DE2461658C2 - Verfahren zur Gewinnung von Polyphosphonat in fester, poröser Form - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Polyphosphonat in fester, poröser Form

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DE2461658C2
DE2461658C2 DE2461658A DE2461658A DE2461658C2 DE 2461658 C2 DE2461658 C2 DE 2461658C2 DE 2461658 A DE2461658 A DE 2461658A DE 2461658 A DE2461658 A DE 2461658A DE 2461658 C2 DE2461658 C2 DE 2461658C2
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Keiichi Kondo
Noriaki Koto
Naotake Ichihara Chiba Okada
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G79/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule
    • C08G79/02Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule a linkage containing phosphorus
    • C08G79/04Phosphorus linked to oxygen or to oxygen and carbon

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Description

(D
OH
(Π)
20
(Z),,, (ZL
OH
(Hl)
JO
OH
(IV)
(Z = Chlor oder Brom oder eine nieder: Alkylgruppe; /Jj = O oder ganze Zahl von I bis 4; η = O oder ganze Zahl von 1 bis 3; Y =C,..,-Alkylen-, C5 „-Cydoalkylcn-. Sulfonyl- oder Carbonylgruppe oder Sauerstoff) mit einem Dihalogenid einer Arylphos:ihons;iure oder einer Arylthiophosphonsiiure der Formel (V)
(V)
50
(A Sauerstoff oder Schwefel; X = Chlor oder Brom; Z = Chlor, Brom oder eine niedere Alkylgruppe; / = 0 oder ganze Zahl von 1 bis 5) dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung des Polyphosphonats bei einem erhöhten Druck auf eine Temperatur erhitzt, welche oberhalb der Temperatur liegt, bei der das Lösungsmittel bei Normaldruck siedet und welche unterhalb 350° C liegt, worauf die Lösung aus der Zone hohen Drucks in eine Zone mit einem verminderten Druck unterhalb des Oampfdrukkes des Lösungsmittels überführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Inertgas in die Zone niedrigen Drucks einführt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung des Polyphusphonats mit weniger als 500 Gew.-Teilen Lösungsmittel auf 100 Gew.-Teile Polyphosphonat verwendet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel Chloroform, 1,2-Dichloräthan, 1,1,2-Trichloräthan, 1,1,2,2-Tetrachloräthan, 1,2-Dichlorpropan, 1,2-Dichlorbutan, Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Chlortoluol, Tetrahydrofuran oder Dimethylformamid verwendet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man den Druck in der Hochdruckzone auf einem Wert oberhalb 1 kg/cm2 (Überdruck) hält und daß zwischen der Zone hohen Drucks und der Zone niedrigen Drucks eine Druckdifferenz von 1 bis 1000 kg/cm2 besteht.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung des Polyphosphonats so weit erhitzt, daß aus der Lösung bei Überführung in die Zone niedrigen Drucks durch ihren Wärmeinhalt das gesamte Lösungsmittel verdampft.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 his 6, dadurch gekennzeichnet, daß man das gebildete, poröse, feste Polyphosphonat zur Entfernung des verbleibenden Lösungsmittels erhitzt.
Polyphosphonate zeigen eine erheoliche Flammschutzwirkung und thermische Stabilität. Beim Vermischen der Polyphosphonate mit verschiedenen Polymeren erhalten diese eine ausgezeichnete Flammschutzwirkung, so daß sich die Polyphosphonate als Flammenverzögerer eignen. Bisher sind die folgenden Verfahren zur Herstellung von Polyphosphonaten bekannt.
(1) Arylphosphonsäuredihalogenid und aromatische Diole werden in einen Reaktor gegeben und unter Rühren in einer Inertgasatmosphäre erhitzt, wobei mit fortschreitender Dehydrohalogenidpolykondensationsreaktion die Temperatur erhöht und der Druck gesenkt wird. Dabei fällt geschmolzenes Polyphosphonat an (Schmelzpolykondensationsverfahren).
(2) Arv'phosphonsäuredihalogenid und ein aromatisches Diol sowie ein geeignetes Lösungsmittel werden in einen Reaktor gegeben und die Mischung wird unter Rühren erhitzt, wobei i'ic Dehydrohalogenidpolykondensation (Entfernung von Halogenwasserstoff) stattfindet und wobei man eine Lösung des Polyphosphonats erhält (Lösungspolykondensationsverfahren).
(3) Arylphosphonsäuredihalogenid wird in einem wasserunlöslichen Lösungsmittel aufgelöst und die Lösung unter Rühren zu einer alkalischen wäßrigen Lösung eines aromatischen Diols gegeben, wobei die Polykondensationsreaktion stattfindet. Man erhält eine Polyphosphonatlösung durch Abtrennung der Wasserphase (Grenzflächenpoly kondensat ions verfahren).
Die herkömmlichen Verfahren können, falls erwünscht, durch Verwendung eines Katalysators verbessert werden.
