DE247989C - - Google Patents

Info

Publication number
DE247989C
DE247989C DENDAT247989D DE247989DA DE247989C DE 247989 C DE247989 C DE 247989C DE NDAT247989 D DENDAT247989 D DE NDAT247989D DE 247989D A DE247989D A DE 247989DA DE 247989 C DE247989 C DE 247989C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dissolving
potassium
potassium chloride
solution
evaporation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT247989D
Other languages
English (en)
Publication of DE247989C publication Critical patent/DE247989C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04Chlorides
    • C01D3/08Preparation by working up natural or industrial salt mixtures or siliceous minerals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-=- M 247989 KLASSE 12/. GRUPPE
A.WERNICKE in HALLE a. S.,
In den chlormagnesiumhaltige Kalirohsalze verarbeitenden Chlorkaliumfabriken wird die Mutterlauge der Chlorkaliumkristallisation eingedampft, um das neben großen Mengen Chlormagnesium in der Mutterlauge vorhandene Chlorkalium noch zu gewinnen.
Diesen Verdampfungsprozeß nach Möglichkeit zu umgehen und zugleich durch den Löseprozeß neben der Chlorkaliumlösung eine Lauge
ίο von mindestens 24 Prozent Chlormagnesium herzustellen, welche beim Erkalten künstlichen Karnallit auskristallisieren läßt und nach dem Erkalten nur noch so wenig Chlorkalium enthält, daß dessen Gewinnung bei normalen Kohlenpreisen durch Verdampfung nicht mehr rentabel ist, ist der Zweck des vorliegenden Verfahrens.
Dieser Zweck wird in der Weise erreicht, daß bei einem kontinuierlich im Gegenstrom
ao wirkenden Löseapparat, der in beliebig viele Abteilungen geteilt ist, aus einer mittleren Löseabteilung eine solche Menge der Lösung zur direkten Chlorkaliumkristallisation abgezogen wird, daß der in die erste Löseabteilung gelangende Lösungsrest durch das dort kontinuierlich eingebrachte Rohsalz von so viel Chlorkalium befreit wird, daß dieser Lösungsrest nach dem Verlassen der ersten Löseabteilung und nach der bei der Abkühlung hierauf erfolgenden Ausscheidung von künstlichem Karnallit keinen wesentlichen Gehalt an Chlorkalium aufweist.
Das neue Verfahren kann beispielsweise wie folgt verwirklicht werden:
Wenn wir bei einem z. B. mit acht Löseabteilungen versehenen, zur Durchführung des Verfahrens dienenden Löseapparat, diejenige Abteilung, in welche das zu lösende Rohsalz eingetragen wird, mit ι und die Abteilung, in welche die Lösefiüssigkeit eintritt, und aus welcher der Löserückstand mechanisch ausgeworfen wird, mit 8 bezeichnen, so geht der Löseprozeß in folgender Weise von statten.
In Abteilung 8 tritt eine Löselauge mit etwa 15 bis 16 Prozent Chlormagnesium und etwa 6 bis 7 Prozent Chlorkalium ein und diese Löselauge findet in dieser Abteilung ein schon fast völlig ausgelöstes Salz vor. In Abteilung 7, 6, 5 und 4 sättigt sich die Löselauge mit Chlorkalium bis zu etwa 12 Prozent und mit Chlormagnesium bis zu etwa 20 Prozent. Aus Abteilung 4 wird etwa die Hälfte der hergestellten Chlorkaliumlösung durch einen an einer Seitenwand angebrachten Hahn zwecks Kristallisation kontinuierlich abgelassen, während die andere Hälfte durch eine an der Oberkante der Scheidewand zwischen Abteilung 3 und 4 angebrachte Aussparung nach Abteilung 3 übertritt und weiter nach Abteilung 2 und ι fließt. In diesen Abteilungen findet die Chlorkaliumlösung ein chlormagnesiumreiches Salz vor, nimmt Chlormagnesium unter Zersetzung des Rohkarnallits auf und läßt infolge der Anreicherung an Chlormagnesium Chlorkalium fallen, welches durch das Rührwerk des Löseapparates wieder nach Abteilung 4 und 5 geschafft wird.
' In Abteilung 1 haben wir nun eine stark chlormagnesiumhaltige Lösung, welche, nachdem sie zwecks Kristallisation abgelassen ist, was selbstverständlich kontinuierlich geschieht, beim Erkalten künstlichen Karnallit auskristallisieren läßt und nach dem Erkalten mindestens 24 Prozent Chlormagnesium enthält.

