DE3028196C2 - Zweikanalige Zweihandschaltung für kraftbetriebene Pressen - Google Patents

Zweikanalige Zweihandschaltung für kraftbetriebene Pressen

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DE3028196C2 DE19803028196 DE3028196A DE3028196C2 DE 3028196 C2 DE3028196 C2 DE 3028196C2 DE 19803028196 DE19803028196 DE 19803028196 DE 3028196 A DE3028196 A DE 3028196A DE 3028196 C2 DE3028196 C2 DE 3028196C2
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    • F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16P—SAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
    • F16P3/00—Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
    • F16P3/18—Control arrangements requiring the use of both hands
    • F16P3/20—Control arrangements requiring the use of both hands for electric control systems

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Description

aufweisendes und mit seinem Steuereingang an den anderen Kontaktsatz des zugehörigen Tasters angeschlossenes Schaltglied enthält, wobei die ersten als, Arbeitskontakte ausgebildeten Schaitstrecken beider: selbsthaltender Schaltmittel in Serie geschaltet, in dem Pressenstromkreis liegen und bei unbetätigten Tastern die Stromversorgung der selbsthaltenden Schaltmittel Ober die Serien schaltung aus der ersten Scha'tstrecke des zugehörigen Schaltgliedes und der zweiten Schaltstrecke des dem anderen Kanal zugehörigen selbsthaltenden Schaltmittels erfolgt, während bei vollständig betätigten Tastern die Stromversorgung der selbsthaltenden Schahmittel Ober die Serienschaltung aas der zweiten Schaltstrecke des zugehörigen Schaltgliedes und der dritten Schaltstrecke des eigenen selbsthaltenden Schaltmittels erfolgt
Bei einer derartigen, offenkundig vorbenutzten zweikanaligen Zweihandschaltung sind beide Kanäle untereinander gleich ausgebildet und enthalten jeweils eine Serienschaliung aus einem Transistor und der Arbeitswicklung eines zugehörigen Relais. ?arallel zu der Serienschaltung aus Relais und Transistor liegt ein Speicherkondensator, der bei abgeschalteter Versorgungsspanriung und eingeschaltetem Transistor für eine vorbestimmte Zeit einen Strom durch die Wicklung des zugehörigen Relais fließen lassen kann. Das im Kollektorstromkreis liegende Relais enthält zwei Ruhekontakte, von denen der eine im Pressenstromkreis und der andere über einen weiteren Wechselkontakt die Versorgungsspannung an das heiße Ende der Arbeitswicklung des Relais anschaltet Außerdem enthält dieses Relais jedes Kanals einen Ruhekontakt, der in dem Kollektorstromkreis des jeweils anderen Kanals eingeschleift ist
An der Basis eines jeden Transistors ist der an Masse liegende Ruhekontakt des jeweils zugehörigen Handtasters sowe ein Basisvorwiderstand angeschlossen, der mit seinem anderen Anschluß an dem heißen Ende der Arbeitswickiung des Relais liegt
Der Arbeitskontakt eines jeden Handtasters liegt in dem Arbeitstromkreis eines weiteren Relcis, das den oben erwähnten Wechselkontakt enthält. In der Ruhestellung eines jeden Kanals liegt dabei die Versorgungsspannung über dem ebenfalls in der Ruhestellung befindlichen Wechselkontakt sowie den zu dem anderen Kanal gehörigen Arbeitskontakt an dem Kondensator bzw. dem heißen Ende der Arbeilswicklung des in dem Kollektorstromkreis befindlichen Relais.
