DE2621387A1 - Vorrichtung zum behandeln von flaschen oder aehnlichen gefaessen - Google Patents
Vorrichtung zum behandeln von flaschen oder aehnlichen gefaessenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Behandeln von Flaschen oder ähnlichen Gefäßen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln von Flaschen oder ähnlichen Gefäßen aus Glas oder Thermoplast, die horizontal hintereinanderliegend, z.B. von einer Hohlkörper-Blasmaschine oder aus einem Magazin, mittels einer Förderanlage einer Bedruck- und Abfüllmaschine o.dgl. zugeführt werden.
- Es ist bekannt, Flaschen oder ähnliche Gefäße, die bspw. unmittelbar von einer Hohlkörper-Blasmaschine oder aus einem Magazin herangeführt werden, automatisch auf ein Transportband zu bringen, welches dann die Gefäße horizontal hintereinanderliegend weitertransportiert. Hierbei liegen zwar die Gefäße mit ihrer Längsachse parallel zur Transportrichtung des Förderbandes, jedoch sind sie noch insofern ungeordnet, als sie nicht sämtlich mit ihrem Boden in Transportrichtung nach vorn liegend gefördert werden. Vielmehr liegt ein Teil der Gefäße mit dem Boden nach vorn, während andere Gefäße wiederum mit ihrem Hals bzw. ihrer öffnung nach vorn liegend transportiert werden.
- Um die für die nachfolgende Weiterbehandlung in der Bedruck-und Abfüllmaschine o.dyl. notwendige geordnete Lage aller Gefäße zu erhalten, ist daher bei den bekannten Vorrichtungen das manuelle Eingreifen einer Bedienungsperson erforderlich, welche die nicht richtig orientierten Gefäße ermittelt und in die richtige Transportlage umsetzt.
- Der Anmelderin sind zwar auch Vorrichtungen bekannt, mit denen die transportierten Gefäße automatisch in ihre richtige Lage gesetzt werden. Jedoch sind diese bekannten Vorrichtungen sehr platzaufwendig und kompliziert. Sie bieten aber auch noch keine ausreichend große Sicherheit für einen einwandfreien Betrieb.
- Die Erfindung soll die angegebenen Nachteile beseitigen. Es soll nämlich eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung geschaffen werden, die bei einfachstem Aufbau und sicherer Wirkungsweise geringere Baumaße aufweist.
- Die Lösung dieser Aufgabe ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß ein oberhalb der Förderanlage und parallel zu der Transportrichtung beweglich aufgehängtes Pendel mit seinem freien Ende in den Transportweg der Gefäße hineinragt und einen Greifer oder Haken trägt, mit dem ausschließlich das hals-oder öffnungsseitige Ende einzelner Gefäße erfaßbar ist, wobei das Pendel zusammen mit der Förderanlage eine selbsttätige Wendeeinrichtung für die Gefäße bildet.
- Nach einem weiterbildenden Merkmal soll das Pendel aus seiner lotrechten Lage ausschließlich durch ein Gefäß in Transportrichtung der Förderanlage beweglich sein, während es gegen Bewegungen aus der Lotrechten entgegen der Transportrichtung der Förderanlage durch ein Bremssystem mit Endschalter fixiert ist.
- Da die zu behandelnden Flaschen vielfach unterschiedlichen Durchmesser und Längenabmessungen haben, ist es für die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch bedeutsam, daß die Länge des Pendels veränderbar ausgebildet ist.Ebenfalls ist wesentlich für eine einwandfreie Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung, daß der Greifer oder Haken entweder zum Umfassen des Gefäßhalses U-förmig oder aber zum Hineinfassen in das Halsloch T-förmig gestaltet ist.
- Damit in jedem Falle eine sichere Funktion dr Wendevorrichtung gewährleistet ist, wird nach der Erfindung weiterhin in Vorschlag gebracht, dem Pendel innerhalb der Förderanlage eine Hub- und Anschlagvorrichtung für die Gefäße zuzuordnen und diese über ein durch die Förderanlage betätigbares Nocken- und Hebewerk zu steuern. Diese Hub- und Anschlagvorrichtung stellt nämlich sicher, daß zwischen aufeinanderfolgend in Richtung auf die Wendevorrichtung transportierten Gefäßen ein genügend großer Abstand vorhanden ist, um die Wirkung des Pendels zu gewährleisten.
- Schließlich ist es aber auch noch wesentlich, daß die Länge des Pendels in Abhängigkeit vom Durchmesser und von der Länge der Gefäße längs einer vertikalen Führung verstellt werden kann, während der Abstand zwischen den Gurt-Führungsrollen der Förderanlage der Welle entsprechend den unterschiedlichen Gefäßdurchmessern einstellbar ist.
