DE2941977C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zum Optimieren von Be
triebskenngrößen nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs. Bei einer
bekannten Einrichtung nach der DE-OS 25 07 055 wird die Kraftstoffzumessung
je nach Lastzustand auf maximale Leistung oder minimalen
Kraftstoffverbrauch optimiert. Die Optimierung macht sich dabei
die Gegebenheiten des Kennfeldes, zeitbezogener Kraftstoffverbrauch
aufgetragen über der zeitbezogenen angesaugten Luftmenge mit
konstanter Drehzahl als Parameter, zunutze. Bei konstanter Luftmenge
und einer Variation der Kraftstoffmenge durch das Testsignal eines
Testsignalgenerators läßt sich die Leistung optimieren, während
durch eine Variation der Luftmenge, z. B. mittels eines Bypasses und
konstanter Kraftstoffmenge, der Betriebspunkt des minimalen spezifischen
Kraftstoffverbrauchs bestimmt werden kann.
Das Testsignal des Testsignalgenerators bewirkt dabei beispielsweise
eine oszillierende Veränderung oder Modulation einer Betriebskenngröße
der Brennkraftmaschine.
Wesentlich ist somit bei der bekannten Optimierungseinrichtung, daß
je nach zu optimierender Größe entweder die Kraftstoffmenge oder die
Luftmenge variiert werden muß. Dies bedeutet einen erheblichen
Aufwand, der insbesondere bei einer Mengenanfertigung von Optimie
rungssystemen nicht tragbar erscheint.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Optimierungssystem für maximale
Leistung und minimalen spezifischen Kraftstoffverbrauch für
eine Brennkraftmaschine vorzuschlagen, das mit möglichst wenig
Stellgliedern auskommt und das damit kostengünstig und auch bei langem
Betrieb zuverlässig ist.
Hauptvorteil der vorgeschlagenen Einrichtung zum Optimieren von Be
triebskenngrößen einer Brennkraftmaschine ist, daß gegenüber dem bekannten
Optimierungssystem für die gleichen zu optimierenden Größen
weniger Stellglieder zum Bilden eines Testsignales erforderlich sind
und die ganze Anlage dadurch kostengünstiger und zuverlässiger wird.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich in Verbindung mit den
Unteransprüchen aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden beschrieben und näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 Kurvenläufe des Moments, der Einspritzzeit, des spezifischen
Kraftstoffverbrauchs sowie des Wirkungsgrades aufgetragen
über der Luftzahl Lambda,
Fig. 2 ein Schaubild zur Erläuterung des
Prinzips der an sich bekannten Optimierung,
Fig. 3 ein erstes
Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zum Optimieren von Leistung
und spezifischem Kraftstoffverbrauch und
Fig. 4 ein zweites Aus
führungsbeispiel der Optimierungseinrichtung, wobei bei einer Brenn
kraftmaschine zusätzlich der Zündzeitpunkt optimiert wird.
Fig. 1 zeigt qualitativ die für einen bestimmten Betriebspunkt
einer Brennkraftmaschine wesentlichen Abhängigkeiten. Dabei bedeuten
Lambda = Luftzahl, ti = Einspritzzeit im Falle eines Einspritzsystems
als Kraftstoffzumeßsystem, M = Drehmoment der Brennkraftmaschine,
η = Motorwirkungsgrad, be = spezifischer Kraftstoffverbrauch
bei den konstant gehaltenen Parametern: L = angesaugte Luftmenge
pro Zeiteinheit, n = Drehzahl und α z = Zündwinkel. Aus den Kurven
gehen die allgemein bekannten Zusammenhänge hervor, daß nämlich das
maximale Drehmoment bei Lambda <1 und minimaler spezifischer Kraft
stoffverbrauch bei Lambda <1 auftritt. Am einfachsten erscheinen zur
Bestimmung des Momentenmaximums und des Verbrauchsminimums die Messungen
der jeweiligen Größen zu sein, wobei allerdings die Messung
des Verbrauchs relativ aufwendig ist.
