DE2938583A1 - Einrichtung zur verbesserung der beiwerte der haft- und gleitreibung von fahrzeugen, insbesondere strassenfahrzeugen - Google Patents

Einrichtung zur verbesserung der beiwerte der haft- und gleitreibung von fahrzeugen, insbesondere strassenfahrzeugen

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DE2938583A1
DE2938583A1 DE19792938583 DE2938583A DE2938583A1 DE 2938583 A1 DE2938583 A1 DE 2938583A1 DE 19792938583 DE19792938583 DE 19792938583 DE 2938583 A DE2938583 A DE 2938583A DE 2938583 A1 DE2938583 A1 DE 2938583A1
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DE
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sand
air
pipe
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Withdrawn
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DE19792938583
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English (en)
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Wolfgang Dipl.-Ing. 8000 München Dorn
Erik Dr.-Ing. 8031 Eichenau Hefter
Bernhard Dipl.-Ing. 8130 Starnberg Schmücker
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Knorr Bremse AG
Original Assignee
Knorr Bremse GmbH
Knorr Bremse AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60BVEHICLE WHEELS; CASTORS; AXLES FOR WHEELS OR CASTORS; INCREASING WHEEL ADHESION
    • B60B39/00Increasing wheel adhesion
    • B60B39/02Vehicle fittings for scattering or dispensing material in front of its wheels
    • B60B39/04Vehicle fittings for scattering or dispensing material in front of its wheels the material being granular, e.g. sand
    • B60B39/08Vehicle fittings for scattering or dispensing material in front of its wheels the material being granular, e.g. sand the dispensing being effected by fluid means
    • B60B39/086Vehicle fittings for scattering or dispensing material in front of its wheels the material being granular, e.g. sand the dispensing being effected by fluid means dispensing being effected by gas
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C15/00Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
    • B61C15/08Preventing wheel slippage
    • B61C15/10Preventing wheel slippage by depositing sand or like friction increasing materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verbesserung der Beiwerte der Haft-
  • und Gleitreibung von Fahrzeugen, insbesondere Straßenfahrzeugen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Nach der Statistik ist ein zunehmender Teil der Straßenverkehrsunfälle auf "Straßenglätte" zurückzuführen, nämlich auf Winterglätte durch Eis und Schnee in vielen Varianten und ferner auf Nässe- und Wasserglätte. Mit der Verkehrsdichte nimmt der Gesamtschaden noch zu.
  • Die Beiwerte der Haft- und Gleitreibung sind bei Glätte wesentlich kleiner, als auf trockener Fahrbahn und die Bremswege daher viel länger.
  • Gegen Winterglätte treffen alle Straßenverwaltungen Maßnahmen nach einheitlichen Richtlinien. Sie räumen und streuen die Straßen planmäßig, sie sind aber nicht verpflichtet und auch nicht in der Lage jederzeit für griffige Straßen zu sorgen.
  • Gegen Glatteis sind Straßenmaßnahmen kaum rechtzeitig zu treffen, da es meist begrenzt und so plötzlich auftritt, daß es die Fahrer überrascht.
  • Gegen die ebenso plötzliche Nässe- und Wasserglätte gibt es bisher keine Straßenmaßnahmen.
  • Seit einigen Jahren wird gegen Winterglätte auf den Fernstraßen statt Sand oder Split fast nur noch Tausalz gestreut um die Glätte möglichst bald ganz zu beseitigen.
  • Salz und das Tauwasser vergrößern aber die Glätte solange, bis das Reifenprofil die Eisspur zermürben und die Fahrbahn greifen kann.
  • Außerdem kann Regen die Auftauwirkung des Salzes aufheben und anschließend gefrieren. Auch nach Neuschnee muß wieder Salz gestreut werden.
  • Sand beseitigt Schneeglätte dagegen sofort, da ihn die Reifen in die festgefahrene Spur genügend ein- und festdrücken können.
  • Daher wird er immer noch, vor allem in Städten mit dichtem Verkehr bei Schneeglätte in Steigungen gestreut, weil er Gleiten und Schleudern sofort behebt und die Spur noch lange griffig erhält.
  • Gegen Eisglätte dagegen wirkt es nur wenig, weil er sich auf ihr nicht genügend eindrücken läßt und festsetzen kann.
  • Mit dem derzeitigen, vorsorglichen Räumen und Streuen der Straßen allein sind sie also nicht jederzeit und überall für sicheres Fahren ausreichend griffig zu halten. Die Fahrweise dieser Unsicherheit anzupassen mag eine zwar grundsätzlich richtige Forderung sein. Die Fahrer können ihr aber, wie die Statistik beweist, bei dem meist dichten und schnellen Verkehr nicht entsprechen, weil ihnen rechtzeitige Informationen über beginnenden Schlupf ihres Fahrzeuges fehlen und vor allem schnell wirksame Mittel gegen den Schlupf.
  • Wie wirksam vorsorgliche Maßnahmen an Fahrzeugen gegen Winterglätte sein können, bewiesen die Spikesreifen, die den Bremsweg sogar auf Glatteis wesentlich kürzten und sich daher schnell einführten.
  • Seit sie wegen der Fahrbahnschäden verboten wurden, gibt es für die Fahrer kein Mittel gegen Winterglätte.
  • Einrichtungen an Fahrzeugen Aufgabe der Erfindung ist es daherivorzuschlagen, die die Wirkung der Straßenmaßnahmen gegen Straßenglätte insofern ergänzen, als sie übermäßigen Gleit- und Schleuderschlupf des jeweiligen Fahrzeugs selbsttätig rasch beseitigen. Dabei soll die Möglichkeit bestehen, dem Fahrer den Schlupf gleichzeitig anzuzeigen.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem kennzeichnenden Merkmal des Anspruches 1 gelöst.
  • Vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen nach der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche für sich oder in Rückbeziehung auf den Hauptanspruch.
  • Einrichtungen an Straßenkraftfahrzeugen, die mittels Druckluft heißen Sand auf ihre Fahrspur blasen, sind nicht bekannt geworden.
  • Es gibt Sandstreuanlagen, die an Kraftomnibussen für große Steigungen verwendet wurden. Bei ihnen fällt kalter, nicht getrockneter Split durch seine Schwerkraft aus einem Vorratsbehälter durch eine druckluft- oder motorisch betätigte Schieberöffnung in einer Streubreite von etwa 50 cm vor den Treibrädern auf die Fahrbahn.
  • Da er sich auf vereister Spur und auf Glatteis nicht eindrücken läßt und festsetzen kann, behebt er den Schlupf nicht. Die Wirkung ist auf festgefahrene Schneespuren eng begrenzt. Wegen großer Streuverluste und geringer Regulierbarkeit reicht der Sandvorrat nicht weit. Der feuchte Sand friert im Vorratsbehälter, trotz Rührwerk, oft fest, so daß sie nicht zuverlässig sanden.
  • Ferner ist ein bisher nicht ausgeführter Vorschlag bekannt, Sand durch Druckgas aus einem im Vorratsbehälter liegendes Ausströmrohr in eine trichterförmig aufgeweitete Sandleitung zu fördern, der dann durch Druckgas aus dem Vorratsbehälter ejiziert werden soll. Da der liegende Trichter stets voll Sand läuft und die Sandleitung verstopft, kann er auf diese Weise nicht gefördert werden: auch nicht, wenn der Sand, wie vorgeschlagen, durch Auspuffgase getrocknet wird, die durch einen Raum unter dem Sandvorratsbehälter geleitet werden sollen.
  • Ferner sind Einrichtungen an Schienenfahrzeugen bekannt, die mittels einer Druckluftdüse einen aus dem Vorratsbehälter vorgela-gerten Teil des Sandes aufwirbeln und diesen mit einem 2. Düsenstrahl in Sandförderrohr ejizieren. Da der Sand nicht getrocknet werden kann, sanden sie nicht gleichmäßig. Ihre Fördermenge ist nicht regulierbar und für Straßenkraftfahrzeuge viel zu klein.
  • Da die Düsen verschleißen und leicht verstopfen, müssen sie oft gewechselt werden. Da sie nur für feinkörnigen Sand und für Druckluft von etwa 8 bar geeignet sind, scheiden sie für Kraftfahrzeuge aus.
  • Erfahrungsgemäß ist ein auf eisglatter Spur gleitendes Rad nur schwer zum Halten oder wieder zum Rollen zu bringen, weil die dazu notwendige Vergrößerung des Reib- und Formschlusses mit der Spur, also des Gleitbeiwertes, auch mit auftauenden oder abstumpfenden Streumitteln nicht schnell genug zu erreichen ist.
  • Längere Gleitwege aber sind unkalkulierbar und oft gefährlich.
  • Durch Salz wird der Gleitbeiwert infolge des schmierenden Tauwassers solange noch vermindert, bis die Eisspur aufbricht. Für den Gleitfall dauert dies meist viel zu lange. Auch Sand hilft in diesem Gleitfalle nur wenig, wie Versuche bestätigten. Man hat nämlich festgestellt, daß Sand und auch scharfkörniger Split verschiedener Korngrößen auf vereister Spur vor dem gleitenden Reifen her und beiseite geschoben werden, weil er sich auf der Eisspur nicht festsetzen und daher vom Reifenprofil auch nicht ergriffen und angedrückt werden kann.
  • Meist wird zudem das Negativprofil von Eisabrieb infolge des Gleitens so vollgepresst, daß es weiteren Abrieb samt der Streumittel vor sich herschiebt. Sie vergrößern daher den zu kleinen Reibschluß auch bei größerer Streudichte nur wenig und den Formschluß gar nicht, so daß das Rad nicht zum Rollen kommt.
  • Diese Feststellung trug übrigens dazu bei, das Sanden aufzugeben. Dagegen wurden nach dem Sanden auf festgefahrener Schneespur viel größere Beiwerte festgestellt, wenn der Sand sich beim überrollen noch eindrücken ließ und festsetzen konnte.
  • Auch beim Vereisen der Fahrbahn auf ihr festgefrorener Sand bewirkte großen Reib- und Formschluß des Reifenprofils. Lange bekannt ist auch die alte Erfahrung auf winterglatte Wege heiße Asche zu streuen, die sich auf ihnen anschmelzt und festsetzt so daß sie auch nach Regen, Frost und leichtem Schnee noch lange griffig bleiben.
  • Die gleiche Dauerwirkung ist mit heißem Sand zu erzielen, der sich auf vereister Spur einschmelzt und fixiert, wobei ihn das Rad andrückt, so daß er bald festfriert. So ergibt sich auch für die nachfolgenden Fahrzeuge eine noch lange griffige Spur.
  • Heißer Sand ließe sich zwar auch mit den üblichen Geräten streuen, nicht jedoch zugleich andrücken, auch meist nicht rechtzeitig und nicht nur auf vereiste Stellen und nicht so dicht, wie dort gerade nötig. Sparsam, ausreichend und rechtzeitig für jedes Fahrzeug kann dies nur eine nach dem jeweiligen Bedarf sandende Einrichtung nach der Erfindung an den Fahrzeugen selbst, möglichst also schlupfabhängig und selbsttätig.
