DE276016C - - Google Patents
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- DE276016C DE276016C DENDAT276016D DE276016DA DE276016C DE 276016 C DE276016 C DE 276016C DE NDAT276016 D DENDAT276016 D DE NDAT276016D DE 276016D A DE276016D A DE 276016DA DE 276016 C DE276016 C DE 276016C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F5/00—Screening processes; Screens therefor
- G03F5/02—Screening processes; Screens therefor by projection methods
- G03F5/12—Screening processes; Screens therefor by projection methods using other screens, e.g. granulated screen
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)
- Printing Methods (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— M 276016 KLASSE 57d. GRUPPE
LUDWIG BÖHM in MÜNCHEN.
Raster für photographische Reproduktionsverfahren.
Bei den photographischen Reproduktionsverfahren zur Herstellung von Bildern, Wertpapieren
u. dgl., beispielsweise durch Autotypie, benutzt man vorwiegend sogenannte Linienkreuzraster,
wie ein solcher aus Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zu ersehen ist. Dieser
Raster besteht aus einem Netz, von rechtwinklig sich kreuzenden, parallelen schwarzen
Linien von gleichem Abstande, die für den
ίο Lichtdurchtritt lauter gleiche Quadrate frei
lassen. Er besitzt also in allen Teilen eine vollkommen regelmäßige Anordnung der Punkte.
Um bei der Farbenautotypie ein einigermaßen harmonisches ruhiges Bild zu erzielen, sind drei
oder vier Teilplatten erforderlich, die genau in bestimmten Winkeln zueinander stehen müssen,
da bei der kleinsten Abweichung hiervon im Druck ein Streifenmuster oder Fleckenmuster
im reproduzierten Bilde entsteht, das dessen Brauchbarkeit in Frage stellt. Aber trotz der
genauesten Einhaltung dieser Vorschrift zeigt sich bei allen autotypischen Drei- oder Vierfarbendrucken
ein störendes Punkt- oder Ringelmuster, das von Fachleuten beanstandet wird.
Um diese Übelstände zu vermeiden bzw. herabzumildern, wurde in der britischen Patentschrift
1706g vom Jahre 1907 ein Raster
vorgeschlagen, der aus lauter in gleichen Abständen voneinander parallel verlaufenden
wellenförmigen Linien gebildet wird, die von einer zweiten Reihe solcher Linien geschnitten
werden, so daß als Rasteröffnungen lauter Rhomben entstehen. Auch dieser Raster schließt infolge der bei ihm immer noch sehr
hervortretenden Regelmäßigkeit des Netzes die lästigen Streifen oder Flächenmuster (Moirefehler) nicht aus und eignet sich überhaupt
nicht oder nur wenig für den Farbendruck.
Das Bestreben der betreffenden Fachtechniker geht nun allgemein dahin, eine möglichst weitgehende
Unregelmäßigkeit in der Punktierung zu erzielen.
So ist in der österreichischen Patentschrift 10617 ein Raster beschrieben, dessen geradlinig
verlaufende Linien Unterbrechungen zeigen. Durch Aufeinanderlegen zweier solcher
Raster in verschiedenen Winkeln überkreuzen sich die unterbrochenen Linien, und es entsteht
ein unregelmäßiges Punktsystem von aus je vier, sechs, neun regelmäßig angeordneten
Einzelpunkten gebildeten Punktgruppen. Es sind also die Punkte einer jeden Gruppe regelmäßig
angeordnet, und auch die Anordnung der einzelnen Punktgruppen erfolgt in wiederkehrender
verhältnismäßiger Regelmäßigkeit, wie dies ein Blick auf die Fig. 4 bis 6 dieser
Patentschrift ohne weiteres zeigt. Es können also auch hier die erwähnten Fehler noch nicht
vollkommen ausgeschlossen sein.
Um die weitgehendste Unregelmäßigkeit in der Punktierung zu erzielen, hat man die Anwendung
der sogenannten Kornraster versucht. Die beim Kornraster vorhandenen feinen Punkte
halten aber bei Mitteltönen und Lichtern die zur Farbkorrektur nötigen Ätzungen nicht aus
und eignen sich auch nicht zum Druck großer Auflagen. Ein derartiger neuer Kornraster ist in
der deutschen Patentschrift 205801 beschrieben. Es wird auf graphischem Wege eine Fläche
gleichmäßig mit Punkten gleicher Größe bedeckt derart, daß zwischen diesen Punkten
noch Raum für Punkte geringerer Größe ver-
bleibt. Dieser Raum wird mit Punkten zweiter Ordnung ausgefüllt, und die noch verbleibenden
kleineren Zwischenräume werden mit noch kleineren Punkten verschiedener Größe aus- !
gefüllt. Es entsteht so ein Raster, bei dem Punkte verschiedener, aber immer wiederkehrender
Größe, also Punkte sich wiederholender Größenordnung unregelmäßig abwechselnd auf der Rasterfläche verteilt sind.
ίο Es ist nun eine bekannte Tatsache, daß nur
Raster mit gleich großen Punkten und gleich starken Begrenzungslinien ein vollkommen
zweckentsprechendes Negativ liefern. Da der Raster nach der deutschen Patentschrift 205801
aus vielen kleinen, mittleren und großen Punkten besteht, wird bei der photographischen Aufnahme
eine Überstrahlung der kleineren Punkte und so in den helleren Tönen ein sogenanntes
»Zuschlagen« eintreten. Es wird also ein solcher Raster nicht mehr erlauben, auf dem Negativ
die nötigen Manipulationen, wie Verstärken, Abschwächen, Ätzen usw., zweckentsprechend
vorzunehmen. Nur Raster mit gleich großen Punkten und gleich starken Linien ergeben ein
richtiges Negativ, geben also die Tonabstufungen des Originals in der richtigen Weise wieder.
