DE297610C - - Google Patents

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DE297610C
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sieve
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grinding
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mills
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C15/00Disintegrating by milling members in the form of rollers or balls co-operating with rings or discs
    • B02C15/02Centrifugal pendulum-type mills

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 297610-KLASSE 50 c. GRUPPE
BRADLEY PULVERIZER CO. μ. β. Η. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1914 ab.
Die Erfindung betrifft eine Mühle mit einem
oder mehreren durch Fliehkraft, Federkraft
o. dgl. gegen eine Mahlbahn getriebenen Mahl-, . körpern und bezieht sich insbesondere auf
.5 Pendelmühlen', bei denen das Gut durch pendelartig aufgehängte, gegen eine Mahlbahn wirkende Mahlkörper zerkleinert und durch ein oberhalb der .Mahlbahn angeordnetes ringförmiges Sieb, gelochtes Blech o. dgl. gesiebt wird. Bei derartigen Mühlen wurde bisher ein Sieb von überall gleicher Maschengröße verwendet, durch das bei einem bestimmten Kraftverbrauch und einer bestimmten Leistung der Mühle Mahlgut von bestimmter Feinheit aus-
!5 getragen wird.' Falls ein Mahlgut von größerer Feinheit gewonnen werden soll, wird in die Mühle ein Sieb von kleinerer, aber auch überall gleicher Maschengröße eingesetzt. Es hat sich nun herausgestellt, daß in solchen Fällen beim Einsetzen eines feineren Siebes mit überall gleicher Maschengröße die Leistung der .Mühle ' erheblich verringert wird, so daß ein verhältnismäßig größerer Kraftaufwand- zum Antrieb der Mühle erforderlich ist, wenn die gleiche Leistung wie bei der Verwendung eines gröberen Siebes erzielt werden soll.
Die Erfindung bezweckt, ohne wesentliche Vergrößerung des · Kraftverbrauchs und ohne erhebliche Verringerung der Leistung der Mühle Mahlgut von größerer Feinheit zu gewinnen. Zu diesem Zweck ist. nach der Erfindung das% zum Austragen des Mahlgutes aus dem Mahlraum dienende Sieb oder gelochte Blech in der Nähe der Mahlbahn mit engen Öffnungen und in gewisser Entfernung von der Mahlbahn mit weiten Öffnungen versehen.
Auf der Zeichnung ist eine nach der Erfindung hergestellte Pendelmühle in einer Ausführungsform dargestellt.
Fig. ι ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Mühle. Fig. 2 veranschaulicht schematisch den sich beim Austragen des Mahlgutes durch das Sieb abspielenden Vorgang.
Die Mühle ist mit einem in bekannter Weise pendelnd aufgehängten, gegen eine ringförmige Mahlbahn α wirkenden Mahlkörper b versehen, der durch eine Riemenscheibe c in Umlauf gesetzt wird. Das oberhalb der Mahlbahn a angeordnete Sieb besteht aus zwei ringförmigen, bündig aneinandergefügten Teilen d und e, von denen der in der Nähe der Mahlbahn a gelegene Teil d verhältnismäßig enge Maschen besitzt, während der in gewisser Entfernung von der Mahlbahn α befindliche Teil e mit verhältnismäßig weiten Maschen versehen ist. Erforderlichenfalls kann das Sieb auch aus mehr als zwei ringförmigen, bündig aneinandergefügten Teilen von verschiedener Maschengröße bestehen. In diesem Falle sind mit zunehmender Entfernung von der Mahlbahn die Siebteile mit immer gröberen Maschen versehen.
Das Mahlgut wird durch einen Trichter f in den Mahlraum eingeführ-t. Das durch das Sieb d, e ausgetragene Gut gelangt in einen ringförmigen Sammelraum g, aus dem es durch Kanäle Ji fortgeleitet wird.
Das in den Arbeitsraum eingeführte Mahlgut wird durch den umlaufenden Mahlkörper b zerkleinert und nach oben geschleudert. Das durch die Wirkung der Fliehkraft in der Richtung der Pfeile in Fig. 2 gegen das Sieb d, e getriebene Mahlgut sammelt sich an der Innenseite des

Claims (1)

