DE2433384C2 - Elektrischer Steckverbinder - Google Patents
Elektrischer SteckverbinderInfo
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Classifications
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Landscapes
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- Details Of Connecting Devices For Male And Female Coupling (AREA)
Description
Elektrische Steckverbinder dienen allgemein zur Herstellung von wieder auftrennbaren Leitungsverbin-
Ein elektrischer Steckverbinder nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 ist bereits aus dem DE-GM }9 71584 bekannt Während sich der Außendurchmesser
des einen Kupplungsteiles zum Einschiebende hin verjüngt, weist das andere Kupplungsteil einen passend
erweiterten Innendurchmesser mit zwei umlaufend hervorstehenden Ringwülsten auf, wobei beim Verbinden
der Kupplungsteile die Ringwülste in die Ringnuten
to aufgeweitet mit Anpreßdruck eingreifen. Bei hergestellter
Verbindung sollen die beiden in die entsprechenden Nuten eingreifenden Ringwülste die Abdichtung gewährleisten.
Werden keine hohen Dichtigkeitsanforderungen verlangt, ist die Dichtwirkung ausreichend.
Andernfalls nicht, weil diese Ausführung nur eine relativ
kleine Dichtfläche aufweist
Aus der DE-AS 18 04 945 ist ein weiterer Steckverbinder
bekannt Beide Verbinderhälften weisen von ihrem Einschiebende her gesehen zuerst eine Ringnut
und danach eine Ringwulst auf, die beim Steckerteil außen und beim Buchsenteil auf der Krageninnenseite
ausgebildet sind. Zu.- Erzeugung des notwendigen Druckes für den abdichtenden Eingriff der Ringwülste in
ihren entsprechenden Ringnuten wird nach dem Stecken der Verbinderhälften ein Klemmring übergeschoben.
Eine weitere, gummielastische Gehäuse verwendende Steckverbindung ;3t schließlich noch aus dem DE-GM
19 93 984 bekannt Sie besteht aus einem Stecker und einer mit Kragen versehenen Kupplung. Um Spritzwasser
abzuhalten, Ist eine Dichtungsanordnung vorgesehen, die aus zwei am Kragen innen umlaufend
angeordneten Rippen gebildet wird, von denen eine sich
beim Stecken gegen die Mantelfläche des Steckerflansches anlegt während die andere Rippe den Flansch
hintergreift Weil der Kragen beim Stecken der Verbinderhälften zuerst etwas geweitet wird und sich
dann umfangsmäßig wieder verengt erfüllt die den Steckerflansch hintergreifende Rippe außer der abdichtenden
zugleich auch eine gewisst Verrastungsfunktion.
Es ist Aufgabe der Erfindung einen dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 entsprechenden elektrischen Steckverbinder zu schaffen, der einfach und billig
herstellbar ist und dessen miteinander in Eingriff
stehende Kontaktelemente bei Verwendung des Verbinders in aggressiven Medien und/oder in großen
Bereichen von sich häufig wechselnden Umgebungstemperaturen mit höherer Sicherheit gegen das
Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit abgedichtet ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
kennzeichnenden Teil dieses Anspruchs angegebenen konstruktiven Maßnahmen gelöst.
Durch die Ausbildung des Steckverbinders wird die wirksame Dichtfläche an der Trennlinie zwischen
beiden Verbinderhälften in vorteilhafter Weise in etwa verdoppelt Der zentrisch vorstehende Ansatz im
Buchsenteil wirkt hier als festes Widerlager für den vom aufgeweiteten Kragen fest angedrückten, rohrförmigen
Hülsenabschnitt des Steckerteiles. Daher stehen Außenfläche und Innenfläche des Hülsenabschnittes in festem
Eingriff mit den komplementären Flächen von Kragen und Ansatz des Hülsenabschnittes. Auf diese Weise wird
eine Flächenpressung mit weitaus verbessertem Dichtungseffekt erzielt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes des Patentanspruchs I sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Weitere Vorteile sind in der Beschreibung genannt. Ausführungsbeispiele des elektrischen Steck-
verbinden werden anhand von Zeichnungen wie folgt
naher beschrieben. In den Zeichnungen zeigt
F i g, 1 einen aus Buchsen- und Steckerteil zusammengesetzten
Verbinder, gemäß Schnittlinie 1-1 der Fig,2
in der Seitenansicht;
Fig-2 das Steckerteil des Verbinders von der
Rückseite her gesehen;
Fig,3 einen Ausschnitt des Verbinders mit dem
Ausführungsbeispiel einer zwischen Hülsenabschnitt und Kragen angeordneten Dichtung, längsgeschnitten
dargestellt;
Fig.4 den Verbinder gemäß Fig.3 mit dem
AusführuRgsbeispiel einer anderen Dichtung;
F i g. 5 einen Ausschnitt vom Buchsenteil des Verbinders mit dem Ausführungsbeispiel einer den Anschlußdraht
manschettenartig umfassenden Dichtring, längs geschnitten dargestellt;
Fig.6 das Buchsenteil gemäß Fig.5 mit dem
Ausführungsbeispiel einer aus Rippen bestehenden Dichtung.
