DE2900510A1 - Servolenkung fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Servolenkung fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
2300510
R. 5:3 1
1-4.12.1978 Mü/Kö
Die Erfindung geht aus von einer Servolenkung nach der Gattung des Hauptanspruchs. Eine bekannte Lenkungseinrichtung
benützt die Kolben-Zylinder-Einheit.eines Lenkungsdämpfers
als Instrument zur Erzeugung der Hilfskraft, um den Lenkvorgang weniger kraftaufwendig zu
gestalten. Der Steuerung des modifizierten Lenkungsdämpfers dient ein von einem elektronischen Steuergerät
angesteuertes Stellglied^ wobei das elektronische Steuergerät Drehrichtungssignale von der Lenksäule bearbeitet.
Der dafür erforderliche Meßwertgeber sitzt zwischen Lenkwelle und Lenkgetriebe.
03 On 79/0 291
5231
Es hat sich nun gezeigt, daß diese Meßwertgeber zu aufwendig und zu wenig servicefreundlich sind, darüber
hinaus bei Arbeiten an diesem Meßwertgeber direkt in den Lenkungsmechanismus eingegriffen werden muß, -was
aus Sicherheitsgründen nicht wünschenswert ist.
Die erfindungsgemäße Lenkeinrichtung für Kraftfahrzeuge
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs hat demgegenüber die Vorteile, daß erstens der Meßwertgeber einfacher
und kostengünstiger aufgebaut sein kann-, weil er keine Drehbewegung erfassen muß, sondern nur eine Linearbewegung,
und zweitens der Meßwertgeber nicht mehr unmittelbar mit dem Lenkungsmechanismus gekoppelt ist, somit
bei Arbeiten an diesem Meßwertgeber ein Sicherheitsrisiko auf ein Mindestmaß reduziert ist.
Durch die in" den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Lenkung möglich. Als
besonders vorteilhaft hat sich die mögliche Integration des Meßwertgebers mit der Zylinder-Kolben-Einheit des
Lenkungsdämpfers herausgestellt. Des weiteren läßt sich
der Meßwertgeber besonders einfach z.B. mit einer eingespannten Blattfeder und beiderseitigen, in einem gewissen
Abstand feststehenden Kontakten realisieren.
Zeichnung
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeich-
030029/0.291 -
nung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine grob schematische Darstellung der Lenkung in Verbindung mit dem Blockschalt
bild der Steuerung der Servolenkung, Figur 2 die Anordnung von Stellzylinder und Meßwertgeber in jeweils getrennter
Ausführung und Figur 3 eine Einzelheit des Steuergeräts des Gegenstandes von Figur 1.
Figur 1 zeigt grob schematisch die Vorderachse eines
Kraftfahrzeuges mit; dem Lenkmechanismus und den einzelnen, der Servolenkung dienenden Bauteilen und Steuerungseinrichtungen.
Mit 10 ist eine Lerikwelle bezeichnet und mit 11 ein-Lenkgetriebe, welches, wie nicht
näher dargestellt, auf ein Spurstangengelenk 12 zur Steuerung der Laufrichtung eines Rades 13 einwirkt. 14
zeigt die Zylinder-Kolben-Einheit eines Lenkungsdämpfers, der nun in gesteuerter Ausführung der Servoeinrichtung
dient. Während der Zylinder der Zylinder-Kolben-Einheit 14 starr mit der Fahrzeugachse über ein entsprechendes
Befestigungsmittel 15 verbunden ist, wird der Kolben über den Meßwertgeber 16 und einen Hebel 17 mit dem
Spurstangengelenk 12 gekoppelt.
Ihr hydraulisches Steuerungsmittel erhält die Kolben-Zylinder-Einheit
14 über zwei elektrisch steuerbare Magnetventile 20 und 21 in einem Stellglied 2-2 aus einem Druckmittelbehälter
23.3 der auch als Teil der Zentralhydraulik in Verbindung mit einem Blockierschut"zsystem verwendbar
is t»
Ein elektronisches Steuergerät 25 erhält Lenkrichtungssignale über zwei Eingänge 26 und 27, ein Zündsignal
über einen Eingang 28 und ein Geschwindigkeitsgrenzwertsignal über einen Eingang 29· Zwei Ausgänge 30 und 31
sind mit den Erregerwicklungen der beiden Magnetventile 20 und 21 am Stellglied 22 verbunden und von einem weiteren
Ausgang 32 führt eine Leitung 33 zu einer Warnlampe 3^3 die Störungsfälle anzeigen soll.
