DE2903123C2 - Mehrkantiger Behälter, insbesondere zum Transport von Müll und Bauschutt, und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Mehrkantiger Behälter, insbesondere zum Transport von Müll und Bauschutt, und Verfahren zu dessen Herstellung

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DE2903123C2
DE2903123C2 DE2903123A DE2903123A DE2903123C2 DE 2903123 C2 DE2903123 C2 DE 2903123C2 DE 2903123 A DE2903123 A DE 2903123A DE 2903123 A DE2903123 A DE 2903123A DE 2903123 C2 DE2903123 C2 DE 2903123C2
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Description

55
GEGENSTAND DER ERFINDUNG
60
Die Erfindung bezieht sich auf einen mehrkantigen Behälter, insbesondere zum Transport von Müll und Bauschutt, bestehend aus zueinander parallelen, über die Kanten hinweg durchlaufenden, dem Querschnitt des Behälters entsprechend abgewinkelten und untereinander verschweißten Blechbahnen mit Hohlspanten, die über die Behälterkanten durchlaufenden geschlossenen Hohlspanten verlaufen; sie bezieht sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung derartiger Behälter.
STAND DERTECHNIK
Die bekannten Behälter der vorbezeichneten Art bestehen aus mehreren Blechbahnen, die unverformt an ihren Längskanten miteinander verschweißt, anschließend durch gemeinsames Abkanten in die gewünschte Behälterform gebracht und sodann mit gleicherweise abgekanteten U-förmigen Profilen zur Bildung der Spanten verschweißt werden. Diese Bauweise hat den Nachteil eines unerwünscht großen Zeit- und Lohnkostenaufwandes, insbesondere für die Durchführung der Schweißarbeiten, einmal beim Schweißen der glatten *?Iechbahnen und anschließend beim Aufbringen der vorgefertigten Spanten.
Die DE-OS 19 27 799 zeigt einen mehrkantigen Behälter, der teilweise aus abgewinkelten Blechbahnen besteht und mit Hohlspanten versehen ist, die über die Behälterkanten hinweg verlaufen; auch dort sind die Hohlspanten durch nachträglich aufgeschweißte. U-förmige Rippen gebildet
Die US-PS 11 53 601 zeigt einen Behälter aus Profilblechen ohne versteifende Hohlspanten.
Die DE-OS 24 52 724 zeigt einen mehrkantigen Behälter mit Hohlspanten, die jedoch jeweils nur über eine Behälterwand verlaufen und sich nicht über die Behälterkanten bis zur Nachbarwand fortsetzen; sie sind vielmehr stirnseitig, an den Kanten des Behälters, mit Rahmenteilen verschweißt Es handelt sich hierbei um die bisher allgemein übliche Bauweise, bei welcher die Behälterkanten durch eine Rahmenkonstruktion gebildet werden. Diese Bauweise ist unerwünscht aufwendig und ermöglicht keine einfache Herstellung in einer durchlaufenden Schweißstraße.
AUFGABE
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fertigung von Behältern der eingangs bezeichneten Art zu vereinfachen und zu verbilligen.
LÖSUNG DER AUFGABE
Bei der Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von der Überlegung aus, daß die Verbindung der Blechbahnen untereinander und die Verbindung mit den Spanten durch einen gemeinsamen Schweißvorgang ermöglicht werden sojhe. Die Verwirklichung dieses Gedankens wurde bisher deshalb verworfen, weil U-förmige Spanten nach ihrer Verbindung mit den Blechbahnen geschlossene Rohre bilden, die sich erfahrungsgemäß nicht mit gutem Erfolg abkanten lassen. Diesem Problem läßt sich erfindungsgemäß dadurch aus dem Wege gehen, daß die Hohlspanten — ebenso wie die Blechbahnen — über die Behälterkanten hinweg durchlaufen und daß sie zwischen diesen Behälterkanten aus angeformten Teilen der Blechbahnen bestehen, die durch Biegen aus dem Material der Blechbahnen bestehen, die durch Biegen aus dem Material der Blechbahnen selbst geformt sind, während sie im Bereich der Behälterkanten aus eingeschweißten Krümmern bestehen, welche die Lücken der Hohlspanten in Umfangsrichtung schließen. Dadurch wird es ermöglicht, daß die Behälterwandung mit ihren Spanten in einem der Fließarbeit zugänglichen Verfahren mit erheblich verringertem Arbeits- und Kostenaufwand hergestellt werden kann, in-
dem Blechbahnen von über mehrere' Behälterwände durchlaufender Länge in noch gestreckter Lage in den Spantbildungszonen mit Ausschnitten von der Breite der Spantbildungszone und einer Länge entsprechend der Bogenlänge der Behälterkanten versehen, daß sodann, ebenfalls in noch gestreckter Lage der Blechbahnen die Spanten geformt, daß anschließend die Nahtstellen der angeformten Hohlspanten und der Blechbahnen untereinander in noch gestreckter Lage der Blechbahnen geschweißt, danach die miteinander verschweißten Blechbahnen zur Bildung der Behälterkanten abgekantet und schließlich die Spantlücken im Bereich der Behälterkanten durch Einfügen von Spantkrümmern geschlossen werden.
