DE2448367C3 - Strebausbaugestell - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D23/00—Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
- E21D23/04—Structural features of the supporting construction, e.g. linking members between adjacent frames or sets of props; Means for counteracting lateral sliding on inclined floor
- E21D23/0427—Shield operating devices; Hinges therefor
-
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Description
Die Erfindung betrifft ein Strebausbaugestell mit einer Hangeudkappe und mehreren /wischen ihr und
der Liegendschwelle in Lagern allseitig gelagerten Stempeln sowie mit einem über einen waagerechten,
quer zur Gestellängsachse verlaufenden Gclcnkbol/cn
an der Versatzsei'.e der Kappe um eine Querachse drehbar, jedoch um eine vertikale Achse drehfest
angelenkten Vcrsatzschild. der an seinem unleren Knde
über zwei im Abstand voneinander angeordnete, etwa parallel verlaufende, eine l.emniskaienführung bildende
Lenkerpaare mit der Liegendschwelle verbunden ist. wobei eines der Lenkerpaare als zusätzlicher unterer
Versatzschild ausgebildet ist.
Bei einem vorbekannten Strebausbaugestell dieser Art (Zeitschrift «Glückauf« 109 (1973). Nr. 14. S. 7Π.
714; vergl. auch die nichtvorveröffentlichie DEC)S
22 17'8JO) ist die Hangendkappe über die quer zur Gestellängsachse verlaufenden Gelenkbol/en direkt mit
dem Versatzschild verbunden. Die Kappe kann daher Kippbewegungen lediglich um eine quer zur Schreitrichtung
verlaufende Querachse ausführen, während sie im übrigen relativ zum Versatzschild unbeweglich ist.
Bei :5et/vorgängen des Hangenden wird eine /u große Belastung der Kappe dadurch abgefangen, daß die
Stempel nachgeben. Wenn allerdings dem .Setzvorgang des Hangenden eine seitliche Bewegung des Hangenden
und insbesondere eine seitliche Kippbewegung des
Hangenden und insbesondere eine seitliche Kippbewegung des Hangenden überlagert ist, werden auf die
Kappe und letztlich auf die Stempel erhebliche Biegekräfte ausgeübt.
Es sind ferner Slrebaüsbäugestelle (DE-OS 21 49 380
und GB-PS 10 61 071) etwas anderer Gattung bekannt,
bei denen am versatzseitigen Ende der Kappe Versatzschilde mittels einer Lahgloch-Zäpfcn-Gelenkverbindung
aufgehängt sind, so daß die Kappe relativ" zum Versat/schild um eine in Schreitrichtung verlaufende
Längsachse kippbar ist. Bei diesen Strebausbaugestellen ist die Kappe so abgestützt, daß sie Setzbewegungen
des Hangenden sowohl in seitlicher Richtung als auch in Längsrichtung folgen kann. Dies führt dazu, daß
die Stempel, die letztlich eine derartige Ausweichbewegung der Kappe auffangen müssen ebenfalls erheblichen
Biegebelastungen ausgesetzt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Strebausbaugestell der eingangs angegebenen Art so
auszubilden, daß sich die Kappe Seizbewegungen des Hangenden möglichst gut anpassen kann und dennoch
eine zu große Biegebelastung der Stempel vermieden wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Strebausbaugestell mit den eingangs angegebenen Merkmalen erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Kappe relativ zu dem oberen Versatzschild um eine in Schreitlichtung
verlaufende Längsachse kippbar ist.
Da somit die Kappe bezüglich des oberen Vcrsalzschüdcs
sowohl um eine quer zur Schreitrichiung verlaufende Querachse und eine in Schreitrichtung
verlaufende Längsachse drehbar, jedoch um eine vertikale Achse drehfest ist, kann sie sich an Neigungen
des Hangenden in beliebigen Richtungen anpassen, ohne jedoch Bewegungen des Hangenden in der Ebene
der Kappe selbst zui.ilgen. Eine Bewegung der Kappe
in ihrer eigenen Ebene wird durch die Gelcnkverbindung verhindert, so daß auch bei seitlichen Bewegungen
des Hangenden praktisch keine Biegemomente auf die hydraulischen Stempel ausgeübt werden. Die Erfindung
zeichnet sich daher im seitlichen Kappenbereich durch eine besonders exakte und stabile Führung der Kappe
aus.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigt
f'ig. 1 eine seilliche Ansicht eines erfindungsgrmäß
ausgebildeten Strebausbaugestells:
4« F i g. 2 eine Stirnansicht des oberer Teils des in F i g. I
gc/cigtcn Strebausbaugestell
F' i g. 3 eine Stirnansichi des oberen Teils des in F ι g. I
gezeigten Strebausbaugestells in entgegengesetzter Blickrichtung.
