DE2700650C2 - Elektrostatographischer Suspensionsentwickler, Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung des Suspensionsentwicklers - Google Patents

Elektrostatographischer Suspensionsentwickler, Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung des Suspensionsentwicklers

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DE2700650C2
DE2700650C2 DE2700650A DE2700650A DE2700650C2 DE 2700650 C2 DE2700650 C2 DE 2700650C2 DE 2700650 A DE2700650 A DE 2700650A DE 2700650 A DE2700650 A DE 2700650A DE 2700650 C2 DE2700650 C2 DE 2700650C2
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Description

CO— (Ο—A— CO—).VR3
10
worin bedeuten:
eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Wasserstoff oder eine Acylgruppe, Wasserstoff oder eine Carboxylgruppe in Säure- oder Salzform, eine Hyd^qxyl- oder Alkoxygruppe,
A eine Alkylcnkette mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen, und χ 4 bis 20.
20
enthaltendes Copolymeres verwendet wird.
7. Verwendung des elektrostatographischen Suspensionsentwicklers nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Entwicklung latenter elektrostatischer Ladungsmuster.
Die Erfindung betrifft einen elektrostatographischen Suspensionsentwickler gemäß Oberbegriff des Anspruchs I, ein Verfahren zu seiner Herstellung gemäß Oberbegriffdes Anspruchs 6 und die Verwendung des Suspensionsentwicklers.
Bekannte elektrophotograph'sche Verfahren umfassen als Schritte die elektrostatische Aufladung einer phololeitlahigen Oberfläche im Dunklen, -die bildweise Belichtung dieser Oberfläche, wobei die belichteten Flächen entsprechend der Strahlungsintensität entladen werden und ein elektrostatisches latentes Bild entsteht, sowie die Entwicklung des Materials, wobei durch Abscheidung eines als »Toner« bekannten feinverteilten elek-Iroskopischen Materials auf der das latente Bild tragenden Oberfläche ein sichtbares Bild erhalten wird. Die Tonerteilchen bestehen aus färbenden Stoffen, z. B. Ruß, oder sie enthalten solche Stoffe. Das so entwickelte Bild kann auf der ersten Oberfläche fixiert oder auf ein Bildempfangsmaterial übertragen und auf dWcem fixiert werden. Slatt das elektrostatische latente Bild in der oben beschriebenen Reihenfolge zu erzeugen, ist es auch möglich, eine elektrisch isolierende Schicht direkt bildweise aufzuladen.
Zur Entwicklung elektrostatischer Bilder ist auch ein Verfahren bekannt, nach dem ein Suspensionsentwickler verwendet wird, der Teilchen eines färbenden Stoffes in einer Trägerflüssigkeit dispergiert enthält, die das Ladungsmuster durch Elektrophorese sichtbar machen (z. B. US-PS 29 07 674).
Bei der clcktrophoretischen Entwicklung unterscheidet man zwischen Entwicklern mit dispergierten Tonerteilchen, welche eine positive Ladung enthalten, und solchen mit Tonerteilchen von negativer Ladung. Größe und Polarität der Ladung der Tonerteilchen werden mit Hilfe eines oder mehrerer sogenannter Ladungssteuerstoffe beeinflußt.
