DE2648183C2 - Vorrichtung zum Verhindern von Automatenbetrug - Google Patents
Vorrichtung zum Verhindern von AutomatenbetrugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verhindern von Automatenbelrug mittels des sogenannten
»Fadentricks«, wie im Oberbegriff des Patentanspruchs definiert. Eine Vorrichtung, die die Merkmale des
Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aufweist, ist aus der DE-OS 23 26 343 bekannt. Bei dieser bekannten
Vorrichtung geht man davon aus, daß eine an einem Faden hängende Münze sich langsamer bewegen wird
als im freien Durchlauf. Als Sensoranordnung ist demgemäß ein einziger vorgesehen, und die Dauer
seiner beim Vorbeigang der Münze erfolgenden Betätigung wird mit einem von einem Monovibrator
erzeugten Standardsignal verglichen, daß die Betätigungsdauer bei freiem Durchgang der Münze repräsentiert
Das Entscheidungskriterium ist also die Dauer eines Impulses.
Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist daß ein geübter
Betrüger einen Faden verwenden wird, der sehr leicht
und dünn ist und die Durchlaufgeschwindigkeit der Münze kaum beeinträchtigt; andererseits muß man
wegen unterschiedlich abgenutzter Münzen aber auch
gewisse Toleranzen zulassen. Infolgedessen besteht das
Risiko, daß die Vorrichtung nicht in jedem Fa1Ie den
ίο Fadenbetrug erfassen ka.in.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, die gattungsgleiche Vorrichtung derart auszubilden, daß sie
von der Durchlaufgeschwindigkeit der Münze unabhängig ist
) 5 Die gemäß der Erfindung vorgesehene Lösung dieser
Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 definiert
' Die Lösung beruht demgemäß auf der Überlegung, daß als Entscheidungskriterium die Reihenfolge der
Betätigung mehrerer Sensoren Anwendung findet; der Sinn des Fadenbetrugs liegt ja darin, daß die
eingeworfene — gute — Münze mittels des Fadens wieder herausgezogen wird, wobei die Sensoren in
»falscher« Reihenfolge ansprechen. Es ist darauf hinzuweisen, daß aus der DE-AS 17 74 568 bzw. der DE-OS 2158 025 Münzprüfer
bekannt sind, bei denen die Signale von in Laufrichtung der Münze hintereinander angeordneten Sensoren in
einer Vergleichseinrichtung dahingehend überprüft wird, ob die Laufzeit zwischen dem Eintreffen der
Münze an einem ersten Sensor und dem Vorbeilauf der Münze an einem letzten Sensor mit einer vorgegebenen
Soll-Zeitperiode übereinstimmt was das Entscheidungskriterium für Annahme oder Zurückweisung einer
j5 eingeworfenen Münze bildet Abgesehen davon, daß hier der Fadenbetrug nicht angesprochen wird, beruht
aber auch hier die Unterscheidung auf einer Zeitmessung mit den eingangs erwähnten Nachteilen.
Allerdings besteht auch bei der Vorrichtung nach der
vorliegenden Erfindung die Möglichkeit einer solchen
— zusätzlichen — Prüfung, wobei es vorteilhaft ist, daß
die Sensoranordnung bereits ohnehin mindestens zwei
Sensoren umfaßt Dies ist im Patentanspruch 2 definiert.
Die übrigen Unteransprüche definieren weitere
zweckmäßige Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung.
Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher erläutert
so F i g. 1 zeigt das Blockdiagramm einer ersten
Vorrichtung gemäß der Erfindung.
F i g. 1 a zeigt perspektivisch den Münzkanal. Fig.2 zeigt die Schaltung zu dem Blockdiagramm
nach Fig. l.und
Fig.3 zeigt das Blockdiagramm einer zweiten Ausführungsform.
Die Vorrichtung (nachstehend einfach »Münzprüfer«) gemäß der Erfindung überprüft die richtige Bewegung
einer Münze 10 in einem Kanal 11, gebildet von den Kantenwandungen 12 und 14 und einer Seitenwandung
15. Wie obenerwähnt ist die Münze dabei bereits durch die Prüfstation des Münzprüfers gelaufen, wo festgestellt
worden ist, daß die Münze echt ist. Da dieser Teil des Münzprüfers an sich bekannt ist, kann hier auf die
Beschreibung im einzelnen verzichtet werden. Bekanntlich umfassen diese Abschnitte des Münzprüfers Kanäle,
Hebel und magnetische Einrichtungen zur Bestimmung von Abmessungen, Gewicht und Legierung der Münzen.
