DE2644096C2 - Stütz- und Führungsbogen für Gußstränge, insbesondere für Brammengußstränge - Google Patents
Stütz- und Führungsbogen für Gußstränge, insbesondere für BrammengußsträngeInfo
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- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/12—Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ
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Description
Die Erfindung betrifft einen Stütz- und Führungsbogen für Guöstränge, insbesondere für Brammengußstränge,
mit den Strang an einander gegenüberliegenden Seiten stützenden. Rollen aufweisenden Bogenlängsträgern,
die in einem ortsfesten Fachwerk angeordnet sind und wobei entweder die inneren oder die so
äußeren rollentragenden Bogenlängsträger oder beide zwecks Einstellung auf verschiedene Sirangdicken gegen
das Fachwerk unter elastischer Verformung anstellbar bzw. anspannbar sind.
Ein solcher Stütz- und Führungsbogen, wie er beispieisweise
in der AT-PS 2 90 750 bzw. DE-AS 20 21 780 beschrieben ist, ermöglicht verschiedene Einstellungen
des Abstandes der gegenüberliegenden Rollenbahnen, wobei Unstetigkeitsstellen vermieden werden.
Die Umrüstung eines solchen Stütz- und Führungsbogens
von einer Strangdicke auf eine andere erfordert jedoch viel Zeit, insbesondere dann, wenn die Rollen
wegen ihrer großen Länge mehrfach gelagert sind, d. h. wenn sich die Rollen jeder der Rollenbahnen über mehrere,
entlang deren Längserstreckung verteilt angeordnete Bogenlängsträger gegen das Fachwerk stützen. In
diesem Fall ist es bei dem bekannten Führungsbogen zur Verstellung des Rollenbahnabstandes erforderlich,
die Befestigungsstellen der Bogenlängsträger mit dem Fachwerk zu lösen, die an den Befestigungsstellen vorgesehenen
Beilagscheiben gegen solche anderer Dicke auszutauschen und sodann die Bogenlängsträger an
sämtlichen Befestigungsstellen wieder mit dem Fachwerk starr zu verbinden. Durch die große Anzahl der
Manipulationen sind Fehlerquellen gegeben.
Aus dei DE-AS 19 65 115 ist ein weiteres Stützgerüst
bekannt, dessen Traggestell aus Platten zusammengesetzt ist, wobei vertikal angeordnete, die Platten verbindende
Ständer hohl und als Kastenträger ausgebildet sind. Die Platten und die Ständer bilden einen massiven
Rahmen, an dem mittels Druckmittelzylinder einstellbar ein plattenartig ausgebildeter Rollenträger verstellbar
angeordnet ist. Die Einstellung unterschiedlicher Strangdicken geschieht hierbei nach gleicher Art und
Weise wie gemäß der AT-PS 2 90 750.
Aus der DE-OS 24 00 713 ist ein Stütz- und Führungsbogen
mit ortsfesten Längsträgern bekannt, die durch ortsfeste Querträger verbunden sind. An diesen von den
Längs- und Querträgern gebildeten Rahmenpeiler! sind
hintereinanderliegende und voneinander unabhängig die Rollen tragende Stützelemente montiert. Für eine
Verstellung des Rollenabstandes haben die bekannten Längs- und Querträger keine Funktion. Sie bilden lediglich
ein ortsfestes Traggestell für die Rollen tragenden Stützelemente.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der genannten Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, einen
Stütz- und Führungsbogen der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, der durch Verringerung der Anzahl der
für einen Strangdickenwechsel am Führungsbogen durchzuführenden Manipulationen und der auszuwechselnden
Teile zeitsparender, einfacher und genauer auf unterschiedliche Strangdicken umzurüsten ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß alle Bogenlängsträger mindestens
an einer Strangseite mit im Abstand voneinander angeordneten Querträgern verbanden srirt, wobei die Quer
träger an am Fachwerk befestigten Zugankern geführt und gegenüber diesen feststellbar jind.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist jeder Zuganker mit zwei Büchsen, die mit einander entsprechenden
schraubenförmigen Gleitflächen mit einem Neigungswinkel, der kleiner ist als der zugehörige Reibungswinkel,
einen Gewindegang bilden, versehen, von denen die äußere Büchse jeweils mit dem Zuganker fest
verbunden und die innere, sich auf dem Querträger über Distanzstücke abstützende Büchse gegenüber der äußeren
Büchse mit Hilfe des Druckniittelzylinders verdrehbar
ist, wodurch der Querträger beweglich und damit d;e Rollen in und außer Eingriffsstellung bringbar sind.