Bei elektronisch gesteuerten Einspritzsystemen kann der spezifische
Kraftstoffverbrauch jedoch ebenfalls aus der Momentenmessung ermittelt
werden. Der spezifische Kraftstoffverbrauch eines Zylinders bezogen
auf einen Arbeitszyklus (= zwei Umdrehungen beim 4-Takt-Motor)
ergibt sich zu:
Spezifischer Kraftstoffverbrauch = Kraftstoffmenge geteilt durch (Leistung × Zeit)
Spezifischer Kraftstoffverbrauch = Kraftstoffmenge geteilt durch (Leistung × Zeit)
Aus einer ähnlichen Betrachtung erhält man für den Wirkungsgrad der
Brennkraftmaschine die Beziehung:
Dies bedeutet, daß das Wirkungsgradmaximum und das Kraftstoffver
brauchsminimum beim gleichen Lambda-Wert auftreten, und der Grundgedanke
der Erfindung ist nun, ausgehend von dem einzigen Wert der
Momentenänderung sowohl das Leistungsmaximum, als auch das Ver
brauchsminimum zu bestimmen. Darüber hinaus soll aufgrund der Maxi
mum-Bestimmung des Wirkungsgrades auf eine unmittelbare Berechnung
des Verbrauchsminimums verzichtet werden, damit die Optimierung aus
schließlich mit einer Maximalwertbestimmung erfolgt.
Wenn auch die Ausführungsbeispiele ein Kraftstoffeinspritzsystem
betreffen, so beschränkt sich doch die Erfindung nicht auf eine Op
timalwertregelung bei solchen Einspritzsystemen. Wesentlich ist nur
die genaue Erfassung des zugemessenen Kraftstoffs im Hinblick auf
den Berechnungsvorgang.
Bei einer Optimalwertregelung muß die Regelanordnung erkennen können,
ob der jeweilige Betriebspunkt im aufsteigenden oder abfallenden
Ast der jeweiligen Kennlinie liegt. Dies ist möglich über eine
Tastverhältnis-Erkennung bei einem getakteten Ansteuersignal bzw.
einem getakteten Testsignal. Der Erklärung dieser Erkennung dient
Fig. 2.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus den Kurvenverläufen von Fig. 1,
wobei nur die Einspritzzeit ti und der spezifische Kraftstoffverbrauch
be über Lambda-Werten aufgetragen ist. Mit 10 und 11 sind
"Testsignale" bei unterschiedlichen Lambda-Werten bezeichnet, die
eine über der Zeit wechselnde Gemischzusammensetzung darstellen.
Dabei ist je ein Testsignal zu beiden Seiten des Verbrauchsminimums
eingetragen und die Spiegelung dieser Testsignale an der Kennlinie
für den spezifischen Kraftstoffverbrauch be zeigt unterschiedliche
Tastverhältnisse. Somit kann über das Erfassen der Phasenlage des an
der Kennlinie gespiegelten Testsignals bezüglich derjenigen des
Testsignals bestimmt werden, ob die zugemessene Kraftstoffmenge bezüglich
des minimalen Verbrauchswertes zu hoch oder zu tief liegt.
Fig. 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für ein extremwertgeregeltes
Einspritzsystem im Blockschaltbild. Mit 15 ist als einfacher
Block die Brennkraftmaschine dargestellt, die als elektrische Ein
gangssignale ein Zündsignal über einen Eingang 16 und ein Einspritz
signal über einen Eingang 17 erhält. Dabei ist der Eingang 16 direkt
mit einem Zündungssteuergerät 18 verbunden. Ausgangsseitig kann der
Brennkraftmaschine 15 an einem Ausgang 19 ein Momentensignal abge
nommen werden.
Dem Eingang 17 ist ein Summenpunkt 20 vorgeschaltet, der ein Ein
spritzsteuersignal von einem Steuergenerator 21, sowie ein Testsignal
von einem Testsignalgenerator 23 zugeführt erhält. Ein Regler
22 steht ausgangsseitig mit dem Steuergenerator und eingangsseitig
mit dem Schleifer eines Potentiometers 24 in Verbindung, dessen
beide Eingangsanschlüsse mit je einer Steuerstufe 25 und 25 a zur
Bestimmung eines Korrelationswertes des Moments bzw. des
Wirkungsgrades verknüpft sind. Die Stellung des Schleifers des Po
tentiometers 24 richtet sich dabei nach dem Ausgangssignal einer
Lastzustandserkennungsstufe 26. Während Eingänge der beiden Stufen
25 a und 26 unmittelbar mit dem Momentenausgang 19 der Brennkraft
maschine 15 gekoppelt sind, ist der Steuerstufe 25 zur Bestimmung
des Wirkungsgrads eine Dividierstufe 27 vorgeschaltet, die wiederum
ein Momentensignal sowie ein Einspritzzeitsignal vom Summenpunkt 20
erhält. Weitere Eingangssignale der beiden Steuerstufen 25 und 25 a
kommen vom Testsignalgenerator 23.
