DE288230C - - Google Patents

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DE288230C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/42Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration
    • D04B9/46Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration stockings, or portions thereof
    • D04B9/54Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration stockings, or portions thereof welts, e.g. double or turned welts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für flache Kulierwirkstühle zur Erzeugung solcher Waren mit mehr als zwei aufeinanderliegenden Stofflagen, bei denen beide Enden der einzelnen Stofflagen in gewisser Entfernung voneinander angearbeitet sind, so daß die Stqfflagen mehr oder weniger gestreckt liegen.
Das neue Verfahren besteht im wesentliehen darin, daß man das Ende der ersten Stofflage immer wieder als Anfang der nächstfolgenden Stofflagen benutzt, wobei das Ende der zweiten und etwaiger weiterer- Stofflagen in der für andere Zwecke bekannten Weise unter den Abschlagkamm gebracht wird, bevor das Arbeiten einer neuen Stofflage beginnt, bis schließlich die Schlußreihen dieser Stofflagen wieder über den Abschlagkamm heraufgeholt und unter gleichzeitigem oder späterem Übertragen der Anfangsreihe der ersten Stofflage auf die Stuhlnadeln, bei der dann fortzusetzenden Warenerzeugung miteinander zum zweiten Male verbunden werden. Im nachstehenden sollen zwei Ausführungsbeispiele behandelt werden. Das eine Beispiel (Fig. ι bis 8) bezieht sich auf Stofflagen von gleicher Länge, die in der Breitrichtung ent-Aveder alle aus einem Stück bestehen (Fig. 7) oder geteilt sind (Fig. 8), wobei angenommen ist, daß nur eine Stofflage diese Teilung besitzt.
Das andere Beispiel (Fig. 9 bis 17) betrifft Stofflagen von ungleicher Länge und teils von gleicher, teils von ungleicher Breite.
Für das erstgenannte Beispiel (Fig. 1 bis 8).
spielt sich das Arbeitsverfahren bei der Herstellung von beispielsweise drei aufeinanderliegender! und gleich breiten Stofflagen λνϊε folgt ab:
Man arbeitet die erste Stofflage ι (Fig. i), in deren Anfangsreihe ein Kamm α eingehängt wird. Als Fortsetzung der ersten Stofflage erfolgt sodann das Arbeiten der zweiten Stofflage 2, und zwar unter vorherigem Einhängen eines zweiten Hakenkammes b oder des Hakenkammes α in die letzte Maschenreihe der Stofflage ι (Fig. 2). Benutzt . man statt eines zweiten Hakenkammes den zuerst eingehängten Hakenkamm α wieder, so wird die von ihm gehaltene Anfangsreihe der Stofflage 1 5» auf den Schäften seiner Hakennadeln nach hinten geschoben. Nach Erzeugung der Stofflage 2 wird deren letzte Maschenreihe auf den Stuhlnadeln c unter den Abschlagkamm gebracht, was in der an sich bekannten Art geschient, und dann wird die letzte Reihe der Stofflage ι mittels des Hakenkammes b auf die Stuhlnadeln übertragen, so daß sie sich über dem Abschlagkamm befindet (Fig. 3). Diese Reihe bildet den Anfang für die nun zu arbeitende Stofflage 3 (Fig. 4). Alsdann holt man die Endreihe der Stofflagc'2 wieder über den Abschlagkamm d herauf, legt die Stofflage ι in Richtung nach den Stuhlnadeln c um und bringt deren Anfangsreihe auf die Stuhlnadeln (Fig. 5). Bei der sich nun anschließenden Erzeugung des Warenteiles 4 \verden die Stofflagen 1 bis 3 zusammen verbunden (Fig. 6). Benutzt man diese Stofflagen beispielsweise als Anfang eines Strumpfes, so
bilden sie einen mehrfachen Doppelrand, welcher dem Strumpflängen 4 als oberer Abschluß dient (Fig. 7). Will man noch weitere Stofflagen erzeugen, so hat man nur den für die Stofflage 3 beschriebenen Arbeitsvorgang mehrfach zu wiederholen.
