DE2520173A1 - Glucopyranosido-1,6-mannit, ein verfahren zu seiner herstellung sowie seine verwendung als zuckeraustauschstoff - Google Patents
Glucopyranosido-1,6-mannit, ein verfahren zu seiner herstellung sowie seine verwendung als zuckeraustauschstoffInfo
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Description
Süddeutsche Zucker-Aktiengesellschaft
68 Mannheim 1 2520173
Maximilianstr. 1o
Patentanmeldung ·
Glucopyranosido-1,6-mannit, ein Verfahren zu seiner Herstellung
sowie seine Verwendung als Zuckeraustauschstoff
Gegenstand der Erfindung ist der neue Glucopyranosido-1,6-mannit
der Formel-
■ CH2OH
HO-C-H HO-C-H H-C-OH H— C - OH
CH2
ein Verfahren zu seiner Herstellung aus Isomaltulose sowie seine Verwendung als Zuckeraustauschstoff. I
Aus der deutschen Patentschrift 2 217 628 ist es bekannt geworden, daß man Isomaltit aus Isomaltulose durch Hydrierung
in alkalischer wässriger Lösung herstellen kann.
Es wurde nun gefunden, daß unter veränderten Bedingungen der
Hydrierung der Isomaltulose, nämlich in neutralen wässrigen
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Lösungen, die "beiden stereoisomeren Formen, nämlich Isomaltit
und Glucopyranosido-1,6-mannit, etwa im Gewichtsverhältnis
1 : 1 gebildet werden, und daß es gelingt, beide Substanzen durch fraktionierte Kristallisation aus wässrigen Lösungen
voneinander zu trennen und rein darzustellen. Wegen der bedeutend geringeren Löslichkeit des Glucopyranosido-1,6-mannits
im Temperaturbereich von O bis 6o C kristallisiert dabei zuerst
diese Substanz aus (Fig. 1).
Es war überraschend und nicht zu erwarten, daß der so hergestellte
Glucopyranosido-1,6-mannit sich im Tierexperiment als
nichtspaltbar und nichtresorbierbar erwies und daher als Zuckeraustauschstoff für Diabetiker geeignet ist. Er stellt
somit eine wertvolle Bereicherung der Diätetik dar. Der erfindungsgemäße Reaktionsablauf kann durch das folgende
Reaktionsschema veranschaulicht werden:
OH
CH2OH
CH2OH HO-9-H
Cx 0 Tr HO-C-H
\ ( H-(J-OH
i\fH L·? E
17, y\—0
17, y\—0
7 y
HO , ι
H OH
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Gegenüber dem in der deutschen Patentschrift 2 217 628 beschriebenen
Verfahren kann die Hydrierung der Isomaltulose bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bei einem höheren Trockensubstanzgehalt
(6o bis 7o %) erfolgen, wobei nach der Hydrierung der Katalysator noch in der Wärme bei etwa 8o°C durch
Dekantation oder Zentrifugieren abgetrennt und aus dieser Lösung der Glucopyranosido-1,6-mannit sofort durch Kühlung
zum Kristallisieren gebracht wird. Auf diese Weise entfällt die Vollentsalzung der hydrierten Lösung und das sich daran anschließende
Eindampfen der vollentsalzten hydrierten Lösung zum überwiegenden Teil. Die dann noch nötige Wasserverdampfung
beträgt nur etwa 3o %, wie bei dem Verfahren nach der deutschen
Patentschrift 2 217 628.
Nachdem der Katalysator aus der hydrierten Lösung abgetrennt worden ist, erfolgt die Abkühlung der hydrierten Lösung
gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren mit einer Abkühlgeschwindigkeit
von o,5 bis 2 C/Stunde unter ständigem Rühren in einer Kühlmaische. Zur besseren Kristallisation
des Glucopyranosido-1,6-mannits werden bei etwa 7o°C der Lösung Anregekristalle, etwa 5 bis 1o ?6,auf den Trockensubstanzgehalt
der Lösung bezogen, zugesetzt. Nach Abkühlen auf etwa 3o C, also nach einer Kristallisationszeit von 24 bis 48 Stunden, wird der Glucopyranosido-1,6-mannit
auf Siebkorbzentrifugen aus der Kristallsuspension abgetrennt und die Mutterlauge anschließend einer Verdampfungskristallisation
zur Gewinnung des Isomaltits unterworfen.
