DE29815744U1 - Leitungssystem für Datenübertragungsverbindungen, rohrförmiges Gebilde hierfür und Rohrleitungsnetz - Google Patents

Leitungssystem für Datenübertragungsverbindungen, rohrförmiges Gebilde hierfür und Rohrleitungsnetz

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Description

TH/wm 980674G
01. September 1998
Leitungssystem für Datenübertragungsverbindungen, rohrförmiges Gebilde hierfür und Rohrleitungsnetz
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Leitungssystem nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, ein rohrförmiges Gebilde nach demjenigen von Anspruch 9 sowie ein Rohrleitungsnetz nach Anspruch 14.
Bei den hohen Bedürfnissen an relativ feinmaschig verteilte Datenübertragungsnetze besteht heute ein akutes Problem darin, derartige elektrische, aber insbesondere lichtleiter- bzw. glasfaserbasierte Datenübertragungsnetze zu verlegen. Es bedarf eines extrem hohen Aufwandes, derartige Netze zwischen den Verbrauchern zunehmender Zahl zu verlegen.
Es sind Ansätze für das Verlegen von Datenübertragungsleitungen bekannt, wonach bereits bestehende, anderweitig genutzte oder stillgelegte Rohrleitungsnetze, dabei insbesondere Kanalisationsnetze, ausgenützt werden. Bei den erwähnten, bereits vorbekannten Ansätzen werden punktuell Datenübertragungsleitungen mechanisch entlang den Rohrleitungen verankert, derart, daß sie in vorgegebenen Abständen leinenartig mechanisch fixiert sind. Die Datenübertragungsleitungen werden mittels Verlegerobotern in die Kanalisationsleitungen eingeführt.
Dieses Vorgehen ist unter zweierlei Gesichtspunkten äußerst nachteilig. Zum einen ergeben sich aufgrund der punktuellen Fixierung der Datenübertragungsleitungen
gegebenenfalls durchhängende oder mindestens freie Leitungsabschnitte, was insbesondere bei Rohrreinigungsarbeiten oder späteren Sanierungsarbeiten, gerade auch mittels Robotern, höchst problematisch ist. Zum zweiten können Verlegeroboter nur in Rohrleitungsabschnitten eingesetzt werden, welche einen minimalen Durchmesser aufweisen, und ihr Vortrieb in gewinkelte Rohrleitungsanschlüsse und/oder in Leitungen kleinerer Durchmesser ist nicht möglich.
Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, ein Leitungssystem eingangs genannter Art vorzuschlagen, bei dem die erwähnten Nachteile behoben sind. Zu diesem Zwecke zeichnet sich das erfindungsgemäße Leitungssystem nach dem Kennzeichen von Anspruch 1 aus.
Wie noch erkenntlich werden wird, können, erfindungsgemäß und unabhängig von Durchmesser und Verzweigungsstrukturen bzw. Krümmungsradien, die erfindungsgemäß genutzten Rohrleitungsnetze Kanalisationsnetze bis hin zu den Endverbraucherleitungen sein, bzw. Flüssiggas- oder Gasleitungsnetze, Frischwasserleitungsnetze, Rohrleitungsnetze für elektrische Leitungen etc. Diesbezüglich sind der vorliegenden Erfindung keine Grenzen gesetzt, im Unterschied zum vorbekannten Einsatz von Robotern und Punkt-Befestigung der Datenübertragungsleitungen.
Dadurch, daß grundsätzlich die Datenübertragungsleitungen erfindungsgemäß in den mitbenutzten oder stillgelegten Rohrleitungen im wesentlichen kontinuierlich befestigt verlegt werden, wird die Gefahr einer nachmaligen Beeinträchtigung dieser Datenübertragungsleitungen minimalisiert. Zudem ergibt sich, wie erwähnt, die
Möglichkeit, unter Ausnützung der erwähnten genutzten Rohrleitungen, daß die Datenübertragungsleitungen in praktisch beliebig engen, bzw. sich
querschnittsverändernden Leitungsabschnitten und
unterbrechungsfrei in verzweigte Rohrleitungssysteme eingeführt werden können.
Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Leitungssystems sind in den Ansprüchen 2 bis 8
spezifiziert. Ein rohrförmiges Gebilde, welches sich insbesondere für den Aufbau des erfindungsgemäßen
Leitungssystems eignet, ist nach dem Kennzeichen des Anspruchs 9 ausgebildet.