Bei dem Verfahren (1) ist kein Lösungsmittel erforderlich. Somit Ist dieses Verfahren einfach. Zur Durchführung der Polykondensation ist es jedoch erforderlich, die Temperatur über den Schmelzpunkt des gebildeten
Polyphosphonats zu erhöhen. Darüber hinaus kann das anfallende Polyphosphonat nicht leicht gehandhabt werden, da die Viskosität des Reaktionssystems mit fortschreitender Polykondensationsreaktion zunimmt und bis hinauf zu mehreren Hunderttausend Centipoise oder höher reicht. Darüber hinaus wird Halogenwasserstoff während der Polykondensation gebildet, wodurch schwerwiegende Korrosionsprobleme auftreten und spezielle korrosionsfeste Reaktionsgefäße verwendet werden müssen. Darüber hinaus wird die Polykondensation bei hoher Temperatur während einer recht langen Zeitdauer durchgeführt, so daß das erhaltene Polyphosphonat aufgrund von Nebenreaktionen gefärbt wird und durch unlösliche Nebenprodukte verunreinigt wird, welche die Produktqualität herabsetzen.
Demgegenüber wird bei dem Verfahren (2) und (3) die Polykondensationsreaktion unter relativ milden Bedingungen durchgeführt und somit ist es möglich, ein Keaktionsgefä3 mit einer Glasauskleidung an der Innenfläche zu verwenden. Schwierigkeiten hinsichtlich der Auswahl eines nichtkorrodierenden Reaktormaterials bestehen nicht und man erhält ein Produkt hoher Qualität ohne Verfärbungen. Es ist jedoch bei diesen bekannten Verfahren erforderlich, das Polyphosphonat von der Lösung abzutrennen. Insbesondere bei dem Verfahren (2) wird die erhaltene Lösung gewöhnlich in eine große Menge eines Nichtlösungsmittels gegossen, um das polyphosphonat auszufällen. Dieses wird sodann abgetrennt und getrocknet; dabei treten jedoch die folgenden Nachteile auf:
(1) Zur Durchführung einer glatten Fällung ist eine relativ große Menge, z. B. mehr als das Zweifache des Lösungsmittels bezogen auf das Polyphosphonat erforderlich.
(2) Um das Polyphosphonat auszufällen, muß man mehr als das Mehrfache des Nichtlösungsmittels bezogen auf das Lösungsmittel einsetzen.
(3) Die Fällungsprozedur nimmt eine relativ lange Zeit in Anspruch.
(4) Zur Entfernung des Lösungsmittels aus dem ausgefällten Festkörper muß man diesen vielmals mit dem Nichtlösungsmittel waschen.
(5) Der ausgefällte Festkörper ist gewöhnlich klumpig.
(6) Der aus der Lösung ausgefällte Feststoff enthält große Mengen Nichtlösungsmittel und muß während einer langen Zeit getrocknet werden.
(7) Das Lösungsmittel und das Nichtlösungsmittel müssen aus einem großen Volumen der Mischung abgetrennt werden.
Die Abtrennung des Produkts und die Rückgewinnung des Lösungsmittels sind recht kompliziert, so daß großdimensionierte Apparaturen erforderlich sind. Somit ist die Effizienz dieses Verfahrens gering.
Polyphosphonat ist relativ Instabil und zersetzt sich leicht durch Hydrolyse oder Alkoholyse.
Bei der Abtrennung und Aufarbeitung müssen komplizierte Verfahrensstufen während langer Zelt durchgeführt werden, so daß die Gefahr einer Hydrolyse des Polyphosphonats besieht.
Wenn Alkohol als Nichtlösungsmittel eingesetzt wird, besteht die Gefahr einer Alkoholyse des Polyphosphonats. Die Produktqualität wird hierdurch wesentlich beeinträchtigt, insbesondere das Molekulargewicht wesentlich beeinträchtigt.
Man kennt noch ein weiteres Verfahren zur Abtrennung und Rückgewinnung des Polyphosphonats aus der Lösung, bei dem die Lösung erhitzt wird, um das
Lösungsmittel abzudampfen. Bei diesem Verfahren steigt jedoch die Viskosität der Lösung während der Konzentrierung stark an. Die Wärmeleitung und die Handhabung dieses Materials bereiten größte Schwierigkeiten, so daß diese Verfahrensvariante sich nicht für die industrielle Durchführung eignet. Darüber hinaus fällt hierbei ein gefärbtes Produkt an, und es wird ein unlösliches Nebenprodukt gebildet. Die Qualität des Produkts ist gering, da eine hochviskose Lösung des Polyphosphonats während langer Zeit bei hoher Temperatur gehalten werden muß.
Durch das überraschenderweise gefundene beanspruchte Verfahren können die Nachteile des herkömmlichen Verfahrens vermieden werden. Durch die Überführung der erhitzten Lösung des Polyphosphonats in eine Zone niedrigen Drucks wird das Polyphosphonat durch rasche Verdampfung des Lösungsmittels in einen porösen Feststoff umgewandelt.
Das erfindungsgemäße Polyphosphonat kann unter Einsatz jeder Polyphosphonatlösung, hergestellt durch Lösungspolykondensationsverfahren oder durch Grenzflächenpolykondensationsverfahren, hergestellt werden. Es fällt festes Polyphosphonat an, welches bei Atmosphärendruck oder bei vermindertem Druck getrocknet wird und, falls erforderlich, zerkleinert wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren vermeidet die genannten Nachteile und es zeigt die folgenden Vorteile:
(a) Man kann eine hochkonzentrierte Lösung von Polyphosphonat einsetzen.
