DE2952902C2 - Verfahren zur Reinigung von Naphtochinon - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von NaphtochinonInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von
Naphthochinon (falls nicht anders angegeben, ist 1,4-Naphthochinon
gemeint, das im folgenden als NQ bezeichnet
wird), das durch katalytische Gasphasenoxidation von Naphthalin
erhalten wurde, umfassend eine Extraktion einer Lösung
des Naphthochinons in einem mit Wasser nicht mischbaren
Lösungsmittel mit einem wäßrigen Extraktionsmedium.
Ein derartiges Verfahren ist in einer früheren Patentanmeldung
der Anmelderin (DE-OS 28 00 864) beschrieben.
NQ wird gewöhnlich durch Kontaktieren eines durch katalytische
Gasphasenoxidation von Naphthalin erhaltenen Reaktionsproduktgases
mit einem wäßrigen Medium hergestellt,
woraufhin das NQ mittels eines herkömmlichen Verfahrens,
wie z. B. einer Extraktion oder einer Filtration, aus einer
wäßrigen Mischung abgetrennt wird, welche NQ und Nebenprodukte,
wie Phthalsäure, enthält.
Das resultierende NQ enthält organische Säurekomponenten,
wie Phthalsäure und Benzoesäure, und außerdem
unbekannte Verbindungen in Form von polykondensierten Teerprodukten.
Manchmal wird NQ mit relativ geringer Reinheit,
wie beispielsweise unter 90%, erhalten. Die Löslichkeiten
der organischen Säurekomponenten in dem resultierenden NQ
sind in Wasser relativ hoch. Diese Komponenten können daher
durch Waschen mit einem wäßrigen Medium in Wasser
oder in nicht-alkalischem Bereich, d. h. pH von weniger
als 7, entfernt werden. Wegen der anderen zurückbleibenden,
polykondensierten Nebenprodukte ist die Reinheit des NQ
jedoch nicht genügend groß.
Bei der katalytischen Gasphasenoxidation von Naphthalin
ist mit der Zunahme der Selektivität der Reaktion zu NQ
eine Zunahme der Bildung polykondensierter Nebenprodukte
verbunden. Diese Tendenz ist bemerkenswert. Falls das resultierende
NQ mit relativ geringer Reinheit als industrielles
Rohmaterial für Dichlone(2,3-Dichlor-1,4-naphthochinon)
und Dithianon verwendet wird, ist die Produktqualität
zu gering. Bei der Verwendung des resultierenden NQ
als Rohmaterial für Diels-Alder-Reaktion oder zur Herstellung
von Anthrachinon werden ungünstige Ergebnisse, z. B.
geringe Ausbeuten, erzielt.
Die Erfinder haben ein Verfahren zur wirksamen Abtrennung
der Verunreinigung aus dem NQ untersucht, bei dem das
NQ selbst nicht beeinträchtigt wird.
Aus den ungeprüften japanischen Patentpublikationen
8256/1976 und 8257/1976 sowie der US-PS 25 36 833 ist es
bekannt, daß man organische Säurekomponenten, wie Phthalsäure,
abtrennt. Es ist darauf hingewiesen worden, daß die
Beeinträchtigung von NQ bemerkenswert groß sein kann,
falls es mit einer Base gewaschen wird, die in einer größeren
Menge vorhanden ist, als zur Neutralisation der organischen
Säurekomponenten nötig ist. Das Auswaschen wurde
folglich unter Steuerung der Basenzugabe auf weniger als
die zur Neutralisation der organischen Säurekomponenten
nötigen Menge, d. h. in einem nicht-alkalischen pH-Bereich,
oder in Gegenwart von sauren Salzen der Phthalsäure durchgeführt
oder der Naphthochinon wurde gemäß der ungeprüften
japanischen Patentpublikation 8257/1976 bei einem niedrigeren
pH-Wert als 7 mit einer wäßrigen Lösung von Alkalisalzen
der organischen mehrbasischen Säuren gewaschen.