Nach dem in Fig. 3 dargestellten Blockschaltbild erhält die Brenn
kraftmaschine 15 ein Einspritzsignal aus dem Steuergenerator 21
sowie ein Testsignal vom Testsignalgenerator 23. Je nach Lastzustand
der Brennkraftmaschine bekommt der Regler 22 als Eingangssignal
einen Wert aus einer der Steuerstufen 25 a und 25, um entweder das
Leistungsmaximum oder das Verbrauchsminimum zu bestimmen. Dabei wird
das Verbrauchsminimum über das Wirkungsgradmaximum bestimmt.
Die beiden Steuerstufen 25 und 25 erzeugen Signale der Formeln:
mit:
Φ i , Φ i-1= KorrelationswertΔ ti= Änderung der EinspritzzeitΔ M= Änderung des MotordrehmomentsNK= "Korrelationslänge".
Wird NK groß gewählt, so ist die Korrektur des Korrelationswertes
Φ i bei jeder neuen Messung klein und man erhält eine gute,
aber dynamisch langsame Meßwertfilterung. Wählt man NK dagegen
klein, so ist die Meßwertfilterung dynamisch schnell, aber weniger
gut. So kann die Meßwertfilterung durch Verändern von NK dem jeweiligen
Betriebszustand des Motors leicht angepaßt werden.
Dabei gibt das Vorzeichen des Signals die Richtung der Regelabweichung
(ti Momentan - ti Optimal) an und dessen Betrag die Größe
dieser Regelabweichung. Ist der Korrelationswert Φ = Null, dann ist
ti Momentan = ti Optimal. Der integralwirkende Regler 22 verstellt
die Einspritzdauer ti, bis der jeweils optimale Wert erreicht ist.
Hauptvorteil der Potentiometeranordnung 24 ist die weiche
Umschaltung zwischen den beiden Optimalwertregelungen auf
maximale Leistung oder minimalen spezifischen Kraftstoffverbrauch
bzw. maximalen Wirkungsgrad.
Die Art der Messung des Drehmoments hängt von vielerlei
Faktoren ab. Z. B. läßt es sich unmittelbar über einen
Momentengeber bestimmen oder jedoch über die Brennraum
druckmessung und Ermittlung der indizierten Arbeit. Auch
das Drehverhalten der Kurbelwelle kann Aufschlüsse über
das abgegebene Moment liefern.
Die gleichzeitige Regelung des optimalen Zündwinkels α z
und des Kraftstoffzumeßsignals, in diesem Fall die Ein
spritzdauer ti, sind prinzipiell möglich. Da das System
nur eine Ausgangsgröße besitzt, nämlich das Drehmoment M,
ist eine Unterscheidung bei gleichzeitiger Modulation des
Zündwinkels und der Kraftstoffzumessung an der einen Aus
gangsgröße nicht möglich.
Ein Ausweg aus diesem Dilemma stellt die Zuordnung der
beiden Testsignale auf verschiedene Zylinder dar, wobei
dann jedoch die zylinderweise Erkennung des Drehmoments
erforderlich ist. Ein Blockschaltbild eines derart umfassenden
Optimierungssystems zeigt Fig. 4.
