DE2506524C3 - Geruchsbeseitigungs-Gerät - Google Patents
Geruchsbeseitigungs-GerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Geruchsbeseitigungs-Gerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein Gerät dieser Art ist aus der DE-PS 9 66 405 bekannt. Im Intel esse wirkungsvoller Verdunstung
einer geruchsbeseitigenden flüssigen Verbindung im Innern des aufrechtstehenden Behälters ist dieser mit
einer fertigungstechnisch kompliziert ausgebildeten Anordnung zur Halterung von porösen Verdunstungskörpern ausgestattet, in die die zu verdunstende
Flüssigkeit vom Boden des Behälters aus über einen Docht eingeleitet wird. Um die Verdunstungsintensität
beeinflussen zu können, wird der mit den öffnungen versehene obere Bereich des Behäkers von einer Haube
dicht umschlossen, die ihrerseits mit entsprechenden öffnungen ausgestattet ist, um den wirksamen Öffnungsquerschnitt
durch Verdrehen der Öffnungs-Gruppen gegeneinander vorgeben zu können.
Ein gleichartiges Geruchsbeseitigungs-Gerät, bei dem
jedoch ein Einbau eines gesonderten Verdunstungskörpers mit dochtartiger Verbindung zum Verdunstungsmittel-Vorratsraum
hin nicht vorgesehen ist, ist aus dem DE-GM 17 18 673 bekannt.
Aus der GB-PS 7 78 600 ist ein Geruchsbeseitigungs-Gerät bekannt, das mit Verdunstungsmitteln in fester
Konsistenz ausgestattet ist, die nach Schrumpfung infolge Verbrauches durch eine öffnung in eine
Ablageschale herunterfallen, wobei diese Durchtrittsöffnung zugleich den Luftzutritt bestimmt. Über der
Halteständeranordnung mit Durchtrittsöffnung für verbrauchte Verdunstungskörper ist eine anhebbare
Haube zur Variation des wirksamen Querschnittes von Lufteintrittsöffnungen angeordnet, die in der Seitenwand
des Halteständen angeordnet sind.
Aus der GB-PS 4 64 8:>0 ist ein ähnliches Geruchsbeseitigungs-Gerät
bekannt, das zur Aufnahme eines zylindrischen, der Geometrie des Gerätes angepaßt
ausgebildeten Festsloffkörpers vorgesehen ist. Hinsichtlich seiner Schlitzhauben-Anordnung entspricht
dieses Geriit der vorerwähnten Ausbildung eines Geruchsbescitigungs-Gerätes.
Aus der FR-PS 3 79 844 ist ein Desinfektionsgerät bekannt, das gleichzeitig der Desinfektion der Luft bzw.
der Geruchsbeseitigung und der Desinfektion von Wasserläufen und Wasserbecken im Sanitärbereich
dient. Für die Luftbeeinflussung ist ein zylindrischer Behälter mit einer Wandung aus als Docht wirkendem
Material vorgesehen, der in seinem in Gebrauchsstellung unteren Bereich mit einer Desinfektionsflüssigkeit
gefüllt ist. Die Wandung dieses Behälters wird in geringem, von Distanzstücken bestimmtem Abstand
von einem stirnseitig geschlossenen Hohlzylinder eng umgeben, der oberhalb des Flüssigkeitsspiegels und in
ίο der oberen Stirnwand Durchbrechungen für den
Luftzutritt zur Docht-Wandung des Innenbehälters aufweist. Im Boden des inneren Behälters ist ein
Tropfenventil angeordnet, über das ein Docht benetzt wird, der auf dem Boden des Außenbehälters liegt. Das
gegenüberliegende Ende dieses Dochtes ragt in ein Wasserrohr hinein, um eins syphonartige Strömungsverbindung zu demjenigen Wasserlauf herzustellen, von
dem ein Teil in einer Schale, beispielsweise in einem Klosettbecken, als mit Desinfektionsmittel versetzte
Flüssigkeit stehenbleiben soll.