Danach muß der Durchgang der Münze erfaßt werden, derart, daß ein Signal erzeugt werden kann, um die
zugeordnete Vorrichtung wie einen Spielautomaten (nicht dargestellt) zu aktivieren. Wie oben beschrieben,
kann man versuchen, den Münzprüfer mit der ί
Fadenmethode zu betrügen, wobei die Münze durch den Anzeigemechanismus zurückgezogen wird, nachdem sie
durch die Prüfstationen des Münzprüfers gelaufen ist, wonach man sie wieder durchfallen läßt, damit sie als
zweite Münze gezählt wird. Natürlich kann man dies t»
mehrere Male tun, indem man eine einzige Münze entsprechend manipuliert
Wie in F i g. 1 erkennbar, haben die Sensoren die Form von lichtempfindlichen Dioden 16,17 und 18, die
so angeordnet sind, daß sie Licht durch Öffnungen in der Seitenwandung 15 des Münzkanals von einer Lichtquelle
oder L-ampe 19 auffangen. Diese Lampe brennt dauernd, und das auf die Dioden auffal'ende Licht wird
durch eine Münze unterbrochen, die durch den Kanal 11 hindurchläuft. Danach sind Schaltkreise vorgesehen,
welche auf die verschiedenen ^ignaie ansprechen, die herrühren von der Abschattung der Dioden, um so ein
Signal zu erzeugen entsprechend korrekter Bedienung, wenn der Ablauf normal ist, oder ein Signal »Betrug« zu
erzeugen, wenn die Münzbewegung abnormal ist Zwar wird hier eine Ausführungsform dargestellt und
beschrieben, bei der ein Signal im Ansprechen auf die Diodensignale ausgelöst wird, doch sind auch zahlreiche
andere Ausführungsformen denkbar. Beispielsweise können die Diodensignale einem programmierten jo
Rechner oder einem anderen Mikroprozessor zugeführt werden, der so ausgebildet ist, daß die Sequenz der
Diodensignaländerungen erfaßt wird und damit der normale oder abnormale Durchlauf der Münze angezeigt
wird.
Wenn demgemäß jede der Dioden durch dj^e Münze
abgeschattet wird, gelangt das Signal über die Leitungen 20,21 und 22 zu einer Schalteranordnung 24,
wo die Signale zwecks Betätigung der Schalteranordnung verarbeitet werden. Die Schalteranordnung und *o
die Signale von den Sensoren werden verwendet, um einen ersten Sequenzzähler 25 und einen zweiten
Sequenzzähler 26 in der richtigen Reihenfolge anzusteuern, derart, daß ein Signal zu der Annahmeendstufe 27
übertragen wird, wenn die Münze durch den Kanal !l richtig durchgelaufen ist. Mit einem Signal an der
Endstufe 27 kann irgendeine an den Münzprüfer angeschlossene (nicht dargestellte) Maschine auf eine
Betrugsanzeige reagieren, und dann üblicherweise automatisch verriegelt werden, bis sie von einer
Überwachungsperson untersucht wird. Eine Unterbrechung der Münzbewegung führt zu einem Signal, das
übertragen wird zu dem Betrugsanzeiger 28, der seinerseits den zugeordneten Mechanismus triggert, um
so eine Anzeige bezüglich einer Unregelmäßigkeit in der Münzbewegung auszulösen; beispielsweise wird in
den üblichen Spielautomaten eine Betrugsanzeige signalisiert und damit der Betrieb des Automaten
stillgesetzt, bis man einen Mechanismus betätigt, mit dem deF Betrieb wieder aufgenommen werden kann.
