DE272140C - - Google Patents

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DE272140C
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Publication of DE272140C publication Critical patent/DE272140C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C3/00Working-up pitch, asphalt, bitumen
    • C10C3/18Removing in solid form from reaction vessels, containers and the like, e.g. by cutting out, by pressing

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 272140 KLASSE 22 h. GRUPPE
Verfahren und Einrichtung zum Verladen von Pech.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. August 1913 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, welche zum Kühlen und Verladen des bei der Destillation von Steinkohlenteer und ähnlichen Stoffen gewonnenen Pechs dient und es ermöglicht, unter Verwendung ein und derselben Hilfsmittel diese beiden Arbeiten zusammen in sehr zweckmäßiger und im Vergleich mit den bisherigen Einrichtungen besonders vorteilhafter Weise durchzuführen.
ίο Bei zahlreichen Teerdestillationsanlagen wird das gewonnene heiße Pech zunächst in große flache Pfannen oder Gruben abgelassen, um sich in diesen, abzukühlen und um zu erstarren, worauf es von Hand in Stücke gehackt und verladen wird. Wo eine derartige Behandlung nicht vorgenommen wird, wird das Pech in der Regel in mehrteiligen Formen zu Blöcken gegossen, die nach dem Erkälten ebenfalls von Hand oder mit Zuhilfenähme von Hebezeugen verladen werden. Alle diese gebräuchlichen Arbeitsweisen haben die Mängel, daß das Erkälten des Pechs, weil dieses immer größere zusammenhängende Massen oder Blöcke bildet, einen erheblichen Zeitaufwand bedingt, und daß vom Augenblicke des Gießens des heißen Pechs bis zur fertigen Verladung desselben in die Waggons außer etwaigem Aufwand von mechanischer Arbeit eine bedeutende Menge Handarbeit geleistet werden muß.
Gemäß der Erfindung wird zum Kühlen und Verladen des Pechs eine Einrichtung zu Hilfe genommen, die aus einer Reihe einzelner, nach Art eines Becherwerks in bekannter Weise kettenförmig aneinandergereihter Mulden oder ähnlich ausgebildeter Gefäße zur Aufnahme des Pechs besteht und in der Weise wirkt, daß das Pech in den einzelnen Mulden zunächst durch den abkühlenden Einfluß der Außenluft, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von indirekter Wasserkühlung abgekühlt und nach dem Erstarren durch Hinführung der einzelnen Mulden an die Verladestelle und Auskippen derselben direkt - verladen wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung gemäß der Erfindung dargestellt, und zw.ar ist Fig. 1 ein vertikaler Längsschnitt durch die Mitte derselben, Fig. 2 ein Querschnitt gemäß der Linie A-B von Fig. i.
An einem in geeigneter Weise ausgebildeten eisernen Gerüst, das den Aufbau für die ganze Einrichtung bildet, wird eine in bekannter Weise mit einer Reihe von Mulden α besetzte endlose Transport kette b entlang geführt, die über vier als Kettenräder ausgebildete Leitrollen C1, C2, C3, C4 und dazwischenliegende Laufbahnen geleitet wird. Das Gerüst besteht in der Hauptsache aus den Pfosten d und den Trägern ev e2, e3, die als Laufbahn für die aneinandergereihten Mulden α dienen. Unterhalb des am Boden angeordneten wagerechten Trägers ex ist ein Blechboden k befestigt, der mit ersterem zusammen einen horizontalen, zur Aufnahme von Kühlwasser geeigneten Trog bildet. Die einzelnen Mulden α besitzen an jeder Stirnseite (s. Fig. 2) eine Laufrolle f, mit der sie auf den erwähnten Trägern ev e2, es als Laufbahn entlang geführt werden. Der Antrieb der ganzen Transportkette wird durch einen Motor m und
ein Getriebe g bewirkt, welches mittels Zahnradübertragung und Schneckenvorgelege das Kettenradpaar C1 antreibt. In der Nähe des unteren Endes der schräg aufwärts führenden Laufbahn e2 befindet sich das Sammelgefäß h für die Aufspeicherung des gewonnenen heißen Pechs. Dieses Sammelgefäß h besitzt einen mit einem Absperrorgan χ versehenen Ablauf i, durch welchen das heiße Pech nach Belieben
ίο in die darunter befindlichen Mulden α abgelassen werden kann. Wie die an dieser Stelle der Zeichnung dargestellten, im Längsschnitt gezeichneten Mulden α erkennen lassen, besitzen letztere an der vorderen Längsseite eine Überlaufkante s, die ein Füllen jeder einzelnen Mulde bis zu einem bestimmten Maße sichert, wobei alle überschüssig zukommende Pechmasse in die nächstfolgende, darunter befindliche Mulde abfließt. Unterhalt) der oberen wagerechten Laufbahn e3 ist eine zum Verladen des erstarrten Pechs dienende Rutsche r angebracht, von der aus das Pech direkt in die vorfahrenden Waggons w fallen kann. Die Einrichtung der mit Mulden besetzten Transportkette wird an dieser Stelle zweckmäßig so getroffen, daß die einzelnen Mulden α beim Vorrücken der Transportkette selbsttätig gekippt werden. Zu diesem Zweck wird beispielsweise jede der Mulden α an der einen Stirnseite mit einem Zahnrad ζ versehen, das mit der Mulde fest verbunden ist und an der Kippstelle der Mulden in eine kurze, an dem Laufbahnträger e3 (s. Fig. 1) befestigte Zahnstange t eingreifen kann. Die Zahnstange t ist um den Punkt u drehbar und kann durch Umlegen des Hebels v, was von unten her mit Hilfe der Zugketten y zu bewirken ist, aus der gezeichneten Eingriffsstellung in eine tiefere Lage gebracht werden, in welcher der Eingriff mit dem Zahnrad ζ aufgehoben ist. Wenn bei der Eingriffsstellung der Zahnstange t eine Mulde a in beliebiger Richtung vorgetrieben wird, so wird die betreffende Mulde selbsttätig herumgekippt, wie in der Zeichnung punktiert dargestellt, und entleert ihren Inhalt über die Rutsche r in den bereitstehenden Waggon w.