Diese bekannte Zweihandschaltung verhindert das Auslösen einer weiteren Schließbewegung, falls eines ihrer Bauteile ausgefallen ist. Auch können beim Einschalten der Versorgungsspannung keine unerwünschten Schließbewegungen der durch diese Zweihandschaltung gesteuerten Presse auftreten. Falls jedoch in einem der Ruhekontakte im Pressenstromkreis eine Brückenbildung auftritt können mit lediglich einem Handtaster, ujidzwar dem zu dem anderen Kanal gehörigen, sogenannte Wischer oder FehlanÜufe der Presse ausgelöst werden, was wegen der dadurch resultierenden Gefährdung für das Bedienungspersonal unerwünscht ist. Fehlstarts der angeschlossenen Presse können auch auftreten, falls der Handtaster nicht ordnungsgemäß an Hie Zweihandschaltung angeschlossen worden ist bzw. über einen Stecker geführt wurde und von der Zweihandschaltung durch Ziehen des Steckers abgetrennt wird. In einem solchen Falle kommt es nicht zur Selbsthaltung der in dem Kollektorstromkreis liegenden Relais, jedoch ziehen diese Relais kurzfristig an und lösen somit den Anlauf der Presse aus. Schließlich ist die bekannte Zweihandschaftung empfindlich gegen lange Kontaktumschaltzeiten bei Tastern mit großem Schalthub, insofern nämlich, als die in dem zugehörigen Kondensator gespeicherte Energie verbraucht ist noch ehe der jeweils zugehörige Relaiswechselkontakt durch Schließen des Arbeitskontaktes der Handtaste umgeschaltet wurde.
in Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, die bekannte zweikanalige Zweihandschaltung für kraftbetriebene Pressen derart weiterzubilden, daß auch bei Brückenbildung in den Kontakten im Pressenstromkreis sowie einer Falschverdrahtung der Taster keine Fehlanläufe der angeschlossenen Presse mehr auftreten können, während hingegen ein sicheres Auslösen der Presse auch mit Handtastern gewährleistet ist die einen langen Kontakthub aufweisen, und zwar ohne daß dies Auswirkungen auf die Gleichzeitigke^sbedingungen der beiden Kanäle hat
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die zweikanalige Zweihandschaltung für kraftbetriebene Pressen durch die Merkmale des Anspruches 1 oder des Anspruches 2 gekennzeichnet
Fehlanläufe der angeschlossenen Presse werden auf ?p i diese Weise mit Sicherheit vermieden, weil beispielswei- ■·■' S" se bei nicht angeschlossenem Arbeitskontakt des Handtasters der Pressenstromkreis über das dementsprechend nicht auslösbare Schaltglied und die zugehö-
jo rige dritte Schaltstrecke geöffnet bleibt
Mit dem Verzögerungsglied hingegen wird erreicht, daß sich bei einem öffnen des Ruhekontaktes der Schaltzustand des Transistors erst mit einer gewissen Verzögerungszeit ändert und so lange Kontaktwechselzeiten unschädlich gemacht werden. Eine andere Maßnahme besteht in der Verwendung eines Inverters, der eine Änderung des Schaltzustandes d°s se'bsthaltenden Schaltmittels erst zuläßt wenn der Ruhekontakt geschlossen ist
Das Verzögerungsglied enthält vorzugsweise einen Vorwiderstand und eine an die Basis des Transistors angeschlossene Z-Diode, die zusammen in Serienschaltung zwischen der Basis und dem Sfeuereingang des selbsthaltenden Schaltmittels liegen, wobei an der Verbindungsstelle zwischen dem Vorwiderstand und der Z-Diode ein Kondensator angeschlossen ist, der anderenends mit dem Emitter verbunden ist Eine schnelle Entladung des in dem Verzögerungsglied vorgesehenen Kondensators stellt sich ein, wenn der
so Vorwiderstand durch eine entsprechend gepolte Diode überbrückt ist, so daß nur während der Aufladung des Kondensators der Strom im wesentlichen über den Vorwiderstand fließt
In der Zeichnung sind Ausführbeispiele dor zweikana-
ligen Zweihandschaltung dargestellt Es zeigt
Fig. 1 eine Zweihandschaltung mit einem Verzöge- .■;.'< rungsglied an dem Steuereingang des selbsthaltender' Schaltmittelsund
F i g. 2 eine Zweihandschaltung, die ähnlich der
Zweihandschaltung nach F i g. 1 aufgebaut ist und an die handbetätigten Taster angeschlossene Inverter aufweist
In Fig. 1 ist eine Zweihandschaltung 1 veranschaulicht, mit der eine niviht wtiter dargestellte kraftbetrie-
j5 bene Presse gesteuert werden kann, wozu die Zweihandschaltung 1 zum manuellen Auslösen der kraftbetriebenen Presse zwei handbetüiigte Taster 2 und 4 aufweist, von denen jeder als Umschalter
ausgeführt ist und die aus Gründen der Unfallverhütung innerhalb einer vorgegebenen Zeit gemeinsam betätigt sein müssen, damit sich das Werkzeug schließt.
