DE27727C - Verfahren und Apparat zur Herstellung einer luftfreien Masse für künstliche Steine - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung einer luftfreien Masse für künstliche Steine

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DE27727C
DE27727C DENDAT27727D DE27727DA DE27727C DE 27727 C DE27727 C DE 27727C DE NDAT27727 D DENDAT27727 D DE NDAT27727D DE 27727D A DE27727D A DE 27727DA DE 27727 C DE27727 C DE 27727C
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DENDAT27727D
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R. ZUBER in Berlin, Alexanderstr. 10
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B40/00Processes, in general, for influencing or modifying the properties of mortars, concrete or artificial stone compositions, e.g. their setting or hardening ability
    • C04B40/0089Processes, in general, for influencing or modifying the properties of mortars, concrete or artificial stone compositions, e.g. their setting or hardening ability making use of vacuum or reduced pressure
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28CPREPARING CLAY; PRODUCING MIXTURES CONTAINING CLAY OR CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28C7/00Controlling the operation of apparatus for producing mixtures of clay or cement with other substances; Supplying or proportioning the ingredients for mixing clay or cement with other substances; Discharging the mixture
    • B28C7/0007Pretreatment of the ingredients, e.g. by heating, sorting, grading, drying, disintegrating; Preventing generation of dust