  • Um außer dem Reibschluß auch den auf vereister Spur und durch Eisabrieb zusätzlich stark verminderten Formschluß des Profils zu verbessern, wird es erfindungsgemäß schon vor dem Sanden mit heißer Luft angeblasen, so daß es sich erwärmt, den Eisabrieb bald abwirft, sich ansaugt und etwas einprägen kann.
  • Da die Hälfte der Wärmeenergie des Kraftstoffes in der Abwärme des Motors ungenutzt ist, z.B. im Kühlwasser, in der Ladeluft und besonders im Abgas, wird sie erfindungsgemäß zum Erhitzen von Druckluft und Sand über Wärmetauscher nach 2 Vorschlägen genutzt.
  • Die Druckluft wird vom Abgas in einem Wärmetauscher erhitzt, der mit dem Schalldämpfer und dem Verdichter vereinigt sein kann.
  • Die Heißluft durchströmt dann den Sandvorrat und erhitzt ihn.
  • Hierbei ist der geringe Platzbedarf von Vorteil und auch die günstige Regelung der Sandtemperatur durch die der Heißluft.
  • Das Abgas kann erfindungsgemäß auch ein Röhrensystem im Sandbehälter durchströmen das die den Sand durchströmende Luft erhitzt, so daß sie als Wärmetauscher wirkt und den Sand erhitzt.
  • Die Temperaturen von Sand und Luft werden durch die Druckluftmengen des Verdichters geregelt, der in der Dosiereinrichtung integriert ist. Dieser Vorschlag ist günstig für Nutzfahrzeuge, deren Treibräder von einer Einrichtung versorgt werden.
  • Die Heißluft wird erfindungsgemäß durch einen Schlauch am Förderrohr von oben tangential an das Profil geblasen, um es eisfrei und griffig zu machen. Sie wird vom Schlupfvorsignäl eingeschaltet oder vorher schon vom Fahrer. Beginnender Schlupf ist oft schon durch verbesserten Reib- und Formschluß des Profils zu beenden.
  • Steht das Schlupfvorsignal jedoch weiter an, so wird heißer Sand an das Profil geblasen, das ihn auf die vereiste Spur mitnimmt und sie griffiger und schubfester macht. Dafür eignet sich mittelkörniger, gesiebter Sand, beispielsweise der Kornklasse 2/4 mm besonders gut, da er, so dicht gestreut wie nötig und heiß eingeschmolzen,eine der Straßendecke ähnliche Struktur der Fahrspur ergibt. Bei gleichem Sandgewicht kann er viel dichter gestreut werden als grobkörniger Split, der den Formschluß des Profils behindert und der Fahrspur schadet. Er eignet sich auch bei Nässe- und Wasserglätte um die unter dem Raddruck nur dünne Gleitschicht zu überbrücken.
  • Damit die erfindungsgemäße Einrichtung die Beiwerte selbsttätig und schnell vergrößern kann, müssen die Luft- und Sandmengen weitgehend regelbar sein. Eine Einrichtung mit einer pneumatischen Sandflugförderung wurde daher erfindungsgemäß mit einem regelbaren Kleinverdichter versehen, mit Varianten an Glockenhöhe und -weite und mit verschiedenen auf dem Prüfstand untersuchten Sandsorten. Dabei bestätigte sich ihre gute Regelbarkeit durch die Luftgeschwindigkeit zwischen den'Teilen der Dosiereinrichtung bis zu großen Fördermengen, die sich vorteilhafterweise schon mit kleinem Druckluftverbrauch erzielen lassen.
  • Durch einfache Änderungen ihrer Zuordnung, wie Glockenhöhe und/ oder -weite, läßt sich erfindungsgemäß das Förderprogramm einschließlich der Sandsorten weitgehend variieren. Diese erfindungsgemäße Einrichtung wird z.B. so eingerichtet und erweitert, daß sie Heißluft und heißen Sand in einstellbaren Programmen und in gesteuerten Mengen an wenigstens ein Treibrad bläst, das ihn auf die Spur trägt. Dabei wird sie mit Vorteil von Geschwindigkeits-und Schlupfsignalen des Kraftfahrzeuges gesteuert.
  • Die neue erfindungsgemäße Einrichtung zur Verbesserung der Beiwerte der Haft- und Gleitreibung ist vor allem für alle Kraftfahrzeuge geeignet und auch in Personenkraftwagen mit Frontantrieb inggrierbar. Da sie vorteilhafterweise nicht platzgebunden ist, können auch beide Treibräder von einer Anlage versorgt werden.
  • Sie benötigt nur einen Batteriestromanschluß für einen in sie oder in die Auspuffanlage integrierten Kleinverdichter, der erfindungsgemäß in Abhängigkeit von der Motorspannung regelbare Luftmengen liefert.
  • Druckluft und Sand werden von der Abwärme des Motors gemäß zwei Vorschlägen erhitzt. Die von der Heißluft in das Förderrohr dosierten Sandmengen werden so an das Reifenprofil geblasen, daß es sie in Profilbreite auf die vereiste Spur mitnimmt. Dort schmelzen die Sandkörner die Eisschicht an, wobei sie vom Profil angedrückt werden, so daß sie in der vereisten Spur fixiert sind und festfrieren.
  • Erfindungsgemäß wird die Druckluftmenge vom Tachometer geschwindigkeitsabhängig gesteuert, so daß mit gleichbleibender Dichte gesandet wird.
  • Die Maßnahmen gegen Gleitschupf werden vorteilhafterweise von Vorsignalen des Gleitschutzreglers ausgelöst. Bei geringem Schlupf wird zunächst die Heißluft und bei anhaltendem Schlupf das Sanden ausgelöst. Erst beim Schlupfhaupsignal wird die Bremse gelöst.
