DE2823601B2 - Einrichtung zum Schutz gegen Fehlschaltungen durch Störimpulse in Rundsteuerempfängern - Google Patents

Einrichtung zum Schutz gegen Fehlschaltungen durch Störimpulse in Rundsteuerempfängern

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DE2823601B2
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Description

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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Schutz gegen Fehlschaltungen durch Störimpulse in Rundsteuerempfängern, deren Schaltrelais auf einen Vorwahlbefehl und ein ausschließlich zugeordnetes Doppelkommando für Ein- und Ausschaltbefehle ansprechen, mitttels Überwachung der Ein- und Ausschaltimpulse.
Eine derartige Einrichtung ist aus der DE-AS 57 295 bekannt. Hierbei wird ein Schutz gegen Fehlschaltungen durch gegenüber der normalen Befehlsimpulsdauer kurzzeitige Störimpulse durch eine elektromechanische Anordnung dadurch erreicht, daß Γ><· nur Impulse einer bestimmten Mindestdauer zur Wirkung gelangen können. Die bekannte elektromechanische Anordnung ist so konzipiert, daß die zu kurze Zeitdauer des Störimpulses nicht durch eine überhöhte Amplitude des Störimpulses ersetzbar ist und daß auch mehrere kurz hintereinander eintreffende kurzzeitige Störimpulse nicht wie ein entsprechend längerer Störimpuls wirken. Das Sch?!trelais spricht hierbei ohne Rücksicht auf die Impulshöhe nur auf Impulse an, die spätestens in einem vorgegebenen Zeitpunkt begonnen <ό haben und die ohne Unterbrechung mindestens bis zu einem zweiten späteren, ebenfalls vorgebbaren Zeitpunkt andauern. Diese bekannte Einrichtung bei einem Rundsteuerempfänger gibt jedoch keinen Schutz gegen Fehlschaltungen durch Störimpulse, deren Dauer über fe5 der überwachten Mindestdauer liegt.
Darüberhinaus ist es zur Verhinderung von Fehlschal-
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bekannt sogenannte »überwachte« Vorwahlen oder komplizierte Vorwahladressen, wie (*„), zu wählen. Damit ist ohne Zweifel die Sicherheit gegen Fehlschaltungen erheblich erhöht Erfolgt jedoch während einer Steuei impulsfolge die Anerkennung der Vorwahl im Rundsteuerempfänger, so ist im weiteren Verlauf der Steuerimpulsfolge das Doppelkommando für den Ein- und Ausschaltbefehl genausowenig geschützt wie ein Doppelkommando ohne Vorwahl. Der Vorteil der bisherigen Methode mit Vorwahl liegt darin, daß ein Doppelkommando mit Vorwahl nicht bei Eingang jeder Steuerimpulsfolge ansprechbar ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß nach Anerkennung der Vorwahl im Rundsteuerempfänger auch das nachfolgende und der Vorwahl ausschließlich zugeordnete Doppelkommando gleichermaßen gegen Fehlschaltungen abgesichert ist auch wenn Störimpulse eingehen, die genau in einem fmpulsfenster des zu Doppelkommandos liegen kommen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Speicher den ersten Befehlsimpuls des Doppelkommandos oder einen zu diesem Zeitpunkt anstehenden Störimpuls zumindest bis zum möglichen Eintreffen des zugeordneten zweiten Befehlsimpulses oder eines Störimpulses speichert und ein Beiätigen des Schaltrelais rur dann veranlaßt wenn während des dem Doppelkommando zugeordneten Zeitintervalls nur einer der beiden Befehlsimpulse vorliegt Dadurch wird eine außerordentlich hohe Sicherheit gegen Fehlschallungen selbst durch solche Störimpulse erreicht, die im Rahmen einer Impulssendung mit korrekter Lage der Vorwahlimpulse eingehen und die in einem Impulsfenster des Doppelkommandos zu liegen kommen. Hierbei kann der Fall auftreten, daß ein Ausschaltimpuls zu keiner Schalthandlung führt, weil kurz vorher ein Störimpuls in das einem Einschaltimpuls zugeordnete Impulsfen.ster des Rundsteuerempfängers gefallen ist. Dies spielt jedoch keine entscheidende Rolle, da in der Rundsteuertechnik immer mit mehreren aufeinanderfolgenden Wiederholungen der Impulssendung gearbeitet wird.
