DE2920407C2 - - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
- D04B15/66—Devices for determining or controlling patterns ; Program-control arrangements
- D04B15/68—Devices for determining or controlling patterns ; Program-control arrangements characterised by the knitting instruments used
- D04B15/78—Electrical devices
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Nadelauswahlvorrich
tung für eine Strickmaschine, bei der Musterplatinen einen Wähl
kanal durchlaufen, an dem sich eine Nadelauswahleinrichtung befindet,
die einen sich verengenden und sich anschließend wieder erweitern
den Bereich aufweist, wobei die beiden Wände des Wählkanals im
Bereich der Nadelauswahleinrichtung jeweils durch eine Auswahl
postenhälfte gebildet sind, die übereinanderliegende Stücke von
Polschuhen von Elektro- und Dauermagneten umfaßt.
Eine solche Nadelauswahlvorrichtung ist bekannt (DE-AS 19 20 531).
Die beiden Elektromagneten sind der einen bzw. der anderen Auswahl
postenhälfte zugeordnet und mit ihrem jeweils einen Wählpol bil
denden Polschuhpaar an der engsten Stelle des Wählkanals angeord
net. Durch eine der gewünschten Musterung entsprechende wechsel
weise Erregung der beiden Elektromagneten werden die durchlaufenden
Musterplatinen an die eine oder andere Wand des Wählkanals ange
zogen und beim weiteren Durchlauf auf Grund der in Durchlaufrich
tung nachfolgenden Dauermagnet-Polschuhpaare in Anlage an der
betreffenden Wählkanalwand gehalten. Die so bewirkte Querverla
gerung der Musterplatinen zur einen oder zur anderen Seite steuert
über Stößer die Auswahl der Nadeln mit der Strickmaschine ent
sprechend dem vorgesehenen Muster.
Die bekannte Nadelauswahlvorrichtung sieht einen einzigen gemein
samen Dauermagneten für beide Auswahlpostenhälften vor, der mit
an gegenüberliegenden Seiten anschließenden Jochplatten in einer
Grundplatte versenkt angeordnet ist, auf der die beiden Auswahl
postenhälften befestigt sind. Die Jochplatten dienen der Polarisie
rung der Dauermagnet-Polschuhpaare beider Auswahlpostenhälften.
Dabei sind die Dauermagnet-Polschuhpaare ausschließlich in Durchlauf
richtung der Musterplatinen hinter den Elektromagnet-Polschuhpaaren
vorgesehen, so daß die Auswahlpostenhälften zwar spiegelsymmetrisch
zur Mitte der Durchlaufrichtung zusammenfallenden Längsmittel
ebene ausgebildet und angeordnet, nicht aber symmetrisch zu einer
Querebene sind, so daß die Auswahlvorrichtung nur beim Durchlauf
der Platinen in der einen Richtung und nicht bei entgegengesetztem
Durchlauf die vorgeschriebene Steuerfunktion ausüben kann.
Die paketartig aus den Polschuhen und zwischenliegenden Hartme
tallstreifen aufgebauten Auswahlpostenhälften der bekannten Nadel
auswahlvorrichtung sind mittels Schrauben miteinander verbunden.
Entsprechendes gilt für die Grundplatte mit dem Dauermagneten
und den beiden Jochen. Außerdem sind die Auswahlpostenhälften
mittels entsprechend langer Schrauben mit der Grundplatte verspannt.
Diese vielfachen Schraubbefestigungen sind aufwendig und kompli
zierten die Montage. Insbesondere aber besteht die Gefahr ungenauer
gegenseitiger Ausrichtung der Teile und einer Änderung der Breite
des Wählkanals durch thermische Ausdehnungen. Bereits geringfü
gige Verschiebungen der Pole beeinflussen aber bereits die Arbeits
weise der Nadelauswahlvorrichtung, so daß es zu Fehlern kommen
kann. Das gilt auch im Hinblick auf magnetische Streuflüsse im Be
reich der Polschuhe der Elektromagneten, die sich durch Ausrichtungs
fehler und relative Fertigungen zwischen den übereinanderliegenden
Stücken der Auswahlpostenhälften ergeben und bei der bekannten
Auswahlvorrichtung auch deswegen von erhöhter Bedeutung sind,
weil die Erregerspule jeweils außermittig auf einem Kernarm ange
ordnet ist, was zu asymmetrischen Streuflüssen führt.