Die vorbekannten Geruchsbeseitigungs-Geräte befriedigen nicht in Hinblick auf die Anforderungen nach
universeller Einsatzmöglichkeit in der Praxis insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich. Geräte, die für
feste Verdunstungskörper bestimmt sind, sind nicht flexibel genug einsetzbar, zumal dann, wenn die Geräte
eine bestimmte Formgebung des Verdunstungskörpers verlangen. Auf verdunstender Flüssigkeit beruhende
Geruchsbeseitigungs-Geräte sind zwar flexibler einsetzbar, da die Wirklösung vom Anwender beliebig
zusammengemischt und insbesondere das Konzentrat durch entsprechende Wasserzugabe beliebig verdünnt,
die Intensität der Geruch· beseitigun^swirkung also in
weiten Grenzen beeinflußt werden kann; die überwiegend im Einsatz befindlichen Dochtgeräte weisen
jedoch den Nachteil auf, daß der Docht im Lauf der Zeit infolge Verschmutzung seine Wirkung verliert. Geräte
mit einstellbaren Luftzutritisöffnungen sind regelmäßig dafür ausgelegt, einen vollständigen Verschluß des
Gerätes zur Unterbrechung seiner Wirkung herbeiführen zu können. Geruchsbeseitigungs-Geräten dieser Art
ist für die praktische Anwendung insbesondere der ganz wesentliche Nachteil zu eigen, daß die wirksame Fläche,
in der im wesentlichen die Wechselwirkung zwischen vorbeistreichender Uttigebungsluft und den Verdunstungsprozeß
hervorrufender eingetretene. Luft stattfindet, maximal durch die Bemessung des Behälters und
tatsächlich durch die eingestellten Öffnungsquerschnitte bestimmt ist. Die Behälterabmessungen werden im
Regelfalle aber möglichst klein gewählt, nämlich nicht
nur aus ästhetischen Gründen und aus Gründen der Materialersparnis, sondern auch zur Vermeidung einer
unnötig großen Verdunstungsobcrflächc der im Gerät angeordneten Lösung
Demgegenüber liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, daß es durchaus genügen müßte, die
Steuerung der Wirkung des Geruchsbeseitigung-Gcrätes über eine Konzentrationsbecinflussiing der Lösung,
also über Zugabe von Wasser oder von Konzentrat,
bo durchzuführen, wobei die Wirkung auf die umgebende
Luftströmung durch Abkehr von dem gedrängten Aufbau in Hinblick auf den Querschnitt des FKissigkeitsbehälters
spürbar verstärkbar sein müßte; und aus dieser Erkenntnis heraus liegt der F.rfindunt die
μ \ufgabe zugrunde, ein gleichermaßen preiswert erstellbares
wie einen hohen praktischen Gebrauchswert aufweisendes Gmichsbcseiligungs-Geräi der gattungsgemäßen
Art zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemaß bei einem Geruchsbeseitigungs-Gerät eingangs genannter Art
dadurch gelöst, daß es mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Anspruches 1 ausgestattet
ist.
Ein solches Geruchsbeseitigungs-Gerät erfindungsgemäßer Ausbildung weist gleichermaßen die Vorteile
eines fertigungstechnisch preiswerten Aufbaus und großer Wirkung auf die umgebende Luftströmung bei
ästhetischer Gesamtgestaltung und einfacher Zuganglichkeit des Vorratsraumes für die Verdunstungslösung
auf. Denn aufgrund des übergestürzten, glockenförmigen Hohlkegelstumpfas mit nach oben sich verjüngendem
Querschnitt fällt das aus den Flächen-Öffnungen nach oben austretende verdunstete Geruchsbeseitigungsmedium
zunächst den Hohlraum dieser Überglokke aus, ehe es diesen Hohlraum am unteren Rande
verläßt, wo die Überglocke einen wesentlich größeren Radius aufweist, als die Flasche selbst im Bereiche ihrer
Austrittsöffnungen. Daraus resuJtierl, daO ein wesentlich
größerer Volumenanteil der in der näheren Umgebung am Gerät vorbeistreichenden Luft, etwa der Zuströmung
zu einem Abluftkanal einer Stallung, mit den über eine großflächige Kreiszone aus dem Gerät herauswallenden
Verdunstungsmittel durchwirbelt und geruchsneutral beeinflußt werden kann. Die Handhabung
insbesondere in Hinblick auf Zugabe von Verdünnungsflüsigkeit, oder von Konzentrat zur Erhöhung der
geruchsbeseitigenden Wirkung, ist überaus einfach, weil der aufrechtstehende und nur im obersten Bereich mit
Austrittslöchern ausgestattete flaschenförmige Behälter im Innern keine weiteren Konstruktionselemente — wie
etwa zur Halterung von porösen Verdunstungskörpern oder von festem Verdunstungsmaterial — aufweist, so
daß das Innere dieser Flasche nach Abschrauben des Deckels unter gleichzeitiger Abnahme der Überglocke
nicht nur leicht zugänglich sondern auch einfach rcinigbar ist.
Die haubenförmige Überglocke vermittelt schließlich einen lampenförmigen Charakter dieses Gerätes, so daß
es nicht als störender Sanitärartikel empfunden wird,
wenn es, beispielsweise in landwirtschaftlichen Kleinbetrieben, in unmittelbarer Angrenzung an den
Wohnhereich, z. B. am Durchgang zu einer Stallung, aufgestellt oder aufgehängt wird.
Die weiterbildende Maßnahme gemäß Anspruch 2 erbringt den anwendungsorientierten Vorteil, eine
Halterung beispielsweise an einer Wand fest montieren zu können und für Nachfüll- oder Reinigungszwecke
daraus die im oberen Bereich gelochte Flasche mit der Überglocke einfach entnehmen zu können, beispielsweise
um sie einfach reinigen oder nachfüllen bzw. gegen eine andere, etwa ein anders eingefärbtes Exemplar,
austauschen zu können.
