DE3045224C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaufel nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Eine Schaufel dieser Art ist in der GB 7 78 667 beschrieben.
Bei dieser bekannten Schaufel weist deren Wurzel eine der Krümmung
ihres Flügelprofils im wesentlichen entsprechende Krümmung
auf. Durch die Anpassung der Krümmung der Wurzel an die des
Flügelprofils werden Biegespannungen im Übergangsbereich zwischen
der Wurzel und dem Flügelprofilabschnitt verringert. Zugspannungen,
die infolge einer Zentrifugalbelastung an den Schaufeln
auftreten, werden jedoch durch die Anpassung der Krümmung
der Wurzel an die des Flügelprofilabschnitts nicht oder nur
wenig beeinflußt.
Eine Schaufel ähnlicher Bauweise für eine Turbine ist in der DE-
PS 5 32 308 beschrieben.
Bei Rotorschaufeln, die eine erhebliche Länge haben, treten,
bedingt durch deren Länge, große Zentrifugalbelastungen und
infolge dessen große Zugspannungen an der Wurzel auf. Da Kompressorschaufeln
und auch Turbinenschaufeln wesentlich kürzer als
Bläserschaufeln sind, spielen Zugspannungen infolge von Zentrifugalbelastungen
bei Kompressor- oder Turbinenschaufeln eine
untergeordnete Rolle im Vergleich zu Biegespannungen.
Aus der DE-PS 5 87 923 ist eine Turbinenschaufel zu entnehmen,
die parallel zur Rotordrehachse angeordnet und an ihren beiden
Enden Wurzeln aufweist, mit denen sie in Ausnehmungen eingesetzt
ist, die an den einander zugewandten Seitenflächen zweier einander
benachbarter Rotorscheiben ausgebildet sind. Die Wurzeln
und die Ausnehmungen sind übereinstimmend radial keilförmig
ausgestaltet, so daß die Wurzeln durch die während der Rotation
auftretende Fliehkraft in die Ausnehmungen gepreßt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaufel der
eingangs angegebenen Art so auszubilden, daß bei hohen Zentrifugalbelastungen
der Schaufel Zugspannungsspitzen in den Wurzeln
möglichst vermieden werden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
Bei der erfindungsgemäßen Schaufel ist deren Wurzel so geformt,
daß sie vom stromabwärtigen Ende zum stromaufwärtigen Ende der
Schaufel konvergent zuläuft. Hierdurch wird zusätzlich zur Herabsetzung
der Biegespannungen im Übergangsbereich zwischen der
Wurzel und dem Flügelabschnitt aufgrund der Anpassung der Krümmung
der Wurzel an die des Flügelabschnitts eine gleichförmige
Zugspannungsverteilung in Sehnenrichtung erzielt. Hierdurch
werden die bei hohen Zentrifugalbelastungen auftretenden Zugspannungsspitzen
in der Wurzel wesentlich verringert.
Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird ein größerer Materialquerschnitt
in dem Bereich vorgesehen, in dem eine maximale
Zentrifugalbelastung auftritt, während an Stellen niedrigerer
Zentrifugalbelastung ein kleinerer Querschnitt vorhanden
ist. Dies führt zu etwa gleichmäßiger Verteilung der Zugspannungskonzentrationen
in Sehnenrichtung der Schaufel. Außerdem
wird das Gesamtgewicht der Schaufel nicht unnötigerweise erhöht
und damit die Zentrifugalbelastung nicht noch verstärkt.
Die erfindungsgemäße Verjüngung der Wurzel erstreckt sich bezüglich
einer gebogenen Mittellinie, die annähernd mit der projizierten
Mittellinie des Flügelprofils entlang der inneren Wandung
des Strömungswegs des Arbeitsmediums zusammenfällt.
Gemäß der Erfindung kann die Querschnittsmittellinie des Flügels
ein nicht-kreisförmiger Bogen und die Mittellinie der Wurzel ein
kreisförmiger Bogen sein, der im Bereich der hinteren Kanten der
Schaufel mit der Flügelquerschnittsmittellinie zusammenfällt und
der im Bereich der vorderen Kante der Schaufel zur Saugseite
leicht versetzt ist.
Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung können sich Ausbuchtungen
der Wurzel seitlich von der Mittellinie bis zu entsprechenden
Kreisbögen erstrecken, die von Punkten geschlagen sind, die
vom Punkt, von dem aus die Mittellinie geschlagen ist, einen
gleichen Abstand aufweisen. Es können einzelne Ausbuchtungen,
wie z. B. im Falle einer Schwalbenschwanzbefestigung, oder mehrere
Ausbuchtungen, wie beispielsweise bei einer Tannenbaumbefestigung,
verwendet werden.
Ein prinzipieller Vorteil der Erfindung liegt in der Vermeidung
von lokalen hohen Spannungen im Übergangsbereich zwischen der
Wurzel der Schaufel und dem Flügelprofilabschnitt der Schaufel.
Maximale Spannungen, wie sie typischerweise im vorderen Teil der
Saugseite der Wurzel und im hinteren Teil der Druckseite der
Wurzel auftreten, werden durch die Verwendung einer gebogenen
Wurzelgeometrie verringert. Spannungskonzentrationsfaktoren
entlang dem Umfang der Schaufel werden dadurch vermieden, daß
die Strömung beeinflussende Mittel direkt an der Rotorscheibe
angeordnet und nicht integral mit den Schaufeln ausgebildet
werden. Eine wirksame Verwendung einer gebogenen Wurzelgeometrie
wird dadurch ermöglicht, daß die Wurzel im vorderen Randbereich
verjüngt ist. Die maximale Membranspannung, die aufgrund der
Zentrifugalkraft auftritt und die typischerweise annähernd 75%
entlang der Länge der Sehne auftritt, wird durch eine Verjüngung
verringert, indem ein zusätzlicher Wurzelquerschnitt in diesem
Bereich geschaffen wird. Außerdem ermöglicht die Wurzelgeometrie
gemäß der Erfindung die Konstruktion von ausgeklügelten Flügelformen,
ohne daß übermäßige Spannungen auftreten, die herkömmlichen
Wurzelkonstruktionen eigen sind.
Es ist aus der FR 11 43 952 zwar an sich bekannt, die Wurzel
einer Turbinenschaufel von ihrem stromabwärtigen Ende zum stromaufwärtigen
Ende konvergent zulaufen zu lassen, jedoch ist diese
bekannte Schaufel nicht von der gattungsgemäßen Art, denn die
Krümmung der Wurzel ist wesentlich geringer als die Krümmung des
Flügelprofils, was sich aus einem Vergleich dieser beiden Krümmungen
deutlich ergibt. Außerdem dient die konvergente Ausbildung
der Wurzel dieser bekannten Schaufel dazu, die Schaufel
durch Verkeilung besser in der Ausnehmung der Rotorscheibe zu
halten. Ferner wird die gebogene Wurzelgeometrie auf eine gekühlte
Turbinenschaufel angewendet, damit Kühlluft durch eine
Anzahl Kanäle in die Schaufel fließen kann. Die konzentrische
Form der Wurzel bei dieser bekannten Ausgestaltung ist deshalb
zu einem völlig anderen Zweck vorgesehen, als wie es bei der
Erfindung der Fall ist.
Die Merkmale der Unteransprüche tragen zur Problemlösung bei und
führen außerdem zu einer einfachen, stabilen und leistungsfähigen
Schaufelform.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher
erläutert. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung eines Teils eines Rotors für ein Gasturbinentriebwerk,
wobei erfindungsgemäße Rotorschaufeln eingebaut
sind;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Schaufel;
Fig. 3 eine Unteransicht des Wurzelabschnitts einer Schaufel
gemäß Fig. 1, wobei eine Krümmung und eine Verjüngung der Schaufel
zu sehen ist;
Fig. 4 eine Ansicht der Schaufel von Fig. 1 an der Saugseite;
Fig. 5 eine Stirnansicht des Wurzelabschnitts am vorderen Ende
der Schaufel von Fig. 1;
Fig. 6 eine Aufsicht auf die Schaufel mit Projektionen der
Schnitte A-A und B-B von Fig. 4 auf die Schaufelwurzel;
Fig. 6A eine grafische Darstellung der sehnenmäßigen Verteilung
der Spannungen im Abschnitt maximaler Spannungen in der
Wurzel der Schaufel von Fig. 6;
Fig. 7 (Stand der Technik) eine entsprechende Ansicht wie Fig.