Ein erfindungsgemäßes Rohrleitungsnetz zeichnet sich weiter nach dem Wortlaut von Anspruch 14 aus. Die
Erfindung wird anschließend anhand von Figuren erläutert. Diese zeigen:
Fig. 1 schematisch ein erfindungsgemäß genutztes
Rohrleitungssystem, nämlich ein
Kanalisationsleitungssystem mit zu dessen
Sanierung eingesetzter Liningtechnik,
Fig. 2
bis 4 schematisch und perspektivisch, Linerausschnitte mit verschiedenen erfindungsgemäßen
Applikationen von Datenübertragungsleitungen,
Fig. 5 schematisch und perspektivisch, einen Abschnitt eines Restaurationsrohres mit mehreren
erfindungsgemäßen Applikationsvarianten von Datenübertragungsleitungen,
Fig. &bgr; anhand einer schematischen Querschnittsdarstellung, eine weitere erfindungsgemäße Applikationsvariante für Datenübertragungsleitungen,
Fig. 7
bis 9 anhand schematischer Querschnittsdarstellungen, erfindungsgemäße Applikationsvarianten von Datenübertragungsleitungen an Restaurationsoder neu zu verlegenden Leitungsrohren, und
Fig. 10 schematisch und perspektivisch, einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Liners mit Aufnahmerohren für Datenübertragungsleitungen.
1. Ausnützung bereits verlegter Rohrleitungsnetze
In Fig. 1 ist schematisch ein Teil eines Beispiels eines erfindungsgemäß ausgenützten Rohrleitungssystems anderweitig mitgenutzt oder vormals anderweitig genutzt, nun aber stillgesetzt - anhand eines Kanalisationsleitungssystems dargestellt. Das eigentliche Rohrleitungsnetz, beispielsweise bestehend aus einer Sammelleitung 1 und darin einmündenden Verbraucherleitungen 3, ist üblicherweise über Schächte zugänglich. Ist das Rohrleitungssystem 1, 3 z.B. unterhaltsbedürftig, beispielsweise aufgrund von Schadstellen in den Leitungen, so besteht eine erste bekannte Restaurationstechnik darin, in das Rohrleitungssystem 1 bzw. 3 ein flexibles, rohrförmiges Gebilde 8, 8a einzuziehen, beispielsweise gemäß Fig. von Schacht 5 zu Schacht 5. Hierzu werden sogenannte Linerrohre eingesetzt, grundsätzlich aus flexiblen, rohrförmigen Gebilden, insbesondere aus einem
verstärkten, flexiblen Gewebe bestehend, das Kunststoff-, beispielsweise Epoxy-getränkt ist. Wie in Fig. 1 schematisch dargestellt, wird ein solches Linerrohr beispielsweise ab einer Rolle 7 abgewickelt und mittels einer Zugleine 9 eingezogen. Danach wird es beispielsweise durch Aufblasen oder mittels gegebenenfalls heißem Wasser expandiert und legt sich satt an die Wandung der zu restaurierenden Leitung an. Diese Technik kann, wie bekannt, an Rohrleitungen unterschiedlicher und insbesondere auch äußerst geringer Durchmesser realisiert werden, bis in Haushaltungen bzw. bis zu Leitungsendverbrauchern. Dies ist schematisch in Fig. 1 mit dem Einzug auch des Liners 8a dargestellt.
Die Verbindung der Verzweigungsliner 8a und eines Sammelleitungsliners 8 gemäß Fig. 1 erfolgt durch entsprechendes Einschneiden des Liners 8 an der Abzweigstelle und Verkitten resp. Verkleben des Zweigleitungsliners 8a mit dem Sammelleitungsliner 8.
Es ist ersichtlich, daß bei dieser Restaurierungstechnik, dem sogenannten "Lining", praktisch beliebig verzweigte Rohrleitungssysteme mit unterschiedlichen, bis zu sehr kleinen Leitungsdurchmessern auf einfachste■Art und Weise sanierbar sind. In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nun diese Technik für das Verlegen von Datenübertragungsleitungen, seien sie elektrisch oder seien sie glasfaser- bzw. lichtleitergebunden, ausgenützt.