Der in Fig. 1 dargestellte elektrische Verbinder ist
allgemein mit 10 bezeichnet Er besteht aus einem Buchsenteil 12 und einem Steckerteil 14. Mit Ausnahme
seiner Kontakte ist der Verbinder 10 aus einer einheitlichen Masse eines geschmeidigelastischen
Werkstoffes geformt, welcher gegen aggressive chemische Umgebungseinflüsse und schwankende Temperaturen
widerstandsfähig ist Ein solcher, zur Herstellung von Buchsen- und Steckerteil 12, 14 dienender
Werkstoff kann beispielsweise aus einem thermoplaste sehen Elastomer wie Polyurethan, bestehen. Es ist
verständlich, daß dazu auch andere Elastomere verwendbar sind, sofern sie die erforderlichen Eigenschaften
aufweisen um daraus wirksame Dichtungen herzustellen, deren Formen nachfolgend noch näher
beschrieben werden.
An der Steckseite des Buchsenteiles 12 ist ein federnder, in Umfangsrichtung ausdehnbarer, zylindrischer
Kragen 16 angeordnet Außerdem ist die Steckseite des Buchsenteiies 12 mit einem zentrisch
vorspringenden und innerhalb des Kragens 16 endenden Ansatz 18 versehen. Die Außenfläche 20 des Ansatzes
18 weist einen Abstand zur Innenfläche 22 des Kragens 16 auf, wodurch zwischen diesen Flächen eine
kreisförmige Ausnehmung 24 gebildet wird.
Das vordere Ende des Steckerteiles 14 besteht aus einem kreisförmigen Hülsenabschnitt 26 dessen Innenraum
eine Aufnahme 28 darstellt. Bei Verbindungsherstellung von Buchsen- und Steckerteil 12, 14 wird, wie
die F i g. 1 zeigt der Ansatz 18 in die Aufnahme 28 und der Hülsenabschnitt 26 in die Ausnehmung 24
eingeschoben.
Zwischen der zylindrischen Innenfläche 22 des Kragens 16 und der zylindrischen Außenfläche 32 des
Hülsenabschnittes 26 weist der Verbinder 10 eine Dichtung 30 auf. Die Dichtung 30 besteht aus mehreren
ringförmigen Rippen 34, weiche Bestandteil des Hülsenabschnittes 26 vom Steckerteil 14 sind. Die
Rippen 34 erstrecken sich von der Außenfläche 32 des Steckerteiles 14 ausgehend, radial in Richtung Innenfläehe
22 des Kragens 16 vom Buchsenteil 12. Die Abmessungen der Rippen 34 sind so ausgelegt, daß sie
innerhalb des Kragens 16 einen Preßsitz einnehmen. Der von den Rippen 34 auf die glatte Innenfläche 22
ausgeübte Druck bewirkt, daß die Rippen etwas in den Kragen 16 eindringen, wodurch sich dessen Mantelfläche
36 geringfügig nach außen wölbt. Die durch Druck erfolgende Verformung Jer Rippen 34 und die
elastische Verformung des Kragens 16 ergeben zwischen Buchsen- und Steckerteil 12, 14 eine solche
Dichtung, welche das Eindringen von Luft und Feuchtigkeit verhindert. Der Ansatz 18 des Buchsenteiles
12 unterstützt das Abdichten noch, da er ein Widerlager zur Aufrechterhaltung des dichten Eingriffes
zwischen Rippen 34 und Kragen 36 darstellt Außerdem ist die Außenfläche 20 des Ansatzes 18 zum
vorderen Ende hin konisch verlaufend angeordnet und , die Wandung 38 der Aufnahme 38 so dazu passend
ebenfalls konisch ausgebildet, daß beim Ineinandergreifen von Buchsen- und Steckerteil 12, 14 eine
Keilwirkung entsteht Diese Keilwirkung unterstützt einerseits den abdichtenden Eingriff der Rippen 34 mit
der Innenfläche 22 des Kragens 16, andererseits entsteht dadurch eine zweite Dichtungsbarriere, die ebenfalls das
Eindringen von Luft Feuchtigkeit oder anderen Verunreinigungen in das Innere des Verbinders 10
verhindert
Um das Buchsen- und Steckerteil 12, 14 in miteinander verbundener Lage halten ^j können, ist an
