DE302376C - - Google Patents

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DE302376C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K7/00Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
    • F01K7/16Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being only of turbine type
    • F01K7/18Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being only of turbine type the turbine being of multiple-inlet-pressure type
    • F01K7/20Control means specially adapted therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVs 302376 KLASSE 14 c. GRUPPE
Regelungsvorrichtung für Zweidruckdampfturbinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Mai 1916 ab.
Der Erfindungsgegenstand betrifft eine Regelungsvorrichtung für Zweidruckdampfturbinen, d. h. für Dampfturbinen, die den Abdampf einer mit Auspuff arbeitenden KoI-benmaschine in erster Linie verwerten, die aber, falls die jeweils vorhandene Abdampfmenge zur Abgabe der erforderlichen Leistung nicht mehr ausreicht, auch Frischdampf verwenden, jedoch unter völliger Verwertung des"
ίο gesamten Abdampfes. Da nun der jeweils \rerfügbare Abdampf immer ganz verbraucht werden muß, und der zur Erzielung der festgesetzten Leistung fehlende Betrag mit Frischdampf ersetzt wird, muß also die
15' Frischdampfzufuhr einerseits vom Belastungsgrad der Maschine, anderseits aber auch von der jeweils verfügbaren Abdampf menge ab-
~ hängig gemacht werden. ■
Zur Regelung werden an sich bekannte Regler benutzt und als Kraftübertragungsmittel zwischen' der Regelungsvorrichtung und den Dampfeinlaßorganen wird, wie üblich, Drucköl verwendet.
Der Erfindungsgegenstand unterscheidet sich aber von anderen, dem gleichen Zweck dienenden Ausführungen' dadurch, daß das Organ, welches den Ölzufluß zu den Kraftkolben der Dampfeinlaßventile regelt, vom Geschwindigkeitsregler achsial verstellt und vom Abdampf druckregler um seine Achse herum verdreht wird, die Reglerbewegungen der einzelnen Ventile durch mehr oder weniger starkes Abdrosseln des Drucköles hervorgerufen werden, wobei diese Drosselung infolge von Verschiebungen des unmittelbaren Regelungsorganes vor .den Mündungen der Ölleitungen ins Drosselgehäuse bewirkt wird, und daß zwischen den unmittelbaren Drosselorganen keine Berührung stattfindet, daß vielmehr dieselben immer in einem gewissen Mindestabstand voneinander vorbeigleiten.
Die Zeichnung stellt den Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform schematisch dar, und zwar zeigt:
Fig. ι die Regelungsvorrichtung in Ansicht,' zum Teil im Schnitt,
Fig. 2 und 3 Teile der Regelungsvorrichtung im Schnitt nach der Linie A-A bzw. B-B ' der Fig. 1, und
Fig. 4 stellt die Abwicklung des Innenman·- tels des Ventilgehäuses dar.
Die Reglerstange 1 (Fig. 1) stützt sich mit ihrem unteren Ende auf den Geschwindigkeitsregler 30, das andere Ende 20 der Stange ist durch eine Feder 19 belastet. Drosselplättchen 2 und 4, die mit der Stange 1 starr verbunden sind, befinden sich im Innern des Gehäuses 18, das Anschlußstutzen 17, 33 und Drosselöffnungen 3, 5 enthält. Die Teile auf der linken Seite (Fig. 1) dienen zum Verstellen des Frischdampf ventiles 11, die Teile auf der rechten Seite sind entsprechend aus- " gebildet und dienen zum Einstellen des Abdampf ventiles 12. Eine Pumpe 14 fördert Öl in die Leitung 6, das dann durch den Anschlußstutzen 17 und Öffnung 3 in das Innere des Gehäuses 18 gelangt und durch ein Ablaufrohr 15 (Fig. 2) abgeführt, wird. Das Drosselplättchen 2 bewegt sich vor der Öff-. nung 3 dermaßen;' daß es dem aus der Öffnung 3 austretenden und nach dem Innern des Gehäuses 18 strebenden Öl kleinere oder größere Druckflußquerschnitte freigibt. " Dadurch entsteht in der Leitung 6 ein höherer " oder niedrigerer Druck. . Das Frischdampfventil 11 ist mittels Ventilstange 10 mit dem Hilfskraftkolben. 8 verbunden, welcher im Gehäuse 9 untergebracht ist und durch eine ein-
stellbare Feder 41 belastet wird; Unter dem Kolben 8 mündet in das Gehäuse 9 eine Verbindungsleitung 7, die den Raum 42 zwischen Kolben 8 und Gehäuse 9 mit der Ölleitung 6 verbindet. Im Räume 42 herrscht also der gleiche Druck wie in Leitung 6 und die Druckänderungen, die in Leitung 6 infolge von Durchflußänderungen zwischen Öffnung 3 und Plättchen 2 auftreten, pflanzen sich in den Raum 42 fort und bewerkstelligen so die den Zweck der Regelung bildende axiale Verschiebung .des Kolbens 8 und des mit ihm starr verbundenen Frischdampfventils 11. In entsprechender Weise wird das Abdampfventil 12 durch die Stange 37 mit Kolben 36 verstellt, der mittels Feder 40 belastet im Gehäuse 39 sitzt. Der-Raum 43 des letzteren ist durch Leitung 35 an das Rohr 34 angeschlossen, das von einer Ölpumpe 32 nach dem Stutzen 33 führt. Die Reglerstange 1 trägt noch in ihrem mittleren Teil (Fig. 3) einen Längskeil 29. Auf diesem Keil 29 sitzt ein Kopf 28, der bei einer Verdrehung der Reglerstange ι mittels Stange 27 eine Kolbenstange 25 verstellt. Letztere ist mittels Zapfens 26 an der Stange 27 angelenkt und trägt einen Kolben 22 einer Hilfskraftmaschine 21. Der Kolben 22 (Fig. 3) steht auf der einen Seite unter dem Drucke des Abdampfsammlers (Wärmespeicher), der, mittels Röhre 31 angeschlossen ist, auf der anderen Seite aber unter atmosphärischem Druck und ist beiderseitig durch Feder 23 und 24 gestützt. Bei wachsendem Abdampfdruck bewegt sich der KoI-ben 22 nach unten (Fig. 3) und mit ihm Stange 25 und Gelenk 26, wodurch Stange 27 ■und mit ihr'Reglerstange 1 um die Längsachse der letztgenannten verdreht werden, und zwar von oben gesehen im Sinne des Uhrzeigers.