Claims (1)

  1. Der Chlorkaliumgehalt dieser Mutterlauge ist dann so gering, daß bei normalen Kohlenpreisen eine Verdampfung der Lauge, um das darin gelöste Chlorkalium noch zu gewinnen, nicht mehr rentabel ist.
    Bei dem heut üblichen Chlorkaliumdarstellungsverfahren aus Rohkarnallit kann man ohne Verdampfung nicht auskommen.
    In dem oben erläuterten Fortschritt wird ίο das Neue und Patentfähige der Erfindung erblickt.
    Pati; nt-Anspruch:
    Verfahren zum kontinuierlichen Lösen von chlormagnesiumhaltigen Kalirohsalzen in einem kontinuierlich nach dem Gegenstromprinzip arbeitenden Löseapparat, der in beliebig viele Abteilungen geteilt ist, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer mittleren Löseabteilung eine solche Menge der Lösung zur direkten Chlorkaliumkristallisation abgezogen wird, daß der in die erste Löseabteilung gelangende Lösungsrest durch das dort kontinuierlich eingebrachte Rohsalz von so viel Chlorkalium befreit as wird, daß er nach dem Verlassen der ersten· Löseabteilung und nach der bei der Abkühlung hierauf erfolgenden Ausscheidung von künstlichem Karnallit keinen wesentlichen Gehalt an Chlorkalium aufweist.
DENDAT247989D Active DE247989C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE247989C true DE247989C (de)

Family

ID=506735

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT247989D Active DE247989C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE247989C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1036821B (de) Verfahren zur Darstellung wasserloeslicher Ammonium- oder Metallsulfate, -nitrate oder -phosphate
DE247989C (de)
DE2365881C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Naßphosphorsäure
DE856690C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von wasserfreiem Natriumsulfat aus einem verbrauchten Viscosefaellbad
DE939107C (de) Verfahren zur Chemikalienrueckgewinnung aus waessrigen, Kaliumacetat und Essigsaeure enthaltenden, verbrauchten Spinnbaedern, wie sie bei der Kunstseidenherstellung nach dem Nassspinnverfahren von Celluloseacetat anfallen
DE2208033A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Magnesium chlond Mineralgehalten aus Carnallit durch Losungsabbau
DE1168877B (de) Verfahren zur Aufarbeitung der bei der Herstellung von Titandioxyd durch Hydrolyse anfallenden schwefelsauren Mutterlauge
DE235751C (de)
DE388789C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorkalium aus Carnallit
DE756450C (de) Verfahren zum Aufarbeiten von plattiertem Eisen
DE316215C (de)
DE54131C (de) Verfahren zur Aufarbeitung der bei der Kupfergewinnung durch Chlorirung entstehenden Mutterlaugen
DE125206C (de)
DE3215735C2 (de)
DE491567C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumnitrat
DE570593C (de) Verfahren zur Trennung isomorpher Salze
DE857345C (de) Verfahren zur Verwertung der beim Kalimagnesiaprozess anfallenden Umsetzungslauge
DE482253C (de) Verfahren zur Darstellung von reinem Kaliumcarbonat
DE531890C (de) Verfahren zur Gewinnung von an Rubidium und Caesium angereicherten Carnalliten
DE166558C (de)
DE378907C (de) Verfahren zur Gewinnung von Ammoniumchlorid aus den Ammoniaksodamutterlaugen
DE10701C (de) Verfahren zur Trennung von Natrium- und Magnesiumchlorid vom Kalium-Magnesiumsulfat im Kainit
DE214948C (de)
DE53237C (de) Verfahren zur Darstellung von Kaliummagnesiumsulfat und Chlorkalium durch combinirte Verarbeitung von Kainit, Sylvinit u. s. w
DE974061C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Kalisalpeter