deren Gehäuse eine lösbare Verrastuag 40 mit angeformt Diese Verrastung 40 besteht aus einem am
freien Ende des Kragens 16 angeordneten und itch radial nach innen erstreckenden Flansch 4Z An der
vorderen Innenseite ist der Flansch 42 mit einer Einführungsschräge 44 versehen, welche zum erleichterten
Einsetzen des Steckerteiles 14 in das Buchsenteil 12 dient Die Rückseite des Flansches 42 bildet eine leicht
abgeschrägte Schulter 48. Das Steckerteil 14 weist ebenfalls einen jedoch nach außen gerichteten Flansch
46 auf, dessen geneigte Fläche seiner vorderen Schulter 50 derjenigen des Flansches 42 vom Kragen 16
entspricht Da der Kragen 16 in Umfangsrichtung elastisch ist gleitet sein Flansch 42 über die Rippen 38
und den Flansch 46 des Steckerteiles 14, sobald es in das Buchsenteil 12 eingesetzt wird. Hinter dem Flansch 46
des Steckerteiles 14 ziehen sich Kragen 16 und Flansch 42 des Buchsenteiles 12 wieder zusammen, wodurch
beide Verbinderteile miteinander verrastet werden. Bei der durch axialen Zug erfolgenden Trennung der
Verbinderteile bewirken die schrägen Schultern 48, 50 das Aufheben der Verrastung.
Die vorderen Enden von Buchsen- und Steckeneil 12, 14 sind so geformt, daß die Ausnehmung 24 bei
hergestellter Verbindung nahezu vollständig ausgefüllt ist. Dadurch wird erreicht, daß sich die Luft innerhalb
des Verbinders 10 beim Einsetzen des Steckerteiles 14 in das Buchsenteil zusammenpreßt Dieser geringe Überdruck
verhindert ebenfalls das Eindringen von Feuchtigkeit oder Luft.
Buchsen- und Steckerteil 12, 14 sind jeweils mit mehreren sich in axiakr Richtung erstreckenden
Kor.taktK&mmern 52,54 versehen. Wie die F i g. 2 zeigt
weist jede Hälfte des Verbinders 10 beispielsweise drei Kontaktkammern auf. Sofern erforderlich, können
sowohl mehr als auch weniger Kontaktkammern im Verbinder 10 angeordnet sein. In jeder Kontaktkammer
52 des Buchsenteiles 12 lagert eir, Buchsenkontakt 56 während die Kontaktkammern 54 des Steckerteiles 14
je einen Kontaktstift 58 aufnehmen. Um die Ausbildungen der Kontaktkammern 52, 54 besser erkennen zu
können, ist in der Fig. I je eine ohne eingesetzte Kontaktelemente dargestellt. Jedes Kontaktelement ist
mit einem isolierten Dnht 60 verbunden. Wie der F i g 1
entnehmbar ist, bestehen die Kontaktelemente aus einer geschlossenen Hülse, deren Enden an die Drähte 60
gequetscht sind. Die Kontaktkammern 52 erstrecken
sich im Buchsenteil 12 bis durch dessen Ansatz 18, während die Kontaktkammern 54 des Steckerteiles 14
an seiner Aufnahme 28 enden. Die Kontaktstifte 58 sind so in die Aufnahme 28 ragend angeordnet, daß sie bei
hergestellter Verbindung mit den Buchsenkontakten 56 in Eingriff stehen. Die Kontaktelemente befinden sich
damit im Innern und sind durch eine erste Dichtung 30 und eine zweite, von der Außenfläche 20 des Ansatzes
18 sowie der inneren Wandung 38 des Hülsenabschnittes 26 gebildeten Dichtungsbarriere geschützt.
Zur Halterung der Kontaktelemente dienen Flansche 64, die sich jeweils radial in die Kontaktkammern 52,54
hinein erstrecken und die eine Einschnürung 66 aufweisenden Kontaktelemente in diesem Bereich
umfassen. Die Flansche 64 weisen federelastische Eigenschaften auf, die einerseits bei Aufbietung hoher
Druckkräfte das Hindurchschieben der Kontaktelemennehmbar. Auch das Entfernen von Kontaktelementen ist
durch einfachen Zug am Anschlußdraht zu bewerkstelligen, ohne daß zum Lösen der Halterung ein besonderes
Werkzeug erforderlich wäre.