Es ist auch eine elektromagnetische Nadelauswahlvorrichtung bekannt,
bei der die beiden Auswahlpostenenden auch symmetrisch zu einer
Quermittelebene ausgebildet sind, so daß es ohne Einfluß ist, in
welcher von beiden Richtungen der Wählkanal von den Musterpla
tinen durchlaufen wird (DE-OS 23 61 746).
Im übrigen sind aber auch hier die vorgenannten Nachteile vorhanden.
Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
einfach ausgebildete und zusammenbaubare Nadelauswahlvorrichtung
zu schaffen, die bei weitgehender Symmetrie der magnetischen Streu
flüsse diese im Bereich der Pole der Elektromagnete gering hält und
die Breite des Wählkanals verändernde Relativbewegungen der Pole
infolge von Temperaturschwankungen im wesentlichen vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- a) die übereinanderliegenden Stücke jeder Auswahlpostenhälfte in ihrer Lage gegeneinander durch verformbare Drahtstücke gesichert sind, die in einem von zwei Nuten verschiedener Stücke gebildeten Raum liegen,
- b) daß ferner jede Auswahlpostenhälfte einen einzigen Stellungs stift enthält, welcher die Lage der einen Wählpol bildenden Stück zueinander bestimmt, und
- c) daß für jede Auswahlpostenhälfte ein Orientierungsstift vorgesehen ist, der die Orientierung der Stücke relativ zum Stellungsstift bestimmt, und der frei verschiebbar in eine Öffnung einer Fußplatte greift.
Ersichtlich führen der Stellungstift und der Orientierungsstift als un
aufwendige Maßnahmen zu einer einfachen Zusammenbaubarkeit der
paketförmigen Auswahlpostenhälften bei gleichzeitig guter gegen
seitiger Ausrichtung und Lagesicherung. Diese Orientierung wird
insbesondere durch die eingelegten Drahtstücke gesichert, die sich
beim Aneinanderdrücken der Stücke vom Nutenquerschnitt entsprechend
verformen und dann Relativbewegungen in der Trennebene zwischen
den Stücken entgegenwirken.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Nadelauswahlvorrichtung;
Fig. 2 einen Schnitt längs Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt längs Linie III-III in Fig. 2 und
Fig. 4 einen Schnitt längs Linie IV-IV in Fig. 2.
Die Nadelauswahlvorrichtung umfaßt eine Grundplatte 1, auf der
zwei identische Auswahlpostenhälften 2 und 3 angeordnet sind, die
zwischen sich einen Wählkanal bilden, der gemäß Fig. 1 von Muster
platinen 4 in Richtung des Pfeils A durchlaufen wird. Wegen der
symmetrischen Ausbildung der Auswahlpostenhälften 2 und 3 zur quer
verlaufenden Mittelebene, die mit dem linken Teil der Schnittebene
II-II in Fig. 1 zusammenfällt, könnte die Auswahlvorrichtung jedoch
auch bei entgegengesetzter Durchlaufrichtung gleichermaßen einge
setzt werden. Der Wählkanal hat einen auf die Durchlaufrichtung A
bezogenen Einlaß, der zwischen den Flanken 5 und 6 gebildet ist.
Der Wählkanal weist in seiner Längsmitte die geringste Breite auf,
die zwischen den beiden Wählpolen 7 und 8 der Elektromagnete 9
und 10 der beiden Auswahlpostenhälften 2 bzw. 3 gebildet ist. Ein
sich erweiternder Auslaß des Wählkanals ist von Flanken 11 und 12
seitlich begrenzt.
Wie aus Fig. 2, linker Teil zu ersehen, weist jede Auswahlposten
hälfte 2 und 3 eine Fußplatte 13, nicht magnetische Hartmetallbänder
14, den Elektromagneten 9 mit zwei jeweils mit 7 bezeichneten
Polschuhen, zwei auf dem einen bzw. dem anderen Arm des Kerns des
Elektromagneten 9 angeordnete Erregerspulen 16 und eine Deckplat
te 16 auf. Durch diese mittels in Fig. 1 dargestellter Schrauben 18
zusammengepreßten und gegen die Fußplatte 13 angezogenen Stücke
erstreckt sich ein einziger Stellungsstift 17. Jede Auswahlpostenhälfte
2 und 3 weist ferner in Durchlaufrichtung A vor und hinter dem
Elektromagneten 9 bzw. 10 zwischen den Hartmetallbändern 14 zwei
Polschuhe 19 eines Dauermagneten 20 auf. Die beiden Polschuhe 19
sind von guter magnetischer Durchlässigkeit und bestehen beispiels
weise aus Weicheisen.
