DE257C - Camera obscura und Distanzmesser für Artilleriezwecke - Google Patents
Camera obscura und Distanzmesser für ArtilleriezweckeInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G11/00—Details of sighting or aiming apparatus; Accessories
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)
- A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
Description
1877.
Klasse 42.<?
FELIX BROKK in BERLIN. Camera obscura und Distanzmesser für Artilleriezwecke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1877 ab.
Die Dunkelkammer besteht aus auseinanderzunehmenden Theilen. Die Tischplatte ist von
Holz und wird auf diese ein weiter unten beschriebener, carirter Bogen mittelst Reifsnägel
festgeheftet. Die Wände, das Dach mit Kuppel und die Röhre zur Aufnahme des Spiegels sind
von schwachem Eisenblech. Die Winkeleisen der Wände und der Rand des Fensters der
Vorderwand, sind an den aufzulegenden Flächen mit dünnem Filz zum besseren Schliefsen besetzt.
Der Rand des Daches ist umgebogen und dasselbe reicht über die Wände hinaus. Das schwarze Tuch, welches zum Schliefsen der
hinteren Oeffhung dient, wird auf die hinten an den beiden Seitenwänden und dem Dach
befindlichen Knöpfe aufgeknöpft.
Soll die Dunkelkammer gebraucht werden, so wird dieselbe zusammen- und auf in die Erde
geschlagene Faschinenpfähle gesetzt. Da nun aber auf gröfseren Entfernungen und ungünstigem
Terrain sich schlecht beobachten läfst, wenn die Kammer nur wenig erhöht steht, können
die einzelnen Theile derselben bequem auf ein Gerüst oder einen passenden Baum heraufgezogen,
zusammengesetzt und nach dem Gebrauch auseinandergenommen und herunter gelassen werden. Zur Befestigung der Dunkelkammer
auf dem Gerüst bezw. Baum sind unten an der Tischplatte Tragehaken und Oesen angebracht.
Die Kammer nimmt, wenn sie auseinandergenommen, zusammengelegt und durch Riemen zusammengeschnallt ist, wenig Raum ein und
läfst sich leicht transportiren.
Die Herstellung der carirten Bogen. Wird das Bild durch den Spiegel auf eine gewöhnliche,
weifse Tischplatte geworfen, so kann man nicht angeben, wie grofs die Abweichung
bezw. Wirkung des abgegebenen Schusses war. Der Erfinder verwendet zu dem Zwecke carirte
Bogen. Für jede Entfernung, von fünfzig zu fünfzig Meter, bedarf man eines besonderen
Bogens, von denen jeder die Zahl der Entfernung trägt, nach welcher er gemacht ist.
r m z. B. sieht auf einer Entfernung von 100 m, 2 mm grofs aus. Der Bogen würde also 2 mm
grofse Quadrate erhalten.
Das Mefsinstrument ist von Messing, und es befindet sich auf der vorderen Seite:
i. Eine zweifache Gradeintheilung von 1—35°,
welche von der Mitte nach beiden Seiten zu zählen anfängt.
2. Ein Zeiger von Stahl; derselbe ist am vorderen Ende derartig befestigt, dafs er sich noch
um diesen Punkt drehen kann; aufserdem befindet sich am befestigten Ende ein seitlich angebrachtes
Korn von Stahl; die Spitze desselben schneidet mit dem Mittelpunkte des Bolzens,
welcher den Zeiger hält, ab. Am hinteren Ende befindet sich der Nonius von Messing, welcher die
% Q ° angiebt; derselbe geht von 1J1 „ °— % 6 °. Der
Nonius ruht auf der Gradeintheilung der Platte. Seitlich vom Nonius ist ein Visir von Stahl angebracht;
dasselbe schneidet mit der äufseren Kante des Nonius ab. Visir und Korn sind derartig am Zeiger befestigt, dafs die Linie,
welche man sich von Mitte Visir bis Mitte Korn gezogen denkt, mit der Mittellinie des
Zeigers parallel und in gleicher Höhe steht. Ferner geht vom oberen, beweglichen Ende des
Zeigers nach hinten, oben und seitlich bis über die Mitte des Visires gebogen ein stählerner
Arm. Dieser Arm trägt ein 193 mm langes Fernrohr, welches vom Nonius 5 mm entfernt
ist. Sieht man durch das Fernrohr (von hinten), so schneidet die Axe desselben mit der oberen
Kante des Visirs und der Kornspitze ab. Seitlich am Arm, nach innen, befindet sich ein
Stahlbolzen mit Gewinde, welcher durch die Spalte in der Platte gesteckt und durch eine
Mutter, von der Rückseite der Platte aus, fest angezogen wird. Der Zeiger kann also mit
seinem Visir, Korn, Nonius und Fernrohr sich um den Bolzen, welcher am vorderen Ende der
Platte befestigt ist, drehen und auf beliebige Höhe oder Tiefe festgestellt werden.
Die hintere Seite der Platte ist in der Mitte (Richtung von links nach rechts) und rings um
die Spalte herum verstärkt. In der Mitte (Richtung von oben nach unten) befindet sich ein
an die Platte angegossenes Stück, welches ein Loch mit Gewinde hat. In dieses Loch kann,
je nach Gebrauch, eine Stange von 1,5 m oder 0,5 m eingeschraubt werden, zur bequemen und
sicheren Stütze. Oben auf dem angegossenen Stücke befindet sich eine Libelle.
Gebrauch des Mefsinstrumentes. Hat man, als Beobachtender, auf einen Baum, welcher
z. B. 20 m hoch ist, einen Platz eingenommen und will wissen, wie weit man von
der zu beobachtenden Batterie entfernt ist, so wird zunächst der Nullstrich des Nonius genau
auf den Nullstrich der Platte gestellt und der Zeiger durch die Mutter von der Rückseite der
Platte aus fest angeschraubt, dann wird der ganze Messer horizontal gerichtet und befestigt.
Sodann schiebt man den gelösten Zeiger so lange, bis man das Ziel über Visir und Korn
durch das Fernrohr erblickt, schraubt dann den Zeiger wieder fest und liest die Grade ab. Mit
diesem gefundenen Winkel wird die Entfernung berechnet.
Beobachtung durch die Dunkelkammer. Soll heobachtet werden, so stellt der Betreffende
die Dunkelkammer auf, richtet dieselbe nach der zu beobachtenden Batterie, nimmt das Mefsinstrument
zur Hand und mifst die Entfernung aus, auf welcher er von der feindlichen Batterie
entfernt steht, spannt den carirten Bogen für die ausgemessene Entfernung auf die Tischplatte
und zwar so, dafs die Linien der Quadrate parallel und normal zur feindlichen Batterie
stehen. Nachdem dieses beendet, setzt sich der Beobachtende vor die Tischplatte und hüllt sich
in das Tuch ein. Das Verschliefsen der hinteren Oeffhimg durch das Tuch mufs derartig
geschehen, dafs kein Lichtstrahl in die Kammer eintreten kann. Fällt eine Granate bei der
feindlichen Batterie ein, so sieht der Bobachter den Aufschlag auch auf seinen Bogen, markirt
denselben und zählt die Quadrate ab.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE257T | 1877-08-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE257C true DE257C (de) |
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ID=70961591
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE257DA Expired - Lifetime DE257C (de) | 1877-08-13 | 1877-08-13 | Camera obscura und Distanzmesser für Artilleriezwecke |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE257C (de) |
-
1877
- 1877-08-13 DE DE257DA patent/DE257C/de not_active Expired - Lifetime
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