DE2800632C3 - Schneckenstrangpresse für thermoplastische Kunststoffe - Google Patents
Schneckenstrangpresse für thermoplastische KunststoffeInfo
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- B29C48/00—Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
- B29C48/25—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C48/36—Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it through the nozzle or die
- B29C48/50—Details of extruders
- B29C48/76—Venting, drying means; Degassing means
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schneckenstrangpresse für thermoplastische Kunststoffe, bei der an die
Zufuhröffnung und/oder den Einfüllabschnitt des Zylinders für die Rüc-.wärtsi /tgasung ein Vakuum
angelegt ist. wobei der Finfüllabschnitt gegenüber s">
einem ein Rückdrucklager der Sc iiecke aufnehmenden
Raum durch mindestens zwei Radialdichtringe abgedichtet ist. die mit axialem Abstand hintereinander,
jeweils einen ringförmigen Zwischenraum zwischen sich bildend einerseits auf der Schnecke oder einem sich mit *"
dieser drehenden Teil und andererseits in einem zugeordneten Abschnitt des Zylinders oder in einem mit
diesem feststehenden Gehäuseteil angeordnet sind.
Die bei bekannten Schneckenstrangpressen verwendeten Dichtungen, wie Dichtungsringe. Dichtungspak *">
kungen usw.. reichen nicht aus. um die Erzeugung und
Aufrechterhaltung eines Vakuums im Einfüllbereich der Schneckenstrangpresse zwecks Durchführung eines
Rückwärtsentgasungseffektes zu gewährleisten.
Eine Rückwärtsentgasung wird häufig bei der Vl
Verarbeitung von Niederdruck-Polyäthylen durchgeführt und besteht darin, daß an dem getriebeseitigen
Zylinderteil der Schneckenstrangpresse eine öffnung vorgesehen wird, an die über Saugleitungen Vakuumpumpen angeschlossen sind, um Restmonomere. wie ^
Athylengas, aus der Schneckenstrangpresse abzuziehen und somit ein von Gaseinschlüssen freies Produkt zu
erhalten.
Weiterhin ist es bekannt. Simmerringe einzusetzen,
wobei diese jedoch ihren Zweck, eine vakuumdichte M)
Abdichtung /um Getriebe der Schneckenstrangpresse zu schaffen, nur bis max. 0,9 bar beibehalten. Die
Aufbringung eines höheren Vakuums ist bei Einsatz von Simmerringen nicht möglich.
Eine derartige, im Oberbegriff erwähnte Rückwärts- <>r>
entgasungseinrichtung ist bekannt aus dem DE-GM 72 02 940. Mittels dieser Einrichtung wird der Raum
zwischen dem Abschlußstück des Getriebes und dem
Einfüllteil der Schneckenstrangpresse entgast. Bei
dieser Einrichtung wird an den Einfüllabschnitt des Zylinders für eine Rückwärtsentgasung ein Vakuum
angelegt, wobei der Einfüllabschnitt gegenüber einem ein Rückdrucklager der Schnecke aufnehmenden Raum
durch mindestens zwei Radialdichtringe abgedichtet ist, die mit axialem Abstand hintereinander jeweils einen
ringförmigen Zwischenraum zwischen sich bilden.
Bekanntlich ist diese Art der Abdichtung nur bis max. 0,9 bar funktionsfähig. Für die übliche Rückw; rtsentgasung ist jedoch eine stärker saugende Vakuumquelle
erforderlich. Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß mit der Anordnung von Radialdichtringen allein auf den sich
drehenden Teil des Getriebes der Schneckenstrangpresse eine ausreichende Abdichtung nicht erreichbar ist,
d. h. das Ansaugen von Getriebeöl durch die Rückwärtsentgasungseinrichtung der Schneckenstrangpresse
nicht vermieden werden kann.
Es wurde daher vorgeschlagen (DD-PS 54103),
zusätzlich zu einer Dichtungsbuchse auf dem getriebeseitigen Schneckenschaft eine Sperrflüssigkeitsdichtung
vorzusehen, welche in dem den Antriebswellenstumpf umgebenden Dichtungsgehäuse angeordnet ist und im
wesentlichen aus einer die Sperrflüssigkeit aufnehmenden ringförmigen Kammer besteht. In dieser Kammer
sind zwei den Antriebswellenstumpf umschließende, gegen Verdrehung gesicherte Spannhülsen vorgesehen,
von denen die eine ein links- und die andere ein rechtssteigendes Außengewinde aufweist und welche
axial in entgegengesetzten Richtungen mittels einer, zwei entsprechende Gegengewinde tragenden, drehbaren Spannmittel* gegen links und rechts die Kammer
begrenzende Dichtungspakete verschiebbar sind.
