser gequollen
und in 30 ecm 5 η-wäßriger Natriumhydroxidlösung gelöst In diese Lösung wurden 2 g Aktivkohlepulver
homogen dispergiert Die erhaltene Aktivkohledispersion wurde in feinen Tröpfchen in 120 ecm fließbarem
Paraffin (das in diesem und in den folgenden Beispielen verwendete Paraffin entsprach dem japanischen
Arzneibuch), das 2 g Magnesiumstearat und 1 % Lanolin enthielt, unter Rühren mit einem Propeller bei 350
UmdrVmin dispergiert Zu dieser Dispersion wurden weiter tropfenweise 10 ecm Epichlorhydrin zugefügt, dann
wurde weitere 2 Stunden bei 500C gerührt; das erhaltene selektive Adsorptionsmittel wurde wie in Beispiel 1
gewaschen und luftgetrocknet und lieferte 23 g selektives Adsorptionsmittel mit einer Teilchengröße von
100—800 um.
60 g Dextrin wurden mit 20 ecm Wasser gequollen und in 80 ecm 5 η-wäßriger Natriumhydroxidlösung gelöst.
In diese Lösung wurden homogen 6 g Aktivkohlepulver dispergiert Die so hergestellte Dispersion wurde in ω
feinen Tröpfchen in 500 ecm fließbarem Paraffin, das 6 g Magnesiumstearat und 1 % Lanolin enthielt unter
Rühren mit einem Propeller bei 300 Umdn/min dispergiert Dann wurden unter Rühren 30 ecm Epichlorhydrin
in die Dispersion getropft Nach 2stündiger Vernetzung bei 50° C erhielt man ein selektives Adsorptionsmittel,
das die Aktivkohle im DextrinpolymerisatgeJ dispergiert enthielt Es wurde abfiltriert und gründlich mit n-Hexan.
Aceton, Wasser, 1 η HCl und Wasser in der genannten Reihenfolge gewaschen. Nach dem Trocknen in
einem Luftstrom bei 400C erhielt man 70 g selektives Adsorptionsmittel mit einer Teilchengröße von
50—500 μητ.
Beispiel 4 I';
Dextrinpolymerisat dispergiert enthielt;Teilchengröße 50—700 μιη. Als Ausgan.jjsmaterialien wurden 6 g Aktivkohle.
40 g Dextrin, 35 ecm Wasser, 25 ecm 10 η NaOH, 400 ecm fließbares Paraffin, 1% Lanolin, 6 g Magnesi'imstearat
und 30 ecm Epichlorhydrin verwendet.
ίο Bei Verwendung von handelsüblichem Siliconöl als Träger anstelle des fließbaren Paraffins in Beispiel 3 und
Durchführung des Verfahrens wie in Beispiel 3 erhielt man 44 g selektives Adsorptionsmittel mit der im
vernetzten Dextrinpulver dispergierten Aktivkohle; Teilchengröße 50—800 μιτι. Als Ausgangsmaterialien wurden
5 g Aktivkohle, 35 g Dextrin, 28 ecm Wasser, 17 ecm 10 η NaOH, 300 ecm Siliconöl. 1% Lanolin, 3 g Magnesiumstearat
und 25 ecm Epichlorhydrin verwendet.
Im Verfahren von Beispiel 3 wurde anstelle des fließbaren Paraffins eine Lösung aus 8 g Äthylen-Vinylacetat-Mischpolymerisat
in 200 ecm Toluol als Träger verwendet; man erhielt 35 g selektives Adsorptionsmittel mit
einer Teichengröße von 50—750 μπι. Als Ausgangsmaterialien wurden 3 g Aktivkohle, 30 g Dextrin, 18 ecm
Wasser. 15 ecm 10 η NaOH. 200 ecm des obigen Trägers, 1 Vo Lanolin und 15 ecm Epichlorhydrin verwendet.
20 g lösliche Stärke wurden in 52 ecm Wasser gelöst und zu dieser Lösung 13 g 5 η NaOH zugefügt. In diese
Lösung wurden homogen 6 g Aktivkohlepulver dispergiert, dann wurde die Dispersion in feinen Tröpfchen
unter Rühren in 200 ecm fließbarem Paraffin dispergiert, das 1% Lanolin enthielt. Zu dieser Dispersion wurden
10 ecm Epichlorhydrin zugetropft. Die Temperatur wurde auf 500C erhöht und die Reaktion 1,5 Stunden
durchgeführt. So erhielt man ein selektives Adsorptionsmittel, das die Aktivkohle im vernetzten Polymerisatgel
w der Stärke dispergiert enthielt. Nach Abfiltrieren, gründlichem Waschen mit η-Hexan, Aceton, Wasser, 1 η HCl
und Wasser in dieser Reihenfolge und Lufttrocknen bei 400C erhielt man 26 g selektives Adsorptionsmittel:
Teilchengröße 100-1000 μπι.
20 g Dextrin wurden mit 5 ecm Wasser gequollen und in 25 ecm 5 η NaOK gelöst In diese Lösung wurden
homogen 5 g Bentonitpulver dispergiert Die Dispersion wurde in feinen Tröpfchen unter Rühren in 200 ecm
fließbarem Paraffin mit 1% Lanolin dispergiert Dann wurden 20 ecm Epichlorhydrin in die Dispersion getropft
und die Temperatur zwecks Vernetzung auf 5O0C erhöht Das selektive Adsorptionsmittel wurde abfiltriert,
gründlich mit η-Hexan, Aceton und Wasser gewaschen und in einem Luftstrom bei 400C getrocknet. So erhielt
man 25 g selektives Adsorptionsmittel, das das Bentonit im vernetzten Dextrinpolymerisatgel dispergiert enthielt
(Teilchengröße 150-1200 μπι).
30 g Dextrin wurden mit 10 ecm Wasser gequollen und dann in 30 ecm 5 η NaOH gelöst In diese Lösung
wurden homogen 10 g vermahlenes Pulver aus handelsüblichem Ionenaustauscher dispergiert Die so erhaltene
Dispersion wurde mit feinen Tröpfchen unter Rühren in 300 ecm fließbarem Paraffin mit 1% Lanolin dispergiert.