Die Zweihandschaltung 1 ist zweikanalig ausgebildet und jeder beiden Kanäle 6, 8 ist einem handbetätigten Taster 2, 4 zugeordnet. Die beiden Kanäle 6, 8 der Zweihandschaltung 1 sind untereinander im wesentlichen gleich, jedoch bezüglich der Versorgungsspannung komplementär ausgeführt, so daß es genügt im folgenden nur den Aufbau des Kanales 6 im einzelnen zu erläutern; bis auf die Schaltstrecken sind deshalb gleiche Bauelemente der beiden Kanäle 6 und 8 mit gleichen Bezugszeichen versehen, wobei lediglich die Bezugszeichen des Kanales 8 um einen Apostroph ergänzt sind.
Der Kanal 6 der Zweihandschaltung I enthält ein selbsthaltendes Schaltmittel 10 sowie ein daran angeschlossenes Zeitglied 12 und ein in dem Steuerein-
£Ullg UM JVIWJUIUIIVIIUVM U^IIUIItIIMtMJ IV IIVgblMW Verzögerungsglied 14. Das selbsthaltende Schaltmittel 10 ist durch einen emitterseitig mit der Schaltungsmasse 18 verbundenen Transistor 16 gebildet der kollektorseitig mit einer Arbeitswicklung eines Relais A verbunden ist An dem dem Kollektor abgewandten Ende des Re/is A, das von einer Freilaufdiode 20 überbrückt ist Hegt das Zeitglied 12, das aus einer Serienschaltung eines Längswiderstands 22 und eines Kondensators 24 gebildet ist, der einends mit der Schaltungsmasse 18 verbunden ist Der Längswiderstand 22 ist verhältnismäßig klein und soll lediglich einer Strombegrenzung beim Aufladen des zeitbestimmenden Kondensators 24 dienen, damit be· leerem Kondensator 24 keine Spannungseinbrüche bei der Versorgungsspannung auftreten.
An dem dem Kollektor abgewandten Ende des Relais A liegt ferner ein Einstellwiderstand 26, der zu dem Steuereingang 28 des selbsthaltenden Schaltmittels 10 führt Von dem Steuereingang 28 des selbsthaltenden Schaltmittels 10 führt ein Kondensator 30 mir verhältnismäßig kleiner Kapazität zur Schaltungsmasse 18. Parallel zu dem Kondensator 30 liegt ein Ruhekontakt 32 des handbetätigten Tasters 2, der ferner ein mit dem Kontakt 32 mechanisch gekoppelten Arbeitskontakt 34 aufweist Mit Hilfe des Kondensators 30 sollen einerseits Störspannungen an dem Steuereingang 28 des selbsthaltenden Schaltmittels 10 unterdrückt werden als auch andererseits zur Erzeugung von Mikroverschweißungen in dem Arbeitskontakt 32 kurze Stromimpulse erzeugt werden.
Zwischen dem Steuereingang 28 und der Basis des Transistors 16 liigt das Verzögerungsglied 14, das von einem an den Steuereingang 28 angeschlossenem Widerstand 36 und einer in Serie mit dem Widerstand 36 liegenden Z-Diode 38 gebildet ist die mit ihrem freien Ende an der Basis des Transis/rs 16 liegt Von der Verbindungsstelle zwischen dem Widerstand 36 und der Z-Diode 38 führt ein zusammen mit den anderen beiden Schaltelementen 36 und 38 die Verzögerungszeit bestimmender Kondensator 40 zu der Schaltungsmasse 18.
