DE2705110C2 - Verfahren zur Konservierung von Hackschnitzel aus Faserholz - Google Patents

Verfahren zur Konservierung von Hackschnitzel aus Faserholz

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DE2705110C2
DE2705110C2 DE19772705110 DE2705110A DE2705110C2 DE 2705110 C2 DE2705110 C2 DE 2705110C2 DE 19772705110 DE19772705110 DE 19772705110 DE 2705110 A DE2705110 A DE 2705110A DE 2705110 C2 DE2705110 C2 DE 2705110C2
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Description

Die Zellstoffindustrie ist in den letzten Jahren dazu übergegangen, das Faserheiz nicht mehr in der Form vor Rund- oder Scheitholz zu lagern, sondern das eingehende Holz zu Hackschnitzel zu verarbeiten und dieses in großen Haufen im Freien aufzusetzen.
Die Freilagerung von Hackschnitzel hat besonders bei Laubholz den Nachteil, daß komplizierte chemische Veränderungen stattfinden, die zu einer Ligninkondensation im Holz führen.
Die Folge davon ist, daß mit zunehmender Lagerzeit der Hackschnitzel, besonders beim sauren Bisulfitaufschluß, ein stark erhöhter Ligningehalt im ungebleichten Zellstoff auftritt. Dadurch ist in den darauffolgenden Bleichstufen ein erhöhter Aufwand an Bleichmitteln notwendig.
Entsprechend der DD-WP 78 689 ist bekannt, daß die Hackschnitzel vor der Freüagerung mit wäßrigen Bisulfit- oder Sulfitlösungen der Alkalien, des Ammoniaks, der Erdalkalien oder deren Gemische behandelt werden, um die Ligninkondensation im Holz und damit die Erhöhung des Ligningehaltes im ungebleichten Zellstoff zu verhindern.
Zu den bekanntesten Verfahren zur Behandlung von Hackschnitzel gehören das Besprühen und das Tauchen, auch in Form der Trommelimprägnierung. Das Besprühen führt zu einer ungleichmäßigen und unvollständigen Benetzung der Hackschnitzel und auch zur Umweltbelästigung. Das Tauchen ist in Verbindung mit der pneumatischen Forderung mit einem hohen apparativen Aufwand verbunden. Es ist auch aus der DE-AS 16 92 852 bekannt, daß eine Verdüsung der Flüssigkeit in den hackschnitzeltragenden Luftstrom erfolgt, wobei nur 50 bis 60% der Flüssigkeit vom Holz adsorbiert werden Die übrige Flüssigkeit von 40 bis 50% führt beim Austritt der Hackschnitzel aus der Rohrleitung über bisher bekannte Austrittsvorrichtungen, z. B. Deflektoren zur Umweltbelästigung durch Flüssigkeitsnebel und geht dem Konservierungseffekt verloren.
Das Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfah rens /ur ausreichenden Freilagerungsmöglichkcit von Hackschnitzel für einen nachfolgenden Sulfitaufs^ hluU.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vollständige Konservierung der Hackschnitzel für die Hackschnitzelfreilagerung zu erreichen. Durch das erfindungsgemäße Verfahren erfolgt eine gleichmäßige und vollständige Benetzung der Hackschnitzel und damit wird eine vollständige Konservierung der Hackschnitzel gegenüber chemischen und biochemischen Reaktionen während der Freüagerung erreicht. Die Belästigung der Umgebung durch Flüssigkeitsnebel und durch gasförmiges SO2 wird beim erfindungsgemäßen Verfahren vollständig vermieden. Die Durchführung der Konservierung der Hackschnitzel ist mit einem geringen apparativen Aufwand verbunden. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine vollständige Ausnutzung des eingesetzten Schwefels in Form des Bisulfits oder Sulfits für die Konservierung erreicht Die Kosten für die vollständige Konservierung bei der Hackschnitzelfreilagerung werden bei gleichzeitiger Reduzierung des Ligningehaltes im ungebleichten Zellstoff gesenkt
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Konservierung der Hackschnitzel vor deren Freilagerung durch die Kombination einer ßesprühung der Hackschnitzel in einer Rohrleitung während der pneumatischen Förderung und einer darauffolgenden Abscheidung der nicht vom Holz adsorbierten Flüssigkeit durch Zentrifugalkräfte in einem Abscheider auf den Hackschnitzeln erfolgt. Die Konservierung der Hackschnitzel wird mit wäßrigen Bisuifii- oder Suifiilösungen der Alkalien, des Ammoniaks, der Erdalkalien oder deren Gemische von einer Konzentration von 2,0% bis 8,0% Gesamt-SO2 und einem pH-Wert von 1,0 bis 6,0 durchgeführt
Ausführungsbeispiel
Entrindete und sortierte Buchenhackschnitzel werder. durch eine pneumatische Förderanlage mit einer Leistung von 400 m3/h zum Hackschnitzelfreilager gefördert 100 m vor Austritt der Hackschnitzel aus der Rohrleitung, die einen Durchmesser von 400 mm hat, wird Calciumbisulfitlösung von 4% Gesamt-SC>2 und 1,7% CaO, die mit Natronlauge auf pH 3,0 eingestellt ist. dem Hackschnitzel-Luftstroin zugegeben. Durch die Fördergeschwindigkeit von 30 m/s erfolgt die Verdüsung der Flüssigkeit. Es werden 120 l/t lufttrockenes Holz zugegeben. Der Hackschnitzel-Luftstrom und die vom Holz nicht adsorbierte Flüssigkeit werden nach Austritt aus der Rohrleitung über einen Zyklon mit einem Durchmesser von 1200 mm geleitet. In diesem Abscheider wird die nicht adsorbierte Flüssigkeit auf das Holz abgeschieden. Die vollständig konservierten Hackschnitzel werden dem Hackschnitzelfreilager zugeführt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Konservierung von Hackschnitzel aus Faserholz, vorzugsweise Laubholz, vor deren Freilagerung und darauffolgenden Sulfitaufschluß mit wäßrigen Bisulfit- oder Sulfitlösungen der Alkalien, der Ammoniaks, der Erdalkalien oder deren Gemische, gekennzeichnet durch die Kombination einer an sich bekannten Besprühung der Hackschnitzel in einer Rohrleitung während einer pneumatischen Förderung und einer Abscheidung der nicht vom Holz adsorbierten Flüssigkeit durch Zentrifugalkräfte auf den Hackschnitzeln in einem Abscheider.
DE19772705110 1976-04-15 1977-02-08 Verfahren zur Konservierung von Hackschnitzel aus Faserholz Expired DE2705110C2 (de)

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