Dann wurden 25 ecm Epichlorhydrin in die Dispersion getropft und es wurde weitere 2 Stunden bei 50° C
so gerührt. Das erhaltene selektive Adsorptionsmittel wurde gründlich mit η-Hexan, Aceton, 1 η HCl und Wasser
gewaschen und in einem Luftstrom bei 40° C getrocknet; so erhielt man 40 g selektives Adsorptionsmittel, das
das lonenaustauscherharzpulver im vernetzten Dextrinpolymerisatgel dispergiert enthielt; Teilchengröße
150-100 μπη.
20 g Dextrin wurden mit 15 ecm Wasser gequollen und in 25 ecm 5 η NaOH gelöst In diese Lösung wurden
homogen 5 g Tonerdepulver dispergiert Die so erhaltene Dispersion wurde mit feinen Tröpfchen unter Rühren
in 200 ecm fließbarem Paraffin mit 1% Lanolin dispergiert; dann wurden 20 ecm Epichlorhydrin eingetropft Es
wurde weitere 1,5 Stunden bei 50°C weitergerührt Das selektive Adsorptionsmittel wurde abfiltriert gründlich
mit η-Hexan, Aceton und Wasser gewaschen und in einem Luftstrom bei 400C getrocknet; man erhielt 23 g
selektives Adsorptionsmittel mit einer Teilchengröße von 100—1000 μπι, das die im vernetzten Dextrinpolymerisatgel
dispergierte Tonerde enthielt
Beispiel 11
5 g Agarpulver wurden in 100 ecm Wasser unter Erhitzen auf 60°C gelöst. In diese Lösung wurden 6 g
Natriumhydroxid gegeben. Dann wurden 5 g Aktivkohlepulver homogen in dieser Lösung dispergiert. Die
erhaltene Aktivkchledispersion wurde in feinen Tröpfchen in 300 ecm fließbarem Paraffin (19 mPas bei 25°C),
das 1% Lanolin enthielt und auf 600C erhitzt waren, unter Rühren mit einem Propeller bei 350 UmdrVmin
dispergiert. Dann wurden 25 ecm Epichlorhydrin in die Dispersion getropft, und es wurde weitere 2 Stunden bei
600C gerührt. Das selektive Adsorptionsmittel enthielt die Aktivkohle dispergiert im vernetzten Polymerisatgel
des Agarpulvers; es wurde abfiltriert, mit η-Hexan, Aceton, Wasser und 1 η HCl gewaschen. Nach weiterem
Waschen mit Wasser bis zur Neutralität erhielt man 8 g trockenes, selektives, aktivkohlehaltiges Adsorptions- to
mittel (Teilchengröße 50—500 μπι).
Beispiel 12
10 g Agarose wurden in 12 g Natriumhydroxid und 120 ecm Wasser gelöst, worauf 5 g Aktivkohle in der is
Lösung dispergiert wurden. Die erhaltene Dispersion wurde in feinen Tröpfchen in 300 ecm fließbarem Paraffin
(19 mPas bei 25°C), das 1% Lanolin enthielt, unter Rühren mit einem Propeller bei 350 Umdr7min dispergiert. In
diese Dispersion würden weiter 30 ecm Epichlorhydrin eingetropft, worauf weitere 2 Stunden bei 50° C gerührt
wurde; das erhaltene selektive Adsorptionsmittel enthielt die Aktivkohle im vernetzten Polymerisatgel der
Agarose dispergiert. Es wurde abfiltriert, mit η-Hexan, Aceton und 1 η HCl gewaschen. Nach weiterem Neutralwaschen
und Trocknen in einem Luftstrom bei 4O0C erhielt man 13 g selektives, aktivkohlehaltiges Adsorptionsmittel
(Teilchengröße 30-200 μπι).
Beispiel 13
In 500 ecm wäßriger, 3%iger Natriumcarboxymethylcellulose wurden 200 g Acrylamid, 12 g N.N'-Methylenbis-acrylamid
und 20 g Ammoniumpersulfat gelöst, dann wurden 30 g Aktivkohle in dieser Lösung dispergiert.
Die so erhaltene Dispersion wurde in feinen Tröpfchen bei Zimmertemperatur unter Rühren in 3200 ecm
fließbarem, 1% Lanolin enthaltendem Paraffin mit 15 ecm darin gelöstem Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethylendiäthylamin
dispergiert. Es wurde weitere 3 Stunden gerührt bis man ein selektives Adsorptionsmittel erhielt, das die w
Aktivkohle in dreidimensionalen Abständen zwischen dem gelierten hochmolekularen Polymerisat dispergiert
enthielt Es wurde abfiltriert, mit η-Hexan, Aceton und Wasser gewaschen, unter Vakuum bei 50—60°C getrocknet
und lieferte 185 g selektives, aktivkohlehaltiges Adsorptionsmittel mit einer Teilchengröße von 50—800 μπι.
Beispiel 14 J5
In 50 ecm einer wäßrigen, 3%igen Natriumcarboxymethylcelluloselösung wurden 20 g Acrylamid. 1,5 g
N.N'-Methylen-bis-acrylamid und 2 g Ammoniumpersulfat gelöst dann wurden 5 g Aktivkohle in dieser Lösung
dispergiert. Diese Dispersion wurde in feinen Tröpfchen bei Zimmertemperatur unter Rühren in 300 ecm Toluol,
die 12 g Äthylen-Vinylacetat-Mischpolymerisat mit 2 ecm darin gelöstem 3-Dimethylaminopropylnitril en^hielten,
dispergiert Unter dicken Bedingungen wurde etwa 3 Stunden weitergerührt Die ausgefallene gelartige
Substanz wurde gesammelt und gewaschen und lieferte 16 g selektives Adsorptionsmittel (Teilchengröße
50—1000 μπι), das die Aktivkohle in dreidimensionalen Abständen im hochmolekularen Polymerisat dispergiert
enthielt.
45 Beispiel 15
In 50 ecm einer wäßrigen, 3%igen Natriumcarboxymethylcelluloselösung wurden 20 g Acrylamid, 1,2 g
N.N'-Methylen-bis-acrylamid und 2 g Ammoniumpersulfat gelöst dann wurden in dieser Lösung 3 g lonenaustauscherharzpulver
(handelsüblicher Ionenaustauscher aus vernetzter Methacrylsäureverbindung) dispergiert
Diese Dispersion wurde in feinen Tröpfchen bei Zimmertemperatur unter Rühren in 300 ecm fließbarem, 1 %
Lanolin enthaltendem Paraffin mit 1,5 ecm darin gelöstem Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethylendiäthylamin dispergiert
Nach weiterem, etwa 3stündigem Rühren wurde die ausgefallene geiartige Substanz gewonnen und gewaschen.