Der einends mir der Schaltungsmasse 18 verbundene Arbeitskontakt 34 liegt über die Arbeitswicklung eines Relais C an der positiven Versorgungsspannung + U der Zweihandschaltung 1. Das Relais C ist von einer Freilaufdiode 42 überbrückt
Das Relais Cdem in dem Kanal 8 der Zweihandschaltung 1 des Relais D entspricht enthält insgesamt drei Schaltstrecken, von denen zwei den Umschaltkontakt Cx bilden und an die Stromversorgung + U angeschlossen sind. Die dritte Schaltstrecke cj liegt zusammen mit der dritten Schaltstrecke di des Relais D in dem fragmentarisch angedeuteten Steuerstromkreis 50 der nicht veranschaulichten kraftbetriebenen Presse. Das Relais A des selbsthaltenden Schaltmittels, dem das Relais B des selbsthaltenden Schaltmittels 10' entspricht enthält ebenfalls drei Schaltstrecken, von denen die erste als Arbeitskontakt a3 bzw. bj ausgebildet ist und in Serie mit den ebenfalls als Arbeitskontäkt wirkenden dritten Schaltstrecken C2 und dj der Relais C und D in dem Steuerstromkreis 50 liegen, so daß der Steuerstromki eis 50 nur geschlossen ist, wenn sämtliche Arbeitskontakte ay, bj, C2, dz geschlossen sind. Die zweite Schaltstrecke a2 bzw. bi liegt zwischen dem dem Kollektor abgewandten Ende des zu dem jeweils anderen selbst laltenden Schaltmittels 10' bzw. 10 gehörenden Relais B bzw. A und dem Ruhekontakt des Umschaltkontaktes d\ bzw. C'. Die dritte Schsltstrecke des Relsis A. bzw. B verbindet als Arbeitskontakt das dem Kollektor abgewandte Ende des Relais A bzw. B mit dem Arbeitskontakt des Umschaltkontaktes <f\ des gleichen Kanals. Die beiden Kanäle 6 und 8 der Zweihandschaltung 1 sind somit jeweils über die zweite Schaltstrecke fl2 bzw. 62 der Relais A bzw. B wechselweise miteinander verknüpft
Im Ruhezustand der Zweihandschaltung 1 und eingei !halteten Versorgungsspannungen sind die Relais C und D wegen der geöffneten Arbeitskontakte 34 bzw. 34' der handbetätigten Taster 2,4 abgefallen und auch die Relais A und B sind stromlos, weil der Steuereingang 28 bzw. 28' über den Ruhekontakt 32 bzw. 32' mit der Schaltungsmasse 18 verbunden ist so daß in der Folge die Transistoren 16 und 16' gesperrt sind Damit kann das zeitbestimmende Glied 12 des Kanals G über den Ruhekontakt des Umschaltkontaktes C\ und die als Ruhekontakt ausgebildete zweite Schaltstrecke bi auf die positive Versorgungsspannung +U aufgeladen werden, während das Zeitglied 12' über den Ruhekontakt des Umschaltkontaktes d\ und die ebenfalls die Ruhekontakt ausgebildete zweite Schaltstrecke a2 auf die negative Versorgungsspannung — U aufgeladen wird.
Wenn nun der Benutzer der kraftbetriebenen Presse das Werkzeug schließen will und hierfür zunächst den handbetätigten Taster 2 umschaltet wird der Arbeitskontakt 34 geschlossen und der Ruhekontakt 32 geöffnet womit das Relais C anzieht und der Umschaltkontakt c, wechselt Damit wird das Zeitglied 12 von der positiven Versorgungsspannung + U.
so abgetrennt und es beginnt ein Strom über den Widerstand 26 zu dem Steuereingang 28 zu fließen, der wegen des geöffneten Ruhekontaktes 32 nicht mehr mit der Schaltungsmasse 18 verbunden ist Der Strom fließt deshalb über die Widerstand 36 zu dem Kondensator 40 weiter und läßt diesen allmählich auf. Sobald die Spannung an dem Kondensator 40 einen Wert erreicht hat der die Emitter-Basisdurchlaßspannung des Transistors 16 zuzüglich der Durchlaßspannung der Z-Diode 38 übersteigt wird der Transistor 16 durchgesteuert so
M> daß ein zusätzlicher Strom aus dem Kondensator 24 durch das Relais A und den Transistor 16 fließen kann. Das Relais A zieht daraufhin an, womit die als Arbeitskontakt ausgebildete dritte Schaltstrecke at schließt und über den Arbeitskontakt von ei die
t>5 SelbsthalUing des selbsthaltenden Schaltmittels 10 bewirkt Gleichzeitig mit dem Schließen des Arbeitskontaktes at wird der Ruhekontakt &i in dem dem handbetätigten Taster 4 zugeordneten Kanal 8 geöffnet
so daß dessen Zeitglied 12' von der negativen Versorgungsspannung ± U abgeschaltet ist. Der Kondensator 24' des Zeitgliedes 12' beginnt sich nun allmählich über den Widerstand 26' und den Ruhekontakt 32' des noch nicht betätigten Tasters 4 zu entladen. Je nachdem wieviel Zeit verstrichen ist, bis der Benutzer den haticbetätigten Taster 4 umschaltet, kann die in dem Kondensator 24' vorhandene Ladung ausreichen, das selbsthaltende Schaltmittel 10' des Kanals 8 durchzusteuern, oder die Ladung kann so weit abgesunken sein, daB eine Auslösung nicht mehr stattfinden kann, womit dann wegen des in Ruhe bleibenden Relais B der Steuerstromkreis 50 der kraftbetrieber.cn Presse geöffnet bleibt.