Der durch Zentrifugieren abgetrennte Glucopyranosido-1,6-mannit
wird nochmals aus wässriger Lösung umkristallisiert, um die Substanz chemisch rein zu gewinnen. Die Umkristailisation
des Glucopyranosido-1,6-mannits erfolgt durch Herstellen einer bei 8o°C gesättigten Lösung mit sich daran
anschließender Kühlungskristallisation in einer Kühlmaische,' wiederum mit einer Abkühlgeschwindigkeit von o,5 bis 2 C/Stun-
ß'O 9849/0961
de. Der auskristallisierte Glucopyranosido-Ί ,6-mannit wird
auf einer Siebkorbzentrifuge abgetrennt und im Heißluftstrom getrocknet; ' .
Obwohl das so gewonnene Produkt rieselfähig ist und völlig trocken erscheint, hat es einen Wassergehalt von 5 bis 7 %
und einen Schmelzpunkt von 1o3 bis 125°C. Den exakten Schmelzpunkt
der wasserfreien Substanz erhält man, wenn man z. B. das wasserhaltige Produkt im Vakuumtrockenschrank bei 1o5 C
und 15 mbar zum Schmelzen bringt und aus der Schmelze das Wasser verdampfen läßt. Dieser Vorgang ist in etwa 4 bis 5
Stunden beendet, und die Schmelze beginnt dann wieder zu rekristallisieren. Eine so behandelte Probe hat einen
Wassergehalt von ^ o,1 % und einen Schmelzpunkt = 173,5 C.
Spezifische Drehung o^0= + 9o,5 0 (c = 2 in Wasser) '
Aus der Mutterlauge der ersten fraktionierten Kristallisation kann durch Verdampfungskristallisation bei etwa 1oo bis
2oo mbar Isomaltit gewonnen werden, indem bis auf ca. 75 % .Trockensubstanzgehalt die Lösung eingedampft, die Lösung
mit Impfkristallen angeimpft und die Kristallisation bis- zu einem Trockensubstanzgehalt in der Kristallsuspension von
85 % weitergeführt wird.
Dieses dauert 8 bis 1o Stunden. Die Kristallsuspension wird
dann in eine Kühlmaische gegeben und mit einer Abkühlgeschwindigkeit
von o,5 bis 2°C/Stunde auf 3o°C abgekühlt. Die Kristallsuspension wird auf einer Siebkorbzentrifuge
abgetrennt, die Mutterlauge einer erneuten Kristallisation unterworfen. Der so gewonnene Isomaltit wird aus wässriger
Phase umkristallisiert und durch Zentrifugieren gewonnen. Nach Trocknen im Heißluftstrom hat der Isomaltit einen
Wassergehalt von ^ o,5 %. Die Konstanten für den Isomaltit
nach Trocknen im Vakuumtrockenschrank bei 1o5 C und 15 mbar
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Schmelzpunkt = 168°C
Spezifische Drehnungc^0 = + 9o,5° (c = 2 in Wasser).
Die Schmelzpunkte der beiden Substanzen wurden in einer Schmelzpunktbestimmungsapparatur
nach TOTTOLI bestimmt, wobei eine Temperaturerhöhung von 5°C/Minute eingehalten wurde.
Da de üblichen physikalischen Daten, die zur Charakterisierung von Substanzen dienen, für Isomaltit und Glucopyranosido-1,6-mannit
sehr ähnlich sind, wurden beide Substanzen zusätzlich durch ihre Nonaacetate näher charakterisiert:
Glucopyranosido-1,6-mannit - Nonaacetat
Schmelzpunkt = 105,5 - 1O9,2°C (Fusomat)
spezifische Drehung (c = 1,1 in Chloroform)
91,5°
95,5°
108,2°
180,5°
304,4°
| M | 20 | 589 |
| W | 20 Hg |
578 |
| H | 20 Hg |
546 |
| H | 20 Hg |
436 |
| 20 Hg |
365 |
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Isomaltit - Nonaacetat
Schmelzpunkt = 112,0 - 115,2°C (Fusomat)
spezifische Drehung (c = 1,1 in Chloroform)
D° 589 - + 7O'4°
Ig 578 - + 73'5°
Ig 578 - + 73'5°
r ι 20
Hg 546 = + 83,1°
Hg 436 - + 138'6°
Hg 436 - + 138'6°
365 - +209,2°
Die Löslichkeit von Glucopyranosido-1,6-mannit und von Isomaltit
in Abhängigkeit von der Temperatur ist in der Figur 1 dargestellt. Danach ist die Löslichkeit des Glucopyranosido-1,6-mannit
bedeutend niedriger als die des Isomaltits, sie reicht jedoch aus technologischer Sicht, um Glucopyranosido-1,6-mannit
als Süßungsmittel für Getränke und Nahrungsmittel einzusetzen.