Die zusätzliche Maßnahme nach Anspruch 3 ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das erfindungsgemäß
ausgestattete Geruchsbeseitigungs-Gerät nicht frei in einer großräumigen Umgebung aufgestellt oder
aufgehängt ist, sondern in einen Luftkanal, etwa in einen Stallungs-Abluftkanal eingehängt werden soll. Die
untere, nach oben geöffnete Überglocke wirkt dann als Abweiser für die räumlich konzentrierte Luftströmung,
um zu vermeiden, daß diese sich in der oberen, nach unten und damit der Strömungsrichtung entgegen
geöffneten Überglocke fängt, was nicht nur strömungstechnisch in Hinblick auf die Wirkung des Abluftkanales
ungünstig wäre, sondern auch einen unerwünscht starken Verbrauch der Reinigungs-Verdunstungslösung
zur Folge haben könnte.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen mit Hilfe von schematischen
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Gerätes nach der Erfindung mit Zierfuß.
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel nach der Erfindung mit einer zweiten Überglocke.
In F i g. 1 !st die Überglocke mit 1 und die Flasche,
welche das Geruchsbeseitigungsmittel enthält mit 2 bezeichnet. 4 ist eine mit einem Ring 15 versehene
Hutmutter 4, die auf das Gewinde 6 aufgeschraubt ist, welches seinerseits ein einstückiger Bestandteil der
Flasche 2 ist. Diese Flasche wird zweckmäßig aus Kunstsoff hergestellt.
Die Flasche 2 ist in einem I falter 7 angeordnet, der als
zylindrisches Gefäß für die Aufnahme des unteren Teils der zylindrischen Flasche ausgebildet ist. Der Halter 7
ist mit weiteren Halterungsteilen 8 verbunden, die es ermöglichen, das Gerät an der Wand zu befestigen. 9 ist
ein Ziersockel, so daß das Gerät auch an beliebiger Stelle, beispielsweise auf einem Fenstersims, aufgestellt
werden kann.
10 sind öffnungen für den Austritt der Geruchsbeseitigungslösungen.
Bei dem Ausführungsbeispie! nach Fig. 2 wird der
Zierfuß 9 nach F i g. 1 weggelassen und an Stelle des Behälters 7 n.ich F i g. 1 ein Behälter 10 angeordnet, der
bis zur Standfläche des Gerätes herunterreicht und einen Boden 11 aufweist, auf dem die Flasche 2 aufsitzt.
12 ist genau die gleiche Überglocke wie 1 in den Fig. 1
und 2 und dient lediglich der Verschönerung des gesamten Gerätes.
Hie.-zu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Geruchsbeseitigungs-Gerat mit einer aufrechtstehenden Flasche für eine chemische Geruchsbeseitigungs-Lösung,
die im oberen Bereich ihrer Wandung öffnungen aufweist und von einem nach
oben geschlossenen Bauelement ringsum umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Bauelement eine ringsum und oben geschlossene Überglocke (1) in Form eines Hohlkegelstumpfes
mit sich nach unten erweiterndem Rand ist, die im Bereich, in dem die Flasche (2) die Öffnungen (10)
aufweist, die Flasche (2) in einem Abstand umgibt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flasche (2) im unteren Bereich in einem
Behälter (7) gehaltert ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenbereich der Flasche
(2) in einer unteren, der oberen entsprechenden und nach oben geöffneten Überglocke (13) angeordnet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752506524 DE2506524C3 (de) | 1975-02-15 | 1975-02-15 | Geruchsbeseitigungs-Gerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752506524 DE2506524C3 (de) | 1975-02-15 | 1975-02-15 | Geruchsbeseitigungs-Gerät |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2506524A1 DE2506524A1 (de) | 1976-08-26 |
| DE2506524B2 DE2506524B2 (de) | 1979-12-06 |
| DE2506524C3 true DE2506524C3 (de) | 1980-08-21 |
Family
ID=5939017
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752506524 Expired DE2506524C3 (de) | 1975-02-15 | 1975-02-15 | Geruchsbeseitigungs-Gerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2506524C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4378710A (en) | 1979-09-06 | 1983-04-05 | Getrag Getriebe-Und Zahnradfabrik Gmbh | Variable-speed transmission for motor cars |
-
1975
- 1975-02-15 DE DE19752506524 patent/DE2506524C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4378710A (en) | 1979-09-06 | 1983-04-05 | Getrag Getriebe-Und Zahnradfabrik Gmbh | Variable-speed transmission for motor cars |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2506524B2 (de) | 1979-12-06 |
| DE2506524A1 (de) | 1976-08-26 |
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Legal Events
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