Die Schaltung reagiert auf die Änderung im Signalpegel, hervorgerufen durch das Abschatten der
Dioden 16, 17 und 18, was übertragen wird durch die Leitungen 20, 21 bzw. 22. Die dargestellte Schaltung
wird in richtiger Weice angesteuert, um eine Anzeige einer akzeptierten Münze auszulösen, wenn der erste
Sequenzzähler einmal betätigt worden ist, und der zweite Sequenzzähler zweimal. Die Ansteuerung beider
Zähler über diese Zählungen hinaus führt zu einer Betrugsanzeige, und wenn nicht beide Zähler ange
steuert werden, wird kein Signal für die Akzeptanz einer Münze ausgelöst Nachfolgend wird eine Abfolge von
Signalpegeländerungen in der Schaltung angegeben, hervorgerufen durch die Abfolge von Abschattung und
Freigabe der lichtempfindlichen Dioden beir.i Durchgang
einer Münze nach unten längs des Kanals 11. Die Sequenz beginnt damit daß die Münze anfängt den
Kanal zu durchlaufen, bevor sie auf die erste Diode 16 trifft. Alle Operationen, bei denen die Münzbewegungsrichtung
umgekehrt wird, sind durch ein Sterndien (*) markiert um zu verdeutlichen, daß hier ein Betrugsversuch
beginnt
Arbeitsweise der Schaltung nach F i g. 2:
Arbeitsweise der Schaltung nach F i g. 2:
a) Vorgang:
Münze gelangt in den Kanal und beschattet die Diode 16.
Ergebnis:
Signal auf Leitung 20 springt auf höheren Pegel.
Schalteranordnung 24 wird gesetzt und die Klemme 9 springt auf Logisch-1 oder einen hohen
Signalpegel.
*b) Vorgang:
Die Diode 16 wird wieder freigegeben, durch den Versuch, die Münze zurückzuziehen, nachdem der
Vorgang a) abgelaufen ist und im Ergebnis fällt das Signal auf Leitung 20 wieder ab.
Ergebnis:
Ergebnis:
Das Potential der Klemme 10 der Schalteranordnung 24 fällt ab. Das Signal an der Klemme 13 und
der Schalteranordnung 24 kehrt auf einen Pegel zurück, durch den die Schalteranordnung 24
gesperrt wird.
c) Vorgang:
Münze fällt weiter und beschattet beide Dioden 17 und 16.
Ergebnis:
Das Signal auf Leitung 21 wird höher.
*d) Vorgang:
Nach Vorgang c) wird die Münze zurückgezogen, um die Diode 16 zu beschatten.
Ergebnis:
Ergebnis:
Mit der Anstiegsflanke des Signals von Diode 17 wird der Zähler 25 um eine Zählung weitergeschaltet.
Bei der Abfallflanke des Signals von Diode 17 wird der Zähler 26 um eine Zählung weiter gezählt.
Auch wird die Klemme 9 der Schalteranordnung 24 auf den hohen Pegel (Logisch 1) gesetzt.
*e) Vorgang:
Münze wird wiederum dazu gebracht, sich zu be vtigen, um die Dioden 16 und 17 abzuschatten
nachdem die Diode 17 im Vorgang d) freigegeben worden ist. Der Signalpegel auf Leitung 21 steigt
an.
Ergebnis:
Bei der Schalteranordnung 24 wird die Klemme 1 auf Logisch Ί gesetzt. Die Klemme 9 der
Schalteriinordnung 24 bleibt auf dem Logikpegel 1. Die Anstiegsflanke des Signals von Diode IT zählt
den Sequenzzähler 25 auf Zählung 2, was zum Setzen der Schaltung 29 führt und damit zum
Auslösen einer Betrugsanzeige und ein mit dem Münzprüfer verbundener Automat oder dergleichen
wird verriegelt und stillgesetzt, bis er wieder in Betrieb genommen wird. Keine weiteren
Münzen werden mehr akzeptiert.
*0 Vorgang:
Die Münze wird zurückgezogen, um die Diode 17 wieder zu belichten, nach Vorgang e); das Signal
auf Leitung 21 geht auf den niedrigeren Wert.
Ergebnis:
Ergebnis:
Die Schalteranordnung 24 wird zurückgesetzt auf die ursprüngliche Einstellung, als wäre keine
Münze eingeführt worden.
*g) Vorgang:
Diode 17 wird wieder nach dem Vorgang f) beschattet und das Signal auf Leitung 21 springt
wieder auf den hohen Wert.
Ergebnis:
Schalteranordnung 24 wird auf die ursprüngliche
Einstellung zurückgesetzt. '5
*h) Vorgang:
Belichtung beider Dioden 16 und 17 nach Vorgang
e) durch Zurückziehen der Münze aus dem Kanal.