Durch die neue Bauweise ergibt sich eine Herstellung mit wesentlich herabgesetzter Länge der erforderlichen Schweißnähte. Es besteht ferner der Vorteil, daß sich durch die Spantbildung aus dem Blechbahnmaterial ohne weiteres unter Verwendung marktgängiger Blechbahnbreiten die für die Fertigung des Behälters erwünschten bzw. erforderlichen Spantenabstände ergeben.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
In der Zeichnung ist die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen veranschaulicht Es zeigt
F i g. 1 die Seitenansicht eines Transportbehälters ohne Stirnwände,
F i g. 1 a in größerem Maßstab einen Schnitt nach der Linie \a-la,
F i g. 2 eine Stirnansicht zu F i g. 1,
F i g. 2a in größerem Maßstab einen der Spantkrümmer nach F i g. 2,
F i g. 2b eine Seitenansicht zu F i g. 2a,
F i g. 3 den Behälter nach F i g. 2, vor dem Abkanten,
F i g. 4 eine Draufsicht zu F i g. 3,
F i g. 5 in größerem Maßstab einen Schnitt nach der Linie V-Vder Fig.4,
F i g. 6 die einzelnen Blechbahnen gemäß F i g. 4, mit den angeformten Spanten, vor dem Verschweißen,
F i g. 7 die Blechbahnen gemäß F i g. 6, vor dem Formen der Spanten,
F i g. 8 bis 11 weitere Ausführungsformen der Spantbildung.
Der Transportbehälter nach dem Ausführungsbeispiel hat einen U-förmigen Querschnitt, !n der Zeichnung sind vom Behälter nur der Boden a mit den Geitenwandungen b, c veranschaulicht. Die beiden Stirnwände, von denen die eine normalerweise fest mit dem Boden und den Seitenwandungen verschweißt und die andere als z. B. zweiflügelige Tür ausgebildet ist, sind in der Zeichnung nicht mit dargestellt, da im vorliegenden Fall nur der eigentliche Mantelteil a, b, c mit seinen beiden Kanten d, e von Interesse ist. Dieser Mantelteil ist aus vier gleich breiten Blechbahnen 1 bis 4 gebildet und mit fünf Spanten 5—9, welche in Umfangsrichtung verlaufen sowie zwei längs verlaufenden Randspanten 12 versehen.
Die in Umfangsrichtung verlaufenden Spanten 5—9 bestehen aus geraden Abschnitten 5a bis 9a am Boden a und ebenfalls geraden Abschnitten 5b, c bis 9b, c an den ebenen Seitenwandungen b, cdes Behälters. Die Lücken zwischen diesen geraden Spantabschnitten sind durch Spantkrümmer 10 geschlossen. Bis auf diese Krümmer 10 sind die Spanten 5 bis 9 und 12 aus dem Material der Blechbahnen 1—4 getormt. Diese Blechbahnen (vgl.
F i g. 7) sind zu diesem Zweck mit entsprechend breiten Randzonen versehen. Zwischen diesen Randzonen für die umlaufenden Spanten 5—9 und die Randspanten 32 "ergeben sich Eckausschnitte 13; des weiteren sind zur Trennung der geraden Spantabschnitte Ausschnitte 11 vorgesehen.
Die Herstellung des Behältermantels nach F i g. 1 und 2 mit den integrierten Spanten und als Ergänzung eingesetzten Spantenkrümmern kann im Vliesverfahren erfolgen. Von einer Bandrolle werden Blechbahnen 1—4 — die Anzahl kann entsprechend der gewünschten Behälterlänge beliebig gewählt werden — abgeschnitten, mit den Randaussparungen 11 und 13 versehen und ei-' ner Einrichtung zum Biegen bzw. Abkanten zugeführt, in welcher aus den in Fig.7 innen durch Punktlinien begrenzten Randzonen durch dreifaches Abkanten die Hohlspanten 5 bis 9 mit ihren Abschnitten a, b und c in der insbesondere aus F i g. 5 ersichtlichen Form gebildet werden. Die mit angeformten Spanten nach F i g. 6 versehenen Bbchbahnen werden sodann einer Schweißeinrichtung zugeführt, in welcher sie er ihren Stoßstellen 14 (Pfeile auf der rechten Seite der Fig.5) durch Schweißen miteinander verbunden und in welcher die nach innen gekehrten freien Schenkel der verformten Randzonen durch Schweißnähte mit der benachbarten (Spanten 6, 7 und 8) oder mit der eigenen Blechbahn (Spanten 5 und 9 bzw. 12) verschweißt werden. Die Schweißverbindung kann natürlich auch durch Punktschweißen erfolgen.