  • Die an Schienenfahrzeugen schon lange bekannten Gleitschutzregler lösen an Radsätzen, die die an ihrem Regler eingestellte Gleitschlupfgrenze überschreiten, die Bremse, damit sie wieder rollen.
  • Da ähnliche Regler nun auch an Straßenfahrzeugen verwendet werden, deren Räder trotz des Lösens der Bremse auf vereister Spur oft nicht zum Rollen zu bringen sind, wird vorgeschlagen, zugleich mit dem Lösen das Sanden einzuschalten und ferner vor dieser für großen Glitschutz eingestellten Grenze einen niedrigeren Grenzwert für beginnenden Gleit- und Schleuderschlupf einzustellen.
  • Beginnender Schlupf läßt sich nämlich schon durch eine geringe Verbesserung des Reib- und Formschlusses schnell beenden. Von diesem Vorsignal wird die Heißluft und bei weiterem Schlupf nur wenig Zeit verzögert das Sanden eingeschaltet, das sich dann fortsetzt, wenn dennoch der Schlupf die eingestellte obere Grenze überschreitet,mit der die Bremse gelöst wird und das Rad auf der Sandspur nun sicher und schnell wieder rollt, auch wenn die Bremskraft nur vermindert wird.
  • Dadurch werden bei Gleitschlupf die kürzest möglichen Gleit- und Bremswege erzielt und stärkerer Schleuderschlupf vermieden.
  • Da der Regler Schlupf früher und zuverlässiger feststellt als der Fahrer, wird vorgeschlagen, daß das Vorsignal für ihn z.B. ein Blinklicht und das Sanden zur Kontrolle z.B. ein Dauerlicht einschaltet, so daß er noch selbst eingreifen und auch seine Fahrweise anpassen kann. Bei Kraftfahrzeugen noch ohne Gleitschutzregler werden andere Signale verwendet, z.B. von dem Spannungsabfall in der Kraftübertragung infolge des Schlupfes z.B. mittels Dehnmeßstreifen.
  • Die von Schlupfsignalen gesteuerte, selbsttätige Einrichtung gegen Schlupf und die Information des Fahrers tragen wesentlich zu seiner Fahrsicherheit und zur Unfallverhütung bei.
  • Dabei wird nur wenig Luft und Sand verbraucht, weil sie schlupfabhängig gesteuert werden, also nur bei Glätte, die durch Straßenmaßnahmen nicht oder noch nicht beseitigt ist und die trotz des Sandes der vorausgefahrenen Fahrzeuge verbleibt, ferner weil beginnender Schlupf durch Heißluft und kurzes Sanden schnell beendet wird, ferner weil die Gleit- und Bremswege nur noch kurz sind, und schließlich weil nur wenig Sand ungenutzt bleibt, da er an das Profil geblasen und von ihm bis zur Spur mitgenommen und dadurch auf Profil breite begrenzt wird.
  • Die Erfindung wird nachstehend ohne jede Beschränkung an Ausführungsbeispielen näher beschrieben und erläutert, da die Zeichnungen nur schematisch dargestellt sind. Hierin zeigt: Figur 1 Einen Schritt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung in stark vereinfachter Darstellung; Figur la das Ende des Sandaustrages nach Fig. 1 bei Frontantri eb; Figur 1b das Ende des Sandaustrages nach Fig. 1 bei Heckantrieb; Figur 2 Förderkennlinien der erfindungsgemäßen Einrichtung; Figur 3 einen Schritt durch eine weitere erfindungsgemäße Einrichtung mit zwei Verdichtern zur Dosierung der Sandmenge; Figur 4 einen Teil der Einrichtung nach Fig. 1 bzw.
  • Fig. 2; und Figuren 5 und 6 Schnitte durch zwei weitere Einrichtungen nach der Erfindung.
  • Fig. 1 zeigt lediglich das Förderprinzip einer beispielsweisen Einrichtung nach der Erfindung, die gegen Winter- und Straßenglätte Heißluft und nicht nur trockenen, sondern relativ heißen Sand ausbläst, der sofort bei Berührung mit einer Eisschicht auf der Fahrbahn in diese fest einfriert. Der Sandkasten 1 mit dem Sandvorrat 2 besteht aus einem Behälter mit einer oberen Einfüllöffnung, die von einem Deckel 3 dicht verschließbar ist. Das untere Ende des Behälters ist von einem luftdurchlässigen Boden 4 abgeschlossen, auf dem der Sandvorrat ruht. Der luftdurchlässige Boden kann z.B.
  • aus einer Sinterplatte bestehen. Durch den luftdurchlässigen Behälterboden sind zwei Rohre geführt. Das eine Rohr 5 erstreckt sich im wesentlichen durch den ganzen Behälter, so daß sein oberes, offenes Ende im oberen, sandfreien Raum 6 liegt.Damit beim Nachfüllen von Sand keine Anteile in das Rohr 5 fallen, ist sein oberes Ende gekrümmt ausgebildet. Das andere Rohr 7 ragt mit seinem offenen Ende unter eine Sandglocke 8 im unteren Bereich des Behälters. An den Boden 4 des Behälters 1 außerhalb des Sandvorr.ates 2 ist ein Rohr 9 zur Zuführung von Heißluft angeschlossen, die vorzugsweise von wenigstens einem Verdichter zugeführt wird, der in Fig. 1 nicht dargestellt ist. Die beiden Rohre 5 und 7 sind außerhalb des Behälters 1 zusammengeführt und bilden gemeinsam das Sandförderrohr 10, an das ein flexibler Schlauch 11 angeschlossen werden kann, der unmittelbar vor einem Antriebsrad eines Kraftfahrzeuges endet.
