DE2621982C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/32—Rotors
- B64C27/46—Blades
- B64C27/463—Blade tips
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Hubschrauber-Rotorblätter nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
In der Hubschrauber-Aerodynamik sind "Kompressibilitätserscheinungen"
immer dann zu berücksichtigen, wenn sich die Anströmgeschwindigkeit
der Rotorblätter der Schallgeschwindigkeit nähert. Während der
Drehung der Rotorblätter eines Hubschraubers tritt diese
Erscheinung zuerst in der Blattspitze des vorlaufenden
Blattes aufgrund der Summe der Winkelgeschwindigkeit des
Blattes und der Vorwärtsgeschwindigkeit des Hubschraubers
auf, was zu hohen Geräuschpegeln, zu einer Beeinträchtigung
der Vorwärtsgeschwindigkeit aufgrund erhöhten Luftwiderstandes
und einer Zunahme der Vibrations- und Steuerbelastungen
führt.
Die Blattwirbelbeeinflussung ist eine weitere unerwünschte
Erscheinung, die die Leistung der Hubschrauber-Rotorblätter
beeinflußt. Wenn die
von der Blattspitze
eines vorausgehenden Blattes sich ablösenden Wirbel in Kontakt mit einem nachfolgenden
Blatt kommen. Dies ergibt eine sogenannte "Stoßbelastung",
die Blattschwingungen, Geräusch und Blattermüdung verursacht.
Eine Beeinträchtigung der Geschwindigkeit zusammen mit
anderen unerwünschten Beschränkungen ergibt sich aus einem
Abreißen der Strömung am rücklaufenden Blatt, wenn die
Relativgeschwindigkeiten niedrig sind, und zwar dadurch
bedingt, daß der Angriffswinkel des Blattes zur Aufrechterhaltung
der Rotortrimmung vergrößert werden muß.
Es ist bekannt, daß eine gepfeilt nach hinten gerichtete
Blattspitze eines Hubschrauber-Rotorblattes die nachteiligen
Kompressibilitätseinflüsse eines vorlaufenden Blattes
vermindert. Beim Betrieb eines Hubschrauberrotors werden
jedoch große Blattorsionsbewegungen und -belastungen auf das
rücklaufende Blatt ausgeübt, wenn das Abreißen der Strömung
an einem erheblichen Teil über die Spannweite des Blattes
auftritt. Diese Belastungen können eine Beschränkung des
zulässigen Flugleistungsbereiches ergeben, wenn sie die
konstruktionsbedingte Ermüdungsfestigkeit des Blattes oder
des Steuersystems übersteigen, obgleich die auftriebserzeugenden Anteile des
Rotors am vorderen und hinteren Teil der Rotorscheibenquadranten
in der Lage sind, einen größeren Auftrieb zu erzeugen. Der
wichtigste Bereich des rücklaufenden Blattes zur Erzeugung
solcher hohen Belastungen ist die Blattspitze (d. h. etwa die
äußeren 20% des Blattes).
Bisher haben sich Versuche, die Leistung eines Hubschrauberrotors
zu verbessern, die durch das Abreißen der Strömung am
rücklaufenden Blatt begrenzt ist, mit der Aufrechterhaltung
einer anliegenden Strömung am Spitzenteil des Blattes
entweder durch verbesserten Abschnittsauftrieb oder durch
Verdrehen oder durch eine Kombination beider befaßt. Die
Forderung nach einem verdünnten Abschnitt des vorlaufenden
Blattes steht jedoch diesen Verbesserungen, die für das
rücklaufende Blatt erforderlich sind, entgegen, und eine
erhöhte Verwindung nach unten zur Verringerung
der Blatteinstellung am rücklaufenden Blatt ergibt hohe
Biegebelastungen auf das vorlaufende Blatt.