Bei Zimmertemperatur werden Glucopyranosido-1,6-mannit-Lösungen
selbst von 1 η Säuren nicht gespalten. Man erhält eine Spaltung von Glucopyranosido-1,6-mannit in Glucose und Mannit, wenn
man die Hydrolyse in 2 η Salzsäure bei 1oo°C über 3 Stunden durchführt. Glucopyranosido-1,6-mannit ist somit eine gegen
Säuren sehr stabile Substanz, was für die Weiterverarbeitung von Wichtigkeit ist.
.609849/09 S 1
Glucopyranosido-1,6-mannit wird von Hefen nicht vergoren, auch
wird Glucopyranosido-1,6-mannit nicht von handelsüblichen Invertasepräparaten und von gereinigten o£-Glucosidasen bei
Zimmertemperatur gespalten. Aufgrund dieser Befunde war anzunehmen, daß Glucopyranosido-1,6-mannit auch von den in den
Mucosazellen des Dünndarmes des Menschen verankerten Glucosidasen nicht gespalten und somit nicht resorbiert werden kann.
Die Annahme der Nichtspaltbarkeit und der Nichtresorbierbarkeit des Glucopyranosido-1,6-mannits konnte im Tierexperiment
an Ratten bereits bestätigt werden, wobei Glucopyranosido-1,6-mannit-Lösungen
direkt in den Dünndarm der Tiere gegeben wurden und im Pfortaderblut die Veränderung der Blutzuckerwerte
(Glucose, Fructose, Mannit) in Abhängigkeit von der Zeit gemessen wurde. Nach Zugabe von Glucopyranosido-1,6-mannit
trat kein nennenswerter Anstieg des Blutglucosewertes auf. Auch bei Verzehr von bis zu 1oo g Glucopyranosido-1,6-mannit
morgens nüchtern trat bei stoffwechselgesunden Probanden keine Veränderung des Blutzuckerspiegels auf, und es
erfolgte keine Insulinausschüttung. Da Glucopyranosido-1,6-mannit somit nicht resorbiert wird, ist es ein süßschmeckender,
gut wasserlöslicher, struktur-, textur- und körperbildender Füllstoff in Nahrungs- und Genußmitteln sowie in Getränken,
die auch für Diabetiker geeignet sind.
Wie in vergleichenden Geschmackstests mit jeweils 15 bis 3o Personen ermittelt wurde, beträgt die Süßkraft von Glucopyranosido-1
,6-mannit 45 % der der Saccharose. Die Süßkraft wurde gegen 7- und 8&Lge wässrige Saccharoselösungen im Dreieckstest
ermittelt. Das Geschmacksbild des Glucopyranosido-1,6-mannit
ist dem der Saccharose sehr ähnlich, da Glucopyranosido-1 ,6-mannit-Lösungen gegenüber gleichsüßen Saccharoselösungen
von Testpersonen·statistisch nicht oder nur schwach gesichert unterschieden werden können. Die Süße von Glucopyranosido-1
,6-mannit ist mild und ohne Bei- oder Nebengeschmack.
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Gelegentlich kann.es erwünscht sein, diese Eigenschaften des
Glucopyranosido-1,6-mannits zu variieren. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß Glucopyranosido-1,6-mannit mit anderen
kalorienfreien Süßungsmittel wie Isomaltit, Maltit, Lactit
uswi vermischt. Im Falle von Mischungen von Glucopyranosido-1,6-mannit
mit Isomaltit kann entweder die hydrierte Lösung nach Vollentsalzung über Ionenaustauscher sofort getrocknet
werden (Sprühtrockner, Walzentrockner, Gefriertrocknung), oder aus der hydrierten Lösung kann nach Abtrennen des
Katalysators durch Verdampfungskristallisation das Gemisch der beiden Substanzen kristallin gewonnen werden. Auch die
Verwendung der hydrierten vollentsalzten Lösung in flüssiger Form ist möglich, da bei der Hydrierung nur Spuren von Sorbit
gebildet werden.