  • In Fig. la ist der Schlauch am Lenkgestänge 14 eines Frontantriebes 13 so geführt, daß das freie Schlauchende 12 stets dicht vor dem verschwenkbaren Rad gehalten ist.
  • In Fig. 1b ist fas freie Ende 12' des Schlauches 11 an der Karosserie festgelegt, so daß es stets vor dem nicht verschwenkbaren Heckantriebsrad 13' gehalten ist. In beiden Fällen wird Heißluft ohne oder mit Sand von oben tangential an das Profil des Rades geblasen und von ihm und seiner Luftschicht auf die Spur mitgenommen, wodurch sich die beste Sandspurbreite selbst einstellt.
  • Beim Zuführen der Heißluft über die Leitung 9 in den Behälter 1 bilden sich in dem Behälter zwei Teilströme. Der eine Teilstrom 15 durchströmt den gesamten Sandvorrat bis in den oberen sandfreien Raum 6 und tritt hier in das Rohr 5 ein, das den Teilstrom 15 Uber das Förderrohr 10 und den anschließenden flexiblen Schlauch 11 nach außen abführt. Der andere Teilstrom 16 strömt unmittelbar unter die Sandglocke 8 und weiter in das Rohr 7 und von hier über das Förderrohr 10 und den flexiblen Schlauch 11 ebenfalls nach außen.
  • Durch Wahl der Rohrquerschnitte bzw. durch den Einbau von einer Drossel wenigstens in dem Rohr 5 lassen sich die Teilströme 15,16 so einstellen, daß bei geringeren Mengen an zugeführter Heißluft diese den Sandvorrat durchstreicht und über das Rohr 5 abgeführt wird, ohne daß wesentliche Anteile über die Glocke und das Rohr 7 abgeführt werden. Im Maße wie die zugeführte Heißluft erhöht wird, steigt auch der Anteil der Luft, die über das Rohr 7 abgeführt wird. Bei einer bestimmten Größe der Teilluftmenge 16 wird Sand in das Rohr 7 mitgerissen. Der Anteil des mitgerissenen Sandes erhöht sich mit der Menge der zugeführten Luft. Durch Steuerung des oder der an die Leitung 9 angeschlossenen Verdichter ist damit die Menge des Sandaustrittes einstellbar. Da die Verdichterdrehzahl sich stufenlos erhöhen läßt, ist auch die zum Austrag kommende Sandmenge stufenlos erhöhbar.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung kann damit stetig zunehmende Sandmengen dosieren, wenn stetig zunehmende Druckluftmengen zugeführt werden. Die Kennlinie S1 in Fig. 2 zeigt dies ab Punkt A1.
  • Dies wird erreicht durch eine experimentell ermittelte Zuordnung und Bemessung der Teile der Dosiereinrichtung. Diese stetige Regelbarkeit ist mit bewegten, verschleißenden Teilen, Ventilen und Düsen kaum zu erreichen.
  • Ein in die Einrichtung integrierter Kleinverdichter kann erfindungsgemäß mit der Motorspannung zunehmende Luftmengen liefern.
  • Es kann sich erfindungsgemäß um einen an sich bekannten, durch Verdrängung fördernden Verdichter z.B. mit 150 W Antriebsleistung handeln, der von der Batterie gespeist werden kann. Sollen beide Treibräder von einer Einrichtung versorgt werden, können auch zwei Verdichter zusammen fördern. Diese erfindungsgemäße Sandmengenregelung nach S1 in Fig. 2 genügt für viele Fahrzeuge.
  • Erfindungsgemäß lassen sich auch durch eine einfache Anderung der Zuordnung der Dosierteile, nämlich der Glocke, und damit der Luftgeschwindigkeit, die Kennlinien S2 und S3 mit ihrem Beginn in A2 und A3 erreichen. Damit wird trotz zunehmender Luftmengen erfindungsgemäß zunächst nur Luft geblasen, dann aber mit steilerem Anstieg Sandmengen gefördert. Nach der Kennlinie S3 lassen sich Sandsorten größerer Kornklassen fördern. Die Kennlinie S1 ergibt sich bei mittlerer Glockenhöhe und -weite der Sandglocke 8. Die Kennlinie S2 stellt sich bei niedrigerer Glockenhöhe und -weite ein,und die Kennlinie S3 erhält man durch Wahl einer größeren Glocke. Die drei Kennlinien sollen veranschaulichen, wie durch Wahl der Sandglocke, des offenen Ringspaltes zwischen der Innenwand der Sandglocke und dem Außenumfang des oberen Endes des Rohres 7 und der Lage der Glocke gegenüber dem oberen Ende des Rohres 7 die Sandaustrittsmengen bei bestimmten Luftströmen verändert (eingestellt) werden können.
  • Erfindungsgemäß ist die Dosiereinrichtung auf Sand einer mittleren Kornklasse, die für guten Kraftschluß geeignet ist, derart einstellbar, daß viel Sand mit wenig Luft gefördert wird.
  • Außerdem läßt sich der Einfluß variabler Luftwiderstände im Sandvorrat auf die Kennlinien erfindungsgemäß dadurch vermeiden, daß der luftdurchlässige Boden 4 allein oder zusammen mit einer vorgeschalteten Luftdüse den Luftdruck z.B. auf die Hälfte des Lüfterausgangsdruckes herabsetzt.
  • Nach Fig. 4 kann die Glocke 3 erfindungsgemäß an einem am Förderrohr 4 befestigten, elastischen Federstahl 6 höhenverstellbar aufgehängt sein, so daß sie bei der höheren Einstellung für eine gröbere Kornklasse leicht schwingt und dadurch den Flug des Kornes erleichtert.