Ein gattungsgemäßes Hubschrauber-Rotorblatt ist aus der DE-OS
19 23 215 bzw. der DE-OS 22 38 250 bekannt, die sich mit der
Verbesserung der Eigenschaften eines vorlaufenden Blattes
befassen, indem eine pfeilförmige Blattspitze zur Erzielung
einer Verzögerung der Kompressibilitätseinflüsse vorgesehen wird;
hierbei werden die unerwünschten Einflüsse
zu höheren Anströmgeschwindigkeiten verschoben.
Die
Formen der Blattspitzen beziehen sich bei diesen bekannten
Anordnungen auf die Aufrechterhaltung der Eigenschaften der
anliegenden Strömung über den Spitzenbereich, um eine
Verzögerung des Abreißens der Strömung am rücklaufenden
Blatt zu erzielen, die auftritt, wenn die Relativgeschwindigkeiten
niedrig sind, und wenn der Angriffswinkel vergrößert
werden muß, um die Rotortrimmung aufrechtzuerhalten.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, ein Hubschrauber-
Rotorblatt zu schaffen, das die Betriebseigenschaften sowohl
eines vorlaufenden als auch eines rücklaufenden Rotorblattes
verbessert und das Einsetzen des Abreißens der Strömung an
der Spitze eines rücklaufenden Rotorblattes bei größeren
Angriffswinkeln unterdrückt, wobei gleichzeitig den Forderungen
eines vorlaufenden Rotorblattes entsprochen und die
Betriebseigenschaften eines vorlaufenden Blattes verbessert
werden sollen.
Gemäß der Erfindung wird dies mit den Merkmalen des Kennzeichens
des Anspruches 1 erreicht. Weitere Ausgestaltungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Im Gegensatz zu den bekannten Vorschlägen wird im Falle
vorliegender Erfindung nicht davon ausgegangen, die Eigenschaften
anliegender Strömung aufrechtzuerhalten; vielmehr
wird eine Strömung verwendet, die von einem stabilen Wirbel
beherrscht ist, d. h., daß der Luftstrom innerhalb des Wirbels
an der führenden Kante regelmäßig und im wesentlichen
stromlinienförmig bleibt, wenn der Angriffswinkel vergrößert
wird.
Die maßgeblichen konstruktiven Merkmale des Hubschrauber-
Rotorblattes, mit denen dies erreicht wird, sind der nach
rückwärts gepfeilte Spitzenrand mit größerer Pfeilung als die
gepfeilte führende Kante und der gekrümmte Übergangsteil. Im
Betrieb werden diese Eigenschaften so kombiniert, daß sie die
Betriebscharakteristik der Erfindung ergeben, indem die
Spitzenkante einen starken Wirbel an der führenden Kante
oberhalb eines kritischen Angriffswinkels erzeugt und bei
weiterer Vergrößerung des Angriffswinkels die Stelle des
Ursprungs des Wirbels sich fortschreitend nach vorwärts
bewegt. Bei Erreichen des vorderen Endes der Blattspitzenkante
stellt der gekrümmte Übergangsteil einen weichen und
sanften Übergang zu dem gekrümmt verlaufenden Verbindungsteil
dar, so daß der Wirbel sich weiterhin glatt um diesen
Verbindungsteil bewegt, wodurch erreicht wird, daß Instabilitäten,
die normalerweise beim Abreißen der Strömung erzeugt
werden, bei der Konstruktion nach der Erfindung nicht
auftreten.
Die gepfeilte ablaufende Kante erfüllt einen speziellen Zweck
insofern, als in Verbindung mit der nach vorne gerichteten
führenden Kante der Druckpunkt der Blattspitze auf oder angenähert
auf der Viertel-Sehnenlinie gehalten werden kann, was in
Verbindung mit einem von einem stabilen Wirbel beherrschten
Fluß bedeutet, daß die niedrigen harmonischen Torsionsbelastungen
ein Minimum werden, wenn gleichzeitig die Torsionsstabilität
aufrechterhalten wird. Falls erforderlich,
ermöglicht jedoch die Konfiguration nach der Erfindung auch
eine Positionierung des Druckpunkts nach rückwärts im Vergleich
zu der potentiellen Strömungsposition, mit dem
Ergebnis, daß eine Vergrößerung der Torsionsdämpfung über den
Wert hinaus erzeugt wird, der aufgrund der Anwendung der
Pfeilungsdynamik mit anlegender Strömung zu erwarten wäre.