In Fig. 2 ist wiederum schematisch ein Abschnitt eines Linerschlauches 8 dargestellt. In einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leitungssystems wird die Datenübertragungsleitung 10a mit der
— &Oacgr; ~
Lineraußenwand kontinuierlich verbunden. Dies erfolgt z.B. dadurch, daß, mit Blick auf Fig. 1, die Datenübertragungsleitung, vor Expandieren des Liners, zwischen die schadhafte Rohrleitung 1 und den Liner eingezogen wird - vor oder nach Einziehen des Liners und bei Expansion des Liners zwischen Wand der Rohrleitung 1 und Liner festgeklemmt wird. Dadurch wird die Datenübertragungsleitung, je nach Linermaterial, in die Wandung des Liners, schützend, eingepreßt. In einer weiter bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 2 wird die Datenübertragungsleitung 10a beispielsweise mit einem damit integralen klebenden Band 12, z.B. einem epoxygetränkten Filzband, auf die äußere Fläche des Liners 8 aufgeklebt, mit diesem verlegt und durch Expansion des Liners zusätzlich verankert.
Dieses Vorgehen birgt allerdings insbesondere bei Kantungen und Einbrüchen der Rohrleitung 1 je nach Linermaterial die Gefahr, daß beim Expandieren des Liners 8 die Datenübertragungsleitung 10a Schaden nimmt. Deshalb wird in einer weiter bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 3 die Datenübertragungsleitung 10b im Innern des Liners 8 vorgesehen, derart damit kontinuierlich verklebt, vergossen, bevorzugterweise mittels eines mit der Leitung 10b integralen oder separaten klebenden Bandes 12 eingelegt. In einer weiteren, in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform, wird die Datenübertragungsleitung 10c im Wandungsmaterial des Liners 8 eingebettet vorgesehen.
Rückblickend auf Fig. 2 und die im Zusammenhang damit besprochenen Nachteile betreffend Beschädigung der Datenübertragungsleitung 10a- beim Einzug des Liners 8 ist es durchaus möglich, wie bei 1Od dargestellt, in die
Außenwandung des Liners 8 eine Aufnahmenut einzuarbeiten und darin, geschützt, die Datenübertragungsleitung vorzusehen und gegebenenfalls dort einzukleben oder zu vergießen.
Auf diese Art und Weise und im Zusammenhang mit der anhand von Fig. 1 erläuterten Liningtechnik ist es möglich, bei Wiederinstandstellung bestehender Rohrleitungssystem &Ggr;, 3 die Datenübertragungsleitungen 10a - 1Od in verzweigte Leitungsnetze mit wechselndem Rohrdurchmesser und vieler Art Krümmungen und Abzweigungen bis zu den Endverbrauchern zu führen, dies auch lückenlos, indem beispielsweise eine Datenübertragungsleitung 10b nach der Technik von Fig. im Liner 8 auch erst nach dessen Verlegen eingeführt werden kann, dann in Abzweigungsleitung 3 weitergezogen werden kann, in den dortigen Liner 8a und somit beispielsweise von einem der Schächte 5 unterbrechungslos bis zu einem Endverbraucher geführt werden kann. Damit nutzt die vorliegende Erfindung in einer ersten bevorzugten Ausführungsvariante die an sich bekannte "Liner"-Technik optimal aus.
Eine weitere bekannte Technik, schadhafte Rohrleitungen zu restaurieren, besteht im Verlegen sogenannter Reparationsrohre. Sie sind, ähnlich wie Liner, biegbar, um Rohrleitungskrümmungen aufzunehmen. Eine bekannte Ausführungsform derartiger Reparationsrohre ergibt sich beispielsweise aus Fig. 5. Das Reparationsrohr 14 ist, mit einer Außenwandung 14a und einer Innenwandung 14i, doppelwandig ausgebildet, mit Stegen 16, die die beiden Wandungen 14a, 14i beabstandet halten. Derartige Reparationsrohre 14 werden üblicherweise aus Kunststoff, wie aus PVC, gefertigt. Nach Einlegen bzw. Einziehen
solcher Rohre 14 in zu restaurierende Rohrleitungssysteme wird der Zwischenraum 18 zwischen den Wandungen 14a und 14i üblicherweise ausgegossen, beispielsweise auszementiert. Unte Einsatz derartiger Reparationsrohre 14 zur Restaurierung bestehender, mitgenutzter Rohrleitungssysteme wird erfindungsgemäß die Datenübertragungsleitung entweder, wie bei 1Oe dargestellt, im Innern des Rohres 14 verlegt, sei dies dort vorzugsweise mit klebendem Band fixiert, oder sei dies eingegossen oder gar mit dem Wandungsmaterial verschweißt, wobei (nicht dargestellt) die Datenübertragungsleitung 1Oe aus Schutzgründen in eine entsprechende Nut in der Wandung 14 eingebettet werden kann.
