DE2733231C2 - - Google Patents
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C403/00—Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone
- C07C403/06—Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone having side-chains substituted by singly-bound oxygen atoms
- C07C403/12—Derivatives of cyclohexane or of a cyclohexene or of cyclohexadiene, having a side-chain containing an acyclic unsaturated part of at least four carbon atoms, this part being directly attached to the cyclohexane or cyclohexene or cyclohexadiene rings, e.g. vitamin A, beta-carotene, beta-ionone having side-chains substituted by singly-bound oxygen atoms by esterified hydroxy groups
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- C07F9/02—Phosphorus compounds
- C07F9/28—Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
- C07F9/54—Quaternary phosphonium compounds
- C07F9/5435—Cycloaliphatic phosphonium compounds
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur
Herstellung von Vitamin-A-
acetat.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird β-Jonylidenäthyl
triphenylphosphonium-sulfat, -hydrogensulfat, -phosphat oder
-chlorid
in wäßriger
Lösung in einem Temperaturbereich zwischen etwa 0°C bis 50°C in Gegenwart
von Alkalicarbonat oder Ammoniak mit γ-Acetoxytiglinaldehyd umgesetzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren, dessen wesentliches
Merkmal in der Durchführung der Reaktion in wäßriger Lösung
besteht, weist gegenüber den bekannten Verfahren verschiedene
Vorteile auf: die Verwendung von Wasser, welches das wohl
billigste Lösungsmittel darstellt, ermöglicht eine verein
fachte Reaktionsführung.
Das aus dem Lösungsmittel ausfallende Produkt, das
Vitamin-A-acetat, ist weitgehend gegen Nebenreaktionen ge
schützt.
Bei Durchführung der erfindungsgemäßen Reaktion erhält
man praktisch nur zwei Isomere, nämlich all-trans und ll-cis,
wobei der all-trans Gehalt sehr hoch liegt (67-75%).
Die Verwendung von Wasser beim erfindungsgemäßen Ver
fahren bietet die Möglichkeit, die Reaktion bei wärmewirt
schaftlich günstigen Temperaturen, beispielsweise bei Raum
temperatur, durchzuführen.
Das im anfallenden Produkt enthaltende all-trans
Vitamin-A-acetat kann ohne vorherige Isomerisierung direkt
aus dem Rohacetat isoliert werden.
Bei den beim erfindungsgemäßen Verfahren als
Ausgangsmaterial verwendeten Salzen, welche durch Reaktion
von Vinyl-β-jonol und Triphenylphosphin mit Schwefelsäure,
einem Hydrogensulfat, Phosphorsäure oder Salzsäure erhältlich
sind, handelt es sich um die entsprechenden β-Jonylidenäthyl
triphenylphosphoniumsalze, wie beispielsweise das β-Jonyliden
äthyltriphenylphosphoniumchlorid, das β-Jonylidenäthyltri
phenylphosphoniumhydrogensulfat.
Für die Umsetzung eines solchen Triarylphosphonium
salzes mit γ-Acetoxytiglinaldehyd ist bekanntlich die Gegen
wart von Basen erforderlich. Beim erfindungsgemäßen Ver
fahren werden anorganische Basen, nämlich
Alkalicarbonate, z. B. Kaliumcarbonat, oder Ammoniak
verwendet.
Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, die
Umsetzung in Gegenwart einer Base mit einem pH-Wert von
weniger als etwa 13, vorzugsweise von weniger als etwa 11,
durchzuführen.
Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, die Um
setzung unter einem Inertgas, beispielsweise Argon, und
unter Lichtausschluß durchzuführen.
Weiter ist es zweckmäßig, dem Reaktionsgemisch ein
Antioxydans, beispielsweise butyliertes Hydroxytoluol oder
butyliertes Hydroxyanisol, zuzusetzen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl diskontinu
ierlich, als auch kontinuierlich durchgeführt werden.
Die Umsetzung erfolgt in einem Temperaturbereich
zwischen etwa 0° und 50°C.
Wenn als Ausgangsmaterial β-Jonylidenäthyl
triphenylphosphonium-sulfat, -hydrogensulfat oder -phosphat
ver
wendet wird, so hat es sich als besonders zweckmäßig er
wiesen, die Umsetzung bei etwa Raumtemperatur durchzuführen.
Wenn man hingegen als Ausgangsmaterial β-Jonylidenäthyl
triphenylphosphoniumchlorid
verwendet, so ist es zweckmäßig die
Umsetzung mit dem γ -Acetoxytiglinaldehyd bei etwa 35° bis
etwa 45°C durchzuführen.
Die Reaktionszeit richtet sich je nach der angewandten
Temperatur, wobei bei tiefen Temperaturen (um
0°c) im Falle des Sulfates eine Reaktionszeit zwischen etwa
4 und 20 Stunden und im Falle des Chlorides eine Reaktions
zeit von 1 bis 2 Stunden üblich ist.
Obwohl die Konzentration des Salzes in der wäßrigen
Lösung innerhalb weiter Grenzen schwanken kann, hat sich
eine Konzentration von etwa einem Teil Salz auf zwei Teile
Wasser als besonders günstig erwiesen.
