DE286600C - - Google Patents

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DE286600C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 286600 KLASSE 24 e. GRUPPE
DELLWIK-FLEISCHER WASSERGAS-GES. m. b. H. in FRANKFURT a. M.
Generator zur Erzeugung von Wassergas. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juni 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Generatoren zur Erzeugung von Wassergas, bei denen im λ ersten Abschnitt ausschließlich Luft durch die Brennstoffmenge hindurchgeblasen wird (Heißblaseperiode), während im zweiten Zeitabschnitt nur Dampf durch dieselben hindurchgepreßt wird, der sich hierbei in bekannter Weise zersetzt (Gaseperiode). Bei den heute bekannten Schachtausbildungen enthält das erzeugte Wassergas noch eine ganz beträchtliche Menge von Kohlensäure. Diese für viele Zwecke sehr unbequeme Menge an diesem Ballastgas läßt sich nun auf 1Zs. mindestens aber auf die Hälfte vermindern, wenn, gemäß der Erfindung, in der Mitte unterhalb der zugleich als Abführungskanal für die Verbrennungsgase ausgebildeten Aufgichtöffnung eine einen kanalförmigen Raum frei lassende senkrechte Trennungswand durch den runden Schachtraum hindurchgeführt ist, während die Windzuführungen, Gasabführungen und die Dampfdüsen auf die hierdurch entstehenden beiden Schachtabteile gleichmäßig und gleichartig verteilt sind. Durch die Benutzung dieser einfachen Trennungswand wird es möglich, zwei getrennte Luftströme durch die beiden voneinander abgetrennten Brennstoffsäulen zu blasen, dagegen den Dampf durch die hintereinander liegenden, also doppelt so großen Brennstoffmengen zu pressen, wodurch beim Blasen eine Reduktion von Kohlensäure in Kohlenoxyd vermieden und beim Gasen die Reduktion der Kohlensäure in Kohlenoxyd erhöht wird.
Diese Wirkung hat man bis jetzt nur in zwei getrennten, durch eine Rohrleitung am oberen Ende verbundenen Generatoröfen angestrebt, aber Erfolge nicht erzielen können, weil die Überwachung zu hohe Anforderungen stellt. Sobald man nämlich zwei an sich selbständige Generatoröfen benutzt, lassen sich die unvermeidlichen Ungleichheiten in den Betriebs- und Feuerungsverhältnissen nicht vermeiden, so daß einer der beiden einer gleichen Belastung unterliegenden Generatoren meist bald außerordentlich zurückbleibt. Bei dem Erfindungsgegenstand wird nun durch die den beiden Schachtabteilen gemeinsame symmetrische Aufgichtöffnung und die Benutzung dieser Aufgichtöffnung als Abzugskanal für die beim Heißblasen entstehenden Verbrennungsgase einerseits die ständige Aufrechterhaltung gleichhoher Brennstoffsäulen gesichert und damit für das Heißblasen ein gleich großer Windwiderstand in jedem Abteil erzeugt, andererseits aber alle die Zufälle ausgeschlossen, die bei zwei an sich gleichen Kaminen durch ungleiche Erwärmung, Verschmutzung o. dgl. des einen derselben eine Erhöhung oder Verminderung des Blaswider-Standes herbeiführen können.
Zwillingsgeneratoren mit gemeinsamer Aufgichtöffnung sind nur zur Erzeugung von Generatorgas und für ununterbrochenen Betrieb bekannt gewesen. Hier sind nun aber die bei dem im vorliegenden Fall zugrunde liegenden absätzigen Verfahren zur Erzeugung von Wassergas bei dem Auftreten von
Ungleichheiten sich ergebenden Nachteile nicht vorhanden, und die Anwendung von Zwillingsgeneratoren geschieht daher auch dort aus ganz anderen Gründen und mit anderem Erfolg. Auch die Verwendung symmetrisch liegender Aufgichtöffnungen als Abzugskanäle für die Verbrennungsgase ist dort nicht vorhanden, weil diese Abzugskanäle in Rücksicht auf die Eigenart des Generatorgasverfahrens
ίο unnötig sind.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
In einem üblichen runden Generatorschacht ist, gemäß der Erfindung, mitten unterhalb der zugleich als Verbrennungsgasabführung ausgebildeten Aufgichtöffnung 6 eine Trennungswand 3 quer durch den ganzen Generatorschacht hindurchgeführt und in den hierdurch entstandenen gleichgroßen Schachtabteilen 1 und 2 die Wind- und Dampfzuführung bzw. Gasabführungen 8 gleichmäßig symmetrisch angeordnet.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Bei den in gleichen Zeiten durch die Aufgichtöffnung 6 erfolgenden Brennstoffzufuhren werden die beiden Schachtabteile 1 und 2 bis hinauf zu den konischen Verengungen 4 und 5 gleichhoch angefüllt. Hierauf wird durch die Warmblasedüsen 7 und 8 Wind in parallelen Strahlen, d. h. also von der Düse 7 aus über über den Weg 1, 4 und 6 und von der Düse 8 aus auf dem Wege 2, 5 und 6 durch die Brennstoffmenge hindurchgetrieben. Alsdann wird die Aufgichtöffnung 6 geschlossen und
z. B. Dampf durch die Düse 7 in den Schacht gepreßt und durch die Düse 8 in zersetztem Zustand abgeführt und nach einem erneuten Heißblasen Dampf durch die Düse 8 in die Brennstoffmenge gepreßt und durch die Düse 7 als Nutzgas abgeführt.
Gegenüber den üblichen Wassergasgeneratoren für absätzigen Betrieb unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand somit durch1 die symmetrisch unter der Aufgichtöffnung b liegende und zwei gleichmäßig und gleichartig verteilte Schachtabteile bildende Trennungswand 3. Hierdurch wird es möglich, beim Blasen eine unerwünschte Reduktion von Kohlensäure in Kohlenoxyd zu vermeiden und die dagegen erwünschte Reduktion der Kohlensäure in Kohlenoxyd beim Gasen so zu erhöhen, daß durch diese einfache Abänderung des Generators die als Ballast wirkende Kohlensäuremenge sich bis zur Hälfte und sogar bis zu x/5 vermindern läßt.

Claims (1)

  1. Pate nt-An Spruch:
    Generator zur Erzeugung von Wassergas, dadurch gekennzeichnet, daß mitten unterhalb der zugleich als Abführungskanal für die Verbrennungsgase ausgebildeten Aufgichtöffnung (6) eine einen kanalförmigen Raum (4, 5) frei lassende senkrechte Trennungswand (3) durch den runden Schachtraum liindurchgeführt ist, während die Wind- und Dampf zu führungen sowie Gasabführungen (8) auf die hierdurch entstehenden Schachtabteile (1, 2) gleichmäßig und gleichartig verteilt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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