In Fig. 4 umfaßt das Optimierungssystem für die Betriebs
kenngrößen des Zündzeitpunktes und der Kraftstoffzumessung
zwei vollständig getrennte Optimierungskreise, wobei diesen
einzelnen Kreisen unterschiedliche Zylinder der Brennkraft
maschine zugeordnet sind. So werden z. B. die Zylinder 1
und 3 für die Extremwertregelung des Zündzeitpunktes benutzt
und die Zylinder 2 und 4 für die Extremwertregelung
des Zumeßsignals. Dabei entspricht der für die Einspritz
zeitoptimierung zuständige Teil des Gegenstandes von Fig. 4
weitgehend der Anordnung von Fig. 3, wobei jedoch das
gegebene Moment nur der Zylinder 2 und 4 betrachtet wird.
Darüber hinaus erhalten auch in entsprechender Weise nur
die beiden Zylinder 2 und 4 mit Testsignalen versehene
Einspritzwerte, während die beiden anderen Zylinder 1 und
3 vom Testsignalgenerator 23 nicht beeinflußte Einspritzwerte
erhalten.
Das Optimierungssystem für den Zündzeitpunkt umfaßt die
Zündungssteuerstufe 30, deren Ausgangssignal einmal un
mittelbar auf die den Zylindern 2 und 4 zugeordneten
Zündkerzen schaltbar ist und einmal mittelbar über einen
Summenpunkt 31 auf die Zündkerzen der Zylinder 1 und 3.
Als zweites Signal erhält der Summenpunkt 31 das Ausgangs
signal des Testsignalgenerators 32 für die Zündung. Ein
Eingang 33 der Zündsteuerstufe 30 ist über einen Zündungs
regler 34 mit der Steuerstufe 35 gekoppelt, in der ein
Korrelationswert bezüglich des Zündsignals gebildet wird.
Eingangssignale dieser Steuerstufe 35 sind einmal ein
Signal des Testsignalgenerators 32 sowie ein Momentensignal
von den Zylindern 1 und 3.
Wie sich gezeigt hat, arbeiten die vorstehend beschriebenen
Optimierungssysteme in äußerst einfacher Weise, sofern die
jeweilige Momentenbestimmung korrekt arbeitet. Hauptgrund
für die Einfachheit des Optimierungssystems auf maximale
Leistung bzw. minimalen Kraftstoffverbrauch ist der Vorteil,
aufgrund der Bestimmung des minimalen Kraftstoffverbrauchs
über den maximalen Wirkungsgrad auf unterschiedliche
Geber verzichten zu können und nur mit gleichartigen
Kurvenverläufen zu arbeiten, wodurch eine Umschaltung des
Regelsinnes vermieden wird.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Optimieren von Betriebskenngrößen einer Brenn
kraftmaschine, nämlich des abgegebenen Moments und des spezifischen
Kraftstoffverbrauchs, mit einem Testsignalgenerator zur Variation
von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine, einem Sensor zur
mittelbaren oder unmittelbaren Erfassung der zu optimierenden, auf
die Testsignale des Testsignalgenerators reagierenden Betriebskenngröße,
sowie mit einer von dem Sensor beeinflußten Nachstelleinrichtung
für Steuerungsgrößen der Brennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet,
daß durch die Testsignale des Testsignalgenerators die
zugemessene Kraftstoffmenge variiert wird, daß der Lastzustand der
Brennkraftmaschine erfaßt wird, und daß ausgehend von einem unmittelbar
oder mittelbar erzeugten Momentsignal, je nach Lastzustand der
Brennkraftmaschine (λ <1 oder λ <1), das Leistungsmaximum und der
minimale spezifische Kraftstoffverbrauch bestimmt wird.
2.Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
minimale Kraftstoffverbrauch über das Wirkungsgradmaximum ermittelt
wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bestimmung
des Wirkungsgrads eine Division des Moments durch das
Kraftstoffzumeßsignal dient.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Reglersignale über Korrelationswerte
(Φ i) nach der Formel
bestimmt werden, mit:Φ i , Φ i-1= KorrelationswertΔ ti= Änderung der EinspritzzeitΔ M= Änderung des MotordrehmomentsNK= "Korrelationslänge".
5. Einrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß für eine Optimierung des Drehmoments (M)
durch gleichzeitige Regelung der Einspritzdauer und des Zündwinkels
unterschiedliche Zylinder der Brennkraftmaschine mit entsprechenden
Testsignalwerten beaufschlagt werden und die Reaktion zylinderweise
erfaßt wird.
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Legal Events
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