Ergebniv
Die Schalteranordnung 24 wird auf Null zurückgesetzt, als wäre keine Münze eingeführt worden.
i) Vorgang:
Die Münze wird bewegt, um die Diode 18 zu beschatten, nachdem die Dioden 16 und 17 in
Vorgang c) beschattet worden sind, und ohne daß die Münze herausgezogen wird.
Ergebnis:
Die Klemme 1 der Schalteranordnung 24 geht auf Null, womit das Signal an der Klemme 5 des
zweiten Sequenzzähiers 26 hochgeht, ohne daß Jo
jedoch der Zeitgeber gepulst wird, da dieser nur bei der Abfallflanke eines Anstiegs im Signal gepulst
wird.
Die Klemme 9 der Schalteranordnung 24 geht auf den hohen Pegel.
j) Vorgang:
Die Münze wird hinreichend weit bewegt, um die
Diode 18 nach Vorgang i) wieder freizugeben.
Ergebnis:
Die Klemme 9 bleibt auf hohem Pegel, deshalb kein ir>
Ergebnis.
*k) Vorgang:
Die Münze wird bewegt, um die Diode 18 nach dem Vorgang j) wieder zu beschatten. Die Klemme 1
geht auf niedrigen Pegel. ·»'■>
Der zweite Sequenzzähler 26 wird ein zweites Mal angesteuert.
Die Klemme 2 des zweiten Sequenzzählers schaltet auf 1 und damit überträgt das Undgatter 30 ein
Signal zum Nichtundgatter 31. welches in Kombination mn dem Signai von Klemme 9 der
Schalteranordnung 24 ein .Signal über NAND-Gatter 31 und 29 überträgt, um so die Betrugsanzeige
28 zu erregen.
1) Vorgang:
Die Münze wird weiterbewegt um die Diode 16 freizugeben nach Vorgang i). Bei normaler
Bewegung der Münze nach vorwärts und keine Richtungsumkehr ändert sich nichts in der Schaltung.
*m) Vorgang:
Die Bewegungsrichtung der Münze wird umgekehrt, um wieder die Diode 16 nach Vorgang 1) zu
beschatten.
Ergebnis:
Klemme 1 der Schaltungsanordnung 24 geht damit den zweiten Sequenzzähler 26 an, so daß die
Klemme 2 des zweiten Sequenzzählers auf hohes Potential geht und damit das Undgatter 30 triggert,
das NAND-Gatter 31 und das NAND-Gatter 29, womit die Betrugsanzeige 28 erregt wird,
n) Vorgang:
n) Vorgang:
Die Münze wird weiter vorwärtsbewegt zum Freigeben der Diode 17, so daß nur die Diode 18
nach Vorgang I) abgeschattet ist.
Ergebnis:
Ergebnis:
Die Klemme 1 der Schalteranordnung 24 geht auf niedriges Potential und ruft damit eine Abfallflanke
hervor, womit der zweite Sequenzzähler 26 über die Klemme 5 und den Leiter 32 getriggert wird.
Die Klemme 2 des zweiten Sequenzzählers geht auf hohes Potential, triggert damit das Undgatter 30
und erregt den Anzeiger 50 für korrekte Bedienung.
*υ) Vorgang:
*υ) Vorgang:
Die Münze wird nun wieder zurückgezogen, um wiederum die Diode 17, wie auch die Diode 18 nach
Vorgang n) zu beschatten.
Ergebnis:
Ergebnis:
Die Anstiegsflanke des ansteigenden Signals auf Leitung 21, übertragen durch Leitung 30, führt zu
einer zweiten Ansteuerung des ersten Sequenzzählers 25, was zu einer Änderung des Potentials an
Klemme 2 dieser Schaltung führt. Diese Potentiaiänderung wird über den Leiter 34 zum NAND-Gatter
29 übertragen, so daß sich bei 28 eine Betrugsanzeige ergibt,
p) Vorgang:
p) Vorgang:
Man läßt die Münze weiter in normaler Weise fallen, wobei die Diode 18 nach Vorgang n)
freigegeben wird.
