DE276016C - - Google Patents

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DE276016C
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F5/00Screening processes; Screens therefor
    • G03F5/02Screening processes; Screens therefor by projection methods
    • G03F5/12Screening processes; Screens therefor by projection methods using other screens, e.g. granulated screen

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Manufacture Or Reproduction Of Printing Formes (AREA)
  • Printing Methods (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 276016 KLASSE 57d. GRUPPE
LUDWIG BÖHM in MÜNCHEN.
Raster für photographische Reproduktionsverfahren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. März 1912 ab.
Bei den photographischen Reproduktionsverfahren zur Herstellung von Bildern, Wertpapieren u. dgl., beispielsweise durch Autotypie, benutzt man vorwiegend sogenannte Linienkreuzraster, wie ein solcher aus Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zu ersehen ist. Dieser Raster besteht aus einem Netz, von rechtwinklig sich kreuzenden, parallelen schwarzen Linien von gleichem Abstande, die für den
ίο Lichtdurchtritt lauter gleiche Quadrate frei lassen. Er besitzt also in allen Teilen eine vollkommen regelmäßige Anordnung der Punkte. Um bei der Farbenautotypie ein einigermaßen harmonisches ruhiges Bild zu erzielen, sind drei oder vier Teilplatten erforderlich, die genau in bestimmten Winkeln zueinander stehen müssen, da bei der kleinsten Abweichung hiervon im Druck ein Streifenmuster oder Fleckenmuster im reproduzierten Bilde entsteht, das dessen Brauchbarkeit in Frage stellt. Aber trotz der genauesten Einhaltung dieser Vorschrift zeigt sich bei allen autotypischen Drei- oder Vierfarbendrucken ein störendes Punkt- oder Ringelmuster, das von Fachleuten beanstandet wird.
Um diese Übelstände zu vermeiden bzw. herabzumildern, wurde in der britischen Patentschrift 1706g vom Jahre 1907 ein Raster vorgeschlagen, der aus lauter in gleichen Abständen voneinander parallel verlaufenden wellenförmigen Linien gebildet wird, die von einer zweiten Reihe solcher Linien geschnitten werden, so daß als Rasteröffnungen lauter Rhomben entstehen. Auch dieser Raster schließt infolge der bei ihm immer noch sehr hervortretenden Regelmäßigkeit des Netzes die lästigen Streifen oder Flächenmuster (Moirefehler) nicht aus und eignet sich überhaupt nicht oder nur wenig für den Farbendruck.
Das Bestreben der betreffenden Fachtechniker geht nun allgemein dahin, eine möglichst weitgehende Unregelmäßigkeit in der Punktierung zu erzielen.
So ist in der österreichischen Patentschrift 10617 ein Raster beschrieben, dessen geradlinig verlaufende Linien Unterbrechungen zeigen. Durch Aufeinanderlegen zweier solcher Raster in verschiedenen Winkeln überkreuzen sich die unterbrochenen Linien, und es entsteht ein unregelmäßiges Punktsystem von aus je vier, sechs, neun regelmäßig angeordneten Einzelpunkten gebildeten Punktgruppen. Es sind also die Punkte einer jeden Gruppe regelmäßig angeordnet, und auch die Anordnung der einzelnen Punktgruppen erfolgt in wiederkehrender verhältnismäßiger Regelmäßigkeit, wie dies ein Blick auf die Fig. 4 bis 6 dieser Patentschrift ohne weiteres zeigt. Es können also auch hier die erwähnten Fehler noch nicht vollkommen ausgeschlossen sein.
Um die weitgehendste Unregelmäßigkeit in der Punktierung zu erzielen, hat man die Anwendung der sogenannten Kornraster versucht. Die beim Kornraster vorhandenen feinen Punkte halten aber bei Mitteltönen und Lichtern die zur Farbkorrektur nötigen Ätzungen nicht aus und eignen sich auch nicht zum Druck großer Auflagen. Ein derartiger neuer Kornraster ist in der deutschen Patentschrift 205801 beschrieben. Es wird auf graphischem Wege eine Fläche gleichmäßig mit Punkten gleicher Größe bedeckt derart, daß zwischen diesen Punkten noch Raum für Punkte geringerer Größe ver-
bleibt. Dieser Raum wird mit Punkten zweiter Ordnung ausgefüllt, und die noch verbleibenden kleineren Zwischenräume werden mit noch kleineren Punkten verschiedener Größe aus- ! gefüllt. Es entsteht so ein Raster, bei dem Punkte verschiedener, aber immer wiederkehrender Größe, also Punkte sich wiederholender Größenordnung unregelmäßig abwechselnd auf der Rasterfläche verteilt sind.