Zum Fixieren der Tonerteilchen auf den Stellen, wo sie elektrostatisch abgeschieden werden, enthält jedes Teilchen eine Beschichtung mit einem thermoplastischen Harz, das auch die Rolle des Dispersionsmittels übernehmen kann. Diese Harze können außerdem als Ladungssteuerstoffe dienen oder aber elektrisch inert sein. Aus der DK-AS 17 97 009 und der DE-OS 25 12 112 sind beispielsweise bereits derartige Entwickler bekannt. Nachteilig an ihnen ist aber, daß sich die Teilchengröße bei Lagerung stark verändert, die Aufladungsfähigkeit der Teilchen unbefriedigend ist und sich z. T. eine Dispersion gar nicht oder nur sehr schwer herstellen läßt. Nach einem bekannten Verfahren kann die Aufladung der dispergierten Teilchen durch eine chemische Verbindung erfolgen, die aufgrund einer chemischen Dissoziationsreaktion eine Aufladung der Oberfläche des Tonerteilchens und die Einführung eines Gegenions in die elektrisch isolierende Trägerflüssigkeit bewirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrostatographischen Suspensionsentwickler für die Sichtbarmachung elektrostatischer Ladungsmuster mit darin dispergierten teilchenförmigen, färbenden Stoffen anzugeben, wobei die teilchenförmigen Stoffe auch bei längerer Lagerung stabil sind, eine verbesserte Aufladungsfahigkeit aufweisen und sich gut dispergieren lassen, sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung aufzuzeigen.
Gegenstand der Erfindung ist ein elektrostatographischer Suspensionsentwickler, der in einer elektrisch isolierenden Trägcrflüssigkeit mit einem spezifischen Volumenwiderstand von mindestens 1Ö1 0hm · cm und einer Dielektrizitätskonstante kleiner 3 einen teilchenförmigen färbenden Stoff rtispergiert enthält, welcher einen oder mehrere Ladungssteuerstoffe sowie ein organisches polymeres Material trägt, der dadurch gekennzeichnet ist, daß das polymere Material ein die folgenden sich wiederholenden Einheiten (A) und (B) oder (A) und (C) enthaltendes Copolymeres darstellt:
(A)
27 OO 650
CH3'
CH2-C — CO
OR
(B)
CH3
CH2—C —
CO-O-CH2-CHOH-Ch2-O-(OC-A-O)VR1
(C) CH-C
I I
CH3
R2 CO—(O —A—CO—)AR3
worin bedeuten:
R eine AIkyigruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen (vorzugsweise eine Isobutylgruppc),
R1 Wasserstoff oder eine Acylgruppe (z. B. eine aliphatische Acylgruppe, die eine AIkyigruppe mit 1 bis 18
Kohlenstoffatomen enthält),
R2 Wasserstoff oder eine Carboxylgruppe in der Säure- oder Salzform,
R3 eine Hydroxyl- oder Alkoxygruppe (mit vorzugsweise einer Alkylkette von 12 bis 18 Kohlenstoffatomen),
A eine Alkylenkette mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen (vorzugsweise mit 17 Kohlenstoffatomen), und
χ 4 bis 20.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Herstellungsverfahren für diesen Suspensionsentwickler, wie es im Anspruch 6 gekennzeichnet ist und ferner die Verwendung des Suspensionsentwicklers gemäß Anspruch 7.
Die in den Ansprüchen gekennzeichneten polymeren Materialien stellen ein sehr gutes Dispersionsmittel für Pigmentteilchen in einem unpolaren flüssigen Kohlenwasserstoff dar. In diesen polymeren Materialien bilden die durch (B) und (C) dargestellten, sich wiederholenden Einheiten den solvatisierbaren Teil des Polymermolcküls, während der Teil (A) als Adsorbens wirkt, wobei durch diesen Teil (A) die Adsorption des Copolymeren an den Pigmentteilchen in der Trägerflüssigkeit erreicht wird. Der solvatisierbare Teil bildet vorzugsweise mindestens 50 Gew.-% des Copolymeren.
Bevorzugte Copolymere, die den Ansprüchen genügen, sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Tabelle 1
Nr. Strukturformel
--CH2-C-
CH3
co
CH2
CH-CH2-O- -CO-(CHj)10-CH-O-
UM ^Π2)5
CH3
CH3
CH2-C —
CO
CH2
CH-CH3
CH3
χ = 6 (Mittelwert): ν = 50 Gewichts-%: ζ = 50 Gewichts-%
27 OO
Fortsetzung
Nr. Strukturformel
CH3 -CH2-C —
CO
I ι
CH2
CH-CH2-0-4CO-(CH2),o-CH-0-)-H
ÖH
(CHj)5
CH, χ 6 (Mittelwert); γ = 49 Gewichts-%; ; = 49 Gewichts-%; η = 2 Gewichts-%
CH3 CH2-C —
CO
I ο
CH2
CH-CH3 CH3 J.