  • Auch kann die Druckluft der Verdichter 12 und 13 erfindungsgemäß durch ein Mantelrohr 15 um den Auspuff 14 oder im Schalldämpfer geleitet und von der Abgaswärme erhitzt sein. Ihre Temperatur kann erfindungsgemäß mittels der Steuerung von Beiluft 16 oder durch die Warmluft des Verdichters 13 von den Temperaturbegrenzern 17 im Sandkasten geregelt werden. Weiterhin kann die Heißluft erfindungsgemäß die Düse 18, das Feinfilter 2 und den Sandvorrat durchströmen, um ihn zu erhitzen. Die Luft strömt dann ohne oder mit Sand durch das Förderrohr 7 und den Förderschlauch 11 bis zu den Rädern ab, so daß damit die ganze Einrichtung frostgeschützt ist.
  • In vielen Fällen ist mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung und zwei Schlauchanschlüssen für beide Treibräder auszukommen. Da die Einrichtung nicht platzgebunden ist, kann sie erfindungsgemäß z.B. nahe dem Auspuffrohr angebracht sein. Dabei kann die Sandtemperatur erfindungsgemäß mittels Grenzwertgeber 17 im Behälter 1 je nach der Korngrößenklasse des Sandes eingestellt werden, damit die Befestigung der Sandspur auf der vereisten Fahrbahn beschleunigt werden kann.
  • Die Motorspannung kann erfindungsgemäß von Tachometersignalen gesteuert werden, so daß wegproportionale Sandmengen an das Profil geblasen werden können, damit die Sandspur überall gleich griffig ist.
  • Die Maßnahmen gegen Gleitschlupf können erfindungsgemäß von Vorsignalen des Gleitschutzreglers ausgelöst werden, bei geringem Schlupf nämlich zunächst die Heißluft, damit das Profil den Eis- abrieb abwirft und wieder greift, bei größerem Schlupf das Sanden.
  • Diese Vorsignale werden ebenso wie das Hauptsignal aus den von den Sensoren an den Rädern gemessenen verschiedenen Drehwinkeln zu Makroschlupfgrenzwerten ausgewertet, die vor dem Hauptsignal für das Lösen der Bremse kommen mit dem zugleich das Sanden eingeschaltet wird. Auch kann der von den Sensoren festgestellte Schleuderschlupf zu Signalen ausgewertet werden, die erfingungsgemäß Heißluft und Sanden einschalten. Sonst erfolgt das Einschalten erfindungsgemäß beim Sperren des Differentials oder infolge des Spannungs- oder Drehmomentabfalles im Antrieb, wobei der Schlupf ebenfalls früher feststellbar ist als für den Fahrer.
  • Infolge des Sandens schon durch die Vorsignale bleiben erfindungsgemäß die Schlupfwege sehr klein, auf denen sonst gesandet werden müßte, ferner schalten die Schlupfsignale erfingungsgemäß das Sanden nur ein, wenn die Fahrspuren der voraussandenden Kraftfahrzeuge nicht mehr griffig genug sind.
  • Der Sandverbrauch ist aber auch deswegen gering, weil der an den Reifen geblasene Sand von ihm und seiner Luftschicht mitgenommen und ohne Streuverlust als schmale Sandspur auf die Spur geschleudert wird. Für Personenkraftwagen genügen daher bis 20 1 Sand, vorzugsweise der Körnung 2/4 mm je Einrichtung, die leicht zu integrieren ist. Bei Nutzfahrzeugen hat ein größerer Vorratsbehälter ausreichend Platz, falls notwendig, auch eine Reservepackung.
  • Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung in Verbindung mit zwei Verdichtern 18 und 19, die von Motoren 20, 21 angetrieben werden. Die Verdichter 18 und 19 sind an einer Trägerplatte 22 montiert und von einem kastenartigen Schutzgehäuse 23 abgedeckt, das an den Deckel 22 anschließt. Im Boden des Schutzgehäuses 23 befindet sich eine Ausgangsöffnung mit einem Luftfilter 24. Die elektrischen Kabel der Motoren 20, 21 sind an einen2tnschluß 25 zusammengeführt. Ein Abschnitt des Auspuffrohreslist von einem Mantelrohr 27 umgeben, an das die Trägerplatte 22 anschließt, 26 und 27 können Teile eines Schalldämpfers sein. In der Trägerplatte 22 befinden sich Uffnungen 28, 29, die über Kanäle bzw. Rohrstutzen mit Öffnungen 30, 31 im Mantelrohr 27 in Verbindung stehen. An das Mantelrohr 27 schließt außerdem ein Rohr oder Schlauch 32 an, der an den Luftanschluß des Sandkastens 1 angeschlossen ist, welcher im wesentlichen dem Sandkasten 1 nach Fig. 1 entspricht, weswegen gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Abweichend von Fig. 1 endet das Rohr 5 in Fig. 3 unter einer Sandglocke 5'. Außerdem schließt das Rohr 5 über eine Düse 5" an das Förderrohr 10 an. Ober diese Düse 5" ist das Verhältnis der Luftströme 15 und 16 einstellbar. Es kann, wie schon erwähnt, vorteilhaft sein, in das Rohr 32 eine Düse 32' einzusetzen, um den Ausgangsdruck der Verdichter 18 und 19 reduziert an den Sandkasten abzugeben.
  • Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung die Halterung einer Sandglocke 33 an einem Federstab 34 am oberen freien Ende des Rohres 7. Die Sandglocke 33 ist an dem Federstab in verschiedenen Höhen festlegbar. Im Beispielsfalle weist die Unterkante der Glocke 33 von dem luftdurchlässigen Boden 4 des Sandkastens eine Höhe H auf. Der offene Innendurchmesser der Sandglocke ist durch D1 gekennzeichnet. Die Sandglocke 32 kann durch eine größere Sandglocke 33' ersetzt werden, die in Fig. 4 gestrichelt dargestellt ist und die ebenfalls an dem Federstab 34 aufgehängt werden kann.
  • Im Beispielsfalle weist die Unterkante der Sandglocke 33' vom luftdurchlässigen Boden 4 eine Höhe H2> H1 auf und ihr offener Innendurchmesser ist D2> D1. Es ist klar, daß je nach Wahl der Sandglocke und ihrer Befestigung an dem Federstab unterschiedlicher Sandaustrag erzielt wird. Durch die Vibrationen des Federstabes, die auf die Glocke 33 bzw. 33' übertragen werden, kann die Sandförderung in das Rohr 7 erfindungsgemäß erleichtert werden.
  • Figur 5 zeigt eine weitere schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Einrichtung, in der zwei Verdichter 18, 19 in unmittelbarer Nähe des luftdurchlässigen Bodens 4 an dem Sandkasten 1 angebracht sind. Zur Abgabe von Wärme an den Sandvorrat im Behälter 1 ist dieser von einem Röhrensystem 34 durchzogen, das an eine Zu- und Ausgangsleitung 35 und 36 angeschlossen ist. Hierbei kann es sich z.B. um Abschnitte eines Auspuffrohres handeln. Die Rohre 35, 36 können aber auch an den Kühlwasserkreislauf oder ein sonstiges warmes Medium angeschlossen sein, das das Rohrsystem durchfließt und dabei seine Wärme an den Sand im Sandbehälter abgibt. Dieser Vorgang wird durch die Luft wesentlich unterstützt, die von den Verdichtern 18, 19 in den Sandkasten abgegeben wird, von denen ein Teilstrom den gesamten Behälter durchströmt und dabei erhitzt wird. In Fig. 5 befindet sich die Düse 5" am oberen Ende des Rohres 5 unter der Glocke 5'. In Abhängigkeit von der Motorspannung U der Verdichtermotoren werden beide Teilströme 15, 16 gleichzeitig verstärkt oder abgeschaltet. Der in dem Sandkasten aufströmende erhitzte Teiluluftstrom trägt zur Obertragung der Wärme der Rohre 34 auf den Sandvorrat entscheidend bei.
  • Figur 6 zeigt eine ähnliche Ausführung nach Fig. 5. Der Unterschied besteht darin, daß der eine Teilluftstrom 15 über das Rohr 5 in den freien oberen Raum 6 des Behälters 1 geführt wird, von wo die Luft den Sandkasten nunmehr von oben nach unten durchstreicht, sich und den Sand dabei erhitzt und über das Rohr 7 ins Freie gelangt.
  • Der andere Teilluftstrom 16 strömt auch hier vom luftdurchlässigen Boden des Behälters direkt über das Rohr 7 nach außen ab und trägt dabei Sand über das Rohr 7 aus. Eine Verbindung der beiden Rohre 5 und 7 außerhalb des Sandkastens entsprechend wie in den Fig. 1, 3 und 5 besteht in Fig. 6 nicht. Im übrigen stimmen die Ausführungen nach Fig. 5 und 6 im wesentlichen überein. In beiden Fällen befinden sich an den oberen Enden der Rohre 5 und 7 Düsen 5" und 7', mit denen die beiden Teilluftströme 15, 16 eingestellt werden.
  • Die Ausführung nach Fig. 5 ist vorzugsweise für Sand kleiner Korngröße vorgesehen, da Sand kleiner Korngröße bereits von Luftströmen kleiner Geschwindigkeit gefördert wird.
  • Die Ausführung nach Fig. 6 ist für gröberen Sand vorteilhafter, da die gesamte, in den Kasten eintretende Luftmenge auch durch die Sandglocke strömt.
  • Die wärmeübertragende Wirkung des Röhrensystems kann durch Rippen in der Auskleidung des Sandkastens unterstützt sein.
  • Leerseite

Claims (24)

  1. Patentansprüche 1Einrichtung zur Verbesserung der Beiwerte der Haft- und Gleitreibung von Fahrzeugen, insbesondere von Straßenfahrzeugen, wobei die Einrichtung aus einem Sandbehälter und einer Dosiereinrichtung mit Luftfilter, Sandglocke und Förderrohr besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile der Dosiereinrichtung einander so zugeordnet und so bemessen sind, daß sie ohne bewegte, verschleißende Teile, Ventile und Düsen, mit stetig zunehmender Luftmenge stetig zunehmende Sandmengen dosiert und fördert.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen rotierenden Kleinverdichter einschließt, der in das Gehäuse der Dosiereinrichtung oder in die Auspuffanlage integriert ist und daß dessen Luftliefermenge wie seine Motorspannung zunimmt, so daß die Fördermengen mit ihr geregelt werden können.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Luftfilter, Glocke und Förderrohr der Dosiereinrichtung einander so zugeordnet und so bemessen sind, daß durch Einstellen verschiedener Glockenhöhen über dem Luftfilter mittels einer einstellbaren Befestigung am Förderrohr oder durch Austausch von Glocken verschiedenen Durchmessers bzw. durch Veränderung der Luftstromquerschnitte zwischen den Dosierteilen sich verschiedene Förderprogramme ergeben.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst nur Luft, ab einer bestimmten Druckluftmenge stärker zunehmend Sand kleinere Körnungen und mit großem Luftstrom Sand größerer Körnungen gefördert werden.