Man erhielt 17 g selektives Adsorptionsmittel, das das Ionenaustauscher-Pulver in dreidimensionalen Abständen
im hochmolekularen, vernetzten Polymerisat dispergiert enthielt (Teilchengröße 50—800 μπι).
Beispiel 16
In 50 ecm einer wäßrigen, 2%igen Natriumalginatlösung wurden 20 g Acrylamid, N.N'-Methylen-bis-acrylamid
und 0,8 g Kaliumpersulfat gelöst dann wurden in dieser Lösung 3 g Bentonitpulver dispergiert Diese bo
Dispersion wurde in feinen Tröpfchen bei Zimmertemperatur unter Rühren in 300 ecm fließbarem Paraffin, das
1% Lanolin enthielt und 1,5 ecm darin gelöstes Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethylendiäthylamin aufwies, dispergiert Nach
weiterem, etwa 3stündigem Rühren wurde die ausgefallene gelartige Substanz gewonnen und gewaschen und
lieferte 18 g selektives Adsorptionsmittel in dem Bentonitpi·! -er in dreidimensionalen Abständen im hochmolekularen
Polymerisat dispergiert war; Teilchengröße 100—800 μηι.
Beispiel 17
In 50 ecm einer wäßrigen, 3%igen Natriumcarboxymethylzelluloselösung wurden 20 g Acrylamid, 1,2 g
N.N'-Methylen-bis-acrylamid und 2 g Ammoniumpersulfat gelöst, dann wurden in dieser Lösung 5 ? lonenaustauscher-Harzpulver
(handelsüblicher Ionenaustauscher mit vernetzten! Polystyrolgerüst) dispergiert. Die erhaltene
Dispersion wurde bei Zimmertemperatur unter Rühren in feinen Tröpfchen in 300 ecm Meßbarem
Paraffin, das 1% Lanolin und 2 ecm darin gelöstes Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethylendiäthylamin enthielt, dispergiert.
Das Rühren wurde unter diesen Bedingungen etwa 3 Stunden lang fortgesetzt. Die ausgefällte, gelartige
Substanz wurde gesammelt und gewaschen, und man erhielt 19 g selektives Adsorptionsmittel, in dem lonenaustauscher-Pulver
in dreidimensionalen Abständen im hochmolekularen Polymerisat dispergiert war; Teilchengröße
50-800 μπι.
Beispiel 18
is In 50 ecm Wasser wurden 20 g Acrylamid und 2 g Ammoniumpersulfat gelöst, dann wurden 2 g Aktivkohle in
dieser Lösung dispergiert. Nach Ansäuern der Dispersion mit HCI wurden 3 g 40%iges Glyoxal darin gelöst. Die
Lösung wurde in feinen Tröpfchen unter Rühren in 300 ecm fließbarem, 1% Lanolin enthaltendem Paraffin
diipcfgicfi. Dann wurde wciicfe 3 Stünden bei 80°C geführt. Die ausgefallene geiartige Substanz würde
gewonnen und gewaschen und lieferte 18 g selektives Adsorptionsmittel mit einer Teilchengröße von
50—βΟν/μπι. bei welchem die Aktivkohle in dreidimensionalen Abständen im hochmolekularen Polymerisat
dispergiert war.
Beispiel 19
In 10 ecm eines 1 :1-Lösungsmittels aus Toluol und tert-Amylalkohol wurden 12 g Vinyläthyläther, lOgtechn.
Divinylbenzol (mit 55% Divinylbenzol in einem gemischten Lösungsmittel aus Äthylvinylbenzol und Äthylbenzol)
und 2 g Benzoylperoxid gelöst, dann wurde in dieser Lösung 1 g Aktivkohle dispergiert. Die erhaltene
Dispersion wurde in feinen Tröpfchen unter Rühren bei 800C in einer Lösung aus 200 mg Natriumlaurylbenzolsulfonat
in 400 ecm Wasser dispergiert. Unter diesen Bedingungen wurde 5 Stunden weitergerührt. Die ausgefallene,
gelartige Substanz wurde gewonnen und gewaschen und lieferte 15 g selektives Adsorptionsmittel mit
einer Teilchengröße von 80—800 μπι, bei welchem die Aktivkohle in dreidimensionalen Abständen im hochmolekularen
Polymerisat dispergiert war.
In 20 ecm eines ! : !-Lösungsmittels aus Monochlorbenzol und tert-Amylalkohol wurden 12 g n-Butylmethacrylat,
8 g des in Beispiel 19 verwendeten Divinylbenzols und 2 g Benzoylperoxid gelöst, dann wurden in dieser
Lösung 2 g Tonerdepulver dispergiert Diese Dispersion wurde in feinen Tröpfchen unter Rühren bei 80°C in
400 ecm Wasser, die 0,2 g Natriumlaurylbenzolsulfonat enthielten, dispergiert. Nach weiterem, etwa 5stündigem
Rühren unter diesen Bedingungen wurde die ausgefallene gelartige Substanz gewonnen und gewaschen und
lieferte 14 g selektives Adsorptionsmittel mit einer Teilchengröße von 80—1000 μηι, bei welchem das Tonerdepulver
in dreidimensionalen Abständen im hochmolekularen Polymerisat dispergiert war.
In 10 ecm eines 1 :1-Lösungsmittels aus Toluol und Isoamylalkohol wurden 12 g Styrol, 8 g des in Beispiel 19
verwendeten Divinylbenzols und 2 g Benzoylperoxid gelöst, dann wurden in dieser Lösung 2 g Aktivkohle
dispergiert. Diese Dispersion wurde in feinen Tröpfchen unter Rühren bei 80° C in eine Lösung aus 0,2 g
Natriumlaurylbenzolsulfonat in 400 ecm Wasser dispergiert. Nach weiteren 5stündigem Rühren wurde die
ausgefallene gelartige Substanz gewonnen und gewaschen und lieferte 15 g selektives Adsorptionsmittel mit
einer Teilchengröße von 80— 1000 μιη, bei welchem die Aktivkohle in dreidimensionalen Abständen im hochmolekularen
Polymerisat dispergiert war.