- Anhand der Zeichnung sollen weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ausführlich erläutert werden. Es zeigt Fig. 1 in einer seitlichen Gesamtansicht eine Vorrichtung zum Behandeln von Flaschen oder ähnlichen Gefäßen, Fig. 2 in größerem Maßstab einen Querschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 im Bereich der Hub- und Anschlagvorrichtung, Fig. 3 in größerem Maßstab eine seitliche Teilansicht der Vorrichtung im Bereich des Nocken- und Hebewerks zur Steuerung der Hub- und Anschlagvorrichtung, Fig. 4 in schematischer Seitenansicht die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 1, Fig. 5 in größerem Maßstab eine Seitenansicht des einen wesentlichen Teil der Wendevorrichtung bildenden Pendelgerätes, Fig. 6 das Pendelgerät nach Fig. 5 in Transportrichtung der Förderanlage gesehen, und Fig. 7 verschiedene Ausführungsformen und die Wirkungsweise der am unteren Ende des Pendels vorgesehenen Greifer oder Haken.
- Mit der aus den Fig. 1 und 4 ersichtlichen Vorrichtungen werden Flaschen oder ähnliche Gefäße in horizontaler Lage parallel zu ihrer Längsachse auf ihrer Förderanlage E bewegt, welche gemäß den Fig. 2 und 6 aus zwei im Abstand nebeneinander laufenden Gurten besteht, wie das aus den Fig. 2 und 6 ersichtlich ist. Dabei ist der Abstand zwischen den beiden Gurten entsprechend den unterschiedlichen Durchmessern der Gefäße veränderbar ausgebildet, indem der Abstand zwischen den die Gurte führenden Rollen auf ihren Wellen F entsprechend eingestellt wird.
- Oberhalb der Förderanlage E ist eine Hubpalette A und ein Anschlag B angeordnet, wobei die Bewegung dieser Hubpalette A und dieses Anschlages B über ein Hebelsystem gesteuert wird, das seine Bewegung von einem Nockenwerk C erhält, welches wiederum mit Untersetzung von der Welle F der Fördereinrichtung E angetrieben wird.
- Jedes Gefäß, welches auf die Hubpalette A und den Anschlag B aufläuft und demzufolge auch die ihm in Transportrichtung nachfolgenden Gefäße werden so während eines durch die Laufgeschwindigkeit eines Nockenwerkes C bestimmten Zeitabschnittes an ihrer Weiterbewegung mit der Förderanlage E gehindert, so daß zwischen aufeinanderfolgenden Gefäßen ein bestimmter Abstand geschaffen wird.
- Aus den Fig. 1 und 4 ergibt sich, daß oberhalb der Förderanlage E an einer vertikalen Führung H ein Pendel D1 montiert ist, welches aus einer Stange von veränderbarer Länge besteht, die über ein Schwingensystem D2 aufgehängt ist.
- Am unteren Ende des Pendels bzw. der Stange D1 befindet sich ein Greifer oder Haken D3, der in die Bewegungsbahn der auf der Förderanlage E transportierten Gefäße hineinragt. Dabei hat dieser Greifer D3 entweder eine solche Form (obere Abb.
- der Fig. 7), d,aß das ankommende Gefäß mit seiner Halsöffnung auf ihn auf läuft. Oder aber der Greifer bzw. Haken D3 ist so ausgebildet, daß das ankommende Gefäß mit seinem Halsteil in ihn hineinläift (mittlere Abb. der Fg. 7).
- Da die Förderanlage E ununterbrochen weiterläuft, wird das Pendel D1 über das von ihm erfaßte Gefäß gezwungen, eine Bewegung in Transportrichtung auszuführen Dabei wird zwangsweise das in seiner Halsüffnung oder an seinem Halsteil erfaßte Gefäß; wie aus Fig. 4 ersichtlich ist aus seiner Transportlage allmählich aufgerichtet und anschließend durch das zurückschlagende Pendel in entgegengesetzter Richtung wieder umgekippt. Somit gelangt das zuvor mit dem Halsteil bzw. der Halsöffnung voran transportierte Gefäß zwangsläufig in eine Transportlage, bei der es mit dem Boden voran weitergefördert wird.
