DE247452C - - Google Patents

Info

Publication number
DE247452C
DE247452C DENDAT247452D DE247452DA DE247452C DE 247452 C DE247452 C DE 247452C DE NDAT247452 D DENDAT247452 D DE NDAT247452D DE 247452D A DE247452D A DE 247452DA DE 247452 C DE247452 C DE 247452C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tartar
liquid
bitartrate
raw
salts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT247452D
Other languages
English (en)
Publication of DE247452C publication Critical patent/DE247452C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/48Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by liquid-liquid treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

- Cjempiot
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247452 -, KLASSE 12 o. GRUPPE
GUSTAVE FERMAUD in GENF, Schweiz.
Verfahren zur Herstellung von Weinstein. Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1911 ab.
, Es ist- bekannt, daß die Löslichkeit von Weinstein durch den Zusatz von Alaun beeinflußt werden kann. Beim Abdampfen von Lösungen dieser Gemische erhält man aber klebrige Massen, die ein Gemisch von Alaun und Weinsäuresalzen enthalten.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren zur Herstellung von Weinstein geht von allen weinsäurehaltigen Roh-
ίο produkten (roher Weinstein, Weinhefe, Hefekristalle, Destillationskristalle, Treber usw.) aus und beruht auf den Schwankungen des chemischen Gleichgewichtes, welche durch Temperaturschwankungen in gelösten SaIzmischungen herbeigeführt werden.
Wenn man den Zweck verfolgt, die Löslichkeit von Kaliumbitartrat in der Wärme zu erhöhen und ihm dabei eine möglichst geringe Löslichkeit in der Kälte zu erteilen, so hat sich durch Versuche erwiesen, daß das Aluminiumchlorid oder -nitrat die besten praktischen Erfolge zur Erreichung dieses Zweckes ergibt.
Wenn man in der Wärme Kaliumbitartrat in einer chemisch neutralen Lösung von Aluminiumchlorid oder -nitrat auflöst, so löst sich beim Kochen eine der Säure des Salzes entsprechende Menge auf, und durch Abkühlung und Umrühren fällt fast die gesamte Menge des Bitartrats aus. Dieselbe Reaktion tritt bis zu den höchsten Konzentrationsgraden auf, und man kann ungefähr 120 Teile Bitartrat in 100 Teilen Flüssigkeit auflösen. Der weinsaure Kalk, welcher stets in mehr oder weniger großen Mengen in dem Rohmaterial vorhanden ist, löst sich gleichfalls beim Kochen, und durch Zusatz der berechneten Menge eines sauren Kalisalzes kann man ihn direkt in der Mutterlauge in Weinstein überführen. Die gewerbliche Anwendung dieses sehr einfachen Verfahrens ist folgende :
In einen mit einer Rührvorrichtung und einer Heizvorrichtung versehenen Bottich bringt man die Salzlösung und das Rohmaterial, welches durch vorgängiges Reiben oder Zermahlen auf den erforderlichen Grad der Zerkleinerung gebracht worden ist, um eine schnelle und vollständige Lösung zu erzielen.
Dann bringt man zum Kochen, was man eine Stunde lang aufrechterhält, dann entfärbt man mit Tierkohle oder mittels irgendeines anderen geeigneten Verfahrens und pumpt dann die Flüssigkeit durch eine Filterpresse. Die Preßrückstände werden mit kochendem Wasser gewaschen. Aus der filtrierten Flüssigkeit, welche man in mit Rührwerk versehene Bottiche laufen läßt, fällt beim Abkühlen Weinstein in Kristallen, die man wäscht, trocknet und pulvert, und die abgekühlte Flüssigkeit tritt wieder in die Fabrikation ein.
Der auf diese Weise erhaltene weiße Weinstein erster Kristallisation ist stets wenigstens 99 prozentig- Wenn die Rohmaterialien wesentliche Mengen von schwefelsaurem Kalk enthalten, so ist es zweckmäßig, diesen zu entfernen, um recht reine Weinsteine zu erhalten.
■ Ein großer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die antiseptischen Aluminiumsalze jede Gärung, selbst bei sehr hohen Hitzegraden verhindern.
Unter Verwendung von kristallisierten Rohweinsteinen und anderen hochgradigen Rohprodukten kann man leicht derart arbeiten, daß eine Konzentration von 50 Prozent an Bitartrat erhalten wird. Beim Arbeiten mit Rohmaterial von geringerem Gehalt nötigt die große Menge des Rückstandes dazu, diese Konzentration zu erniedrigen, aber man kann die von der Filterpresse abfließende kochende Flüssigkeit benutzen, um damit neue Mengen auszuziehen und die Flüssigkeit erst dann in , die Kristallisationsgefäße fließen lassen, sobald sie die gewünschte Menge von Weinstein enthält. Die anderen Verunreinigungen endlich, wie Eisensalze, Thonerdesalze, Kalksalze, Phosphate usw., welche in kleinen Mengen in gewissen Rohmaterialien enthalten sind und sich sonst in den Mutterlaugen anhäufen würden, werden von Zeit zu Zeit aus den Laugen durch ihre dazu geeigneten Reagentien ausgefällt.
Dieses neue Verfahren weist also gegenüber den früheren Verfahren folgende hauptsächlichsten Vorteile auf:
1. hohe Konzentration und demgemäß Fortfall einer bedeutenden Menge von Brennmaterial, von Handarbeit, an motorischer Kraft und an Materialaufwand;
2. Erzielung von weißem und reinem Weinstein, Cremor tartari, durch eine einzige Lösung und Filtration und mit sehr verminderten Entfärbungskosten;
3. Fortfall jeder Gärung der Flüssigkeiten zu allen Jahreszeiten;
4. fast vollständige Abwesenheit von mineralischen Nebenprodukten, hohe Ausbeuten und sehr niedriger Preis der für die Lösung benutzten Flüssigkeit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Weinstein, dadurch gekennzeichnet, daß zur Extraktion der Rohmaterialien heiße wäßrige Lösungen von Aluminiumchlorid oder Aluminiumnitrat benutzt werden.
    Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
DENDAT247452D Active DE247452C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE247452C true DE247452C (de)

