DE2757902A1 - Vorrichtung zum fortlaufenden verlegen eines garnes oder dergleichen in raeumlich verdichteter form - Google Patents
Vorrichtung zum fortlaufenden verlegen eines garnes oder dergleichen in raeumlich verdichteter formInfo
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Description
A 42 68o m * Anmelder: Lücke Apparate-Bau GmbH
m - 17o _p Flachsstraße 18
21. Dezember 1977 7947 Mengen
Beschreibung
Vorrichtung zum fortlaufenden Verlegen eines Garnes oder dergleichen in räumlich verdichteter
Form
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fortlaufenden Verlegen
eines Garnes oder dergleichen in räumlich verdichteter Form.
Es ist bekannt; Garne oder dergleichen in Form von mehr oder weniger lockeren Strängen durch Bedämpfung einem Schrumpfvorgang
zu unterwerfen. Dabei kann der Dampf das zu einem Strang aufgewickelte, fadenförmige Gut häufig nicht gleichmäßig erreichen,
und zwar insbesondere dort, v/o der Strang an einem Balken oder dergleichen aufgehängt ist. Hierdurch ergibt sich
eine ungleichmäßige Schrumpfung. Insoweit erweist sich die Strangform als Mittel, um das Garn während der Bedämpfung
oder zu anderen Zwecken in eine räumlich verdichtete Form zu bringen, als ungeeignet.
Es ist Aufgabe der Erfindung, hier Abhilfe zu schaffen und ein Garn oder ein anderes fadenförmiges Gut in einen räumlich verdichteten
Zustand zu bringen, um es in diesem Zustand einer weiteren Verarbeitung, insbesondere einer gleichmäßigen Bedämpfung
oder Erwärmung zuführen zu können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch folgende Vorrichtungs-
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merkmale gelöst:
Durch ein im wesentlichen vertikal angeordnetes, an seiner
Oberseite mit einer Zulauf- und an seiner Unterseite mit einer schräg angeschnittenen Abzugsöffnung versehenes Rohr, in welches
das Garn von oben her einführbar ist, und durch ein unter dem Rohr angeordnetes, vom Rohr weglaufendes Transportband,
auf welches sich das schraubenförmig im Rohr ansammelnde Garn aus der schräg abgeschnittenen Abzugsöffnung heraus in nebeneinander
liegenden Windungen ablegt.
Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung dient im Zusammenhang mit beiliegender Zeichnung der v/eiteren Erläuterung. Es zeigen schematisch:
Fig. 1 und 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung
in Seiten- bzw. Vorderansicht (in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1) bei einer
bestimmten Fadenzulauf- und Abzugsgeschwindigkeit;
Fig. 3 und 4 die Vorrichtung aus Fig. 1 und 2 bei
einer anderen Fadenzulauf- und Abzugsgeschwindigkeit und
Fig. 5 eine vergrößerte Detailansicht der Vorrichtung mit Vorwärmzone und Bedampfungsanlage.
Die auf der Zeichnung dargestellte Vorrichtung zum fortlaufenden Verlegen eines Garnes oder anderen fadenförmigen Gutes in räum-
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lieh verdichteter Form umfasst ein im wesentlichen senkrecht
stehendes Rohr 1, welches an seiner Oberseite eine senkrecht zur Rohrachse angeschnittene Zulauföffnung 2 für ein Garn
oder dergleichen auf v/eist. Das Garn 3 wird von einem herkömmlichen, zum Beispiel zwei gegeläufig angetriebene Walzen 4,5
umfassenden Lieferwerk, vorzugsweise zentral in das Rohr 1 eingeleitet. An seiner Unterseite ist das Rohr 1 mit einer
schräg angeschnittenen Abzugsöffnung 7 versehen. Die Schnittebene der Abzugsöffnung 7 bildet mit der Achse des Rohres
vorzugsweise einen Winkel von 45°, so daß bei einem Rohr 1 von kreiszylindrischer Gestalt die Abzugsöffnung 7 ebenfalls
eine Kreisform hat. Der Durchmesser des Rohres 1 verhält sich zu dessen Länge vorzugsweise wie etwa 1 : 1o. So kann beispielsweise
das Rohr 1 etwa 7oo mm lang sein, während der Durchmesser etwa 6o mm beträgt.