Auch bei dem erwähnten Raster nach der österreichischen Patentschrift 10617 sind infolge
der Überkreuzung der unterbrochenen Linien lichtdurchlässige kleinere Punkte oder gewellte
Linien vorhanden, wie das ein Blick auf die Fig. 4 bis 6 ohne weiteres zeigt. Es wird also
auch hier mehr oder weniger derselbe Fehler im Negativ eintreten wie bei dem Raster nach
der deutschen Patentschrift 205801.
Schließlich ist im Jahrbuch von Klinisch, Band 3, 1902, S. 165 (Fig. 5) noch ein Raster
dargestellt, dessen lichtdurchlässige Punkte aus lauter unregelmäßigen Vielecken bestehen, und
bei dem die einzelnen Punkte in annähernd gleichen Abständen voneinander stehen. Allein
die durchsichtigen Formen besitzen verschiedene Größen, haben also verschiedenen Flächeninhalt.
Bei diesem Raster erhält man keinen guten Schluß der Lichter.
Aus den angeführten Gründen sind die erwähnten Raster für die Lithographie nicht in
ausreichender Weise geeignet.
Man hat daher hier die verschiedensten Verfahren vorgeschlagen, die sich aber alle teils
nicht eignen, teils umständlich oder kostspielig sind.
Am besten eignet sich für die Lithographie bis jetzt immer noch die manuelle offene Technik
des Lithographen, nämlich die sogenannte Punktiermanier mit runden Punkten, die gut
umdruckbar sind und zu flottem Fortdruck sich besonders bewährten. Diese Tatsache führte
zu dem Gedanken, einen eigenartigen Raster zu schaffen, der unter Zuhilfenahme des photomechanischen
Verfahrens die bei der Handarbeit in der Lithographie ei forderliche lange
Farbenskala herabzumindern und eine allen Anforderungen entsprechende, naturgetreue
Wiedergabe des Bildes zu erzielen gestattet.
So besitzt der neue Raster die Vorzüge des Linienkreuzrasters in bezug auf die Anforderungen
auf das Negativ; es findet bei ihm beim Photographieren kein »Zuschlagen« von Punkten
statt, und es wird ein vollkommener Schluß der Lichter erzielt.
Infolge dieser Vorzüge ist der vorliegende Raster für lithographische Zwecke besonders
geeignet. Auch hat er mit dem Linienkreuzraster noch den Vorzug gemein, daß er die
gleiche einfache Behandlung (Photographieren, Ätzen, Kopieren usw.) gestattet.
Das Wesentliche des neuen Rasters besteht darin, daß die Raster Öffnungen aus verschieden
unregelmäßigen Vielecken von gleichem oder annähernd gleichem Flächeninhalt gebildet sind,
die vollkommen unregelmäßig auf der Rasterplatte verteilt sind. Die Verteilung erfolgt jedoch
derart, daß die Umgrenzungslinien dieser unregelmäßigen Rasterflächen gleiche Stärke besitzen.
Der neue Raster stimmt mit dem gewöhnlichen Kreuzraster darin überein, daß die Begrenzung
der Punkte gleichmäßig ist, nur daß bei dem hier angegebenen Raster diese Punkte
unregelmäßig sind und die Linien nicht gerade, sondern bewegt.
Die Fig. 2 zeigt einen solchen Raster, und es sind die angegebenen Merkmale desselben auf
der Figur ohne weiteres zu ersehen.
Bei diesem Raster können natürlich auch die Punkte schwarz und die Linien weiß sein.
Der erfundene Raster läßt sich für alle Reproduktionsverfahren, bei denen die Anwendungsmöglichkeit
eines Rasters gegeben ist, verwenden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Raster für photographische Reproduktionsverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteröffnungen aus unregelmäßigen, unregelmäßig auf der Rasterplatte verteilten Vielecken von gleichem Flächeninhalt gebildet sind, die von überall gleich starken Linien begrenzt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US756222A US1464139A (en) | 1913-03-22 | 1913-03-22 | Photographic screen |
| GB91324482T | 1913-10-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE276016C true DE276016C (de) |
Family
ID=32827101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT276016D Active DE276016C (de) | 1913-03-22 |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE276016C (de) |
| FR (1) | FR466909A (de) |
| GB (1) | GB191324482A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748273C (de) * | 1941-11-22 | 1944-10-31 | Herbst & Illig | Glasraster fuer die autotypische Bildzerlegung fuer den moirefreien Mehrfarben-Zeugdruck |
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0
- DE DENDAT276016D patent/DE276016C/de active Active
-
1913
- 1913-10-28 FR FR466909A patent/FR466909A/fr not_active Expired
- 1913-10-28 GB GB191324482D patent/GB191324482A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748273C (de) * | 1941-11-22 | 1944-10-31 | Herbst & Illig | Glasraster fuer die autotypische Bildzerlegung fuer den moirefreien Mehrfarben-Zeugdruck |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR466909A (fr) | 1914-05-28 |
| GB191324482A (en) | 1914-03-05 |
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