Der Betrieb der vorbeschriebenen Einrichtung geht in folgender Weise vor sich:
Aus dem feststehenden Sammelgefäß h wird heißes Pech durch den Ablauf i der Reihe nach in die einzelnen Mulden α abgelassen, während die ganze mit Mulden besetzte Transportkette b entweder langsam kontinuierlich oder absatzweise so vorgerückt wird, daß die Mulden an der schrägen Laufbahn e2 entlang von unten nach oben geführt werden.
Die Mulden werden vor dem Einfüllen des
heißen Pechs zweckmäßig mit Kalkmilch ausgestrichen, wie dies auch bei der Verwendung von feststehenden Gießformen üblich ist, damit sich später die erstarrten Pechkörper leichter loslösen.
In der Zeit, die vergeht, während eine Mulde sich von der Füllstelle bis zur Verladestelle bewegt, wird das heiße Pech allmählich durch den Einfluß der Außenluft so weit abgekühlt, daß es völlig erstarrt ist, wenn es an der Verladestelle ankommt, so daß es hier durch einfaches Auskippen der Mulden abgeworfen werden kann. Wenn ein beschleunigtes Abkühlen verlangt wird, so wird der aus den unteren Trägern ex und dem Bodenblech k gebildete Trog mit Kühlwasser gefüllt/ so daß die über die Bahn des Trägers ex entlang geführten Mulden teilweise in das Wasser eintauchen, und es werden die mit heißem Pech gefüllten Mulden erst über diesen Kühltrog entlang geführt, ehe sie zur Verladung gelangen. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Einrichtung kann dies in der Weise geschehen, daß die einzelnen gefüllten Mulden von der Stelle des Ablaufs i des Sammelgefäßes h aus zunächst über die Laufbahnen e2 und e3 entlang, dann an der Verladestelle oberhalb der Rutsche r ohne Vornahme des Auskippens vorbei und von da über die anschließende senkrechte Laufbahn zu dem unten liegenden Wassertrog hin geleitet werden, damit hier die Kühlung vorgenommen wird, worauf erst nunmehr die gefüllten Mulden über die Laufbahnen e2 und e& zur Entladestelle geführt und hier über die Rutsche r entleert werden. Selbstverständlich kommt bei dieser Benutzungsweise nur ein absatzweises Arbeiten in Betracht, indem auf einmal hintereinander höchstens die ganze Reihe der vorhandenen Mulden gefüllt werden kann und dann erst, nach Durchführung der Wasserkühlung, die Entleerung derselben vorgenommen werden muß. Es ist jedoch auch bei der Kühlung durch Luft ebensowohl wie bei der Kühlung mit Zuhilfenahme von Kühlwasser an sich gleichgiltig, ob das Vorrücken der einzelnen Mulden von der Stelle des Einfü.llens .,des heißen Pechs bis zur Verladestelle entweder absatzweise oder ganz kontinuierlich mit gleichmäßiger, gegebenenfalls verschieden einstellbarer Bewegungsgeschwindigkeit erfolgt; es· muß nur in jedem Falle selbstverständlich zwischen dem Zeitpunkte des Füllens aus dem Sammelbehälter h und demjenigen des Entleerens in die Waggons ein Zeitraum liegen, der das völlige Erstarren des Pechs gewährleistet. ....·...■
Anstatt das erstarrte Pech direkt in Waggons zu verladen, kann man dasselbe natürlich auch zunächst in einen zur vorläufigen Aufspeicherung dienenden Bunker abwerfen, aus dem das Pech nach Belieben in Waggons übernommen wird.