In einer zweiten Variante, wie bei 1Of dargestellt, wird die Datenübertragungsleitung im Zwischenraum zwischen den beiden Rohrwandungen 14a und 14i eingebettet, dort gegebenenfalls provisorisch durch Verkleben oder Verkitten gehaltert, um dann schließlich mit dem Hohlraum 18 vergossen zu werden. In einer dritten Variante, wie bei 10g dargestellt, wird die Datenübertragungsleitung, in Analogie zu den Erläuterungen zu Fig. 2 gegebenenfalls auch nutgeschützt, an der Außenwand des Reparationsrohres 14 vorgesehen.
Selbstverständlich lassen sich in ein und demselben Leitungssystem bzw. an ein und demselben Reparationsrohr bzw. Liner die Varianten Innenführung, Wandungsführung, Außenführung der Datenübertragungsleitungen kombiniert einsetzen, um eine hohe Dichte von Datenübertragungsleitungen aufzunehmen.
Das schlauchförmige Linergebilde nach Fig. 4 mit in seinem Wandungsmaterial eingebetteter Datenübertragungsleitung, aber auch die Linerausführungsvarianten mit Datenübertragungsleitungen nach den Fig. 2 bzw. 3, können auf bereits vor Verlegen vorbereiteten Liner-Gebilden oder flexiblen Rohren beruhen, d.h. es können rohrförmige Linergebilde bereitgestellt sein, welche bereits mit den Datenübertragungsleitungen ausgerüstet sind. Damit ergibt sich, daß ein rohrförmiges Gebilde, das entlang seiner Wandung, sei dies außen oder innen oder im Wandungsmaterial, mindestens eine
Datenübertragungsleitung aufweist, die dort im wesentlichen kontinuierlich verankert ist, ein spezifisch für die Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildetes, an sich erfinderisches Gebilde darstellt. Bezüglich einer weiteren erfindungsgemäßen Linerausführung sei auch auf Fig. 10 verwiesen.
Mit Blick auf Fig. 5 sei dabei ausdrücklich betont, daß auch ein Reparationsrohr mit in seinem Zwischenraum 18 voreingelassener Datenübertragungsleitung 1Of ein rohrförmiges Gebilde darstellt, mit in seiner Wandung vorgesehener Datenübertragungsleitung. Auch'die verschiedenen, anhand von Fig. 5 dargestellten Reparationsrohr-Varianten lassen sich als vorgefertigte, erfindungsgemäße rohrförmige Gebilde vorab fertigen, an denen die Datenübertragungsleitungen bereits vorgesehen oder in diese Leitungen eingezogen werden.
Mit Bezug auf Fig. 5 werden oft auch Reparationsrohre (nicht dargestellt) eingesetzt, welche einwandig, z.B. als normale, flexible Kunststoffrohre, ausgebildet sind. Selbstverständlich werden dort analog zu den Ausführungen
• *
von Fig. 5 erfindungsgemäß die Datenübertragungsleitungen innen und/oder außen und/oder im Wandungsmaterial geführt. Auch solche Rohre lassen sich integral mit den vorgesehenen Datenübertragungsleitungen vorfertigen bzw. so, daß die Datenübertragungsleitungen daran eingezogen werden können.
Insbesondere bei der Verwendung von formfesten Rohren, wie flexiblen Reparationsrohren der eben erwähnten Art oder gemäß Fig. 5, können selbstverständlich auch nach außen auskragende, nach innen einkragende oder in der Wandung eigens vorgesehene Kanäle für das Einziehen von Datenübertragungsleitungen vorgesehen sein, wie dies gestrichelt mit dem nach außen auskragenden Kanal 14k in Fig. 5 verdeutlicht ist.
Eine weitere Möglichkeit, erfindungsgemäß bereits bestehende Leitungsnetze auszunutzen und bei ihrer Restaurierung Datenübertragungsleitungen einzubauen, soll anhand von Fig. 6 erläutert werden. Danach wird die schadhafte Wandung der Leitung 1 mit einer Dichtungsmasse 20 ausgespritzt und damit schadhafte Stellen gedichtet. Bei dieser Restaurierungstechnik wird vorzugsweise die Datenübertragungsleitung 10h vor oder mindestens während der Applizierung der Schicht 20 eingelegt und in die Schicht 20 eingegossen.
Die provisorische Fixierung kann dabei, wie schematisch mit dem Klebeband 12h dargestellt, an der Wand der Leitung 1 durch Klebung vorgenommen werden.