Family

ID=506240

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT247452D Active DE247452C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE247452C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH629185A5 (de) Verfahren zur herstellung des monoalkalimetallsalzes von 8-amino-1-naphthol-3,6-disulfonsaeure.
EP0668845A1 (de) Verfahren zur herstellung einer hochdichten cäsium- und rubidiumsalzlösung.
DE579114C (de) Verfahren zur Herstellung von Tonerde
DE19819884A1 (de) Verfahren zum Erzeugen von Weinsäure aus einem Kaliumhydrogentartrat enthaltenden Rohmaterial
DE264005C (de)
DE1158459B (de) Verfahren zur Reinigung von Zuckersaeften mittels Hydroxylionenaustauscherharzen
DE732501C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalipercarbonat
DE292819C (de)
DE310309C (de)
DE30686C (de) Verfahren zur Zuckerfabrikation
DE495449C (de) Verfahren zur Darstellung von Camphen aus Pinenhydrochlorid oder -bromid
DE38282C (de) Verfahren zur Darstellung von freier Phosphorsäure und Alkaliphosphaten aus Thomasschlacke und anderen basischen Phosphaten mittelst Oxalsäure und deren Alkalisalze unter Regeneration der letzteren in diesem Verfahren
DE32271C (de) Verfahren zur Trennung von /?-Naphtylaminmonosulfosäuren
DE18722C (de) Verfahren zur Darstelluug von Magnesia oder Magnesiumcarbonat auf Ammonium-Magnesiumcarbonat
DE734217C (de) Verfahren zur Gewinnung reiner Tonerde
AT96518B (de) Verfahren zur Herstellung von Amidocymol.
AT87198B (de) Verfahren zur Gewinnung von Tonerde aus Aluminiumnitratlösungen.
DE104360C (de)
DE214252C (de)
US1023528A (en) Manufacture of cream of tartar.
DE257079C (de)
AT101649B (de) Verfahren zur Erzeugung von Preßhefe aus Melasse.
DE165310C (de)
DE286872C (de)
DE276707C (de)