Ergebnis:
Ergebnis:
Das über Leitung 51 übertragene Signal steuert Nichtundgauer 36 und NAND-Gatter 37 an zum
Triggern der Schalteranordnung 24 an Klemme 13, womit die Schaltanordnung zurückgesetzt wird
zwecks Überprüfung einer neuen Münze.
*q) Vorgang:
*q) Vorgang:
Die Münze wird zurückgezogen, um die Diode 18 nach Vorgang p) zu beschatten.
Ergebnis:
Ergebnis:
Das angestiegene Signal auf Leitung 22, übertragen durch die Schalteranordnung durch Klemme 12.
führt zu einem niedrigen Potentialpegel an Klemme 3 der Schaltanordnung, was übertragen
wird durch Leitung 38 zur Ansteuerung des NAND-Gatters 29 unter Erregung der Betrugsanzeige
28.
Wenn die Münze durch den Kanal 11 in ununterbrochener Weise hindurchläuft und ihre Richtung nicht
umkehrt, so erkennt man aus vorstehendem Schema, daß die sequentielle Abtastung der Münzposition durch
die Dioden 16, 17 und 18 zur Ansteuerung des ersten Sequenzzählers 25 um eine Zähiup-g und des zweiten
Sequenzzähiers 26 um zwei Zählungen führt Diese Zählung führt zu einem Spannungspegel auf den Leitern
und 40 zum Triggern der Schaltung derart, daß die Klemme 50 entsprechend der Akzeptanz der Münze
erregt wird. Demgemäß wird dem Automaten, an dem der Münzprüfer angeschlossen ist, signalisiert, daß eine
Münze in korrekter Weise durch den Münzprüfer durchgelaufen ist damit der Automat in üblicher Weise
in Betrieb genommen wird, entsprechend der eingezahlten Summe.
Wie man aus dem vorstehenden Schema jedoch auch
entnimmt, führt jeder Versuch, die Bewegungsrichtung der Münze so umzukehren, daß die Münze an einem
oder mehreren Sensoren ein zweites Mal vorbeiläuft, zu einer Betrugsanzeige wegen der Auslösung der Zähler.
Demgemäß führt jeder Versuch, dieselbe Münze an den Sensoren mehr als einmal vorbeilaufen zu lassen, zu
einer bo'ygsanzeige.
Man kann eine zusätzliche Sicherheit gegen Betrugsversuche schaffen, indem man einen Zeitschalter 45, wie
in F i g. 2 und 3 dargestellt, hinzufügt. Die Hauptaufgabe dieses Zeitschalters besteht darin sicherzusiellen, daß
nur eine minimale Zeitperiode verstreichen darf zwischen dem Einlauf und dem Auslauf der Münze
durch den Münzprüfer.
Bei der normalen Abfolge läßt man die Münze durch den Kanal it fallen und die Dioden sequentiell
abschatten in einer Zeitperiode, die notwendig ist, daß die Münze im wesentlichen unter der Wirkung der
Schwerkraft fällt. Natürlich läuft die Münze rcCni schnell durch und kann beispielsweise durch den Kanal
in einer Zeitperiode von etwa 40 Millisekunden hindurchfallen. Deshalb kann man eine zusätzliche
Sicherheit vorsehen durch den Zeitschalter 45. der angesteuert wird bei Eintreffen der Münze an der Diode
t6, derart, daß die Münze die Diode 18 beschatten muß,
bevor der Zeitschalter ausgelaufen ist. Man kann deshalb den Zeitschalter auf eine Zeitperiode einstellen,
die etwas größer ist als die Zeit, die erforderlich ist. daß die Münze von der Diode 16 bis zur Diode 18 fällt, damit
Toleranzen in der Fallgeschwindigkeit der Münze aufgefangen werden, die natürlich auftreten können,
selbst dann, wenn es sich um eine gute Münze handelt, doch macht es dies unmöglich, daß die Münze innerhalb
des Kanals manipuliert werden kann, ohne daß die vorgegebene Zeitperiode überschritten wird. Zu diesem
Zweck ist der Zeitschalter in dem Ausführungsbeispiel mit einer Zeitperiode von 70 Millisekunden ausgerüstet,
so daß die Dioden 16,17 und 18 nacheinander innerhalb der 70 Millisekunden abgeschattet und wieder freigegeben
werden müssen.