Die polykondensierten
Nebenprodukte konnten jedoch mit diesen Verfahren nicht entfernt werden, obgleich
die meisten der organischen Säurekomponenten abgetrennt
werden konnten. Die Reinheit des NQ ließ sich
nicht in befriedigender Weise verbessern.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung, ein Reinigungsverfahren
für Naphthochinon anzugeben, mit dem sowohl die organischen
Säurekomponenten als auch die polykondensierten
Nebenprodukte entfernt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren
der eingangs genannten Art, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß die Lösung mit einer wäßrigen Lösung
von Natriumbicarbonat bei einer Temperatur im Bereich von
Zimmertemperatur bis 90°C extrahiert wird unter Einhaltung
eines pH-Wertes von mehr als 7 und unter 8,2.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform zur kontinuierlichen
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Dabei ist
mit 1 ein Tank für rohe NQ-Lösung bezeichnet; 4 bezeichnet
einen Tank für eine wäßrige Lösung von NaHCO₃;
3 bezeichnet einen Mischer zum Vermischen der rohen NQ-Lösung
und der wäßrigen Lösung von NaHCO₃; 7 bezeichnet
einen Separator; 9 bezeichnet ein Auffanggefäß für Abfallwaschlösung;
12 bezeichnet einen Mischer zum Vermischen
einer NQ-Lösung mit Wasser; 14 bezeichnet einen Separator;
16 bezeichnet ein Auffanggefäß für Abwasser; und 18 bezeichnet
ein Auffanggefäß für behandelte NQ-Lösung.
Die Eigenschaften und die Struktur der
Verunreinigungen in dem rohen NQ wurden untersucht. Dabei wurde
festgestellt, daß es mehrere Prozent eines Dimeren von
1,2-Naphthochinon (im folgenden als 1,2-NQ bezeichnet)
und/oder NQ enthält und daß die meisten dieser Verbindungen
Hydroxylgruppen aufweisen. Falls das Dimere abgetrennt
und mit einer Base behandelt wird, findet man, daß sich ein Teil
des Materials bei pH-Werten unter 7 nicht auflöst.
Das rohe NQ, welches eine Reinheit von etwa
90% aufweist und welches das Dimere enthält, wird daher
in o-Xylol (im folgenden als OX bezeichnet) aufgelöst. Die
Lösung wird bei 50 bis 60°C einige Minuten mit einer wäßrigen
Lösung von Natriumbicarbonat in einer größeren als der
äquivalenten Menge zur Neutralisation der organischen Säurekomponenten,
wie z. B. Phthalsäure und Benzoesäure, und
mehr als der äquivalenten Menge, bezogen auf die Verunreinigungen,
mit Ausnahme der organischen Säurekomponenten,
vermischt. Anschließend wird die Mischung aufgetrennt und
die OX-Lösung von NQ wird konzentriert und getrocknet. Die
Reinheit der resultierenden NQ wird um mehrere Prozent
erhöht und die Ausbeuteverminderung beträgt nur etwa 1%.
Der Waschversuch wird unter alkalischen Bedingungen bei
einem pH von mehr als 7 wiederholt, indem man die Menge
des Natriumbicarbonats erhöht. Man findet jedoch überraschenderweise,
daß NQ bei einem pH von mehr als 7 im wesentlichen
nicht zersetzt wird, obwohl bisher angenommen
wurde, daß sich NQ unter diesen Bedingungen zersetzt.
Weiterhin wird überraschenderweise gefunden, daß wesentliche
Mengen der Verunreinigungen, insbesondere Polymere von
NQ (einschließlich 1,2-NQ), die Hydroxylgruppen aufweisen,
innerhalb kurzer Zeit in die wäßrige Lösung extrahiert
werden. Die vorliegende Erfindung beruht auf diesen
Beobachtungen.
Das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte, rohe
NQ kann aus einem industriellen Verfahren stammen und
durch katalytische Gasphasenoxidation von Naphthalin mit
einem Sauerstoff enthaltenden Gas, wie z. B. Luft, an einem
festen Katalysator, gefolgt von einem beliebigen
Trennverfahren, erhalten worden sein.
Geeignete Trennverfahren sind bekannt. Beispielsweise
wird die Trennung so durchgeführt, daß das durch die Oxidation
erhaltene Gas mit einem wäßrigen Medium kontaktiert
wird, das Wasser, Maleinsäure, Phthalsäure und/oder ihre
Salze, wie die Mononatriumsalze, enthält, um NQ als wäßrige
Aufschlämmung abzufangen. Diese wäßrige Aufschlämmung
enthält festes NQ und die gelösten organischen Säurekomponenten.
