DE2449725C3 - Zweihand-Sicherheitsschal tungsanordnung zum Einschalten einer Arbeitsmaschine und zur Auslösung eines hin- und hergehenden Arbeitshubes - Google Patents
Zweihand-Sicherheitsschal tungsanordnung zum Einschalten einer Arbeitsmaschine und zur Auslösung eines hin- und hergehenden ArbeitshubesInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16P—SAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
- F16P3/00—Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
- F16P3/18—Control arrangements requiring the use of both hands
- F16P3/20—Control arrangements requiring the use of both hands for electric control systems
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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- H01H3/00—Mechanisms for operating contacts
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Description
a) die Schaltrelais (Re 1, Re 2) sind direkt parallelgeschaltet,
b) die Ruhe- und Arbeitskontakte (REU, Re 12, Re 13, Re 14 und Re 21, Re 22, Re 23, Re 24) der
Schaltrelais (Re 1, Re 2) sind zwangsgeführt,
c) die Arbeitskontakte {2b, 2d), die Ruhekontakte
(2a, 2c) der Drucktaster (I, II) und die Ruhekontakte (Re 12, Rer22) der Schaltrelais
1, Re 2) sind hintereinandergeschaltet.
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An Steuerungen für Exzenter-, Spindelpressen, hydraulische Pressen und ähnlichen Werkzeugmaschinen
werden zur Unfallverhütung eine Anzahl Sicherheitsvorkehrungen gestellt, da der größte Teil der
registrierten Unfälle durch eine durch Versagen mechanischer, elektrischer oder pneumatischer Steuerungsbauteile
hervorgerufene Störung in der Maschinensteuerung zurückzuführen ist. Aufgrund derartiger *o
Störungen kommt es bei einer Pressensteuerung immer wieder zu unerwarteten Werkzeugschließung der auf
Einzelhub eingestellten Maschine, obwohl eine sogenannte Zweihandschaltung vorgesehen ist.
Diese Erkenntnis wurde zum Anlaß genommen, « einschlägige Bestimmungen bezüglich der Steuerungen
für Pressen und ähnlich arbeitende Maschinen zu erlassen. Hierzu gehört, daß die für die Steuerung
verwendeten Bauteile so auszuwählen sind, daß sie den zu erwartenden Betriebsbedingungen, wie Schaltvermögen,
Schalthäufigkeit, mechanische Beanspruchung und dererlei genügen. Außerdem ist die Steuerung derart
auszulegen, daß beim Versagen eines Bauteils sich die Schließbewegung nicht auslöst und zwangsläufig wirkende
Einrichtungen so beschaffen sind, daß ein Durchlauf der Presse unmöglich ist.
Zu den Sicherheitsregeln für die elektrische Ausrüstung einer Presse gehört, wie vor erwähnt, die
sogenannte Zweihandschaltung, die beim Loslassen auch nur eines Schaltorganes die Schließbewegung des
Werkzeuges sofort unterbricht. Gleichzeitig muß sie so beschaffen sein, daß der Steuerungsbefehl nur dann der
Werkzeugmaschine erteilt wird, wenn beide Schaltorgane innerhalb eines Zeitabstandes von 0,5 s betätigt
werden. Um den Zwang der gleichzeitigen Betätigung 1^
innerhalb der genannten Zeit durchzusetzen, hat man in den bekanntgewordenen Schaltungsanordnungen ein
Zeitrelais vorgesehen, das bei Nichtbeachtung der Zeitspanne von 0,5 s die Wirkung der Zweihandschaltung
verhindert
Von den allgemeinen Anforderungen an Steuerungen für Pressen sind aber auch diejenigen hervorzuheben,
die die Selbstüberwachung der Steuerungsbauteile betreffen. Ein Versagen nur eines Steuerungsbauteiles
muß ebenfalls den sofortigen Stillstand der Presse bewirken oder das Schließen des Werkzeuges verhindern.
