DE2625712A1 - Augenlinsen und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Augenlinsen und verfahren zu ihrer herstellung

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DE2625712A1 DE19762625712 DE2625712A DE2625712A1 DE 2625712 A1 DE2625712 A1 DE 2625712A1 DE 19762625712 DE19762625712 DE 19762625712 DE 2625712 A DE2625712 A DE 2625712A DE 2625712 A1 DE2625712 A1 DE 2625712A1
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Description

Dr. Max Schneider Dr. Alfred Eitel ο. Ernst Czowalla B Patentanwälte Peter Matschkur ^
85 Nürnberg 106, den6' Juni Königstraße 1 (Museumsbrücke) 2625712 Fernsprech-Sammel-Nr. 203931
Parkhaus Katharlnenhof Parkhaut AdlerstraB·
-diess. Nr. 27 656/Di-Ma
Herr Sydney Joseph BUSH. 57. Westella Road, Kirkella/Hull/GB
"Augenlinsen und Verfahren zu ihrer Herstellung"
Die Erfindung betrifft Augenlinsen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung, insbesondere derartige Linsen, die einen prismatischen Effekt zeigen derart, daß die oberen und unteren LinseQ-abschnitte verschiedene optische Zentren besitzen.
Aus der Beschreibung von Augenlinsen ist es bekannt, daß in Fällen einer Anisometrie, in denen die Augen des Patienten unterschiedliche Brennweitenkorrektureη erfordern, die Gefahr des Entstehend von Doppelsichtigkeit entsteht. Dies tritt auf, wenn ein Objekt durch die oberen oder unteren Teile der ungleichen Linsen oberhalb oder unterhalb der optischen Zentren der Linsen betrachtet wird, wo die stärkere Linse die. vertikale Position des Objekts in größerem Ausmaß verzerrt als die schwächere Linse. Dieser Naohteil kann dadurch minimalisiert werden, daß man eine oder beide Linsen mit oberen und unteren Idnsen-
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Deutsche Bank A. Q. Nürnberg Nr. 03 / 30 βββ, BLZ 780 70012 - Hypobank Nürnberg Nr. 166 / 274 £00, BLZ 7*0 20214 Postscheck-Konto: Amt Nürnberg Nr. 383 05-855 - Drahtanschrift: Norlspatent
flächen mit unterschiedlichen optischen Zentren ausbildet. Auf dese Weise können die prismatischen Differenzen zwisohen rechten und linken linsen reduziert werden und man schafft obere und untere Siohtwinkel mit minimaler Verschiebung in den oberen und unteren Bereichen der jeweiligen Linsen. Diese Linsen haben jedoch den Nachteil, daß sie quer von unansehnlichen horizontalen Linien durchzogen sind, in denen die Abschnitte der Linsen sich treffen und daß, wenigstens bei der Fertigung in Glas, sehr umfängliche genaue Schleifprozesse der sogenannten "slab-off11-lechnik notwendig sind, welche die fertigen Linsen außerordentlich teuer machen und derartige Linsen darüberhinaus nur schwer erhältlich sind, da es nur sehr wenige Fachkräfte gibt, die das notwendige Geschick zur Durchführung dieser diffizilen Arbeiten besitzen. Darüberhinaus sind in Fällen von Linsen mit hohen Minuswerten Rohlinge in ausreichender Dicke für ein "slab-off"-Schleifen nicht ohne weiteres erhältlich.
Das Vorhandensein der horizontalen Linien in derartigen Linsen mit zwei optischen Zentren, die nachfolgend als Bizentrische Linsen bezeichnet werden, macht die Linsen kosmetisch unannehmbar, da Patienten die rechte und linke Linsen ungleicher Stärke benötigen gleichzeitig häufig eine ersichtlich ungleiche Augengröße aufweisen und das zusätzliche Vorhandensein der unansehnlichen horizontalen Linien in den Linsen eine weitere Beeinträchtigung darstellen. Darüberhinaus haben die bekannten bizentrisohen Linsen den Nachteil, daß die scharfe horizontale
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Trennlinie, welche die oberen und unteren Oberflächen der Linse trennt, ihrerseits den Effekt der Erzeugung von Interferenz und Doppelsehen aufweist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Augenlinse des vorstehend beschriebenen Typs dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und unteren Linsenflächen zur Schaffung des prismatischen Effektes in einem Querband ineinander übergehen, welches einen glatten Übergang zwischen diesen Linsenflächen schafft und d&ß die vertikale Abmessung dieses Bandes dem Sichtwinkel eines Trägers der Linse entspricht, der wenigstens gleich dem Winkel des Lichtkonus ist, der durch eine Pupille des Auges passieren kann, um im wesentlichen abzuschließen, daß Licht, welches an beiden besagten Linsenflächen gebrochen wird, durch die Pupille ins Auge des Trägers gelangt.