Der in den F i g. t und 2 dargestellte Verbinder wurde geprüft um festzustellen, welche Widerstandsfähigkeiten
er gegenüber verschiedenen Temperaturen und klimatischen Bedindungen aufweist. Ein Muster des
Verbinders wurde hierbei dem Einfluß von Temperaturzyklen ausgesetzt, bei dem jeweils wechselweise für eine
Stunde eine Temperatur von —40°C und für eine weitere Stunde eine Temperatur von 105°C auf ihn
eingewirkt haben. Nach dem Ende des Ablaufes von jeweils II, 18, 80 und 100 solcher Zyklen wurde der
Verbinder in Wasser getaucht und einem Druck von 702,5 g/cm2 (lOpsi) ausgesetzt. Die Prüfung nach
Durchlauf der Temperaturzyklen mit anschließender
te während ihrer Montage gestatten, andererseits aber Druckprüfung ergab keine Anhaltspunkte dafür, daß der
uen geringeren LsrucKnraiien liei vefuiiiuurigsnersieilung
standhalten und die Kontaktelemente in ihrer .><> fixierten Lage festhalten.
Das rückwärtige Ende jeder Kontaktkammer 52, 54 von Buchsen- und Steckerteil 12, 14 ist ebenfalls mit
einer Dichtung 70 versehen. Diese besteht wiederum aus mehreren, sich radial nach innen erstreckenden und
deformierbaren Rippen 72, welche Bestandteil der Kontaktkammerwandung sind. Die Rippen 72 sind so
bemessen, daß sie sich in die Isolation des Anschlußdrahtes eindrücken. Dadurch wird der Draht 60
mechanisch gehalten und außerdem zwischen dem Verbinder 10 und der Isolation eine Dichtung
hergestellt Die Querschnittsform sowohl der Rippen 34 des Hülsenabschnittes 26 wie auch die Rippen 72 in den
Kontaktkammern 52, 54 zeigt eine konvex gewölbte Außenfläche. Es wurde festgestellt, daß sich mit solchen
Rippen eine bessere Dichtungswirkung erzielen läßt als mit Rippen, die einen eckigen Querschnitt und flache
Kuppen aufweisen.
Wie die F i g. 2 erkennen läßt, weist der rückwärtige Abschnitt 74 von Buchsen- und Steckerteil 12, 14 einen
reduzierten Querschnitt auf. Die Kontaktkammern 52, durchsetzen auch diese Abschnitte 74 vollständig.
Jeder Abschnitt 72 ist mit drei Seitenwänden 76 versehen, die so zueinander gerichtet angeordnet sind,
daß sie ein Dreieck bilden. Auf diese Weise erhalten die Kontaktkammern 52,54 eine nur geringe Wandungsdikke
und somit eine größere Elastizität zum Ausgleichen des Durchmessers unterschiedlicher Anschlußdrähte. In
Längsrichtung verlaufend ist zwischen den Kontaktkammern eine Nut 78 in jede Seitenwand 76 eingeformt so
die ebenfalls die Elastizität des die Kontaktkammern 52, umgebenden Werkstoffes erhöht
Aus der bisherigen Beschreibung geht hervor, daß der
vorliegende Verbinder 10 Dichtungen zwischen den Berührungsflächen von Buchsen- und Steckerteil 12,14
aufweist, mit einer Verriegelung versehen ist und Halterungen für die Kontaktelemente enthält Außerdem
ist der Verbinder 10 auch an seinen rückwärtigen Enden mit Dichtungen versehen. Alle diese für einen
funktionssicheren Verbinder notwendigen Elemente benötigen nur zwei aus einem einheitlich elastischen
Werkstoff bestehende Körper, welche sich mittels bekannter Herstellungsverfahren ausformen lassen. Aus
diesem Grunde kann der Verbinder (ohne Kontaktelemente) mit sehr niedrigen Herstellungskosten ohne t-.