Weitere Vorteile ergeben sich dadurch, daß der Speicher durch den ersten Befehlsimpuls oder einen zu diesem Zeitpunkt anstehenden Störimpuls gesetzt und durch den zweiten Befehlsimpuls bzw. einen zu diesem Zeitpunkt anstehenden Störimpuls gelöscht wird, da das Schaltrelais des Rundsteuerempfängers nur dann betätigt wird, wenn nach Eingang der Impulssendung der Speicher sich im gesetzten Zustand befindet.
Es ist auch vorteilhaft, wenn der Speicher nur bei einem einzigen Befehl des Doppelkommandos durch einen Aufrufbefehl des Dekoders des Rundsteuerempfängers das Schaltrelais betätigt Zweckmäßigerweise ist der Speicher am Ende der Laufzeit einer internen Zeitstufe nach Eingang nur eines Befehls des Doppelkommandos zu dem Schaltrelais durchgeschaltet. Denn durch die interne Zeitstufe wird die notwendige Verarbeitungszeit für die Auswertung des vom Eingang von Befehls- und Störimpulsen abhängigen Speicherzustandes vorgegeben.
Anhand der F i g. 1 bis 6 wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Impulsschablone mit Impulsfenstern, durch die das Schaltverhalten des Rundsteuerempfängers festgelegt ist. Für die Vorwahl sind der Einfachheit halber nur zwei Impulsfenster vorgesehen (überwachte
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vom Startimpulsfenster 1 liegen die beiden Impulsfenster 2 und 3 für die Vorwahlimpulse und in einem weiteren zeitlichen Abstand die dem Doppe'kommando zugeordneten Impulsfenster 5 und 6, wobei z. B. dem Impulsfenster 5 der Einschaltbefehl und dem Impulsfenfter 6 der Ausschaltbefehl zugeordnet ist Sowohl der Lage der beiden Impulsfenster 5 und 6 zueinander, als auch die Lage zwischen dem Impulsfenster 3 und oen Impulsfenstern 5 und 6 kann entsprechend der verwendeten Impulssendung unterschiedlich sein.
F i g. 2 zeigt eine Impulssendung mit einer von dem beschriebenen Rundsteuerempfänger anerkannten Steuerimpulsfolge, wie in F i g. 1 festgelegt Folgt dem Startimpuls 1 der Vorwahlimpuls 2, der die Vorwahl für das Doppelkommando 5, 6 darstellt, und folgt schließlich ein Einschaltimpuls 5 in dem Impulsfenster 5 der Fig. 1, so wird eine Schalthandlung ausgelöst, bei der das Schaltrelais zum Einschalten gebracht wird.
Fig.3 zeigt eine Impulssendung, die ebenfalls vom Rundsteuerempfänger anerkannt wird. Im Gegensatz zu der Steuerimpulsfolge nach F i g. 2 tritt ein Ausschaltimpuls 6 auf, der ein Ausschalten des Schaltrelais zur Folge hat.