•ti Das in E ι g. I gezeigte Strebausbaugestell weist eine
l.iegendschwelle I eine Kappe 2 und /wci Paare
hydraulischer Stempel 3, 4 auf. die sich /wischen der Licgendschwelle 1 und der Kappe 2 erstrecken. Am
versat/seitigen Ende der l.iegendschwellc 1 ist ein Paar
'>') von Seitenplattcn 8 lest angebracht, die mit Bohrungen
zur Aufnahme von Gclenkzapfen 9, 11 versehen sind.
Zwischen den beiden Scitenplatten 8 ist ein Paar von
Lenkern 12, 13 auf den Gclcnk/apfcn 9, U angebracht.
Die Lenker 12, 13 tragen an ihren entgegengesetzten
r>' Enden Gclcnk/apfcn 14, 15. die im Abstand voneinander
in Bohrungen eines Vcrsal/schildcs 16 angeordnet sind.
Eine angeformte Verlängerung 17 des Versal/schildes
16 verläuft nach oben und trägt an ihrem linde
wi mehrere koaxiale Zapfen 18. die in Ansätzen 19
befestigt sind. Das Vcrsai/schild 16 mit seiner
Verlängerung 17 weist Scitenplatten 21 auf, die in kleinem Abslartd über den äußeren Flächen der
Seiteriplatten 8 laufen, Die Seitenplattcn 21 sind
's1» z.wcckmäßigcrweisc mit den Bohrungen zur Aufnahme
der Gelenkzapfen 15 versehen. Das Versatzschild 16 Und seine Verlängerung 17 erstrecken sich über die volle
Breite der Kappe 2, so daß es den Eintritt von
Versal/bergen in den Raum /wischen der Liegendschwellc
I und der Kappe 2 verhindert. Der Lenker 12
erstreckt sich ebenfalls im wesentlichen über die gesamte Breite der Kappe 2 und bildet somit ebenfalls
ein Versalzschild.
Die Kappe 2 weist nach unten verlaufende seitliche Flansche 22 auf, die über den äußeren Flächen des
oberen Endes der Verlängerung 17 verlaufen. Die Kappe 2 ist durch Gelenke 5, 6, 7 an den oberen Enden
der hydraulischen Stempel 3, 4 abgestützt. An ihrem versatzseitigen Ende weis! die Kappe 2 ein Paar
innenliegende Ansätze 23 auf, von denen jeder mit einem Lungloch 24 versehen ist, das im wesentlichen
unter rechtem Winkel zur Ebene der Kappe 2 verläuft. Die Zapfen 18 sind in den Langlöchern 24 geführt.
An seinem vorderen Ende trägt die Kappe 2 eine schwenkbar und freikragend angebrachte Vorpfändkappe
25, die mittels eines von der Kappe 2 getragenen hydraulischen Stempels 26 verstellbar in ihrer Arbeitslage
gehalten wird.
Die Liegendschwelle 1 trägt eine Verbindungsstange
27 zur Verbindung mit einem unterhalb der Vorpfändkappe 25 angeordneten Förderer (nicht gezeigt). Die
Verbindungsstange 27 ist mit einem geneigt angeordneten Vorrückzylinder 28 verbunden, der ebenfalls an der
Liegendschwelle 1 angeordnet ist. Der Vorrückzylinder
28 dient zum Vorrücken des Strebausbaugestell. Die Verbindungsstangc 27 wird durch den Förderer in ihrer
Lage fixiert, und das Strebausbaugestell wird über das Liegende zum Förderer vorgerückt (in Fig. 1 von
rechts nach links).
Im Betrieb ist das Strebausbaugestell im Streb in einer
Reihe mit vielen gleichen Strcbausbaugestellen am AbbausloB angeordnet, wobei sich die Vorpfändkappe
25 benachbart zum Abbaustoß befindet. Der unterhalb der Vorpfändkappe 25 angeordnete Förderer befindet
sich ebenfalls benachbart /um AbbausloB.
Wenn die hydraulischen Stempel 3, 4 die Kappe 2
gegen das Hangende drücken, bilden Versatzschild 17 und die Lenker 12 einen gemeinsamen Schutzschild, das
den Hintritt von Versatzbergen verhindert. Das Hangende ist im allgemeinen nicht eben, und die Kappe
2 stellt sich in seiner Neigung so ein. daB sie das Hangende möglichst flächig berührt. Hierzu kann die
Kappe 2 um zwei Achsen kippen, die beide parallel zur
Ebene der Kappe 2 verlaufen. Die erste Achse ist die durch die Ztpfen 18 vorgegebene Arhse. Wird die
Kappe 2 um diese Achse gekippt, so stellen sich die hydraulischen Stempel 3, 4 auf unterschiedliche Länge
ein. Die Zapfen 18 liegen an dem untersten Teil der Langlöcher 24 an. Die /weite Achse ist eine im
Längsrichtung verlaufende Achse, die parallel zur Schreitrichtui.g verläuft. Ein Kippen um diese Achse
führt wieder dazu, daß sich die hydraulischen Stempel 3, 4 auf unterschiedliche Länge einstellen; diese in F i g. 3
genauer dargestellte Kippbewegung wird durch eine Bewegung der Langlöcher 24 über die Zapfen 18
erleichtert.