In 250 ecm einer wäßrigen, 3%igen Natriumcarboxymethylcelluloselösung wurden 100 g Acrylamid, 6 g
N.N'-Methylen-bis-acrylamid und 10 g Ammoniumpersulfat gelöst, dann wurden in dieser Lösung 60 g Aktivkohle
dispergiert Diese Dispersion wurde in feinen Tröpfchen unter Rühren bei Zimmertemperatur in 1500 ecm
fließbarem, 1 Vo Lanolin enthaltendem Paraffin mit 7,5 ecm Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethylendiamin dispergiert Nach
weiterem, etwa 3stündigem Rühren erhielt man ein selektives Adsorptionsmittel, bei welchem das Aktivkohlepulver
in dreidimensionalen Abständen im gelierten hochmolekuiaren Polymerisat dispergiert war. Es wurde
abfiltriert, mit η-Hexan, Aceton und Wasser gewaschen und getrocknet; so erhielt man 90 g selektives Adsorptionsmittel
mit einer Teilchengröße von 80—750 μπι.
Es wurde eine simulierte KanamycinkulturbrOhe durch Sterilisieren von 160 ecm Glucose-Bouillonmedium
bei 1200C für 15 M;nuten und Zugabe von Kanamycinsulfat mit 60 mg Aktivität hergestellt. Dann wurde die
Lösung durch eine Kolonne bzw. Säule von 2 cm Durchmesser geleitet, die 6 g (Trockengewicht) des selektiven, s
aktivkohlehaltigen Adsorptionsmittels von Beispiel 1 nach genügendem Quellen mit Wasser enthielt Die Geschwindigkeit
des Durchganges betrug 0,5 ccm/min. Dann wurde die Kolonne gewaschen und weiter mit
0,1 η HCl-Methanol (1 :1) eluiert Nach Kombinieren der aktiven Fraktionen erhielt man Kanamycin mit 54 mg
Aktivität (90% Ausbeute) in hoher Reinheit und hoher Ausbeute (Entfärbungsausmaß 99%; Reinheit 98%).
190 ecm eines Mediums (pH-Wert = 7) mit 1% Stärke, 1% Abfallmelassen, 1% Pepton und 1 % Fleischextrakt
wurden in einen 500-ccm-Kolben gegeben und 30 Minuten bei 1200C sterilisiert. Dieses Medium wurde mit
Streptomyces Glyzeobarchsiratus Parietus Tuberacticus, Nr. N 6-130 (Ferm-P Nr. 615, deponiert bejm Institute
of Fermentation Research, Japan) beimpft Die Züchtung erfolgte durch eine sich hin und her bewegende
Kulturschüttelvorrichtung mit einem Ausschlag von 7 cm und einer Frequenz von 130/min bei 300C für 2 Tage.
400 ecm Kulturbrühe wurden aseptisch in ein Kulturmedium geimpft, das durch Zugabe von 5 ecm Polypropylenglykoldiol
als Entschäumungsmittel zu 201 eines 1 % Stärke, 1 % Abfallmelassen, 1 % Pepton und 1 % Fleischextrakt
enthaltenden Mediums und Sterilisieren in einem 30-1-Fermentierbehälter bei 120°C für 30 Minuten
hergestellt worden war. Die Züchtung wurde 92 ,Stunden bei 300C und 200 UmdrVmin unter Einleitung von
steriliserter Luft bei einer Geschwindigkeit von 20 l/min fortgesetzt, wodurch man 191 Kulturbrühe erhielt, die
2260 mcg/ccm Tuberactinomycin N enthielten. Dann wurden die festen Komponenten aus dieser Kulturbrühe
entfernt, und 50 ecm der erhaltenen klaren Flüssigkeit wurden mit einer Geschwindigkeit von 0,5 ccm/min durch
eine Kolonne von 2 cm Durchmesser geführt, die mit 6 g (Trockengewicht) des selektiven Adsorptionsmittels
von Beispiel 3 gefüllt war. Nach Waschen mit Wasser wurde die Kolonne mit 0,1 η HCl eluiert, wodurch man
Tuberactinomycin-N-hydrochlorid im Eluat ohne Eluierung der gefärbten Substanz erhielt. Das Eluat wurde mit
Natriumhydroxid neutralisiert und dann unter vermindertem Druck auf 2 ecm konzentriert wobei man das
ausgefallene Natriumchlorid abfiltrierte. Zum Konzentrat wurden 14 ecm Methanol zugefügt; der nach Stehen
über Nacht bei 5° C gebildete Niederschlag wurde abfiltriert, mit Methanol gewaschen und unter vermindertem
Druck getrocknet; so erhielt man 82 g Rohprodukt aus Tuberaciinomycin (Ausbeute 69%; Reinheit 95%).
Zu 25 ecm Eiweiß aus Hühnerei wurden 75 ecm Wasser zugefügt und die Mischung 5 Minuten bei 10 000
UmdrVmin homogenisiert Vom Homogenat wurden 15 ecm wäßrige Eiweißlösung entnommen, und es wurden
weitere 30 ecm Wasser zur Herstellung von 45 ecm Lysozym enthaltender Lösung zugefügt Getrennt wurden
3 g (Trockengewicht) des selektiven, aktivkohlehaltigen Adsorptionsmittels von Beispiel 2 in eine Kolonne von
1 cm Durchmesser gefüllt Dann wurden 20 ecm der lysozymhaltigen Lösung mit einer Geschwindigkeit von
0,25 ccm/min. in diese Kolonne gegeben. Die Kolonne wurde mit 50 ecm Wasser gewaschen und der Abfluß in
Anteilen von je 5 ecm durch eine Fraktionssammelvorrichtung gesammelt Dann wurde die Kolonne mit
0.1 η HCI bei einer Geschwindigkeit von 25 ccm/min eluiert und das Eluat in jeweils 10 ecm Anteilen durch eine
Fraktionssammelvorrichtung gesammelt Die Eluatfraktion Nr. 1 wurde mit dem obigen Abfluß kombiniert (im
folgenden als Eluatfraktion Nr. 1 + bezeichnet). Die Eluatfraktionen Nr. 2 bis 4 wurden mit 1 ecm 0,01 Mol
Tris-Pufferlösung (pH 8,0) und 1 ecm 1 η-Natriumhydroxid gemischt, worauf die Absorbanz jeder Mischung bei
280 um durch ein Spektrophotometer gemessen wurde. Weiter wurden 0,5 ecm jeder der obigen Fraktionen zu
43 ecm einer Suspension (ODmoitim = 0,760) von Micrococcus Lysodeikticus ATCC 4698 in 0,01 Mol Phosphatpufferlösung
(pH 6,24) zugefügt und bei 37°C umgesetzt Die Verminderung der Trübung jeder Reaktionsmischung
wurde mittels eines Spektrophotometers gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt, wobei
»Kontrolle« die restlichen 20 ecm der oben hergestellten, lysozymhaltigen Lösung bedeutet.