6, wobei die theoretischen Projektionen an den Schnitten
A-A und B-B auf eine gerade Schaufelwurzel zu sehen sind;
Fig. 7A (Stand der Technik) eine grafische Darstellung der
sehnenmäßigen Verteilung der Spannungen im Abschnitt maximaler
Spannungen in der Wurzel der Schaufel von Fig. 7.
Fig. 1 zeigt den Aufbau eines Rotors 10 einer Gasturbine. Eine
Anzahl Schaufeln 12 erstreckt sich von einer Rotorscheibe 14
nach außen. Jede Schaufel 12 besitzt einen Flügelprofilabschnitt 16 und
eine Wurzel 18. Die Wurzel 18 hat einen schwalbenschwanzförmigen
Querschnitt und sitzt in einem entsprechend
geformten Schlitz 20 in der Rotorscheibe 14. Jede Schaufel 12 besitzt
weiterhin eine Vorderkante
22 am stromaufwärtigen Ende 24 der Rotorscheibe 14 und
eine Hinterkante 26 am stromabwärtigen
Ende 28 der Rotorscheibe 14. Jede Schaufel 12 weist
auf der Saugseite 30 eine konvexe Form und auf der Druckseite 32 eine
konkave Form auf. Bei der dargestellten Ausführungsform erstreckt
sich eine Plattform 34 zwischen jeweils zwei Schaufeln 12 von der
Saugseite 30 bis zur Druckseite 32. Alle Plattformen 34 zwischen den
Schaufeln 12 bilden die innere Wandung des Strömungswegs durch die
Schaufeln 12. Wie gezeigt, ist jede Plattform 34 an der Rotorscheibe
anfgelenkt. Bei anderen Ausführungsformen bildet die
äußere Umfangsfläche der Rotorscheibe 14 die innere Wandung des
Strömungswegs für das Medium.
Eine gemäß der Erfindung konstruierte Schaufel 12 ist in Fig.
2 in perspektivischer Ansicht und in Fig. 3 in Stirnansicht
gezeigt. Die Anlagelinie der benachbarten Plattform ist mit L
bezeichnet. Dies ist also der innerste Teil des Strömungswegs
des Mediums. Ein Übergangsbereich 36 erstreckt sich zwischen
dem Flügelabschnitt 16 und der Wurzel 18. Die Wurzel
18 besitzt eine gebogene Form und umfaßt ein Paar
ähnlich geformter Ausbuchtungen 38, die sich von der Wurzel 18
zur Seite erstrecken.
Die gebogene Form der Wurzel 18 ist leicht aus der Stirnansicht
in Fig. 3 ersichtlich. Die Ausbuchtungen 38A und 38B
liegen entlang einer kreisförmigen Mittellinie LR mit einem
Radius RR. Der Radius geht von einem Punkt PR aus, der seitlich
der Wurzel 18 zwischen der Vorderkante 22 und der
Hinterkante 26 liegt. Die Wurzel 18 verjüngt sich entlang
der Mittellinie LR von der Hinterkante 26 oder dem stromabwärtigen
Ende der Schaufel zur Vorderkante 22 oder dem stromaufwärtigen
Ende der Schaufel. Die konvexe Krümmung der Ausbuchtung
38B und die konkave Krümmung der Ausbuchtung 38A besitzen
im wesentlichen gleiche Radien RA bzw. RB. Die Zentren der
Krümmung PA bzw. PB liegen auf einer Linie, die durch den Punkt
PR und den Schnittpunkt der Mittellinie LR der Wurzel 18
mit der stromabwärtigen Kante oder der hinteren Kante 26 der
Wurzel 18 hindurchgeht. Die Punkte PA und PB besitzen
vom Punkt PR einen gleichen Abstand, so daß an der Wurzel 18 entlang
der Mittellinie LR eine gleichförmige Verjüngung stattfindet.
Fig. 4 ist eine Ansicht der Saugseite der Schaufel 12 von Fig.