- Ein Gefäß das bereits mit dem Boden voran am Pendel D1 ankommt, wird nicht erfaßt, weil der Greifer bzw. Haken D3 des Pendels D1 hier abgleitet und in seine lotrechte Lage zurückfällt. Damit sich das Pendel D1 entgegen der Transportrichtung nicht über seine lotrechte Lage hinaus bewegen kann, ist ihm im Bereich seines Schwingensystems D3 ein Bremssystem D mit einem Endanschlag zugeordnet (Fig. ), wodurch ein Zurückprallen verhindert wird.
- Da durch das periodische Anheben und Absenken der Hubpalette A und des Anschlages B immer ein bestimmter Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Gefäßen eingehalten wird, ist slchergestellt, daß das Pendel D1 mit jedem einzelnen Gefäß in Wirkverbindung treten kann und dieses, falls es mit dem Halsteil oder der Halsöffnung voran herangeführt wird, selbsttätig so umlegen kann, daß sein Weitertransport auf der Fördenanlage E mit dem Boden voran erfolgt. Über die bereits mit dem Boden voran transportierten Gefäße gleitet hingegen das Pendel einfach hinweg, so daß dieses Gefäß seine ursprüngliche Transportlage beibehält.
- Aus Fig. 7 ist noch ersichtlich, daß der Greifer oder Haken D3 verschiedene Ausbildungen haben kann. In der oberen Abbildung ist er einfach entgegen der Transportrichtung abgebogen, so daß er in die Halsöffnung eines Gefäßes eindringt und dieses damit sicher erfaßt. In der mittleren Abbildung ist gezeigt, daß er auch U-förmige Gestalt haben kann und damit in der Lage ist, den verdünnten Halsteil eines Gefäßes zu umfassen. In der unteren Abbildung der Fig 7 ist schließlich noch gezeigt, daß der Greifer oder Haken D3 mit dem Pendel D1 auch eine T-förmige Gestalt bilden kann.
- Das Pendel D1 kann über das Schwingensystem D2 bzw. D4 (Fig. 6) so aufgehängt sein, daß es sich jeweils durch Schwerkraft in seins Ausgangslage nach Fig. 5 zurückbevegt, sobald es von einen Gefäß freikommt. Die Rückschwingbewegung des Pendels in seiner Ausgangslage nach Fig. 1 bzw. 5 kann jedoch auch durch geeignete Mittel unterstützt werden, so daß es immer eine einwandfrei genau positionierte Lage im Moment des Ankommens des nächsten Gefäßes hat (Fig. 6).
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Behandeln von Flaschen oder ähnlichen Gefäßen aus
Glas oder Thermoplast, die horizontal hintereinander liegen, z.B. von einer Hohlkörper-Blasmaschine
oder aus einem Magazin, mittels einer Förderanlage einer Bedruck- und Abfüllmaschine
o.dgl. zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein oberhalb der Förderanlage
(E) und parallel zu deren Transporteinrichtung beweglich (D2) aufgehängtes Pendel
(D1) mit seinem freien Ende in den Transportweg der Gefäße hineinragt und einen
Greifer oder Haken (D3) trägt, mit dem ausschließlich das hals- oder öffnungsseitige
Ende einzelner Gefäße erfaßbar ist, wobei das Pendel (D1) zusammen mit der Förderanlage
(E) eine selbstätige Wendeeinrichtung für die Gefäße bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pendel
(D1) aus seiner lotrechten Lage ausschließlich durch ein Gefäß in Transportrichtung
der Förderanlage (E) beweglich ist, während es gegen Bewegung aus der Lotrechten
entgegen der Transportrichtung der Förderanlage (E) durch ein Bremssystem (D, D4)
mit Endanschlag fixiert ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, d a d u r c h g e k e
n n z e i c h n e t daß die Länge des Pendels (D1) veränderbar ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Greifer oder Haken (D3) entweder zum Umfassen des Gefäßhalses
U-förmig oder zum Hineinfassen in das Halsloch T-förmig gestaltet ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Pendel (D1) innerhalb der Förderanlage (E) eine Hub- und
Abschlagvorrichtung (A,B) für die Gefäße zugeordnet und diese über ein durch die
Förderanlage (E) betätigbares (F) Nocken- und Hebelwerk (C) steuerbar ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, d a
du r c h g e k e n n z ei c h n e t daß die Länge des Pendels (D1) in Abhängigkeit
vom Durchmesser und von der Länge der Gefäße längs einer vertikalen Führung (H)
verstellbar ist, während der Abstand zwischen den Gurtführungsrollen der Förderanlage
(E) auf der Welle (F) entsprechend den unterschiedlichen Gefäßdurchmessern einstellbar
ist.
Applications Claiming Priority (1)
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