DE2641468C2 - Flugzeug mit oberhalb der Tragflügel angeordneten Triebwerken - Google Patents
Flugzeug mit oberhalb der Tragflügel angeordneten TriebwerkenInfo
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- B64D—EQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
- B64D27/00—Arrangement or mounting of power plants in aircraft; Aircraft characterised by the type or position of power plants
- B64D27/02—Aircraft characterised by the type or position of power plants
- B64D27/16—Aircraft characterised by the type or position of power plants of jet type
- B64D27/18—Aircraft characterised by the type or position of power plants of jet type within, or attached to, wings
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Flugzeug mit oberhalb der Tragflügel angeordneten Triebwerken, deren
Lufteinläufe vor der Tragflügelvorderkante liegen und bei dem die Triebwerke mittels eines vor und über dem
Tragflügel angeordneten, zur Auftriebserzeugung ausgebildeten Stummelflügels am Rumpf befestigt sind.
Bei Flugzeugen ist es zum Beispiel durch die US-PS 18 983 bekannt, die Triebwerke mittels eines langen,
nach vorn ragenden Stieles (Pylon) oberhalb der Tragflügel oder unmittelbar vor den Tragflügeln anzuordnen.
Im ersten Fall tritt der Triebwerksstrahl im Abstand oberhalb der Tragfläche aus dem Triebwerk aus,
während er im zweiten FaIi die Oberseite der Tragfläche berührt. Beide Arter, der Triebwerksbefestigung
weisen jedoch insofern Nachteile auf, als Interferenzen zwischen der Tragflügelströmung einerseits und der
Strömung um den Triebwerksstiel bzw. die Triebwerksverkleidung andererseits Zusatzwiderstände hervorzurufen.
Ferner ist aus der DE-OS 18 03 132 ein Flugzeug bekannt, das mehrere, hintereinander liegende Tragflächen
aufweist, an deren Enden die Triebwerke angeordnet sind. Der Zweck einer derartigen Tragflächen- und
Triebwerksanordnung besteht darin, die jeweils hinter dem betreffenden Triebwerk liegende Tragfläche von
beiden Seiten zur Auftriebserhöhung mit dem Triebwerksstrahl anzublasen. Eine solche Anordnung hat jedoch
den Nachteil einer hohen thermischen Beanspruchung der vom Triebwerksstrah! beaufschlagten Flügelteile.
Im übrigen treten auch hier an jedem Flügel die erwähnten Interferenzwiderstände auf.
Weiterhin ist aus der FR-PS 11 78 843 ein Flugzeug
bekannt, bei dem die Triebwerke mittels Stummelflügel am Flugzeugrumpf angebracht sind. Diese Stummelflügel
sind so am Flugzeugrumpf befestigt, daß der Strahlaustritt
der Triebwerke vor der Flügelvorderkante liegt und die Tragflügel im Strahlbereich der Triebwerke liegen.
Außerdem sind die Abstände, mit denen die Triebwerke vor und über den Tragflügeln am Rumpf angebracht
sind, nicht angegeben. Da aber das gesamte aerodynamische Verhalten eines Flugzeuges nicht nur durch
die Art der Triebwerksaufhängung, sondern auch durch die konkreten Abstände der Aufhängung bestimmt
wird, kommt den jeweiligen Bemessungen besondere Bedeutung zu.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Flugzeug der eingangs genannten Art Interferenzwiderstände durch
eine Triebwerksaufhängung mittels Stummelflügel zu vermeiden und den Auftrieb des Tragflügels zu erhöhen.
Die Lösung dieser Aufgabe liegt erfindungsgemäß darin, daß der Abstand a zwischen der Unterseite des
Triebwerkes und der Oberseite des Tragflügels 10% bis 50% des Durchmessers d des Lufteinlaufes des Triebwerkes
und der Abstand b zwischen der Vorderkante des Tragflügels und der Strahlaustrittsebene des Triebwerkes
10% bis 40% der Tragflügeltiefe t in der senkrechten Längsmittelebene des Triebwerkes beträgt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Ansprücher. 2 bis 4 zu entnehmen. Der Vorteil
dieser erfindungsgemäßen Anordnung besteht im wesentlichen darin, daß die Tragflächenströmung frei von
widerstandserzeugenden Interferenzen ist. Dadurch wird der Auftrieb des Tragflügels erhöht, so daß die
Flügelfläche bei einem vorgegebenen Auftrieb verkleinert werden kann. Ausgehend von der im Oberbegriff
definierten Triebwerksanordnung wird der hierfür bis
her notwendige widerstandserzeugende Pylon in ein auftncbserzeugendes und widerstandsverminderndes
Element umgewandelt. Durch die erfindungsgemäße Zuordnung des Stummel- bzw. Zusatzflügels vor und
über dem Tragflügel wird ein Doppeldeckereffekt erzielt, der eine Auftriebserhöhung für den Tragflügel bedeutet
und eine Widerstandsverminderung der Triebwerksbefestigung erreicht. Eine weitere Auftriebssteigerung
bzw. Widerstandsverminderung wird durch die Beschleunigung der Strömung auf der Tragflächenoberseite
durch Ejektorwirkung des Triebwerkstrahles erzielt. Im übrigen ist der Triebwerksstrahl durch einen
erfindungsgemäß definierten Abstand so weit von der Oberseite der Tragfläche entfernt, daß eine thermische
Belastung der Tragflächenhaut bzw. -struktur nicht zu befürchten ist; die Tragflächenhaut wird durch die durch
den Triebwerksstrahl beschleunigte Umgebungsluft gegenüber den heißen Austrittsgasen isoliert.