2, und Fig. 5 zeigt eine Vorderkante in Vorderansicht der
Schaufel 12. Die maximalen Membranspannungen, die durch
die Zentrifugalkraft hervorgerufen werden, entstehen bei einer
Schaufel in der Nähe des Sehnenmassenmittelpunkts, der typischerweise
bei annähernd 75% der Länge der Sehne im Bereich S
liegt. Lokal höhere Spannungen an der Oberfläche der Schaufel
treten deshalb auf, weil der Flügelprofilabschnitt 16 die Neigung besitzt,
sich aufzudrehen, und zwar auf der konkaven Seite des
Flügels etwa entlang 25% der Sehne im Bereich S₁ und auf der
konvexen Seite des Flügels annähernd 75% entlang der Sehne im
Bereich S₂. Diese Spannungen wirken typischerweise über Spannungskonzentrationsfaktoren
in der Größenordnung 2, 5 bis 3, 5 an
den Rundungsradien 40 über den Ausbuchtungen 38A, 38B der Schwalbenschwanzbefestigung.
Es ist sehr wesentlich, daß die Schaufeln 12 gemäß der Erfindung
keine integralen Plattformen 34 für die Definierung der inneren
Wandung des Strömungswegs des Mediums aufweisen. Solche Plattformen
34 werden nämlich direkt an der Rotorscheibe 14 durch eine geeignete
Technik befestigt, wie z. B. durch die in Fig. 1 gezeigte
Anlenkung. Dadurch, daß die Plattformen 34 von den Wandungen
an der Saugseite 30 und an der Druckseite 32 der Schaufel weggelassen
werden, fallen Spannungskonzentrationen in Bereichen
hoher Biegespannungen an der Zusammentreffstelle zwischen den
Wandungen und der Wurzel 18 der Schaufel 12 fort. Spannungskonzentrationsfaktoren
in der Größenordnung von 1, 2 bis 1, 4 an dem
Übergang zwischen Plattform 34 und Flügelprofilabschnitt 16
schwächen bekannte Schaufeln 12 in diesem Bereich. Solche
die Lebensdauer begrenzende Spannungen werden gemäß der Erfindung
vermieden.
Zwar sind plattformfreie Schaufeln 12 nicht neu, dieses Merkmal
wird jedoch gemäß der Erfindung mit einer neuen Wurzelgeometrie
verwendet. Da solche Spannungskonzentrationen,
wie sie oben beschrieben wurden, nicht auftreten, besitzen
die erfindungsgemäßen plattformfreien Schaufeln 12 an den Rundungsradien
zwischen dem Flügelprofilabschnitt 16 und der Wurzel 18 geringere
Spannungen. Demgemäß ergibt sich das erfindungsgemäße Konzept
verringerte Spannungen entlang den Rundungsradien zwischen
dem Flügelprofilabschnitt 16 und der Wurzel 18. Zur weiteren Erörterung
des Konzepts der vorliegenden Erfindung wird die neue
Schaufel von Fig. 6 mit einer gekrümmten, sich verjüngenden
Wurzel mit einer üblichen Schaufel verglichen, die
eine gerade Wurzel aufweist. Die Schaufeln wurden
unter Konstruktionsbedingungen durch Computer modellmäßig erfaßt, wobei das
Druckverhältnis an der Wurzel der Schaufel 1, 7 und das Druckverhältnis
an der Spitze der Schaufel 1, 9 war. Die Spitzengeschwindigkeit
wurde auf 510 m/s festgesetzt.
Geometrisch besaß jede Schaufel eine Sehne an der Wurzel von
12,32 cm und einen Umfang von 44,45 cm, was ein Schlankheitsverhältnis
(durchschnittliche Schaufelumfangslänge dividiert
durch durchschnittliche Schaufelwurzellänge) von 3,6 ergibt.
Jede Schaufel bestand aus hochfester Titanlegierung. Das Material
hatte die Eigenschaften von AMS 4928 Titanlegierung. Das
Konzept der erfindungsgemäßen Erfindung ist auch auf andere
Materialsysteme, und zwar sowohl metallische als auch nichtmetallische,
anwendbar. Das Konzept kann besonders bei hochzugfesten,
mit Fasern verstärkten Strukturen attraktiv sein.
