DE2437676C2 - Schwerlastfahrzeug mit einem ein Chassis tragenden Hinterradsatz - Google Patents
Schwerlastfahrzeug mit einem ein Chassis tragenden HinterradsatzInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schwerlastfahrzeug mit einem ein Chassis tragenden Hinterradsatz,
einem aus- und einfahrbarem Anhängerrahmen, der Längsträger aufweist, die an ihrem hinteren Ende einen
rückwärts vom Chassis angeordneten Anhängerradsatz tragen und mit ihrem vorderen Ende in horizontal und in
Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Führungen eingreifen, die auf dem Chassis vorgesehen sind, und mit einem
auf dem Chassis angeordneten Antrieb zum Hin- und Herbewegen der Längsträger des A:.bängerrahmens in
den auf dem Chassis vorgesehenen Führungen.
Ein derartiges Schwerlastfahrzeug ist beispielsweise aus der DE-OS 22 21 160 bekannt, deren Anhängerrahmen
zur Veränderung der Achslast bei einem mehrachsigen Schwerlastfahrzeug so ausgebildet ist. daß er nach
rückwärts aus dem Chassis des Schwerlastfahrzeugs ausfahrbar ist und einen Anhängerradsatz aufweist.
Dabei sind die Längsträger des Anhängerrahmens dort verschiebbar in Führungen im Chassis angeordnet, so
daß sie mit einem entsprechenden Antrieb hin- und herbewegbar sind.
Bei dem in der DE-OS 22 21 160 beschriebenen Schwerlastfahrzeug ist die Anordnung so getroffen, daß
der Anhängerrahmen in horizontaler Richtung hin- und herbewegt wird, während das Abheben der Anhängerräder
von der Straßenoberfläche allein durch den Einsatz von Servomotoren erfolgt. Bedingt durch eine
derartige Konstruktion tritt der Nachteil auf. daß die Anhängerräder für praktische Zv/ecke nicht weit genug
vom Boden abheben, was insbesondere beim F.inbau in einen Kipper von Bedeutung ist. Außerdem muß die
bekannte Konstruktion bereits werksmäßig beim Neubau der Fahrzeuge berücksichtigt Werden.
Ferner ist aus der L)S-PS 32 35 285 ein Schwerlastfahrzeug bekannt, bei dem am rückseitigen Ende des
Schwerlastfahrzeugs eine Führung vorgesehen ist, um das rückwärtige Chassisteil eines Sattelschlepper^An·
hänger? zum Laden bzw. Entladen auf die Höhe der Laderampe zu bringen. Zu diesem Zweck können dort
die Tandemräder, die während der Fahrt des Schwerlastfahrzeugs
die Last tragen, mit Hilfe von Hilfsrädem, die normalerweise auf Straßenhöhe liegen, im Stand von
der Straßenoberfläche abgehoben werden. Durch geeignetes Festbremsen der jeweiligen Anhängerräder
erfolgt dort die Relativbewegung zwischen den Hilfsrädem und den Tandemrädern unter Zuhilfenahme
des Fahrzeugmotors, um die entsprechende Absenkung bzw. Anhebung des rückwärtigen Endes des Schwerlastfahrzeuges
vorzunehmen.
Ausgehend von einem Schwerlastfahrzeug der eingangs genannten Art Hegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Schwerlastfahrzeug zu schaffen, bei dem die Anhängerräder in der eingezogenen Stellung einen
besonders großen Bodenabstand haben.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, ein Schwerlastfahrzeug der in Rede stehenden Art so
auszubilden, daß die mittleren Abschnitte der Längsträger des Anhängerrahmens, die in die Führungen
eingreifen, gegenüber dem Chassis zum Anhängerradsatz hin unter einem Winkel nach unten geneigt sind und
daß der Antrieb zum Hin- und Herbewe*en der Längsträger des Anhängerrahmens horizontal gelenkig
mit den vorderen Enden der Längsträger verbunden ist.