In der DE-AS 12 79 677 wird ein Verfahren zur Durchführung
von Synthesen mit Phosphoryliden offenbart. Es werden die
für Wittig-Reaktionen üblichen organischen Lösungsmittel
empfohlen. Die DE-AS 10 60 386 beschreibt ein Verfahren zur
Herstellung von (β-Ionylidenethyl)-triarylphophoniumhaloge
niden, wobei in organischen Lösungsmitteln gearbeitet
wird.
Die DE-AS 10 68 705 beschreibt ein Verfahren zur Herstel
lung von Verbindungen der β-Ionylidenethyliden-Reihe, wobei
als geeignete Lösungsmittel für die Wittig-Reaktion aus
schließlich organische Lösungsmittel genannt werden.
Es werden 16,9 g β-Jonylidenäthyltriphenylphosphonium
hydrogensulfat bei 0°C 40 ml Wasser zugesetzt. Die hierbei
entstehende milchige Lösung wird mit einer Lösung von 7,46 g
Kaliumcarbonat in 20 ml Wasser neutralisiert. Nach Zugabe von
etwa 6 ml der Kaliumcarbonatlösung wird ein pH von 5 erreicht.
Nun wird die klare Lösung mit 4,5 g γ-Acetoxytiglinaldehyd
versetzt und die restliche Kaliumcarbonatlösung innerhalb
von 20 Minuten zugetropft. Es fallen hierbei Vitamin-A-acetat,
sowie Triphenylphosphinoxyd aus.
Die Lösung wird nun 14 Stunden bei 0° gerührt. Am Ende
der Reaktion beträgt der pH-Wert ungefähr 11,0. Die Reaktions
lösung wird mit ca. 10 ml 2 N-Schwefelsäure auf pH 8 gebracht,
anschließend mit 100 ml Methanol in einen Scheidetrichter
transferiert und dreimal mit je 100 ml n-Hexan ausgeschüttelt.
Die vereinigten Hexanphasen werden mit 50 ml eines Gemisches
von Methanol und Wasser (80 : 20) gewaschen.
Nach dem Trocknen und Eindampfen am Wasserstrahlvakuum
(etwa 1 Stunde) bleiben 10,0 g Vitamin-A-acetat zurück, wovon
76,8% aus all-trans Vitamin-A-acetat und 22,8% aus ll-cis
Vitamin-A-acetat bestehen. Die restlichen 0,4% bestehen je
zur Hälfte aus 11,13-di-cis-Vitamin-A-acetat und 9-cis-Vitamin-
A-acetat. Die chemische Ausbeute beträgt somit 100%.
Es werden 16,9 g β-Jonylidenäthyltriphenylphosphonium
hydrogensulfat und 4,5 g γ-Acetoxytiglinaldehyd bei Raum
temperatur 30 ml Wasser zugesetzt. Zu der erhaltenen Lösung
werden 7,45 g Kaliumcarbonat in 10 ml Wasser zugetropft. Nach
der Zugabe von 3 ml der Kaliumcarbonatlösung (innerhalb von
10 Minuten) ist die Reaktionslösung neutral. Die restliche
Kaliumcarbonatlösung wird nun innerhalb von 15 Minuten zuge
tropft, wobei sich ein pH-Wert von 11,4 einstellt. Das
Vitamin-A-acetat und Triphenylphosphinoxyd fallen aus. Nach
3 Stunden Rühren bei Raumtemperatur (pH = 10,7) wird die
Reaktionslösung mit etwa 8 ml einer 2 N-Schwefelsäure (pH = 8)
neutralisiert.
Die weitere Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt
wie in Beispiel 1 beschrieben, wobei man eine Ausbeute von
98,1% Vitamin-A-acetat erhält.
Es werden 30 g β-Jonylidenäthyltriphenylphosphonium
chlorid in 60 ml Wasser bei 45°C gelöst, anschließend werden
9 g γ-Acetoxytiglinaldehyd zugegeben und unter Rühren werden
innerhalb von 15 Minuten 10 g Kaliumcarbonat in 20 ml Wasser
zugetropft, nach einstündigem Rühren wird das Reaktionsgemisch
mit Methanol versetzt und mit n-Hexan extrahiert. Nach dem
Abdampfen des n-Hexans bleiben 19,6 g Vitamin-A-acetat zurück,
welches im wesentlichen aus dem all-trans Isomeren und dem ll-
cis Isomeren besteht; chemische Ausbeute: 99,8%.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Vitamin-A-Acetat durch
Umsetzung von β-Jonylidenäthyltriphenylphosphonium-sulfat,
-hydrogensulfat, -phosphat oder -chlorid
mit q-Acetoxytiglinaldehyd in Gegenwart
einer Base, dadurch gekennzeichnet, daß man die Um
setzung in wässriger Lösung in einem Temperaturbereich
zwischen 0°C und 50°C durchführt und als Base Alkali
carbonat oder Ammoniak einsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Base Kaliumcarbonat einsetzt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Umsetzung des β-Jonylidenäthyl
triphenylphosphonium-sulfats, -hydrogensulfats oder -phosphats
bei Raumtemperatur durchführt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß man die Umsetzung des β-Jonylidenäthyl
triphenylphosphoniumchlorids
bei etwa 35°-45°C durch
führt.
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