Die Fig. 6 (erfindungsgemäße Schaufel) und 7 (Stand der Technik) entsprechen einer Stirnansicht
der Schaufel von Fig. 4 mit den Schnitten A-A und B-B,
projiziert auf die Wurzelgeometrie. Der Schnitt A-A verläuft durch
die Schaufel an der inneren Wandung des Strömungsweges des Mediums,
und der Schnitt B-B verläuft im Spitzenbereich der
Schaufel. Unter aerodynamischen Belastungen hat der
Flügelprofilabschnitt die Neigung - gesehen in Fig. 6 und in Fig.
7 -, sich im Uhrzeigersinn aufzudrehen.
Bei der Schaufel von Fig. 6 liegt der
Schnitt A-A an der inneren Wandung des Strömungswegs des Arbeitsmediums
und ist um eine nicht-kreisförmige mittlere Bogenlinie
LA gelegt. Die Mittellinie LR der Wurzel ist
ein kreisförmiger Bogen und besitzt einen Krümmungsradius RR,
der eine mittlere Linie mit annähernd der gleichen Krümmung
wie die nicht-kreisförmige mittlere Bogenlinie LA erzeugt.
Bei der Optimierung der Struktur wurde festgestellt, daß die
geringsten Spannungen bei solchen Formen entstehen, bei denen
der Vorderkantenbereich der Mittellinie LR zur konvexen oder
Saugseite der Mittellinie LR versetzt ist, und wenn der hintere
Kantenbereich der Mittellinie LR mit der Mittellinie LA zusammenfällt.
Wie es besser aus Fig. 3 ersichtlich ist, wird bei
der Konstruktion der sich verjüngenden Geometrie der Wurzel
eine gerade Bezugslinie X gezeichnet, die den
Punkt PR und den Schnittpunkt der mittleren Wurzellinie
LR mit der stromabwärtigen Kante oder der Hinterkante 26 schneidet.
Die konkave Ausbuchtung 38A und die konvexe Ausbuchtung
38B erstrecken sich auf Bögen mit entsprechenden gleichen
Radien RA und RB von Zentren PA und PB aus, die auf der Linie
X in gleichen Abständen vom Punkt PR liegen.
Eine Krümmung der Wurzel mit einer gebogenen Geometrie,
wie sie dargestellt ist, besitzt den Vorteil, daß lokale
Biegespannungen im Bereich des Übergangs zwischen der Wurzel
und dem Flügelprofilabschnitt der Schaufel verringert
werden. Lokale Biegebeanspruchungen ergeben die Neigung, daß
die Schaufel sich unter Zentrifugalbelastungen und aerodynamischen
Belastungen aufdreht. Eine Verringerung der Biegespannungen
verringert gleichzeitig die Spitzenspannungen, was eine
niedrigere Neigung zur Rißbildung und Rißfortpflanzung mit sich
bringt. Risse, die sich auf der Oberfläche bilden, sind ein
Ergebnis von höheren Spannungen in diesem Bereich. Sie besitzen
die Neigung, sich in Richtung auf das Zentrum der Schaufel
mit steigender Häufigkeit fortzupflanzen. Wenn eine ausreichende
Fortpflanzung stattgefunden hat, dann bricht die Schaufel.
Die Vermeidung von Rißbildung und die verringerte Neigung zur
Rißfortpflanzung von der Oberfläche des Metallteils wird dadurch
erreicht, daß die Maximalspannung in diesem Bereich verringert
wird.