Die erfindungsgemäße Linse besitzt den Vorteil, daß sie kosmetisch akzeptabel ist, da sie keine unansehnlichen horizontalen Linien beim Tragen aufweist und daß sie darüberhinaus auch noch überraschenderweise das Sehen verbessert, da sie, trotz der Tat asche, daß das Querband Aberration in die Linse bringt und nicht in der Lage ist die Sehsohärfe des Trägers zu korrigieren, die durch das Band eingeführte Versetzung, vorzugsweise der Doppelsichtigkeit entspricht, die am Übergang zwischen oberen und unteren Linsenfläohen konventioneller bizentrischer Linsen auftritt. Dadurch wird die Diskontinuität des wahrge-
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nommenen Feldes in der vertikalen Ebene reduziert, wie es bei konventionellen Linsen auftritt.
Die Breite des Querbandes soll etwa zwischen zwei und acht Millimeter liegen, wobei die vertikale Breite entsprechend der Größe der zu behandelnden prismatischen Ungleichheit varriert wird.
Eine erfindungsgemäße bizentrische Linse kann auf verschiedene Art und Weise hergestellt werden. Beispielsweise kann, ausgehend von einer bekannten bizentrischen Linse, beispielsweise zusammengefügten Linsen mit oder ohne Uahsicht-Dezentrierung, bei der die scharfe horizontale Trennlinie vorhanden ist, diese Linie in einfacher Weise durch Wegpolieren über eine Zone der benötigten vertikalen Abmessung beseitigt werden. Gegossene Kunststofflinsen der gewünschten Porm können einfach durch entsprechende Modifikation der 3?orm der bekannten Gießformen hergestellt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann jedoch eine derartige Linse durch Vorsehen eines Linsenrohlings mit einer optische fertiggestellten Oberfläche hergestellt werden, der zur Einführung des gewünschten prismatischen Effektes in die Linsenfläche gebogen wird, wobei das Biegen der Linse so gesteuert wird, daß in der fertigen optischen Oberfläche das gewünsohte Querband ausgebildet ist.
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Nach, einer Ausführungsform der Erfladung wird das Biegen des Linsenrohlings derart bewerkstelligt, daß die der optisch fertigen Oberfläche dieses Rohlings gegenüberliegende Oberfläche auf einen Formkörper aufgesetzt und wenigstens der Bereich des Linsenrohlings zum Zwecke der Verbiegung derart erhitzt wird, daß dieser Bereich plastisch wird, wodurch der Rohling sich entweder unter seinem Eigengewicht oder mit äußerer mechanischer Unterstützung an den Formkörper anl±egt und wobei diese Rückfläche des Linsenrohlings und/oder der Formkörper so gestaltet sind, daß durch diese Verformung der gewünschte prismatische Effekt in der fertigen Linse gegeben ist.
Anschließend kann diese, bei der Verformung als Auflagefläche dienende Rückfläche des Linsenrohlings durch Schleifen oder Polieren fertiggestellt werden, um somit endgültig die fertige Linse zu erhalten oder aber man kann alternativ auch die genannte fertige optische Fläche als Formoberfläche zur Herstellung weiterer Linsen verwenden. Im Falle positiver Stärken der Linsen ergibt dies eine gute Gieß- oder Formfläche für Kunststofflinsen.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß es für die Rückfläche der fertigen Linse in jedem Fall nur notwendig ist, daß sie ein einzelnes Krümmungszentrum aufweist, oder möglicherweise, falls die anfängliche optisch, fertiggestellte Fläche gekrümmt ist, flach ausgebildet ist, damit die Linse zwei unterschiedliche optische Zentren auf jeder Seite einer Achse auf-
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weist, die der Biegeachse des Linsenrohlings entspricht.
Man erkennt daraus, daß die Anforderungen an das Schleifen und Polieren zur Fertigstellung einer erfindungsgemäßen bizentrischen Linse wesentlich vereinfacht sind.
Das Biegen des Idnsenrohlings zusammen mit dem Schleifen der gegenüberliegenden (Rück-) Fläche "bringt einen prismatischen Effekt in die fertige Linse ein und hat das Ergebnis, daß bei gekrümmter Ausbildung der Anfänglich optisch fertiggestellten Fläche eine Verlegung der Krümmungszentren der beiden durch die Biegeachse gebildeten Linsenabschnitte stattfindet. Falls gewünscht, kann die Rückfläche des ursprünglichen Linsenrohlings ihrerseits einen prismatischen Effekt aufweisen, um den zur Fertigstellung dieser Rückfläche der Linse notwendigen Schleifaufwand zu reduzieren, in welchem Fall diese flach oder von geringerem Winkel sein kann als es anderweitig erforderlich wäre, Dscüberhinaus gibt es auch Fälle, in denen gewünscht wird, daß die .Aberration nicht exakt in der Mitte zwischen den optischen Zentren liegt.