Wie in Fig. 2, rechter Teil dargestellt sind die paketförmig über
einander angeordneten Stücke mit V-förmigen Nuten 21 versehen,
die in der Durchlaufrichtung A verlaufen. Je zwei Nuten 21 be
nachbarter Stücke bilden einen Raum von rautenförmigem Querschnitt,
der ein Drahtstück 22 aufnimmt. Der Drahtdurchmesser ist so ge
wählt, daß das Drahtstück beim Zusammenziehen der Stapelstücke
eine dem Nutenquerschnitt entsprechende Verformung in beiden Nuten
erfährt. Diese Verformung gewährleistet eine genügende Ausrichtung
der Stücke zueinander, wodurch der Zusammenbau wesentlich
erleichtert wird und weitergehende Ausrichtmaßnahmen entfallen.
Der Anordnung und Ausrichtung der Auswahlpostenhälften 2 und 3
auf der Grundplatte 1 dient eine Öffnung 23 in der Fußplatte 13,
in die der Stellungsstift 17 eingreift. Ein an der Grundplatte be
festigtes und von ihr aufragendes stiftförmiges Positionierungs-Element
25 greift in den unteren Teil der Öffnung 23 ein. Ein weiteres
stiftförmiges Positionierungs-Element 26 ist an der Grundplatte 1
befestigt, ragt von dieser auf und greift in eine ausgesparte Öffnung
24 der Fußplatte 13 ein. Diese Konstruktion macht weitere Hilfs
vorrichtungen zur lagegenauen Ausrichtung der betreffenden Aus
wahlpostenhälfte überflüssig.
Wie aus Fig. 3 zu ersehen, sind die Polschuhe 19 der Dauermagneten 20
durch Trennplatten 27 von den Wählpolen 7 bzw. 8 getrennt. Die
Lage der Wählpole 7 bzw. 8 wird in bezug auf die Fußplatte 13
durch den Stellungsstift 17 bestimmt. Darüber hinaus ist für die Lage
orientierung der Elektromagneten 9 bzw. 10 ein Orientierungsstift 28
vorgesehen, der mit dem Wählpol 7 auf der Außenseite des Stellungs
stifts 17 verbunden ist und nach unten in die ausgesparte Öffnung 24
vorspringt. Im Falle einer thermichen Ausdehnung des Elektromag
neten 9 bzw. 10 verschiebt sich der Orientierungsstift 28 in der
Öffnung 24, ohne daß es zu Wärmespannungen und zu einer merklichen
Verlagerung des den Wählkanal begrenzenden inneren Endes des
Wählpols 7 bzw. 8 kommt.
Die in Fig. 3 dargestellten Nasen 29 der Polschuhe 19 sind so
dimensioniert, daß eine konstante Induktion der Sättigung in jeder
Musterplatine 4 erreicht wird. Die unvermeidlichen Reststreuflüsse
des magnetischen Haftkreises in Richtung zum elektromagnetischen
Wählkreis werden durch den U-förmigen Kern des Elektromagneten 9
kurz geschlossen, wodurch sich ihr Einfluß auf die vor dem gerade
nicht erregten Wählpol vorbeilaufenden Musterplatinen 4 stark ver
ringert.
Aus Fig. 4 ist zu ersehen, daß die Hartmetallbänder 14 Ausnehmungen 30
aufweisen, durch die sich der Stellungsstift 17 erstreckt.
Die verformbaren Drahtstücke 22 gestatten die Orientierung des
Hartmetallbandes 14 um den Stellungsstift 17 in bezug auf die
Polschuhe 19, die ihrerseits in derselben Art und Weise mittels eines
Drahtstücks 22 in bezug auf das im Stapel benachbarte andere
Hartmetallband 14 orientiert werden. Das untere Hartmetallband 14
wird ebenso in bezug auf die Fußplatte 13 ausgerichtet.
Die Dauermagnete 20, die jede Auswahlpostenhälfte 2, 3 auf
gegenüberliegenden Seiten des Elektromagneten 9 bzw. 10 enthält,
sind aus seltener Erde gefertigt, so daß sie trotz vergleichsweise
kleiner Abmessungen eine gegenüber Ferriten große Magnet
kraft aufweisen.