Berechnete Oberflächenspannungen entlang den Übergangsradien
auf der konkaven und der konvexen Seite der Schaufel sind in
den entsprechenden Fig. 6A (erfindungsgemäße Schaufel) und 7A (Stand der Technik) grafisch
dargestellt, um die sehnenmäßige Verteilung von Spannungen
zu zeigen. Insbesondere sei bei Fig. 7A (Stand der Technik),
welche eine herkömmliche Schaufel mit gerader Wurzel
betrifft, darauf verwiesen, daß die Spannungen auf der konkaven Seite der
Schaufel bei annähernd 25% der Sehnenlänge ein Maximum erreichen
(85 000 Psi), und daß auf der konkaven Seite der Schaufel
die maximalen Spannungen annähernd bei 75% der Länge
(60 000 Psi) auftreten. Entsprechende Daten bei der erfindungsgemäßen
Wurzelgeometrie wurden ebenfalls errechnet und sind in
Fig. 6A gezeigt. Die maximalen Spannungen, die bei 25% der
Sehnenlänge bei einer Schaufel mit gerader Wurzel und bei 75%
der Sehnenlänge bei einer Schaufel mit gerader Wurzel auftreten,
sind wesentlich verringert. Auf der konkaven Seite der
Schaufel sind die Spannungen praktisch gleichmäßig und erreichen
ein Maximum bei 50% der Sehnenlänge (45 000 Psi). Entsprechend
sind auch die Spannungen auf der konvexen Seite der
Schaufel auf einen annähernd gleichmäßigen Wert verringert
(35 000 Psi).
Ein Spannungskonzentrationsfaktor der Zugbelastung von 2,8 und
ein Spannungskonzentrationsfaktor der Biegung von 1,6 wurden
auf die Daten von Fig. 7A (Stand der Technik) angewendet,
wobei eine gesamte konzentrierte Spannung von 177 000 Psi herauskam.
Eine Anwendung der gleichen Spannungskonzentrationsfaktoren
auf die Daten von Fig. 6A ergibt eine gesamte konzentrierte
Spannung von 118 000 Psi.
Die Größe der Spannungsverringerung, die gemäß der Erfindung
erreicht wird, ist erheblich. Sie läßt sich aber noch bedeutender
anhand von Ermüdung darstellen. Es ist beispielsweise bekannt,
daß eine Verringerung von 10% der Spannungen grob gesehen eine
100%ige Verbesserung hinsichtlich der Ermüdung ergibt.
Claims (4)
1. Schaufel (12) ohne Plattform für einen Gasturbinentriebwerksrotor,
mit einem bogenförmig gekrümmten Flügelprofil
und einer bogenförmig gekrümmten Wurzel (18), deren
Krümmung im wesentlichen der Krümmung des Flügelprofilabschnittes
(16) am radial inneren Ende desselben entspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wurzel (18) vom stromabwärtigen
Ende (26) zum stromaufwärtigen Ende (22) der Schaufel
(12) konvergent zuläuft.
2. Schaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der gekrümmte Flügelprofilabschnitt (16) an seinem radial
inneren Ende eine nicht kreisförmige Bogenmittellinie (LA)
aufweist und die Wurzel (18) eine kreisförmige Bogenmittellinie
(LR) aufweist, wobei die nicht kreisförmige Bogenmittellinie
(LA) des Flügelprofilabschnittes (16) am stromaufwärtigen
Ende (22) der Schaufel (12) zur Saugseite (30) der
Schaufel (12) von der kreisförmigen Bogenmittellinie (LR)
versetzt ist und am stromabwärtigen Ende (26) der Schaufel
(12) im wesentlichen mit der kreisförmigen Bogenmittellinie
(LR) zusammenfällt.
3. Schaufel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die kreisförmige Bogenmittellinie (LR) der Wurzel (18) einen
Radius (RR) aufweist, der von einem Punkt (PR) ausgeht,
welcher seitlich der Schaufel (12) zwischen dem stromaufwärtigen
Ende (22) und dem stromabwärtigen Ende (26) der Schaufel
(12) liegt.
4. Schaufel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wurzel (18) mindestens eine gebogene Ausbuchtung (38B)
auf der Saugseite (30) und mindestens eine gebogene Ausbuchtung
(38A) auf der Druckseite (32) aufweist, wobei diese
Ausbuchtungen (38A, 38B) sich mit den im wesentlichen gleichen
Radien (RA) und (RB) von Punkten (PA) bzw. (PB) erstrecken,
die auf einer Linie (X) im gleichen Abstand vom Punkt
(PR) liegen, wobei die Linie (X) sich durch den Punkt (PR)
und den Schnittpunkt der kreisförmigen Bogenmittellinie (LR)
der Wurzel (18) mit dem stromabwärtigen Ende (26) der Schaufel
(12) erstreckt.
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