  5. 5. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Zuordnung auf Sand mittlerer Körnung einstellbar ist.
  6. 6. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Glocke an einem am Förderrohr befestigten, elastischen Federstahl höhenverstellbar aufgehängt ist, wobei sie durch leichtes Schwingen das Fördern gröberen Sandes erleichtert.
  7. 7. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Luftfilter einen kleinen Luftwiderstand aufweist und allein oder zusammen mit einer vorgeschalteten Düse den Luftdruck des Eingangsdrucks reduziert, wobei die variablen Luftwiderstände die Sandmengen nicht beeinflussen.
  8. 8. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckuft des Verdichters einen Wärmetauscher durchströmt und dabei vom Abgas des Motors oder vom Kühlwasser oder von der Aufladeluft erhitzt wird.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Heißluft mit einer Beiluftklappensteuerung oder von der Luft eines 2. Luftverdichters geregelt ist.
  10. 10. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Heißluft den Sandvorrat durchströmt, trocknet und erhitzt und dann ohne oder mit Sand durch das Förderrohr abströmt.
  11. 11. Einrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Sandbehälter ein Röhrensystem befindet, das vom Abgas oder Kühlwasser oder von der Aufladeluft durchströmt wird und dabei die durch den Sandbehälter durchgeleitete Luft erhitzt, welche ihrerseits den Sand erwärmt.
  12. 12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Sandtemperatur die den Sandkasten durchströmende Luft geregelt wird.
  13. 13. Einrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang wenigstens eines Verdichters unmittelbar an den luftdurchlässigen Boden des Sandbehälters angeschlossen ist, wobei sich in dem Sandbehälter zwei Teilluftströme ausbilden, von denen der eine Teilluftstrom den Sandbehälter mit dem geheizten Rohrsystem durchströmt, sich dabei erhitzt und über die im oberen Bereich des Sandbehälters befindliche freie Öffnung des Abluftrohres und der andere Teilluftstrom zur Förderung der auszutragenden Sandmenge über die im unteren Bereich des Sandbehälters befindliche freie Uffnung des Förderrohres (Sandaustragrohres) abgeführt wird, wobei die Teilluftströme durch Wahl der Rohrquerschnitte und/oder eine Verengung in wenigstens einem der beiden Rohre eingestellt sind und daß der Sandaustrag in Anhängigkeit von der Förderleistung des Kompressors stufenlos einstellbar ist.
  14. 14. Einrichtung nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang wenigstens eines Verdichters unmittelbar an den luftdurchlässigen Boden des Sandbehälters angeschlossen ist, wobei sich in dem Sandbehälter zwei Teilluftströme ausbilden, von denen der eine Teilluftstrom über ein Rohr in den oberen Bereich des Sandbehälters geleitet wird, und dieser Teilluftstrom den Sandbehälter mit dem geheizten Rohrsystem von oben nach unten durchströmt, sich und den Sand dabei erhitzt, um über die im unteren Bereich des Sandbehälters befindliche freie oeffnung des Förderrohres (Sandaustragrohres) abzuströmen, und der andere Teil Teilluftstrom im wesentlichen zur Förderung der auszutragenden Sandmenge direkt über die freie Öffnung des Förderrohres abgeführt wird, wobei die Teilluftströme durch Wahl der Rohrquerschnitte und/oder eine Verengung in wenigstens einem der beiden Rohre eingestellt ist.
  15. 15. Einrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichterausgang über wenigstens eine Drossel an den Sandbehälter angeschlossen ist.
  16. 16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel einstellbar ist.
  17. 17. Einrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Sand auf eine solch hohe Temperatur erhitzt wird, daß er bei Kontakt mit der vereisten Spur diese schnell anschmelzt, wodurch er zum Haften und Festfrieren kommt und damit Kräfte zwischen dem Fahrzeugrad und der Fahrbahn übertragen werden.
  18. 18. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Sandbehälter Grenzwertgeber angebracht sind, an denen die Sandtemperatur je nach Korngröße der Sandorte eingestellt wird und die sie durch Steuerung von Menge und Temperatur der Druckluft einregeln.
  19. 19. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich an das Förderrohr ein Schlauch anschließt, der bei Heckantrieb fest vor dem Rad, bei Frontantrieb am Lenkgestänge so gehalten ist, daß Heißluft und Sand von oben tangential an das Profil des Treibrades geblasen werden, das den Sand auf die Fahrbahn mitnimmt, wobei sich eine schmale Sandspur bildet.
  20. 20. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zugleich beide Treibräder, z.B. von Fahrzeuglängsmitte aus über Schlauchleitungen versorgt.
  21. 21. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Heißluft und/oder Sandmenge vom Tachometer gesteuert, mit der Kraftfahrzeuggeschwindigkeit zunehmen.
  22. 8,'. Einrichtung nach einem der vorstehenden AnsprUche, dadurch gekellnzeichnet, daß bei Fahrzeugen mit Gleitschutzregler dieser mittels seiner Signale bei beqinnendem Schlupf das Einschalten der Heißluft das Sanden und das Lösen der Bremse bewirkt, wobei das Finschaiten der Heißluft, das Sand und/oder das Bremsenlösen qleichzeitig oder zeitlich verzögert zueinander erfolgt.
  23. 23. Einrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erzeugen ohne Gleitschutzregler die Schlupfsignale von dem Spannungsabfall in der Kraftübertragung infolge des Gleit- und Schleuderschlupfes erzeugt werden.
  24. 24. Einrichtung nach Ansprüchen 22 und 23, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Schlupfvorsignal ein Blinklicht und beim Sanden ein Dauerlicht für den Fahrer eingeschaltet wird.
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