DE26126C - Selbstthätige kontinuirliche Bremse für Eisenbahnfahrzeuge - Google Patents
Selbstthätige kontinuirliche Bremse für EisenbahnfahrzeugeInfo
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- DE26126C DE26126C DENDAT26126D DE26126DA DE26126C DE 26126 C DE26126 C DE 26126C DE NDAT26126 D DENDAT26126 D DE NDAT26126D DE 26126D A DE26126D A DE 26126DA DE 26126 C DE26126 C DE 26126C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H13/00—Actuating rail-vehicle brakes
- B61H13/005—Spring actuation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom lo. Juni 1883 ab.
Bei dieser Bremse wirken die Bremsklötze nicht auf die Bandagen der Räder, sondern auf
eine zwischen den Rädern auf der Radachse angebrachte Rotationsscheibe.
Die Bremswirkung geschieht durch Federdruck auf die Bremsklötze, welche direct auf
die Rotationsscheibe wirken.
Das selbstthätige Reguliren der Bremse, sowie der constante Druck der Feder geschieht'
durch eine Zahnstange, die mit der Abnutzung der Bremsklötze in Function tritt.
Aus Fig. i, 2 und 3 ist die Construction des
Mechanismus ersichtlich und ist α die auf der Radachse befestigte Rotationsscheibe, b die mit
den Zahnstangen c verbundenen Bremsklötze; d sind die Lager für die Zahnstangen c und
bilden zugleich die Stützpunkte für die Federn e. Die Platten / stellen die Verbindung
der Druckhebel g dar und enthalten zugleich die Reiter h für die den Bremsklötzen zugekehrten
Enden C1 der Zahnstangen c. Die Zahnstangen c greifen je mit ihrem hinteren
Ende C2 m em federndes Zahnstangenstück 0
ein, das auch seitlich ein wenig Spiel hat.
Wenn die Druckhebel g die Platten f um ein Bestimmtes abheben, d. h. gegen die Federn
e pressen, können die Reiter h sich heben
und die Zahnstangen c sich auch entsprechend dem Spiel des Zahnstangenstückes ο verschieben.
Die Bremsklötze stehen nicht mehr unter Federdruck, werden also frei.
Die Function der Hebel i und z\ ist aus der
Zeichnung ersichtlich, und sind solche an ihren oberen Enden mit den Druckhebeln g, an den
unteren Enden mit einer Kette unter sich verbunden.
Von dem unteren Ende des Hebels i, geht eine Kette nach den Führungsrollen h und Zi1,
Fig. 4, und von diesen nach der oberhalb des Wagens angebrachten Leine.
Diese Leine geht oberhalb der Wagen entlang und ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich, je zwischen
zwei Rollen / hindurchgezogen; das eine Ende der Leine ist am hintersten Wagen, das
andere auf einem Haspel (bezw. Rolle), welcher auf der Maschine angebracht ist, befestigt. Die
Leine kann auch nach nämlicher Construction unterhalb der Wagen durchgeführt werden.
Will nun der Lokomotivführer losbremsen, so hat er nur die Leine vermittelst des Haspels
anzuziehen, infolge dessen die Ketten nachgezogen werden, die Hebel in Function treten
und die Federn (welche schon eine gewisse Spannung haben und bis jetzt auf die Bremsklötze
gewirkt) noch um etwas gespannt werden, mithin die Rotationsscheibe α entlasten.
Beim Manöveriren mit einzelnen Wagen, bei denen die Leine noch nicht durchgezogen ist,
braucht man einfach den Ring m, Fig. 4, welcher an dem Kettenende befestigt ist, in den
Haken η einzuhängen und der Wagen ist losgebremst. Beim Bremsen des Wagens ist natürlich
umgekehrt zu verfahren.
Reifst nun an einem Wagentrain eine Kupplung, so ist selbstverständlich, dafs mit dieser
auch die Leine reifst, was ein sofortiges automatisches Bremsen der losgerissenen, sowie der
noch an der Maschine befindlichen Wagen zur Folge hat.
Das selbstthätige Reguliren der Bremsklötze geschieht durch die beim Bremsen vorkommenden
Verschiebungen des Stückes f und der
Einwirkung des Reiters h auf den gezahnten Theil C1 der Zahnstange c nebst derjenigen des
Endstückes <r2 auf das Zahnstück o.
Wird die Leine schliefslich auch einmal in einem Zeitpunkt angezogen, wo die Bremsklötze auf ein
gewisses Mafs abgenutzt sind, wobei das Stück/mit der Zahnstange eine Verschiebung nach α erlitten,
und heben die Druckhebel g die Platten/, so werden die Stücke ο mit den Zahnstangen c
wohl erst um den Spielraum nach hinten verschoben, dann aber werden die Reiter h über die
schrägen Flächen der Zahnungen C1 gleiten, und
da die Abnutzung der Klötze b (innerhalb des Maximalausschlages der Leinenhebel) es nun
erlaubt, werden die Reiter in die senkrechten Zahnflächen einschnappen. Sobald die darauffolgende
Bremsung eintritt, kann das Zahnstangenstück C2 infolge der dem Stück £, entgegengesetzt
gehaltenen Zahnschräge über das Zahnstück ο zurückgleiten und Reiter h nimmt
die Zahnstange c mit. Die Bremsklötze b werden also entsprechend der Zahntheüungen (und
dem Spielraum für d) verschoben und die Federn
wieder in die Spannung vor der Klotzabnutzung gebracht.
Die Hebel i und Z1 sind so angebracht, dafs
ein gröfserer als der bestimmte Ausschlag nicht erzielt werden kann, d. h. die Feder kann nicht
mehr als in die ursprüngliche Spannung gebracht werden (die Spannung, welche sie voider
Abnutzung der Bremsklötze hatte), indem beim Losbremsen das Stück/ mit dem Reiter h,
sowie die Feder und die Zahnstange nach rückwärts gedrückt wird, es wird somit nur noch
das Stück / und die Feder verschoben, und zwar mit dem Ausschlag der Hebel i und I1.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An selbstthätigen Bremsen, deren Bremsklötze b mittelst Federn an die auf der Achse sitzende Rotationsscheibe α gedrückt werden, die Einrichtung zum Lösen der Bremsen, bestehend aus der Combination der Gelenke g mit den Hebeln i «, und der Zugleine.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE26126C true DE26126C (de) |
Family
ID=302526
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT26126D Active DE26126C (de) | Selbstthätige kontinuirliche Bremse für Eisenbahnfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE26126C (de) |
-
0
- DE DENDAT26126D patent/DE26126C/de active Active
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