CH3
CH2-C —
COOH
--
CH3 CH2-C —
co
O CH2
^- π — ν. n2\jf \^ v^—vv- H2^k
OH -O-rCO-iCH^-CH,
CH3 CH3 CH2-C —
CO
I ο
CH2
CH-CK3
CH3
χ -- 6; y = 50 Gewichts-%; ζ = 50 Gewichts-%
CH3'
--CH2-C
I J CO CH3 CH2-C —
CO
[θ — CH-(CH2),o-COJ -O-(CH2)P-CH3 (CH2)J-CH3
χ = 4; m = 50 Gewichts-%; η = 50 Gewichts-%
I /
0-CH2-CH
CH3
CH3
Fortsetzung Nr. Strukturformel
CH3
--CHj-C —
CO
CH2
CH-CH2-O-I-CO-(CHj)10-CH-O-I-H
OH
CH3 -CHj-C —
CO
CH2
CH-CH3
CH,
CH3
CH2-C —
COOH
(CH2)5 CH3
.V=Il (Mittelwert); .v = 49 Gewichts-%; ζ = 49 Gewichts-%; η = 2 Gewichts-%
Das folgende Herstellungsbeispiel für das Copolymere Nr. 3 sowie für die hierfür verwendeten Zwischenstufen A und B soll die Herstellung der Copolymeren, welche eine Y'-Gruppe enthalten, erläutern.
Herstellung des Copolymeren Nr. 3 Herstellung der Zwischenstufe A
HO-I-OC-(CHj)10-CH-O=I-OC-(CH2J16-CH3
(CHj)5
CH3
χ = 6 (Mittelwert)
In einem Kolben mit StickstoiTzufuhr und einem Dean-und-Stark-Separator wurde ein Gemisch von 570 g (1,9 MoI) 12-Hydroxystearinsäure, 28,4 g (0,1 Mol) Stearinsäure und 75 ml Xylol aufeinem Ölbad von 24O0C 8 h erhitzt. Während dieses Zeitraumes wurden 26 ml Wasser abgeschieden. Mit einem Rotationsverdampfer wurde überschüssiges Xylol entfernt und man behielt ein dunkelbraunes, viskoses Öl zurück.
Ausbeute: 560 g; Säurezahl: 38.
CH3
Herstellung der Zwischenstufe B
CH2=C-COOCHj-CH-CH2-O-TOC-(CHj)10-CH-0^1 OC-(C Hj)16-CH3
OH
x= 6
170 g der Zwischenstufe A, 17,75 g Glycidylmethacrylat, 0,17 g Hydrochinon, 0,34 g Ν,Ν'-Dimethyldodecylamin und 200 ml Xylol wurden in einem 0,5-1-Kolben mit Rückflußkühler zum Rückfluß erhitzt. Sobald das erhaltene Produkt eine Säurezahl kleiner als 1 zeigte, wurde das Rückflußkochen beendet. Die Reaktionszeit betrug etwa 8 h. Nach dem Abkühlen wurde die Lösung unter Rühren in 1,5 1 Methanol gegossen, um nicht abreagiertes Glycidylmethacrylat zu entfernen. Es entstanden zwei Schichten; die untere wurde abgetrennt und getrocknet. Man erhielt die Zwischenstufe B als dunkelbraunes, viskoses Öl.
Ausbeute: 165 g.
Copolymerisation
Unter Rühren wurden 100 g der Zwischenstufe B, 100 glsobutylmethacrylat, 0,4 g Azo-bisisobutyronitril und 400 ml Benzol unter Stickstoff 24 h bei 75°C erhitzt.
27 OO 650
Man erhielt eine viskose Lösung, die als solche für die Hersteilung des Suspensionsentwicklers der vorliegenden Erfinder verwendet wurde.