(b) Ein Nichtlösungsmittel ist nicht erforderlich.
(c) Die Verfestigung geschieht in kurzer Zeit.
(d) Die Trocknung ist recht einfach.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist einfach durchführbar und die hierzu verwendete Apparatur kann recht kompakt sein. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich somit ausgezeichnet für die industrielle Durchführung unter milden Bedingungen, wobei ein Produkt mit hoher Qualität anfällt.
Typische aromatische Diole der Formel (I) bis (IV) sind Hydrochinon, Resorcin, Tetrachlorhydrochinon, 4,4'-Dlhydroxy-diphenyl, Bis-(4-Hydro;iphenyl)-methan, 2,2-Bis(4-hyJroxyphenyl)-propan, 2,2-Bis-(2-hydroxyphenyD-propan, 2,2-Bis-(3,5-Dichlor-4-hydroxyphenyl)-propan, 2,2-Bis(3,5-dibrom-4-hydroxypheny!)-propan, 2,2-Bis-(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl)-propan, Bis-(4-hydroxyphenyO-cyclohexan, Bis-(4-hydroxyphenyl)-sulfon, Bis-(2-hydroxyphenyl)-sulfon, 2-Hydroxyphenyl-4'-hydroxyphenylsulfon, Bis-(3-methyl-4-hydroxyphenyl)-sulfon, Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-sulfon, Bis-(3,5-dibrom-4-hydroxymethyl)-sulfon, 4,4'-Dihydroxydiphenyläther, 4,4'-Dlhydroxybenzophenon, 1,5-Dlhydroxynaphthalin oder 2,7-Dihydroxynaphthalin.
Typische Dihalogenide der Arylphosphonsäure oder der Arylthiophosphonsäure der Formel (V) sind: Phenylphosphonsäuredichlorid, Phenylphosphonsäuredibromid, Chlorphenylphosphonsäuredichlorid, Bromphenylphosphonsäuredichlorid, Methylphenylphosphonsäuredichlorid, Dimethylphenylphosphonsäuredichlorid, Phenylthlophosphonsäuredichlorid, Phenylthiophosphonsäuredlbromid, Chlorphenylthiophosphonsäuredichlorid, Bromphenylthlophosphonsäuredichlorid, Methylphenylthiophosphonsiiuredichlorid oder Dimethylphenylthiophosphonsäuredichlorid.
Die in bekannier Weise erfolgende Polykondensation des aromatischen Diols der Formel (I) bis (IV) mit dem Arylphosphondihalogenid der Formel (V) unterliegt keinen Beschränkungen.
Es ist jedoch bevorzugt, eine Lösung des Polyphosphonats durch Lösungs-Polykondensation oder durch Grenzflächenpolykondensation herzustellen.
Im Falle des Lösungspolykondensationsverfahrens wird das Arylphosphondihalogenid and das aromatische Diol mit einem geeigneten Lösungsmittel vermischt und die Mischung wird auf oberhalb etwa 50" C unter Rühren erhitzt, wobei die Dehydrohalogenierungspolykondensationsreaktion stattfindet.
Es ist möglich, in bekannter Weise einen Katalysator, wie Calciumchlorid, Magnesiumchlorid, Aluminiumchlorid, Zinn oder Eisen zur Bewirkung einer glatten Polykondensationsreaktion zuzusetzen.
Das Molverhältnis von Arylphosphondichlorid zu aromatischem Diol liegt vorzugsweise im Bereich von 1,00:9,90-1,10.
Das Molekulargewicht des Polyphosphonats kann durch Auswahl des Molverhältnisses in dem genannten Bereich eingestellt werden. Im Falle einer Grenzflächenpolykondensation wird das aromatische Diol in einer alkalischen wäßrigen Lösung aufgelöst, während das Arylphosphondichlorid oder eine Lösung desselben in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel zu der wäßrigen Lösung gegeben wird, wobei eine rasche Dehydrohalogenierungspolykondensation an der Grenzfläche zwischen der Wasserphase und der organischen Phase stattfindet.
Es ist bevorzugt, ein Lösungsmittel zu verwenden, damit die Reaktion glatt stattfindet. Das Polyphosphonat kann dann in Form einer Lösung von der wäßrigen Phase abgetrennt werden. Zur wirksamen Durchführung der Reaktion wird diese gewöhnlich unter heftigem Rühren bei relativ niedriger Temperatur in Gegenwart eines Katalysators, z. B. eines quaternären Ammoniumsalzes durchgeführt. Das bei dem Verfahren eingesetzte Lösungsmittel sollte gegenüber den Reaktionskomponenten inert sein und bei der Reaktionstemperatur stabil sein und das Poiyphosphonat auflösen.
Man kann das erfindungsgemäße Verfahren auch mit einer Lösung durchführen, welche durch Auflösung von festem Polyphosphonat hergestellt wurde. Dabei kann man festes Polyphosphonat einsetzen, welches durch Schmelzpolykondensation oder durch Grenzflächenpolykondensation ohne Verwendung eines Lösungsmittels hergestellt wurde.
