DE2856036B2 - Wasser-Leckmelder für abgedichtete Räume - Google Patents
Wasser-Leckmelder für abgedichtete RäumeInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Wasser-Leckmelder für abgedichtete Räume, insbesondere für Wicklungsräume von Elektromotoren für Tauch motorpumpen, bei
dem zwischen bei einer Überbrückung einen Signalstrom leitenden Elektroden ein zunächst elektrisch
isolierende, nach Aufnahme von Leckageflüssigkeit elektrisch leitende Schicht angeordnet ist.
Abgedichtete Räume, bei denen eine Leckage zunächst unbemerkt bliebe, ein- oder austretende
Flüssigkeit aber zu erheblichen Schäden oder Beeinträchtigungen führen könnte, müssen mit einer frühzeitig
auf ein entstandenes Leck ansprechenden Meldeeinrichtung ausgerüstet werden.
Durch das DE-GM 19 26 000 ist eine Vorrichtung zur
Anzeige von Feuchtigkeitsdurchbrüchen bei Wänden, insbesondere bei Behälterwänden, bekannt, die bei
einem Schadensfall unter günstigen Bedingungen bereits anspricht, bevor es zu einem Austreten der
Flüssigkeit kommt. Dies wird durch einen auf der Innenfläche der Wand befestigten elektrisch leitenden
Träger bewerkstelligt, der durch einen feuchtigkeitsdichten, elektrisch isolierenden Belag gegen die
Behälterflüssigkeit abgeschirmt und über einen elektrischen Leiter mit einem Meßgerät verbunden ist: Bei
Auftreten eines kleinen Lecks in der Wand vermag der feuchtigkeitsdichte Isolierbelag ein Austreten der
Flüssigkeit zu vermeiden, während die hochempfindliche Anzeigeeinrichtung aufgrund der durch das Leck
gelangenden Luft- oder Erdfeuchtigkeit ein Signal gibt.
Für mit Wellendichtungen versehene Aggregate, bei denen Leckagen vornehmlich an den Dichtungen
auftreten, ibt die geschilderte Anzeigeeinrichtung nicht geeignet, da sie nur in statischen Bereichen anbringbar
ist
Durch die DE-OS 22 49 097 ist eine Vorrichtung zur Anzeige von Leckstellen in einem geschlossenen
Alkdimetallsystem bekannt, die aus einem das zu überwachende System umschließenden Mantel aus von
Natrium benetzbaren Fasern besteht, wobei der Mantel beiderseits von elektrisch leitenden Schichten umschlos-
H) sen ist, die bei einem durch flüssiges Alkalimetall
ausgelösten Kurzschluß eine Anzeige bewirken. Auch hier handelt es sich um eine nur im statischen Bereich
einsetzbare Vorrichtung.
Für abgedichtete Räume, wie z.B. unter Wasser angeordnete Elektromotoren, verwendbare Leckmelder
sollen Schaden verhindern helfen, die nach einer Leckage entstehen können: Das in den Motor
eingedrungene Wasser würde aufgrund der Wellendrehung mit dem vorhandenen öl zu einer Emulsion
vermischt In die .Motorwicklung gelangende Anteile der Emulsion wurden deren Isolation verschlechtern
und schließlich zum Ausfall der Wicklung führen.