Das NQ wird filtriert oder mit einem Lösungsmittel
extrahiert. Falls Phthalsäure zusammen mit NQ in
fester Form als Aufschlämmung anfällt, wird der Feststoff
abfiltriert oder NQ wird mit einem Lösungsmittel ohne
Filtration aus dem Feststoff extrahiert. Die Trennung kann
auch dadurch erfolgen, daß man das bei der Oxidation erhaltene
Gas mit einem organischen Lösungsmittel abfängt
und anschließend Phthalsäureanhydrid mit heißem Wasser extrahiert,
um eine Lösung von NQ zu erhalten. Das feste NQ
kann nach seiner Auflösung in einem Lösungsmittel verwendet
werden.
Das durch katalytische Gasphasenoxidation von Naphthalin
erhaltene Gas wird gewöhnlich durch Auswaschen mit Wasser
abgefangen, und NQ wird aus der resultierenden, wäßrigen
Aufschlämmung, die NQ enthält, mit einem Lösungsmittel extrahiert,
und die Lösung von NQ wird vorzugsweise mit Wasser
bei Raumtemperatur bis 90°C gewaschen, um den Großteil
der organischen Säurekomponenten zu entfernen. Die
resultierende Lösung von NQ wird verwendet. Dieses Verfahren
ist vorteilhaft, da durch den Effekt der Entfernung
von organischen Säurekomponenten die Menge der Base
verringert wird und die durch Kohlendioxidgas verursachte
Blasenbildung herabgesetzt wird. Die Reinheit des resultierenden
NQ liegt gewöhnlich in einem Bereich von etwa
85 bis 97%. In dem rohen NQ, das eine relativ große Menge
an Verunreinigungen aufweist und das in einer Reinheit von
weniger als 95% vorliegt, umfassen die meisten der Verunreinigungen
polykondensierte Produkte von 1,2-NQ, NQ und
teerartige Materialien. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
können die Polymeren mit Hydroxylgruppen und ein
Teil der teerartigen Materialien unter Erhöhung der Reinheit
des NQ entfernt werden.
Die Reinheit des NQ kann durch Umkristallisation aus einem
Lösungsmittel noch weiter gesteigert werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Lösungsmittel
verwendet. Das Lösungsmittel löst das NQ und die Verunreinigungen
auf und erleichtert die Umsetzung der Base
mit den Verunreinigungen. Das Lösungsmittel ist vorzugsweise
eine Flüssigkeit, die NQ auflöst, jedoch mit Wasser
nicht mischbar ist und deren spezifisches Gewicht einen
geringen Unterschied zu dem von Wasser aufweist. Im allgemeinen
werden als Lösungsmittel aromatische Kohlenwasserstoffe,
wie Benzol, Toluol, Xylol verwendet, wobei
Xylol besonders bevorzugt ist. Die Konzentration der NQ-Lösung
kann von der jeweiligen Löslichkeit bei der jeweiligen
Temperatur abhängen und liegt vorzugsweise in einem
Bereich von 10 bis 30%. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird eine wäßrige Lösung von Natriumbicarbonat verwendet.
Bei Verwendung von Natriumbicarbonat kommt es
selbst bei einem pH von über 7,0 nicht leicht zu einer
Beeinträchtigung des NQ.
Dieses Ergebnis unterscheidet sich von denen,
die bei Verwendung eines Alkalicarbonats oder eines Alkalihydroxids
erhalten werden. Die Konzentration der wäßrigen
Lösung von Natriumbicarbonat liegt im allgemeinen
unter 6% und über 1%. Falls die Konzentration zu gering
ist, müßte eine große Menge der Lösung verwendet werden.
Dabei erhöht sich die Menge des gelösten NQ und des treten
Verluste auf. Falls die Konzentration zu hoch ist, können
die Verunreinigungen ausfallen, wodurch bei dem Verfahren
Schwierigkeiten verursacht werden. Die Konzentration wird
daher vorzugsweise im Hinblick auf die Menge und den pH
der Waschlösung gewählt. Die Menge der Waschlösung wird
im allgemeinen in einem Bereich zwischen gleicher Menge
(Volumen oder Gewicht) bis 1 oder 2% liegen. Die Menge ist
im Hinblick auf Verluste an NQ vorzugsweise geringer.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die Temperatur geringer
als 90°C, vorzugsweise geringer als 80°C, und höher
als Zimmertemperatur. Der pH während des Überführens der
meisten Verunreinigungen (extrahierbar in die wäßrige
Lösung) in die Wasserphase ist höher als 7 und bis etwa 8,2,
d. h. der pH-Wert, der bei einem Überschuß an Natriumbicarbonat auftritt.