55
| Kontrolle | 20 | 7,10 | 150 000 U | 1.055 U/mg |
| Nr. 1 + | 80 | 1,65 | 0 | 0 |
| Nr. 2 | 12 | 0.10 | 30 000 U | I O-3 Qf\f\ I l/m |
| Nr. 3 | 12 | 030 | 90 000 U | 1 LJ OUU U/iU 1 /1 In ^hcrnn |
| Nr. 4 | 12 | 0,11 | 25 COO U | I ^ L/U Γ 1.1 IjI ΠΙΙ |
Gemäß den obigen Ergebnissen wird in Fraktion Nr. 1 + keinerlei Lysozymaktivität festgestellt; es wurde
jedoch gefunden, daß andere Proteine als Lysozym (z. B. Ovalbumin) darin enthalten waren. Die Summe der
Lysozymaktivitäten von Fraktionen Nr. 2 bis 4 beträgt 145 000 U, was zeigt, daß im Vergleich zur Kontrolle etwa
97% gesammelt waren. Weiterhin beträgt die spezifische Aktivität der Fraktionen Nr. 2 bis 4 (Durchschnitt)
23 800 U/mg, was in der Reinheit den handelsüblich erhältlichen Lysozymkristallen mit einer spezifischen
Aktivität von 25 000 U/mg wesentlich überlegen ist. Diese Fraktionen Nr. 2 bis 4 wurden kombiniert und
lyophilisiert, wodurch man 130 mg Lysozym (Reinheit 97%; Ausbeute 89%) erhielt.
Eine wäßrige Lösung (OD280nqi—98,49) aus 20 mg Cytochrom C in 10 ecm Wasser wurde mit einer Geschwindigkeit
von 0,5 ccm/min durch eine Kolonne von 1,5 cm Durchmesser geleitet die mit 3 g (Trockengewicht) eines
handelsüblichen Ionenaustauscherharzes enthaltenden Adsorptionsmittels von Beispiel 9 gefüllt war. Nach
Messung des Abflusses bei OD28OnV wurde festgestellt, daß 100% Cytochrom C adsorbiert waren. Dann wurde
durch die Kolonne eine 15%ige Ammoniumsulfatlösung mit einer Geschwindigkeit von 5 ccm/min geleitet; es
wurden 14 Fraktionen in Anteilen von je 5 ecm durch eine Fraktionssammelvorrichtung gesammelt Jedes Eluat
wurde bei OD280 π,μ gemessen.
1 0
2 7,170
3 21350
4 17,500
5 12^15
6 9,725
6 9,725
7 7375
8 5,780
9 4,200
10 3,750
10 3,750
11 3,125
12 2350
13 " 1,050
14 0,740
Die Adsorbanz von Cytochrom C wurde in den Fraktionen 2 bis 14 beobachtet Diese Fraktionen wurden
vereinigt und lyophilisiert und lieferten 19,6 mg Cytochrom C (98,4%ige Gewinnung).
Es wurde eine Lösung ähnlich der Kanamycinkulturbrühe hergestellt, indem man 160 ecm Glucose-Bouillon
bei 120° C 15 Minuten sterilisierte und nach dem Abkühlen 80 mg Kanamycinsulfat dazugab. Dann wurde die
Lösung mit einer Geschwindigkeit von 04 ccm/min durch eine Kolonne von 1,5 cm Durchmesser geführt, die mit
30 g des selektiven Adsorptionsmittels von Beispiel 13 gefüllt war. Anschließend wurde die Kolonne mit Wasser
gewaschen und weiter mit 0,01 η HCI-Methanol (1 :1) eluiert Die aktiven Fraktionen wurden vereinigt und
lieferten Kanamycinhydrochlorid mit 75,5 mg Aktivität einem Entfärbungsgrad von 97% und einer Reinheit von
95%.
Eine Lösung aus 10 mg Alkaliphosphatase (Molekulargewicht etwa 100 000; in 10 ecm wäßriger, 0,l%iger
Kristallviolettlösung (OD590 πμ - 5,2) wurde mit einer Geschwindigkeit von 03 ccm/min durch eine Kolonne von
13 cm Durchmesser geleitet, die mit dem selektiven Adsorptionsmittel von Beispiel 14 gefüllt war. Der Abfluß
wurde gesammelt und bei ODjgomp gemessen; es zeigte sich eine Entfärbung von guter Wirksamkt.t, nämlich mit
einem Entfärbungsmaß von 99%. Weiter wurden 03 ecm dieses Abflusses zu 0,2 ecm einer Mischung aus 0,01
Mol p-Nitrophenylphosphat, 1 ecm 0,1 m Boratpufferlösung (pH 9,0) und 03 ecm Wasser zugefügt und 10
Minuten bei 37°C umgesetzt Nach Zugabe von 1 ecm 03 η Natriumhydroxid wurde die Reaktionsmischung bei
OD4To πιμ gemessen; es zeigte sich, daß die Rückgewinnung der Alkaliphosphatase 97% betrug.
50 ecm des klaren Kulturbrühefiltrates von Tuberactinomycin N von Beispiel 24 wurden durch eine Kolonne
von 2 cm Durchmesser geleitet, die mit 8 g des selektiven Adsorptionsmittels von Beispiel 24 gefüllt war. Die
Geschwindigkeit des Durchganges betrug 03 ccm/min. Dann wurde die Kolonne weiter mit Wasser gewaschen
und mit 0.1 η HCI eluiert, wodurch man eine entfärbte wäßrige, Tuberactinomycin N enthaltende Lösung erhielt.
Die wäßrige Lösung wurde mit Natriumhydroxid neutralisiert und unter vermindertem Druck auf etwa 2 ecm
konzentriert, wobei das ausgefallene Natriumchlorid abfiltriert wurde. Zum erhaltenen Konzentrat wurden
15 ecm Methanol zugefügt. Der nach Stehen über Nacht gebildete Niederschlag wurde abfiltriert, mit Methanol
gewaschen, und unter vermindertem Druck getrocknet; so erhielt man 91 mg Rohprodukt von Tuberactinomycin
N (Reinheit 93%; Ausbeute 76,6%).
