DE243846C - - Google Patents

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DE243846C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B23/00Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents
    • C06B23/04Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents for cooling the explosion gases including antifouling and flash suppressing agents

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 243846 KLASSE 78 c. GRUPPE
Zur Einschränkung bzw. Vermeidung des Mündungsfeuers bei Gewehr- und Geschützpulvern ist in erster Linie erforderlich, die Explosionstemperatur des Pulvers herabzusetzen. Bislang wurden zu diesem Zwecke dem Pulver vorwiegend gewisse indifferente Stoffe, wie Vaseline, Paraffinöl, Kampfer usw., zugesetzt.
Es wurde nun gefunden, daß für den gleichen
ίο Zweck die Natriumsalze organischer Säuren, beispielsweise das oxalsäure, weinsaure, zitronensaure Natrium, sehr gut geeignet sind; dieselben unterdrücken, den rauchschwachen Pulvern beigemischt, besonders kräftig das Mündungsfeuer.
Nach der Patentschrift 175399 wird, um den Zusatz von indifferenten Stoffen (Vaseline usw.) zu den Gewehr- und Geschützpulvern zu ermäßigen, diesen Stoffen eine geringe Menge eines Alkalibicarbonate zugesetzt. Es braucht nicht besonders ausgeführt zu werden, daß dieses Verfahren, bei welchem gleichfalls die indifferenten Stoffe die in erster Linie wirksamen Stoffe sind, von dem vorliegenden Verfahren durchaus verschieden ist. Es ist weiter empfohlen worden, Sprengstoffen Oxalate zuzusetzen (Cundill-Desortiaux, Dictionnaire des explosifs 1893, S. 204, Nr. 890), indes handelt es sich hier lediglich um Spreng-
,30 stoffe für Sprengzwecke, welche als Gewehr- und Geschützpulver nicht in Betracht kommen. Dies folgt schon daraus, daß Oxalate und Oxalsäure als gleichwertig für Erreichung des gewünschten Effektes bezeichnet werden, während doch bekanntlich Oxalsäure für Schießmittel unbrauchbar ist, da Säuren die Haltbarkeit des Pulvers herabsetzen und infolgedessen Selbstzersetzungen, Brände, Explosionen erzeugen können.
Schließlich sind nach der britischen Patentschrift 15564/1905 organische Salze in Mischung mit indifferenten Stoffen, wie Vaseline oder Olivenöl usw., den rauchlosen Schießpulvern zugesetzt worden. Durch diese indifferenten Stoffe wird aber die Kraftleistung der Pulver nachteilig beeinflußt, während bei alleinigem Zusatz der Natriumsalze organischer Säuren zu den Pulvern das Mündungsfeuer unterdrückt wird, ohne daß eine nennenswerte Verringerung der Kraftleistung eintritt. Als Beleg für die Richtigkeit des letzteren seien folgende Versuchsergebnisse mitgeteilt:
I. Eine Pulverladung von 0,52 kg Nitrocelluloseröhrenpulver ergab bei einem Geschoßgewicht von 6,85 kg im Mittel von je vier Versuchen eine Anfangsgeschwindigkeit von4Ö5,7m, einen Gasdruck von 2158 Atm. und starkes Mündungsfeuer.
II; Mit einem Zusatz von 2 Prozent weinsaurem Natrium wurden die Zahlen 462,3 m und 2041 Atm. erhalten.
III. Ein Zusatz von 2 Prozent zitronensaurem Natrium ergab 473,1 m und 2204 Atm.
IV. Mit einem Zusatz von 2 Prozent oxal-
saurem Natrium wurden 467,2 m und 2155 Atm. erzielt.
Die Proben nach II, III und IV hatten kein Mündungsfeuer. Für diese Versuche betrug der Zusatz von Natriumsalz 2 Prozent; derselbe kann natürlich schwanken, wird aber im allgemeinen bis 5 Prozent betragen.

Claims (1)

  1. Patent- Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von rauchschwachem Pulver, gekennzeichnet durch einen'Zusatz von Natriumsalzen organischer Säuren, zu dem Zwecke, das Mündungsfeuer zu beseitigen.
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