Weiterbildende Merkmale des erfindungsgemäß ausgebildeten Schwerlastfahrzeugs sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten Schwerlastfahrzeug wird in vorteilhafter Weise eine große
Anpassungsfähigkeit des Anhängerrahmens mit seinem Anhängerradsatz erreicht, die ein wesentlich verbessertes
Anheben der Anhängerräder über den Boden in der eingezogenen Stellung ermöglicht. Außerdem ist es
möglich, Schwerlastfahrzeuge auch nachträgiich umzurüsten und die erfindungsgemäße Konstruktion auf dem
Chassis des Schwerlastfahrzeugs einzubauen, wobei die Installation nahezu bei jedem Fahrzeugtyp möglich ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Die
Zeichnung ze; 3t in
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform des Schwerlastfahrzeugs, bei dem der
Anhängerrahmen auf dem rückseitigen Ende eines Fertigbetonmischlastwagens montiert ist;
Fig. 2 eine Seitenansicht, die den Anhängerrahmen in
seiner ausgefahrenen Stellung zeigt, wobei der Anhängerradsatz
die Straßenoberfläche berührt;
F i g. 3 den Schnitt längs der Linie 3-3 der F i g. 2;
F i g. 4 eine der F i g. 2 ähnliche Seitenansicht, die den Anhängerrahmen in seintr eingezogenen und angehobenen
Stellung zeigt:
Fig. 5 eire perspektivische Darstellung zur Erläuterung,
wie das innere Ende des Anhängerrahmens für die Hin- und Herbewegung auf dem Chassis montiert ist;
Fig. 6 eine der Fig. 2 ähnliche Seitenansicht einer
anderen Ausführungsform des Schwerlastfahrzeugs;
Fig. 7 eine der cig. 6 ähnliche Seitenansicht einer
weiteren Ausführungsform des Schwerlastfahrzeugs; und in
Fig. 8 eine der F i g. 7 ähnliche Seitenansicht zur Erläuterung der Befestigung des Anhängerrahmens bei
einem Kipper,
In der Zeichnung ist mit dem Bezugszeichen 10 ganz
allgemein ein Fertigbetonmisch^Lastfahrzeug bezeichnet Das Lastfahrzeug 10 besteht aus einem Chassis 12
mit einem Paar von Längsträgern 14, die an ihrem rückseitigen Ende an e'vnm Querträger 16 befestigt
sind- Bei der dargestellten Ausführungsform sind zwei Radsätze 18 mit ihren Achsen 20 an Federeinheiten 22
befestigt, die unter den Längsträgern 14 angebracht sind. Die Stellung der Radsätze 18 ist so gewählt, daE
diese sich unter der Last tragenden Einheit des Lastfahrzeugs 10 befinden, z. B. einer sich drehenden
Mischtrommel, wie sie strichpunktiert mit dem Bezugszeichen 24 in der F i g. 1 angedeutet ist
Das vordere Ende des Lastfahrzeugs 10 kann beliebiger Ausbildung sein und die Antriebsmaschine
und eine oder mehrere steuerbare Radsätze aufweisen.
Ein Anhängerrahmen 26 ist auf dem Chassis 12 in der nachstehend beschriebenen Weise befestigt und erstreckt
sich von diesem nach rückwärts. Der Anhängerrahmen 26 trägt einen Anhängerradsatz 28 und besteht
aus einem Paar von Längsträgern 30, die an ihrem Hinterende durch einen querliegenden Stoßträger 32
und zwischen ihren Enden bzw. in der Mitte mittels einer Strebe 34 mit U- Profil verbunden sind
Der Anhängerradsatz 28 ist mit dem Anhängerrahmen 26 über eine einstellbare Federmechanik verbunden,
die geeignet ist, einen eingestehen Lastwert auf den Anhängerradsatz 28 zu übertragen. L/er Anhängerradsatz
28 weis* eine Achse 36 beliebiger Bauart auf, die an ihren äußeren Enden geeignete Achsschenkelbolzen
40 trägt, auf denen die Räder 38 befestigt sind. Die Räder 38 sind mit den Achsschenkelbolzen 40 so
verbunden, daß sie selbstteuernd sind. Eine Zugstange 42 ist mit Steuergelenken 44 verbunden, die an den
betreffenden Rädern 38 befestigt sind, so daß die selbststeuernde Bewegung der beiden Räder 38
gleichmäßig erfolgt. Um ein unerwünschtes Flattern der Räder 38 zu verhindern, sind geeignete Dämpfer 46
zwischen der Achse 36 und der Zugstange 42 angeordnet.