Das Steuergerät 25 enthält Verknüpfungselemente für die
einzelnen elektrischen Signale sowie Ausgangssignal-Verstärkerstufen
und eine Sicherheitsschaltung zum Erkennen,
Anzeigen und Reagieren auf Störungen. Im einzelnen ergibt sich folgender Aufbau. Die beiden Eingänge 26 und
27 sind zu je einem LogikGatter 35 und 36 mit'je einem
invertierenden und zwei nichtinvertierenden Eingängen geführt, wobei diese Eingänge 26 und 27 mit nichtinvertierenden
Eingängen der beiden logischen Gatter verknüpft sirid. Der weitere nichtinvertierende Eingang eines jeden
logischen Gatters 35 und 36 ist mit dem Ausgang eines UND-Gatters 37 verbunden., dessen Eingänge mit den Eingängen
28 und 29 für das Zündungssignal und das Geschwindigkeitsschwellwert
signal identisch sind.
Ausgangsseitig folgt den Gattern 35 und 36 je ein Zeitglied 38 und 39 j welches auf ein Triggersignal hin ein
Ausgangssignal konstanter Impulsdauer abgibt. Jedem der beiden Zeitglieder 38 und 39 ist ein UND-Gatter 40 und
4l nachgeschaltet, denen wiederum Treiberstufen 42 und
vor den Erregerwicklungen der Magnetventile im Stellglied 22 folgen. Die Ausgänge der beiden Treiberstufen 42 und
43 sind zusätzlich zu einer Sicherheitsschaltung 45 geführt.
Deren Ausgang Ist einmal mit der Warnlampe 34
03 00?9 /0291
und ferner über einen Inverter 46 mit den beiden weiteren
Eingängen der UND-Gatter 40 und 4l verbunden.
Schließlich stehen noch die Ausgänge der beiden Zeitglieder 38 und 39 über je ein Zeitglied 48 und 49 mit den
invertierenden Eingängen derjenigen logischen Gatter 35 und 36 in Verbindung, die dem jeweils anderen Zeitglied
38 oder 39 vorgeschaltet sind.
Die Wirkungsweise des Gegenstandes van Figur 1 ist wie folgt. Bei Verdrehung des Lenkrades, bzw. der Lenkwelle
10 nach rechts, liefert der Meßwertgeber l6 ein entsprechendes Signal dem Eingang 26 des Steuergeräts 25.
Dieses Signal wird über das logische Gatter .35 auf das als monostabile Kippstufe ausgebildete Zeitglied 38 weitergeschaltet,
dessen Ausgangssignal wiederum über das UND-Gatter 40 zur Treiber- bzw. Leistungsstufe 42 gelangt.
Infolge davon wird das Magnetventil 20 angesteuert und der Kolben der Zylinder-Kolben-Einheit 14 wird entsprechend
verschoben. Das- Magnetventil 20 steuert so lange Druck in den Zylinder der Einheit 14 ein, bis das
Zeitglied 38 wieder ausschaltet. Ein entsprechend großer Druckstoß der Einheit 14 führt zum Ansprechen des gegenüberliegenden
Kontakt im Meßwertgeber 16. Um nun zu verhindern, daß infolge davon das zweite Magnetventil 21 im
Stellglied 22 angesteuert wird, wird vom.Ausgangssignal
des Zeitgliedes 38 das Zeitglied 49 gesetzt, welches für
eine entsprechende Zeitdauer das Gatter 36 sperrt.
Damit die Lenkhilfe nach dem Gegenstand von Figur 1 nur in unteren Geschwindigkeitsbereich und nur bei eingeschalteter
Zündung wirkt, sind die beiden Eingangsgatter 35 und 36 ebenfalls noch abhängig von der Zündschalter^
β 300 29/0291 -
stellung und vom Auftreten einer bestimmten unteren
Grenzgeschwindigkeit steuerbar.