In diesem Falle wird das erfindungsgemäße Verfahren zur Durchführung der Reinigung oder dgl. durchgeführt. Wenn die Konzentration der eingesetzten Polyphosphonatlösung höher ist, so ist die zu entfernende Lösungsmittelmenge geringer. Somit sind höhere Konzentrationen bevorzugt. Die Lösungsmittelmenge betrügt vorzugsweise weniger als 500 Gew.-Teile und speziell weniger als 300 bis 100 Gew.-Teile des Polyphosphonats.
Das Lösungsmittel sollte gegenüber den Reaktionskomponenten inert und bei der Reaktionstemperatur stabil sein.
Wenn der Siedepunkt des Lösungsmittels hoch ist, so sollte auch die Temperatur der Lösung hoch sein. In diesem Fall gelingt die Trocknung des porösen festen Polyphosphonats besonders leicht. Somit ist es bevorzugt, ein Lösungsmittel mit einem Siedepunkt unterhalb 200° C und speziell unterhalb dem Schmelzpunkt des Polyphosphonats einzusetzen.
Typische Lösungsmittel sind: Methylenchlorid, Chloroform, 1,2-Dichloräthan, 1,1,2-Trichloräthan, Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Chlortoluol, Tetrahydrofuran oder Dimethylformamid.
Bei dem erfindungsgemlßen Verfahren wird das poröse, feste Polyphosphonat dadurch gewonnen, daß man die Lösung des Polyphosphonats aus einer Hochdruckzone in eine Zone niedrigen Drucks spült. Der Druck in der Hochdruckzone sollte höher sein als der Druck in der Zone niedrigen Drucks, so daß dab Polyphosphonat beim Verdampfen des Lösungsmineis fest anfällt.
Der höhere Druck in der Hochdruckzone liegt vorzugsweise oberhalb 1 kg/cm2 (Überdruck) und der niedrige Druck in der Zone niedrigen Drucks ist vorzugsweise so gewählt, daß eine Druckdifferenz von 1 bis 1000 kg/cm2 (vorzugsweise Überdruck) gegenüber der Zone hohen Drucks besteht.
Is In der Praxis ist es erforderlich, die Temperatur in der Zone hohen Drucks zu erhöhen, so daß große Mengen des Lösungsmittels beim Überführen in die Zone niedrigen Drucks verdampfen.
Da der Dampfdruck des Lösungsmittels bei Tempera- -Ό turerhöhung steigt, liegt der Druck in der Zone hohen Drucks oberhalb Aimcsphärendruck. Andererseits sollte der Druck in der Zone niedrigen Drucks geringer sein als der Druck in der Zone hohen Drucks und vorzugsweise geringer als der Dampfdruck des Lösungsmittels, welcher von der Temperatur und der Konzentration der Lösung in der Hochdruckzone abhängt. Unter dieser Bedingung kommt es zu einer raschen Verdampfung des Lösungsmittels.
Die Temperatur der Lösung in der Hochdruckzone kann über oder unter dem Schmelzpunkt des Polyphosphonats liegen. Es muß jedoch eine Temperatur in einem solchen Temperaturbereich ausgewählt werden, daß das Polyphosphonat bei der Überführung in die Zone niedrigen Drucks als Feststoff anfällt, wobei das gesamte Lösungsmittel oder ein Teil des Lösungsmittels abgedampft wird.
Aufgrund der Verdampfung des Lösungsmittels kommt es zu einer Abkühlung des Polyphosphonats.
Um eine genügend große Menge des Lösungsmittels (ausreichend für eine Verfestigung des Polyphosphonats in der Lösung) zu verdampfen, d. h. um eine genügende Verdampfungswärme der Lösung zu entziehen, sollte die Lösung in der Zone hohen Drucks bei einer Temperatur gehalten werden, welche oberhalb der kritischen oder einer bestimmten kritischen Temperatur liegt.
Die kritische Temperatur hängt ab von der Art und vom Molekulargewicht des Polyphosphonats, von der Art des Lösungsmittels und von der Konzentration der Lösung sowie vom Druck in der Zone niedrigen Drucks. Die Temperatur der Lösung, bei der eine Verfestigung des Polyphosphonats eintritt, kann recht niedrig sein, wenn der Erweichungspunkt des Polyphosphonats hoch ist. Die Affinität des Lösungsmittels sollte gering sein. Der Siedepunkt des Lösungsmittels sollte gering sein. Die Konzentration der Lösung sollte hoch sein. Der Druck in der Zone niedrigen Drucks sollte gering sein.
Zur wirksamen Durchführung der Verdampfung des Lösungsmittels und zur Verfestigung des Polyphosphonats muß die Temperatur der Lösung vorzugsweise hoch sein und gewöhnlich höher als der Siedepunkt des Lösungsmittels bei Normaldruck. Wenn andererseits die Temperatur zu hoch ist, so werden das Polyphosphonat und das Lösungsmittel zerseUt.
Demgemäß ist es bevorzugt, die Temperatur der Lösung unterhalb 350° C zu halten.
Wenn die Verdampfung In der Zone niedrigen Drucks unzureichend ist, so wird kein poröses festes Polyphosphonat erhalten und man erhält lediglich eine viskose
Flüssigkeil. Die Behandlung einer solchen viskosen Flüssigkeit ist recht schwierig.