Beim Verlegen von Datenübertragungsleitungen in stillgesetzte oder nicht restaurationsbedürftige Rohrleitungsnetze wird bevorzugt die Leitung wie in Fig.
- li -
6 dargestellt verlegt oder an der Rohrleitungsinnenwand verlegt und dort verklebt oder verkittet.
2. Bei Erstellung neuer Rohrleitungsnetze
Bei der Erstellung neuer Leitungsnetze werden üblicherweise Metall- oder Kunststoffrohre, insbesondere bei Kanalisationen z.B. auch Steinzeug- oder Betonrohre verlegt, welche im wesentlichen formfest sind. Zum erfindungsgemäßen Verlegen von Datenübertragungsleitungen werden entweder die erwähnten Rohre verlegt, danach, bevorzugt, auf der Innenseite der Rohre die Datenübertragungsleitungen eingezogen und damit verklebt, insbesondere durch Einsatz von klebenden Bändern. Alternativ werden die zu verlegenden Rohre bereits mit innen applizierten und/oder im Wandungsmaterial eingebauten oder außen applizierten Datenübertragungsleitungen angeliefert und verlegt.
In Fig. 7 ist im Querschnitt eine zu verlegende Rohrleitung 22, beispielsweise aus PVC, dargestellt, mit innen verlegter bzw. innen vorapplizierter Datenübertragungsleitung 1Oi.
Wie gestrichelt in Fig. 7 dargestellt, bei 1Oe, kann dabei die Datenübertragungsleitung in eine schützende Nut im Wandungsmaterial 21 des Rohres 22 eingelassen sein. Wie als weitere Alternative in Fig. 7 dargestellt, gestrichelt bei 10m, kann ein mit dem Rohr 22 einteilig angeformter, nach innen einkragender Kanal 24 zum Einziehen einer oder mehrerer
Datenübertragungsleitung(en) vorgesehen sein.
: &igr;·
In Fig. 8 sind in Analogie zu Fig. 7 mehrere Möglichkeiten dargestellt, die Übertragungsleitung im Wandungsmaterial 21 eines zu verlegenden Rohres 22 einzubauen. Die dargestellte Datenübertragungsleitung 1On wird bei der Fertigung des Rohres 22, vorzugsweise mit Kunststoffwand 21, direkt ins Wandungsmaterial eingegossen.
In einer weiteren Variante, wie bei 1Oo dargestellt, wird in der Wandung 21 des zu verlegenden Leitungsrohres ein Kanal 27 vorgesehen zum gegebenenfalls späteren Einzug der Datenübertragungsleitung.
In Fig. 9 ist schließlich ein zu verlegendes Leitungsrohr 22 dargestellt mit erfindungsgemäß außen applizierten Datenübertragungsleitungen. Dabei ist gemäßs 10p die Übertragungsleitung auf der Außenfläche der Wand 21 aufgebracht, wie z.B. wiederum mittels klebendem Band aufgeklebt oder damit vergossen bzw. damit verschweißt, oder wie bei 1Oq in eine Kerbe bzw. Nute in der Außenwand verlegt und gegebenenfalls darin ebenfalls vergossen oder verklebt, oder es ist, wie bei 28 dargestellt, ein nach außen auskragender Kanal vorgesehen zum gegebenenfalls späteren Einzug der Datenübertragungsleitung 1Or. Bei Übergängen werden die Datenübertragungsleitungen abschnittsweise durch Verspleißen oder mittels Steckverbindungen (nicht dargestellt) verbunden.
Rückblickend auf die vorbeschriebene Liningtechnik zeigt Fig. 10 einen weiteren Liner 30 als erfindungsgemäßes Gebilde, woran, vorzugsweise damit integral, ein Aufnahmerohr, innen bei 32a, außen bei 32b, z.B. aus Kunststoff ungeformt ist. Dabei kann ein außen gelegenes Aufnahmerohr 32b bei Liner-Expansion ins Wandungsmaterial
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des Liners 30 eingedrückt werden. In den Aufnahmerohren 32a bzw. 32b können Datenübertragungsleitungen vorab eingebaut sein oder eingezogen werden.
Mit der vorgeschlagenen Erfindung wird es möglich, bestehende Rohrleitungssysteme, seien dies Kanalisations-, d.h. Abwasserleitungssysteme, Frischwasserleitungssysteme, Flüssiggas- oder Gasleitungssysteme etc., mitauszunützen zur Erstellung von Datenübertragungsleitungsnetzen. Mit geringem Mehraufwand werden derartige Netze mithin doppelfunktional genutzt. Durch das erfindungsgemäße Vorgehen sind bezüglich Gestaltung derartig ausgenutzter Netze, was Material, Durchmesser und Leitungsführung anbelangt, praktisch keine Grenzen gesetzt.