Die Verwendung einer durch einen Wirbel beherrschten Strömung
über den Blattspitzenbereich erleichtert eine Begrenzung des
Verhältnisses von Dicke zu Sehne, die eine charakteristische
Eigenschaft der bekannten Anordnungen mit anliegender
Strömung ist. Dadurch kann z. B. ein dünnerer Abschnitt ohne
nachteiligen Einfluß auf die Leistung des rücklaufenden
Blattes verwendet werden, während die charakteristischen
Eigenschaften des vorlaufenden Blattes verbessert werden,
indem eine stärkere Zunahme der Beschränkungen der Machzahl
eines vorlaufenden Blattes als aufgrund einer Pfeilung allein
erzielt wird.
Während eine örtliche Vergrößerung der Sehnendimension
auftreten kann, ist die Grundrißfläche des Spitzenteiles
eines Blattes bekannter Art im allgemeinen kleiner als der
Innenbordteil, während im Falle vorliegender Erfindung die
Verwendung einer durch Wirbel beherrschten Strömung ermöglicht,
daß die Fläche entscheidend vergrößert wird, ohne daß
dies von nachteiligem Einfluß auf das verbesserte Verhalten
in bezug auf das Abreißen der Strömung wäre, wodurch ein
vergrößerter Auftrieb aus dem Hauptauftriebsteil des Rotorblattes
erzielt werden kann.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung
anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 in Aufsicht eine Blattspitze eines Hubschrauber-Rotorblattes
nach einer Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 in Aufsicht eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung nach Fig. 1 und
Fig. 3 eine Teilansicht eines Teiles der Fig. 2 einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Ein Hubschrauber-Rotorblat 10 besitzt einen mittleren
Blattflügelteil 11, der einen tragflächenförmigen Querschnitt
sowie eine Vorderkante 12, eine Hinterkante 13 und eine
Sehnenlänge 14 hat. Das Blatt wird durch ein nach innen
gerichtetes Blattwurzelende (nicht dargestellt), das mit
einem Rotorkopf befestigt ist, und eine nach hinten, d. h. von
der Vorderkante 12 weg gerichtete gepfeilte Blattspitze 15,
die eine größere Sehnenlänge als die Sehnenlänge 14 des
mittleren Blattflügelteiles 11 besitzt, vervollständigt.
Wenn das Rotorblatt 10 an einem Hubschrauber befestigt ist,
hat es einen Arbeitsradius R, der von einer vertikalen
Rotationsachse des Rotorkopfes aus zu dem äußersten Ende der
Blattspitze 15 gemessen wird.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform hat die Blattspitze
15 einen effektiven Pfeilungswinkel von etwa 30°, wie
durch eine Viertel-Sehnenlinie 16 dargestellt. Die nach
hinten gepfeilte Blattspitze 15 hat eine Vorderkante, die
sich von einer Verbindungsstelle mit der Vorderkante 12 des
mittleren Blattflügelteiles 11 in einer geraden Kante 17 nach
vorne erstreckt, welche längs einer Sehne bei etwa 87% des
Radius R zum ersten Punkt P₁ verläuft; die Kante 17 verläuft
senkrecht zur Vorderkante 12. Vom Punkt P₁ aus verläuft eine
Vorderkante 18 des Tragflächenprofils nach hinten zu einem
zweiten Punkt P₂, der längs einer Sehne bei etwa 95% des
Radius R liegt. Vom Punkt P₂ geht die Vorderkante 18 über
einen gekrümmt verlaufenden Verbindungsteil 19 in eine
gepfeilte Blattspitzenkante 20 über, die in einem Winkel von
70° nach hinten gerichtet ist und in einem dritten Punkt P₃
endet. Der Punkt P₃ stellt das äußerste Ende des Blattes 10
(100% R) dar und ist an einer Stelle angeordnet, an der die
Spitzenkante 20 von einer Hinterkante 21 geschnitten wird,
die in einem Winkel von 30° von einer Verbindungsstelle mit
der Hinterkante 13 des mittleren Blattflügelteiles 11 aus
nach hinten verläuft, wobei diese Verbindungsstelle eine
Position entsprechend etwa 87% des Blattradius R einnimmt.