zusätzliche Produktionsvorrichtungen zu benötigen, gefertigt werden. Das nachfolgende Bestücken mit
Kontaktelementen ist ohne spezielles Werkzeug vorverDinuer unuicni geworuen ware, rerner würue seine
Verschlechterung seiner elektrischen Eigenschaften festgestellt. Ein anderes Muster des Verbinders wurde
bei Raumtemperatur 504 Stunden lang in eine 5% Salzlösung getaucht und dabei einem Druck ausgesetzt,
der einer 15,24 cm (6") hohen Wassersäule entspricht. Er
blieb dicht und seine elektrischen Widerstandswerte haben sich dadurch nicht verändert Ein weiteres Muster
wurde bei Raumtemperatur für 164 Stunden in eine 5% Salzlösung getaucht und dabei dem einer U2m(4 foot)
hohen Wassersäule entsprechendem Druck ausgesetzt. Der Verbinder wurde dann einer zehn Minuten
andauernden Druckprüfung mit 702,5g/cm2 (lOpsi)
unterzogen. Es ergaben sich wiederum keine Anhaltspunkte dafür, daß der Verbinder undicht geworden
wäre. Auch in diesem Falle blieben die elektrischen Widerstandswerte erhalten. Zwei Muster des Verbinders
wurden 100 Stunden lang einer Temperatur von 105° C ausgesetzt, ohne daß die rückwärtigen Dichtungen
versagt hätten. Drei weitere Muster wurden für 120 Stunden jeweils einer Temperatur von 75° C und 105° C
ausgesetzt, auch hier blieben die Dichtungen wirksam. Ein zusätzliches Muster ist 200 Stunden lang dem
Einfluß von 96° C heißem Öldunst ausgesetzt gewesen.
Auch bei dieser Prüfung wurden weder Undichtigkeiten noch elektrisches Versagen registriert Aus alledem geht
hervor, daß der Verbinder überall dort verläßlich einsetzbar ist wo besonders wechselhafte Umgebungseinflüsse
vorherrschen. Beispielsweise ist dies bei Fahrzeugen allgemein der Fall.
Bei dem in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
des Verbinders ist eine andere Dichtungsanordnung vorgesehen. Diese Dichtungsanordnung besteht
aus einer radial angeordneten und sich in axialer Richtung erstreckenden Lippe 84, die in Umfangsrichtung
federt Die Lippe 84 ist in einer Ausnehmung 85 des Hülsenabschnittes 26 vom Steckerteil 14 angeordnet In
Umfangsrichtung gesehen ist die Länge der Lippe 84 größer als der Abstand zwischen dem Grund der
Ausnehmung 35 und der Innenfläche 22 des Kragens 16. Deshalb wird die Lippe 84 bei hergestellter Verbindung
nach innen ausweichend in die in Fig.3 dargestellte
Lage gedrückt Die Dichtungswirkung wird durch federnden Andruck der Lippe 84 an die Innenfläche 22
des Kragens 16 erzeugt Sofern auf die Mantelfläche 36 des Kragens 16 ein Druck ausgeübt wird, erhöht sich
gleichzeitig auch die Dichtungseigenschaft des Verbinders. Bei dem in der F i g. 4 dargestellten Verbinder wird
eine Dichtungslippe verwendet die derjenigen des Verbinders der Fig.3 ähnelt Der Unterschied besteht
lediglich darin, daß die Lippe 84 in diesem Falle vor dem Flansch 42 des Kragens 16 angeordnet ist.
In der Fig. 5 ist eine abgeänderte Ausführung der
rückwärtigen Dichtung des Verbinders dargestellt. Sie besteht aus einer nach innen gerichteten und sich zur
Rückseite hin erstreckenden, federnden Lippe 86, die in Umfangsrichtung ausdehnbar als Manschette 88 endet
und konzentrisch in der Kontaktkammer 52 angeordnet ist. Die Abmessungen der Manschette 88 sind so
ausgelegt, daß die Isolation des in die Kontaktkammer 52 führenden Drahtes 60 fest umschlossen wird. Die
Dichtungswirkung vergrößert sich hier auf die Außenflächen der Manschette 88 und Lippe 86 einwirkenden
und zunehmenden Druck. Aus diesem Grunde ist die Lippe 86, bzw. Manschette 88 zur Rückseite des
Verbinders verlaufend angeordnet, denn im umgekehrten Falle würden Undichtigkeiten auftreten. Der in der
F i g. 5 dargestellte Buchsenkontakt 56 ist von der Sorte, die durch Änquetschen mit dem Draht 6ö verbunden
wird. Es ist hier besonders wichtig darauf zu achten, daß alle Ecken und Kanten der auch in den anderen Figuren
dargestellten Kontakte nach innen eingezogen sind und glatte Oberflächen aufweisen damit die rückwärtige
Dichtung 70 nicht durch Kratzer beschädigt wird, welche die Dichtigkeit mindern könnten.