bO Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden
näher beschrieben und ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht von vorn auf das erfindungsgemäße
Flugzeug,
Fig.2 eine Ansicht von oben auf das erfindungsgemäße
Flugzeug,
Fig.3 einen Schnitt durch die senkrechte Längsmittelebene
des erfindungsgemäß angeordneten Trieb-
werks, und
Fig.4 einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen
Stuaimelflügel und den Tragflügel in einer Ebene zwischen
Triebwerk und Rumpf.
Aus F i g. 1 und 2 ist die prinzipielle Anordnung des Triebwerks 3 gegenüber dem Tragflügel 1 und dem
Rumpf 8 zu ersehen. Dabei ist zunächst erkennbar, daß der Tragflügel 1 frei von jeder Triebwerksbefestigung
ist und daß das Triebwerk 3 mittels eines vor und f-ber
dem Tragfiügel 1 angeordneten Stummelflügels 6 am Rumpf 8 des Flugzeuges befestigt ist Das Triebwerk 3
liegt bei der erfindungsgemäßen Anordnung mit seinem Lufteinlauf 4 vor der Forderkante 2 des Tragflügels 1
und mit seiner Strahlaustrittsebene 5 hinter der Vorderkante 2 des Tragflügels 1. Der Stummelflügel 6, der das
Triebwerk 3 trägt, ist gegenüber dem Tragflügel 1 nach oben und nach vorn versetzt, so daß beide Flügelteile
ein Doppeldeckersystem bilden. Um diesen vorteilhaften Doppeldeckereffekt noch zu verstärken, kann der
Stummelflügel 6 durch den Zusatzflügel 9 in Spannweitenrichtung
des Tragflügels 1 verlängert werden. Dabei weist der Zusatzflügel 9 etwa die gleiche Hoch- und
Vorlage gegenüber dem Tragflügel 1 auf wie der Stummelflügel 6.
Aus Fig.3 ist die erfindungsgemäß definierte Lage
des Triebswerks zum Tragflügel 1 zu entnehmen. Dabei liegt das Triebwerk 3 mit seiner Unterseite gegenüber
der Oberseite des Tragflügels 1 um den Abstand a höher, während der Lufteinlauf 4 des Triebwerks 3 vor der
Vorderkante 2 des Tragflügels 1 und seine Strahla-istrittsebene
5 um den Abstand b hinter der Vorderkante 2 liegt. Als Bezugsmaß für die Lage des Triebwerks 3
wurde der Innendurchmesser d des Lufteinlaufes 4 des Triebwerks 3 gewählt. Damit ist eine bevorzugte Lage
des Triebwerks 3 durch folgende Abstände gekennzeichnet: die Hochlage a des Triebwerks 3 gegenüber
dem Tragflügel 1 beträgt 10% bis 50% des Durchmessers t/des Lufteinlaufes 4 des Triebwerks 3. Die Rücklage
b der Strahlaustrittsebene 5 des Triebwerks 3 gegenüber der Vorderkante 2 des Tragflügels 1 beträgt 10%
bis 40% der Tiefe t des Tragflügels 1, wobei die Tiefe /in der senkrechten Längsmittelebenc des Triebwerks 3 gemessen
ist. Durch diese Anordnung des Triebwerks sind schädliche Interferenzen zwischen Triebwerksströmung
und Tragflügelströmung weitestgehend vermieden. Vielmehr tritt eine positive Beeinflussung der Tragflügelströmung
durch den Triebwerksstrahl insofern ein, als der Triebwerksstrahl die umgebende Luft und
damit die Strömung des Tragflügels 1 beschleunigt und somit eine Widerstandsverminderung bzw. eine Auftriebserhöhung
bewirkt.
