DE268096C - - Google Patents
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- DE268096C DE268096C DENDAT268096D DE268096DA DE268096C DE 268096 C DE268096 C DE 268096C DE NDAT268096 D DENDAT268096 D DE NDAT268096D DE 268096D A DE268096D A DE 268096DA DE 268096 C DE268096 C DE 268096C
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 268096 KLASSE 77h. GRUPPE
MAX LEIN in PÖHLA i. Sa.
frei ausbauchen können.
Die Erfindung betrifft einen Tragkörper für Pralluftschiffe mit Zwischenwänden, die sich
nach beiden Seiten frei ausbauchen können.
Zweck der Erfindung ist, bei Leckwerden
einer Gaszelle die äußere Form des Tragkörpers zu wahren und Gasverluste aus den unverletzten
Zellen selbsttätig zu verhindern.
Durch eine weitere Ausführungsform werden die Zwischenwände mittels Verlegung ihres Gesamtschwerpunktes
zur Höhensteuerung benutzt. Hierbei soll weiterhin durch Verbindung mit der an sich bekannten Luftlaufgewichtssteuerung
eine besonders günstige Wirkung erzielt werden.
Eine andere Einrichtung soll ermöglichen, daß man die jeweiligen Stellungen und Bewegungen
der Zwischenwände verfolgen kann, um die Höhensteuerung kontrollieren und einseitige
Gasverluste ihrer ungefähren Stärke und Lage nach bestimmen zu können.
Die Zeichnung zeigt den Tragkörper im Längsschnitt mit einer schematischen Darstellung der
Rohrleitungen. Im besonderen veranschaulichen :
Fig. ι die Tätigkeit der Zwischenwände und Luftsäcke beim Leckwerden einer Gaszelle,
Fig. 2 den Vorgang bei Benutzung der Zwischenwände zur Schwerpunktsverlegung.
In die äußere Ballonhülle α sind in bekannter
Weise Zwischenwände b eingebaut, die sich nach beiden Seiten frei ausbauchen können.
Eine Rohrleitung c verbindet je eine vordere und hintere Gaszelle miteinander. Mit dieser
Leitung steht ein Gebläse d in Verbindung, mit welchem je nach Erfordernis das Gas aus dem
einen Ende des Tragkörpers in das andere getrieben wird. Durch je zwei unmittelbar nebeneinander
liegende Zwischenwände b werden in bekannter Weise Luftsäcke e gebildet, die
untereinander durch eine Rohrleitung f verbunden sind und von einem Gebläse mit Druckluft
versorgt werden. Je zwei benachbarte Gaszellen sind durch eine abschließbare Umleitung g
miteinander verbunden. In Fig. ι stellt Z eine verletzte Gaszelle dar. S bzw. 5' bezeichnen
in Fig. 2 die Schwerpunktslagen einer Zwischenwand in ihrer Mittel- bzw. Endlage.
Während der normalen Fahrt sind die die Gaszellen verbindenden Rohre g abgeschlossen.
Den Druckausgleich vermitteln dann die Zwischenwände, indem sie sich jeweils in Richtung
des kleineren Druckes ausbauchen und damit die Inhalte der verschiedenen Zellen verändern,
bis Gleichgewicht besteht. Weist also z. B. eine Zelle Z einen größeren Gasverlust auf als
die andern, so bauchen sich die benachbarten Zwischenwände zum Zwecke des Druckausgleiches
zueinander aus und berühren sich schließlich gegenseitig, wenn ihre Entfernung kleiner ist, als die Summe ihrer Wölbungshöhen
beträgt (Fig. 1, punktiert). Bei weiterer Entleerung der veiletzten Zelle würde die Ballonhülle
ihre pralle Form verlieren, wenn nicht die betreffenden Zwischenwände infolge des
Gasüberdruckes der benachbarten Zellen sich gegeneinanderstemmten und dadurch die Hülle
gespannt erhielten. Diese Wirkung vollzieht sich selbsttätig, da in die verletzte Zelle kein
Gas aus den unverletzten nachströmen kann und der Gasdruck in denselben durch die Luftsäcke
e stets auf der erforderlichen Höhe gehalten wird. Für die richtige Wirkung ist es
auch unwesentlich, ob die Entleerung der betreffenden Zelle plötzlich durch ein großes Leck
oder nur langsam durch eine verhältnismäßig unbedeutende Undichtigkeit vor sich geht. Die
pralle Form wird auch dann noch bewahrt,
ίο wenn gleichzeitig mehrere Abteile verletzt werden,
sofern sich zwischen ihnen wenigstens noch ein Luftsack befindet. Der verlorengegangene
Auftrieb kann durch Ballastabgabe oder durch Nachfüllen von Traggas in die unverletzten
Zellen ausgeglichen werden.
