DE295140C - - Google Patents

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DE295140C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Wandbekleidung, welche das Durchdringen von Feuchtigkeit ausschließt. Zu diesem Zweck wird Filzmasse, Holzschliff 5 oder anderer geeigneter Stoff mit einem Gemisch von Alaun, essigsaurer Tonerde und Wasserglas getränkt und dann mit Harz überzogen. Es ist bereits vorgeschlagen, zur Gewinnung von wasserundurchlässiger Innenwandbekleidung Pappe mit einem Gemisch von Stearinpech, Harz und Paraffinöl oder Leinöl zu tränken, wobei aber das Stearinpech, welches zwar billig ist, wegen seines Geruches für Innenwandbekleidung kaum in Betracht kommt.
Andererseits ist vorgeschlagen worden, die Wände zwecks Trockenlegung mit Pappe zu belegen und zwischen dieser und der Wand eine wasserundurchlässige Schicht zu erzeugen, damit die Pappe mit farbigen Darstellungen zur Imitation von Holz, Marmor o. dgl. versehen werden kann. Zu diesem Zweck erhält die Rückseite der Pappe einen Überzug von alkalischen Erden und Wasserglas und die Wand einen Anstrich von Wasserglas, auf welchen die Pappe mit der präparierten Rückseite aufgelegt wird, so daß zwischen beiden eine Schicht aus wasserunlöslichen Silikaten der alkalischen Erden entsteht.
Gemäß vorliegender Erfindung wird der Rohstoff mit dem aus Alaun, essigsaurer Tonerde und Wasserglas bestehenden Gemisch durchtränkt, und nach dem Trocknen werden die so behandelten Wandbekleidungstafeln in das Harzgemisch getaucht. Hierdurch wird erreicht, daß die wasserunlöslichen Tonerdesilikate als Füllstoff in die Tafeln eingelagert werden, und daß das Harzgemisch infolgedessen in diese nicht tiefer eindringt, sondern nur einen Überzug an der Oberfläche bildet. Dies hat den Vorteil, daß die Wandbekleidungsplatten eine zweifache wasserundurchlässige Imprägnierung erhalten, und daß für den Harzüberzug erheblich weniger Material erforderlich ist, so daß ohne Erhöhung der Herstellungskosten die am besten geeigneten Harze und Wachsarten verwendet werden können. Hierdurch ist weiter aber auch die Möglichkeit gegeben, die Platten mit einem Gipsanstrich zu versehen.
Zur Ausführung des Verfahrens werden aus dem Rohstoff zunächst Tafeln von der gewünschten Größe und Stärke hergestellt, welche alsdann mit einem Gemisch von etwa
30 Teilen in Wasser gelöstem Alaun,
50 Teilen käuflicher essigsaurer Tonerde (Lösung) und
20 Teilen Wasserglaslösung 38 bis 40 Prozent getränkt werden. Nach dem Trocknen werden die Tafeln in ein Gemisch aus flüssigem Harz, Erdwachs oder Paraffin, welches gegebenenfalls einen Zusatz von schnell trocknendem öl erhalten kann, eingetaucht, worauf die Tafeln auf einer oder auf beiden Seiten mit einem Gipsanstrich versehen werden können, der aus etwa 80 Teilen Gips und
20 Teilen Dextrin
besteht, wobei die Hälfte des Gipses auch durch Kreide ersetzt werden kann. Die so hergerichteten Wandbekleidungstafeln werden mit Nägeln an den Wänden befestigt. Nach ihrer Anbringung werden die Stoßfugen zweckmäßig
mit Harz oder Wachs ausgefüllt und sonstige kleine jündichtigkeiten hiermit vergossen, worauf die ganze Fläche gegebenenfalls mit einem letzten Gipsanstrich versehen werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung einer feuchtigkeitundurchlässigen Wandbekleidung, dadurch gekennzeichnet, daß Filzmasse, Holzschliff oder anderer geeigneter Stoff mit einem Gemisch aus Alaun, essigsaurer Tonerde und Wasserglas durchtränkt' und nach dem Trocknen in ein Gemisch aus Harz, Erdwachs oder Paraffin, welchem gegebenenfalls ein schnell trocknendes öl zugesetzt werden kann, getaucht wird und nach dem Erhärten des Harzwachsüberzuges auf einer oder auf beiden Seiten mit einem Gipsanstrich versehen wird.
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