Es ist leicht ersichtlich, daß eine derartige Sperrflüssigkeitsdichtung einen äußerst großen Aufwand sowohl
an Dichiringen als auch an Spannhülsen und Spannmuttern darstellt. Außerdem ist eine Sperrflüssigkeit
notwendig, die nachgefüllt und kontrolliert werden muß. Darüber hinaus muß von Zeit zu Zeit zwecks
Aufrechterhaltung des Anpreßdruckes beider Dichtungspakete eine Nachstellung duich Verdrehen der
Spannmutter erfolgen, die um beide Spannhülsen angeordnet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
preiswerte Abdichtung für Schneckenstrangpressen mit Rückwärtsentgasung zu schaffen, die hochvakuumdicht
und sehr betriebssicher ist. Die Abdichtung soll einerseits gewährleisten, daß die getriebeseitig vorgesehene Rückwärtsentgasung der Schneckenstrangpresse
in vollem Umfang wirksam bleibt und andererseits sicherstellen, daß kein l.uflsauerstoff bzw. Getriebeöl
durch die Radialdichtung tritt, weil hierdurch eine
Oxidation und erhebliche Malerialschädigungen und Verunreinigungen verursacht wurden.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß an die ringförmigen Zwischenräume /wischen den Radialdichtringen zusätzlich ein mindestens dem an die
Zufuhröffnung und/oder den Einfüllabschnitt angelegten Vakuum gleich großes Vakuum angelegt ist.
Das /wischen den ringförmigen Zwischenräumen angelegte Vakuum kann stärker sein als das an die
Zufuhröffnung und/oder an den Einfullabschnitt ange
legte Vakuum, wodurch sichergestellt wird, daß eine vollkommene Abdichtung des schneckenseitigen Raumes gegenüber dem getriebeseitigen Raum erfolgt.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Vakuumdichtungssystem«; sind insbesondere in ihrer äußerst
einfachen Montage sowie ihrer großen Betriebssicher-
heit zu sehen. Das Abdichtungssystem ist sehr robust und erfährt keinerlei Beschädigungen beim Schneckenein-
bzw. Schneckenausbau. Einfache und handelsübliche Simmerringe ermöglichen das Vakuumdichtungssystem.
Durch die sinnvolle Vereinigung von in bestimmten Abständen zueinander angeordneten Radialdichtungen
mit an die somit gebildeten ringförmigen Zwischenräume angeschlossener Vakuumquelle, wird somit ein
absolut vakuum- und öldichtes Dichtungssystem geschaffen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schneckenstrangpresse.
F i g. 1 zeigt einen teilweisen Längsschnitt in schematisierter Form durch das getriebeseitige Ende der
Schneckenstrangpresse.
F i g. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1.
In einem Einfüllteil 3 befindet sich das rückwärtige
Ende einer Schnecke mit darauf angeordnetem Rückfördergewinde 1 sowie der Schneckenschaftwelle
2. Ein Abschlußstück 4 bildet mit dtm Einfüllteil 3 und
dem Rückfördergewinde 1 der Schnecke einei Rauai 18,
an dem eine erste Vakuumleitung 6 angeschlossen ist für die Rückwärtsentgasung des in der Schneckenstrangpresse
zu verarbeitenden Materials.
Auf einer nicht gezeigten Getriebeabtriebswelle ist ein mit der Schneckenschaftwelle 2 rotierendes
Druckstück 5 montiert Zwischen dem Abschlußstück 4 und dem sich drehenden Druckstück 5 sind Radialdichtringe
8,9 und 10 angeordnet Der Radialdichtring 8 wird schneckenseitig durch ein Abstreifblech 16 gegen
äußere Verschmutzung und Beschädigung geschützt.
