DE2809505C2 - Gurtzuführerantrieb für eine automatische Gasdrucklader-Rohrwaffe, insbesondere Maschinenkanone - Google Patents

Gurtzuführerantrieb für eine automatische Gasdrucklader-Rohrwaffe, insbesondere Maschinenkanone

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DE2809505C2
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Clemens Ing.(Grad.) Bremer
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    • F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A5/00—Mechanisms or systems operated by propellant charge energy for automatically opening the lock
    • F41A5/18—Mechanisms or systems operated by propellant charge energy for automatically opening the lock gas-operated
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41—WEAPONS
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Description

2. Gurtzuführerantrieb nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch FormschLß zwischen der Transporteinrichtung (5) und der Schaltr tsche (3) während eines gesamten Arbeitsschrittes (W).
3. Gurtzuführerantrieb nach Anspruch Γ oder 2, gekennzeichnet durch die Anordnung eines by-pass (21) im Ventilkörper (20).
4. Gurtzuführerantrieb nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang (IC) in die Treibgasanzapfung (6) vorverlegt und das Volumen des Gaskanals (7) in den Energiespeicher (4') mit einbezogen ist
5. Gurtzuführerantrieb nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Stelleinrichtung (27) zum Verändern des Volumens des Gasstauraumes (13).
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Die Erfindung betrifft einen Gurtzuführerantrieb nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bekannt ist eine Einrichtung der vorgenannten Gattung durch die DE-AS 12 31 594. Sie betrifft eine durcii Gaskolben gesteuerte Patronenfördereinrichtung an Maschinenwaffen für Munition insbesondere überschweren Kalibers.
Dabei wird jeder einem Schußzyklus zugeordnete Förderschritt in zwei Schaltteilschritte zerlegt Ein aus dem Rohrinnenraum' abgezweigtes Teilvolumen des Treibgases beaufschlagt die Aufnahmeseite eines in einem rückseitig offenen Zylinder geführten Gaskolbens, dessen Abgabeseite mit einer nicht näher beschriebenen pneumatisch wirkenden Verzögerungseinrichtung zusammenarbeitet Dem der Aufnahmeseite des Gaskolbens unmittelbar benachbarten Eingang des Zylinders ist eine Drosseldüse inkorporiert. Der Verzögerungseinrichtung ist ein vorschubfederbelasteter Schlitten zum Zusammenwirken mit zwei konzentrisch ineinandergesteckten Schalthülsen nachgeordnet, deren Mäntel je einen Steuerschlitz mit gegensinniger Steigung aufweisen. Jede der Schalthülsen trägt ausgangsseitig einen Ratschen-Stirnzahnkranz, in den je ein Gegenratschen-Stirnzahnkranz vorn an je einer vorschubfederbelasteten Schiebehülse einrastet, wobei beide Schiebhülsen verschiebbar auf einer die ^örderstimräder tragenden Förderwelle aufgekeilt sind, und die beiden gegenläufigen Ratschen-Stirnzahnkränze die Förderwelle abwechselnd mit dem Vor- und dem Rückhub des in bekannter Weise durch die Vorholfeder belasteten Schlittens antreibt
Nachteilig ist an dieser bekannten Einrichtung deren einen großen Raum und zahlreiche dem Verschleiß unterworfene Einzelteile erfordernder mechanischer Schaltteil, der zudem die Einrichtung kompliziert und auf der Fertigungs- und Wartungsseite verteuert
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gurtzuführerantrieb der eingangs genannten Gattung bereitzustellen, welcher sich bei geringerem Raumbedarf und geringerer Anzahl dem Verschleiß unterworfener Einzelteile durch fertigungstechnische und funktioneile Einfachheit und Zuverlässigkeit auszeichnet und bei dem jeder Förderschritt nur eines einzigen Schaltschritts bedarf. Ferner soll die Verwendung eines mechanischen, üblicherweise durch eine Feder gebildeten Speicherelements vermieden werden.
Gelöst wird die Aufgabe durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale. Durch sie wird vorteilhafterweise außerdem gewährleistet daß ein aus dem abgezeigten Teilvolumen des Treibgases verfügbarer Impuls nicht schlagartig auf einen Munitionsgurt einwirkt Der Gasdruck aus dem Teilvolumen steht länger an, so daß sich eine Gurtzugkraft in vertretbaren Grenzen hält und eine schädliche Gurtlängung mit Reißgefahr vermeiden läßt
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Gasdrucklader-Rohrwaffe ausschnittweise mit einem Gurtzuführerantrieb nach der Erfindung im linksseitlichen Aufriß und teilweise geschnitten, wobei eine Schnittfläche zur Verdeutlichung in die Zeichenebene geklappt wurde;
F i g. 2 den Gegenstand gemäß F i g. 1 in stimseitiger Ansicht in Richtung des Pfeils II in Fig. 1 mit zwei weggebrochenen Partien und
Fig.3 von einem Ausschnitt des Gegenstandes gemäß Fig. 1 und 2 einen Schnitt nach der Linie HI-III itiFig.2.