1000 ecm einer Abfallflüssigkeit aus der Hefefermentation (pH 5,4) wurden mit HCl auf einen pH-Wert von 3,8
eingestellt; nach Abzentrifugieren der festen Komponenten erhielt man eine klare Flüssigkeit Diese Lösung
(OD<2(>nni=28,0) wurde mit einer Geschwindigkeit von 1 ccm/min durch eine 2 χ 33-cm-Kolonne geleitet, die mit
90 g des selektiven Adsorptionsmittels von Beispiel 22 gefüllt war. Nach Zugabe der gesamten Menge wurde die
Kolonne mit Wasser gewaschen und mit einer Geschwindigkeit von 0,5 ccm/min mit 0,25 η wäßrigem Ammoniak
eluiert; so erhielt man ein dunkelbraunes Eluat in einer Geschwindigkeit von 0,5 ccm/min in Fraktionen von
jeweils 10 ecm. Die Fraktionen Nr. 10 bis 20 wurden vereinigt (pH 6,8; OD42Oπμ= 120,0; flüssiges Volumen
100 ecm) und unter vermindertem Druck bei etwa 45°C auf 20 ecm konzentriert So erhielt man eine karamell- to
farbene Farbstofflösung (Feststoffgehalt 3,1 g).
In diesem Beispiel wurde die Adsorptionsfähigkeit einiger, in den obigen Beispielen erhaltenen selektiven 'is
Adsorptionsmittel für Methylenblau mit verschiedenen Vergleichsmaterialien verglichen. Letztere waren handelsübliche
Aktivkohle (Vergleichsprobe 1); handelsübliche granuläre Aktivkohle (Vergleichsprobe 2) sowk.-eine
weitere handelsübliche granuläre Aktivkohle (Vergleichsprobe 3). Die verwendeten Mengen entsprachen
1 g pulverigem Absorptionsmittel. Die Adsorptionsfähigkeit wurde gemessen, indem jedes selektive Adsorptionsmittel
and jeife Vergleichsprobe zu 100 ecm 0,01 %igem Methylenblau (OD595 „,μ - 5500) oder 0,005%igem
Methylenblau (ΟΟ»5ΐημ-270) zugefügt, gemischt über Nacht stehengelassen, abfiltriert und das Filtrat bei
ODj9S πιμ gemessen wurde.
25
Beispiel 1 0,021 99,6
Beispir'2 0,106 98,1
Beispiel 3 0,088 98,4
Beispiel 13 0,041 98
Beispiel 14 0,270 92
Beispiel 18 0360 87
45 Das obige Adsorptionsmaß wird wie folgt berechnet:
.. (OD Wert von Methylenblau) - (OD Wert des Filtrates) ,„,.
Wie ersichtlich, ist die Adsorptionsfähigkeit für Methylenblau des selektiven Adsorptionsmittels von Beispiel
1, 2, 3, 13, 14 und 18 praktisch dieselbe wie die von unbehandelter Aktivkohle von Vergleichsprobe 1 und
wesentlich besser als die der handelsüblichen Produkte der Vergleichsproben 2 und 3.
Die Adsorptionsfähigkeit des selektiven Adsorptionsmittels von Beispiel 4 wurde mit der von unbehandelter
Aktivkohle durch Verwendung der antibiotischen Substanz Tuberactinomycin N (Molekulargewicht = 798) als
Substrat verglichen. Während die unbehandelte Aktivkohle 110 mg Tuberactinomycin N pro 420 mg adsorbieren
konnte, konnte das selektive Adsorptionsmittel von Beispiel 4 105 mg Tuberactinomycin N pro 33 g (mit μ
einem Aktivkohlegehalt von 420 mg) adsorbieren. Das Adsorptionsmaß ist 95,4% im Vergleich zu 100% für die
unbehandelte Aktivkohle.
Beim Messen der Adsorptionsfähigkeit für die selektiven Adsorptionsmittel von Beispiel 4, 8 und 9 sowie
entsprechend für unbehandelte Aktivkohle, Bentonit und handelsübliches Ionenaustauscherharz unter Verwendung
von Lysozym (Molekulargewicht 14 000) wurden die in Tabelle 5 gezeigten Ergebnisse erzielt. Es ist
ersichtlich, daß die Adsorptionsfähigkeit für Lysozym erhöht wird, wenn man Aktivkohle oder Bentonit .in
selektive Adsorptionsmittel einarbeitet Insbesondere mit selektiven. Aktivkohle enthaltenden Adsorptionsmitteln
ist die Erhöhung der Adsorptionsfähigkeit bei Durchführung des Kolonnenverfahrens besonders deutlich.
TabeUe 5
adsorb. relative
Lysozymmenge;mg Adsorptionsfähigkeit
Aktivkohlepulver; 420 mg Beispiel 4 (entsprechend 420 mg) Beispiel 4* (entsprechend 420 mg)
Bentonit; 300 mg Beispiel 8 (entsprechend 300 mg) Ionenaustauscherharz;300 mg Beispiel 9 (entsprechend 300 mg)
122 150 409 202 234 181 124
100 123 336 100 116 100 68
zymiösung eingeführt wurde; nach 48 Stunden wurde das Filtrat bei OD2SOmK gemessen, hftir die Probe von
Beispiet 4* wurde in eine Kolonne von 1 ;m Durchmesser gefüllt, die obige Lysozymlösung wuroe hindurchgeleitet
und die adsorbierte Menge wurde aus den ODaon^-Werten der entsprechenden Fraktionen bestimmt
Es wurde die Adsorptionsfähigkeit der selektiven Adsorptionsmittel von Beispiel 16 und 20 für Riboflavin
gemessen. Als Vergleich wurden Bentonitpulver und Tonerdepulver verwendet Die verwendeten Mengen
entsprechen 1 g Adsorptionspulver. Die Adsorptionsfähigkeit wurde gemessen, indem man jedes selektive
Adsorptionsmittel und die Vergleichsproben zu 100 ecm wäßriger Riboflavinlösung (OD45OmM = 0,885) zugab,
mischte, die Mischung 24 Stunden stehen ließ und nitrierte. Die Messung erfolgte am Filtrat bei OD4S0 η.μ-
Material
Absorbanz
Bentonitpulver Tonerdepulver Beispiel 16
Beispiel 20
| 0,150 | 83 |
| 0,220 | 75 |
| 0,180 | 80 |
| 0,265 | 70 |
Adsorpt =
0,885 - (Absorbanz d. Filtrates) 0,885
χ 100 (%)
Aus Tabelle 6 ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen selektiven Adsorptionsmittel in ihrer Adsorptionsfähigkeit
im Vergleich zu den Vergleichsproben nicht wesentlich verschlechtert sind.