Die Arbeitsweise des Überführens der Polyphosphonatlösung aus der Zone hohen Drucks in die Zone niedrigen Drucks unterliegt keinen Beschränkungen. Gewöhnlich geschieht dies durch Ausspülen der Lösung durch einen Schlitz oder durch eine Düse in Blockform, Faserform oder Filmform.
Die in die Zone niedrigen Drucks überführte Lösung kommt sofort zum Kochen, wobei das Lösungsmittel verdampft und wobei die Lösung eingeengt wird und eine viskose Flüssigkeit bildet. Der Lösungsmittelgehalt sinkt. Die Temperatur sinkt und schließlich wird ein poröser Feststoff bei der Verdampfung gebildet. Dieses poröse feste Polyphosphonat kann abgetrennt werden. Somit wird bei dem erfindungsgemäBen Verfahren das Lösungsmittel äußerst rasch abgezogen, so daß das Verfahren in kurzer Zeit beendet ist.
Um in der Zone niedrigen Drucks eine Rekondensation von Lösungsmitteldampf am festen Polyphosphonat zu vermeiden, ist es bevorzugt, ein Inertgas hindurchzuleiten, um den Partialdruck des Lösungsmitteldampfes zu senken. Aus dem gleichen Grund ist es bevorzugt, die Zone niedrigen Drucks auf relativ hoher Temperatur zu halten.
Die Temperatur sollte jedoch geringer sein als der Erweichungspunkt des Polyphosphonats, so daß dieses in poröser, fester Form erhalten bleibt.
Das poröse, feste Polyphosphonai, welches ^rfindungsgemäß gewonnen wird, kann in Blockform. Faserform oder in Filmform erhallen werden, je nach Verfahrenslührung. Das Produkt ist porös und starr ν ! es zeigt eine geringe Elastizität. Es kann somit leicht geschnitten oder zerkleinert werden. Das blockförmige. faserförmige oder filmförmige Produkt kann unter Bildung von Granulat oder Pulver zerschnitten oder zermahlen werden. Festes, poröses Polyphosphonat, welches nach diesem Verfahren hergestellt wird, enthält gewöhnlich kleine Mengen eines Lösungsmittels und somit ist es bevorzugt, das Produkt vor der Verwendung zu trocknen, um den Gehalt an Lösungsmittel zu senken. Natürlich kann das Produkt auch ohne vorherige Trocknung eingesetzt werden.
Die Trocknung des porösen Festkörpers, Granulats oder Pulvers geschieht leicht in herkömmlicher Weise durch Erhitzen bei Atmosphärendruck oder bei einem verminderten Druck. Dabei kann ein Produkt mit einem Gehalt von weniger als 0.5 Gew.-9s Lösungsmittel, d. h. ein im wesentlichen lösungsmittelfreies Produkt, erhalten werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann leicht kontinuierlich durchgefühlt werden. Die Ausnutzung der Appara tür ist sehr hoch. Das Verfahren eignet sich zur industriellen Durchführung im großen Maßstab. Die Rückgewinnung des Lösungsmittels gelingt auf einfache Weise und die Qualität des Polyphosphonats ist hoch. Demgemäß zeigt das erfindungsgemäße Verfahren erhebliche industrielle und wirtschaftliche Vorteile.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Herstellung einer Polyphosphonatlösung
(A) In einen 3-1-Glaskolben gibt man 585,0 Phenylphosphondichlorid, 773,4 g Bis-(4-hydroxyphenyl)-sulfon, 1140 g 1,2-Dichloräthan und 1,8 g wasserfreies Magnesiumchlorid und das Ganze wird unter Rühren am Rückfluß erhitzt und umgesetzt. Mit fortschreitender Reaktion wird Chlorwasserstoffgas entwickelt, und man erhält eine viskose Lösung des Polyphosphonats nach 25 h. Die Lösung wird in einen 2-l-Auloklaven aus Edelstahl gegeben und durch Abdampfen des Lösungsmittels eingeengt, wobei man eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphosphonatin 70 Gew.-Teilen 1,2-Dichloräihan erhält.
(B) Man verwendet zur Abtrennung und Aufarbeitung des Polyphosphonats eine Apparatur in Form eines zylindrischen Turms mit einem Durchmesser von 100 mm ίο und einer Höhe von 500 mm, ausgerüstet mit cii
Nadelventil am Boden des Autoklaven. Dieser Turm weist Öffnungen geringen Durchmessers am Kopf und am Boden auf und ist am Boden mit einem Stickstoffeinlaß und am Kopf mit einem Stickstoffgasauslaß ausgerüstet sowie mit einem Heizelement /um Aufheizen des Außenkörpers des Turms. Der Nadelvenlilauslaß ist in den oberen Teil des Turms eingesetzt und derart befestigt, daß ein Gasaustritt verhindert wird. Durch den Stickstoffgaseinlaß am Boden des Spülturms wird Slickstoffgas mit einer Temperatur von etwa 100" C unter Normaldruck kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von 501 (NTP)/min (Strömungsgeschwindigkeit/min unter Standardbedingungen) eingeleitet. Das Sticksiolfgas tritt am Auslaß im oberen Bereich aus.
Dieser Spülturm wird von der Außenfläche her erhitzt, so daß die Innentemperalur auf etwa 100" C gehalten wird. Der Druck im Spülturm liegt leicht oberhalb Atmosphärendruck.