in den F i g. 1 bis 2 umfaßt eine nicht näher bezeichnete Gasdrucklader-Rohrwaffe ein Rohr 1' und ein Waffengehäuse 1". Ein Rohrinnenraum 1 weist eine Treibgasanzapfung 6 auf, welche in eine waffengehäuseseitige Erweiterung 7.0 eines Gaskanals 7 mündet Der Gaskanal 7 erstreckt sich in einem ersten Ast 7.1 parallel zu einer Waffenachse A bis zur Vereinigung mit einem zweiten Ast 7.2, welcher, quer zur Waffenachse A verlaufend, in einen Eingängsbereich 10* eines Gasstauraums 13 mündet Der Eingangsbereich 10* umfaßt einen Zentrierkörper 17 mit einer Anlagefläche 18 für einen Klemmeinsatz 14. Der Klemmeinsatz 14 ist in einem Eingangsbereich 14' mit einer kreiszylindrischen Ausnehmung 16 versehen, welche über eine einen stirnseitigen Anschlag 19 durchgreifende öffnung 19* mit dem Innenraum eines nicht näher bezeichneten
gelochten Teils des Klemmeinsatzes 14 in Verbindung steht Über die Durchgriffe 15 steht der nicht naher bezeichnete Innenraum des Klemmeinsatzes 14 durchgängig mit dem Gasstauraum 13 in Verbindung. Mit einem Ende 14" ist der Klemmeinsatz 14 in einer zentralen Ausnehmung 25 einer Verschlußschraube 24 festgelegt, welche über ein Gewinde 26 mit dem Waffengehäuse 1" verbunden ist Die kreiszylindrische Ausnehmung 16 dient zur Aufnahme eines Ventilkörpers 20, welcher um einen Betrag 1 kürzer ist als der Abstand der Fläche 18 vom Anschlag 19. Der Ventilkörper 20 weist einen zentralen by-pass und wenigstens eine umfangsseitige Ausnehmung 22 auf. Parallel zu dem den Garstauraum 13 umfassenden Energiespeicher 4' verläuft die Zylinder-Gaskolbenan-Ordnung 2 mit einer Zylinderwandung 29 als Führung für den Gaskolben 9. Letzterer hat eine Aufnahmeseite 9* und weist einen Führungsteil 33 mit einer endflächig ausgebildeten Abgabeseite 9" auf. Der Führungszylinder 2' ist mit einer Verschlußschraube 30 versehen, welche, über ein Gewinde 32 mit dem Waffengehäuse 1" verbunden, einen Durchgriff 31 für den Führun^steil 33 des Gaskolbens 9 aufweist Ein Durchtritt 28 durchgreift die Zylinderwandung 29 zur durchgängigen Verbindung des Gasstouraums 13 mit dem Zylinderbereich auf der Aufnahmeseite 9' des Gaskolbens 9. Letzterer ist axial beweglich angeordnet wobei ein Pfeil H. 1 die Bewegung bei einem Arbeitshub und ein entgegengesetzt gerichteter Pfeil H. 2 einen Rückstellhub andeutet Die Fläche 9" ist einer benachbarten Fläche der in einem Kreisbogen Wmit dem Zentrum 34 auslenkbaren Schaltratsche 3 zugeordnet Das Zentrum 34 kennzeichnet die Mittelachse einer schrittweise betätigten Transporteinrichtung 5, beispielsweise einer Zuführwelle, in deren Eingangsbereich 12 die Schaltratsche 3, über eine nicht dargestellte Feder rückstellbar, angeordnet ist Die Transporteinrichtung 5 ist Teil eines nicht dargestellten Gurtzuführers, welchem ein Gehäuse 5' zugeordnet ist
Die Wirkungsweise des Gurtzuführerantriebs nach der Erfindung wird nachfolgend erläutert Sobald ein nicht dargestelltes Geschoß beim Abfeuern die Treibgasanzapfung 6 in Schußrichtung 5 passiert hat liegt für eine kurze Frist vor der Treibgasanzapfung 6 ein hoher Druck aus dem sich bei der Schußentwicklung bildenden Treibgas an. Ein Teilvolumen des hochkomprimierten Treibgases gelangt durch den Gaskanal 7 in den Eingangsbereich 10' des Energiespeichers 4'. Der Druck vor dem Eingangsbereich 10' sei mit p, bezeichnet und zum betrachteten Zeitpunkt wesentlich höher als ein so Druck pi, hinter dem Eingangsbereich 10'. Infolge des Überdrucks wird der Ventilkörper 20 um die Strecke 1 gegen den Anschlag 19 bewegt so daß dem abgezapften Treibgas sowohl der by-pass 21 wie auch ein durch die Ausnehmung 22 geschaffener Zusatzdurchtritt 23 zum Einströmen in den Gasstauraum 13 zur Verfügung steht Ein Verhältnis a - ρJpt, erreicht dabei sehr rasch den Wert 1. Sobald das Geschoß das Rohr Γ verlassen hat fällt der Druck im Rohrinnenraum 1 sowie der Druck pv vor dem Eingangsbereich 10' des Energiespeichers 4' rasch wieder auf den atmosphärischen Ausgangsdruck zurück. Infolge der sich dieserart einstellenden Umkehr des Druckverhäl misses kehrt der Ventilkörper 20 um die Strecke 1 in seine Ausgangslage an der