Zur Erhöhung der Süßkraft von Glucopyranosido-1,6-mannit
auf die von Saccharose oder auf eine höhere Süßkraft wird erfindungsgemäß Glucopyranosido-1,6-mannit in fester Form
zusammen mit künstlichen Süßstoffen, wie Benzoesäuresulfimid,
Cyclohexylsulfamat·oder Fhenylalaninasparaginsäuremethylester
vermischt.oder instantisiert. Mit künstlichen Süßstoffen aufgesüßte
Glucopyranosido-1,6-mannit-Lösungen können zusammen getrocknet (Sprühtrocknung, Walzentrocknung, Gefriertrocknung
usw.) oder direkt so verwendet werden.
Ebenso kann erfindungsgemäß Glucopyranosido-1,6-mannit in
fester oder flüssiger Form mit anderen nährenden süßschmeckenden Kohlenhydraten, z. B. Fructose, Xylit, Sorbit, im Falle
von Fructose z. B. im Gewichtsverhältnis von 1 : 1,vermischt werden, um die Süßkraft dieses Gemisches annähernd auf die
von Saccharose zu bringen.
Bei der Zubereitung von Speisen und Getränken im Haushalt,
z. B. beim Backen,. Einmachen, Gelieren und bei der Zubereitung von Getränken, sowie bei der industriellen Fertigung von
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252 Q113.
P 25 2o 173.4 23. Juni 1975
Süddeutsche Zucker-AG
Nahrungs-, Genußmitteln und Getränken kann Glucopyranosido-1,6-mannit
allein oder als Glucopyranosido-1,6-mannit-Süßstoff-Gemisch
wie normaler Zucker (Rüben- oder Rohrzucker) verwendet werden. Wegen aller dieser Eigenschaften soll
Glucopyranosido-1,6-mannit als Zuckeraustauschstoff verwendet werden, der vor allem für Diabetiker und für Adipöse geeignet
ist.
6,5 kg Isomaltulose wurden bei 8o°C unter ständigem Rühren
in 3,5 kg Wasser aufgelöst. Die so entstandene 65 gew.-%ige
wässrige Isomaltuloselösung wurde sofort ohne Abkühlung in einen beheizbaren und mit Rührwerk versehenen Autoklaven
mit einem Fassungsvermögen von 2o 1 übergeführt und dort mit einer wässrigen Katalysatorsuspension, die 5oo g Raney-Nickelkatalysator
enthält, versetzt. Der Autoklav wurde verschlossen und die darin enthaltene Luft durch zweimaliges
Ausspülen mit Stickstoff verdrängt. Dann wurde auch der
Stickstoff durch Ausspülen mit Wasserstoff entfernt. Danach wurde der Autoklav mit Wasserstoff mit einem Druck von
1oo kp/cm gefüllt und unter ständigem Rühren auf 12o°C
aufgeheizt. Sobald diese Temperatur erreicht wurde, wurde die Heizung ausgeschaltet und der Autoklav unter ständigem
Rühren auf So - 9o°C abkühlen gelassen. Der Zeitbedarf für das Aufheizen und Abkühlen betrug ca. 3 Stunden.
Diese Zeit reichte für die vollständige Hydrierung der Isomaltulose
aus. Der pH-Wert der Reaktionssuspension betrug
vor und nach der Hydrierung 7,o. Nach dem öffnen des Autoklaven wurde der Inhalt noch bei 8o°C zentrifugiert und so vom Nickel
befreit. Die gaschromatographische Untersuchung der hydrierter Lösung nach Veresterung mit Ν,Ν-Bis-trimethylsilyl-trifluoracetamid
ergab, dass Glucopyranosido-1,6-manni.t und Isomaltit
im Gewichtsverhältnis 1:1 vorliegen und dass in der Lösung ausser diesen beiden Substanzen nur Spuren Sorbit gebildet
werden.
-9-
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Daran anschließend erfolgte eine Kühlungskristallisation des Glucopyranosido-1,6-mannit. Hierzu wurden 3oo g Glucopyranosido-1,6-mannit-Kristalle
mit einer Korngröße von o,1o - o,15 mm der Lösung zugesetzt und die Lösung mit einer Kühlrate von
1»5°C pro Stunde auf 3o°C abgekühlt. Danach wurden die Glucopyranosido-1 ,6-mannit-Kristalle auf einer Siebkorbzentrifuge
von der Mutterlauge abgetrennt. Dabei wurden 1,9 kg Glucopyranosido-1 ,6-mannit in Kristallform gewonnen. Er wurde einer
erneuten Kristallisation aus wässriger Lösung unterworfen und dadurch weiter gereinigt.