Wenn der Benutzer nach einer verhältnismäßig kurzen Zeit, laut Vorschrift kleiner 0,5 Sekunden, den handbetätigten Taster 4 zusätzlich umschaltet, zieht das Relais D an und der Ärbeiiskontaki des Umschalters D1 wird geschlossen. Gleichzeitig hat der Ruhekontakt 32' geöffnet, so daß keine weitere Entladung des Kondensators 24' über den Ruhekontakt stattfindet, sondern vielmehr der Kondensator 40' des Verzögerungsgliedes 14' über die Widerstände 26' und 36' aufgeladen wird. Ist die an dem Kondensator 40' anliegende Spannung größer als die Emitter-Basisdurchlaßspannung des Transistors 16' zuzüglich der Durchlaßspannung der Z-Diode 38', so wird der Transistor 16' durchgesteuert und das Relais B kann aufgrund des Entladestroms des Kondensators 24', der nunmeur zusätzlich über den Transistor 16' fließt, anziehen und den Arbeitskontakt b\ schließen, womit wegen der vorausgegangenen Umschaltung des Umschaltkontaktes d\, auch das selbsthaltende Schaltmittel 10' in den selbsthaltenden Zustand übergeht. In diesem Zustand sind nunmehr sämtliche Relais A, B, C, D siigezogSR und dis in dsm Sisusrstronikreis 50 liegenden und in Serie geschalteten Arbeitkontakte a% fo-ci.ch geschlossen, so daß sich das Werkzeug schließt.
Beim Loslassen der handbetätigten Taster 2,4 fallen die beiden Rel&is Q D sofort ab und es werden auch die Transistoren 16 und 16' nach einer verhältnismäßig kurzen Zeit gesperrt, wenn nämlich die Spannung an dem Kondensator 40 unter die Emitter-Basisdurchlaßspannung des Transistors 16 zuzüglich der Spannung der Z-Diode 38 gesunken ist Um das Sperren des Transistors 16 bzw. 16' zu beschleunigen, kann der Widerstand 36 durch eine zusätzliche Diode 52 überbrückt sein, die so geschaltet ist, daß der Ladestrom des Kondensators 40 im wesentlichen Ober den Längswiderstand 36 und der Entladestrom beim Schließen des Ruhekontaktes 32 im wesentlichen über die Diode 52 fließt
Das Verzögerungsglied 14 dient dazu, die Auswirkungen relativ langer Kontaktumschlagzeiten der handbetätigten Taster 2 und 4 auf einen ordnungsgemäßen Betrieb der Zweihandschaltung 1 zu beseitigen. Lange Kontaktumschlagzeiten der handbetätigten Taster 2 und 4 können bei langen Schalthüben auftreten, zufolge derer als Relais Cnoch nicht angezogen hat, d.h. der Umschaltkontakt c\ in der Ruhelage liegt, während gleichzeitig der Ruhekontakt 32 geöffnet ist, so daß das selbsthaltende Schaltmittel aufgrund der in dem Kondensator 24 gespeicherten elektrischen Energie anzieht, aber nicht in dsn selbslhaltenden Zustand übergehen kann, weil der Umschaltkontakt c\ noch nicht gewechselt hat Bei einem weiteren Durchdrücken des handbetätigten Tasters 2 würde dann später der Arbeitskontakt 34 schließen und somit der Umschalter Ci wechseln, was aber nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen würde, weil inzwischen die elektrische Energie aus dem Kondensator 24 verbraucht ist und das Relais inzwischen wieder abgefallen ist. Mit Hilfe des
s Verzögerungsgliedes 14 wird nunmehr erreicht, daß bei geöffnetem Ruhekontakt 32 und noch nicht geschlossenem Arbeitskontakt 34 zunächst mit einem verhältnismäßig kleinen Strom der Kondensator 40 aufgeladen wird. Erst nachdem die Verzögerungszeit durch die
ίο Aufladung des Kondensators 40 verstrichen ist, zieht das Relais A des selbsthaltenden Schaltmittels 10 an, womit nun ein verhältnismäßig großer Entladestrom aus dem Kondensator 24 fließt. Wegen der Verzögerung durch das Verzögerungsglied 14 ist das Relais A jedoch
is noch angezogen, wenn bei weiterem Durchdrücken des handbetätigten Tasters 2 der Arbeitskontakt 34 schließt. In Fig.2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der eriindurigsgcmäßcn Zwcihandschsitung veranschaulicht, bei dem die gleiche Bauelemente wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel mit denselben Bezugszeichen versehen sind, so daß eine Beschreibung sich diesbezüglich erübrigt.