Dieses Beispiel zeigt die selektive Adsorptionswirkung der in Beispiel 1 —7,13,14,18 und 19 erhaltenen Mittei.
Die für die Messungen verwendeten Proben waren wie folgt:
| Probe | Methylenblau | Molekulargewicht |
| A | Tuberactinomycin N | 374 |
| B | Polymyxin B | 798 |
| C | Insulin | 1280 |
| D | Eiweißlysozym | 5 700 |
| E | «-Chymotrypsin | 14000 |
| F | Semialkaliprotease | 24 500 |
| G | Pepsin | 30 000 |
| H | Ovalbumin | 35 000 |
| I | Serumalbumin | 45 000 |
| J | 67 000 |
K ;«-Globulin
156 000
Die Messungen erfolgen, indem das selektive Adsorptionsmittel jedes Beispiels (in einer I g Adsorptionspulver
entsprechenden Menge) in eine Kolonne von 1 cm Durchmesser gefüllt wurde. Dann wurden wäßrige
Lösungen der obigen Proben A bis K. in 10 ecm Wasser bei einer Geschwindigkeit von 0,5 cem/min hindurchgeleitet,
worauf gründlich mit Wasser gewaschen wurde. Dann wurden Abfluß und gewonnene gewaschene
Flüssigkeit gemessen. In Probe A erfolgten die Messungen bei OD59511n,. In Probe C wurde die antibakterielle
Resistenz auf 8-mm-Papierscheiben unter Verwendung von Pseudomonas aeruginosa Aj als Testorganismus
gemessen. In den anderen Proben erfolgten die Messungen bei OD280mM. Die Summe der Werte, multipliziert
durch die Flüssigkeitsmenge, wurde mit der Absorbanz jeder Probe zur Bestimmung des Adsorptionsmaßes
v-irglichen. *■
1 2 3 4 5 6 7 13 14 18 19
| A (5 mg/ccm) | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | — | — | — | — | 20 |
| A(I mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | iöö | — | ίΟΟ | — | |
| A (0,5 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | — | 100 | — | 100 | |
| B(IO mg/ccm) | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | — | — | — | — | |
| B (3 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 100 | — | 100 | — | |
| B (1,5 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | — | 100 | — | too | 25 |
| C (0,5 mg/ccm) | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | too | too | — | — | — | — | |
| D (5 mg/ccm) | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | too | 100 | — | — | — | — | |
| D (2 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 100 | — | 100 | — | |
| D(I mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | — | 100 | — | 100 | |
| E (3 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 97 | — | 92 | — | 30 |
| E (2,5 mg/ccm) | 100 | 100 | 95 | 96 | 93 | 70 | 100 | — | — | — | — | |
| E (15 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | — | 95 | — | 90 | |
| F(IO mg/ccm) | 97 | 94 | 84 | 13 | 9 | 10 | 48 | — | — | — | — | |
| F (3 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 88 | — | 72 | — | |
| F (1,5 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | — | 85 | — | 25 | 15 |
| G (10 mg/ccm) | 86 | 55 | 10 | 7 | 0 | 0 | 15 | — | — | — | — | |
| G (3 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 10 | — | 15 | — | |
| G (1.5 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | — | 12 | — | 10 | |
| H (5 mg/ccm) | 33 | 15 | O | 0 | 0 | 0 | 0 | — | — | — | — | |
| H (3 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 8 | — | 10 | — | 40 |
| H(U mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | — | 5 | — | 4 | |
| I (10 mg/ccm) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | — | — | — | — | |
| I (3 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 0 | η | 0 | Q | 45 |
| J (10 mg/ccm) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | — | — | |||
| J (3 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 0 | ο | 0 | ο | |
| K (10 mg/ccm) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | — | — | |||
| K (3 mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | 0 | — | 0 | — | |
| K (U mg/ccm) | — | — | — | — | — | — | — | — | 0 | — | 0 | |
Die Ergebnisse von Tabelle 7 zeigen deutlich, daß die selektiven Adsorptionsmittel selektive Adsorption für
organische Verbindungen innerhalb eines spezifischen Molekulargewichtsbereiches zeigen und daher als Molekularsiebteilchen
wirken können.
Die adsorptionsfähigen organischen und nichtadsorptionsfähigen Verbindungen können exemplarisch aus den
Ergebnissen von Tabelle 7 wie folgt definiert werden. Die in der vorliegenden Anmeldung verwendete Bezeichnung
»adsorptionsfähige organische Verbindung« bezieht sich auf eine organische Verbindung, die durch die
erfindungsgemäßen selektiven Adsorptionsmitte! in wirksamer Menge adsorbiert werden können. Die wirksame
Menge ist nicht absolut, sondern relativ zum Wert der organischen Verbindung und dem Zweck der Trennung.
So wird die »wirksame Menge« z. B. in bezug auf die Adsorptionsmenge definiert, die für die Abtrennung oder
Reinigung der in einer Lösung enthaltenen Verbindung notwendig ist, oder mit Bezug auf die erhaltene Menge,
wenn adsorbierte organische Verbindungen eluiert werden, falls diese Menge noch lohnend ist Wenn z. B. die
adsorptionsfähigen organischen Verbindungen als organische Verbindungen mit einem Adsorptionsmaß von
etwa 50% oder mehr und die nichtadsorptionsfähigen organischen Verbindungen als solche mit einem Adsorptionsmaß
von höchstens etwa 10% definiert werden, haben die adsorptionsfähigen und nichtadsorptionsfähigen
organischen Verbindungen für die selektiven Adsorptionsmittel der obigen Beispiele die folgenden Molekulargewichisbereiche.