Herstellung des Copolymeren Nr. 4 Herstellung der /wischenstufe P entsprechend der folgenden Formel:
H -PO-CH -(CH2)H)-CO=I-O-(CH2)I7-CH3 (CH2), CH-, .ν = 4
In einem Reagenzglas mit einer bis auf den Boden des Glases reichenden Stickstoff zuführenden Kapillare wurden 54 g (0.18 Mol) 12-IIydroxystearinsiiure. 8.1 g (0,03 Mol) Stearylalkohol sowie ein Gemisch von 15 mg Antimon! llljoxid und 30 mg Tripheny!phosphat als Katalysatoren über2 h bei 2000C erhitzt, wobei in das Reaklionsgemisch Stickstoff eingeleitet wurde. Es destillierte Wasser ab und nach dem genannten Zeitraum von 2 h wurde der StickstolTbläschenstrom durch einen mechanischen Rührer ersetzt und die Kondensationsreaktion 6 h bei 255°C unter vermindertem Druck (0,2 mm Hg) fortgesetzt. Man ließ das Reaktionsgemisch dann abkühlen und verwendete es als solches.
Ausbeute: 55 g; Saurezahl: 23.
Herstellung der Zwischenstufe Q entsprechend der folgenden Strukturformel:
CH,
I H2C = C-CO-FO-CH-(CH2),o-CO=|-0-(CH2J17-CH,
(CH2J5
CHj
25 30
50 g der Zwischenstufe P, 5,27 gTriäthylamin (20% Überschuß) sowie 0,1 g m-Dinitrobenzol wurden in 250 ml Xylol in einen 1-l-DreihalskoIben mit Rührer, Tropftrichter und Rückflußkühler erhitzt. Eine Lösung von 5,45 g Methacryloylchlorid (20% Überschuß), gelöst in 50 ml Xylol, wurde bei 200C zugetropft. Daraufhin wurr*e das Reaktionsgemisch I h bei IQO0C erhitzt und dann abkühlen gelassen. Die Reaktionsmasse wurde dann nacheinander mit 1 N Salzsäure, Wasser, wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung und nochmals mit Wasser gewaschen. Das gewaschene Produkt wurde in Methanol gefallt, abgenutscht und unter vermindertem Druck getrocknet.
Ausbeute: 45 g.
Copolymerisation
45 g der Zwischenstufe Q, 45 g Isobutylmethac- rylat und 180 mg Azo-bisisobutyronitril wur- den in 180 mi Bcnzoi in einem 500-ml-Kolben mit Rührer, Stickstoffeinlaßkapillare und Rückflußkühler gelöst. Unter Ruhren und Stickstoffzustrom wurde das Reaktionsgemisch auf 75°C erhitzt und die Polymerisation 24 h bei dieser Temperatur durchgeführt.
Man erhielt eine hellbraune viskose Lösung, die als solche für die Herstellung des Suspensionsentwicklers verwendet wurde.
Das organische Polymermaterial hat die Eigenschaft, an den Pigmentteilchen zu haften und als Schutzkolloid im nichtwäßrigen Medium zu dienen. Das organische Polymermaterial auf den Pigmentteilchen dient als Dispersionshilfe und kann als öligharziges Netzmittel angesehen werden. Die Aufschichtung des Polymermaterials verleiht dem Suspensionsentwickler durch die sterische Hinderung eine bessere Lagerbeständigkeit.
Die Dispersionsstabilität des Entwicklers wird beeinflußt durch die Menge des genannten Copolymeren, das vorzugsweise in einer Menge von mindestens 0,25 g pro g trockenen färbenden Stoff vorliegt. Die optimalen Mengen können für jedes Pigment jeweils durch einfache Versuche bestimmt werden.
