DE264251C - - Google Patents

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DE264251C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/56Special tariff meters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVr 264251 T-KLASSE 21 e. GRUPPE
Elektrizitätszähler nach dem Pauschaltarifsystem.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Juni 1912 ab.
Die Verrechnung der elektrischen Energie nach dem Pauschaltarif hat zwar im allgemeinen den Vorteil der Einfachheit und Bequemlichkeit für den Konsumenten und führt nicht selten für die Zentrale zu einer Erhöhung der Äbonnentenzahl, aber im einzelnen werden berechtigte Bedenken sowohl von Seiten des Produzenten wie des Abnehmers dagegen erhoben. Einmal ist der Pauschaltarif für die
ίο Zentrale nur angebracht, wenn sich die Zahl der- Lichtstunden und der Energieverbrauch im voraus genau festlegen läßt. Sonst führt er beinahe immer zu einer großen Strom Verschwendung seitens des Abonnenten auf Kosten der Zentrale. Für den Abonnenten bietet der Pauschaltarif den Nachteil, daß die Kosten sich nicht im Verhältnis des tatsächlichen Energieverbrauchs auf die einzelnen Abnehmer verteilen und eine Überschreitung der Pauschal-
ao grenze teuer berechnet werden muß. Um diesen Einwänden gegen das Pauschalsystem zu begegnen, hat man bereits vorgeschlagen, den Überstromverbrauch getrennt zu registrieren, aber dadurch wird noch keine vollkommene Lösung des Pauschaltarifproblems möglich, indem sich auch in diesem Falle eine Stromverschwendung seitens des Abonnenten nicht verhindern läßt.
Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Elektrizitätszähler wird eine praktisch befriedigende Verrechnung nach dem Pauschaltarif dadurch möglich, daß bei Überschreitung und bei Unterschreitung des Pauschalstromwertes eine der Differenz zwischen diesem Werte und dem jeweiligen Verbrauch entsprechende Registrierung, bei einem der Pauschalgrenze gleichen Verbrauch keine Registrie- j rung stattfindet. Der Pauschaltarifzähler der Erfindung ist zu diesem Zweck derart ausgebildet, daß ein normales Elektrizitätszählersystem mit einem mechanischen oder elektrischen Motor von konstanter Geschwindigkeit derart kombiniert ist, daß bei einer über und bei einer unter dem konstanten Wert des Motors liegenden Zählergeschwindigkeit eine der Differenz der beiden Geschwindigkeiten entsprechende Registrierung stattfindet, bei einem der Pauschalgrenze gleichen Verbrauch nichts registriert wird.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, bei welcher ein Uhrwerk, das dauernd mit. konstanter, dem Pauschalwert entsprechender Geschwindigkeit umläuft, mittels eines Differentialgetriebes mit dem Elektrizitätszähler derart kombiniert ist, daß je nach der Drehrichtung des Differentialrades das eine oder andere von zwei Zählwerken in Bewegung gesetzt wird. Es bezeichnet 1 den Elektrizitätszähler, der beispielshalber als Gleichstrommotorzähler ausgebildet ist, aber natürlich auch durch irgendeine andere Zählertype gegeben sein kann. Das Uhrwerk 2 von konstanter Geschwindigkeit wirkt auf das Rad 5 eines Differentialgetriebes mittels des Rades 4, ebenso wie der Zähler 1 das Rad 3 des Getriebes antreibt. Das Rad 5 steht mittels Schnecke 6 mit zwei Zahnrädern 7, 8 in Verbindung, von denen jedes mittels einer Sperrklinke 9 bzw. 10 auf je ein Zahnrad 11 bzw. 12 einwirken kann, das lose auf derselben Welle sitzt und seine Bewegung auf ein Zählwerk 13 bzw. 14 überträgt. Bleibt der Abonnent mit seinem Verbrauch unterhalb des Pauschalstromwertes, so ist die
Geschwindigkeit des Uhrwerks 2 größer als die des Zählers 1, und das Rad 5. wird mit einer der Differenz der Geschwindigkeiten entsprechenden Drehzahl in einem solchen Sinne bewegt, daß die eine der Klinken, z. B. 9, mit dem zugehörigen Zahnrad 11 in Eingriff kommt und damit das Zählwerk· 13 antreibt,' während die andere Klinke 10 leer über das Zahnrad 12 hinweggleitet. Entnimmt der Abonnent dem Netz gerade so viel Strom, als dem Pauschalwert entspricht, so läuft der Zähler mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Uhrwerk, das Rad 5 steht still, und es findet keinerlei Registrierung statt. Übersteigt der Verbrauch des Abnehmers die Pauschalgrenze, so ist die Geschwindigkeit des Zählers größer als die des Uhrwerks, und das Rad 5 wird mit einer der Differenz dieser Geschwindigkeiten entsprechenden Drehzahl im entgegengesetzten Sinne wie bei Unterschreitung des Pauschales bewegt. Es kommt nunmehr die Klinke 10 in Eingriff mit ihrem Zahnrad 12, welches das Zählwerk 14 zur Wirkung bringt. Findet keinerlei Energieverbrauch statt, so wird während dieser Zeit das Rad 5 mit einer der Geschwindigkeit des Uhrwerks entsprechenden Drehzahl die Registrierung dieses NichtVerbrauchs an Energie auf dem Zählwerk 13 bewirken. Am Ende einer Zählperiode, z. B. eines Monats, kann die ersparte Energie an dem Zählwerk 13, der Überverbrauch an dem Zählwerk 14 ohne weiteres in seiner Gesamtheit abgelesen werden.