Anlagefläche 18 zurück, so daß dem eingeströmten Treibgasvolumen nur noch der dem by-pass 21 eigene Durchtrittsquerschnitt im Rückströmweg verfügbar ist Das besagte Treibgas expandiert vor allem über den Durchtritt 28 in den Führungszylinder 2' auf der Aufnahmeseite 9' des Gaskolbens 9 und verschiebt diesen zum Arbeitshub H. 1. Dabei lenkt die Abgabeseite 9" des Gaskolbens 9 die benachbarte Fläche der Schaltratsche 3 entlang dem Kreisbogen W um dessen Zentrum 34 zu einem durch den Kreisbogen Wangedeuteten Arbeitsschritt aus. Bei besagtem Arbeitsschritt besteht Formschluß zwischen der Schaltratsche 3 und dem Eingang 12 der Transporteinrichtung (Zuführwelle) 5. Somit entspricht einem Arbeitsschritt W der Schaltratsche 3 ein voller Transportschritt eines nicht dargestellten Munitionsgurtes. Nach Ausführung des Arbeitsscheues W wird der vorerwähnte Formschluß aufgehoben und die Schaltratsche 3 kehrt unter der Rückstellkraft ihrer nicht dargestellten Rückstellfeder in ihre Ausgangslage zurück, wobei sie über den Kontakt mit der Abgabeseite 9" des Giskolbens 9 letzteren zum Rückstellhub H. 2 veranlaßt
Der Durchtrittsquerschnitt bei 10' zum Ein- und Rückströmen des Treibgases sowie das Volumen des Gasstauraumes 13 lassen sich den jeweiligen Erfordernissen optimal anpassen. Hierzu gehört daß im Gasstauraum über einen Zeitraum, welcher dem Funktionsablauf in einem nachgeordneten Gurtzuführer angepaßt ist (der Gurtzuführer ist nur mit seiner Zuführwelle 5, deren Eingang 12 und dem Gehäuse 5' andeutungsweise dargestellt), ausreichend pneumatische Energie zur Umwandlung in mechanische Energie verfügbar ist
Das Energie/Zeitverhalten wird im wesentlichen durch die Schußentwicklung und folglich durch die Art der jeweiligen Munition bestimmt Um dieser Tatsache mit einfachen Mitteln Rechnung zu tragen, läßt sich die Kapazität des Energiespeichers 4' vorteilhafterweise folgendermaßen verändern: ein jeweiliges Volumen des Gaskanals 7 läßt sich dem Volumen des Gasstauraumes 13 durch ein Vorverlegen des Eingangs 10', beispielsweise in eine Erweiterung 7.0 hinzufügen. Ferner wird in diesem Zusammenhang auf die in Fig.3 nur andeutungsweise (strichpunktiert) dargestellte Stelleinrichtung 27 verwiesen. Über sie ist auf eine nicht näher dargestellte Weise da? Volumen des Gasstauraumes 13 veränderbar. Außerdem lassen sich anstelle der Stelleinrichtung 27 nicht dargestellte Meßeinrichtungen mit den. Gasstauraum 13 verbinden. Hierdurch werden auf vorteilhafte Weise die Waffenfunktion betreffende Untersuchungen ermöglicht welche jedoch im gegebenen Zusammenhang nicht näher beschrieben zu werden brauchen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche;
1. Gurtzuführerantrieb für eine automatische Gasdrucklader-Rohrwaffe, insbesondere Maschinenkanone, mit einer Energieflußkstte, welche eine s Treibgasanzapfung des Rohrinnenraums mit einem Gaskanal, eine pneumatisch wirkende Verzögerungseinrichtung, eine Zylinder-Gaskolben-Einheit zum Umwandeln von im Treibgas als pneumatische enthaltener in mechanische Energie und deren ι ο Abgabe vom Gaskolben an eine rückstellbare Schaltratsche sowie einen Energiespeicher aufweist, welcher antriebsweise in eine Zuführwelle mündet, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
IS
a) der Energiespeicher (4') ist für pneumatische Energie eingerichtet und in Energieflußrichtung vor der Zylinder-Gaskolben-Einheit (2) angeordnet,
b) der Energiespeicher (4') umschließt einen Gasstauraum (13), welchem ein Eingang (W) zugeordnet ist,
c) dem Eingang (10') des Energiespeichers (4') ist ein Ventilkörper (20) als pneumatisches Verzögerungselement zugeordnet, welches entgegen der Energieflußrichtung wirkt und
d) durch den Ventilkörper (2&) geht ein Druckausgleich in Energieflußrichtung aufgrund eines großen Durchtrittsquerschnitts schnell und in Gegenrichtung infolge eines verkleinerten Durchtri'tsquerschnitts langsam vonstatten.
DE2809505A 1978-03-06 1978-03-06 Gurtzuführerantrieb für eine automatische Gasdrucklader-Rohrwaffe, insbesondere Maschinenkanone Expired DE2809505C2 (de)

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