DE268096C - - Google Patents

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DE268096C
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gas
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gravity
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 268096 KLASSE 77h. GRUPPE
MAX LEIN in PÖHLA i. Sa.
frei ausbauchen können.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. August 1910 ab.
Die Erfindung betrifft einen Tragkörper für Pralluftschiffe mit Zwischenwänden, die sich nach beiden Seiten frei ausbauchen können.
Zweck der Erfindung ist, bei Leckwerden einer Gaszelle die äußere Form des Tragkörpers zu wahren und Gasverluste aus den unverletzten Zellen selbsttätig zu verhindern.
Durch eine weitere Ausführungsform werden die Zwischenwände mittels Verlegung ihres Gesamtschwerpunktes zur Höhensteuerung benutzt. Hierbei soll weiterhin durch Verbindung mit der an sich bekannten Luftlaufgewichtssteuerung eine besonders günstige Wirkung erzielt werden.
Eine andere Einrichtung soll ermöglichen, daß man die jeweiligen Stellungen und Bewegungen der Zwischenwände verfolgen kann, um die Höhensteuerung kontrollieren und einseitige Gasverluste ihrer ungefähren Stärke und Lage nach bestimmen zu können.
Die Zeichnung zeigt den Tragkörper im Längsschnitt mit einer schematischen Darstellung der Rohrleitungen. Im besonderen veranschaulichen :
Fig. ι die Tätigkeit der Zwischenwände und Luftsäcke beim Leckwerden einer Gaszelle,
Fig. 2 den Vorgang bei Benutzung der Zwischenwände zur Schwerpunktsverlegung.
In die äußere Ballonhülle α sind in bekannter Weise Zwischenwände b eingebaut, die sich nach beiden Seiten frei ausbauchen können. Eine Rohrleitung c verbindet je eine vordere und hintere Gaszelle miteinander. Mit dieser Leitung steht ein Gebläse d in Verbindung, mit welchem je nach Erfordernis das Gas aus dem einen Ende des Tragkörpers in das andere getrieben wird. Durch je zwei unmittelbar nebeneinander liegende Zwischenwände b werden in bekannter Weise Luftsäcke e gebildet, die untereinander durch eine Rohrleitung f verbunden sind und von einem Gebläse mit Druckluft versorgt werden. Je zwei benachbarte Gaszellen sind durch eine abschließbare Umleitung g miteinander verbunden. In Fig. ι stellt Z eine verletzte Gaszelle dar. S bzw. 5' bezeichnen in Fig. 2 die Schwerpunktslagen einer Zwischenwand in ihrer Mittel- bzw. Endlage.
Während der normalen Fahrt sind die die Gaszellen verbindenden Rohre g abgeschlossen. Den Druckausgleich vermitteln dann die Zwischenwände, indem sie sich jeweils in Richtung des kleineren Druckes ausbauchen und damit die Inhalte der verschiedenen Zellen verändern, bis Gleichgewicht besteht. Weist also z. B. eine Zelle Z einen größeren Gasverlust auf als die andern, so bauchen sich die benachbarten Zwischenwände zum Zwecke des Druckausgleiches zueinander aus und berühren sich schließlich gegenseitig, wenn ihre Entfernung kleiner ist, als die Summe ihrer Wölbungshöhen beträgt (Fig. 1, punktiert). Bei weiterer Entleerung der veiletzten Zelle würde die Ballonhülle ihre pralle Form verlieren, wenn nicht die betreffenden Zwischenwände infolge des Gasüberdruckes der benachbarten Zellen sich gegeneinanderstemmten und dadurch die Hülle gespannt erhielten. Diese Wirkung vollzieht sich selbsttätig, da in die verletzte Zelle kein
Gas aus den unverletzten nachströmen kann und der Gasdruck in denselben durch die Luftsäcke e stets auf der erforderlichen Höhe gehalten wird. Für die richtige Wirkung ist es auch unwesentlich, ob die Entleerung der betreffenden Zelle plötzlich durch ein großes Leck oder nur langsam durch eine verhältnismäßig unbedeutende Undichtigkeit vor sich geht. Die pralle Form wird auch dann noch bewahrt,
ίο wenn gleichzeitig mehrere Abteile verletzt werden, sofern sich zwischen ihnen wenigstens noch ein Luftsack befindet. Der verlorengegangene Auftrieb kann durch Ballastabgabe oder durch Nachfüllen von Traggas in die unverletzten Zellen ausgeglichen werden.