Um sicherzustellen, daß die Achse 36 jeden gewünschten Anteil der Fahrzeuglast tragen kann, ist
eine einstellbare Aufhängung in Form von einem Paar von Lastfederbälgen 48 zwischen der Achse 36 und den
Längsträgern 30 angebracht (vgl. FI g. 2 bis 4). Die
Lastfederbälge 48 können beliebiger handelsüblicher Fom sein. Vom unteren Ende jedes Lasifederbalges 48
erstreckt sich eine Stützstange 50 nach -inten, die
schwenkbar mit der Achse 36 über einen Gelenkstift 52 verbunden ist. der sich durch ein Paar von der Achse 36
nach oben ragender kurzer Laschen erstreckt.
Das Federungssystem des Anhängerradsatzes 28 weist ferner einen Unterrahmen 53 auf. der fest mit der
U-förmigen Strebe 34 verschweißt und an dessen unterem Ende ein Laschenpaar 54 angebracht ist. Ein
Paar von freihängenden Gelenkarmen 58 ist mittels eines Gelenkbolzens 56 schwenkbar am Laschenpaar 54
befestigt. Die anderen Enden der freihängende..! Gelenkarme 58 sind mit der Achse 36 der Räder 38
mittel» einer Schweißung od. dgl. verbunden. In der U-förmigen Strebe 34 ist ein Hebebalg 60 angeordnet,
der über eine Zugstange oder ein Zugseil 62 mit den freihängenden Gelenkarmen 58 verbunden ist. Die
Lastfederbälge 48 können mit den Hebebälgen 60 so verbunden sein, dr 1 bei Nachlassen des Luftdrucks in
den Lastfederbälgen 48 die Hebebälge 60 mit Druckluft beaufschlagt werden, um die frei hängenden Gelenkarme
j8 anzuheben, Dementsprechend soll bei einer Beaufschlagung der Lastfederbälge 48 mit Druckluft der
Druck in den Hebebälgen 60 nachlassen.
Die Längsträger 30 des Anhängerrahmens 26 haben ein Doppei^T-Profil und in Längsrichtung eine Gestalt,
die einem gestreckten »Z« entspricht, wie es in Fi g, 1
dargestellt ist, mit einem ersten, in Längsrichtung
verlaufenden Bereich 70 am Vorderende und einem zweiten, in Längsrichtung verlaufenden Bereich 72 am
Hinterende, die miteinander über einen mittleren Abschnitt 74 verbunden sind, der zwischen den
Bereichen 70 und 72 nach rückwärts und unten geneigt ist.
Der Anhängerrahmen 26 zeichnet sich bei einer derartigen Ausführungsform dadurch aus, daß er auf
dem Chassis 12 bereits fertiger Lastfahrzeuge, wie -L B.
Betonmischern, angebracht werden kann. Um den Anhängerrahmen 26 auf dem Chassis 12 zu befestigen,
muß ein Paar von Gleitschienen oder Führungen 71 fest auf den Längsträgern 14 des Chassis 12 befestigt
Werden, jede Führung 71 besteht aus einem kastenförmigen Rahmenteil 69, das mit dem Chassis 12 fest
verbunden ist. Innerhalb des Rahmenteiles 69 sind obere Führungsflächen oder Führungsblöcke 73 und untere
Führungsflächen oder Führungsblöcke 75 in einem solchen Abstand voneinander angeordnet, daü die
Längsträger 30 des Anhängerrahmens 26 zwischen ihnen hindurchgleiten können.