Die Mutterlauge der ersten Kristallisation, die an Isomaltit angereichert war, wurde nach Verdampfung auf 75 % Trockensubstanzgehalt
einer Verdampfungskristallisation unterworfen, wobei eine Endkonzentration von 85 % Trockensubstanzgehalt
eingestellt wurde. Der Zeitbedarf für die Verdampfungskristallisation betrug 8 Stunden. Danach wurde die Kristallsuspension
in einer Kristallisationsmaische mit einer Kühlrate von 1,5 C/Stunde auf 3o C abgekühlt und daraus durch Abzentrifugieren
in einer Siebkorbzentrifuge der Isomaltit in Kristallform gewonnen. Die Ausbeute an Isomaltit betrug 1,6 kg.
Er wurde einer erneuten Kristallisation aus wässriger Lösung unterworfen und dadurch weiter gereinigt.
Die Mutterlauge der zweiten Kristallisation, die wiederum den Isomaltit und den Glucopyranosido-1,6-mannit im Verhältnis
von ungefähr 1 : 1 enthielt, wurde auf 75 % Trockensubstanzgehalt eingedampft und daraus durch erneute fraktionierte
Kristallisation zuerst 1,4 kg Glucopyranosido-1,6-mannit und dann 1,4 kg Isomaltit gewonnen.
Gemäß dem Verfahren nach Beispiel 1 wurden 7,5 kg Isomaltulose bei 8o C zu einer 75 gew.-J&Lgen wässrigen Lösung gelöst und in
einen beheizbaren und mit Rührwerk versehenen Autoklaven mit
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einem Fassungsvermögen von 2o 1 übergeführt und dort mit einer
wässrigen Katalysatorsuspension, die 5oo g Raney-Nickel enthielt, versetzt. Danach wurde die Hydrierung und
Kristallisation, wie in Beispiel 1 beschrieben, durchgeführt. Die eingesetzte Isomaltulose war nach einer Reaktionszeit
von 3 Stunden vollständig zu je 3,75 kg Isomaltit und Glucopyranosido-1,6-mannit
hydriert. Daraus konnten durch die fraktionierte, in Beispiel 1 näher beschriebene, Kristallisation
je 3,45 kg Isomaltit und Glucopyranosido-1,6-mannit
in Kristallform gewonnen werden.
-1ο-
Claims (5)
1. Glucopyranosido-1,6-mannit der Formel
CH2OH CH20H
i HO C-H
C *. H Y
/A ' \l · H
C-OH
'vOH H? H
C —OH
c σ ι ο ——.— CH2
H OH
OH
2. Verfahren zur Herstellung von Glucopyranosido-1,6-mannit,
dadurch gekennzeichnet, daß man neutrale wässrige Lösungen von Isomaltulose, die einen Trockensubstanzgehalt von
über 5o % haben, katalytisch hydriert und der Glucopyranosido-1 ,6-mannit durch fraktionierte Kristallisation als
erste' Substanz gewonnen wird.
3. Verwendung von Glucopyranosido-196-mannit als Zuckeraustauschstoff
für Nahrungs- und Genußmittel sowie für Getränke.
4. Verwendung von Glucopyranosidö-1 s 6-mannit nach·Anspruch
im Gemisch mit Isomaltit als Zuckeraustauschstoff für Nahrungs- und Genußmittel sowie für Getränke.
5. Verwendung von Glucopyranosido-196-mannit nach Anspruch
im Gemisch mit Süßungsmitteln, die eine höhere Süßkraft als Saccharose haben, als Zuckeraustauschstoff für
Nahrungs-, Genußmittel und Getränke.
- 11 -
6098Λ9 /-096 1
Verwendung von Glucopyranosido-1,6-mannit nach Anspruch
im Gemisch mit Kohlehydraten, insbesondere mit Fructose, Xylit und Sorbit, als Zuckeraustauschstoff für Nahrungsund
Genußmittel und Getränke.
Der Patentanwalt
- 12 -
S09849/0951
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