Weiterhin können die Zwischenwände zur Höhensteuerung mittels Schwerpunktsverlegung benutzt werden. Soll sich z. B. das Luftschiff vorn aufrichten, so wird mittels des Gebläses d das Gas aus der hintersten Zelle in die vorderste getrieben. Dadurch wölben sich die Zwischenwände nach rückwärts aus (Fig. 2, punktiert); infolge der Verschiebung des Gewichtes der die Wände bildenden Stoffmasse nach hinten wird auch der Gesamtschwerpunkt nach hinten verlegt und das Vorderteil des Luftschiffes richtet sich auf. Gleichzeitig mit dem Verschieben der Zwischenwände wird auch durch den vorn erhöhten Gasdruck die Luft aus den vorderen Luftsäcken in die hinteren getrieben und damit das aufrichtende Moment noch vergrößert. Sind die Luftsäcke wenig aufgeblasen, so können sich alle Zwischenwände nach der einen oder andern Seite voll ausbauchen und ihren Schwerpunkt in weiten Grenzen verlegen. Sind dagegen die Luftsäcke weit gefüllt, so wird da durch die Wirkung der Zwischenwände eingeschränkt, um so wirksamer ist dann jedoch die Luftverschiebung.
Jede Zwischenwand stellt ein Pendel dar mit dem Schwerpunkt 5 in ihrer Mittellage bzw. S', in einer Endstellung. Der Pendelwirkung entsprechend ist immer ein bestimmter Überdruck von der einen Seite erforderlich, um eine Zwischenwand auszubauchen oder um sie in einem bestimmten ausgewölbten Zustande zu erhalten. Umgekehrt kann man nun durch Zwischenschaltung von Druckanzeigern zwischen je zwei benachbarte Abteile aus der Größe und Richtung des Überdruckes die jeweilige Stellung einer Zwischenwand erkennen. Durch Vergleichen dieser Druckunterschieds lassen sich die Bewegungen der Zwischenwände verfolgen, z. B. bei der Schwerpunktsverlegung oder beim Leckwerden einer Gaszelle, wobei sich das entstandene Leck auch seiner ungefähren Lage und Größe nach sofort anzeigt.
Diese durch Ausbauchen der Zwischenwände entstehenden Druckunterschiede bleiben immer so niedrig, daß der Ausgleich des Gesamtgasdruckes unter den verschiedenen Zellen durch die Zwischenwände nicht nachteilig beeinflußt werden kann.
Die Leitungen g werden bei Füllungen oder Zwischenlandungen zum Zweck des Gasausgleiches geöffnet, damit sich die Zwischenwände in ihre Mittellagen einstellen können.
Die Gaszellen und Lujtsäcke sind in bekannter Weise mit den erforderlichen Überdruckventilen usw. ausgerüstet.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Tragkörper für Pralluftschiffe mit Zwischenwänden, die sich nach beiden Seiten frei ausbauchen können, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand je zweier, einen abschließbaren Raum begrenzenden Zwischenwände kleiner ist als die Summe ihrer Wölbungshöhen.
2. Tragkörper für Pralluftschiffe nach Anspruch ι mit Höhensteuerung durch Schwerpunktsverschiebung, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände zur Veränderung der Gesamtschwerpunktslage verwendet werden, indem man sie sich mittels der an sich bekannten Gasverschiebung nach der einen oder andern Seite ausbauchen läßt.
3. Tragkörper für Pralluftschiffe nach Anspruch 2 mit aus Zwischenwänden gebildeten Ballonetts und Höhensteuerung durch Luftverschiebung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Ballonettluft ohne Umleitung derselben in andere Räume zugleich mit der durch Umleitung des Traggases bewirkten Verschiebung der Zwischenwände herbeigeführt wird.
4. Tragkörper für Pralluftschiffe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen je zwei Zellen Vorrichtungen eingeschaltet werden, die unter Benutzung der durch verschiedenes Ausbauchen der Zwischenwände entstehenden Druckunterschiede in den Zellen die jeweiligen Stellungen der Zwischenwände erkennen lassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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