Claims (14)

TH/wm 980674G 01. September 1998 Schutzansprüche
1. Leitungssystem für Datenübertragungsverbindungen
mittels Datenübertragungsleitungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungsleitung (10) in weiterhin und/oder
vormals anderweitig genutzte Rohrleitungen (1, 3, 22)
verlegt und daran mindestens im wesentlichen
kontinuierlich befestigt sind.
2. Leitungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungsleitungen in bereits verlegten
Rohrleitungen (1, 3) verlegt sind.
3. Leitungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungsleitungen durch Einziehen mindestens
eines Liners (8, 8a), vorzugsweise mit einem
kunststoffgetränkten Gewebe, in die Rohrleitung (1, 3) eingeführt sind und dabei die Datenübertragungsleitung (10) an der Liner-Außenseite (10a, lOd) und/oder an der Liner-Innenfläche (10b) und/oder eingebettet im Liner-Material (10c) ausgebildet sind.
4. Leitungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Liner (8, 8a) einen Aufnahmekanal für die
Datenübertragungsleitung aufweist.
5. Leitungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungsleitungen durch Einbringen eines vorzugsweise flexiblen Reparationsrohres (14) in die Rohrleitung verlegt sind und dabei die Datenübertragungsleitungen an der Restaurationsrohr-Außen- (10g) und/oder -Innenseite (1Oe) und/oder in der Wandung (1Of) des Restaurationsrohres (1.4) eingebettet sind, letzteres insbesondere, wenn das Restaurationsrohr als doppelwandiges Rohr ausgebildet ist mit auszugießendem Doppelwandungszwischenraum (18).
6. Leitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungsleitungen an später einzuziehende oder zu verlegende rohrförmige Gebilde appliziert sind.
7. Leitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungsleitungen mit der Wandung eines rohrförmigen Gebildes verklebt, vergossen und/oder kunststoffverschweißt sind, wobei vorzugsweise die Datenübertragungsleitung integral mit einem klebenden Band, wie z.B. einem getränkten Filzband, versehen und appliziert ist, oder daß die Datenübertragungsleitung in einem eigens dafür vorgesehenen Kanal des bzw. am rohrförmigen Gebilde(s) eingebracht ist.
8. Leitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Datenübertragungsleitungsabschnitte mittels Steckverbindungen oder durch Verspleißen gekoppelt sind.
9. Rohrförmiges Gebilde,
dadurch gekennzeichnet, daß entlang seiner Wandung, außen, innen oder in seiner Wandung, mindestens eine Datenübertragungsleitung im wesentlichen kontinuierlich verankert ist.
10. Rohrförmiges Gebilde nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es als einziehbarer Liner ausgebildet ist, vorzugsweise mit einer ein Gewebe umfassenden Wandung.
11. Rohrförmiges Gebilde nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß am Liner, damit integral, ein Kanal für mindestens eine Datenübertragungsleitung vorgesehen ist, vorzugsweise ein Eingangsrohr an der Linerinnenfläche und/oder außenfläche und/oder im Linermaterial.
12. Rohrförmiges Gebilde nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß es als Restaurationsrohr ausgebildet ist, vorzugsweise als flexibles Rohr, weiter bevorzugt mit einer Doppelwandung.
13. Rohrförmiges Gebilde nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungsleitung mit dem Wandungsmaterial des rohrförmigen Gebildes verklebt, vergossen oder kunststoffverschweißt ist oder im Wandungsmaterial des rohrförmigen Gebildes eingebettet ist oder in einen am rohrförmigen Gebilde innen und/oder außen und/oder in dem in der Gebildewandung vorgesehenen Kanal verlegt ist.
14. Rohrleitungsnetz,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens an einem Teil des Rohrleitungsnetzes Datenübertragungsleitungen im wesentlichen kontinuierlich befestigt sind und das Rohrleitungsnetz zu Leitungszwecken anderweitig als zur Datenübertragung mitgenutzt wird oder wurde.
DE29815744U 1998-06-23 1998-09-02 Leitungssystem für Datenübertragungsverbindungen, rohrförmiges Gebilde hierfür und Rohrleitungsnetz Expired - Lifetime DE29815744U1 (de)

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