Ein Abschnitt der nach hinten gerichteten Blattspitze 15
außerhalb einer Stelle bei etwa 95% R ist in der Dicke
fortlaufend verringert und verjüngt sich linear gegen die
scharfe Blattspitzenkante 20. Der Übergang von der tragflächenförmigen
Vorderkante 18 zur scharfen Spitzenkante 20
erfolgt über die gesamte Länge des gekrümmten Verbindungsteiles
19.
Fig. 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.
In dieser Fig. 2 ist die Aufrißgestalt der Blatttspitze 15
ähnlich der in Verbindung mit Fig. 1 erläuterten, mit der
Ausnahme, daß die nach hinten gerichtete Vorderkante 18
zwischen den Punkten P₁ und P₂ und eine nach innen und nach
hinten gerichtete Hinterkante 21, die von der Stelle von 87%
R ausgeht, als leicht gekrümmte Kurven anstatt als gerade
Linien nach Fig. 1 ausgebildet sind. Zusätzlich wird die
Hinterkante der Blattspitze 15 durch eine nach außen gerichtete
Kante 22 vervollständigt, die in die nach innen gerichtete
Kante 21 übergeht und sich nach außen zum dritten Punkt
P₃ erstreckt.
Die Vorderkante 18 geht wiederum in die scharfe Blattspitzenkante
20 in einem gekrümmten Teil 19 über, und die Blattspitzenkante
20 ist in ähnlicher Weise nach hinten in einem
Winkel von 70° gerichtet.
Die Krümmungslinien der Vorderkante 18 zwischen den Punkten
P₁ und P₂ und der nach innen gerichteten Hinterkante 21 sind
durch eine Gleichung für die örtliche Viertel-Sehnenlinie 16
folgender Form definiert:
x
=
K
= cos Λ Spitze ist, wobei Λ Spitze die Spitzenpfeilung
ist,
r
= örtlicher Radius,
R
= Spitzenradius,
y
= örtliche Sehnenposition.
Die Gleichung wird zur Bestimmung der Position von y in bezug
auf x auf einer Spitzenbezugsachse 23 verwendet, die um y₀
von einer Viertel-Sehnenlinie 24 des mittleren Blattflügelteiles
11 versetzt ist. Die gekrümmten Vorder- und Hinterkanten
werden durch die Stellen der Punkte ¼ und ¾ vor und
hinter der Spitzen-Viertel-Sehnenlinie 16 in Richtungen der
senkrecht zu der Spitzen-Viertel-Sehnenlinie 16 gebildet.
y₀ und damit auch Punkt P₁ kann so gewählt werden, daß ein
Blatthauptbauteil (nicht dargestellt) sich bis zum Radius von
Punkt P₂ nach außen erstrecken kann, oder aber so, daß die
Steuerbelastungen, die durch den Auftrieb der Blattspitze 15
eingeführt werden, modifiziert werden.
Fig. 3 ist eine Teilansicht eines Teiles der Vorderkante des
Rotorblattes 10 im Bereich der Stelle 87% R, und zeigt eine
Modifikation, bei der die nach vorne verlaufende Kante 17 so
geformt ist, daß sie in die Vorderkante 12 des mittleren
Blattflügelteiles 11 und die Vorderkante 18 der Blattspitze
15 übergeht.