In dem genannten Bereich ist die Zersetzung von NQ
bemerkenswert gering und die Kontaktzeit kann folglich relativ
lang sein, wie z. B. etwa 1 Stunde. Die Kontaktzeit
ist jedoch gewöhnlich kürzer als 30 Minuten in einem
Chargensystem und gewöhnlich kürzer als 5 Minuten und
länger als einige Sekunden bei einem kontinuierlichen Verfahren.
Bei mehr als 80°C sollte die Kontaktzeit kurz
sein, z. B. kürzer als 20 Minuten, und insbesondere in einem
Bereich von etwa 10 Sekunden bis 5 Minuten liegen.
Falls die Temperatur höher als 90°C ist, sind die Reinheit
und die Nicht-Zersetzungsrate (% NQ im gereinigten NQ
nach der Behandlung zu NQ im Ausgangsmaterial) gering.
Wie aus den Tabellen 1 und 2 hervorgeht, ist insbesondere
die Nicht-Zersetzungsrate gering. Eine solche Reaktionsbedingung
ist folglich bei einem industriellen Verfahren
bemerkenswert unvorteilhaft.
Der pH wird bei der Behandlung bei einem Wert von mehr
als etwa 7 gehalten. Das Natriumbicarbonat wird daher gewöhnlich
in einem Verhältnis von etwa 10 bis 100%, bezogen
auf die Verunreinigungen, verwendet. Bei einem
pH unter 7 kann, wie aus Tabelle 1 hervorgeht, eine angestrebte
Zunahme der Reinheit nicht erwartet werden.
Im folgenden wird ein typisches erfindungsgemäßes Verfahren
beschrieben. Die NQ-Lösung wird bei einer Temperatur
zwischen Zimmertemperatur bis 90°C, gewöhnlich 50 bis
80°C, bei einem pH von mehr als etwa 7 während weniger
als 30 Minuten, vorzugsweise etwa 10 Sekunden bis 5 Minuten,
mit einer wäßrigen Lösung von,
Natriumbicarbonat,
mittels einer Mischvorrichtung, wie z. B. eines Rührkessels
oder eines Rohr-Mischers, vermischt. Auf diese Weise werden
die meisten der Verunreinigungen, wie Polymere von
1,2-NQ und/oder NQ, die Hydroxylgruppen aufweisen, in die
Wasserphase überführt. Anschließend wird die NQ-Lösung
von der wäßrigen Lösung abgetrennt. Die NQ-Lösung wird
mit Wasser oder gegebenenfalls mit einer wäßrigen Lösung
von Salpetersäure gewaschen, und das Lösungsmittel wird
im allgemeinen abgetrennt, um das angestrebte Produkt NQ
zu erhalten. Andererseits kann die NQ-Lösung in einer
weiteren Reaktionsstufe, wie z. B. bei der Herstellung
von Anthrachinon mittels Diels-Alder-Reaktion, verwendet
werden.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Beeinträchtigung
des NQ verhindert werden, und die Zersetzungsrate
kann minimalisiert und die Reinheit des resultierenden NQ
verbessert werden.
Bei der Abtrennung des Lösungsmittels von der NQ-Lösung
sind die Polymere und Teere bereits entfernt. Folglich
kann die Verdampfungsgeschwindigkeit des Lösungsmittels
bei der Abtrennung des Lösungsmittels zur Isolierung von
NQ schnell sein, und das Verfestigen des resultierenden
NQ in dem Lagergefäß kann verhindert werden. Außerdem
kann die Ausbeute an Anthrachinon bei der Herstellung von
Anthrachinon mittels Diels-Alder-Reaktion erhöht werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen und
Vergleichsbeispielen näher erläutert. In der Beschreibung
bedeuten Prozentangaben Gewichtsprozent, sofern nicht
anders angegeben.
Rohes NQ mit einer Reinheit von 91,6%, das durch Auswaschen
mit heißem Wasser zur Entfernung von organischen
Säuren erhalten wurde, wird in OX aufgelöst. Dabei wird
eine Lösung hergestellt, die eine Konzentration von 20%
aufweist.