Weiterhin können die Zwischenwände zur Höhensteuerung mittels Schwerpunktsverlegung
benutzt werden. Soll sich z. B. das Luftschiff vorn aufrichten, so wird mittels des Gebläses d
das Gas aus der hintersten Zelle in die vorderste getrieben. Dadurch wölben sich die Zwischenwände
nach rückwärts aus (Fig. 2, punktiert); infolge der Verschiebung des Gewichtes der die
Wände bildenden Stoffmasse nach hinten wird auch der Gesamtschwerpunkt nach hinten verlegt
und das Vorderteil des Luftschiffes richtet sich auf. Gleichzeitig mit dem Verschieben der
Zwischenwände wird auch durch den vorn erhöhten Gasdruck die Luft aus den vorderen
Luftsäcken in die hinteren getrieben und damit das aufrichtende Moment noch vergrößert.
Sind die Luftsäcke wenig aufgeblasen, so können sich alle Zwischenwände nach der einen oder
andern Seite voll ausbauchen und ihren Schwerpunkt in weiten Grenzen verlegen. Sind dagegen
die Luftsäcke weit gefüllt, so wird da durch die Wirkung der Zwischenwände eingeschränkt,
um so wirksamer ist dann jedoch die Luftverschiebung.
Jede Zwischenwand stellt ein Pendel dar mit dem Schwerpunkt 5 in ihrer Mittellage bzw. S',
in einer Endstellung. Der Pendelwirkung entsprechend ist immer ein bestimmter Überdruck
von der einen Seite erforderlich, um eine Zwischenwand auszubauchen oder um sie in einem
bestimmten ausgewölbten Zustande zu erhalten. Umgekehrt kann man nun durch Zwischenschaltung
von Druckanzeigern zwischen je zwei benachbarte Abteile aus der Größe und Richtung des Überdruckes die jeweilige Stellung
einer Zwischenwand erkennen. Durch Vergleichen dieser Druckunterschieds lassen sich die Bewegungen der Zwischenwände verfolgen,
z. B. bei der Schwerpunktsverlegung oder beim Leckwerden einer Gaszelle, wobei
sich das entstandene Leck auch seiner ungefähren Lage und Größe nach sofort anzeigt.
Diese durch Ausbauchen der Zwischenwände entstehenden Druckunterschiede bleiben immer
so niedrig, daß der Ausgleich des Gesamtgasdruckes unter den verschiedenen Zellen durch
die Zwischenwände nicht nachteilig beeinflußt werden kann.
Die Leitungen g werden bei Füllungen oder Zwischenlandungen zum Zweck des Gasausgleiches
geöffnet, damit sich die Zwischenwände in ihre Mittellagen einstellen können.
Die Gaszellen und Lujtsäcke sind in bekannter Weise mit den erforderlichen Überdruckventilen
usw. ausgerüstet.
Claims (4)
1. Tragkörper für Pralluftschiffe mit Zwischenwänden,
die sich nach beiden Seiten frei ausbauchen können, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand je zweier, einen
abschließbaren Raum begrenzenden Zwischenwände kleiner ist als die Summe ihrer Wölbungshöhen.
2. Tragkörper für Pralluftschiffe nach Anspruch
ι mit Höhensteuerung durch Schwerpunktsverschiebung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenwände zur Veränderung der Gesamtschwerpunktslage verwendet werden,
indem man sie sich mittels der an sich bekannten Gasverschiebung nach der einen oder andern Seite ausbauchen läßt.
3. Tragkörper für Pralluftschiffe nach Anspruch 2 mit aus Zwischenwänden gebildeten
Ballonetts und Höhensteuerung durch Luftverschiebung, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschiebung der Ballonettluft ohne Umleitung derselben in andere Räume zugleich
mit der durch Umleitung des Traggases bewirkten Verschiebung der Zwischenwände herbeigeführt wird.
4. Tragkörper für Pralluftschiffe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen je zwei Zellen Vorrichtungen eingeschaltet werden, die unter Benutzung der
durch verschiedenes Ausbauchen der Zwischenwände entstehenden Druckunterschiede in den Zellen die jeweiligen Stellungen der
Zwischenwände erkennen lassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE268096C true DE268096C (de) |
Family
ID=525096
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT268096D Active DE268096C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE268096C (de) |
-
0
- DE DENDAT268096D patent/DE268096C/de active Active
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