Unter dem Rohr 1 ist ein endloses, über zwei Rollen 8, 9 geführtes
Transportband 11 angeordnet, dessen oberes, der Abzugsöffnung 7 zugekehrtes Trumm 12 in Richtung des Pfeiles B
vom Rohr 1 wegläuft. Die Transportebene des Förderbandes kann horizontal aber auch schräg nach oben oder unten gerichtet
verlaufen. Das Transportband 11 ist vorzugsweise durchbrochen ausgebildet, um aufgebrachtes Garn auch von unten her zum
Beispiel für eine Bedämpfung zugänglich zu machen.
Die beschriebene Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Das vom Lieferwerk 6 zugeführte Garn 3 sammelt sich im unteren
Ende des Rohres 1 auf dem zunächst noch stillstehenden Transportband 11 an. Dabei gelangt das zulaufende Garn 3 in Anlage
mit der Rohrinnenwand und beginnt sich in schraubenförmigen
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Windungen nach oben hin anzusammeln. Wird nun das Transportband
11 in Richtung des Pfeiles B in Bewegung versetzt, so laufen aus der schräg angeschnittenen Abzugsöffnung 7 des Rohres 1
auf dem oberen Trumm 12 des Transportbandes hochkant
stehende Schleifen oder Windungen 13 in dichter N/ebeneinander-Ordnung^
Auf diese Weise wird das linear in die Zulauföffnung 2 eingeführte Garn 3 in einen räumlich verdichteten Zustand
gebracht. Die räumliche Dichte der Schleifen oder Windungen 13 auf dem Transportband 11 hängt von dem Verhältnis der Zulaufgeschwindigkeit
des Garnes 3 und der Vorlaufgeschwindigkeit des oberen Trumms 12 des Transportbandes 11 ab. Wird die Vorlaufgeschwindigkeit
des Transportbandes verrringert oder die Zulaufgeschwindigkeit des Garnes 3 erhöht, so entsteht eine
dichtere Packung der Garnschleifen 13 auf dem Transportband. Wird umgekehrt die Vorlaufgaschwindigkeit des Transportbandes
erhöht oder die Zulaufgeschwindigkeit des Garnes 3 an der Zulauföffnung 2 verringert, so wird die Packung des Garnes auf
dem Transportband 11 lockerer, wie dies aus Figur 3 hervorgeht, in der die Schleifen 13 locker und nach rechts hin umgekippt
dargestellt sind.
Da die Windungen oder Schleifen 13 auf dem Transportband mit großer Regelmäßigkeit abgelegt werden, ist ein einfaches Aufnehmen
und Wiederaufwickeln des Garnes in Richtung des Pfeiles C möglich, ohne daß es dabei zu Verknäuelungen, Verknotungen
oder dergleichen kommt. Dies gilt insbesondere dann, nachdem das in der beschriebenen und dargestellten Weise räumlich verdichtete
Garn von dem Transportband 11 durch eine Bedampfungsanlage
oder andere Verarbeitungsstation hindurchgeleitet worden ist.
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Durch Einstellung der Garnzulaufgeschwindigkeit und/oder der Vorlaufgeschwindigkeit des Transportbandes kann die Verdichtung
des Garnes zum Beispiel in Abhängigkeit von der Garnstärke, Garnqualität oder im Hinblick auf eine nachfolgende
Verarbeitung stufenlos eingestellt werden. Die Auflage des Garnes auf das Transportband erfolgt spannungslos und materialschonend.
Eine Erhöhung der Garnverdichtung kann durch Luft oder flüssige Medien erfolgen.
In Fig. 5 ist dargestellt, wie das zu hoch gestellten Schleifen 13 räumlich verdichtete Garn von dem durchbrochen ausgebildeten
Transportband 11 durch eine durch den strichpunktierten
Bereich 14 angedeutete Bedämpfungskammer geführt wird.