In der F i g. 6 ist ein anderes Ausführungsbeispiel der
Kontakthalterung dargestellt. Sie besteht aus einem länglichen, radial federnden Finger 90, der Bestandteil
der Wandung jeder Kontaktkammer 52 ist. Am Ende des Fingers 90 ist ein nach innen gerichtetes Flanschteil
92 angeformt. Dieses Flanschteil 92 greift in die Einschnürung 66 des Kontaktelements und begrenzt so
dessen Axialbewegung in der Kontaktkammer 52. Der federnde Finger 90 und sein Flanschteil 92 werden nach
ίο außen gedrückt, wenn der Buchsenkontakt 56 in die
Kontaktkammer 52 eingesetzt oder aus ihr entfernt wird.
Es ist verständlich, daß die Ausführungsbeispiele der beschriebenen Dichtungen in verschiedenen Kombina-
> tionen bei dem Verbinder anwendbar sind. Beispielsweise kann die hintere Lippendichtung gemäß Fig. 5, die
Stelle der hinteren Dichtung entsprechend Fig. 1 einnehmen und ergänzend dazu eine der in den Fig.3
und 4 dargesieüien Lippenuichiungen an die Sieiie der
entsprechenden Dichtung gemäß F i g. 1 treten. Ferner ist natürlich auch eine Kombination möglich, bei der
eine der Lippendichtungen entsprechend Fig. 3 und 4 und zusätzlich die in Fig. I dargestellte Dichtung 30
innerhalb eines Verbinders vorgesehen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Elektrischer Steckverbinder mit in rückwärtigen
abgedichteten Kammern gehaltenen Kontaktelementen, dessen als Stecker- und Buchsenteil
ausgebildete, miteinander verraätbare Gehäusehälften
aus gummielastischem Werkstoff bestehen, von
denen eines einen Kragen aufweist, in den ein Abschnitt der anderen Gehäusehälfte eine Dichtung
bildend aufweisend eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der vom Kragen (16)
gebildeten Aufnahme ein mit dem Kragen (16) verbundener zentrisch vorspringender Ansatz (18)
angeordnet ist, dessen Außenfläche (20) zusammen mit der Innenfläche (22) des Kragens (16) eine
ringförmige Ausnehmung (24) bildet, in die ein rohrförmiger Hfllsenabschnitt (26) der anderen
Gehäusehälfte den Kragen (16) dadurch aufweitend eingreift, daß die Außenfläche (20) des Ansatzes (18)
und die Wandung (38) der Aufnahme (23) des Hülsenat5ichnittes (26) konisch verlaufend ausgebildet
sind.
2. Elektrischer Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (30) aus
mehreren, hintereinander angeordneten und sich radial Ober die Außenfläche (32) des Hülsenabschnittes
(26) erstreckenden Rippen (34) besteht
3. Elektrischer Verbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (30) aus
einer am Umfang des Hülsenabschnittes (26) befindlichen, nach rückwärts gerichteten und in
radialer Rirhiung federnden Lippe (84) besteht
4. Elektrischer Verbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lippe (84) in einer
Ausnehmung (85) des I lülsenabschnittes (26) angeordnet ist
5. Elektrischer Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Verrastung (40) aus einem am vorderen Ende des Kragens (16) nach innen gerichteten Flansch (42)
vorgesehen ist, dessen Schulter (48) hinter die Schulter (50) eines sich am Steckerteil (14) in radialer
Richtung erstreckenden Flansches (46) eingreift
6. Elektrischer Verbinder nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenfläche jeder Kontaktkammer (52, 54) von Buchsen- und Steckerteil (12, 14) im Bereich ihrer
hinteren Abschnitte (74) eine aus mehreren Rippen (72) bestehende, ringförmige Dichtung (70) aufweist
7. Elektrischer Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtung (70) in den Kontaktkammern (52, 54) der hinteren Abschnitte (74) von Buchsen- und Steckerteil
(12, 14) jeweils aus einer kreisförmigen Lippe (86) besteht, deren zur Rückseite der Verbinderteile
gerichtetes Ende in eine aufweitbare, federnde Manschette (88) ausmündet
8. Elektrischer Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gehäuse von Buchsen und Steckerteil (12, 14) jeweils einstückig aus der Masse eines einheitlichen
Isolierwerkstoffes hergestellt sind.
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