An dem Steuereingang 28 des selbsthaltenden Schaltmittels 10 liegt kollektorseitig ein Transistor 60, dessen Emitter mit der Schaltungsmasse 18 verbunden ist. Die Basis des Transistors 60 ist über einen Widerstand 62 ebenfalls an die Schaltungsmasse 18 angeschlossen, während eine Serienschaltung aus Widerständen 64,66 die Basis des Transistors 60 mit der positiven Versorgungsspannung + U verbindet. An der Verbindungsstelle zwischen dem Widerstand 64 und dem Widerstand 66 liegt ein Kondensator 68, der in seiner Funktion etwa dem Kondensator 30 des Ausführungsbeispiels nach F i g. 1 entspricht. Parallel zu den in Serie geschalteten Widerständen 62 und 64 liegt der Arbeitskontakt 34 des handbetätigten Tasters 2, während der Ruhekontakt 32 parallel zu einer Serienschaltung aus Widerständen 70, 72 liegt, deren Längswiderstand 72 an die Schaltungsmasse 18 angeschlossen ist. Von der Verbindungsstelle des Widerstandes 70 mit dem Ruhekontakt 32 führt ein Widerstand 74 zu der Versorgungsspannung + LJ und ein weiterer Kondensator 76 ist parallel zu dem Arbeitskontakt 32 zu der Schaltungsmasse 18 geschaltet An der Verbindungsstelle zwischen dem Widerstand 70 und dem Widerstand 72 liegt die Basis eines Transistors 78, der emitterseitig an die Schaltungsmasse 18 angeschlossen ist und mit seinem Kollektor das Relais Cbetreibt
Die Schaltung des Kanals 8 entspricht derjenigen des Kanals 6, jedoch ist der Aufbau komplementär ausgsführt
In der Ruhelage, d h. bei nichtbetätigten Tastern 2,4, ist der Transistor 60 bzw. 60' durchgesteuert, weil über den aus den Widerständen 62, 64, 66 gebildeten Spannungsteiler eine entsprechende Spannung in die Basis des Transistors 60 eingespeist wird und diesen aufsteuert Damit liegt der Steuereingang 28 des selbsthaltenden Schaltmittels 10 nahezu auf dem Potential der Schaltungsmasse 18, so daß der Transistor 16 gesperrt ist Der Transistor 78, über den das Relais C gesteuert wird, ist hingegen gesperrt, weil der durch die Widerstände 70 und 72 gebildete Spannungsteiler durch den Arbeitskontakt 32 des handbetätigten Tasters 2 zur
Schaltungsmasse 18 hin kurzgeschlossen ist
Wenn der Taster 2 betätigt ist und der Arbeitskontakt 34 geschlossen und der Ruhekontakt 32 geöffnet ist, ist der aus den Widerständen 62 und 64 gebildete
Spannungsteiler kurzgeschlossen, so daß in den Transistor 60 kein Basisstrom fließt und dieser gesperrt wird. Hierdurch kann nunmehr das selbsthaltende Schaltmittel 10 aufgrund der in dem Zeitglied 12 gespeicherten elektrischen Energie durchgesteuert werden. Durch das Öffnen des Arbeitskontaktes 32 wird der Kurzschluß an den Spannungsteilerwiderständen 70,72 aufgehoben und es fließt über die Widerstände 74, 70 ein Basisstrom durch den Transistor 78, so daß dieser
10
durchsteuert und das Relais C einschaltet; der Zustand der Zweihandschaltung 1 nach Fig.2 entspricht damit dem Betriebszustand wie er oben für die Zweihandschaltung nach F i g. 1 erläutert ist.