Die als Trägerflüssigkeit im Suspensionsentwickler verwendete isolierende Flüssigkeit, in welcher die Teile (B) und (C) des Copolymeren solvatisierbar sind, kann jede Art eines unpolaren, fettlösenden Lösungsmittels sein. Die Flüssigkeit ist vorzugsweise ein Kohlenwasserstofflösungsmittel, z. B. ein aliphatischer Kohlenwasserstoff wie Hexan, Cyclohexan, Isooctan, Heptan oder Isodod^can, ein Fluorkohlenstoff oder ein Silikonöl. Die isolierende Flüssigkeit ist also z. B. Isododecan oder eine handelsübliche Erdölfraktion, z. B. ein Gemisch von aliphatischen Kohlenwasserstoffen, vorzugsweise mit einem Siedebereich zwischen 1500C und 2200C.
Der in den Tonerteilchen verwendete färbende Stoff kann ein beliebiges anorganisches Pigment (einschließ-
27 OO 650
lieh Kohlenstoff) oder festes organisches Farbstoffpigment sein, wie es allgemein in Suspcnsionscnlwicklcm verwendet wird. So können beispielsweise Ruß und analoge Formen davon verwendet werden, z. B. Lampenrul.1, Gasruß und Ofenruß.
Typische feste organische Farbstoffe sind sogenannte Pigmentfarbstoffe, einschließlich Phthalocyaninlarbstoffe, z. B. Kupferphthalocyanine, metallfreies Phthalocyanin, Azofarbstoffe und Metallkomplexe von Azofarbstoffen.
Die folgenden Farbstoffe in Pigmentform sollen als Beispiele stehen: FANALROSA B Suprapulver C. Ϊ. 45160. HELIOGENBLAU LG C. 1.74100, Monastral Blue C. 1.74160, HELIOGENBLAU B-Pulver C. 1.74160, HELIOECHTBLAU HG C. I. 74,160, Brilliant Carmine 6B C. 1.18,850 sowie VIOLETT FANAL R C. 1.42,535.
Zu den typischen anorganischen Pigmenten gehören schwarzes Eisen(III)-oxid und pulverförmige Gemische von Kupfer(lI)-oxid/Chrom(III)-oxid/Eisen(IlI)-oxid, Miloriblau, Ultramarinkobaltblau und Bariumpermanganat. Ferner seien die in den FR-PS 13 94 061 und 14 39 323 beschriebenen Pigmente erwähnt.
Bevorzugte Rußpigmente werden von DEGUSSA unter der Handelsbezeichnung PRINTEX vertrieben. PRINTEX MO und PRINTEX G werden Tür die Entwicklürmischung der vorliegenden Erfindung vorzugsweise verwendet. Die Eigenschaften dieser Ruße sind in Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2
Als Farbverbesserer für die PRINTEX-Pigmente werden vorzugsweise geringe Mengen von Kupferphthalcyunin verwendet, z. B. 1 bis 20 Gew.-Teile, bezogen auf den Ruß.
Für eine gegebene Ladungsdichte der ladungstragenden Oberfläche ist die mit Tonerteilchen einer gegebenen Größe bei der Entwicklung maximal erreichbare Schwärzung durch das Ladungs-ZToncrmasse-Verhältnis bestimmt, das im wesentlichen durch die Menge des eingesetzten Ladungssteuerstoffes bestimmt wird.
Im Gegensatz zu trockenen Tonern erhalten die flüssig suspendierten Tonerteilchen ihre negative odc positive Ladung in der Regel aus einer chemischen Dissoziationsreaktion auf derTonerteüchenoberfläche und der Einführung eines geladenen Stoffes in die Trägerflüssigkeit zur Bildung eines Gegenions. Die wichtigsten Ladungsmechanismen, die mit einer Dissoziationsreaktion arbeiten, werden beispielsweise von Robert B. Comizolli et al. in Proceedings of the IEEE, Band 60, Nr., 4, April 1972, S. 363/364 beschrieben.
Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Suspensionsentwickler also mindestens einen Ladungssteuerstoff, welcher die elektrische Ladung des Toners beeinflußt oder für sie verantwortlich ist. Der Ladungssleucrstoff kann positiv oder negativ aufladende Wirkung haben. Meistens werden zu diesem Zweck öllösliche ionogene Stoffe (oberflächenaktive Mittel) verwendet, z. B. Metallsalze organischer Säuren mit langen aliphatischen Ketten (z. B. mit mindestens 6 Kohlenstoffatori.in). Durch vorherrschende Adsorption einer lonenart erhalten die Tonerteilchen ?.ine Nettoiadung, deren Größe durch Änderung der Konzentration des LadungsstcuerstolTes reguliert werden kann. Auf diese Weise kann die Empfindlichkeit des Toners (d. h. die abgeschiedene Masse pro Oberflächenladung) eingestellt werden. Die Polarität kann durch geeignete Wahl des oberflächenaktiven Mittels festgelegt werden. Zum Beispiel erhält eine Suspension von Ruß in flüssigen Isoparaffinen durch überalkalisiertes Calciumpetroleumsulfonat eine negative und durch Calciumdiisopropylsalicylat eine positive Ladung. Es können auch Gemische von verschiedenen Ladungssteuerstoffen verwendet werden. Zum Beispiel kann ein Gemisch von verschiedenen Ladungssteuerstoff mit entgegengesetzten Ladungseffekten verwendet werden, so daß die Stärke der Ladung auf dem Toner oder deren Polarität durch Änderung des Mischungsverhältnisses der beiden verschiedenen Mittel eingestellt werden kann (siehe GB-PS 14 11 287, 14 11 537 und 14 11 739). Besonders geeignete, positiv arbeitende Ladungssteuerstoff werden in der G B-PS 1151 141 beschrieben. Diese Ladungssteuerstoffe sind zwei- oder dreiwertige Metallsalze von:
(a) einem Mono- oder Diester einer von Phosphor abgeleiteten Oxysäure,
(b) eine von Phosphor abgeleitete Oxysäure, welche eine oder zwei durch ein Kohlenstoffatom an den Phosphor gebundene organische Gruppen enthält, oder
(c) eine von Phosphor abgeleitete Oxysäure, die eine Estergruppe und eine über ein Kohlenstoffatom an den
PRINTEX 140 PRINTEX G
Herkunft Gasruß Ofenruß
Dichte 1,8 g · cm"3 1,8 g · cm"'
Korngröße vor dem Einbringen in
den Entwickler
29 nm 51 nm
Ölzahl (g Leinöl, adsorbiert von
100 g Pigment)
360 250
Spezifische Oberfläche (nr/g) 96 31
Flüchtige Bestandteile (Gew.-%) 6 2
pH 5 8
Farbe braun-schwarz braun-schwarz
27 OO 650
Phosphor gebundene organische Gruppe enthält, wobei diese organische Gruppe aliphatisch, cycloaliphatisch oder aromatisch ist.
Die organische Gruppe enthält vorzugsweise eine Kette von mindestens 4 Kohlenstoßatomen, insbesondere von 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, und sie kann auch durch ein oder mehrere Heteroatome substituiert und/oder unterbrochen sein, z. B. durch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff.
Besonders gute Ergebnisse werden mit den Zinksalzen erzielt. Es können jedoch auch andere Salze verwendet werden, z. B. Magnesium-, Calcium-, Strontium-, Barium-, Eisen-, Kobalt-, Nickel-, Kupfer-, Cadmium ·, Aluminium- und Bleisalze.
Die Löslichkeit eines solchen Metallsalzes in der elektrisch isolierenden Trägerflüssigkeit kann durch Gegenwart einer oder mehrerer organischer Gruppen von verzweigter Struktur, z. B. durch verzweigte aliphatische Gruppen, wie eine 2-Butyloctylgruppe, gefordert werden.