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Description

Bruno Jfflertelmeyer in Serlw, gn (träte 67, bejto. ftotfiftr. 3. — Sßerfafaen imb itoarat ?,ur fceriMung einer Iuftfteten UJcaffe fite funftiije ©teM·. 3Som 30. Dftober 1883 ab. //
KAISERLICHES
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PATENTAMT.
■^&i— JV° 27727 -
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Herstellung von künstlichen Steinmassen und den dazu gehörenden Apparat.
Letzterer ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Verticalschnitt und
Fig. 2 eine Ansicht des Mischbehälters,
Fig. 3 eine Ansicht der Gesammtanordnung.
Nach den bis jetzt angewendeten Verfahrungsarten wird fast durchgängig reiner Quarzkies oder Sand mit Kalksilicaten, als Cement, hydraulischer Kalk u. s. w., und Wasser gemischt. Mit wenig Wasser angefeuchtet, wird solche Masse in Formen gestampft, mit mehr Wasser zu einem Brei angerührt und in Formen gegossen, oder sie wird auch wie Mörtel behandelt und mit Ziegel- oder anderen Steinen vermauert.
Die auf diese Weise hergestellten Fabrikate sind aber, wenn sie im Freien zum Bau verwendet werden, nicht widerstandsfähig gegen die Einflüsse der Witterung.
Die Luft, welche sich durch das gewöhnliche Mischen der Bestandtheile zu Tausenden von gröfseren und kleinen Blasen und Bläschen in Masse befindet, kann aus dieser nicht entfernt werden, ohne den Bindeprocefs zu zerstören. Das verwendete Wasser enthält aufserdem noch an und für sich ziemlich viel Luft, welche, nachdem ersteres von den Kalk- und Thonsilicäten chemisch gebunden worden und Hydrate gebildet hat, in der Masse verbleibt und zwischen den sich darin befindlichen Luftblasen mikroskopisch feine Kanäle bildet. Das Regenwasser und sonstige Ausdünstungen werden nun von diesen Kanälen capillarisch aufgesaugt und verdunsten wieder bei warmer Witterung. Bei eintretendem Frost dagegen ist der Vorgang ein anderer: das aufgesaugte Wasser gefriert, dehnt sich infolge dessen mit grofser Kraft aus und erweitert, wenn auch zuerst hur unmerklich, die feinen Kanäle durch Sprengung der Masse. Bei mehrfacher Wiederholung dieses Vorganges entstehen dann die bekannten und sichtbaren Haarrisse. Ist es erst so weit gekommen, so schreitet infolge derselben Ursachen die Zerbröckelung immer weiter vor, bis nach gewisser Zeit der Stein vollständig zerfällt.
Nach dem vorliegenden Verfahren werden diese Mifsstände fast vollständig beseitigt und erhält man einen Stein, dessen specifische Schwere fast der des natürlichen Sandsteines gleichkommt. Das Verfahren beruht im wesentlichen darauf, dafs der zu verwendende Kies oder Cement unter Vacuum mit Wasser oder sonst einer Flüssigkeit gemischt wird, wobei letztere durch Kochen u. s. w. ebenfalls von. Luft und sonstigen Gasen befreit ist.
Das Verfahren ist folgendes:
Die zu verwendenden Bestandtheile, reiner Kies, Cement u. s. w., werden gehörig getrocknet in den Apparat A gebracht. Dieser wird darauf luftdicht verschlossen und durch Hahn h mit einer Luftpumpe in Verbindung gesetzt. Letztere saugt sämmtliche in den Bestandtheilen befindliche Luft'ab. Um Staubtheile von der Pumpe abzuhalten, wird in die Leitung eine Woulf'sche Flasche eingeschaltet, welche mit einem Vacuummeter versehen ist und daher zugleich als Controle für die Luftentleerung hierdurch und noch einfacher durch die aufsteigenden Luftbläschen
dient. Darauf wird der Hahn h geschlossen und der Hahn i unten am Apparat A geöffnet und Wasser, welches zugleich mit der für das Aussehen der Steine bestimmten Farbe vermischt ist, in den Apparat aus dem Behälter B eingelassen. Letzterer ist mit einem Wasserstandsglase versehen, um das Hinzutreten des Wassers genau controliren zu können.
Durch das Vacuum im Apparat A veranlafst, durchsaugt die eintretende Flüssigkeit schnell und intensiv die pulverigen Bestandteile; eine weitere innige Mischung wird durch das im Apparat befindliche Rührwerk durch Rechtsdrehung, wodurch die Theile von unten nach oben durchgemischt werden, hervorgerufen.
Nun öffnet man den oben am Apparat befindlichen Hahn k und läfst Luft in den freien Raum über der Masse ein, öffnet sodann die Verschlufsschraube b und läfst die breiige Masse in die untergehaltene Form laufen. Die Entleerung des Apparates A wird durch Linksdrehung des Rührwerkes noch beschleunigt.
Die so erhaltenen Steine, Blöcke u. s. w. sind vollständig luftfrei und folglich auch dichter, specifisch schwerer und härter als die nach bisherigen Methoden erhaltenen Steine. Dieselben lassen nach erfolgtem Birideprocefs und nach erfolgter Härtung Wasser nicht eindringen und sind so der Zerstörung durch Witterungseinflüsse nicht ausgesetzt.
Der Apparat besteht aus einem cylindrischen, unten konisch verlaufenden und mit Ausfiufsöffhung versehenen Behälter A, welcher innen am oberen Ende eine Querstange α mit Bock a' besitzt. Die Ausflufsöffhung wird durch eine Verschlufsschraube b mit Packung luftdicht verschlossen. In der Querstange α wird eine verticale Welle c geführt, welche bei kleinen Apparaten unten in der Verschlufsschraube b ein Stehlager findet oder bei gröfseren Apparaten in einem eigens dazu construirten Lager ruht.
An der Welle c befindet sich eine Anzahl Flügel c', welche etwas schräg stehen und an beiden Seiten gegen einander verstellt sind, so in gewissem Sinne einen Schraubengang bildend, wodurch die vorerwähnte Mischung von unten nach oben bezw. umgekehrt hervorgebracht wird. Ganz unten, dicht über der Austrittsöffnung, sind an Welle c noch zwei gerade Flügel <r2 angebracht, welche eine vollständige Durchmischung der Bestandteile ermöglichen.
In der Seitenwand und im Bock α' ist eine Welle e gelagert, auf welcher aufsen eine Kurbel oder Riemscheibe sitzt, während innen ein Winkelrad d' aufgekeilt ist, " welches mit dem auf Welle c sitzenden Winkelrade d in Eingriff steht. Die Welle e ist durch Stopfbüchse g und Packung luftdicht abgeschlossen.
In gleicher Höhe mit der Welle e befinden sich am Behälter A noch Oeffhungen für Hahn h und k. Oben wird A durch Lederscheibe, Deckel und Schrauben luftdicht geschlossen. Unten an dem kurzen cylindrischen Theile des Behälters A, welcher die Verschlufsschraube b aufnimmt, -ist noch eine Oeffnung mit Flantsch i angebracht, zur Aufnahme des Einlafshahnes für die Flüssigkeit.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren, Masse für künstliche Steine herzustellen, indem die zur Herstellung erforderlichen Bestandteile, Kies oder Sand einerseits und Cement, hydraulischer Kalk oder ähnliche Materialien andererseits, in einem luftdicht verschlossenen Apparat vor dem Zusammenbringen mit der ebenfalls von Luft befreiten Flüssigkeit, Wasser bezw. mit Farbe getränktem Wasser, unter Vacuum gebracht werden.
2. Der bei dem unter i. gedachten Verfahren benutzte Apparat, bestehend aus dem Behälter A mit Verschlufsschraube b, Welle c mit schrägen Flügeln c' . . .^ und geraden Flügeln c2 i2, der Welle e und Kurbel /, Stopfbüchse g, Winkelrädern d d1 und Hähnen bezw. Oeffnungen h i und k in Combination mit dem Flüssigkeitsbehälter B, der Woulf'schen Flasche Cund einer Luftpumpe.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
XX. 5te. '27 727. ß. Zu*er in SS, SUertmberftr. 10 unb Eduard Dick, in SBerlin. ! VA — aSetfa^rett unb apparat jut £>erftettung einer ', /nuftfreten Sftaffe für iünftlidje ©leine. Sßom' 30. DftoBer 1883 ab. !
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