Obwohl dies in der Fig.2 nicht veranschaulicht ist, kann zwischen dem Steuereingang 28 und der Basis des Transistors 16 auch ein Verzögerungsglied 14 verwendet werden, wie es bei dem Ausfüjjrungsbeispiel nach F i g. 1 vorgesehen ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

I Patentansprüche: hfhen Im hL
1. Zweikanalige Zweihandschaltung für kraftbetriebene Pressen, bei der jeder Kanal einen handbetätigten, jeweils einen Arbeits- und einen Ruhekontakt (32, 34; 32% 34') aufweisenden Taster (2; 4), ein mit seinem Steuereingang an einen Kontaktsatz des zugehörigen Tasters (2; 4) angeschlossenes selbsthaltendes Schaltmittel (10; 10') mit drei Schaltstrecken (au a%, ay, b\, bi, bs), eirf/dem Schaltmittel (10,10') stromversorgungsmäßig parallel geschalteten Speicherkondensator{24, 24') sowie ein zwei Schaltstrecken (α; d\) aufweisendes und mit seinem Steuereingang an den anderen Kontaktsatz des zugehörigen Tasters (2; 4) angeschlossenes Schaltglied (C; D) enthält wobei die ersten als Arbeitskontakte ausgebildeten Schaltstrecken (ay,
) beider selbsthaltender Schaltmitte! (10: IC) in Serie geschaltet, in dem Pressenstromkreis (50) iegen -und bei unbetätigten Tastern (2; 4) die 'Stromversorgung der seibsthaitenden Schaitmittei (10; 10') über die Serienschaltung aus der ersten Schaltstrecke (c\Qd{) des zugehörigen Schaltgliedes (C; D) und der zweiten Schaltstrecke (br, ai) des dem anderen Kanal zugehörigen selbsthaltenden Schaltmittels (10'; 10) erfolgt, während bei vollständig betätigten Tastern (2, 4) die Stromversorgung der selbsthaltenden Schaltmittel (10; 10') über die Serienschaltung aus der zweiten Schaltstrecke (er, dt) des zugehörigen Schaltgliedes (C; D) und der dritten Scialtstrecke (ar, b\) des eigenen seibsthaitenden Schaltmitteis (10; *.O') erfolgt, dadurch gekennzeichnet daß die Schaltglieder (C, D) jeweils eine dritte als Arber: kontakt ausgebildete Schaltstrecke (ei, di) enthalten, die in Serie mit den ersten Schaltstrecken (ay, bj) der selbsthaltenden Schaltmittel (10, 10') geschaltet sind und daß zwischen dem Ruhekontakt (32, 32') des jeweiligen. Tasters (2,4) sowie dem zugehörigen Steuereingang des zu dem Kanal gehörigen selbsthaltenden Schaltmittels (10,10') ein Verzögerungsglied (14,14') liegt.