In der Bedämpfungskammer wird das Garn in an sich bekannter Weise bei erhöhter Temperatur geschrumpft. Es wurde gefunden,
daß bei einer direkten Einleitung des Garnes in die Bedämpfungskammer 14 sich bei steigender Temperatur am Garn Kondensat
bildet. Dadurch können sich unterschiedliche Schrumpfwerte
und unterschiedliche Feuchtigkeitsgrade am gedämpften Material beim Verlassen der Bedämpfungskammer 14 ergeben, was wiederum
die Gewichtskontrolle beeinträchtigen kann. Um diesem Mangel abzuhelfen ist erfindungsgemäß der Bedämpfungskammer 14 eine
Vorwärmzone 15 vorgeschaltet, in welcher das verdichtete Garnmaterial vorgewärmt wird. Die Erwärmung kann beispielsweise
durch elektrische Beheizung der kammerartig ausgebildeten Vorwärmzone
15, mittels Heißluft oder dergleichen ausgeführt werden. Wie in Fig. 5 dargestellt, tritt das verdichtete Garn unmittelbar
aus dem Rohr 1 in die Vorwärmzone 15 ein und gelangt von da in die Bedämpfungskammer. Der Vorteil der in Fig. 5
dargestellten Anordnung besteht dabei darin, daß das Garnma-
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terial vor Einführung in die Bedampfungskammer erwärmt ist.
Dadurch wird die Temperatur des Garnes angehoben und eine Kondensatbildung vermieden. Die Vorschaltung einer Vorwärmzone
vor eine Bedämpfungs- oder Schrumpfanlage ist erfindungsgemäß
auch dann vorteilhaft, wenn das Garn in anderer als in der dargestellten Weise durch die Bedämpfungskammer
hindurchgeführt wird, also beispielsweise in Strang- oder linearer Form. Insoweit ist die Vorwärmzone 15 von der
speziellen Verdichtungs- und Auflegevorrichtung wie sie im Voranstehenden beschrieben wurde, unabhängig.
Das Rohr 1 kann aus durchsichtigem Kunststoff bestehen, so daß man das obere Niveau des sich im Rohr schraubenförmig aufbauenden
Garnes beobachten und gegebenenfalls fotoelektrisch durch Verändern der Zulaufsgeschwindigkeit des Garnes und/oder
der Geschwindigkeit des Transportbandes auf bestimmter Höhe halten kann.
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Claims (1)
- OR.-INS. DIPL-INS. M. SC. JIF-L.-FriYS. DB. DIPL-PHiS.HÖGER - STELLRECHT - GRIESSBACH - HAECKERPATENTANWÄLTE IN STUTTGARTA 42 68o m Anmelder: Lücke Apparate-Bau GmbHm - 17o Flachsstraße 1821. Dezember 1977 7947 MengenPatentansprüche :1. Vorrichtung zum fortlaufenden Verlegen eines Garnes oder dergleichen in räumlich verdichteter Form, gekennzeichnet durch ein im wesentlichen vertikal angeordnetes, an seiner Oberseite mit einer Zulauföffnung (2)und an seiner Unterseite mit einer schräg angeschnittenen Abzugsöffnung (7) versehenes Rohr (1), in welches das Garn (3) von oben her einführbar ist, und durch ein unter dem Rohr (1) angeordnetes, vom Rohr weglaufendes Transportband (11, 12), auf welches sich das schraubenförmig im Rohr (1) ansammelnde Garn (1) aus der schräg angeschnittenen Abzugsöffnung (7) heraus in nebeneinander liegenden Schleifen (13) ablegt.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) kreiszylindrisch ist und Rohrdurchmesser und Rohrlänge etwa im Verhältnis 1 : 1o stehen.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der schräg angeschnittenen, kreisförmigen Abzugsöffnung (7) gleich dem inneren Rohrdurchmesser ist.4. Vorrichtung nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß über der Zulauföffnung (2) des Rohres (1) ein Lieferwerk (6) für das zulaufende Garn (3) angeordnet ist.9Θ9826/0396ORIGINAL INSPeCTEDΆ 42 68ο m5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zulaufgeschwindigkeit des Garnes (3) und / oder die Vorlaufgeschwindigkeit des Transportbandes (11, 12) einstellbar ist.6. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem verdichteten Garn beladene Transportband (11, 12) der Beschickung einer Bedämpfungs- oder Schrumpfanlage (14) dient.7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Weg des verdichteten Garnes durch eine Vorwärmzone (15) führt, die vor einer Bedampfungsanlage (14) angeordnet ist.9 0-9 828/0398
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