ίο Es ist nun eine bekannte Tatsache, daß nur Raster mit gleich großen Punkten und gleich starken Begrenzungslinien ein vollkommen zweckentsprechendes Negativ liefern. Da der Raster nach der deutschen Patentschrift 205801 aus vielen kleinen, mittleren und großen Punkten besteht, wird bei der photographischen Aufnahme eine Überstrahlung der kleineren Punkte und so in den helleren Tönen ein sogenanntes »Zuschlagen« eintreten. Es wird also ein solcher Raster nicht mehr erlauben, auf dem Negativ die nötigen Manipulationen, wie Verstärken, Abschwächen, Ätzen usw., zweckentsprechend vorzunehmen. Nur Raster mit gleich großen Punkten und gleich starken Linien ergeben ein richtiges Negativ, geben also die Tonabstufungen des Originals in der richtigen Weise wieder. Auch bei dem erwähnten Raster nach der österreichischen Patentschrift 10617 sind infolge der Überkreuzung der unterbrochenen Linien lichtdurchlässige kleinere Punkte oder gewellte Linien vorhanden, wie das ein Blick auf die Fig. 4 bis 6 ohne weiteres zeigt. Es wird also auch hier mehr oder weniger derselbe Fehler im Negativ eintreten wie bei dem Raster nach der deutschen Patentschrift 205801.
Schließlich ist im Jahrbuch von Klinisch, Band 3, 1902, S. 165 (Fig. 5) noch ein Raster dargestellt, dessen lichtdurchlässige Punkte aus lauter unregelmäßigen Vielecken bestehen, und bei dem die einzelnen Punkte in annähernd gleichen Abständen voneinander stehen. Allein die durchsichtigen Formen besitzen verschiedene Größen, haben also verschiedenen Flächeninhalt. Bei diesem Raster erhält man keinen guten Schluß der Lichter.
Aus den angeführten Gründen sind die erwähnten Raster für die Lithographie nicht in ausreichender Weise geeignet.
Man hat daher hier die verschiedensten Verfahren vorgeschlagen, die sich aber alle teils nicht eignen, teils umständlich oder kostspielig sind.
Am besten eignet sich für die Lithographie bis jetzt immer noch die manuelle offene Technik des Lithographen, nämlich die sogenannte Punktiermanier mit runden Punkten, die gut umdruckbar sind und zu flottem Fortdruck sich besonders bewährten. Diese Tatsache führte zu dem Gedanken, einen eigenartigen Raster zu schaffen, der unter Zuhilfenahme des photomechanischen Verfahrens die bei der Handarbeit in der Lithographie ei forderliche lange Farbenskala herabzumindern und eine allen Anforderungen entsprechende, naturgetreue Wiedergabe des Bildes zu erzielen gestattet.
So besitzt der neue Raster die Vorzüge des Linienkreuzrasters in bezug auf die Anforderungen auf das Negativ; es findet bei ihm beim Photographieren kein »Zuschlagen« von Punkten statt, und es wird ein vollkommener Schluß der Lichter erzielt.
Infolge dieser Vorzüge ist der vorliegende Raster für lithographische Zwecke besonders geeignet. Auch hat er mit dem Linienkreuzraster noch den Vorzug gemein, daß er die gleiche einfache Behandlung (Photographieren, Ätzen, Kopieren usw.) gestattet.
Das Wesentliche des neuen Rasters besteht darin, daß die Raster Öffnungen aus verschieden unregelmäßigen Vielecken von gleichem oder annähernd gleichem Flächeninhalt gebildet sind, die vollkommen unregelmäßig auf der Rasterplatte verteilt sind. Die Verteilung erfolgt jedoch derart, daß die Umgrenzungslinien dieser unregelmäßigen Rasterflächen gleiche Stärke besitzen.
Der neue Raster stimmt mit dem gewöhnlichen Kreuzraster darin überein, daß die Begrenzung der Punkte gleichmäßig ist, nur daß bei dem hier angegebenen Raster diese Punkte unregelmäßig sind und die Linien nicht gerade, sondern bewegt.
Die Fig. 2 zeigt einen solchen Raster, und es sind die angegebenen Merkmale desselben auf der Figur ohne weiteres zu ersehen.
Bei diesem Raster können natürlich auch die Punkte schwarz und die Linien weiß sein.
Der erfundene Raster läßt sich für alle Reproduktionsverfahren, bei denen die Anwendungsmöglichkeit eines Rasters gegeben ist, verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Raster für photographische Reproduktionsverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteröffnungen aus unregelmäßigen, unregelmäßig auf der Rasterplatte verteilten Vielecken von gleichem Flächeninhalt gebildet sind, die von überall gleich starken Linien begrenzt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT276016D 1913-03-22 Active DE276016C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US756222A US1464139A (en) 1913-03-22 1913-03-22 Photographic screen
GB91324482T 1913-10-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE276016C true DE276016C (de)

Family

ID=32827101

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT276016D Active DE276016C (de) 1913-03-22

Country Status (3)

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DE (1) DE276016C (de)
FR (1) FR466909A (de)
GB (1) GB191324482A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748273C (de) * 1941-11-22 1944-10-31 Herbst & Illig Glasraster fuer die autotypische Bildzerlegung fuer den moirefreien Mehrfarben-Zeugdruck

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748273C (de) * 1941-11-22 1944-10-31 Herbst & Illig Glasraster fuer die autotypische Bildzerlegung fuer den moirefreien Mehrfarben-Zeugdruck

Also Published As

Publication number Publication date
FR466909A (fr) 1914-05-28
GB191324482A (en) 1914-03-05

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