Es sind bereits Feuchtigkeitsdetektoren bekannt (GB-PS 13 39 698 und 13 87 201), bei denen sich
zwischen zwei Elektroden ein hygroskopisches Granulat befindet. Die Detektoren reagieren auf Öl-Wasser-Emulsionen,
indem das Wasser von dem hygroskopischen Stoff aufgenommen wird und dessen Durchgangswiderstand
so weit verringert, daß über die Elektroden
«> ein Signalstrom zu fließen beginnt Der Nachteil dieser
bekannten Einrichtungen liegt darin, daß das Granulat, bedingt durch seine verhältnismäßig große aktive
Oberfläche, sich bereits mit der in der Luft des abgedichteten Raumes befindlichen Feuchtigkeit soweit
J5 anreichern kann, daß eine Fehlanzeige erfolgt Es ist
weiterhin von Nachteil, daß das Granulat bei jeder Feuchtigkeitsaufnahme durch -Absplittcrung seine
Korngröße verringert und somit verschleißt
Nun wäre es zwar möglich, den zu überwachenden
•to Raum vor der Abdichtung mit getrockneter Luft oder
Gas zu lullen bzw. ein eine Fehlanzeige ausschaltendes
zusätzliches Trockenmittel einzubringen, wie es bei Kabelisolierungen mit einer Einrichtung zur Anzeige
eingedrungener Feuchtigkeit durch die US-PS 20 56 085 grundsätzlich bekannt ist. Aber abgesehen davon, daß
der gesamte Raum und der Detektor vor und während der Montage trocken gehalten werden müßten, würde
es beim Eindringen der geringsten Leckagemenge, welche an sich meist noch unbedenklich ist, bereits zu
5<> einer Fehlanzeige kommen, da sich infolge Sättigung
der im Motor befindlichen Luft aus der Öl-Wasser-Emulsion bei Betriebstemperatur ein Feuchtigkeitsübergang
auf den Detektor ergäbe.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Leckmelder zu schaffen, der einerseits eine sichere Anzeige bei einer den abgedichteten Raum bzw. die darin enthaltenen Teile gefährdenden Leckagemenge bewirkt, der andererseits aber eine Fehlanzeige aufgrund geringer, ungefährlicher Feuchtigkeitsanteile
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Leckmelder zu schaffen, der einerseits eine sichere Anzeige bei einer den abgedichteten Raum bzw. die darin enthaltenen Teile gefährdenden Leckagemenge bewirkt, der andererseits aber eine Fehlanzeige aufgrund geringer, ungefährlicher Feuchtigkeitsanteile
w> vermeidet.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Leckmelder der eingangs genannten Art, eifindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die zwischen den Elektroden angeordnete Schicht aus ölgetränktem Asbest besteht.
M Die Wirkung des erfindungsgemäßen Leckmelders
beruht darauf, daß bei Kontakt mit einer an ihm vorbeibewegten Öl-Wasser-Emulsion das in den Kapillaren
des Asbests befindliche öl ausgewaschen und
durch öl-Wasser-Emulsion ersetzt wird. Hierdurch wird
der elektrische Durchgangswiderstand des Asbests herabgesetzt, so daß bei angelegter Spannung zwischen
den elektrisch leitfähigen Flächen ein Strom fließt.
In vorteilhafter Ausgestaltung der ErfincOing besteht
der Leckmelder aus zwei äußeren Flächenelektroden, welche mit öffnungen zur Vergrößerung der wirksamen
Oberfläche des ölgetränkten Asbests versehen sind, zwischen denen eine als Gegenpol dienende dritte
Elektrode, zwischen Asbestplatten eingebettet, angeordnet ist An die Stelle der beiden äußeren
Elektroden kann auch eine einzelne Elektrode treten, die aufgrund einer entsprechenden Biegung die innere
Elektrode und die Asbestplatten umschließt.
Für den Fall, daß der zu schützende Raum sowohl horizontal als auch vertikal angeordnet sein kann, wird
in zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, daß die Elektroden abgewinkelt, gebogen
oder in einer beliebigen, sowohl der Horizontalen als auch der Vertikalen weitgehend folgenden Form
gestaltet sind.
Schließlich wird noch vorgeschlagen, daß innerhalb des zu überwachenden abgedichteten Raumes eine den
Ansprechzeitpunkt des Leckmelders hinauszögernde Menge eines hygroskopischen Trockenmittels angeordnet
ist.