  1. Siebes d, e in einer Schicht i an, die etwa den in. Fig. 2 veranschaulichten Querschnitt besitzt. Die Schicht i ist unten am stärksten und wird nach oben allmählich dünner. Im unteren Teil dieser Schicht i befinden sich vorwiegend grobe, und im oberen Teil, der Schicht hauptsächlich feine Gutteilchen. Infolgedessen wird das Gut in der Zone I mit größerem Druck und in der Zone II mit geringerem Druck durch
    ίο die Maschen des Siebes d, e getrieben. Hierbei spielt auch die größere Fliehkraftwirkung der groben, in der Zone I befindlichen Gutteilchen eine Rolle.
    Diesen verschiedenen Druckverhältnissen ist nun nach der Erfindung durch die beschriebene Unterteilung des Siebes in zwei Teile d und e von verschiedener Maschenweite Rechnung getragen worden, denen bei der schematischen Darstellung in Fig. 2 die Zonen I und II des Arbeitsraumes entsprechen. Durch die engen Maschen des unteren Siebteiles d wird ver-. hindert, daß gröbere Gutteilchen, als dem gewünschten Feinheitsgrad entspricht, unter dem in der Zone I herrschenden, verhältnismäßig großen Druck durch das Sieb getrieben werden. In der oberen Zone II lassen die Maschen des Siebteiles e, trotzdem sie weiter sind als die Maschen des unteren Siebteiles d, infolge des hier herrschenden, verhältnismäßig geringen Druckes gröbere Gutteilchen, als dem gewünschten Feinheitsgrad entspricht, nicht durch das Sieb. Durch die Verwendung des verhältnismäßig weitmaschigen oberen Siebteiles e wird anderseits ein möglichst geringer Kraftverbrauch beim Durchtritt der Gutteilchen durch diesen Teil des Siebes bedingt.
    Durch die beschriebene Mühle wird somit gegenüber den bisherigen Mühlen, die nur mit einem Sieb von überall gleicher Maschengröße versehen sind, wie sie beispielsweise der obere grobe Siebteil e der vorliegenden Mühle besitzt, bei ungefähr gleichem Kraftaufwand und etwa gleicher Leistung Mahlgut von größerer Feinheit gewonnen, denn bei der bekannten Pendelmühle läßt das durchweg mit verhältnismäßig weiten Maschen versehene Sieb in der unteren Zone des Arbeitsraumes wesentlich gröbere Gutteilchen durchtreten als der mit feineren Öffnungen versehene Siebteil d der vorliegenden Mühle.
    Wenn dagegen bei" der bisherigen Pendelmühle ein Sieb von überall gleicher Maschenweite verwendet wird, wie sie beispielsweise der untere feine Siebteil d der vorliegenden Mühle besitzt, so wird zwar Mahlgut von größerer Feinheit gewonnen. In diesem Falle bedingt jedoch der Durchtritt des Mahlgutes duich die verhältnismäßig feinen Maschen des Siebes in der oberen Zone des Mahlraumes einen erheblich größeren Kraftverbrauch als beim Erfindungsgegenstand. i
    Die beschriebene Einrichtung ist nicht nur für Pendelmühlen, sondern auch für solche Mühlen geeignet, bei denen Kugeln öder andere Mahlkörper durch Fliehkraft, Federkraft o. dgl. gegen eine Mahlbahn getrieben werden.
    Ferner ist die Einrichtung sowohl für Mühlen mit um eine senkrechte Achse umlaufenden Mahlkörpern als auch für Mühlen mit um eine geneigte oder wagerechte Achse umlaufenden ■Mahlkörpern verwendbar.
    Die beschriebene Mühle kann auch mit einem innerhalb oder außerhalb des Arbeitsraumes angeordneten Gebläse versehen sein, das die Bewegung des Gutes durch das Sieb unterstützt.
    Pat ε nt- Ans pro ch:
    Mühle mit einem oder mehreren gegen eine Mahlbahn getriebenen Mahlkörpern, dadurch. gekennzeichnet, daß das zum Austragen des Mahlgutes dienende Sieb (d, e) in der Nähe der Mahlbahn («) mit engen und in gewisser Entfernung von der Mahlbahn mit weiten Öffnungen versehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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