!" Beispiel 1
Abtrennung und Rückgewinnung
des Polyphosphonats
Die Lösung des nach (A) her,;islcüien iOlyphosphonats im Autoklaven wird unter Rühren auf 186 bis 190° C erhitzt. Dabei wird der Druck im Autoklaven auf etwa 10,5 kg/cm2 (Überdruck) gehalten. Nun wird das Nadelventil am Boden des Autoklaven geöffnet, so daß
4() die Lösung des Polyphosphonats kontinuierlich in den Spülturm mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 g Polyphosphonat/min überführt wird. Das Lösungsmittel verdampft rasch aus der Lösung am Auslaß des Nadelventils, so daß ein weißer poröser Festkörper mit linearer Gestalt kontinuierlich am Boden des Spülturms anfällt.
Der Durchmesser des linearen Festkörpers hängt ab von der Aufnahmegeschwindigkeit und liegt im Bereich von etwa 5 bis etwa 20 mm.
Der Lösungsmitteldampf gelangt zusammen mit dem Stickstoffgas durch den Gasauslaß am oberen Teil des Spülturms aus dem Spülturm heraus.
Das gewonnene linear geformte Polyphosphonat enthält 2,5 Gew.-")6 1,2-Dichiorathan und es hai ein kaumgewicht qder Schüttgewicht von 0,52 g/cm'. Es ist bei Zimmertemperatur brüchig und kann leicht geschnitten und zerkleinert werden.
Das gepulverte Produkt wird bei 140° C unter einem Druck von 12 mmHg während 3 h getrocknet. Man erhält 1190 g pulveriges weißes Polyphosphonat mit einem Gehalt von weniger als 0,01 Gew.-% Lösungsmittel. Die Ausbeute beträgt 95%. Die inherente Viskosität [η] des Polyphosphonats beträgt 0,455 dl/g bei 30° C in einer Lösungsmittelmischung aus Phenol und 1,2,2-Tetrachloräthan im Gewichtsverhältnis 3 : 2.
Vergleichsversuch
Eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphosphonat in 70 Gew.-Teilen 1,2-Dichloräthan, hergestellt gemäß (A),
wird auf 80" C erhitzt und mit einer Geschwindigkeit von 30 g/min in den Spülturm überführt. Das Verfahren gemäß Beispiel I wird wiederholt, wobei jedoch die obigen abgewandelten Bedingungen eingehalten werden. Das Lösungsmittel verdampft von der Oberfläche des linearen Pordukts, wobei eine dünne ungeschäumle feste Überfläche gebildet wird. Im Inneren ist das lineare Produkt jedoch viskos flüssig. Es erstarrt beim Abkühlen nicht und kann nicht in Pulverform getrocknet werden.
(C) Das Verfahren gemäß (A) wird wiederholt, wobei 777,,2 g Bis-(4-hydroxyphenyl)-suIfon und 0,9 g wasserfreies Magnesiumchlorid eingesetzt werden. Es wird eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphosphonat und 48 Gew.-Teilen 1,2-Dichloräthan hergestellt.
Beispiel 2
Gemäß Beispiel 1 wird die erhaltene Lösung auf 176" C erhitzt, wobei der Druck im Autoklaven etwa 6,9 kg/cm2 (Überdruck) beträgt. Auf 116° C erhitztes Stickstoffgas wird mit einer Geschwindigkeit von 181 (NTP)/min in den Spülturm eingeführt und die Lösung des Polyphosphonats wird mit einer Geschwindigkeit von 50 g Polyphosphonat/min überführt. Dabei erhält man einen linear geformten porösen Festkörper mit einem Raumgewicht von 0,42 g/cm' und einem Durchmesser von etwa 20 mm am Boden des Spülturms. Das lineare Polyphosphonatprodukt enthält 6,0 Gew.-% 1,2-Dichloräthan.
Das Produkt wird geschnitten und gemahlen und dann bei 1400C unter einem Druck von 12 mmHg während 3 h getrocknet. Man erhält ein weißes pulveriges Polyphosphonat mit weniger als 0,01 Gew.-% Lösungsmittel und mit ei..er inherenten Viskosität [η] von 0,398 dl/g bei 30° C und bei einer Lösungsmüieimischung von Phenol und 1,1,2,2-Tetrachloräthan im Gewichtsverhältnis 3:2.
(D) In einen 1-1-Kolben gibt man 195,0g Phenylphosphindichlorid, 257,8 g Bis-(4-hydroxyphenyl)-sulfon, 380 g 1,2-Dichlorpropan und 0,6 g wasserfreies Magnesiumchlorid. Die Mischung wird während 22 h erhitzt und Im Autoklaven gemäß Beispiel 1 eingeengt, wobei man eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphosphonat in 70 Gew.-Teilen 1,2-Dichlorpropan erhält.
Beispiel 3
Die nach (D) erhaltene Löung wird gemäß Beispiel 1 unter einem Druck von 7 kg/cm2 (Überdruck) auf 190° C erhitzt und mit einer Geschwindigkeit von 30 g Polyphosphonat/min überführt. Man erhält ein linear geformtes poröses Produkt mit 3,2 Gew.-% 1,2-Dichlorpropan. Das trockene Polypnosphonai hai eine inherenie Viskosität [η] von 0,400 dl/g bei 30" C.