Die präzise Anordnung der optischen Zentren der fertigen Linse ist eine Funktion von 1) dem Biegewinkel des Linsenrohlings, 2) dem Krümmungsradius der anfänglich optischen fertiggestellten Fläche, 3) dem Krümmungsradius der Rückfläche der Linse, wie er bestimmt wird durch a) das während der letzten Schleif-/
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Polierstufe erzeugte Prisma oder b) daß dem Linsenrohling inhärente und durch den letzten Schleif-ZPolierschritt endgültig festgelegte Prisma und 4) die fertige Dicke.
An dieser Stelle sei betont, daß, obgleich in den meisten Fällen zwei unterschiedliche optische Zentren durch dieses Verfahren entstehen, in manchen Fällen die tatsächlichen Zentren nicht beobachtbar sind, lediglich die prismatischen Effekte.
Das Erhitzen des Linsenrohlings kann durch lokale Erhitzung des Rohlings £ngs der Biegeachse stattfinden, beispielsweise durch eine über einen Schlitz in der Fläche des Formkörpers einwirkende Flamme, durch Heißluft, durch einen heißen Draht, durch optische Einreichtungen oder Hochfrequenz-Bestrahlung oder durch Erhitzung des gesamten Linsenrohlings in einem Ofen. Im ersteren Fall ist die mechanische Unterstützung des Verbiegens des Linsenrohlings erleichtert, da dann Druck auf die nicht erwärmten Abschnitte des Rohlings ohne Störung oder Beeinträchtigung der fertigen optischen Fläche ausgeübt werden kann. Im letzteren Fall kann zur Abstützung des Linsenrohlings während des Biegens um die genannte Querachse der Formkörper so konstruiert sein, daß er anfänglich mit der Konfiguration der Rückfläche des Linsenrohlings übereinstimmt und seinerseits fortschreitend um die Querachse während der Erhitzung des Linsenrohlings verbogen wird, um die gewünschte Verbiegung
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des letzteren zu bewerkstelligen. Zu diesem Zweck kann der Formkörper längs seiner Querachse geteilt und Einrichtungen vorgesehen sein, um die beiden Teile des Formkörpers relativ zueinander während der Erhitzung des Linsenrohlings zu bewegen, bis der Formkörper die gewünschte Endform der Rückfläche des Linsenrohlings erreicht.
Falls gewünscht kann das Biegen des Linsenrohlings durch Vorsehen eines Rohlings mit einer querverlaufenden Schwächungslinie unterstützt weiten, z.B. durch Vorsehen eines Sägeschnitts über die noch unfertige Oberfläche des Linsenrohlings.
Each einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der Rohling aus einem Material geformt, welches die Eigenschaften des sogenannten "plastischen Gedächtnisses" aufweist. Das Biegen dieses Linsenrohlings wird durch anfängliches Verbiegen des Rohlings unter dem Einfluss von Hitze und Kühlung durchgeführt, ehe die genannte, bereits fertig gestellte optische Oberfläche hergestellt wird. Nach Herstellung der fertigen optischen Oberfläche wird der Rohling wieder erhitzt, so daß unter dem Einfluß des ihm innewohnenden plastischen Gedächtnisses die optisch fertiggestellte Oberfläche wieder verbogen wird.
Diese Verfahrensausgestaltung hat den Vorteil, daß - da die Wiederherstellung des Rohlings aus seinem ursprünglich deformierten Zustand in seinen Gleichgewichtszustand durch das ihm
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innewohnende plastische Gedächtnis selbst bestimmt wird - die Modifikation der optisch fertiggestellten Oberfläche des Rohlings vonvorneherein kontrolliert werden kann, indem man den Rohling während des anfänglichen Deformationsschritts eine vorgegebene Konfiguration erteilt. Da während des letzteren Schritts der Rohling keine optisch fertiggestellten Flächen aufweist, kann darüberhinaus die anfängliche Deformation des Rohlings präzise durch Pressen zwischen entsprechend geformten Formkörperη kontrolliert werden, da nicht auf irgendwelche fertige Oberflächen des Rohlings Rücksicht genommen zu werden braucht. Die Wiederverbiegung des Rohlings unter Wirkung seines plastischen Gedächtnisses kann, falls gewünscht, zur Erzielung einer größeren Genauigkeit mechanisch unterstützt werden.