Die Hin- und Herbewegung des Anhängerrahmens 26 wird von einem Antrieb in Form eines Paares von
Hydraulikzylindern 76 bewirkt Auf den Längsträgern 14 des Chassis 12 sind kastenförmige Profile 77 mit
einem offenen Ende angebracht, wobei ein Ende jedes Hydraulikzylinders 76 innerhalb des jeweiligen kastenförmigen
Profils 77 mit einem Winkelstück 79 befestigt ist. Jeder Hydraulikzylinder 76 weist eine Kolbenstange
78 auf. die nach außen ragt und mit ihrem anderen Ende mit einem Gleitstück 80 verbunden ist. Das Gleitstück
80 trägt an seiner unteren Fläche ein Paar von Gleitkissen, die zwischen dem Gleitstück 80 und der
oberen Fläche des Längsträgers 14 angeordnet sind. Die Gleitkissen können aus einem geeigneten Lagermaterial
wie Bronze od. dgl. bestehen. Um ein Abheben der Gleitstücke 80 zu verhindern, ist ein Paar von
Führungsschienen 82 an jeder Seite der Gleitstücke 80 angeordnet und übergreift ihre Seitenkanten. Die
Führungsschienen 82 haben eine Länge, die der Gesamtlänge der Verschiebung der Gleitstöcke 80 bei
ihrer Bewegung zwischen der ausgefahrenen und der eingezogenen Stellung entspricht Die Führungsschienen
82 sind an der Seitenwand des Abdeckgehäuses 84 und in Seitenwänden des kastenförmigen Rahmenteils
69 befestigt. Die Gleitstücke 80 weisen ein Paar von vertikal angeordneten Wänden 94 auf, die an dem
Vorderende der Kolbenstange 78 des Hydraulikzylinders 86 mit einem Verbindungsbolzen 91 so befestigt
sind, daß das Gleitstück 80 mit einem Hydraulikzylinder 76 hin- und herbewegt werden kann. Jeder Längsträger
30 des Anhängerrahmens 26 weist an seinem unteren Ende einen Flansch 90 auf, der so ausgebildet ist, daß er
zwischen die Wände 94 des Gleitstücks 80 paßt und gelenkig mit dem Gleitstück 80 über einen Schwenkbolzen
92 verbunden ist
Der Anhängerrahmen 26 befindet sich normalerweise in der in F i g. 4 wiedergegebenen Ruhestellung, wenn er
nicht in Betrieb ist Um den Anhängerrahmen 26 zum Einsatz zu bringen, wird der Hydraulikzylinder 76
betätigt und das Gleitstück 80 nach rückwärts geschoben. Das Gleitstück 80 wiederum bewirkt, daß
der Längsträger 30 des Anhängerrahmens 26 nach rückwärts geschoben wird. Wenn der Längsträger 30
des Anhängerrahmens 26 sich nach hinten bewegt, so läuft der unter einem Winkel geneigte mittlere
Abschnitt 74 durch eine Führung, die zwischen der oberen Führungsfläche 73 und der unteren Fühnmgsfläche
75 gebildet wird, und wird dabei während seiner Längsbewegung nach unten verschoben, bis er die in
Fig.2 gezeigte Stellung erreicht. Wenn in dieser Stellung der Hebebalg 60 außer Funktion gesetzt wird,
so daß der freihängende Gelenkarm 58 nach unten sinkt, so nimmt das Rad 38 die in F i g. 2 gezeigte Stellung ein.
Die Lastfederbälge 48 werden in Betrieb gesetzt, so daß die Räder 38 nach unten in Berührung mit der
Stfaßenoberfläche gepreßt werden, bis der geforderte
ίο Lastanteil des Lastfahrzeugs auf den Anhängerfadsatz
28 übertragen wird. Die Größe der vom Anhängerradsatz 28 übernommenen Last wird durch die Lastfederbälge
48 in bekannter Form reguliert.