In Fig. 4 ist die erfindungsgemäße Zuordnung von Stummelflügel 6 zum Tragflügel 1 zu erkennen, die im
übrigen auch für den alternativen Zusatzflügel S gilt. Die Flügeltiefe des Stummelflügels 6 ist dabei als Bezugsmaß
1 gewählt worden. Damit ist eine bevorzugte Zuordnung von Stummelflügel 6 und Tragflügel 1 gekennzeichnet
durch die Hochlage h und die Überlappung c. Die Hochlage h beträgt 70% bis 100% der Flügeltiefe /
des Stummelflügels, und daß Maß c der Überlappung von Hinterkante 7 des Stummelflügels 6 gegenüber der
Vorderkante 2 des Tragflügels 1 liegt zwischen 10% und 30% der Flügeltiefe /. Durch eine derartige Anordnung
beider Flügel ist ein Doppeldeckereffekt gewährleistet, der eine Beschleunigung der Strömung auf der Oberseite
des Tragflügels t und damit eine Auftriebssteigerung bewirkt. Andererseits ist eine Widerstandserhöhung aus
dieser Doppeldeckeranordnung nicht zu erwarten. Die gleiche Zuordnung gilt für den Zusatzflügel 9, wodurch
dieser positive Doppeldeckereffekt noch verstärkt werden kann.
Zusammenfassend lassen sich die Vorteile der erfindungsgemäßen Triebwerksanordnung durch folgende
drei Punkte erklären: durch dia Lage des Triebwerks gegenüber dem Tragflügel wird eine Beschleunigung
der Tragflügelströmung und damit eine Auftriebserhöhung und Widerstandsverringerung erzielt. Zweitens erreicht
man durch Wegfall des bisher üblichen Pylons eine Widerstandsverminderung. Schließlich wird drittens
eine Auftriebssteigerung durch Ausnutzung der schädlichen Pylonfläche zur Auftriebserzeugung und
durch Interferenz mit dem Tragflügel erzieit. Durch diesen Auftriebszuwachs und den durch Fortfall des Pylons
ebenfalls entfallenden Interferenzwiderstand kann die Fläche des Tragflügels verkleinert werden, womit der
Widerstand ebenfalls vermindert wird. Für etwaige Weiterentwicklungen eines dermaßen konzipierten
Flugzeuges bestehen bessere Änderungsmöglichkeiten, da der eigentliche Tragflügel 1 bestehen bleiben kann
und die notwendigen Änderungen am Stummelflügel bzw. am Zusatzflügel leichter und billiger vorgenommen
werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Flugzeug mit oberhalb der Tragflügel angeordneten Triebwerken, deren Lufteinläufe vor der Tragflügelvorderkante
liegen und bei dem die Triebwerke mittels eines vor und über dem Tragflügel angeordneten,
zur Auftriebserzeugung ausgebildeten Stummelflügels am Rumpf befestigt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand a zwischen der Unterseite des Triebwerks (3) und der
Oberseite des Trageflügels (1) 10% bL 50% des Durchmessers d des Lufteinlaufs (4) des Triebwerks
(3) und der Abstand b zwischen der Vorderkante (2) des Tragflügels (1) und der Strahlaustrittsebene (5)
des Triebwerks (3) 10% bis 40% der Tragflügeltiefe t in der senkrechten Längsmiuelebene des Triebwerks
(3) beträgt.
2. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite des Stummelflügels (6) um den Abstand h höher als die Oberseite des Tragflügels
(1) und daß die Hinterkante (7) des Stummelflügels (6) um den Abstand c hinter der Vorderkante
(2) des Tragflügels (1) liegt, wobei der Abstand h 70% bis 100% der Flügeltiefe /des Stummelflügels
(6) und der Abstand c 10% bis 30% dieser Flügeltiefe/beträgt.
3. Flugzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stummelflügel (6) in Spannweitenrichtung
durch einen Zusatzflügel (9) verlängert ist.
4. Flugzeug nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des Zusatzflügels
(9) um den Abstand h höher als die Oberseite des Tragflügeis (1) und daß die Hinterkante (10)
des Zusatzflügels (9) um den Abstand c hinter der Vorderkante (2) des Tragflügels (1) liegt, wobei der
Abstand h 70% bis 100% der Flügeltiefe 1 des Zusatzflügels (9) und der Abstand c 10% bis 30% dieser
Flügeltiefe/beträgt.
Priority Applications (4)
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| DE2641468A DE2641468C2 (de) | 1976-09-15 | 1976-09-15 | Flugzeug mit oberhalb der Tragflügel angeordneten Triebwerken |
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