Die Sieherheitsschaltung 45 dient der überwachung der
Ansteuersignale der beiden Hagnetventile 20 und 21 im
Stellglied 22. Denn aus Sicherheitsgründen dürfen die beiden Magnetventile weder einzeln zu lange noch gemeinsam
erregt sein. Aus diesem Grunde enthält die Sicherheitsschaltung 45 Zeitglieder und vorzugsweise ein
Exklusiv-Qder-Gatter, damit im Störungsfalle ein entsprechendes
Warnsignal mit der Warnlampe 34 abgegeben werden kann und gleichzeitig die Treiberstufen 42 und
43 abgeschaltet werden.
Figur 2 zeigt in einer gegenüber Figur 1 genaueren Darstellung den Meßwertgeber in Verbindung mit der Zylinder-Kolben-Einheit
14. Der Meßwertgeber l6 ist hier mit dem einen Gehäuseende 50 mit dem Lenkgestänge 51 verbunden.
In das Gehäuse selbst ist eine Blattfeder 52 eingebracht, die, gegebenenfalls isoliert, mit dem Kolben
53 der Kolben-Zylinder-Einheit 14 kraftschlüssig gekuppelt ist. Auf der gegenüberliegenden Seite der Blattfedereinspannung
sind zwei Schaltkontakte 54 und 55 vorhanden, die je nach Kraft und Wirkungsrichtung der Kraft
ausgehend vom Lenkgestänge 51 feststehende Kontakte und 57 berühren und damit das gewünschte Signal abgeben.
Da ein entsprechend großer Schaltweg die Dämpfungseigenschaf
ten des Lenkungsdämpfers, welcher in diesem Ausführungsbeispiel mit dem Stellzylinder der Servoeinrichtung
kombiniert ist, beeinflußt, sind Wegbegrenzungsscheiben 58 und 59 als Dämpfer im Gehäuse 50 des
Meßwertgebers 16 angebracht.
— 1J —
D30029/0291
5 2 31"
Der- Kolben des als Kolben-Zylinder-Einheit I^ bezeichneten
Stellzylinders j weist nach der Zeichnung von Figur 2 ein gestrichelt gezeichnetes Rechteck 60 auf. Diese
Umrahmung soll andeuten, daß der Meßwertgeber auch mit dem Kolben integriert sein kann, was besondere Vorteile
bezüglich den Reibungsverlusten sowie des sicheren Arbeitens des Meßwertgebers hat.
In Figur 2 sind auch im Gegensatz zu den Magnetventilen
20 und 21 von Figur 1 Dreistellungsventile 6l und 62 gezeichnet, Parallel zum jeweiligen Ventil ist noch je
ein Rückschlagventil 63 und 6 k gezeichnet, i^elches die
Funktion des sogenannten Bodenventils im Lenkungsdämpfer erfüllt. Durch dieses Ventil wird bei einer Saugbewegung
des Kolbens der Kolben-Zylinder-Einheit Ik der entsprechende
Raum mit Flüssigkeit nachgefüllt.
Figur 3 zeigt wenige Gatterfunktionen in Verbindung mit
einer Leistungsstufe für Magnetventile, die in der Lage
ist, das jeweilige Magnetventil mit zwei verschiedenen Strompegeln anzusteuern. Gleiche Signaleingänge und
gleiche Bauteile, wie sie bereits beim Gegenstand von Figur 1 behandelt wurden, weisen beim Gegenstand von
Figur 3 das gleiche Bezugszeichen auf.
Beide Eingänge 26 und 27 des Steuergerätes führen zu je einem UND-Gatter 70 und 71, dem wiederum je ein
steuerbarer Verstärker 72 und 73 nachfolgt. An den Aus-, gangen dieser Verstärker sind die Erregerwicklungen
der Hagnetventile 6l und 62 von Figur 2 angeschlossen.'
Sowohl den UND-Gattern 70 und 71 als auch den Verstärkern
72 und 73 wird das Ausgangssignal des bereits beim
- 8 830023/0291 "
-Sr-
- *l-
- *l-
Gegens^and von Figur 1 vorhandenen UND-Gatters 37 für
das Zündsignal und das Geschwindigkeitssignal augeführt,
Wird die Zündung eingeschaltet und befindet sich das
Fahrzeug im Geschwindigkeitsbereich, - in welchem die Parkier-Servolenkung funktionieren soll, dann werden
die Magnetventile in die Stellung IL (siehe Zeichnung Figur 2) durch Ansteuerung mit dem Strompegel il geschaltet.