Andere geeignete positiv arbeitende Ladungssteuerstoffe von besonderem Interesse bei der Herstellung eines Suspensionsentwicklers mit niedrigem Ladungs/Tonerteilchenmasse-Verhältnis enthalten ein Metallalkylsulfonat, in welchem das Metallion eines der zweiwertigen Metallionen Zink(II), Blei(II), Cadmiumfll) oder Kupfer(II) oder ein dreiwertiges Metallion aus der VIII. Gruppe des Periodensystems, z. B. Eisen(III), oder aus der Gruppe VlB, z. B. Chrom(III), ist und worin die Sulfonatgruppe direkt auf einer geradkettigen Alkylkette mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen vorliegt Bei Verwendung eines solchen Sulfonates als Ladungssteuerstoff in einem erfindungsgemäßen Suspensionsentwickler können die Größen der Tonerteilchen und die Menge, in welcher das Suifonat voriiegl, so gewählt werden, daß der Toner ein Ladungsmusier mit einem Ladungsgrad enisprechend 50 V bei einer Kapazität von 1,5 X 10~" Farad/cm2 bis zu einer optischen Schwärzung von mindestens 0,8 entwickeln kann. Eine geeignete Menge des Sulfonates für einen Tonerentwickler kann jeweils leicht durch einfache Versuche ermittelt werden. Bei Verwendung eines solchen Metallalkylsulfonates als Ladungssteuerstoff können die beschriebenen Ergebnisse mit Tonerteilchen einer Größe erzielt werden, wie sie allgemein in der Elektrophotographie verwendet wird, z. B. mit Tonerteilchen einer Größe im Bereich von 0,2 bis 2 λ. Zusammen mit dem Metallalkylsulfonat kann ein zusätzlicher Ladungssteuerstoff verwendet werden.
Ein erfindungsgemäßer Suspensionsentwickler kann unter Anwendung bekannter Dispersions- und Mischtechniken hergestellt werden. Es ist üblich, mit Hilfe geeigneter Mischer, z. B. eines Dreiwalzenmischers, einer Kugelmühle, von Kolloidmischern, oder Schnellrührern ein Konzentrat von z. B. 15 bis 80 Gew.-% der für den Suspensionsentwickler gewählten Festmaterialien in der Trägerflüssigkeit herzustellen und dann nach und nach weitere isolierende Trägerflüssigkeit zuzusetzen, bis man den für das elektrostatische Reproduktionsverfahren gebrauchsfertigen Suspensionsentwickler erhält. Für einen gebrauchsfertigen Suspensionsentwickler ist es im allgemeinen günstig, den Toner in einer Menge zwischen 1 und 20 g/l, vorzugsweise zwischen 2 und 10 g/l, einzuarbeiten.
Das Copolymere kann als Vorbeschichtung auf die Pigmentteilchen vor ihrer Verwendung beim Herstellen des Entwicklers aufgebracht werden oder als getrennter Bestandteil in die Trägerflüssigkeit eingeführt werden, wo man es an den Pigmentteilchen adsorbieren läßt.
Die elektrophoretische Entwicklung kann unter Anwendung jeder bekannten elektrophoretischen Entwicklungstechnik oder Vorrichtung durchgeführt werden. Das Feld des zu entwickelnden Bildes kann durch die Verwendung einer Entwicklungselektrode beeinflußt werden. Die Verwendung einer Entwicklungselektrode ist von besonderem Wert bei der Entwicklung von Halbtonbildern. Wird keine Entwicklungselektrode verwendet, dünn kann das entwickelte Bild übertriebene Schwärzungsgradienten aufweisen, die beispielsweise in bestimmten medizinischen Röntgenbildern für diagnostische Zwecke von Interesse sein können.
Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung.
Beispiel 1
Zu 600 g des Copolymeren Nr. 3, wie es im obigen Herstellungsbeispiel erhalten wurde, wurden 2400 g Ofenruß gegeben und mit einem Schnellrührer dispergiert.
Nach einer Mischdauer von 2 bis 24 h wurde das Lösungsmittel abgedampft und der Kuchen der mit dem Copolymeren beschichteten Rußteilchen gemahlen, wodurch man Teilchen einer mittleren Korngröße von K)O [im erhielt. Diese Teilchen wurden bei 300C unter vermindertem Druck von 15 mm Hg getrocknet.