Durch entsprechende Ausgestaltung der Lenker 12, 13, des Versalzschildes !6 mit seiner Verlängerung 17
sowie entsprechende Anordnung der Zapfen 9, 11, 14
und 15 kann sich die durch die Mitte der Zapfen 18 ίο verlaufende Achse bezüglich der Liegendschwelle 1 nur
in einer Bahn bewegen, die im wesentlichen unter rechtem Winkel zur Ebene der Liegendschwelle 1
verläuft. Bei der dargestellten Anordnung der Lenker 12,13 und des Versai/sehildes 16 sowie der Zapfen 9,11,
14 und 15 stellt di~ in F i g. 1 strichpunktiert dargestellte
Linie die Bewegungsbahn der durch den Mittelpunkt der Zapfen 18 gegebenen Achse dar. Der untere Teil
dieser Linie verläuft derart, daß während der Abwärtsbewegung der Kappe 2 die mittige Achse der Zapfen 18
und die Kappe 2 geringfügig in Vorwärtsrichtung bewegt werden. Vorzugsweise sind r'ie Lenker, der
Versat/schild und die Gelenkpunkte so .tngeordnct.daß
eine- Abwärtsbewegung der Kappe 2 über ihren gesamten Verstellbereich von der vollausgefahrenen
>5 zur volleinge/ogenen Stellung zu einer geringfügigen
Vorwärtsbewegung führl. Dies ist dann von Vorteil,
wenn die hydraulischen Stempel 3, 4 bei zu großer Belastung der Kappe 2 nachgeben. Die dann der Kappe
2 erteilte leichte Vorwärtsbewegung dient dazu, die jo Kappe 2 in Richtung auf den Abbausioß zu bewegen
und die Tendenz des Hangenden, oberhalb der Kappe 2 zu brechen, zu vermindern.
Die sich durch die Lenker 12, 13 und den Versatzschild 16 ergebende seitliche Führung wirkt
ü über die Zapfen 18 und die Langlöcher 24 auf die Kappe 2 so ein. daß die Kappe 2 relativ zur Liegendschwelle 1
in Schreilrichlung festgehalten wird. Insbesondere stellt diese seilliche Führung sicher, daß die Kappe 2 während
des Vorrückens des Strebausbaugestell mit der Licjiendschwellc 1 milbewegt wird, auch wenn die
Kappe 2 während eines solchen Vorrückens möglicherweise in leichte Berührung mit dem Hangenden gerät.
Durch die Führung der Zapfen 18 in den Langlöchern 24 wird ferner jegliche Drehbewegung der Kappe 2 in
ihrer eigenen Ebene verhindert. Die Lenker 12, 13, der Versatzschild 16 und seine Verlängert, ig 17 legen die
Kappe 2 auch hinsichtlich jeder Bewegung relativ zur Liegendschwelle 1 quer zur Schreitrichtung fest. Die
hydraulischen Stempel 3, 4 sind daher infolge ihrer
ίο gelenkigen Verbindung mit der Liegendschwelle 1 und
der Kappe 2 nur einem geringen oder gar keinem Biegemoment ausgesetzt, so daß sie nur /ur Aufnahme
der Druckkräfte dimensioniert werden müssen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Strebausbaugestell mit einer Hangendkappe und mehreren zwischen ihr und der Liegendschwelle
in Lagern allseitig schwenkbar gelagerten Stempeln sowie mit einem über einen waagerechten, quer zur
Gestellängsachse verlaufenden Gelenkbolzen an der Versatzseite der Kap;,e um eine Querachse drehbar,
jedoch um eine vertikale Achse drehfest angelenkten Versatzschild, der an seinem unteren Ende über
zwei im Abstand voneinander angeordnete, etwa parallel verlaufende, eine Lemniskatenführung bildende
Lenkerpaare mit der Liegendschwelle verbunden ist, wobei eines der Lenkerpaare als
zusätzlicher unterer Versatzschild ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe
(2) relativ zu dem oberen Versatzschild (16) um eine in Schreitrichiung verlaufende Längsachse kippbar
ist.
2. Strebausbaugestell nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daB die Gelenkverbindung /wischen
Kappe (2) und oberem Versaizschild (16) aus
je einem in den beiden äußeren Kappenrändern vorgesehenen, etwa rechtwinklig zur Kappe verlaufenden
Langloch (24) besteht, in das jeweils ein am zugehörigen äußeren Rand des Versatzschildes (16)
angeordneter Zapfen (18) eingreift, wobei die zusammenfallenden Längsachsen der Zapfen (18)
quer zur Längsachse der Kappe verlauten.
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