Dadurch sind die Bogenlängsträger gleichzeitig und durch Fernbedienung vom Fachwerk lösbar und die
Umrüstung des Führungsbogens kann in noch kürzerer Zeit erfolgen. Auch im Falle eines Strangsteckers läßt
sich mit dieser Ausführungsform durch das schnelle Betätigen der Druckmittelzylinder eine Schonung der Rollen
erreichen. Ein händisches Arbeiten in Brammennähe wäre wegen der großen Hitze nicht möglich.
Dabei ist zur einfachen Bedienung des Stütz- und Führungsbogens zweckmäßig jeder Zuganker an seinem,
den Querträger führenden Ende mit der Kolbenstange eines am Querträger befestigten, in Achsrichtung
des Zugankers angeordneten Druckmittelzylinders verbunden.
Die Erfindung ist an mehreren Ausführungsbeispielen (im speziellen Fall für eine Brammenanlage mit großer
Brammenbreite — daher eine öfach abgestützte Rolle)
in der Zeichnung näher erläutert, wobei
F i g. 1 einen Schnitt quer zur Längsrichtung der Rollenbahnen,
Fig. 2 einen schematisch dargestellten Vertikalschnitt nach der Linie !1-II der F i g. 1 unter Weglassung
der Fachwerkstreben und
Fig. 3 eine schematisch dargestellte Ansicht des Fachwerkes in Richtung des Pfeiles III der Fig. 1 zeigen.
F i g. 4 zeigt in gleicher Darstellung wie F i g. !,jedoch
im vergrößerten Maßstab, ein Detail der Rollenbefestigung am Querträger sowie die Anordnung der Querträger
am Zuganker. In den
F i g. 5 und 6 ist in analoger Weise zu den F i g. 3 und 4 eine abgeänderte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Stüiz- und Führungsbogens dargestellt.
F i g. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stützkonstruktion in einer der F i g. 4
entsprechenden Darsielliing
Zwischen den Rollenbahnen 2 und 3 wird d.r mit i
bezeichnete Strang gestützt und geführt. Die Rollen 4 beider Rollenbahnen sind mit ihren Halterungen 5 in
Lagerböcke 6 eingesetzt, die an Bogenlängsträgern 7, 8 befestigt sind Damit eine allzugroße Durchbiegung der
langen und verhältnismäßig dünnen Rollen 4 vermieden wird, sind am dargestellten Ausführungsbeispiel sechs,
über die Längserstreckung der Rollen verteilt angeordnete Halterungen 5 vorgesehen.
Die Bogenlängsträger 7. die die Rollen der bogenäußeren
Rollenbahn 2 tragen, sind an im Abstand voneinander angeordneten Querträgern 9 eines bogenförmigen,
ortsfesten Fach Werkes 15, das durch die die Querträger verbindenden Streben 10, 11, 12 und 13 zusammengesetzt
ist, angeschraubt. Die Streben 11,12 und 13 sind durch Knotenbleche 14 miteinander verbunden.