Erfolgt die Signalgabe durch den Meßwertgeber 16, dann steht das Signal an den Gattern 70 und 71
an und schaltet die Verstärker 71 und 73 auf die Strompegel
i2, was ein Umschalten des jeweiligen Magnetventils el oder 62 in Stellung III bewirkt. Auch hier gilt
für die Funktion der Parkier-Servolenkung, daß am UND-Gatter
37 ein I-IeAsignal für eingeschaltete Zündung und
kleine Geschwindigkeit anstehen muß.
Vorzugsweise wird die Schaltungsvariante mit den Drei-Stellungsventilen
dort verwendet, wo im kleinen Geschwindigkeitsbereich als dem Funktionsbereich der Parkier- .
Servolenkung eine größere Drosselung der Ausgleichsbewegung des Fluids des Lenkungsdämpfers angestreb-t wird
als im liornalfall. Damit entstehen auch bei kleiner
Stellgeschwindigkeit des Kolbens der Kolben-Zylinder-Einheit 14 relativ große Dämfpungskräfte.
030t)? 9/0? 9 t
Claims (10)
15.12.1978 1-lüMm
ROBERT BOSCH GMBH3, 7QQO Stuttgart 1
Ansprüche
"IJ Servolenkung für Kraftfahrzeuge mit einer Lenkwelles
einem Lenkgetriebe und einer Stange s die ihre von Lenkwelle
und Lenkgetriebe eingeleitete Querbexfegung über verschiedene
Lenker auf die Fahrzeugräder überträgt3 und
mit einer Zweikammer-Zylinder-Kolbeneinheit in Verbindung mit insbesondere einem hydraulischen Lenkungsdämpfers
wobei die zwei Kammern der Zylinder-Kolben-Einheit über Hydraulikleitungen an ein Stellglied einer Servoeinrichtung
angeschlossen sind und daß dem Stellglied Steuerimpulse von einem von einen Meßwertgeber angesteuerten.,
elektrischen oder elektronischen Steuergerät zuführbar sind5 dadurch gekennzeichnet, daß der Meßwertgeber
(l6) mit der Zylinder-Kolben-Einheit (I1I) gekoppelt
ist.
2. Lenkung für Kraftfahrzeuge nach Anspruch ls dadurch
gekennzeichnet, daß der Meßwertgeber (16) in der Zylinder-Kolben-Einheit (l^i) integriert ist (60).
030029/0211
3. Lenkung für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet 3 daß der Rücklauf aus den Kammern der
Zylinäer-Xolben-Einheit (1^) insbesondere" bei niedrigen
Geschwindigkeitswerten des Kraftfahrzeuges drosselbar
ist.
^i. Lenkung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Drosselung des Rücklaufs Drei-Stellungsventile vorhanden sind.
5. Lenkung nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet, daß
der Meßwertgeber einen Doppelkontaktschalter (52, 5^ bis
57)3 Hall- oder Piezogeber enthält.
6. Lenkung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Doppelkontaktschalter eine mit Kontakten versehene
Blattfeder enthält.
7- Lenkung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsleitungen des Meßwertgebers (16) zu Zeitgliedern (38, 39) geführt sind.
8. Lenkung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitglieder (38 und 39) gegenseitig blockierbar sind.
030029/0291
9· Lenkung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 83
dadurch gekennzeichnet, daß das Beaufschlagen der Kolben-Zylinder-Einheit (14) mit Druckmittel abhängig von der
Zündschalterstellung und einem Geschwindigkeitssignal steuerbar ist.
10. Lenkung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 95 dadurch gekennzeichnets daß das elektronische
Steuergerät (25) eine Sicherheitsschaltung (^5)
für Ausgangssignale der Ansteuerstufen der Magnetventile im Stellglied (22) enthält.
Ö30029/02§1
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Legal Events
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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Ipc: B62D 5/04 |
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