(E) In einen 1-1-K.olben gibt man 195,0 g Phenylphosphondichlorid, 256,5 g Bis-(4-hydroxyphenyl)-sulfon, 568 g 1,1,2,2-Tetrachloräthan und 0,7 g wasserfreies Calciumchlorid, und das Ganze wird unter Rühren am Rückfluß während 10 h erhitzt. Die Lösung wird in einen 1-1-Autoklaven aus Edelstahl gegeben und eingeengt, wobei eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphosphonat in 50 Gew.-Teilen Tetrachloräthan erhalten wird.
Beispiel 4
Die nach (E) erhaltene Lösung wird auf etwa 225° C unter einem Druck von etwa 3,5 kg/cm2 (Überdruck) erhitzt und mit einer Geschwindigkeit von 20 g/min in den Spülturm überführt. In diesen wird Siickstolfgas mit einer Temperatur von 160" C und einer Geschwindigkeit von 30 I (NTP)/min eingeführt. Das Produkt wird gemäß Beispiel 1 aufgearbeitet. Man erhält ein lineares poröses ri Produkt mit 4,3 Gew.-% Tetrachloräthan. Das trockene pulverige Polyphosphonat hat eine inherenie Viskosität I η] von 0,554 bei 30" C.
(F) in einen 3-1-Kolben gibt man 125 g Bis-(4-hydroxyphenyD-sulfon, aufgelöst in 1020 ml 0,1 N-NaOH
in und die Lösung wird dann auf-6 bis -1" C abgekühlt. Eine Lösung von 98 g Phenylphosphondichlorid in 1000 g Dichlormelhan wird tropfenweise zu der gekühlten alkalischen Lösung während etwa 20 min unter heftigem Rühren gegeben, und dann wird die Mischung noch
ii 40 min bei etwa -5° C gerührt. Dann wird die organische Phase abgetrennt und mit Wasser gewaschen und mit Calciumchlorid getrocknet und unter Verdampfung des Lösungsmittels eingeengt. Dann wird die Lösung in einen 1 -1-Autoklaven überführt und dort noch weiter ein-
2u geengt, wobei eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphosphonat in 50 Gew.-Teilen Dichlormethan erhalten wird.
Beispiel 5
Die nach (F) erhaltene Lösung wird auf 125" C unter einem Druck von etwa 6,8 kg/cm2 (Überdruck) erhitzt und dann mit einer Geschwindigkeit von 120 g/min in den Spülturm überführt. Stickstoff mit einer Temperatur
J0 von etwa 70° C und einer Geschwindigkeit von 201 (NTP)/min in den Spülturm gemäß Beispiel 1 eingeleitet. Man erhält ein popcornartiges Festprodukt mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 20 mm am Boden des Spülturms. Das Produkt zeigt ein Schüttgewicht von 0,19 g/cm! und einen Gehalt von 4,3 Gew.-* Dichlormelhan. Das Produkt wird zerkleinert und bei 140° C unter einem Druck von 12 mmHg während 3 h getrocknet. Man erhält 176 g weißes pulveriges Polyphosphonat mit einer inherenten Viskosität [η] von 0,105 bei 30° C. Die Ausbeute beträgt 86%. Der Lösungsmittelgehalt beträgt weniger als 0,1 Gew.-%.
(G) In jeweils einen von drei 1-I-Kolben"gibt man 1,0 Mol Hydrochinon, 4,4'-Dihydroxydiphenyl oder 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan. 195 g (1,0 Mol) Phenylphosphondichlorid, 380 g 1,2-Dichloräthan und 0,9 g wasserfreies Magnesiumchlorid werden in jeden der drei Kolben gegeben. Die Mischung in jedem Kolben wird unter Rühren während 48 h am Rückfluß gehalten. Jede der Lösungen wird in einem 1-1-Autoklaven eingeengt, wobei man
jeweils eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphosphonat in 50 Gew.-Teilen 1,2-Dichloräthan erhält.
Beispiel 6
Jede der nach (G) erhaltenen Lösungen wird auf etwa 170° C unter einem Druck von 6,5 kg/cm2 (Überdruck) erhitzt und dann mit einer Geschwindigkeit von 20 g/min in den Spülturm überführt, wobei Stickstoffgas mit einer Geschwindigkeit von 20 1 (NTP)/min und mit einer Temperatur von 80° C gemäß Beispiel 1 eingeführt wird. Man erhält ein poröses lineares Festprodukt mit einem Durchmesser von etwa 20 mm. Das Produkt wird geschnitten und gemahlen und dann bei 60 bis 80° C unter einem Druck von 2 mmHg während 10 h getrocknet. Man erhält ein weißes pulveriges Polyphosphonat. Der Lösungsmittelgehalt nach dem Spülen und die inherente Viskosität [η] bei 30° C des Produkts sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Tabelle
Versuch Aromatisches Diol Lösungsmittel- [η]
Nr. gehall nach dem (dl/g)
Spülen (%)
1 Hydrochinon 4,3
2 4,4'-Dihydroxydiphenyl 5,7
3 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyU-propan 4,6
0,22
0,17
0,27
(H) In einen Kolben gibt man 97.6g Phenylphosphondichlorid, 272,5 g 2,2-Bis-(4-hydroxy-3,5-dibromphcny!)-propan und !50Og !,2-Diehloräihan Der Inhalt wird :iui 0" C unter einer trockenen Stickstoffatmosphäre abgekühlt. 122 g Triäthylamin werden tropfenweise während etwa 1 h unter Rühren zu der Lösung gegeben. Die Reaktion wird während 1,5 h bei 0" C und während 1 h bei 25" C fortgesetzt. Das Produkt wird mit Wasser gewaschen, um das Amin und das Salz zu entfernen. Die Lösung wird mit wasserfreiem Calciumhydroxid entwässert und dann im Autoklaven eingeengt. Man erhält eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphnsphonat in 45 Gew.-Teilen 1,2-Dichloräthan.