100 Gew.-Teile der Lösung werden mit 20 Gew.-Teilen der jeweiligen
wäßrigen Lösung von Natriumbicarbonat (im folgenden
mit NaHCO₃ bezeichnet) mit unterschiedlichen Konzentrationen
vermischt. Jede Mischung wird 1 min bei
90°C gerührt und dann ruhen lassen. Die Waschwasserphase
wird abgetrennt. Anschließend gibt man 20 Gew.-Teile
Wasser zu und rührt die Mischung 5 min bei der gleichen
Temperatur, um sie zu waschen. Anschließend wird die Wasserphase
nach einer Ruhezeit abgetrennt. Die Ölphase wird
unter vermindertem Druck auf 80°C erhitzt, um das Lösungsmittel
zu entfernen. Man erhält das behandelte NQ. Die
Reinheit wird mittels Gaschromatographie analysiert. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt (die NQ-Wiedergewinnungsrate
gibt in Prozent das wiedergewonnene
NQ, bezogen auf das eingesetzte NQ, an).
100 Gew.-Teile rohes NQ mit einer Reinheit von 89,7% werden
in 900 Gew.-Teilen OX aufgelöst. Anschließend gibt man
bei 85°C 200 Gew.-Teile heißes Wasser zu und rührt die Mischung
5 min. Die Mischung wird stehengelassen und die
Wasserphase wird abgetrennt, um die organischen Säuren zu
entfernen.
100 Gew.-Teile der OX-Lösung von NQ werden mit 20 Gew.-Teilen
einer 15%igen wäßrigen NaHCO₃-Lösung vermischt. Die
Mischung wird 30 min bei 60°C gerührt und anschließend
stehengelassen. Die Waschwasserphase wird abgetrennt und
anschließend werden 20 Gew.-Teile Wasser bei der gleichen
Temperatur 5 min zugemischt. Die Mischung wird stehengelassen,
um die restliche Base abzutrennen. Die Ölphase
wird unter vermindertem Druck auf 80°C erhitzt, um das
Lösungsmittel zu entfernen. Man erhält behandeltes NQ.
Das Verfahren wird wiederholt, wobei man jedoch die Reaktionsbedingungen
bezüglich der Temperatur (oder der
Konzentration an NaHCO₃ oder der Reaktionszeit) variiert,
um die Stabilität des NQ bei verschiedenen Temperaturen
zu untersuchen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
Die Analyse wird mittels Gaschromatographie
durchgeführt.
Es wird jeweils rohes NQ mit verschiedener Reinheit in
OX aufgelöst, um jeweils eine 20%ige Lösung herzustellen.
100 Gew.-Teile der Lösung werden mit 20 Gew.-Teilen heißem
Wasser gemäß dem Verfahren von Beispiel 2 gewaschen und
anschließend 1 bis 5 min bei 60 bis 75°C jeweils mit einer
wäßrigen Lösung von NaHCO₃ gewaschen, welche aufgrund
unterschiedlicher Konzentrationen einen pH der Waschlösung
von 7 bis 8,2 ergeben. Die Waschwasserphase wird abgetrennt
und die Ölphase wird filtriert. Eine kleine Menge
der an der Öl-Wasser-Grenze verbleibenden Verunreinigungen
wird entfernt. Die als Filtrat erhaltene Ölphase wird gemäß
dem Verfahren von Beispiel 1 und 2 weiterverarbeitet
und das resultierende NQ wird mittels Gaschromatographie
und Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie zur Bestimmung
der jeweiligen Verunreinigung analysiert. Die jeweilige
Veränderung der Zusammensetzung, die durch das Waschen
mit NaHCO₃ verursacht wird, wird untersucht. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 3 aufgeführt.
Ein durch katalytische Gasphasenoxidation von Naphthalin
erhaltenes Gas wird durch Waschen mit Wasser abgefangen.
Das NQ wird mit OX aus einer wäßrigen Aufschlämmung, die
NQ enthält, extrahiert und die resultierende Lösung von
NQ wird mit der 0,3fachen Menge heißen Wassers bei etwa
85°C zur Entfernung der organischen Säurekomponenten gewaschen.
7000 kg der resultierenden Lösung von NQ
(die Lösung umfaßt 5700 kg OX und 1300 kg rohes NQ; Reinheit
des rohen NQ=92,5%) werden kontinuierlich mit einer
wäßrigen Lösung von NaHCO₃ mittels der in Fig. 1 gezeigten
Vorrichtung gewaschen.
Die auf 70°C gehaltene OX-Lösung des rohen NQ wird aus
dem Vorratstank 1 durch eine Rohrleitung 2 in einen Rührmischer
3 mit einer Zuflußrate von 25 l/min eingeleitet.