Man erkennt, daß ein Rohling mit einer optisch fertiggestellten Idnsenoberfläche entsprechend der vorliegenden Erfindung seinerseits als teilweise vorbereiteter Rohling für die Herstellung fertiger Linsen dienen kann oder alternativ die optisch fertiggestellte Fläche als Gießformfläche zur Herstellung gegossener Linsen verwendbar ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines AusführungsbeispMs sowie an Hand der Zeichnung. Dabei zeigen:
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Hg. 1 bis 4 aufeinanderfolgende Stufen eines Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Augenlinse,
P-fg. 5 eine Modifizierung des Verfahrens nach den Pig. 1 Ms 4,
Pig. 6 und 7 Stufen eines weiteren Verfahrens zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Augenlinse,
Pig. 8 bis 10 diagrammatische Ansichten einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Pig. I bis 4,
Pig. 11A bis HC und 12 A bis 12 B schematische Ansichten zur Illustration der Herstellung von Pormkörpern zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
Pig. 13 bis IST· schematische Darstellungen betreffend die Herstellung weiterer Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Augenlinsen und
Pig. 20 bis 23 die Verfahrensstufen einer weiteren Methode zur Herstellung erfindungsgemäßer Augenlinsen.
Die Pig. 1 bis 4 zeigen die Herstellung einer erfindungsgemäßen plan-gewölbten bizentrischen Linse mit minus 6 Dioptrie?, ausgehend von einem Linsenrohling mit mehr oder weniger parallelen Seitenflächen mit 6 cm. Durchmesser und 5 mm Dicke. Ein ebenflächig begrenzter Linsenrohling nach Pig. I weist eine optisch fertiggestellte Oberfläche A auf, während die andere Oberfläche B halbfertig oder möglicherweise roh ist. Der Rohling wird
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-limit der Oberfläche B auf einen Brechungsformkörper aus Garborundglas aufgesetzt (Pig. 2) der so geformt ist, daß er zwei flache Oberflächen besitzt, die jeweils unter 5° gegenüber der mit C bezeichneten gestrichelten Ebene geneigt sind. Der Rohling £ und der Formkörper werden in einem Ofen erhitzt, so daß sich der Rohling entsprechend der Form des Formkörpers verbiegt (Fig. 3), so daß der Rohling anschließend zwei optisch fertige plane Flächen A 1 aufweist, die gegeneinander um eine vertikale Achse D um einen Winkel von 10° geneigt sind.Infolge der plastischen Deformation des Rohlings im Bereich der zentralen Kante des Formgliedes stoßen die beiden Flächenbereiche Al nicht in Form einer scharfen Trennlinie aneinander, sondern sind durch eine Zone Z getrennt, die eine lineare Ebene/zylindrische Fläche aufweist, in welcher die Krümmungsradien teilweise durch die Dicke des Rohlings bestimmt sind und wobei die Breite der zylindrischen Zone Z variabel im Bereich zwischen etwa 5 bis 10 mm liegt.
Der in die Form nach Fig. 5 verformte Rohling kann nun dazu verwendet werden, um eine fertige Linse durch Schleifen der Oberfläche B unter Bildung einer Linse der gewünschten Stärke zu schaffen. Beispielsweise wird, wie in Fig. 4 gezeigt ist, die Oberfläche B entsprechend einer minus 6 Dioptrienkurve abgetragen. In diesem Fall besiitztdie fertige Linse zwei unterschiedliche optische Zentren OC, die voneinander um etwa 15 mm beabstandet sind. Die Positionen der optischen Zentren sind durch die Punkte bestimmt, in denen Tangenten an die Idnsen-
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kurve parallel zu den ebenen Frontflächen werden. Dadurch ist der Abstand zwischen den beiden optischen Zentren durch die Stärke der Linsengrundflache bestimmt.
Die in Pig. 4 gezeigte Linse bildet eine Augenlinse mit negativer Stärke, wobei die Flächen Al, die ebenen Vorderflächen der Linse und die Oberfläche Bl ihre Rückfläche bilden.