Die Anordnung der Dauermagnete in Durchlaufrichtung der Muster
platinen vor der Auswahlstelle führt zu einer vorteilhaften
Stabilisierung der Platinen und damit zu deren verlängerter Lebens
dauer. Die Anziehung der Platinen auf die eine oder andere
Seite des Wählkanals infolge der einlaufseitigen Dauermagnete
schafft nämlich eine mechanische stabile Lage der Platinen bezüglich
Bewegungsstörungen in Querrichtung, die beispielsweise auf Er
schütterungen der Strickmaschine zurückzuführen sein können. Wenn
daher eine Platine in den Auswahlbereich des Wählkanals eintritt,
hat sie eine vorbestimmte Lage entweder auf der einen oder auf
der anderen Seite des Wählkanals. Je nachdem, ob entsprechend
der Mustersteuerung der eine oder der andere Elektromagnet er
reicht wird, verbleibt also die Platine auf der bereits eingenommenen
Seite des Wählkanals oder aber wird auf die andere Seite verlagert.
Ohne diese Stabilisierungswirkung könnte jegliche Vibration der
Platine die erforderliche Querverlagerung durch die Elektromagnete
beeinträchtigen und zu Auswahlfehlern führen.
Die Ähnlichkeit der Einzelstücke der Auswahlpostenhälften und die
Konzeption ihres Zusammenbaus vermindern wesentlich die Kosten
der Fabrikation, der Montage und der Einrichtung der Nadelaus
wahlvorrichtung. Die magnetische Verbesserung des Haftsystems
durch Dauermagnete aus seltener Erde mit einer etwa 4fach
größeren magnetischen Kraft als die besten Ferrite und die Ver
besserung des elektromagnetischen Wahlkreises durch die Anordnung
zweier Einzelspulen anstelle einer einzigen Spule auf einem Kern-
Monoblock schaffen ein vorteilhaftes symmetrisches System und
ermöglichen die Ausbildung eines relativ einfachen und in beiden
Richtungen arbeitenden Auswahlsystems.
Die Verminderung des induktiven Widerstandes durch Herabsetzung
der Windungen in den Spulen und die Verbesserung des dauer
magnetischen Haftkreises sowie des elektromagnetischen Wählkreises
ermöglichen einen schnelleren Aufbau des Stromes und damit ein
schnelleres Ansprechen. Infolgedessen ist die Funktionsfrequenz
der Nadelauswahlvorrichtung wesentlich erhöht.
Claims (3)
1. Elektromagnetische Nadelauswahlvorrichtung für eine Strickmaschine,
bei der Musterplatinen einen Wählkanal durchlaufen, an dem sich
eine Nadelauswahleinrichtung befindet, die einen sich verengenden
und sich anschließend wieder erweiternden Bereich aufweist,
wobei die beiden Wände des Wählkanals im Bereich der Nadelaus
wahleinrichtung jeweils durch eine Auswahlpostenhälfte gebildet sind, die
übereinanderliegende Stücke von Polschuhen von Elektro- und
Dauermagneten umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die übereinanderliegenden Stücke jeder Auswahlpostenhälfte (2, 3)
in ihrer Lage gegeneinander durch verformbare Drahtstücke (22)
gesichert sind,
die in einem von zwei Nuten (21) verschiedener Stücke gebildeten Raum liegen, - b) daß ferner jede Auswahlpostenhälfte (2, 3) einen einzigen Stellungsstift (17) enthält, welcher die Lage der einen Wähl pol (7, 8) bildenden Stücke zueinander bestimmt, und
- c) daß für jede Auswahlpostenhälfte (2, 3) ein Orientierungs stift (28) vorgesehen ist, der die Orientierung der Stücke relativ zum Stellungsstift (17) bestimmt, und der frei verschieb bar in eine Öffnung (24) einer Fußplatte (13) greift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Auswahlpostenhälfte (2, 3) auf einer Grundplatte (1) durch zwei
Positionierungs-Elemente (26, 25) ausgerichtet und gelagert ist,
die an der Grundplatte (1) befestigt sind und in Öffnungen (24, 23)
der für jede Auswahlpostenhälfte eigenen Fußplatte (13) eingreifen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eines der Positionierungs-Elemente (25) ein Stift ist.
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