Fig.4 zeigt die Prinzipschaltung eines Rundsteuerempfängers, dessen Eingangsteil 7 über Leitungen 8 die Netzspannung zugeführt wird. In dem Eingang teil 7 werden die der Netzspannung überlagerten Ϊ nfrequenzsignale ausgesiebt und einem Dekoder 9 zugeleitet. Beim Anerkennen der Vorwahl (Vorwahlimpuls 2 vorhanden, Vorwahlimpuls 3 fehlt) gemäß F i g. 2 und J wird der Vorwahlspeicher 10 gesetzt, welcher ein Signal auf eine Verknüpfungsstufe 11 gibt, der feiner über eine Leitung 12 der Ein- bzw. Ausschaltimpuls 5 oder 6 zugeführt wird. Bei aus dem Stand der Technik bekannten Einrichtungen gibt beim Eintreffen des entsprechenden Steuerimpulses die Stufe 11 über die Leitung 12 sofort un Kommando an das Schaltrelais 13. Um nun aber das Doppelkommando 5,6 gemäß F i g. 1 gegen Störimpulse zu schützen, ist zwischen der Verknüpfungsstufe 11 und dem Schaltrelais 13 ein Speicher 14 eingeschalte i, der die Ein- und Ausschaltimpulse der Stufe 11 überwacht und diese nur dann zu dem Schaltrelais 13 durchschaltet, wenn nur ein Befehlsimpuls eingegangen ist und über eine Aufrufleitung 15 vom Dekoder 9 ein entsprechendes Signal kommt. Der Aufruf entspricht der Funktion der erwähnten Zeitstufe. Die Wirkungsweise dieser Prinzipschaltung wird lu anhand der Fig. 5 und 6 erläutert. In Fig. 5 ist eine Steuerimpulsfolge dargestellt, die zunächst der in F i g. 2 dargestellten Steuerimpulsfolge entspricht; dies bedeutet, dafl bei einer Prinzipschaltung nach dem Stand der Technik bei Eintreffen der Impulse 2 und 5 das Schaitrelais 13 eingeschaltet wird Würde nun beispielsweise ein Störimpuls 16 auftreten, der zeitlich in das dem Ausschaltimpuls 6 zugeordnete Impulsfenster 6 fällt, so würde ohne die Erfindung die durch den Steuerimpuls 5 eingeleitete Schalthandlung unmittelbar wieder rück-2(i gängig gemacht werden, da auch ein solcher Steuerimpuls 16 durch die Vorwahl nicht mehr blockiert wird. Aus diesem Grunde ist erfindungsgemäß der zusätzliche Speicher 14 vorgesehen, dessen Logik nur dann einen Befehl an das Schaltrelais 13 weitergibt, wenn nur ein -'■'■ einziger Steuerimpuls für das Doppelkommando 5, 6 eingegangen ist.
Fig. 6 zeigt eine durch lange Störimpulse 17 und 18 gestörte Impulsfolge. Bei Auftreten eines Störimpulses 17 würde beispielsweise die Vorwahl blockiert, weil der in Störimpuls 17 in das Impulsfenster 3 der Vorwahlimpulsfenster fällt. Ein Störimpuls 18, der zeitlich mit dem Doppelkommando 5, 6 zusammenfällt, würde — selbst wenn die Vorwahl durch nur einen Impuls 2 anerkannt würde — den Speicher 14 und damit das Doppelkomi> mando 5, 6 sperren, weil — wegen der Länge des Störimpulses 18 — sowohl der Ein- als auch der Ausschaltimpuls 5 bzw. 6 als empfangen gelten würde.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zum Schutz gegen Fehlschaltungen durch Störimpulse in Rundsteuerempfängen, deren Schaltrelais auf einen Vorwahlbefehl und ein ausschließlich zugeordnetes Doppelkommando für Ein- und Ausschaltbefehle ansprechen, mittels Überwachung der Ein- und Ausschaltimpulse, dadurch-gekennzeichnet, daß ein Speicher (14) den ersten Befehlsimpuls (5) des Doppelkommandos (5, 6) oder einen zu diesem Zeitpunkt anstehenden Störimpuls (18) zumindest bis zum möglichen Eintreffen des zugeordneten zweiten Befehlsimpulses (6) oder eines Störimpulses (16) speichert und ein Betätigen des Schaltrehis (13) nur dann veranlaßt, wenn während des dem Doppelkommando zugeordneten Zeitintervalls nur einer der beiden Befehlsimpulse (5,6) vorliegt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (14) durch den ersten Befehlsimpuls (5) oder einen zu diesem Zeilpunkt anstehenden Störimpuls (18) gesetzt und durch den zweiten Befehlsimpuls (6) bzw. einen zu diesem Zeitpunkt anstehenden Störimpuls (16) gelöscht wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (14) nur bei einem einzigen Befehl des Doppelkommandos (5, 6) durch einen Aufrufbefehl des Decoders (9) des Rundsteuerempfängers das Schaltrelais (13) betätigt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (14) am Ende der Laufzeit einer internen Zeitstufe nach Eingang nur eines Befehls des Doppelkommandos (5, 6) zu dem Schaltrelais (13) durchgeschaltet ist.
IO
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