Zur Herstellung einer Linse mit positiver Stärke aus einem ebenflächig begrenzten Eohling kann das in den Pig. I bis 4 gezeigte Verfahren modifiziert werden, derart, daß man den in Fig. 2 gezeigten Formkörper durch einen in Fig. 5 dargestellten Formkörper ersetzt, so daß die optisch fertigbearbeitete Oberfläche A in umgekehrter Richtung abgewinkelt wird. Die dabei entstehenden beiden Sbenen Oberflächen Al bilden dann die Rückfläche der fertigen Linse, während die Frontfläche B mit einer pseitiven Krümmung abgeschliffen werden kann, wie es in Fig. 5 gestrichelt eingezeichnet ist, um auf diese Weise eine vordere Linsenfläche der gewünschten Stärke zu erhalten. Die Vorderfläche kann beispielsweise auf eine Stärke von plus 6 Dioptr^n geschliffen werden, in welchem Fall der Abstand der optischen Zentren 14 mm beträgt. Bei einer Stärke von plus 3 Dioptrien betrüge der Abstand der optischen Zentren 28 mm, unter der Annahme, daß der Winkel zwischen den beiden rückwärtigen Oberflächen Al 10° beträgt .
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Bei jedem der vorstehend beschriebenen Verfahren wird die vorher bereits optisch fertiggestellte plane Fläche A zur Bildung oberer und unterer Flächen Al abgewinkelt, die je nach Art der gewünschten Linse die Vorder- oder Rückfläche der Augenlinse bilden und die erfindungsgemäß durch ein Band getrennt sind, welches eine lineare Ebene/zylindrische Fläche mit einer Breite zwischen 3 und 8 mm in vertikaler Richtung gemessen, darstellt Die Oberfläche A hat somit einen relativ geringen Effekt auf die optische Stärke der fertigen Linse f die bestimmt wird durch deren mehr oder weniger der Stärke Null entsprechenden Stärke, kombiniert mit der Krümmung der Fläche B der Linse. Falls gewünscht kann jedoch die Oberfläche A ursprünglich ebenfalls mit einer positiven oder negativen Krümmung versehen sein, so daß bei der Deformierung des Rohlings derart, daß die Oberfläche B der Form des Formkörpers entspricht, zwei unterschiedlich gekrümmte Oberflächen Al gebildet werden. Die gewünschten optischen Eigenschaften der Linse können dann aus einer Kombination der Brechungskräfte sowohl der Vorder-, als auch der Rückfläche der Linse abgeleitet werden.
In den Fig. 6 und 7 ist ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren zur Anwendung auf Linsenrohlinge gekrümmter Ausbildung dargestellt. In Fig. 6 erkennt man einen Linsenrohling 10 mit gebogenen Vorder- und Rückflächen A und B, von 1^ B. 6 DioptrJöa,
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dessen Verbiegung auf einem Formkörper erfolgt, der zwei Flächen 11 und 12 aufweist, deren Krümmung jeweils die gleiche ist wie die des linsenrohlings, deren Krümmungsmittelpunkte aber beanstandet sind, so daß zwei gekrümmte Abschnitte sich in einer Trennlinie 13 treffen, die sich quer über den Formkörper erstreckt. Ein derartiger Formkörper kann dadurch gebildet werden, indem man eine konventionelle 6-Dioptrien-läppscheibe quer in zwei Teile trennt und die beiden Hälften unter einem Wink&l zueinander wieder zusammensetzt, wie es schematisch in den Fig. 11A bis 11 C für eine Linse positiver Stärke und in den Fig. 12A und 12B für eine Linse negativer Stärke dargestellt ist. Statt dessen wäre es auch möglich zwei Läppsoheiben zu teilen und die größeren oder kleineren Teile zusammenzusetzen.
Der Rohling 10 wird erhitzt, so daß er sich verformt und an die Flächen 11 und 12 des Formkörpers anlegt. Dadurch entstehen aus der gekrümmten Vorderflache A zwei Flächen Al, die jeweils ihr ursprüngliche plus 6-Dioptrien-Krümmung aufweisen, die sich jedoch in einer quer erstreckenden Zone Z treffen, in welcher die Iiinsenoberfläche während der Verformung zylindrisch/torisch deformiert worden ist. Nachdem die Rückfläche B des Linsenrohlings durch Schleifen fertiggestellt ist, beispielsweise mit einer Krümmung von minus 3 Diptrien versehen ist, besitzt die resultierende Linse eine Stärke von plus 3 Dioptrien und zwei unterschiedlichen optischen Zentren, die in einem Abstand voneinan-
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der angeordnet sind, der durch den Biegewinkel des Linsenrohlings bestimmt ist.