Die die bogeninneren Rollen tragenden Bogenlängsträger 8 stützen sich über Bolzen 18 und auf diesen
montierten GNtsteinen 17 in Stützlaschen 19 ab, die an
einem Querträger 20 angeschweißt sind. Die Anordnung der Gleitsteine 17 bzw. der Querträger 20 entlang
der Bogenlängsträger 8 ist dabei so getroffen, daß jeweils ein Querträger 20 einem Querträger 9 des bogenförmigen,
ortsfesten Fachwerkes 15 gegenüberliegt. Diese einander gegenüberliegenden Querträger sind
durch im rechten Winkel zu den Rollenbahnen und beiderseits von ihnen angeordnete Zuganker 21 miteinander
lösbar verbunden. Jeder Zuganker durchragt mit einem Ende den Querträger 9 des Fachwerkes 15, an
den er durch die Keilverbindung 22 befestigt ist. Mit seinem anderen Ende durchsetzt jeder Zuganker den
Querträger 20 der bogeninneren Rollenbahn 3. an dem er ebenfalls durch eine Keilverbindung 23 unter Zwischenlage
von austauschbaren Distanzstücken 24 fixierbar ist. Einer der etwa in der Mitte der Rollenbahnen
liegenden Querträger 20' ist nicht über einen Gleitstein, sondern nur durch den Bolzen 18 mit den Bogenlängsträgern
8 verbunden.
Zur Einstellung des Rollenbahnabstandes auf verschiedene Strangdicken und zur Biegung der bogeninneren
Bogenlängsträger 8 werden nach Lösen der Keilverbindungen 23 und Entfernung der Distanzstücke 24
die Querträger 20 durch Druckmittelzylinder 25 entlang der Zuganker bis in die der neuen Gußstrangdicke entsprechende
Stellung verschoben. Sodann kann, nachdem entsprechende Distppzstücke 24 beidseitig des
Querträgers 20 eingelegt worden sind, die Keilverbindung wieder hergestellt werden. Es ist dabei vom mittleren,
mit 20' bezeichneten Querträger auszugehen. Anschließend werden die Querträger 20 der Reihe nach
von den neben dem Querträger 20' liegenden Querträgern beginnend, eingestellt und fixiert. Die mit ihrer
Achse parallel zu den Zugankern 21 angeordneten Druckmittelzylinder 25 sind jeweils an zwei Konsolen
26, 27. von denen die eine am Knotenblech 14 des Fachwerkes 15 und die andere am Querträger 20 starr befestigt
ist, angelenkt. Für das Einstellen des Rollenbahnab-Standes auf eine bestimmte Strangdicke ist es notwendig,
die Druckmittelzylinder, wie in F i g. 3 dargestellt,
zumindest am ersten und am letzten Querträger 20 anzuordnen.
Gegenüber den bekannten Stützkonstruktionen, bei denen die den Lagerstellen der Rollen zugeordneten
Bogenlängsträger jeweils mit einem s'.arren. im Fachwerk
eingeschweißten Querträger durch eine Keilverbindung unter Verwendung von Distanzstücken verbunden
sind, ergibt sich bei der dargestellten, sechsfachen
Lagerung jeder Rolle und siebe-'facher Abstützung
der Bogenlängsträger eine Verringerung der bei einer Verstellung des Rollenabstandes zu lösenden und
wieder einzuschlagenden Keile von zweiundvierzig auf nur vierzehn.