Im Betrieb wird dieser Zeitschalter ausgelöst durch die Abschattung der Diode 16, was zu einem Anstieg des
Signals in Leitung 20 führt, entsprechend V gang a).
Dieses Signal wird zur Schalteranordnung 24 übertragen, was zu einem Anstieg des Potentials an dessen
Klemme 6 führt. Eine solche Potentialänderung wird über Leitung 41 zur Klemme 2 des Zeitschalters 45
übertragen, womit dieser in Gang gesetzt wird.
Mit dem nachfolgenden Freigeben der Diode IS gemäß Vorgang i) und der Triggerung der Schalteranordnung
24 wird eine Potentialänderung an Klemme 5 der Schalteranordnung erfaßt, die über Leitung 47 zur
Klemme 4 des Zeitschalters 45 übertragen wird. Das Eintreffen dieses Signals setzt den Zeitschalter zurück.
Wcrsrs dieses Signa! jedorh an der Klemme 4 nicht
innerhalb der 70 Millisekunden Zeitpieriode eintrifft, oder welche Zeilperiode jeweils für den Zeitschalter
gewählt ist, abhängig von der Anordnung der Sensoren, wird von der Klemme 3 des Zeitschalters 45 über
Leitung 48 ein Signal zum Undgatter 49 übertragen, das an Klemme 14 des Sequenzzählers 26 empfangen wird.
Dies setzt den Sequenzzähler 26 zurück, und die Münze wird nicht akzeptiert. Auf diese Weise erhält man eine
zusätzliche Sicherheit, weil nun die Dioden durch die vorbeilaufende Münze innerhalb einer sehr kurzen
Zeitperiode nacheinander abgeschattet werden müssen. Wenn ein Benutzer versucht, die Dioden in irgendeiner
Weise zu manipulieren, kann er nicht innerhalb dieser kurzen Zeitperiode reagieren, um die Sensoren zu
täuschen, selbst wenn er versucht, mehrere Münzen alle
an getrennten Fäden zu verwenden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Verhindern von Automatenbetrug mittels einer an einem Faden hängenden
Münze, mit einer Sensoranordnung an dem Münzkanal zum Erzeugen von Münzdurchgangssignalen und
mit einer Schaltungsanordnung zum Verarbeiten der Münzdurchgangssignale, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sensoranordnung mindestens zwei Sensoren (16, 17, 18) umfaßt, die an dem
Münzkanal (11) in Aufrichtung der Münze (10) hintereinander angeordnet sind, und daß die
Schaltungsanordnung (24, 25, 26) zom Verarbeiten der Münzdurchgangssignale auf die Reihenfolge der
von den Sensoren («6, 17, 18) erzeugten Signale anspricht und bei eimer Abweichung von der bei
normalem Durchlauf auftretenden Reihenfolge ein Betrugssignal erzeugt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Vergleichseinrichtung (45) für den
Vergleich der Laufzeit zwischen dem Eintreffen der Münze (10) am ersten Sensor (16) und dem
Vorbeilauf der Münze an dem letzten Sensor (18) mit einer vorgegebenen Zeitperiode vorgesehen ist
weiche die Schaltungsanordnung (24, 25, 26) derart steuert, daß diese bei die vorgegebene Zeitperiode
übersteigender Laufzeit ein Betrugssignal liefert
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
daß drei Sensoren (16,17, 18) vorgesehen sind, die in gleichem Abstand längs der Strecke
angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Sensoren (16,17,18)
voneinander so bemessen ist, daß die Vorderkante der Münze (10) an der nächsten Sensorposition
eintrifft, bevor ihre Hinterkante an dem vorhergehenden Sensor vorbeigelaufen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren als Lichtschrankendetektoren
ausgebildet sind, wobei eine Lichtquelle (19) auf der einen Seite der vorgegebenen Strecke und
als Sensoren dienende lichtempfindliche Detektoren (16, 17, 18) auf der anderen Seite der Strecke
angeordnet sind, so daß die durchlaufende Münze (10) die Detektoren (16,17,18) gegen die Lichtquelle
(19) abschirmen und daß jeder Detektor (16,17, 18) ein elektrisches Signal auslöst wenn sich die Münze
(10) zwischen der Lichtquelle (19) und dem Detektor (16,17,18) befindet.
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