Die Vorteile bei der Benutzung der beschriebenen Einrichtung zum Kühlen und Verladen von Pech bestehen in der Vereinfachung der ganzen Arbeit und in dem Zeitgewinn beim Vorgang des Abkühlens des Pechs. Bei der ganzen Behandlung des Pechs bleibt Handarbeit so gut wie ausgeschaltet, da sich die' Bedienung der Einrichtung im wesentlichen auf die Vornahme der Füllung
ίο der einzelnen Mulden mit heißem Pech aus dem Sammelbehälter und auf die Beobachtung des Fortbewegens der Reihe gefüllter Mulden bis zur Verladestelle beschränkt, während der Betrieb der ganzen Einrichtung einschließlich des Verladens auf rein mechanischem Wege erfolgt. Besonders wichtig ist hierbei auch der Umstand, daß für die bedienenden Arbeiter die unmittelbare Berührung mit dem Pech, wie sie beispielsweise beim Zerhacken des in größere Behälter gegossenen Pechs vorkommt, völlig vermieden wird, da derartige Arbeit mit Gesundheitsschädigungen verknüpft ist und die Beschaffung von Arbeitskräften hierfür naturgemäß Schwierigkeiten macht.
Mit der Einrichtung gemäß der Erfindung erhält man das fertig abgekühlte Pech in Stücken, die unmittelbar zum Verladen und Transportieren geeignet sind und zu diesem Zwecke keiner Zerkleinerung oder sonstigen Vorbereitung bedürfen. Die Mulden zur Aufnahme des Pechs lassen sich durch einfaches Kippen entleeren und sind hiernach sofort zur erneuten Benutzung bereit. Im Vergleich mit der Verwendung von einzelnen Formen zum Gießen von Pechblöcken entfällt die umständliche Arbeit des Zusammenstellens und Auseinandernehmens solcher Formen. Der wichtigste Vorzug der Einrichtung besteht je- . doch in dem erheblichen Zeitgewinn beim Abkühlen und Erstarren des in die Mulden eingegossenen Pechs. Die verhältnismäßig geringe Stückgröße der einzelnen Pechkörper und ihre damit gegebene bedeutende Abkühlungsfläche bedingt schon bei bloßer Abkühlung an der Luft ein schnelles Erstarren des Pechs; dazu kommt noch die Möglichkeit, das Pech durch Eintauchen der Mulden in einen Wassertrog auf indirektem Wege mit Wasser sehr schnell abzukühlen, wobei die direkte Berührung des Pechs mit dem Kühlwasser, die erfahrungsgemäß immer ein minderwertiges Material liefert, ganz vermieden bleibt. Der bedeutende Zeitgewinn beim Abkühlen gegenüber den sonst gebräuchlichen Einrichtungen zum Abkühlen des heißen Pechs ermöglicht natürlich zugleich eine sehr günstige Ausnutzung der Einrichtung selbst und bewirkt damit eine Ersparnis an Anlage- und Betriebskosten, was einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil bedeutet.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Kühlen und Verladen von Pech, gekennzeichnet durch die Anwendung einer Anzahl zu einer endlosen Kette aneinandergereihter Mulden oder ähnlicher Gefäße, die der Reihe nach mit heißem Pech gefüllt und im Zusammenhang während der Dauer des Erkaltens des Pechs oder nach dem völligen Erkalten nach der Verladestelle bewegt werden, wo das erstarrte Pech durch selbsttätiges Kippen der Mulden aus diesen entleert wird.
2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahiens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Mulden in der Nähe ihres oberen Randes mit je einer Uberlaufkante versehen sind und an der Stelle des Einfüllens des Pechs in solcher Weise aufeinander folgen, daß das aus der vorangehenden, eben gefüllten Mulde über- ■ fließende Pech in die nächstfolgende zu füllende Mulde abläuft.
3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anbringung eines Wassertrogs, in welchen die mit Pech gefüllten Mulden, bevor sie zur Verladung gelangen, zwecks schnelleren Abkühlens ihres Inhalts soweit eingetaucht werden können, daß eine direkte Berührung des Pechs mit dem Kühlwasser vermieden wird.
4. Vorrichtung zum Kippen der Mulden bei der Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit jeder Mulde konzentrisch mit ihrer Drehachse ein Stirnrad (z) verbunden ist, welches bei der Fortbewegung der kettenförmig aneinandergereihten Mulden an der zum Verladen bestimmten Stelle in eine an der feststehenden Laufbahn angebrachte Zahnstange (t) eingreift, die selbst nach Belieben in oder außer Eingrin'sstellung gebracht werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4770287A (en) * 1985-04-13 1988-09-13 Waldemar Glowatzki Bucket conveyor

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4770287A (en) * 1985-04-13 1988-09-13 Waldemar Glowatzki Bucket conveyor

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