2. Zweikanalige Zweihandschaltung für kraftbetriebene Pressen, bei der jeder Kanal einen handbetätigten, jeweils einen Arbeits- und einen Ruhekontakt (32, 34; 32', 34') aufweisenden Taster (2; 4), ein mit seinem Steuereingang an einen Kontaktsatz des zugehörigen Tasters (2; 4) angeschlossenes selbsthaltendes Schaltmittel (10; 10') mit drei Schaltstrecken (au ai, ay, b\, bi, b\), ein dem Schaltmittel (IQ, 10') stromversorgungsmäßig parallel geschaltenen Speicherkondensator (24,24') sowie ein zwei Schaltstrecken (er, d\) aufweisendes und mit seinem Steuereingang an den anderen Kontaktsatz des zugehörigen Tasters (2; 4) angeschlossenes Schaltglied (C; D) enthält, wobei die ersten als Arbeitskontakte ausgebildete Schaltstrecken (ay, bj) beider selbsthaltender Schaltmittel (10; 10') in Serie geschaltet, in dem Pressenstromkreis (50) liegen und bei unbetätigten Tastern (2; 4) die Stromversorgung der selbsthaltenden Schaltmittel (10; 10') über die Serienschaltung aus der ersten Schaltstrecke (er, dt) des zugehörigen Schaltgliedes (C; D) und der zweiten Schaltstrecke (bi; ai) des dem anderen Kanal zugehörigen selbsthaltenden Schaltmittels (10'; 10) erfolgt, während bei vollständig betätigten Tastern (2,4) die Stromversorgung der selbsthaltenden Schaltmittel (10; 10') über die Serienschaltung
aus der zweiten Schaltstrecke (er, dt) des zugehörigen Schaltgliedes (C; D) und der dritten Schaltstrekke (ar, bi) des eigenen selbsthaltenden Schaltmittels (10; 10') erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltglieder (C, D) jeweils eine dritte als Arbeitskontakt ausgebildete Schaltstrecke (Q2, tfe) enthalten, die in Serie mit den ersten Schaltstrecken (as, fc) der seibsthaitenden Schaltmittel (10,10') ger~haltet sind und daß zwischen dem Arbeitskontakt (34,34') des zu dem jeweiligen Kanal gehörigen Tasters (2, 4) sowie dem zugehörigen Steuereingang des selbsthaltenden Schaltmittels (10, 10') ein Inverter (60, 6O7) Hegt
3. Zweihandschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das selbsthaltende Schaltmittel (10, 10') einen emitterseitig mit dem einen Pol der Stromversorgung verbundenen Transistor (16, 16') enthält, dessen Ba-is atf tej Steuereingang (28, 28') und dessen Kollektor an einer Arbeitswicklung eines Relais (A, B) mit zwei die erste und die dritte Schaltstrecke bildenden Arbeitskontakten (aj, au bi, b\) sowie einem die zweite Schaltstrecke (a2, Zj2) bildenden Ruhekontakt liegt, wobei für den selbsthaltenden Zustand die dritte Schaltstrecke (a\, bt) in dem Kollektorstromkreis auf der dem Kollektor abgt-wandten Seite des Relais (A, B) liegt, und daß an der Verbindungsstelle zwischen der dritten Schaltstrecke (au b\) und dem Relais (A, B) ein mit dem Steuereingang (28, 28') verbundener Widerstand (26, 26') sowie das ZeitgliedX12,12') angeschlossen sind.
4. Zweihandschaltung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungsglied (14,14') einen Vorwiderstand (36,36') und eine an die Basis des Transistors (16,16') angeschlossene Z-Diode (38, 38') enthält die in Serienschaltung zwischen der Basis und dem Steuereingang (28,28') des selbsthaltenden Schal imittels (10,10') liegen, und daß an der Verbindungssteile zwischen dem Vorwiderstand (36,36') und der Z-Diode (38,38') ein Kondensator (40, 40') angeschlossen ist der anderenends mit dem Emitter des Transistors (16, 16') verbunden ist
5. Zweihandschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß der Vorwiderstand (36, 36') durch eine Diode (52,52') überbrückt ist die derart geschaltet ist, daß zur Aufladung des Kondensators (40,40') des Verzögerungsgliedes (14,14') der Strom im wesentlichen über den Vorwiderstand (36, 36') fließt.
6. Zweihandschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß zwischen dem Ruhekontakt (32,32') des zu dem jeweiligen Kanal (6,8) gehörigen Tasters (2, 4) sowie dem Schaltglied (C, D) ein Inverter (78,78') liegt.
Die Erfindung geht aus von einer zweikanaligen Zweihandschaltung für kraftbetriebene Pressen, bei der jeder Kanal einen handbetätigten, jeweils einen Arbeitsund einen Ruhekontakt aufweisenden Taster, ein mit seinem Steuereingang an einen Kontaktsatz des zugehörigen Tasters angeschlossenes selbsthaltendes Schaltmittel mit drei Schaltstrecken, ein dem Schaltmittel stromversorgungsmäßig parallel geschalteten Speicherkondensator sowie ein zwei Schaltstrecken
DE19803028196 1980-07-25 1980-07-25 Zweikanalige Zweihandschaltung für kraftbetriebene Pressen Expired DE3028196C2 (de)

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