GemäL· einer anderen, in den IF i g. 5 und 6 dargestellten
Ausführungsform der Erfindung wird auf die zwischen den Querträgern 20 und den Zugankern 21 angeordnete
Keilverbindung 23 sowie auf die Druckmittelzylinder 25 verzichtet und eine Fixierung bzw. Verstellung
der Querträger 20 am Zuganker 21 dadurch erreicht, daß jeder Zuganker an !.einem, den Querträger
führenden Ende mit der Kolbenstange eines am Querträger befestigten, in Achsrichtung des Zugankers angeordneten
Druckmittelzylinders verbunden ist. Gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung erspart man sich
bei einer Strangdickenverstellung das Lösen bzw. Einschlagen von Keilen; es müssen lediglich die Distanzstücke
24 von Hand aus ausgetauscht werden. Die Druckmittelzylinder 28 müssen während des Gießbetriebe
ständig beaufschlagt sein. Bei Gefahr einer RoI-Ienüberlastung,
wie sie beispielsweise bei einem Strangstecker auftritt, kann die bogeninnere Rollenbahn 3 sofort
durch Fernbedienung auf Knopfdruck durch Entlastung des Kolbens 29 sämtlicher Druckminelzylindir 28
vom Fachwerk 15 gelöst werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die in Fig. 7 dargestellt ist. sind die Zuganker 21 mit
zwei Büchsen 30, 31. die mit einander entsprechenden schraubenförmigen Gleitflächen mit einem Neigungswinkel,
der kleiner ist als der zugehörige Reibungswinkel, einen Gewindegang bilden, versehen, von denen die
äußere Büchse 30 jeweils mit dem Zuganker 21 fest verbunden und die innere, sich auf dem Querträger 20
über Distanzstücke ?4 abstützende Büchse .11 gegeiiüber
der äußeren Büchse mit Hilfe des Druckmittelzylinders 32 verdrehbar ist. wodurch der Querträger 20
beweglich und damit die Rollen in und außer Eingriffsstellung bringbar sin \. Der Druckrnittelzylinder ist am
Querträger 20 und mit seiner Kolbenstange 33 an der inneren Büchse 31 angelenkt. D»e Einstellung des RoI-Ienbahnabstandes
auf verschiedene Strangdiclcen erfolgt
dabei bis auf das Lösen und! Fixieren des Querträgers 20 am Zuganker 21 in gleicher Weise wie bei der in
den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform, also
durch Auswechseln von Distaifizstücken, wobei der Querträger 20 durch Druckmitlelzylinder 25 parallel
verschoben wird. Auch bei dieser Ausführungsform sind sämtliche Querträger 20 gleichzeitig durch Fernbedie-
nung der Druckmittelzylinder 32 auf Knopfdruck von den Zugankern lösbar. Die Druckmittelzylinder 32
brauchen auf Grund der selbsthemmenden, schraubenförmigen Gleitflächen der Büchsen 30,31 nur zur Betätigung
der Büchsen beaufschlagt zu werden, können also während des Gießbetriebes drucklos sein.
Das bogenförmige Fachwerk ist an der Stahlkonstruktion der Gußbühne oder am Fundament befestigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
20
25
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45
50
55
60
65
Claims (3)
1. Stütz- und Führungsbogen für Gußstränge, insbesondere
für Brammengußstränge, mit den Strang an einander gegenüberliegenden Seiten stützenden,
Rollen aufweisenden Bogenlängsträgem, die in einem ortsfesten Fachwerk angeordnet sind und entweder
die inneren oder die äußeren rollentragenden Bogenlängsträger oder beide zwecks Einstellung auf
verschiedene Strangdicken gegen das Fachwerk unter elastischer Verformung anstellbar- bzw. anspannbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß alle Bogenlängsträger (8) mindestens an einer
Strangseite mit im Abstand voneinander angeordneten Querträgern (20) verbunden sind, wobei die
Querträger (20) an am Fachwerk (15) befestigten Zugankern (21) geführt und gegenüber diesen feststellbar
sind.
2. Stütz- cjid Führungsbogen für Gußstränge nach
j-inspruCii ι, u2uUk.ii ^n*.,,,.^*,,«.,.,,,,,., ^«~ j«—
Zuganker (21) mit zwei Büchsen (30, 31), die mit einander entsprechenden schraubenförmigen Gleitflächen
mit einem Neigungswinkel, der kleiner ist als der zugehörige Reibungswinkel, einen Gewindegang
bilden, versehen ist von denen die äußere Büchse (30) jeweils mit dem Zuganker (21) fest verbunden
und die innere, sich auf dem Querträger (20) über Distanzstücke (24) abstützende Büchse (31) gegenüber
der äußeren Büchse mit Hilfe des Druckmittelzylind -s (32) verdrehbar isu. wodurch der
Querträger (20) beweglich und damit die Rollen in und außer EingriffssteHung bringbar sind.
3. Stütz- und Führungsbogen für Gußstränge nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Zuganker (21) an seinem den Querträger (20) führenden Ende mit der Kolbenstange (29) eines am
Querträger (20) befestigten, in Achsrichtung des Zugankers (21) angeordneten Druckmittelzylinders
(28) verbunden ist.
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