Auch in diesem Zusammenhang sei wieder erwähnt, daß die !seiden Flächenbereiche Al des Linsenrohlings, die wie vorstehend beschrieben erzeugt worden sind, zur Herstellung von Kunststofflinsen dienen können. In diesem Pail bildet die Fläche bzw. die flächen Al einfach eine Gießform, um der Kunststofflinse eine entsprechende Krümmung zu verleihen. Da es in diesem Fall nicht notwendig ist, daß die gegenüberliegende Fläche B des Ausgangsglasrohlings abgeschliffen wird, so daß sich die entsprechende fertige Linsenkrümmung ergibt, kann der Ausgangsglasrohling wesentlich dünner sein, als wenn er selbst die Linse bilden soll und kann auf dem zu seiner Verbiegung dienenden Formkörper verbleiben, so daß dieser als Stützunterlage während des Gießens der Kunststofflinsen dient. Infolge der Möglichkeit der Verwendung dünnerer Glasrohlinge in diesen Fällen, ergeben sich auch geringere Breiten der Zone Z, die der Dickenverringerung des Glasrohlings entsprechen. Dies ist jedoch für größere prismatische Korrekturen nicht wünschenswert.
In den Fig. 8 bis 10 ist eine für jedes der vorstehend beschriebenen Verfahren verwendbare Modifikation beschrieben, wobei es dem um eine Querachse zu verbiegenden Glasrohling gestattet ist, im wesentlichen vollständig in Kontakt mit dem Formkörper während der Deformation zu bleiben. Dies ermöglicht es, den Linsenroh-
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IiDg mit geringerer Deformation zu verbiegen als es beim Versacken mit ungestützteo Plächenabschnitten des IdDsearoliliDgs der Fall wäre. Wie ία Pig. 8 zu erkennen ist, besteht der Formkörper aus zwei getrennten Abschnitten 20 und 21, die längs einer Trennungstjuerlinie 23 aneinanderstoßen und die abgeschrägte Kontaktkanten 20a und 21a besitzen. Wie in Fig. 9 gezeigt ist, wird eine Mehrzahl derartiger Formkörper durch einen nicht gezeigten Heizofen geführt, ia--dem sie in diesem speziell len Fall in Längsriehtuag zwischen zwei konvergierenden Führungsschienen oder -io-sten bewegt werden. Die konvergierenden Führungsschienen 24 zwingen die beiden einander gegenüberstehenden freien Kanten 20b und 21b der beiden Formkörperabschnitte, sich aufeinander zu zubewegen, was wiederum bedingt, daß die aneinanderstoßenden Kanten der beiden Formkörperhälften sich fortlaufend nach oben bewegen, bis die beiden abgeschrägten Kanten 20a und 21a aneinander liegen und so den gewünschten Deformationswinkel des IdDsenrohlings bildea (Fig. 10). Unterhalb des Formkörpers kann, wie bei 25 angedeutet ist, eine geeignete !Führungseinrichtung vorgesehen sein, um die Bewegung der beiden Halftea des Formkörpers Dach oben zu kontrollieren. Vorzugsweise sind aufeinanderfolgende Formkörper entlang der Längsachsen der Führungsschienen 24 durch Abstaodsglieder 26 beabstandet, die reibungsvermindernde Einrichtungen, beispielsweise Rollenlager, aufweisen können, um die Verschiebung der Formkörper längs der Schienen 24 zu unterstützen.
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Serbstverständlich kann die gezeigte Anordnung auch in der Weise ausgestaltet werden, daß eine entgegengesetzte Bewegung des Formkörpers, zur Herstellung positiver Linsen, wie in Fig. 5, stattfindet. Die Ausgestaltung nach den Fig. 8 Ms 10 kann darüberhinaus selbstverständlich auch hei Formkörpern verwendet werden, wie sie in den 3Fig. 11 und 12 dargestellt sind.
Obgleich die Verfahren vorstehend im Zusammenhang mit Linsen mit übaall gleichmäßiger Stärke beschrieben worden sind, liegt es auf der Hand, daß ähnliche Verfahren auch zur Herstellung bizentrischer Linsen mit mehreren oder verschiedenen Brennweiten verwendet werden können. Hierfür besteht ein beträchtliches Bedürfnis in fällen von Anisometropie zur Schaffung von Linsen mit variabler Brennweite unterschiedlicher Stärke zwischen rechtem und linkem Auge mit prismatischer Kompensation des iamanenten prismatischen Ungleichgewichts entsprechend der notwendigen Verwendung der oberen und unteren (Lese)Abschnitte dieser Linsen.
Im EaIl von Linsen mit variablem Fokus kann das erfindungsgemäße Verfahren in der Art ausgestaltet sein, daß man einen Formkörper bekannten Aufbaus derart modifiziert, dass die benötigten variierenden Krümmungsradien der Linse mit variabler Brennweite entstehen.