Die beiden Registrierwerke werden in der Weise zur Verrechnung benutzt, daß für die ersparte Energie eine Rückvergütung an der Pauschalsumme in dem Sinne gewährt wird, daß hierfür nur die Kohlenkosten in Rechnung gesetzt werden, während für den Überverbrauch ein entsprechender höherer Preis als für die wirklich verbrauchte Pauschalenergie berechnet wird. Es wird also z. B. ein Abonnent, der einen Pauschaltarif von 650 Mark pro Kilowattstunde,zahlt und am Ende des Jahres eine Ersparnis von 7500 Kilowattstunden gemacht hat, eine Rückvergütung von 375 Mark erhalten, derart, daß einerseits der Abnehmer die wirklich verbrauchte Energie zu einem billigen Preise bekommt, und anderseits die Zentrale im Umfange der tatsächlich entstehenden Kosten dafür entschädigt wird, daß sie die stete Möglichkeit der Energieabnahme bis zu einem bestimmten Höchstwert sichert. Bei Verwendung des Zählers der Erfindung wird somit der .Abnehmer trotz Bezahlung einer Pauschalsumme darauf sehen, eine unnütze Vergeudung von Energie zu vermeiden, anderseits . ist es ihm jetzt möglich, den Strom für Koch- und Heizzwecke zu einem außerordentlich billigen Preise während des Tages zu benutzen.
Bei Überschreitung des Pauschalwertes des Stromes wird nur der Teil des Verbrauchs in Betracht gezogen, mit dem der Abonnent das Pauschale, überschreitet und der Zentrale ein Mehr an Kosten verursacht, während bei den bisherigen Systemen der dem Pauschale entsprechende Betrag des Verbrauchs auch bei Überstrom verrechnet wird. Der Zähler der Erfindung gestattet also, den tatsächlichen Verbrauch des Abonnenten in einer den Interessen der Zentrale wie des Abnehmers gleichmäßig gerecht werdenden Art zu registrieren und zu verrechnen. .
Anstatt Energieeinheiten zu registrieren, können natürlich die beiden Zählwerke 13, 14 derart ausgebildet werden, daß sie unmittelbar den ab- bzw. hinzuzurechnenden Betrag angeben. Es läßt sich auch denken, daß außer oder statt der beiden Zählwerke 13, 14 ein Registrierwerk vorgesehen wird, welches den endgültig zu zahlenden Preis sofort abzulesen gestattet. Ein solches Zählwerk muß ζ. B. in der Weise vom Zähler bzw. vom Uhrwerk beeinflußt werden, daß es auf die der vollständigen Ausnutzung des Pauschales entsprechende Summe eingestellt wird und durch die bei Überverbrauch zur Wirkung kommende Klinke 10 eine Weiterschaltung, durch die bei Unterschreitung der Pauschalgrenze, arbeitende Klinke 9 eine Rückschaltung unter Verwendung einer geeigneten Übersetzung erfährt. Statt des mechanischen Uhrwerks kann ferner ein elektrischer Motor von konstanter Geschwindigkeit verwendet werden, der sowohl mit dem Anker wie mit der Erregung an die Spannung gelegt wird. Ein solcher Motor wird zwar nur so lange wirksam sein, als das Netz eingeschaltet ist, aber die Zeit der Netzausschaltung ist im Verhältnis zur ganzen Betriebszeit so kurz, daß der dadurch entstehende Registrierfehler das schließliche Resultat kaum beeinflußt und ohne weiteres vernachlässigt werden kann oder eventuell in einfacher Weise sich zugunsten des Abonnenten berücksichtigen läßt. Auch erscheint es nicht nötig, die kleinen Schwankungen der Spannung beim Motor von konstanter Geschwindigkeit durch besondere Mittel zu kompensieren, da sie sich zum großen Teil gegenseitig aufheben.
Die Erfindung kann natürlich auch für Wechselstrom unter Benutzung eines der üb- no liehen Zähler angewendet werden. . Ebenso kann die Übertragung der resultierenden Bewegung auf die Zählwerksmechanismen eine andere als die dargestellte Lösung erhalten. Endlich läßt es sich noch denken, daß eine zusätzliche Vorrichtung vorgesehen wird, welche in an sich bekannter Art den über dem Pauschalwert liegenden Teil des Energieverbrauchs in verschiedener Weise registriert, je nachdem die Überschreitung während des Tages oder während der .Sperrzeit stattfindet. Bei allen Ausführungsformen aber besteht das Wesen der
Erfindung' darin, daß die Differenz zwischen
dem jeweiligen Verbrauchswert und dem Pauschalwert je nach Unter- oder Überschreitung
des letzteren in getrennter Weise für die Festlegung des endgültig zu zahlenden Betrages
registriert wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrizitätszähler nach dem Pauschal-. ■ tarifsystem, -dadurch gekennzeichnet, daß
    ein normales Zählersystem mit einem mechanischen oder elektrischen Motor von konstanter Geschwindigkeit derart kombiniert ist, daß sowohl bei einer über als auch bei einer unter dem konstanten Wert der Motorgeschwindigkeit liegenden Zählergeschwindigkeit eine der Differenz der beiden Geschwindigkeiten entsprechende Registrierung, bei einem der Pauschalgrenze gleichen Stromverbrauch keine Registrierung stattfindet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRl CKEREl.
DENDAT264251D Active DE264251C (de)

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