DE268536C - - Google Patents

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DE268536C
DE268536C DENDAT268536D DE268536DA DE268536C DE 268536 C DE268536 C DE 268536C DE NDAT268536 D DENDAT268536 D DE NDAT268536D DE 268536D A DE268536D A DE 268536DA DE 268536 C DE268536 C DE 268536C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C11/00Milk substitutes, e.g. coffee whitener compositions
    • A23C11/02Milk substitutes, e.g. coffee whitener compositions containing at least one non-milk component as source of fats or proteins
    • A23C11/10Milk substitutes, e.g. coffee whitener compositions containing at least one non-milk component as source of fats or proteins containing or not lactose but no other milk components as source of fats, carbohydrates or proteins
    • A23C11/103Milk substitutes, e.g. coffee whitener compositions containing at least one non-milk component as source of fats or proteins containing or not lactose but no other milk components as source of fats, carbohydrates or proteins containing only proteins from pulses, oilseeds or nuts, e.g. nut milk
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L11/00Pulses, i.e. fruits of leguminous plants, for production of food; Products from legumes; Preparation or treatment thereof
    • A23L11/60Drinks from legumes, e.g. lupine drinks
    • A23L11/65Soy drinks

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Description

KAISERLICHES /MM
PATENTAMT.
■ Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung einer der Tier- oder Muttermilch in ihren Eigenschaften und in ihrer Zusammensetzung gleichwertigen Milch aus der Sojabohne oder ähnlichen Samen oder Samengemischen. Man hat bereits versucht, aus der Sojabohne oder ähnlichen Samen eine Pflanzenmilch herzustellen, die aber erfahrungsgemäß in ihrem Geschmack und in ihrer Zusammensetzung sowie in ihren sonstigen Eigenschaften der tierischen Milch unähnlich war und einen Ersatz für letztere nicht abgeben konnte. Vorliegende Erfindung erstrebt zunächst, eine der nachzuahmenden animalischen Milch identische Zusammensetzung durch die quantitativ^
(^s^iTnmngTflcHtigeyder Ausgangsmaterialien zu erreichen und vor allem das Verfahren derart zu leiten, daß der Geschmack gut und der tierischen Milch ähnlich wird. Dies wird durch eine Anzahl von einzelnen Maßnahmen erreicht, die an und für sich teils zur Aufarbeitung der Sojabohnen für Nahrungsmittel, teils bei der Herstellung besonderer Milchpräparate aus Tiermilch oder Tiermilchabfallprodukten bereits verwendet sind. Diese einzelnen Maßnahmen, die nach vorliegender Erfindung zu einem Gesamtverfahren vereinigt sind, bestehen zunächst in der Herstellung eines Samenextraktes, welcher für die weitere Herstellung der Pflanzenmilch benutzt wird. Die Herstellung geschieht in der Weise, daß von vornherein die Bildung eines zusammenziehenden abstoßenden Beigeschmackes vermieden wird, der erfahrungsgemäß, wenn er einmal vorhanden ist, nicht wieder entfernt werden kann. Nach der Feststellung des Erfinders entsteht dieser störende Beigeschmack in erster Linie dadurch, daß während der üblichen, mindestens drei Stunden dauernden Vorquellung der Samen Fermente, die sich in der Sojabohne von Haus aus befinden, gewisse Bestandteile der Bohne spalten.
Nach vorliegender Erfindung wird diese fermentative Spaltung dadurch vermieden, daß die Sojabohne trocken zermahlen, das Mehl mit Wasser angerührt und sofort oder wenigstens nach Verlauf ganz kurzer Zeit bis zum Kochen erhitzt wird. Hierdurch werden die Fermente abgetötet, so daß ihre Einwirkung ausgeschaltet ist.