In Fig. 13 ist ein Formkörper bekannten lyps gezeigt, der eine Zone 30 mit konstanten Krümmungsradius, eine Zone 31 mit konstan-
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tem, demgegenüber aber kleineren Krümmungsradius und eine Zone 32 umfasst, in welcher der Krümmungsradius progressiv vom Wert der Zone 30 zum Wert in der Zone 31 abnimmt. Durch Verbiegen eines derartigen Pormkörpers im Bereich 33 zur Schaffung eines Pormkörpers, dergestalt wie sie in Pig. 14 gezeigt ist, kann eine linse hergestellt werden, wie sie in Pig. 15 gezeigt ist. Wenn die unfertige Oberfläche einer derartigen linse, wie weiter oben beschrieben, fertig geschliffen wird, ergibt sich eine L^nse, wie in Pig. 16 gezeigt, die zwei getrennte optische Zentren OG aufweist, die jeweils vorzugsweise innerhalb einer Zone 30 . bzw. 31 angeordnet sind. Eine derartige Linse ist vergleichbar mit einer normalen Linse mit variierender Brennweite und nur einem optischen Zentrum 00 gem. Pig. 17.
Die Linse in Pig. 16 weist eine positive Stärke auf, doch könnte selbstverständlich auch eine Linse negativer Stärke durch Verbiegen des Pormkörpers in umgekehrter Richtung erzeugt werden, wie es in Pig. 18 für die Herstellung einer Linse genu Pig. 19 gezeigt ist.
Die oben beschriebenen Verfahren zur Herstellung erfindungsgemäßer Augenlinsen sind primär anwendbar bei der Herstellung von Linsen aus Glasrohlingen. Das Verbiegen eines Linsenrohlings zur Schaffung einer erfindungsgemäßen Augenlinse kann jedoch
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in jeder beliebigen Weise erfolgen, die durch die Materialeigenschaften ermöglicht wird. Beispielsweise ist in den Fig. 20 bis 23 ein Verfahren zur Herstellung einer linse aus einem Material illustriert, welches das sogenannte "plastische Gedächtnis" bes%itzt.
Die Fig. 20 zeigt einen beidseits durch ebene Flächen begrenzten Linsenrohling 1 aus einem Material mit den Eigenschaften des plastischen Gedächtnisses. Diese Eigenschaft ist Fachleuten für Thermoverformung von Kunststoffmaterialien sehrwohl bekannt und derartige thermoplastische Materialien, die auch für die Herstellung von optischen Linsen geeignet sind, sind ohne weiteres auf dem Markt erhältlich. In einem ersten Verfahrensschritt wird gemäß der Erfindung der Rohling 1 ausreichend erhitzt, um ihn plastisch deformierbar zu machen. Anschließend wird er zwischen zwei geformte Platten 2 und 3 gepresst, so daß die beiden Oberflächen A und B des Linsenrohlings 1 wie dargestellt um eine Querachse abgewinkelt werden. Der Linsenrohling 1 wird dann abgekühlt, so daß er die deformierte Gestalt beibehält. Nach Entnahme des abgekühlten Rohlings 1 aus den Platten, wird die Fläche A eben abgeschliffen und poliert um eine fertige optische Fläche zu bilden, wonach der Rohling dann die Form besitzt, wie sie in Fig, 22 gezeigt ist. Wird nunmehr der Rohling anschließend wiederum auf eine temperatur erwärmt, bei welcher er plastisch deformierbar ist, so kehrt der Rohling infolge sei-
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nes "plastischen Gedächtnisses" in einen Zustand zurück, in welchem die molekulare Struktur des Materials im Gleichgewicht ist, was bedeutet, daß er dazu neigt, die in Mg. 20 gezeigte Form wieder anzunehmen. Infolge des Abtragens von Material von der Oberfläche A des Ausgangsrohlings, nimmt dabei die Fläche A1 in Fig. 22 die Form an, wie sie bei A11 in Fig. 23 gezeigt ist. Die optisch fertige Oberfläche der Linse wird somit abgewinkelt, so daß der Linsenrohling prismatische Eigenschaften erhält. Durch nunmehrige Fertigstellung der Oberfläche B des Linsenrohlings zur Schaffung einer kovexen Linsenfläche, wie es in gestrichelten Linien in Fig. 23 gezeigt ist, erhält man eine eben-gewölbte Linse positiver Stärke mit zwei getrennten optischen Zentren. Wie im Fall der oben beschriebenen Linsen sind die beiden gegeneinander abgewinkelten planen Flächen A1 der gebildeten Linse durch eine eben/zylindrische Fläche getrennt, die ein Querband bildet, wie es weiter oben bereits ausführlich beschrieben ist. Die Krümmungsradien und die vertikale Breite des gebildeten Bandes wird durch die Materialeigenschaften des Rohlings 1 und die ursprüngliche Gestalt der Platten 2 und 3 bestimmt. Da das Material mit einem plastischen Gedächtnis nicht immer vollständig in seinen ursprünglichen unverformten Zustand zurückkehrt, ist es manchmal notwendig, nx eine äußere Kraft auf den Rohling auszuüben, um die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes des Rohlings zu unterstützen. Dadurch wird die Neigung zur Bildung der notwendigen, die planen Flächenbereiche trennenden zylindrischen Zone verstärkt. Falls gewünscht,
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können die Platten 2 und 3 bereits von Anfang an mit abgerundeten Kanten zwischen ihren abgewinkelten Flächen versehen sein, um die Bildung eines zylindrischen Bandes der gewünschten Breite bei den fertigen Linsen sicherzustellen.