Die Form der Drosselplättchen 2 und 4 und der Drosselöffnung· 3 und 5' im Gebäude 18 hängt vollständig davon ab, welche Vorschriften in bezug auf den Zusammenhang zwischen Belastungsgrad und verfügbarer Abdampfmenge einerseits und benötigter Frisch- und Abdampfmenge anderseits aufgestellt werden. Fig. 4 gibt Aufschluß über den ganzen Regelungsvorgang. Nimmt bei gleichbleibender Turbinenbelastung die verfügbare Abdampfmenge (bzw. der Abdampfdruck) im AVärmespeicher zu, so verdreht sich die Reglerstange ι im Uhrzeigersinne. Die Fig. 4 zeigt schematisch die Abwicklung des Innenmantels des Gehäuses 18 mit den zwei Drosselöffnungen 3 und 5, vor denen sich die Plättchen 2 und 4 befinden. Die Verdrehung der Stange ι im Uhrzeigersinne entspricht einer Verschiebung beider Plättchen nach . rechts (Fig. 4). Dadurch wird Öffnung 3, die zum Regeln des Frischdampf ventils dient, mehr aufgedeckt, die zum Regeln des Abdampfventiles dienende Öffnung 5 mehr verdeckt; in den Leitungen 6 und 7 und im Raum 42 (Fig. 1) nimmt der Öldruck ab, der KoI-ben 8 sinkt, das Frischdampfventil π gibt dem Dampf einen kleineren Durchflußquerschnitt frei, es tritt weniger Frischdampf ein. Auf der Abdampfseite nimmt hingegen der Öldruck in den Leitungen 34 und 35 zu; der Kolben 36 steigt, das Abdampf ventil 12 gibt dem Dampf einen größeren Querschnitt frei, es tritt mehr Abdampf ein.
Bei teilweiser oder gänzlicher Entlastung, der Turbine schiebt der Regler 30 die Plattchen 2 und 4 nach oben, die Öffnungen 3 und 5 \verden mehr aufgedeckt, die Öldrücke in beiden Leitungen sinken, beide Dampfventile treten-ihre Schließbewegung an.
Bei vorliegender Erfindung beeinflussen Änderungen der verfügbaren Abdampfmenge keine Änderung der Umlaufzahl des Beharrungszustandes, so daß also' die Turbine im Beharrungszustand bei reinem Frischdampfbetrieb mit der gleichen Umlaufzahl arbeiten kann, wie im Beharrungszustand bei reinem Abdampfbetrieb. '

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Regelungsvorrichtung für Zweidruckdampfturbinen, bei welcher die Änderungen der Turbinenleistung . und der augenblicklich verfügbaren Abdampfmenge unmittelbar durch ein und dasselbe Organ zur Einwirkung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Or-· gan, welches den Ölzufluß zu den Kraftkolben der Dampfeinlaßventile regelt, vom Geschwindigkeitsregler achsial verstellt und vom Abdampf druckregler um seine Achse herum verdreht wird.
2. Regelungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelungsbewegungen der einzelnen Ventile (11,12) durch mehr oder weniger starkes Abdrosseln des Drucköles hervorgerufen werden, wobei diese Drosselung infolge von Verschiebungen des unmittelbaren Regelungsorgans (2, 4) vor den Mündungen (3, 5) der Ölleitungen ins Drosselgehäuse (18) verursacht wird, und daß zwischen den unmittelbaren ' Drosselorganen (2,3 bzw. 4, 5) keine Beruhrung stattfindet, daß vielmehr dieselben immer in einem gewissen Mindestabstand voneinander vorbeigleiten.'
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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