Solange lange noch keine Leckage in den Motor eindringt, nimmt hier das Trockenmittel sämtliche
vorhandene Luftfeuchtigkeit auf. Erschöpft sich bei Eindringen der ersten Leckage die Aufnahmekapazität
des Trockenmittels, so verhindert für eine ausreichend lange Zeit die Öltränkung das Eindringen von
Luftfeuchtigkeit in die Kapillaren des Asbests selbst bei intensiver Betauung. Erst wenn der Leckmelder von der
Leckage umspült wird, spricht er schließlich in gewünschter Weise an.
Anhand verschiedener Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt die
F i g. 1 einen erfindungsgemäßen Leckmelder in "i einfacher Form, die
F i g. 2 einen Leckmelder mit zwei Trennschichten, die
F i g. 3 einen Leckmelder in Winkelform, und die
Fig.4 einen Elektromotor mit einem eingebauten
κι Leckmelder in Winkelform.
Der Leckmelder der F i g. 1 besteht aus zwei Elektrodenblechen 1, 2 und einer dazwischen angeordneten
ölgetränkten Asbestplatte 3. Die Elektrodenbleche 1,2 besitzen öffnungen 4, die die freie Oberfläche
ι => der Asbestplatten 3 vergrößern.
Beim Leckmelder der F i g. 2 befindet sich zwischen einem äußeren gebogenen Blech 5 ein als Gegenpol
dienendes Blech 6, welches durch zwei ölgetränkte Asbestplatten 7 von dem äußeren Blech 5 getrennt ist.
2« öffnungen 8 im äußeren Blech 5 vergrößern die Angriffsflächen der ölgetränkten Asbestplatten 7.
Der in der F i g. 3 gezeigte winkelförmige Leckmelder
besitzt zwei äußere Flächenelektroden 9, 10 eine als Gegenpol dienende innere Elektrode 11 und öigetränk-
y> te Asbestplatten 12, die die einzelnen Flächeneiektroden
voneinander trennen.
Ein der F i g. 3 entsprechender Leckmelder 13 ist in
dem in der Fig.4 dargestellten Elektromotor 14 eingebaut. Der Leckmelder 13 ist dabei tiefer als die
in Motorwicklung 15 angeordnet. In dem Elektromotor 14 ist außerdem ein hygroskopisches Trockenmittel 16
vorgesehen, das den Ansprechzeitpunkt des Leckmelders so lange verzögert, bis ein den Elektromotor 14
bzw. dessen Wicklungen 15 gefährdender Wasseranteil ir>
innerhalb des Motors vorhanden ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Wasser-Leckmelder für abgedichtete Räume,
insbesondere für Wicklungsräume von Elektromotoren für Tauchmotorpumpen, bei dem zwischen bei
einer Überbrückung einen Signalstrom leitenden Elektroden eine zunächst elektrisch isolierende,
nach Aufnahme von Leckageflüssigkeit elektrisch leitende Schicht angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die zwischen den Elektroden (1,2,5,6,9,10,11) angeordnete Schicht (3,7,12)
aus ölgetränktem Asbest besteht
2. Wasser-Leckmelder nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch zwei äußere, mit öffnungen (8) versehene Flächenelektroden (5), zwischen denen
eine als Gegenpol dienende dritte Elektrode (6) unter Zwischenschaltung vom ölgetränkten Asbestplatten
(7) angeordnet ist
3. Wasser-Leckmelder für wahlweise horizontal oder vertikal angeordnete abgedichtete Räume nach
den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (9,10,11) abgewinkelt, gebogen
oder in einer beliebigen, sowohl der Horizontalen als auch der Vertikalen weitgehend folgenden Form
gestaltet sind.
4. Wasser-Leckmelder nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der folgenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des zu überwachenden abgedichteten Raumes (14) eine den
Ansprechzeitpunkt des Leckmelders (13) hinauszögernde Menge eines hygroskopischen Trockenmittels
(16) angeordnet ist.
Priority Applications (8)
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