Das Verfahren gemäß den I1Xg. 20 bis 23 kann auch zur Herstellung von Linsen negativer Stärke verwendet werden, indem die Oberfläche B des Rohlings, wie in Pig. 22 abgetragen und poliert wird, um eine fertige optische Fläche zu bilden, !fach der Wiedererhitzung des Rohlings wird dann die Oberfläche A fertiggestellt um eine konkave Linsenfläche zu bilden. In diesem Fall müsste der ursprüngliche Rohling eine größere Dicke aufweisen, um die entsprechende Materialabnahme zur Bildung <fo? fertigen Linse zu ermöglichen.
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Claims (10)

  1. Patentansprüche
    Augenlinse mit einem prismatischen Effekt derart, daß obere und untere Linsenabschnitte unterschiedliche optische Zentren aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die diesen prismatischen Effekt bewirkenden Linsenoberflachen( Al) in einem
    Querband (Z) aneinanderstoßen, welches einen glatten Übergang zwischen diesen Linsenoberflächen bewirkt und daß die
    vertikale Abmessung dieses Bandes einem Sichtwinkel des Trägers der Linse entspricht, der im wesentlichen gleich dem Winkel eines Lichtkonus ist, der durch die Pupille des Auges passieren kann, um zu verhindern, daß an beiden Linsenoberflächen gebrochenes Licht durch die Pupille des Auges des Trägers
    passieren kann.
  2. 2. Linse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band eine vertikale Abmessung zwischen 2 und 8 mm besitzt.
  3. 3. Linse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (Z) eine im wesentlichen zylindrische torische oder
    toroidale Gestalt aufweist.
  4. 4. Linse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und unteren Linsenoberflächen verschiedene optische Stärken besitzen.
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  5. 5. Verfahren zur Herstellung einer Linse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Linsenrohling (1, 10) mit einer fertigen optischen Fläche (A) versehen wird und daß der Linsenrohling anschließend zur Einbringung des geforderten prismatischen Effektes in diese fertige optische Fläche gebogen wird, wobei die Verbiegung des linsenrohlings derart gesteuert ist, daß in der fertigen optischen Fläche des gewünschte Querband (Z) entsteht.
  6. 6. Verfahcen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbiegung des Linsenrohlings durch Aufsetzen der der fertiggestellten optischen Fläche (A) gegenüberliegenden Fläche
    (B) des Idnsenrohlings auf einen Formkörper (11, 12, 20, 21) und Erhitzung wenigstens des zu verbiegenden Teilsdes Linseorohlings auf eine derartige !Temperatur erfolgt, daß dieser Abschnitt plastisch wird, so daß der Rohling sich entweder unter seinem Eigengewicht oder durch mechanische Unterstützung von außen entsprechend dem Formkörper verformt, wobei die Gegenfläche (B) des Linsenrohlings und/oder der Formkörper, so geformt sind, daß der benötigte prismatische Effekt in die fertige Linse eingebracht wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die Gegenfläche (B) des Linsenrohlings anfangs eine Schwä-
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    chungslinie zur Unterstützung seiner Verbiegung eingebracht wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwächungslinie eine Sägenut umfasst.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling (1) aus einem Material gebildet ist, welches die Eigenschaften des sogenannten "plastischen Gedächtnisses" aufweist, daß die Verbiegung des Linsenrohlings durch Verbiegung des Rohlings unter Einfluß von Wärme und anschließende Abkühlung erfolgt, bevor die optisch fertige Fläche ausgebildet wird und daß nach dem Einbringen der fertigen optischen Fläche der Rohling wieder erhitzt wird, so daß unter dem Einfluß des "plastischen Gedächtnisses" die optisch fertiggestellte Fläche wieder zurückgebogen wird.
  10. 10. !eilweise präparierter Linsenrohling zur Verwendung bei der Herstellung von Augenlinsen nach Anspruch 1, dadurfch gekennzeichnet, daß der Rohling eine optisch fertige Fläche mit einem prismatischen Effekt aufweist und mit einem Querband (Z) versehen ist.
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FR2314512A1 (fr) 1977-01-07
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