Ferner findet bei oder vor der Extrahierung ein geringer Zusatz von phosphorsauren Salzen, beispielsweise Kalium- oder Natriumphosphat o. dgl., statt, die nicht nur den Phosphorsäuregehalt des fertigen Produktes erhöhen, sondem hier den neuen und bestimmten Zweck verfolgen, die durch fermentative ο. dgl. Einflüsse bei der Lagerung des Sojabohnenmehls teilweise entstandene schwerere Quellbarkeit des Eiweißes zu regenerieren.
Schließlich wird dem so erhaltenen Pflanzenextrakt der Milchcharakter dadurch verliehen, daß man diejenigen Stoffe zugibt, die notwendig sind, um den Extrakt mit der Tiermilch quantitativ in Einklang zu bringen. Hierzu gehören Kohlehydrate, wie Milchzucker u. dgl., und vor allem Fette. Letztere werden in bekannter Weise mit dem Pflanzen-
extrakt durch Emulgierung vermischt. Hierdurch werden nicht nur Fett und Eiweißkörper in der der tierischen Milch eigentümlichen Weise innig miteinander vermengt, sondern es wird auch durch die feine Fettverteilung eine der Tiermilch eigentümliche leichte, Verdaulichkeit bedingt.
Schließlich empfiehlt es sich, um das Produkt der Tiermilch noch ähnlicher zu gestalten, einen geringen Zusatz von bestimmten Salzen zu machen, wozu namentlich Kochsalz, Natriumbikarbonat o. dgl. zu rechnen sind.
Das neue Verfahren wird beispielsweise wie folgt ausgeführt.
Die Sojabohnen oder ähnliche Samen werden zermahlen und mit Wasser, dem eine geringe Menge Kalium- oder Natriumphosphat o. dgl. zugegeben ist, angerührt und zum
ao Kochen erhitzt. Dann wird etwas abgekühlt und abgepreßt. Dem erhaltenen, milchig aussehenden Pflanzenextrakt gibt man die berechnete Menge von Kohlehydraten und Salzen zu und ergänzt mit der gleichfalls der nachzuahmenden Tiermilch entsprechenden Fettmenge. Um z. B. 100 I des angegebenen Nährproduktes mit einer Zusammensetzung, wie sie der einer Kuhmilch mittlerer Zusammensetzung entspricht — etwa 3,5 Prozent Fett, 4 Prozent Kohlehydrate, 0,6 Prozent Salze, 3,5 Prozent Eiweiß —, herzustellen, wird folgendermaßen verfahren:
10 kg gemahlene Sojabohnen oder Erdnüsse, Sesamsamen u. dgl. oder Gemische dieser Samen werden mit etwa 100 1 reinem Wasser und einer kleinen Menge (etwa 5 g) Natriumoder Kaliumphosphat o. dgl. angerührt, höchstens etwa eine Stunde stehen gelassen, worauf der dünnflüssige Brei unter Umrühren langsam und vorsichtig durch niedrig gespannten Dampf oder auf andere Weise bis zum Kochen gebracht und gerade einmal aufgekocht wird. Hierauf wird sofort wieder bis auf etwa 50 ° C. abgekühlt und in Pressen abgepreßt. ' In der abgelaufenen Flüssigkeit werden jetzt etwa 2,4 kg Milchzucker, etwa 6 g Kochsalz und etwa 60 g Natriumkarbonat o. dgl. gelöst und die Flüssigkeit mit etwa 2 kg Sesamöl odereinem anderen geeigneten öl oder Fettgemisch emulgiert. Die so erhaltene milchähnliche Flüssigkeit wird alsdann mit reinem Wasser auf 100 1 aufgefüllt.
Bei der Herstellung einer Säuglingsmilch berechnet man1 den dem Extrakt zuzusetzenden Fett-, Kohlehydrat- und Salzgehalt aus der Zusammensetzung der Muttermilch:

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Ersatzes für Kuh- oder Muttermilch aus der Sojabohne oder ähnlichen Samen oder Samengemischen, dadurch gekennzeichnet, daß man die fein gemahlenen Samen mit kaltem Wasser und einem geringen Zusatz von Kalium- oder Natriumphosphat oder ähnlichen Substanzen anrührt, einige Zeit stehen läßt, dann bis zum Kochen erhitzt, . kurz aufkocht, sofort wieder abkühlt, dann abpreßt und die erhaltene Flüssigkeit in bekannter Weise mit Kohlehydraten, beispielsweise Milchzucker, Kochsalz, Natriumkarbonat oder Natriumbikarbonat o. dgl., und einem zur menschlichen Ernährung geeigneten Fett oder Fettgemisch emulgiert.
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