In Fig. 1 haben die gepfeilten Vorder- und Hinterkanten 18
und 21 etwa konstante Pfeilungswinkel entsprechend dem
mittleren Pfeilungswinkel der Blattspitze, der durch Betriebsbedingungen
festgelegt wird, die an der äußersten
Blattspitze gelten. Es ist jedoch nicht entscheidend, daß
dieses Pfeilungsmaß an den nach innen gerichteten Stellen
vorliegt, da während des Betriebes die örtliche Machsche
Zahl sich verringert. Bei der bevorzugten Ausführungsform
nach Fig. 2 legen die gekrümmte Form der Vorderkante 18 und
der nach innen gerichteten Hinterkante 21 einen sich ändernden
Pfeilungswinkel fest, so daß der tatsächliche Pfeilungswert
fortlaufend vergrößert wird, wenn die Vorderkante 18
sich nach außen zwischen den Punkten P₁ und P₂ bewegt,
während der effektive Pfeilungswinkel auf 30° bleibt. Dies
ergibt auch eine vorteilhafte Verringerung der gesamten
hinteren Position der Hinterkantenecke (Punkt P₃), die durch
die nach außen gerichtete Hinterkante 22 verstärkt wird,
welche den Bereich in diesem Gebiet weiter reduziert.
Zusätzlich ergibt sich eine Verringerung des Gewichts der
Blattspitze aufgrund der reduzierten hinteren Versetzung, und
es treten niedrige Beanspruchungswerte im Bereich der
Befestigung der Blattspitze 15 mit dem mittleren Blattflügelteil
11 auf. Eine bauliche Verbesserung wird
dadurch erzielt, daß die gekrümmte Hinterkante 18 so positioniert
wird, daß ein Blatthauptbauteil in die nach hinten
gerichtete Blattspitze 15 verlängert werden kann, vorzugsweise
bis zu einer Stelle bei etwa 95% R.
Die Blattspitze 15 hat somit eine Vorderkante, die kontinuierlich
zwischen den Punkten P₁ und P₃ verläuft und weist
eine nach innen gerichtete Kante (Vorderkante 18) mit einem
fortschreitend zunehmenden Pfeilungswinkel und einem Tragflächenprofil
zwischen den Punkten P₁ und P₂, einen mittleren
Verbindungsteil (gekrümmter Teil 19) und eine nach außen
gerichtete Kante (Blattspitzenkante 20) auf, die ein scharfes
Profil und einen größeren Pfeilungswinkel als die nach innen
gerichtete Kante hat und die sich linear von dem mittleren
Verbindungsteil 19 zum dritten Punkt P₃ erstreckt.
Im Betrieb verbessert die Blattspitze nach vorliegender
Erfindung die Betriebseigenschaften eines vorlaufenden
Blattes durch Einführung einer Spitzenpfeilungsverteilung,
die sich fortlaufend in dem Maße ausbildet, wie die Machsche
Zahl bei örtlicher ungestörter Strömung längs der Blattspannweite
zunimmt. Die nach hinten gerichtete Hinterkante
gewährleistet, daß hohe lokale Mach-Zahlen in der Nähe der
Rückseite des Spitzenprofiles einwandfrei unterdrückt werden,
und die größere Sehnendimension bringt mit sich, daß diese
aerodynamische Forderung ohne zusätzliche Verlagerung des
Schwerpunktes und des Druckmittelpunktes der Spitze nach
hinten erforderlich ist, wie dies der Fall wäre, wenn die
Sehnendimension der Spitze die gleiche wäre wie bei dem
mittleren Blattflügelteil 11.
Der gekrümmte Verbindungsteil 19 ergibt am vorderen Ende der
nach hinten gepfeilten Blattspitzenkante 20 eine Ausgestaltung,
die eine gewünschte, konstante Druckverteilung in diesem
Bereich darstellt. Der hohe Pfeilungswinkel an der Blattspitzenkante
20 und die Verringerung in der Dicke von einer
echten Querschnittsform zu einer scharfen Kante über die
äußeren 5% der Blattspannweite dienen zur Entfernung überschüssigen
Volumens und somit zur Unterdrückung von volumenabhängigem
Geräusch aus diesem Bereich der Spitze 15.
Bei einem rücklaufenden Blatt verwendet die Blattspitze nach
vorliegender Erfindung ein von Wirbeln beherrschtes Strömmungsfeld
bei hohen Angriffswinkeln, und stützt sich deshalb
nicht mehr auf die Aufrechterhaltung von Eigenschaften der
anliegenden Strömung auf das rücklaufende Blatt.