Selekt. Adsorptionsmittel von Beispiel
Molekulargewicht der
adsorptionsfähigen
org. Verbindungen
adsorptionsfähigen
org. Verbindungen
nichtadsorptionsfähigen org. Verbindungen
1 2 3 4 5 6 7 13 14 18 19
33 000 oder weniger
30 000 oder weniger
27 000 oder weniger
20 000 oder weniger
30 000 oder weniger
27 000 oder weniger
20 000 oder weniger
20 000 oder weniger
18 000 oder weniger
24 000 oder weniger
18 000 oder weniger
24 000 oder weniger
27 000 oder weniger
28 000 oder weniger
27 000 oder weniger
27 000 oder weniger
21 000 oder weniger
42 000 oder mehr 38 000 oder mehr 30 000 oder mehr 26 000 oder mehr
24 000 oder mehr 23 000 oder mehr
29 000 oder mehr
30 000 oder mehr
31 000 oder mehr 31 000 oder mehr 30 000 oder mehr
Somit haben die in Beispiel 1 — 7, 13, 14, 18 und 19 erhaltenen, selektiven Adsorptionsmittel in den obigen
Molekulargewichtsbereichen die entsprechende, spezifische Molekularsiebwirkung. Weiter können die erfindungsgemäßen
selektiven Adsorptionsmittel in niedrigeren oder höheren Molekulargewichtsbereichen ihre
spezifische Molekularsiebwirkung haben. So kann z. B. die Molekularsiebwirkung im Molekulargewichtsbereich
von 1000—1500 liegen, die für eine Molekularsiebtrennung niedrig molekularer organischer Verbindungen
geeignet ist. Sie kann aber auch im Bereich von 50 000—60 000 liegen, der zur Molekularsiebtrennung höher
molekularer organischer Verbindungen geeignet ist
Es wurden Vergleichstests auf Trennung und Reinigung unter Verwendung des selektiven Adsorptionsmittels
von Beispiel 4, Aktivkohle und Dextrangel durchgeführt Zuerst wurde Aktivkohle (Kohle für Chromatographie)
in eine Kolonne gefüllt, dann wurde eine Kanamyeinkulturbrühe hindurchgeleitet. Dadurch kann das Kanamycin
selbst in verdünnter Lösung adsorbiert werden, es wurden jedoch gleichzeitig auch die hochmolekularen,
adsorbierbaren Substanzen, wie Polypeptid oder hochmolekularer Farbstoff, adsorbiert. Wenn Kanamycin
daher mit 0.01 η HCl-Methanol (1 :1 -Mischung) eluiert wird, werden auch diese Komponenten damit eluiert; das
Eluat enthält gefärbte Substanzen, und die Kanamycinreinheit ist nicht gut (Reinheit 89%). Bei einem ähnlichen
Test mit Aktivkohle von größerer iircsh-GröSe, die für das indusiricü vcrieUhafic kontinuierliche Kolonnenverfahren
zweckmäßig ist, wurde festgestellt, daß diese Aktivkohle in ihrer Adsorptionsfähigkeit für Kanamycin
dem Aktivkohlepulver unterlegen ist. Dann wurden Trennung und Reinigung getestet, indem man Dextrangel in
eine Kolonne füllte. Da das Dextrangel nur eine Molekularsiebwirkung hat, war die Abtrennung von Komponenten
mit Molekularsiebgewichten nahe dem von Kanamycin, z. B. niedrig molekulares Peptid oder Glucose,
schwierig. Bei der Trennung und Reinigung unter Verwendung dieses Dextrangels kann keine große Menge an
Kulturbrühe behandelt werden. Wird die eingeführte Menge erhöht, dann werden höher molekulare Substanzen
in die Kanamycinfraktion eingemischt und liefern ein Kanamycin von geringer Reinheit Bei Verwendung des
selektiven Adsorptionsmittels von Beispiel 4 wurden dagegen nur Substanzen mit einem Molekulargewicht von
20 000 oder weniger, die durch Aktivkohle adsorbierbar sind, in der Kolonne zurückgehalten, während höhere
molekulare Substanzen, die durch Aktivkohle nicht adsorbierbar sind, wie Glucose, durch die Kolonne laufen.
Erfolgt daher die Eluierung mit einer 1 :1-Mischung aus 0,01 η HCI und Methanol, dann enthält die Kanamycinfraktion
wenig Verunreinigungen und hat eine hohe Reinheit (97% oder mehr). Und selbst wenn eine große
Menge Kulturbrühe durch die Kolonne geleitet wird, kann die Kanamycinkonzentration im Eluat verbessert
werden, da das selektive Adsorptionsmittel eine solch hche Adsorptionsfähigkeit hat. daß das Kanamycin in
besonders hoher Konzentration adsorbiert wird.
Claims (2)
1. Selektives Adsorptionsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß es durch
a) Dispergieren eines feinen Adsorptionspulvers in einer alkalischen Lösung eines hydroxylgruppenhaltigen
Polymeren, Dispergieren dieser Dispersion in einem Träger, Hinzufügung eines mit den Hydroxylgruppen
reaktionsfähigen polyfunktionellen Vernetzungsmittels, Vernetzung, Abtrennung und Waschen
oder
b) Dispergieren eines feinen Adsorptionspulvers in einer Lösung eines äthylenisch ungesättigten Monomeren und eines polyfunktionellen vernetzenden Monomeren, Dispergieren dieser Dispersion in einem
b) Dispergieren eines feinen Adsorptionspulvers in einer Lösung eines äthylenisch ungesättigten Monomeren und eines polyfunktionellen vernetzenden Monomeren, Dispergieren dieser Dispersion in einem
Träger, Polymerisation und Vernetzung, Abtrennung und Waschen
hergestellt worden ist.
2. Verwendung eines selektiven Adsorptionsmittels nach Anspruch 1 zur Trennung organischer Verbindüngen.
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|---|---|---|---|
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| JP49009855A JPS5246554B2 (de) | 1974-01-22 | 1974-01-22 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2426501A1 DE2426501A1 (de) | 1975-01-16 |
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Family
ID=27278668
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2426501A Expired DE2426501C2 (de) | 1973-05-31 | 1974-05-31 | Selektive Adsorptionsmittel und deren Verwendung |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE2426501C2 (de) |
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| AU547349B2 (en) * | 1977-10-07 | 1985-10-17 | Commonwealth Scientific And Industrial Research Organisation | Composite material containing crosslinked polymer, adsorbent and magnetic particles |
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| CN117181189A (zh) * | 2023-09-06 | 2023-12-08 | 中国石油大学(北京) | 氢气中含氧化合物吸附剂及其制备方法与脱除工业副产氢气中含氧化合物的方法 |
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1974
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-
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|---|
| NICHTS-ERMITTELT |
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| SE411706B (sv) | 1980-02-04 |
| SE7805767L (sv) | 1978-05-19 |
| GB1468592A (en) | 1977-03-30 |
| SE415862B (sv) | 1980-11-10 |
| FR2231422A1 (de) | 1974-12-27 |
| CH597893A5 (de) | 1978-04-14 |
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