Die Führungsschienen 82 verhindern, daß die
Β Gleitstücke 80 unter dem Einfluß des Biegemoments,
das vom Anhängerradsatz 28 ausgeht, angehoben werden, wenn dieser nach rückwärts aus der in Fig.4
gezeigten Stellung bewegt wird. Die unter einem Winkei geneigte Fünrungsfiäche des oberen Fünrungsblockes
73 ist parallel zu dem unter einem Winkel geneigten mittleren Abschnitt 74 des Längsträgers 30
des Anhängerrahmens 26 angeordnet, so daß die vom Anhängerrahmen 26 aufgenommene Last über die volle
Länge der geneigten FUhrungsfläche des oberen Führungsblockes 73 auf das Chassis 12 des Lastfahrzeugs
übertragen wird. Wenn sich der Anhängerrahmen 26 in seiner zurückgezogenen Stellung nach Fig.4
befindet so wird der unter einem Winkel geneigte mittlere Abschnitt 74 von den Führungsflächen 73 und
75 eng festgehalten, so daß er sich nicht um seine innere Verbindung mit dem Gleitstück SO verschwenken kann.
Eine weitere Ausführungsform der Antriebsmechanik
für den Anhängerrahmen 26 ist in F i g. 5 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist ein einziger Hydraulikzylinder
76 auf einem Querträger 100 befestigt, der zwischen den Längsträgern 14 des Chassis 12 angebracht ist. Die
Kolbenstange 78 ist an ihrem äußeren Ende mit einem Gleitkopf 102 verbunden, der an seinen beiden Seiten
Achsstummel 104 trägt, welche durch Längsschlitze 106
■to ragen, die in den Seitenwänden eines kastenförmigen
Bauteils 108 angebracht sind, von denen jeweils eines auf den Längsträgern 14 befestigt ist. Gleitstücke 80 sind
wiederum auf Flanschen 90 befestigt, die von den inneren Enden der Längsträger 30 des Anhängerrahmens
26 ausgehen, und Führungsschienen 82 verhindern wiederum, daß die Gleitstücke 80 unter dem Einfluß des
Gewichtes des Anhängerrahmens 26 angehoben werden. Eine Gleitbahn oder Führung wird wiederum durch
das Zusammenwirken der oberen Führungsfläche 73
so und der unteren Führungsfläche 75 gebildet, die das Anheben und Absenken des Anhängerrahmens J6 in
Abhängigkeit von der Hin- und Herbewegung des Anhängerrahmens 26 steuert
In Fig.6 ist eine weitere Ausführungsform des
Lastfahrzeugs dargestellt, wobei die gleichen Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind. Der Unterschied
zwischen der Ausführungsform nach F i g. 6 und der nach Fig.4 besteht darin, daß der obere
Führungsblock 73 der Anordnung nach Fig.4 durch eine bewegliche Gleitleiste 173 ersetzt ist die mit einem
Ende auf der Achse 174 eines Pneumatik- oder Hydraulikzylinders 176 befestigt ist Der Pneumatikoder
Hydraulikzylinder 176 ist doppelwirkend, so daß er dazu verwendet werden kann, sowohl einen aufwärtsals
auch einen abwärtsgerichteten Druck auf den Anhängerrahmen 26 auszuüben. Die Gleitieiste 173 hat
Kantenbereiche, die sich über und unter die Flansche
des Doppel-T-Profils des Anhängerrahmens 26 erstrek-
ken, so daß sowohl eine Hebe- als auch eine Absenkkraft auf den Anhängerrahmen 26 aufgebracht
werden kann. Der Pneumatik- oder Hydraulikzylinder 176 ist über geeignete Mittel mit einem entsprechenden
Reservoir verbunden und mit geeigneten Steucfmitteln
zur Steuerung der Richtung versehen, in der die Kräfte
wirken, die von dem Zylinder 176 während des Betriebs aufgebracht werden,
In Fig.7 ist eine Weitere Ausführungsform des
Lastfahrzeugs dargestellt, in der gleiche Teile wie bei der Anordnung nach Fig.4 und 6 mit gleichen
Bezugszeichen bezeichnet sind. Die Ausführungsform nach Fig.7 unterscheidet sich von den oben beschriebenen
Ausführungsformen dadurch, daß die Längsträger 30 des Anhängerrahmens 26 gerade ausgebildet
sind. Bei dieser Ausführungsform ist es möglich, einen geraden Rahmen zu verwenden, da die Gleitleiste 173
aufwärts und abwärts verschiebbar ist, wie es während
erforderlich ist. Dabei ergibt sich, daß durch die Verwendung der verschiebbaren Gleitleiste 173 die
Notwendigkeit entfällt, einen Anhängerrahmen vorzusehen, der eine langgestreckte Z-förmige Gestalt
aufweist. Das Ausmaß der Abwärtsneigung des Anhängerrahmens steigt rasch an, wenn sich das
Gleitstück 80 dem rückwärtigen Ende des Chassis nähert.