Die gepfeilte Blattspitzenkante 20 erzeugt oberhalb eines
kritischen Angriffswinkels einen starken Wirbel an der
Vorderkante; wenn der Angriffswinkel weiter vergrößert wird,
wandert der Ursprungspunkt des Wirbels weiter nach vorne.
Erreicht er das vordere Ende der Blattspitzenkante 20, bewegt
sich der Wirbel weiter um die Vorderkante, da die Anstellung
aufgrund des glatten Überganges über dem Verbindungsteil 19
zwischen der Blattspitzenkante 20 und der Vorderkante 18
vergrößert wird. Im Grundriß nimmt der Wirbel an der Vorderkante
eine Form an, die weitgehend dem Grundriß der Blattspitze
15 folgt, jedoch in diesen Grundriß fällt, und von der
Oberfläche etwas nach innen in bezug auf die Hinterkante der
Spitze (Punkt P₃) versetzt verläuft.
Die innen in bezug auf den Vorderkantenwirbel auftretende
Strömung ist regulär und im wesentlichen laminar; sie ändert
sich nicht wesentlich mit zunehmendem Angriffswinkel. Bei
Vorliegen einer stabilen, von Wirbeln beherrschten Strömung
wird der Druckpunkt nach hinten im Vergleich zu der
potentionellen Strömungsposition bewegt, mit dem Resultat,
daß eine Zunahme in der Torsionsdämpfung über den Wert hinaus
erzielt wird, der aufgrund der Aerodynamik einer nach hinten
gerichteten Spitze mit anliegender Strömung zu erwarten wäre.
Dies ist von Vorteil bei der Unterdrückung von Blatt-Torsionsschwingungen,
wenn innenliegende Bereiche rasche
Kippmomente erzeugen.
Die vorspringende Kante 17 gewährleistet, daß eine aerodynamische
Abgrenzung an der Verbindungsstelle zwischen dem
mittleren Blattflügelteil 11 und der Blattspitze 15 vorhanden
ist. Diese Abgrenzung verhindert, daß von dem mittleren
Blattflügelteil 11 abgerissene Strömung sich bis zur regulären
Strömung im Spitzenbereich ausbreitet, was eine Strömungsunterbrechung
an der Spitze bewirken würde, und kann im
Betrieb durch entsprechende Formgebung der Kante 17 verstärkt
werden, beispielsweise dadurch, daß er als scharfe abgeschrägte
Kante ausgebildet wird.
In Fig. 2 ist die Abgrenzung durch eine rasche Vergrößerung
der Sehnendimension in der Nähe der Stelle 87% R vorgesehen,
die sich aus der in Spannweite verlaufenden Kante 17 ergibt,
so daß ein diskreter Wirbel erzeugt wird, der über der
Blattoberfläche steht und der eine nach innen gerichtete
Strömung an der Stelle 87% R erzeugt.
Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 3 stellt der
Teil 17 eine allmähliche Vergrößerung der Sehnenlänge in der
Nähe der Stelle 87% R dar, so daß sich eine in der Spannweite
erfolgende Abstufung in der ablaufenden Wirbelbildung ergibt,
welche den effektiven Angriffswinkel über die Blattspitze 15
unterdrückt.
Die nach innen gerichtete, in Spannweite verlaufende Erstreckung
der Blattspitze 15 begrenzt die Bewegung des
Wirbels an der Vorderkante und legt letztlich den Angriffswinkel
für die gesamte Strömungsunterbrechung fest. Die in
Spannweite verlaufende Erstreckung der Blattspitze ist im
wesentlichen durch die Größe der verwendeten Pfeilung
bestimmt, da bei dem vorlaufenden Blatt die Größe der
Machschen Zahl, die an der äußersten Spitze erhalten wird,
festlegt, um wieviel das Blatt nach hinten gepfeilt werden
muß, damit nach innen gerichtete Stellen keine übermäßig
hohen örtlichen Machschen Zahlen haben. Die Blattspitze 15
nach vorliegender Erfindung verwendet eine effektive Pfeilung
der äußersten Spitze von 30°, was eine Blattspitze 15 ergibt,
die sich über etwa 13% des Blattradius erstreckt.