Zur gleichen Zeit wird eine wäßrige 1,5%ige Lösung von
NaHCO₃ aus dem Vorratstank 4 durch eine Rohrleitung 5
in den Mischer 3 mit einer Zuflußrate von 5 l/min eingeleitet.
Beide Lösungen werden während einer durchschnittlichen
Verweilzeit von 1,3 min in dem Mischer 3 gemischt
und gerührt. Die Mischung wird durch eine Rohrleitung 6
entlassen und in einem Separator 7 getrennt. Die Waschwasserphase
als untere Phase wird kontinuierlich durch
eine Rohrleitung 8 in einen Waschwasserauffangtank 9 abgelassen.
Andererseits wird die Ölphase als obere Phase durch
eine Rohrleitung 10 abgelassen und zusammen mit einem
Waschwasser bei 70°C einem Mischer 12 zugeleitet. Das
Waschwasser wird durch eine Rohrleitung 11 mit einer
Zuflußmenge von 5 l/min in die Rohrleitung 10 eingespeist.
Die Mischung wird gemischt und während einer durchschnittlichen
Verweilzeit von 1,3 min gerührt und durch eine Rohrleitung
13 in einen Separator 14 eingespeist. Die Wasserphase
wird aus dem Boden des Separators 14 durch eine Rohrleitung
15 in einen Abwasserauffangtank 16 abgelassen.
Die Ölphase wird aus dem oberen Teil durch eine Rohrleitung
17 in den NQ-Lösung-Auffangtank 18 entlassen.
Die auf diese Weise in dem Auffangtank 18 erhaltene, resultierende
Lösung von NQ wird gewogen, und es werden
Proben entnommen. Jedes durch Entfernung des Lösungsmittels
erhaltene, behandelte NQ wird analysiert. In Tabelle
4 sind die Ergebnisse aufgeführt.
Um den Effekt auf die Reinigung von NQ durch Waschen mit
heißem Wasser zu untersuchen, wird das in Beispiel 2 verwendete
rohe NQ (Reinheit 89,7%) in OX aufgelöst, um eine
20%ige Lösung herzustellen.
100 Gew.-Teile der Lösung werden mit 20 Gew.-Teilen heißem
Wasser vermischt, die Mischung wird 5 min bei 90°C gerührt
und die Wasserphase wird abgetrennt. Die Ölphase wird
wiederum mit 20 Gew.-Teilen heißem Wasser vermischt und
das gleiche Verfahren wird wiederholt. Die resultierende
Ölphase wird unter vermindertem Druck auf 80°C erhitzt,
um behandeltes NQ zu erhalten. Das behandelte NQ wird mittels
Gaschromatographie analysiert. Die Reinheit des NQ
wird nur um 1,9% verbessert. Die Ergebnisse sind in Tabelle
5 aufgeführt.
Das in Beispiel 2 verwendete rohe NQ (Reinheit 89,7%) wird
in OX aufgelöst, um eine 20%ige Lösung herzustellen.
100 Gew.-Teile der Lösung werden mit 20 Gew.-% einer 7,6%igen
wäßrigen Lösung von Dinatriumphthalat vermischt und die
Mischung wird 1 min bei 90°C gerührt. Die Wasserphase wird
abgetrennt. Anschließend werden 20 Gew.-Teile heißen Wassers
zugemischt, die Mischung wird 5 min gerührt und die Wasserphase
wird abgetrennt. Die Ölphase wird unter vermindertem
Druck auf 80°C erhitzt, um das Lösungsmittel zu entfernen.
Das resultierende NQ wird mittels Gaschromatographie analysiert.
Die Reinheit des NQ wird nur um 3,2% verbessert.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 zusammengefaßt.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Reinigung von
Naphthochinon können die organischen Säurekomponenten und
polykondensierte Produkte vollständig entfernt werden.
Dabei erhält man Naphthochinon hoher Reinheit zu wirtschaftlichen
Kosten.
Claims (1)
- Verfahren zur Reinigung von Naphthochinon, das durch katalytische Gasphasenoxidation von Naphthalin erhalten wurde, umfassend eine Extraktion einer Lösung des Naphthochinons in einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel mit einem wäßrigen Extraktionsmedium, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung mit einer wäßrigen Lösung von Natriumbicarbonat bei einer Temperatur im Bereich von Zimmertemperatur bis 90°C extrahiert wird unter Einhaltung eines pH-Wertes von mehr als 7 und unter 8,2.
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