An die ringförmigen Zwischenräume ti und 12 kann
eine hier nicht gezeigte Vakuumquelle über eine zweite Vakuumleitung 7 angeschlossen werden. Der Unterdruck
im ringförmigen Zwischenraum 11 wird zweckmäßigerweise
so gewählt, daß die Druckdifferenz über den Radialdichtring 8 bzw. 9 oder weitere nicht gezeigte
Radialdichtringe in den für den jeweils gewählten
ίο Radialdichtring zulässigen Grenzen bleibt, mindestens
wird jedoch an die ringförmigen Zwischenräume 11,12 zwischen den Radialdichtringen 8, 9 ein dem an die
Zufuhröffnung und/oder den Einfüllabschnitt angelegten Vakuum gleich großes Vakuum angelegt.
r, In dem Raum 18, der mit der Zufuhröffnung und/oder
dem Einfüllabschnitt für das auf dem Extruder zu verarbeitende Material in Verbindung steht, wird durch
die an die Vakuumleitung 6 angeschlossene nicht gezeigte Vakuumquelle zwecks Erzielung des Rückwärtsentgasungs
ffektes des Materials ein Vakuum von beispielsweise 0,1 bar erzeugt. In dem ringförmigen
Zwischenraum 11 vird dagegei. ein Vakuum von
beispielsweise 0,4 bar und in dem Zwischenraum 12 von 0,7 bar erzeugt. Dadurch wird eine verbesserte Sicher-
2i heit gegen Verunreinigungen durch Leckage von
Luftsauersioff oder anderen Materialien erreicht.
Ein Stützring 17 stützt die Dichtlippen der Radialdichtringe
8 und 9 ab. Ein O-Ring 19 schafft eine zusätzliche Abdichtung zwischen dem Druckstück 5 und
jo der Schneckenschaftwelle 2.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schneckenstrangpresse für thermoplastische Kunststoffe, bei der an die Zufuhröffnung und/oder
den Einfüllabschnitt des Zylinders für eine Rück- ϊ
wärtsentgasung ein Vakuum angelegt ist, wobei der Einfüllabschnitt gegenüber einem ein Rückdrucklager der Schnecke aufnehmende.! Raum durch
mindestens zwei Radialdichtringe abgedichtet ist, die mit axialem Abstand hintereinander, jeweils m
einen ringförmigen Zwischenraum zwischen sich bildend einerseits auf der Schnecke oder einem sich
mit dieser drehenden Teil und andererseits in einem zugeordneten Abschnitt des Zylinders oder in einem
mit diesem feststehenden Gehäuseteil angeordnet 'ΐ
sind, dadurch gekennzeichnet, daß an die ringförmigen Zwischenräume (11,12) zwischen den
Radialdichtringen (8, 9) zusätzlich ein mindestens dem an die Zufuhröffnung und/oder den Einfüllabschnitt angelegten Vakuum gleich großes Vakuum -*>
angeieg« ;«t
2. Schneckenstrangpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das an die ringförmigen Zwischenräume (U, 12) angelegte Vakuum
stärker ist als das an die Zufuhröffnung und/oder an 2> den Einfüllabschnitt angelegte Vakuum.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2800632A DE2800632C3 (de) | 1978-01-07 | 1978-01-07 | Schneckenstrangpresse für thermoplastische Kunststoffe |
| GB79192A GB2012203A (en) | 1978-01-07 | 1979-01-03 | Screw extruder for processing thermoplastic materials |
| FR7900157A FR2413965A1 (fr) | 1978-01-07 | 1979-01-04 | Extrudeuse pour la transformation des matieres thermoplastiques |
| IT19052/79A IT1109921B (it) | 1978-01-07 | 1979-01-04 | Estrusore continuo a coclea per la lavorazione di materie termoplastiche |
| US06/001,240 US4265547A (en) | 1978-01-07 | 1979-01-05 | Reverse degasification screw extruder with vacuum seal |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2800632A DE2800632C3 (de) | 1978-01-07 | 1978-01-07 | Schneckenstrangpresse für thermoplastische Kunststoffe |
Publications (3)
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| DE2800632A1 DE2800632A1 (de) | 1979-07-12 |
| DE2800632B2 DE2800632B2 (de) | 1980-06-19 |
| DE2800632C3 true DE2800632C3 (de) | 1981-02-19 |
Family
ID=6029129
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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- 1979-01-04 FR FR7900157A patent/FR2413965A1/fr active Granted
- 1979-01-05 US US06/001,240 patent/US4265547A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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