Die Selbstüberwachung der Bauteile der Pressensteuerung ist bekannt, sie wird u.a. mit sechs
Hilfsschützen mit ihren Verriegelungsschaltern und einem Zeitrelais durchgeführt Die Steuerung mittels
der Schützen und der damit verbundenen Verdrahtungsarbeit ist äußerst umfangreich, beansprucht einen
großen Einbauraum und ist daher sehr teuer.
Aus der DD-PS 86 525, von der die vorliegende Erfindung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
ausgeht, ist eine Zweihand-Sicherheitsschaltung bekannt,
in der α a. zwei Schaltrelais zum Einsatz gelangen, und bei der das Einschalten einer Arbeitsmaschine
nur bei gleichzeitiger Betätigung zweier Bedienungselemente erfolgt; von der ausgesagt wird, daß
durch einen Defekt eines oder mehrerer Bauteile ein Anlaufen der Arbeitsmaschine nicht möglich sei. In der
Patentschrift heißt es ferner, daß an Relais zwei Fehler auftreten können. Diese wären ein Schaden der
Relaisspule und ein Hängenbleiben des Ankers.
Zu den vorgenannten Aussagen muß erklärt werden, daß zur Fehlerbetrachtung auch die Kontakte, die von
dem Relais werden, einbezogen werden müssen. Sollte nämlich ein Relaiskontakt im Arbeitsstromkreis der
Arbeitsmaschine verschweißen, könnte ohne weiteres ein Anlauf der Arbeitsmaschine durch Betätigung nur
eines Bedienungselements ausgelöst werden. Ein denkbarer Ausfall eines weiteren in der Schaltung benötigten
Arbeitskontaktes, der nach Erfüllung seiner Aufgabe nicht mehr in seirre Ausgangslage zurückfällt, wird vom
Bedienenden nicht bemerkt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die genannten Unsicherheiten auszuschließen und eine
Anordnung zu schaffen, die so angelegt ist, daß das Versagen eines Bauteiles weder zu einem Durchlauf
noch zu einem Fehlanlauf führt.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe durch die im Patentanspruch gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Die Sicherheit liegt neben der direkten Parallelschaltung der beiden Schaltrelais in der paarweisen
Reihenschaltung von jeweils zwei Ruhe- und Arbeitskontakten je eines Schaltreiais, die, wie aus der
Eisenbahnsignaltechnik bekannt, zwangsgeführt werden. Mit diesen hier parallelgeschalteten zwangsgeführten
Ruhe- und Arbeitskontaktpaaren, die nicht gleichzeitig geschlossen sein können und den vier in Reihe
geschalteten Kontakten der beiden Drucktaster ist mit der Anbindung an den Kondensator des RC-Gliedes, die
zwischen den Ruhekontaktpaaren und den Arbeitskontaktpaaren der Drucktaster erfolgt, eine Überwachung
erreicht, die bei einem Verschweißen eines Kontaktes oder bei einem anderen anhaftenden Fehler die
Spannungsaufnahme oder die Spannungsabgabe des Kondensators verhindert, womit ein eventueller Fehler
der Anordnung sofort bemerkt wird.
Nachfolgend wird die Funktion der Erfindung anhand des Schaltbildes näher erläutert.
Mit der Inbetriebnahme der Arbeitsmaschine liegt die Zweihand-Sicherheitsschaltungsanordnung (1) mit seinem
Eingang (R, Mp) ständig an Spannung. Vom Gleichrichter (Gl. 1) ausgehend, ist der Kondensator
,''Cl) über den Strompfad (3), der Reihenschaltung der
Ruhekontakte (REIZ. Re22) der Schaltrelais (ReI1
Rc 2) und der Ruhekontakte (2a, 2c) der Drucktaster (I,
II) an eine Spannung geschaltet, die oberhalb der Anzugsspannung der Schaltrelais (Re I, Re 2) liegt Die
Höhe tier Spannung wird durch die Widerstände (R 1, R 3) bestimmt
Durch ein gleichzeitiges Betätigen der Drucktaster (I, H) der Zweihandschaltung (2) innerhalb der vorgeschriebeiusi
Zeit von 0,5 s öffnen die Rahekontakte (2a,
2c), während die Arbeitskontakte (26, 2d) der Drucktaster
(I, II) schließen-Dadurch werden die beiden parallel geschalteten Schaltrelais (Re i, Re 2) über den Strompfad
(6) mittels der Kondensatorspannung erregt und ziehen an.