Die noch ebene, mit Spanten besetze Tafel wird alsdann durch Abkanten bei d und e in die endgültige Mantelform gebracht und danach durch Einschweißen der zuvor aus U-Profil hergestellten Spantenkrümmer 10 vervollständigt. Danach kann in bekannter Weise die Anbringung der Stirnwandungen erfolgen.
Die Randspanten 12 sind in gleicher Weise gebildet wie die Endspanten 5 und 9, weisen nur keine Lücken auf, sondern sind einfach in herkömmlicher Weise in ihren Stoßstellen miteinander verschweißt.
F i g. 8 zeigt Hohlspanten 15 in Gestalt von dreieckförmigen Verformungen im mittleren Bereich der Bkchbahnen. F i g. 9 zeigt Hohlspanten 16 in Form von eingerollten Randzonen der Blechbahnen. Bei diesen kann man gegebenenfalls mit einer einzigen Schweißnaht zur Verbindung der Blechbahnen untereinander und zum Schließen der Hohlspanten auskommen.
Fig. 10 und 11 zeigen Spantformen 17, 18 mit gleichen Randverformungen an beiden Längsrändern der Blechbahnen, beispielsweise in Form eines Halbkreises
so oder in Form eines Hohlspantes mit rechtem Winkel.
Zur Herstellung des Behälters können auch Blechbahnen unterschiediicher Breite Verwendung finden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Mehrkantiger Behälter, insbesondere zum Transport von Müll und Bauschutt bestehend aus zueinander parallelen, über die Kanten hinweg durchlaufenden, dem Querschnitt des Behälters entsprechend abgewinkelten und untereinander verschweißten Blechbahnen mit über die Behälterkanten durchlaufenden geschlossenen Hohlspanten, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlspanten (5,9) — ebenso wie'die Blechbahnen — über die Behälterkanten hinweg durchlaufen und daß sie zwischen diesen Behälterkanten (d, e) aus angeformten Teilen (5a, b, c bis 9a, b, c)der Blechbahnen (1—4) bestehen, die durch Biegen aus dem Material der Blechbahnen selbst geformt sind, während sie im Bereich der Behälterkanteh aus eingeschweißten Krümmern (10) bestehen, welche die Lücken der Hohlspanten in Umfangsrichtung schließen.
2. Behäiisr nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Hohtepanten (5,9, !5,16), die durch Abkanten bzw. Einrollen aus jeweils nur einer Spantbildungszone der jeweiligen Blechbahn gebildet und durch nur eine Schweißnaht geschlossen sind (F i g. 8,9).
3. Behälter nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Hohlspantcn (16) aus rohrförmig verformten Randzonen der Blechbahnen, deren Nahtstelle mit der Nahtstelle der angeschlossenen unverformten Randzone der benachbarten Blechbahn zusammenfällt (F ig. 9).
4. Verfahren zur Herstellung von durch versteifende Spanten verstärkten mehrkantigen Behältern aus Blechb&hnen, die zur Amormung der Spanten mit durchlaufenden Spbntbildungszonen versehen sind, nach einem der Ansprüche f bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechbahnen (1—4) von über mehrere Behälterwände (a. b, «^durchlaufender Länge in noch gestreckter Lage in den Spantbildungszonen mit Ausschnitten (Spantlücken 11) von der Breite der Spantbildungszone und einer Länge entsprechend der Bogenlänge der Behälterkanten (d, e) versehen, daß sodann ebenfalls in noch gestreckter Lage der Blechbahnen (1 —4) die Spanten (5, 9) geformt, daß anschließend die Nahtstellen der angeformten Hohlspanten (5, 9) und der Biechbahnen untereinander in noch gestreckter Lage der Biechbahnen geschweißt, danach die miteinander verschweißten Blechbahnen zur Bildung der Behälterkanten (d, e) abgekantet und schließlich die Spantlücken (11) im Bereich der Behälterkanten durch Einfügen von Spantkrümmern (10) geschlossen werden.
DE2903123A 1979-01-27 1979-01-27 Mehrkantiger Behälter, insbesondere zum Transport von Müll und Bauschutt, und Verfahren zu dessen Herstellung Expired DE2903123C2 (de)

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DE2903123A1 (de) 1980-08-07
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