Die vordere Positionierung der vorspringenden Kante 18 der
Blattspitze 15 dient sowohl zur aerodynamischen Abgrenzung als
auch zur Aufrechterhaltung eines brauchbaren, in der Sehne
gelegenen Massenmittelpunktes der Blattspitze 15. Ferner
ergibt die Position der Vorderkante 18 eine Vergrößerung der
örtlichen Sehnendimension der Blattspitze 15, was ebenfalls
einen Vorteil bei der Erhöhung der Spitzendämpfung darstellt.
Durch Verwendung eines von Wirbeln beherrschten Strömungsfeldes
über die Blattspitze 15 wird eine Begrenzung der Dicke
auf das Sehnenverhältnis erleichtert, das eine Charakteristik
von Anordnungen mit anliegender Strömung ist. Dies bedeutet,
daß ein dünnerer Abschnitt ohne nachteilige Beeinflussung der
Leistung des rücklaufenden Blattes verwendet werden kann,
während die Eigenschaften des vorlaufenden Blattes weiter
verbessert werden, indem eine höhere Zunahme in der Begrenzung
der Machschen Zahl bei vorlaufendem Blatt erzielt wird
als aufgrund der Pfeilung allein.
Zusätzlich kann das vergrößerte Spitzenvolumen aufgrund der
vorderen Positionierung der Vorderkante 18 dadurch ausgeschaltet
werden, daß ein dünnerer Abschnitt für die Blattspitze
15 verwendet wird, so daß volumenabhängige Geräusche
unterdrückt werden können. Das Volumen der Blattspitze 15
wird weiter dadurch verringert, daß eine nach außen gerichtete
Hinterkante 22 vorgesehen ist, die den Punkt P₃ bei der
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung (Fig. 2) nach vorne
verlagert. Dies hat keine schädlichen Einflüsse auf die Aerodynamik
aufgrund der verwendeten getrennten Wirbelströmung und
hat den weiteren Vorteil, daß volumenabhängige Geräusche
unterdrückt werden können.
Claims (13)
1. Hubschrauberrotorblatt (10) mit einer Blattwurzel, die mit
einem Rotorkopf während des Betriebes um eine vertikale
Rotordrehachse drehbar verbunden ist, mit einem mittleren
Blattflügelteil (11), der von der Blattwurzel ausgehend
einen tragflächenförmigen Abschnitt mit Vorderkante (12)
und Hinterkante (13) sowie einer Sehnenlänge (14) bildet
und mit einer gepfeilten Blattspitze (15) am radial in
Spannweitenrichtung äußeren Ende des mittleren Blattflügelteiles
(11), wobei die gepfeilte Blattspitze (15) eine
zum Verlauf der Blattvorderkante (12) des Blattflügels
(11) vorspringende Kante (17, 18) aufweist, die von einer
Verbindungsstelle mit der Vorderkante (12) des mittleren
Blattflügelteiles (11) bis zu einer ersten Stelle (P₁)
vorspringt, welche vor der Vorderkante (12) des mittleren
Blattflügelteiles (11) gelegen ist und dann zu einer
zweiten hinter der ersten Stelle (P₁) und radial nach
außen zu dieser gelegenen Stelle (P₂) verläuft, wobei eine
sich von der zweiten Stelle (P₂) zu einer dritten Stelle
(P₃) erstreckende, nach hinten gepfeilte Blattspitzenkante
(20) mit einem größeren Pfeilwinkel als die gepfeilte
Kante (18) verläuft, und wobei eine gepfeilte Blattspitzenhinterkante
(21) sich von einer Verbindungsstelle mit
der Hinterkante (13) des mittleren Blattflügelteiles (11)
zu der dritten Stelle (P₃) erstreckt, und wobei die
gepfeilte Blattspitze (15) eine größere Sehnenlänge als
die Sehnenlänge (14) des mittleren Blattflügelteiles (11)
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zwischen der gepfeilt nach
hinten gerichteten Blattspitzenkante (20) und der gepfeilt
nach hinten gerichteten vorspringenden Kante (18) gekrümmt
verlaufender Verbindungsteil (19) gebildet ist, und daß
die Blattdicke eines äußeren Bereiches der Blattspitze
fortlaufend zur Blattspitzenkante (20) hin abnimmt, wobei
die Blattspitzenkante (20) eine zugeschärfte Kante ist.
2. Rotorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der sich nach vorne erstreckende Teil der Vorderkante (12)
eine gerade Kante (17) aufweist, die etwa senkrecht zur
Blattvorderkante (12) des Blattflügelteiles (11) zur
ersten Stelle (P₁) verläuft.
3. Rotorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der sich nach vorn erstreckende Teil der Vorderkante (12)
eine gekrümmte Kante (17) aufweist, die in die Vorderkante
(12) des Blattflügelteiles (11) und die nach hinten
gerichtete Kante (18) der Blattspitze (15) übergeht.
4. Rotorblatt nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß die sich nach vorn erstreckende Kante
(17) längs einer Sehne verläuft, die etwa 87% des Gesamtblattradius
von der Rotationsachse entfernt angeordnet
ist.
5. Rotorblatt nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß der zweite Punkt (P₂) längs einer Sehne
angeordnet ist, die etwa 95% des Gesamtradius von der
Rotationsachse entfernt angeordnet ist.
6. Rotorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verjüngung der Blattspitze (15) gegen die Blattspitzenkante
(20) längs einer Sehne beginnt, die etwa 95% des
Gesamtblattradius von der Rotationsachse entfernt angeordnet
ist.
7. Rotorblatt nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Übergang von der Tragflächenform der nach hinten
gerichteten Vorderkante (18) zur scharfen Kante der nach
hinten gerichteten Blattspitzenkante (20) im gekrümmt
verlaufenden Verbindungsteil (19) erfolgt.
8. Rotorblatt nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch
gekennzeichnet, daß die nach hinten gerichtete Blattspitzenhinterkante
(21) von einer Verbindungsstelle mit der
Hinterkante (13) des mittleren Blattflügelteiles (11) an
einer Sehne beginnt, die etwa 87% des Gesamtblattradius
von der Rotationsachse entfernt angeordnet ist.
9. Rotorblatt nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Blattspitze (15) einen effektiven
Pfeilungswinkel von etwa 30° besitzt.
10. Rotorblatt nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Pfeilungswinkel der Blattspitzenkante
(20) etwa 70° beträgt.
11. Rotorblatt nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch
gekennzeichnet, daß die nach hinten gerichtete Vorderkante
(18) so gekrümmt ist, daß ein tatsächlicher Pfeilungswinkel
längs der Vorderkante fortschreitend zwischen den
ersten und zweiten Punkten (P₁, P₂) zunimmt.
12. Rotorblatt nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
ein nach innen gerichteter Teil (21) der nach hinten
gerichteten Blattspitzenhinterkante etwa
parallel zur Vorderkante (18) gekrümmt ist, und daß die
Hinterkante durch einen nach außen gerichteten Teil (22)
vervollständigt ist, der in den nach innen gerichteten
Teil (21) übergeht und sich bis zum dritten Punkt (P₃)
nach außen erstreckt.
13. Rotorblatt nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Punkt (P₁) soweit von der
Vorderkante (12) des mittleren Blattflügelteiles (11) des
Rotorblattes (10) angeordnet ist, daß ein Blatthauptbauteil
sich in die nach hinten gerichtete Blattspitze (15)
in eine Position auf einer Sehne erstrecken kann, die
etwa 95% des Gesamtblattradius von der Rotationsachse
entfernt angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| GB21352/75A GB1538055A (en) | 1975-05-19 | 1975-05-19 | Helicopter rotor blades |
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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