Erzeugt man jede der drei Stofflagen 1, 2, 3 mit einem über die ganze Warenbreite laufenden Fadenführer, so besteht auch jede Stofflage aus nur einem über diese Warenbreite sich erstreckenden Stück (Fig. 7). Verwendet man dagegen z. B. für die äußere Stofflage 2 mehrere nacheinander arbeitende Fadenführer, von denen der eine von 5 bis 6, der andere von 6 bis 7, und ein dritter von 7 bis 8 läuft (Fig. 8), so würde diese Stofflage bei 6 und 7 geteilt sein bzw. Schlitze besitzen, die zum Einziehen eines Strumpfbandes dienen könnten.
■20 Bei dem zweiten in den Fig. 9 bis 17 behandelten Beispiel wird in bezug auf die Fig. 9 bis 12 genau wieder so verfahren, wie dies für die Fig. 1 bis 4 beschrieben wurde, d. h. es werden die drei Stoff lagen 1, 2, 3 der Reihe nach erzeugt und das Ende der Stofflage 2 bis nach Fertigstellung der Stofflage 3 unter dem Abschlagkamm d gehalten (Fig. 12). Bei diesem Beispiel sind aber die Stofflagen nicht alle gleich lang, sondern nur 2 und 3, während 1 eine etwas größere Länge besitzt. Da die kürzeren Stofflagen 2 und 3 in die Mitte der längeren Stofflage 1 kommen sollen, so werden nun nicht nach Erlangung der Stofflagen im Sinne von Fig. 12 alle drei Stoff lagen zusammen verbunden, sondern nur 2 und 3, worauf die Erzeugung einer Warenstrecke 4 (Fig: 13) erfolgt, deren Länge so gewählt wird, daß nach einem nunmehr vorzunehmenden Umlegen und Übertragen der Anfangsreihe des Stoffteiles 1 auf die Stuhlnadeln (Fig. 14), die Stofflagen 2 und 3 in der Mitte von 1 sich befinden. Beim Arbeiten einer neuen Maschenreihe werden die Stofflagen 1 und 4 zusammen verbunden, worauf dann, wenn es sich wieder um die Herstellung eines Strumpfes handelt, der Längen 5 (Fig. 15) in bekannter Weise gearbeitet wird.
Auch bei dem vorstehend beschriebenen \ zweiten Beispiel können die Stofflagen in der Breitrichtung der Ware entweder ungeteilt sein oder Schlitze 6, 7 (Fig. 16) besitzen. Es ist aber auch angängig, z. B. im Sinne von Fig. 17, nur schmale Stofflagen 2 zu arbeiten, wenn man einen Wirkstuhl mit geteilten Nadelbarren verwendet, bei dem diejenigen Nadeln, welche die Maschen der Reihe.τ halten, mit Ausnahme derjenigen für die Stofflagen 2 (Fig. 10a, verkleinerte Draufsicht von Fig. 10) der Ware in der Abzugsrichtung folgen können, wenn die Lagen 2 erzeugt werden. Macht man die Lagen 2 länger als 3, dann liegen sie nicht gestreckt, sondern hängen lose nach Art von Schlaufen. Wenn man vor dem Heraufholen der Stofflagc 2 (Fig. 4 und 12) weitere Stofflagen (3) erzeugt und in der Reihenfolge ihrer Entstehung mit ihrer Endreihe unter den Abschlagkamm bringt, bis die zweite Verbindung der Stofflagen hergestellt werden soll, erhält man Waren mit mehr als drei Stofflagen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren für flache Kulierwirkstühle zum Arbeiten von Waren mit mehr als zwei aufeinanderliegender! Stofflagen, deren Enden in gewisser Entfernung voneinander angearbeitet sind, so daß die Stoftlagen in der Längsrichtung mehr oder weniger gestreckt liegen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ende der ersten Stofflage immer wieder als Anfang der nächstfolgenden Stofflagen benutzt, wobei · das Ende der zweiten und etwaiger weiterer Stofflagen unter den Abschlagkamm gebracht wird, bevor das Arbeiten einer neuen Stoftlage beginnt, bis schließlich die Schlußreihen dieser Stofflagen wieder über den Abschlagkamm heraufgeholt und unter gleichzeitigem oder späterem Übertragen der Anfangsreihe der ersten Stofflage auf die Stuhlnadeln, bei der dann fortzusetzenden Warenerzeugung miteinander zum zweiten Male verbunden werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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