Die oben beschriebenen Anordnungen sind hinsichtlich ihrer Verwendung keinesfalls auf Betonmischer
beschränkt und können selbstverständlich auch bei anderen Lastfahrzeugen, einschließlich normalen Lastfahrzeugen
und Kippern eingesetzt werden. Eine weitere Ausführungsform ist in F i g. 8 dargestellt, wobei
der Anhängerrahmen an einem sogenannten Kipper montiert ist. Bei dieser Ausführungsform ist der
Anhängerrahmen auf Trägern 114 befestigt, die an einem Kippbehälter 116 angebracht sind. Wenn sich der
Anhängerrahmen in seiner zurückgezogenen Stellung befindet, so kann der Kippbehälter 116 in bekannter Art
und Weise über den Winkel σ verschwenkt werden, wobei der Anhänger radsatz 28 vollständig frei von einer
Bödenberührung ist. Der hydraulische Sehaltkreis, der
die Kippbewegung steuert, kann geeignete Schaltmittel aufweisen, die eine Betätigung des Kippschallkreises
Verhindern, wenn sich der Anhängerrahmen in seiner ausgefahrenen Stellung befindet. Außerdem ist in F i g. 8
eine Weitere Form der Betätigungsmechanik zur Aufbringung von Druck auf den Anhängerradsatz
dargestellt. Bei dieser Ausführungsform sind Hebebälge 61 zwischen einem Rahmenteil 51 und einem Verlängefungsarm
63, der eine Verlängerung des frei hängenden Gelenkarmes 58 darstellt, angeordnet. Durch Betätigung
der Hebebälge 61 kann ein größerer Raum zur Erleichterung der Kippbewegung geschaffen werden,
wenn sich der Anhängerrahmen in seiner eingezogenen cigji.jrjn befinde!
Die vorstehenden Ausführungen zeigen, daß der Anhängerfahmen mit seinem Anhängerradsatz einerseits
in erheblichem Abstand über der Straßenoberfläche transportiert werden kann und andererseits auch in
eine Position zur StraDenoberfläche bringbar ist, die eine Belastung des Anhängerradsatzes 28 ermöglicht,
um einen Teil der Fahrzeuglast auf diesen Anhängerradsatz zu übertragen. Dies wird durch das Einziehen des
Anhängerrahmens bei Nichtbenutzung in das Chassis des Lastfahrzeugs und durch sein Ausfahren über den
hin- und herbewegbaren Antriebsmechanismus erreicht, wobei der an den horizontalen Schwenkbolzen 92
angelenkte Anhängerrahmen zwischen diesen beiden Stellungen eine Bewegung in einer vertikalen Ebene
ausführt. Ein großer Teil der Betätigungsmechanik einschließlich der Führungen für den Anhängerrahmen
ist in Gehäusen untergebracht, so daß diese Bauelemente geschützt sind.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Schwerlastfahrzeug mit einem ein Chassis tragenden Hinterradsatz, einem aus- und einfahrbaren
Anhängerrahmen, der Längsträger aufweist, die an ihrem hinteren Ende einen rückwärts vom
Chassis angeordneten Anhängerradsatz tragen und mit ihrem vorderen Ende in horizontal und in
Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Führungen eingreifen, die auf dem Chassis vorgesehen sind, und mit
einem auf dem Chassis angeordneten Antrieb zum Hin- und Herbewegen der Längsträger des Anhängerrahmens
in den auf dem Chassis vorgesehenen Führungen, dadurch gekennzeichnet, daß die mittleren Abschnitte (74) der Längsträger
(30) des Anhängerrahmens (26), die in die Führungen (71) eingreifen, gegenüber dem Chassis (12) zum
Anhängerradsatz (28) hin unter einem Winkel nach unten geneigt sind und daß der Antrieb (Hydraulikzylinder
76, zum Hin- und Herbewegen der Längsträger (30) des Anhärsgerrshmens (25) horizontal
gelenkig (Schwenkbolzen 92) mit den vorderen Enden der Längsträger (30) verbunden ist.
2. Schwerlastfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (Hydraulikzylinder
76) Gleitstücke (80) umfaßt, d!e vom Chassis (12) geführt werden und horizontal gelenkig mit den
vorderen Enden der Längsträger (30) verbunden sind, und daß die Führungen (71) Führungsflächen
(Blöcke 73 und 75) aufweisen, welche die mittleren Abschnitte (7·') der Längsträger (30) horizontal und
vertikal eingrenzen.
3. Schwerlastfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und unteren
Führungsflächen (Führungsblöck-- 73 und 75) bezogen auf das Chassis (12) entsprechend der Neigung
der mittleren Abschnitte (74) der Längsträger (30) des Anhängerrahmens (26) nach rückwärts und
unten geneigt sind, wobei die geneigten mittleren Abschnitte (74) bei der Hin- und Herbewegung
zwischen der eingezogenen und der ausgefahrenen Stellung die Führungsflächen (73 und 75) berühren
4. Schwerlastfahrzeug nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der mittleren
Abschnitte (74) der Längsträger (30) gleich oder nahezu gleich der Länge des Bewegungsweges ist.
über den der Antrieb (Hydraulikzylinder 76) die Gleitstücke (80) am Chassis (12) verschiebt.
5. Schwerlastfahrzeug nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächen obere und
untere Führungsblöcke (73 und 75) umfassen, die innerhalb der Führungen (71) oberhalb und unterhalb
der Längsträger (30) angeordnet sind, v, obei die untere Fläche des oberen Führungsblocks (73) eine
obere Führungsfläche bildet, welche eine Drehung des Anhängerrahmens (26) um die Schwenkverbin
dung (Bolzen 92) mit den Gleitstücken (80) von der Straße weg verhindert, wenn der Anhängerrahmen
(26) ausgefahren ist. und wobei die obere Fläche des
unteren Führungsblocks (75) eine untere Führungs fläche bildet, Wejche die Drehung des Anhängerrah-'
mens (26) Um die Schwenkverbindung (Bolzen 92) mit den Gleitstücken (80) auf die Siraße zu
Verhindert, wenn der Anhängerrahmen (26) eingezogen ist.
6. Schwerlastfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel mit Abstand
voneinander Verläufende Längsträger (30) vorgese-
hen sind.
7. Schwerlastfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anhängerradsatz (28) eine einstellbare Aufhängung (Lastfederbalg 48) aufweist, mit welcher der Anteil
der Fahrzeuglast, der vom Anhängerradsatz (28) getragen wird, verändert werden kann.
8. Schwerlastfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungen (71) einstellbare obere Gleilleisten (173)
enthalten, die so betätigt werden können, daß sie auf den Anhängerrahmen (26) eine Niederhaltekraft
ausüben, wenn sich dieser in der ausgefahrenen Stellung befindet, und die gelöst werden können, um
das Einziehen des Anhängerrahmens (26) zu erleichtern.
9. Schwerlastfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Längsträger {30) die
Gestalt eines gestreckten »Z« aufweist, wobei der mittlere geneigte Abschnitt (74) in den Führungen
(71)läuft
10. Schwerlastfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Längsträger (30) gerade ist und die einstellbare obere Gleitleiste (173) beim
Einziehen des Längsträgers (30) anhebbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB4317573 | 1973-09-13 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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