Von der Masse aus beschichtetem Pigment wurden 4 g zusammen mit 10 mg Zink-2-hexyldecylsulfonat als Ladungssteuerstoff 15 Stunden in 15 ml Isododecan dispergiert. Aus der erhaltenen Dispersion wurden 25 ml mit Isododecan auf I Liter verdünnt.
Der erhaltene Suspensionsentwickler hatte eine sehr hohe Stabilität und ein Ladungs/Tonermasse-Verhältnis, das die Entwicklung eines Ladungsmusters mit einer Ladung von 3 x 10"' C · cm"1 auf einem isolierenden Aufzeichnungsmaterial mit einer Kapazität von 1,57 X 10" F · cm"3 zur spektralen Schwärzung 1 innerhalb von 3 bis IO s gestattete,
Beispiel 2
Beispiel I wurde mit dem Unterschied wiederholt, daß das Copolymere Nr. 3 durch die gleiche Gewichtsmenge des Copolymeren Nr. 4 ersetzt wurde. Man erhielt bei der Entwicklung analoge Ergebnisse.

Claims (6)

27 OO 650 Patentansprüche:
1. Elektrostatographischer Suspensionsentwickler, der in einer elektrisch isolierenden Trägerflüssigkeil mit einem spezifischen Volumenwiderstand von mindestens 109 Ohm · cm und einer Dielektrizitätskonstante unter 3 einen teilchenförmigen färbenden Stoff dispergiert enthält, welcher einen oder mehrere Ladungssteuerstoffe sowie ein organisches polymeres Material trägt, dadurch gekennzeichnet, daß dieses polymere Material ein die folgenden sich wiederholenden Einheiten (A) und (B) oder (A) und (C) enthaltendes Copolymeres ist:
(A)
CH3'
-CH2-C-CO
OR
(B)
CH3
i
CH2-C —
CO-O-CH2-CHOH-CH2-O-(OC-A-O)xR1
CH3
(C) —fCH —C
R2 CO-(O-A-CO-
worin bedeuten:
eine Alkylgruppe mit ! bis 4 Kohlenstoffatomen,
Wasserstoff oder eine Acylgruppe,
Wasserstoff oder eine Carboxylgruppe in Säure- oder Salzform, eine Hydroxyl- oder Alkoxygruppe,
eine Alkylenkette mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen, und
4 bis 20.
2. Suspensionsentwickler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Copolymeren die Einheiten (B) oder (C) mindestens 50 Gew.-% ausmachen.
3. Suspensionsentwickler nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß (A) eine Alkylenkette mit 17 Kohlenstoffatomen und R eine Isobutylgruppe bedeuten.
4. Suspensionsentwickler nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß R' eine Alkoxygruppe mit einer Alkylgruppe von 12 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet.
5. Suspensionsentwickler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ;Ws Copolymere in einer Menge von mindestens 0,25 g pro g trockenen farbgebenden StofT enthalten ist.
6. Verfahren zur Herstellung eines elektrostatographischer Suspensionsentwicklers, der geladene Tonerteilchen in einer elektrisch isolierenden Trägerflüssigkeit mit einem spezifischen Volumwiderstand von mindus'ens 10"* Ohm · cm und einer Dielektrizitätskonstante unter 3 dispergiert enthält, das darin besteht, teilchenförmigen färbenden Stoffin der Trägerflüssigkeit in Gegenwart von mindestens einem Ladungssteuerstoff und eines organischen polymeren Materials zu dispergieren, dadurch gekennzeichnet, daß als organisches polymeres Material ein die folgenden sich wiederholenden Einheiten (A) und (B) oder (A) und (C):
CH3"
(A) CH2-C-
CO
OR
27 OO 650
CH3
(B) —J-CH2—C-
CO — Ο —CH2-CHOH-Ch2-O-(OC-A-O)VR1
(C) CH-
CH3
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