Beispiel 7
Die gemäß (H) erhaltene Lösung wii! mit einer Geschwindigkeit von 15 g/min gemäß B tiiel 6 überführt. Das gebildete poröse lineare Produkt enthält 6.2 Gew.-'\, Dichloräthan. Das trockene Pc. ihosphonat zeigt eine inherente Viskosität //;/ von 0.140 bei 30" C.
(J) !n einen Kolben gibt man 105,5 g Phenyhhiophosphon-dichlorid, 125,1g Bis-( 14-hydroxyphenyD-sulfon, 0,305 g wasserfreies Magnesiumchlorid und 450 g Tetrachloräthan und die Mischung wird während 65 h unter Rühren auf 150" C erhitzt.
Die Lösung wird im Autklaven eingeengt, wobei man eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphospnonat in 45 Gew.-Teilen Tetrachloräthan erhält.
Beispiel 8
Die nach (J) erhaltene Lösung wird gemäß Beispiel 6 überführt. Man erhält ein poröses lineares Produkt mit 8,5 Gew.-96 Tetrachloräthan. Das trockene Polyphosphonat zeigt eine inherente Viskosität [η] von 0,16 bei 30° C.
(K.) In einen 10-1-Kolben gibt man 1950 g Phenylphosphon-dichlorid, 2588 g Bis-(4-hydroxyphenyl)-sulfon. 380Og 1,2-Dichloräthan und 6,0 g wasserfreies Magnesiumchlorid, und die Mischung wird unter Rühren während 25 h am Rückfluß gehalten. Die Lösung wird in einen 10-1-Autoklaven überführt und durch Verdampfen von etwa 1900 g 1,2-Dichloräthan eingeengt. Man erhält
ί eine Lösung von 100 Gew.-Teilen Polyphosphonul in 50 (iew.-Teilen Lösungsmittel.
Ein mit einem Außenrohr umgebenes Heizrohr mit einem Durchmesser von 10 mm und einer Länge von 1000 mm ist mit dem Bodenventil des Autoklaven verbunden, und am anderen Ende ist ein Nadelventil . sehen, welches mit einem Spüllurm aus Edelstahl mit einem Durchmesser von 200 mm und einer Länge von 1600 mm verbunden ist.
Am Boden des Spülturms ist ein Stickstol'fgascinlaß für heißes SlickstolTgas vorgesehen. Ferner kann das untere Ende des Turms geöffnet werden, um das Produkt zu entnehmen. Der Sticksioffgasauslaß ist am oberen Teil des Turms vorgesehen, und der Gesamtlurm wird von außen erhitzt.
Beispiel 9
Die (K) erhaltene Lösung von Polyphosphonai wird auf 110" C erhitzt und unter Druck stehendes Stickstoflgas in den Autoklaven gelührt, so daß der Innendruck etwa 10 kg/tV (Überdruck) beträgt. Ein lleizmedium wird durch den äußeren lleizmanlel im unteren Teil des Autoklaven gelührt, um die Temperatur der Lösung an unteren Ende des Heizrohres auf 170" C ein/ustellen Der Spülturm wird von außen auf 100" C erhitzt, und heißes SlickstolTgas mit einer Temperatur von 100" C wird mit einer Geschwindigkeit von 70 I (NTP)/min eingeführt. Das Ventil am Boden des Autoklaven wird geöffnet, und das Nadelventil am unteren Ende des Heizrohrs wird allmählich geöffnet, so daß die Lösung im Autoklaven in den Spülturm überführt wird. Die L.'bcrführungsgeschwindigkeit beträgt im stationären Betrieb 40 g Polyphosphonat/min.
Der verdampfte Lösungsmitteldampf wird zusammen mit Stickstoffgas am oberen Auslaß des Spülturms abgeführt.
Man erhält ein poröses lineares Produkt mit einem Durchmesser von etwa 20 mm am unteren Ende des Spülturms. Das Produkt wird mit einem Schneider geschnitten und dann zu einem weißen Pulver zerkleinert. Das poröse lineare Produkt enthält 2,3 Gew.-",, Lösungsmittel. Das Pulver wird bei 104" C unter einem Druck von 12 mmHg während 3 h getrocknet. Man erhält Polyphosphonat mit einer inherenten Viskosität [η] von 0,397 bei 30° C (Lösungsmittelgehalt unterhalb 0,1%).

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Polypliiosphonat in fester, poröser Form aus einem Polyphosphonat. das erhalten wurde uurch Polykondensation eines aromatischen Diols der nachstehenden Formeln (I) bis (IV)
OH
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