DE252832C - - Google Patents

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DE252832C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00—Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/14—Passing liquid through fabrics or linoleum

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 252832:- KLASSE 8 a. GRUPPE
mit Küpenfarbstoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13.Oktober 1910 ab.
Bei den bekannten Unterflottenfärbem aschinen für Gewebe, bei welchen sich die Stückware von einer Walze auf die andere unterhalb der Flotte aufwickelt, ist die Arbeitsweise eine sehr schwierige, wenn die Ware nach jeder Färbepassage vergrünt werden muß, bevor sie zur zweiten und weiteren Färbepassage in die Färbeflotte gebracht wird, wie dies bei Küpenfarbstoffen vielfach notwendig
ίο ist. Wenn die Ware einmal in aufgerolltem Zustande gefärbt und alsdann vergrünt wird, dann hält es sehr schwer, bei nochmaligem Aufrollen eine gleichmäßige Färbung zu erreichen, da die Küpenflüssigkeit, insbesondere Indigo, fast nie so gehalten werden kann, daß sie an allen Stellen des Stückes auch gleichmäßig ausfärbt. Entweder werden die Kanten des aufgerollten Stückes, wenn die Färbeflotte zu stark reduziert ist, heller als das Innere des Stückes, oder die Kanten werden dunkler, wenn die Flotte zu wenig reduziert ist.
Beides ist ein großer Ubelstand und stets ein Anlaß zur Erzielung minderwertiger Ware.
Will man nun diesen Ubelstand vermeiden, so muß die Ware, welche in der Unterflottenfärbemaschine gefärbt wurde, das zweite Mal auf einer besonderen Maschine, der sogenannten Rouletteküpe, bei ununterbrochenem Durchlaufen durch die Flotte gefärbt werden. Diese Arbeitsweise erfordert jedoch zwei besondere Maschinen und ist mit großen Kosten und Mühen verbunden. Sodann hat die Anwendung einer zweiten Maschine noch die großen Nachteile, daß zwei besondere Küpen vorhanden sein müssen, und da Indigoküpen durch Berührung mit Luft stets viel an Reduktionsmitteln (Hydrosulfit) verlieren, so entsteht hierdurch auch ein doppelt so großer Verlust, als wenn in einem Behälter für beide Behandlungen nur eine Küpe angesetzt ist. Weiterhin sind bei der Benutzung von mehreren Maschinen hintereinander zu derselben Arbeit besondere Transmissionen, mehr Raum und mehr Bedienung erforderlich, als wenn diese Arbeit in einer Maschine ausgeführt werden kann.
Um vorgenannte Ubelstände zu beseitigen, ist nach der Erfindung die Unterflottenfärbemaschine derart eingerichtet, daß in einem Färbebottich außer den zwei von Zugwalzen angetriebenen Wickelwalzen oberhalb der letzteren noch Führungswalzen angeordnet sind. Die Ware wird zuerst durch Aufrollen unter Druck durchgefärbt und alsdann nach dem Vergrünen an der Luft durch Leiten über Führungswalzen durch dieselbe Küpenflotte nachgezogen. Zu diesem Zweck geht die Ware nach dem Färben unter rollendem Druck durch Abquetschwalzen und durch die Vergrünungsbahn, wobei die Oxydation bzw. die Vergrünung stattfindet. Zur zweiten Färbung wird die Ware dann nicht mehr aufgerollt, sondern fortlaufend durch dieselbe Färbeflotte geführt, zu welchem Zweck an ein und derselben Maschine die Führungswalzen angeord-
net sind. Diese ermöglichen einmal, die Ware fortlaufend mit Indigo zu färben, oder auch zu gleicher Zeit in derselben Maschine während des Durchfärbens eines Warenballens durch Um- und Aufwickeln unter rollendem Druck unterhalb der Flotte ein anderes bereits vorgefärbtes und vergrüntes Stück in fortlaufender Bahn über die Führungswalzen durch dieselbe Küpenflotte führen zu können.
ίο Um vorstehende Arbeitsweise zu erreichen, befindet sich in der Unterflottenfärbemaschine, wie in der Zeichnung Fig. i, 2 und 3. dargestellt, unten die bekannte Anordnung der Zugwalzen a1, a2 mit Wickelwalzen δ1, δ2. Oben in der Maschine wird eine Anzahl Führungswalzen c, c . ... eingebaut, über welche die Ware, .wenn sie in einem Zuge unten in der Maschine unter rollendem Druck durchgefärbt wurde, nach dem Färben zuerst ausgepreßt und dann vergrünt und hierauf oben durch Leiten über die Führungswalzen bei einer erforderlichen zweiten Passage in fortlaufender Bahn in derselben Küpenflotte gefärbt werden kann. Es sind somit in ein und derselben Maschine zwei Arbeitsmethoden möglich, was sehr große Vorteile bietet. Denn einesteils sind zwei verschiedene Maschinen nicht erforderlich und andernteils kann auf ein und derselben Maschine beim Färben, insbesondere mit Küpenflotte, eine tadellose gleichmäßige Ware erzielt werden, da bei einem zweiten Durchgang der Ware durch dieselbe Flotte dunkle oder helle Kanten sowie sonstige Ungleichmäßigkeiten so gut wie nicht auftreten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Unterflottenfärbevorrichtung für Stückware, insbesondere zum fortlaufenden Färben mit Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Färbebottich unterhalb der Flotte außer den zwei von Zugwalzen (a1, a2) angetriebenen Wickelwalzen (b1, b2) oberhalb der letzteren Führungswalzen (c,c.. .) angeordnet sind, um zu- erst die Stückware durch das Aufrollen unter Druck durchfärben und alsdann nach dem Vergrünen an der Luft durch Leiten über die Führungswalzen (c, c ...) fortlaufend durch dieselbe Küpenflotte nachziehen zu können, oder auch während des Durchfärbens eines Stückes unter rollendem Druck gleichzeitig ein anderes, bereits vorgefärbtes und vergrüntes Stück über die Führungswalzen (c, c) durch die Küpenflotte führen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE947781C (de) * 1952-07-31 1956-08-23 Duerkoppwerke Ag Stofflegemaschine, insbesondere fuer Trikot-Schlauchgewebe

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE947781C (de) * 1952-07-31 1956-08-23 Duerkoppwerke Ag Stofflegemaschine, insbesondere fuer Trikot-Schlauchgewebe

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