Die paarweise in Reihe geschalteten Schaltrelaiskontakte üben dann folgende Funktion aus:
Kontaktpaar (Re 13, Re 23) bringt die Arbeitsmaschine
zum Anlauf,
Kontaktpaar (RE 14, Re2A) setzt eine Signaleinrichtung
in Tätigkeit,
Kontaktpaar (ReW, Re2\) übernimmt mit den in Reihe geschalteten und nunmehr geschlossenen
Arbeitskontakten (26, 2d) über den Strompfad (5) die Selbsthaltung der Schaltrelais (Re 1, Re 2), und
Kontaktpaar (Re 12, Re 22) unterbricht mit den in Reihe geschalteten und den nunmehr geöffneten Ruhekontakten (2a, 2c,>den Strompfad (7).
Kontaktpaar (Re 12, Re 22) unterbricht mit den in Reihe geschalteten und den nunmehr geöffneten Ruhekontakten (2a, 2c,>den Strompfad (7).
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25 Wird bei eingeschalteter Arbeitsmaschine einer der Drucktaster (I, II) frei so fallen die beiden Schaltrelais
(REt, Re2) unverzögert ab und die Arbeitsmaschine
wird gestoppt
Eine erneute Einschaltung wird nur dann möglich sein, wenn der zweite der Drucktaster (I, II) ebenfalls
frei wird, und der Kondensator (C 1) sich bis zum Erreichen der Anzugsspannung der Schaltrelais (Re 1,
Re 2) aufgeladen hat
Bei einer ungleichen Betätigung der Drucktaster (I, II) außerhalb einer Zeit von 0,5 s wird der Kondensator
(C 1) durch die Unterbrechung des Strompfades (7) über die Widerstände (R 4, R 5, R 6) entladen. Die Kondensatorspannung
ist nach 0,5 s auf einen Wert gesunken, der
unterhalb der Anzugsspannung der Schaltrelais (Re i, Re 2) liegt die damit nicht anziehen können.
Der wesentliche Gesichtspunkt in der Zweihand-Sicherheitsschaltungsanordnung
ist wie vor beschrieben, die Selbstüberwachung durch Verwendung zwangsgeführter Kontaktpaare (Reit, Re2\-Re\2,
Re 22-Re i3, Re23-ReH, Re24). Würde beispielsweise
der Arbeitskontakt (Re 13) verschweißt sein, so werden alle anderen Kontakte (Re 11, Re 12, Re 14) des
Schaltrelais (Re 1) in ihrer Wirkstellung verharren, womit ein Aufladen des Kondensators (Ci) nicht
erfolgen kann. Die Betätigung der Drucktaster (I1 II)
bleibt wirkungslos. Dieses gilt auch für jeden anderen Kontakt dieser redundanten Schaltungsanordnung.
Claims (1)
- Patentanspruch:Zweihand-Sicherheitsschaltungsanordnung zum Einschalten einer Arbeitsmaschine mit hin- und hergehendem Arbeitshub mittels zwei Drucktastern mit je einem Ruhe- und Arbeitskontakt, die zwei Schaltrelais und ein RC-Glied ansteuern, wobei die beiden Drucktaster innerhalb einer durch das RC-Glied vorgegebenen Zeit gleichzeitig betätigt werden müssen, und im Ruhezustand der Arbeitsmaschine der Kondensator des RC-Gliedes über eine Reihenschaltung der Ruhekontakte der Drucktaster und je eines Ruhekontaktes der Schaltrelais sowie parallel dazu über eine Reihenschaltung je eines is Arbeitskontaktes der Schaltrelais mit einer Spannungsquelle verbunden ist gekennzeichnet d u r c h die Kombination folgender Merkmale:
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Publications (3)
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